UBS

UBS Aktie 

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Ausblick UBS: Q2-Ergebnis von

Ausblick UBS: Q2-Ergebnis von 990,5 Millionen US-Dollar erwartet

Die UBS publiziert am Dienstag, 23. Juli das Geschäftsergebnis zum zweiten Quartal 2019. Zum AWP-Konsens haben insgesamt fünf Analysten beigetragen.

22.07.2019 14:00

Q2 2019E (in Mio USD) AWP-Konsens Q1 19A Q2 18A Geschäftsertrag 7'199 7'218 7'644 Gewinn vor Steuern 1'412 1'546 1'706 - GWM 945 863 1'014 - Investment Bank 297 207 537 Konzernergebnis 990,5 1'141 1'382

FOKUS: Das zweite Quartal dürfte für die Bank erneut kein einfaches gewesen sein, auch wenn die Situation in den Monaten April bis Mai wohl etwas weniger schwierig war als im ersten Quartal. Vor allem Ende letzten Jahres und zu Beginn des neuen Jahres waren die Finanzmärkte bekanntlich phasenweise im Panikmodus. Dass die Situation ab Mitte Februar deutlich beruhigt hat, wurde bereits bei Bekanntgabe der Erstquartalszahlen Ende April bekannt. CEO Sergio Ermotti bestätigte dann Anfang Juni, dass sich das Geschäftsumfeld der grössten Schweizer Bank etwas aufgehellt hat.

"Im März, April und Mai hat sich die Situation eindeutig stabilisiert und verbessert, wenn auch von einer sehr tiefen Basis aus", sagte er an einer Anleger-Konferenz. Angesichts der Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung und die politische Lage in Grossbritannien, Italien und weiteren europäischen Ländern sei die Situation aber immer noch fragil. Dies helfe nicht, das Anleger-Vertrauen zurückzubringen, meinte er.

Dazu kommt, dass das zweite Quartal 2018 ein relativ gutes war, was es für die UBS wiederum schwierig macht, die Vorjahreswerte zu erreichen. Die Performance der UBS-Investmentbank sei im zweiten wie auch im ersten Quartal derjenigen von anderen Branchenvertretern nicht unähnlich gewesen, sagte Ermotti bei der oben erwähnten Konferenz. Die grossen US-Banken haben dabei zumeist einen Rückgang (zum Vorjahr) in ihren Handelsabteilungen vermeldet, da sich viele Anleger wegen des Handelskonfliktes oder Rezessionsbefürchtungen weiter zurückhalten. Und auch das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen schwächelt weiter.

Die grösste US-Bank JP Morgan etwa hat einen Rückgang der (bereinigten) Handelserträge von sechs Prozent vermeldet, wobei sowohl der Aktien- wie auch der Anleihenhandel schwächelte. Vergleichbar bzw. zum Teil noch schlimmer war auch die Entwicklung bei Citigroup, Goldman Sachs oder Morgan Stanley. Für die UBS ist zwar die Vermögensverwaltung (mit reichen Kunden) das wichtigste Geschäft. Allerdings ist dieses aufgrund der tiefen Zinsen in ihren wichtigen Märkten Europa und Asien wegen der Tiefzins-Situation ebenfalls nicht einfach.

Die Bank dreht denn auch weiter an der Kostenschraube und hat vor einiger Zeit zusätzliche Kosteneinsparungen von mindestens 300 Millionen Dollar gegenüber dem ursprünglichen Budget kommuniziert. Dabei handle es sich allerdings nur um taktische und nicht um strategische Massnahmen, hiess es. Das heisst, die Bank verschiebt Investitionsprojekte oder gewisse Personaleinstellungen nach hinten. Die Massnahmen sollen sich laut UBS ab dem zweiten Halbjahr bemerkbar machen.

Aufgrund der schwachen Kursentwicklung der Aktie - das UBS-Papier ist im bisherigen Jahresverlauf schwächster SMI-Wert - kommen auch immer wieder strategische Fragen auf. Gewisse Investoren etwa fordern eine radikale(re) Fokussierung auf das Wealth Management. Dem hat das UBS-Management bisher aber immer eine klare Absage erteilt. Dies dürfte auch jetzt nicht anders sein.

ZIELE (Konzernstufe):

Die UBS hat anlässlich des Investorentages im letzten Oktober die Ziele überarbeitet und zum Teil neu formuliert. Die Gruppenziele bzw. des wichtigsten Bereichs Global Wealth Management (GWM) nachfolgend in Tabellenform:

Ziele Ambition Guideline FY 19 FY 19-21 FY19-21 Gruppe . Reported Return on CET1 15% 17% . Cost/Income-Ratio (Adj.) 77% 72% . CET1 Capital Ratio ca. 13% . CET1 Leverage Ratio ca. 3,7% GWM . Gewinnwachst (v.St., adj.) 10-15% . Cost/Income-Ratio (Adj.) 75% 70% . Neugeldwachstum 2-4%

PRO MEMORIA:

KAPITALQUOTEN: Die UBS will bekanntlich eine der am besten kapitalisierten Grossbanken der Welt sein. Per Ende März lag die Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt) bei 13,0 Prozent und die entsprechende Leverage Ratio (Verschuldungsquote) bei 3,80 Prozent. Die aktuellen Werte entsprechen in etwa den eigenen Zielgrösse für die nächsten Jahre.

AKTIENRÜCKKAUF: Derzeit läuft ein dreijähriges Programm (2018 bis 2020) für einen Rückkauf über 2 Milliarden Franken, wovon Ende 2018 mit 750 Millionen Franken gut ein Drittel durchgeführt war. Für dieses Jahr ist ein Volumen von 1 Mrd US-Dollar geplant, wobei gemäss Angaben bis Mitte Jahr rund 300 Millionen zurückgekauft waren. Wegen des für die Bank negativ verlaufenen Gerichtsfalls in Frankreich war dieses Ziel kurzfristig sistiert, dann aber bei der Q1-Berichterstattung wieder kommuniziert worden.

PARTNERSCHAFTEN/M&A: Die UBS hat Anfang Juni die Gründung eines Joint Ventures mit der japanischen Bank Sumitomo Mitsui Trust in der Vermögensverwaltung angekündigt, wobei die Schweizer Bank 51 Prozent daran halten wird. UBS und SuMi Trust wollen dabei ihre Produkte und Dienstleistungen ab Ende 2019 ihren jeweiligen Kunden anbieten. Die Aktivitäten sollen danach bis Anfang 2021 in das Gemeinschaftsunternehmen mit einem einheitlichen Markenauftritt eingebracht werden. Die beiden Finanzhäuser werden gemäss UBS Produkte, Anlageberatung und Dienstleistungen anbieten, die sie heute alleine nicht erbringen können. Sumitomo ist mit einem verwalteten Vermögen von rund 285 Billionen Yen (umgerechnet rund 2600 Milliarden Franken) Japans grösster Bankentrust. CEO Ermotti begründete die Partnerschaft mit Wachstumspotenzial. Viele lokale Vermögensverwaltungsmärkte würden schnell wachsen, die UBS könne aber nicht überall selbst präsent sein. Hier könne die Bank ihre eigene Anlage-Expertise lokalen Anbietern zur Verfügung stellen, sagte er in einem Interview.

Vor ein paar Monaten hatte es verschärfte Gerüchte und Spekulationen gegeben, dass die UBS mit der Deutschen Bank über einen möglichen Zusammenschluss der eigenen Assetmanagement-Sparte mit DWS, der vergleichbaren Sparte der Deutschen, verhandelt. Bei beiden Instituten gelten die Sparten eigentlich als zu klein, um unter verschärften Bedingungen genug profitabel arbeiten zu können. Mitte Mai berichtete Bloomberg dann, die Gespräche seien ins Stocken geraten, weil sich die Beteiligten nicht einig würden, wer bei einem fusionierten Fondsanbieter das Sagen hätte. Seither hat man dazu nichts konkretes mehr gehört. Gemessen an den verwalteten Vermögenswerten sind beide Unternehmen in diesem Bereich etwa gleich gross. So kommt die UBS-Fondssparte auf 722 Milliarden und die DWS auf 704 Milliarden Euro verwaltetes Kundenvermögen. Bei einer Fusion könnten beide Gesellschaften auf das Niveau des grössten europäischen Fondsanbieters Amundi kommen.

ALTLASTEN: Die UBS hat noch immer eine längere Liste von nicht abgeschlossenen Rechtsfällen, die zum Teil viele Jahre zurückreichen. Zuletzt wurde die grösste Schweizer Bank bekanntlich vor rund fünf Monaten von einem Pariser Gericht zu einer Rekordbusse von 3,5 Milliarden Euro verurteilt, zudem muss sie dem französischen Staat Schadenersatz in der Höhe von 800 Millionen Euro bezahlen. Im Prozess ging es um Geldwäsche und Beihilfe zu Steuerhinterziehung. Die Bank hat dagegen Rekurs angekündigt und verlangt für sich einen Freispruch.

Der Fall dürfte die UBS bis zu einem letztinstanzlichen Urteil daher vermutlich noch mehrere Jahre beschäftigen. Die diesbezüglichen Rückstellungen wurden von der UBS zuletzt mit 516 Millionen beziffert. Die Bandbreite der möglichen Ergebnisse sei aber gross und trage zu einem grossen Mass an Schätzungsunsicherheit bei, hiess es. Es könnte also durchaus sein, dass die Rückstellungen für den Frankreichfall noch angepasst werden müssen. Insgesamt hatte die UBS gemäss der letzten Bekanntgabe (Ende März) Rückstellungen für Rechtsfälle etc. von 2,68 Milliarden US-Dollar in ihren Büchern.

Die Bank geht auch nicht davon aus, dass sie ihre Altlasten so schnell los wird. Steuerbehörden in einer Reihe von europäischen Ländern hätten Ermittlungen in Bezug auf das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft in Angriff genommen, Auskunftsersuchen gestellt oder Bankmitarbeiter in den entsprechenden Ländern geprüft, schrieb die Bank in ihrem Geschäftsbericht 2018. In diesem Zusammenhang interessant sein wird ein auf den 26. Juli angesetztes Urteil des Bundesgerichtes im Zusammenhang mit Datenlieferungen an Frankreich.

Es dürfte wegweisend für künftige Amtshilfegesuche sein. Das Bundesgericht muss klären, ob die Eidgenössische Steuerverwaltung Frankreich allein gestützt auf eine Liste mit mehreren tausend Kontonummern Amtshilfe leisten darf. Die französische Steuerbehörde hatte das Amtshilfeersuchen im Mai 2016 gestellt. Bei den Kontoinhabern soll es sich um mutmasslich in Frankreich steuerlich ansässige Personen handeln oder solche, die es waren. Frankreich hatte die Kundennummern von den deutschen Ermittlungsbehörden erhalten.

Im Februar 2018 verfügte die ESTV, die Amtshilfe zu gewähren. Die UBS und die direkt betroffenen natürlichen Personen reichten dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Dieses entschied im August, dass die Steuerverwaltung die Daten nicht liefern darf. Die französischen Steuerbehörden hätten nicht dargelegt, warum davon auszugehen sei, dass die betroffenen Steuerpflichtigen ihren fiskalischen Pflichten nicht nachgekommen seien. Allein ein Konto in der Schweiz zu haben, genüge nicht als Begründung. Die ESTV zog dieses Urteil ans Bundesgericht weiter.

In den USA wartet die UBS zudem auf ein Urteil im Fall der sogenannten Ramsch-Hypotheken (RMBS-Papiere) aus der Zeit der Finanzkrise.

AKTIENKURS: Die UBS-Aktie notiert mit aktuell 11,72 Franken (Freitag 13.00 Uhr) um rund 4 Prozent tiefer als Ende 2018 (CS +12%, SMI +18%) und ist damit die schwächste SMI-Aktie. Bereits letztes Jahr hatten beide Grossbanken-Aktien zu den schwächsten SMI-Werten gehört: Die UBS-Aktie hatte 32 Prozent, die CS-Aktie gar 38 Prozent eingebüsst (SMI -10%).

Homepage: www.ubs.com

an/yl

(AWP)

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UBS übertrifft Gewinnprognose

UBS übertrifft Gewinnprognose im zweiten Quartal

Die UBS hat im zweiten Quartal trotz der anhaltend schwierigen Marktbedingungen mehr verdient als im Vorjahr und damit die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen.

Aktualisiert um 07:14

Für die nähere Zukunft gibt sich die UBS wie üblich eher zurückhaltend.

Vor Steuern erreicht die UBS in der Periode von April bis Juni einen Gewinn von 1,76 Milliarden US-Dollar nach 1,71 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verblieb mit 1,39 Milliarden ebenfalls leicht mehr als in der Vergleichsperiode mit 1,38 Milliarden.

Die Erwartungen des Marktes wurden damit deutlich übertroffen: Der AWP-Konsens für den Vorsteuergewinn lag bei 1,41 Milliarden US-Dollar und für den Reingewinn bei 0,99 Milliarden US-Dollar.

Der Geschäftsertrag betrug 7,53 Milliarden und lag damit auch über den durchschnittlich erwarteten 7,20 Milliarden US-Dollar. Bei Aufwänden von 5,77 Mrd Dollar ergab sich ein weiterhin hohes Verhältnis aus Kosten zu Erträgen (Cost/Income-Ratio) von 76,5 Prozent.

UBS-Chef Sergio Ermotti kommentierte die Leistung in der Medienmitteilung vom Dienstag wie folgt: "Im zweiten Quartal 2019 konnten wir uns gegenüber dem starken Vorjahr noch verbessern und den höchsten Reingewinn eines zweiten Quartals seit 2010 erzielen".

Nettogeldabfluss

Von besonderer Bedeutung sind für den grössten Vermögensverwalter der Welt jeweils die Nettoneugelder. Nach einem hohen Zufluss von 22,3 Milliarden im ersten Quartal 2019 musste die globale Vermögensverwaltungseinheit Global Wealth Management (GWM) im zweiten Quartal einen Abfluss von 2 Milliarden Dollar hinnehmen. Als Grund führt die Bank saisonal steuerbedingte Abflüsse in den USA von 5,1 Milliarden an. Die bereinigte Nettomarge in der Vermögensverwaltung betrug 14 Basispunkte nach 15 Basispunkten im Vorquartal.

IWM, SUB, APAC - Was machen diese Banken eigentlich?

Die insgesamt verwalteten Vermögen legten aufgrund der Marktentwicklung trotzdem zu. Sie beliefen sich per Ende Quartal auf 3'381 Milliarden nach 3'318 Milliarden Dollar per Ende März 2019.

Wenig verändert präsentierte sich zum Quartalsende die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt). Sie verbesserte sich auf 13,3 Prozent von 13,0 Prozent per Ende März. Die Leverage Ratio, also die nicht risikogewichtete Verschuldungsquote, kam bei 3,83 Prozent nach 3,80 Prozent zu liegen. Die Werte liegen im Bereich der von der Bank angepeilten Grössenordnung.

 

 

Für die weitere Entwicklung gibt sich das Management vorsichtig. Das globale Wachstumstempo habe sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Die Notenbanken hätten zu erkennen gegeben, dass sie den geldpolitischen Normalisierungsprozess umkehren und neue Stimulierungsmassnahmen ergreifen wollen. Ein deutlicher Zinsrückgang zusammen mit den erwarteten Zinssenkungen werden den Nettozinsertrag im Vergleich zum letzten Jahr weiter beeinträchtigen, warnt die Bank.

Der diversifizierte Regionen- und Geschäftsmix sowie die durch die höheren verwalteten Vermögen positiv beeinflussten wiederkehrenden Erträge sollten helfen, die Auswirkungen zu mindern, schreibt die UBS weiter. Eine verbesserte Anlegerstimmung und höhere Marktvolatilität könnten zudem dazu beitragen, die typische Verlangsamung im dritten Quartal auszugleichen.

Aktie seit Jahresbeginn gefallen

Die UBS-Aktie notiert mit 11,90 Franken um rund 4 Prozent tiefer als Ende 2018 und ist damit die schwächste SMI-Aktie. Die Aktie der Credit Suisse ist um 12 Prozent angesteigen, während der Leitindex SMI um 18 Prozent zugelegt hat.

Bereits letztes Jahr hatten beide Grossbanken-Aktien zu den schwächsten SMI-Werten gehört: Die UBS-Aktie hatte 32 Prozent, die CS-Aktie gar 38 Prozent eingebüsst, während der SMI um 10 Prozent zurückging.

(AWP/cash)

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UBS-Aktionäre können noch

UBS-Aktionäre können noch nicht aufatmen

Die UBS übertrifft die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal klar. Weil sich Analysten jedoch an der Ergebnisqualität stossen, traut man den vorbörslichen Kursgewinnen der Aktie noch nicht so recht über den Weg.

Aktualisiert um 08:42

Von Lorenz Burkhalter

Die gute Nachricht zuerst: Mit einem Vorsteuergewinn von 1,76 Milliarden Dollar übertrifft die UBS die bei 1,4 Milliarden Dollar liegenden Markterwartungen im zweiten Quartal ziemlich deutlich. Dabei stellt sie gar die optimistischsten Analystenerwartungen in den Schatten.

Die schlechte Nachricht jedoch: Das Global Wealth Management steuert gerademal 874 Millionen Dollar zum Vorsteuergewinn bei. Das sind 14 Prozent weniger als im zweiten Quartal letzten Jahres und weniger als die 945 Millionen Dollar, die Analysten der grössten Schweizer Bank im Kerngeschäft zugetraut hatten.

Im vorbörslichen Handel von Julius Bär gewinnt die UBS-Aktie zur Stunde zwar gut 2 Prozent auf einen Mittelkurs von 12,07 Franken. Aufgrund des schwachen Abschneidens im Kerngeschäft wollen Beobachter dem Kurssprung allerdings noch nicht so recht trauen. Sie schliessen im weiteren Tagesverlauf ein Abrutschen der Aktie nicht aus.

Tiefere Zinserträge im Wealth Management

Berechnungen von Morgan Stanley zufolge liegt der Vorsteuergewinn der UBS im zweiten Quartal auf Konzernebene um 16 Prozent über den Erwartungen. Wie die US-Investmentbank weiter schreibt, kann das eher schwache Ergebnis im Global Wealth Management durch das bessere Abschneiden in allen übrigen Geschäftsfeldern mehr als aufgefangen werden. Als erfreulich bezeichnet Morgan Stanley neben dem Gewinnbeitrag aus dem Investment Banking auch den geringeren Verlust im Corporate Center. Die US-Investmentbank empfiehlt die UBS-Aktie wie bis anhin mit "Overweight" und einem Kursziel von 14 Franken zum Kauf.

Deutlich zurückhaltender äussert man sich bei der Deutschen Bank. Die deutsche Grossbank begrüsst zwar den höher als erwartet ausgefallenen Quartalsgewinn, zeigt sich gleichzeitig aber etwas enttäuscht vom verhaltenen Abschneiden im Global Wealth Management. Wie die Deutsche Bank weiter schreibt, hat die UBS im Kerngeschäft derzeit mit Preisdruck bei der Hypothekarvergabe sowie bei Geldmarktfonds zu kämpfen. Den Nettoneugeldabfluss von 2 Milliarden Dollar erklärt sich die Grossbank hingegen mit saisonalen Aspekten. Anders als Morgan Stanley stuft die Deutsche Bank die UBS-Aktie nur mit "Hold" und einem Kursziel von 13 Franken ein.

UBS-Aktie gilt als im Kurs zurückgeblieben

Anlässlich einer Branchenkonferenz liess sich UBS-Chef Sergio Ermotti Anfang Juni zu vorsichtigen Aussagen hinreissen. Nach einem schwierigen ersten Quartal habe sich das Tagesgeschäft in den Monaten April und Mai zwar stabilisiert. Letzteres allerdings von einer sehr tiefen Ausgangslage aus, so Ermotti. Ausserdem beschrieb er die Stimmung bei den Kunden zum Zeitpunkt der Branchenkonferenz als "fragil".

Händler schliessen nicht aus, dass Ermotti damals bewusst vorsichtig äusserte und positiv überraschen wollte. Solange die Grossbank nicht im eigens erklärten Kerngeschäft Wealth Management endlich an Schwung gewinne, sei auch bei der UBS-Aktie nicht mit deutlich höheren Kursen zu rechnen, so der Tenor. Mit einem Minus von 3,5 Prozent hinkt die Aktie seit Jahresbeginn sowohl jenen der beiden Rivalinnen Julius Bär (+24 Prozent) und Credit Suisse (+12 Prozent) als auch dem SMI (+18 Prozent) hinterher.

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Bundesgericht entscheidet

Bundesgericht entscheidet über Lieferung von UBS-Kundendaten

Das Bundesgericht entscheidet am heutigen Freitag, ob die Schweiz der französischen Steuerbehörde Namen der Inhaber und weitere Infos zu über 40'000 Konten bei der Grossbank UBS liefern darf.

26.07.2019 06:30

Der Fall ist für den Finanzplatz Schweiz von grossem Interesse. Die französische Steuerbehörde stellte im Mai 2016 ein Amtshilfegesuch an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV). Basis des Gesuchs waren drei Listen. Diese waren im Rahmen einer deutschen Untersuchung und Hausdurchsuchung bei der UBS in den Jahren 2012 und 2013 in Nordrhein-Westfalen beschlagnahmt worden. Deutschland hatte die Listen an Frankreich weitergegeben.

Konkret bat die Steuerbehörde um die Namen, Geburtsdaten und Adressen der Kontoinhaber, der wirtschaftlich Berechtigten und der Personen, die Rechte und Pflichten gegenüber den beiden genannten Personengruppen haben. Zeitlich umfasst das Gesuch die Jahre 2010 bis 2015.

Guthaben in Milliardenhöhe

Wie aus dem Sachverhalt des Bundesgerichts hervor geht, gaben die französischen Steuerbehörden an, die Vermögenswerte auf den Listen würden sich auf über 11 Milliarden Franken belaufen.

Bei der im Jahr 2013 eingerichteten Regularisierungsstelle in Frankreich sollen gemäss den französischen Angaben 45'000 Gesuche von Steuerpflichtigen eingegangen sein, die nicht alle ihre Vermögenswerte versteuert hätten. Insgesamt seien 5,5 Milliarden Euro an Steuern und Strafzahlungen eingenommen worden. 91 Prozent der Vermögen hätten Schweizer Finanzinstitute betroffen.

Auf der ersten Liste mit über 1000 Kontonummern sind die Namen der französischen Steuerpflichtigen aufgeführt. Diesbezüglich führte die französische Steuerbehörde aus, eine Überprüfung habe ergeben, dass 97 Prozent der genannten Personen tatsächlich in Frankreich steuerpflichtig gewesen seien.

Bei rund einem Drittel der Konten auf dieser Liste sei eine Steuerprüfung durchgeführt worden. Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass die Angaben sehr verlässlich seien.

Auch bei den zwei weiteren Listen des Amtshilfegesuchs, die keine Namen enthalten, hat die französische Steuerverwaltung bereits Abgleiche mit ihr bekannten Kontonummern vorgenommen. Es ergaben sich 5000 Treffer, bei total aufgeführten 45'000 Kontonummern.

Diese seien beim Amtshilfegesuch ausgeklammert worden. In Anbetracht des Gesamtzusammenhangs könne deshalb davon ausgegangen werden, dass auf den beiden letzten Listen französische Steuerpflichtige aufgeführt seien.

Erfolg bei der Vorinstanz

Die Eidgenössische Steuerverwaltung wollte dem Amtshilfegesuch der Franzosen nachkommen. Doch die UBS legte gegen die entsprechende Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein - mit Erfolg.

Das Bundesverwaltungsgericht kam zum Schluss, die französischen Steuerbehörden hätten nicht ausreichend dargelegt, warum davon auszugehen sei, dass die betroffenen Steuerpflichtigen ihren fiskalischen Pflichten nicht nachgekommen seien. Allein ein Konto in der Schweiz zu haben, reiche nicht aus.

Die UBS zweifelt daran, dass Frankreich sich an das so genannte Spezialitätsprinzip halten wird. Dieses besagt, dass Informationen, die für ein bestimmtes Verfahren geliefert wurden, nicht für einen anderen Zweck verwendet werden dürfen.

Die entsprechende Zusage, welche Frankreich gegenüber der ESTV machte, reicht der Grossbank nicht aus. In der Vereinbarung heisst es, dass die Informationen ausschliesslich im Zusammenhang mit Steuerfragen verwendet werden dürfen.

Weil das Urteil gegen die UBS in Frankreich noch nicht rechtskräftig ist, befürchtet die Bank die Verwendung der angeforderten Daten in diesem Verfahren. Die UBS wurde im Februar erstinstanzlich im Zusammenhang mit Geldwäscherei und Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Busse von über 5 Milliarden Franken verurteilt.

Präzisierung erwünscht

Die ESTV hat das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ans Bundesgericht weitergezogen. Sie wünscht eine Präzisierung der Rechtsprechung in Bezug auf die Amtshilfe.

Das Bundesgericht hat im September 2016 bereits einmal über eine Gruppenanfrage entschieden, bei der die Namen der Personen nicht bekannt waren. Damals handelte es sich um ein Gesuch aus den Niederlanden, das das Bundesgericht guthiess. (Fall 2C_653/2018)

(AWP)

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Zyndicate
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Schweiz darf UBS-Kundendaten

Schweiz darf UBS-Kundendaten an Frankreich liefern

Das Bundesgericht hat in einer öffentlichen Beratung entschieden, dass die Lieferung von UBS-Kundendaten an Frankreich zulässig ist.

26.07.2019 14:37

Die Informationen dürfen jedoch nicht für das Strafverfahren gegen die UBS in Frankreich verwendet werden. Über den zweiten Punkt herrschte bei der zweiten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts klare Einstimmigkeit. Nicht die gleiche Auffassung vertraten die Richter jedoch bei der Frage, ob es sich beim Amtshilfegesuch der französischen Steuerbehörde für insgesamt 40'000 Kontonummern um eine verbotene Fishingexpedition handelt oder nicht.

Die Minderheit der Richter argumentierte, die französische Behörde habe nicht ausreichend Informationen dazu geliefert, dass ein gesetzeswidriges Verhalten vorliegen könnte. Während auf der ersten der drei von den Franzosen gelieferten Listen die Namen vorhanden sind, bestehen die beiden anderen Listen lediglich aus Kontonummern.

Prüfungen der französischen Steuerbehörde hatten ergeben, dass vom ersten kontrollierten Drittel der ersten Liste die Hälfte der aufgeführten Personen ihre Vermögen nicht korrekt versteuert hatten. Sie schloss daraus, dass sich auch auf den anderen beiden Listen Steuersünder befinden.

Diesen Schluss liess die Minderheit der Richter nicht zu. Anders sah es die obsiegende Mehrheit. Für sie war klar, dass ein Verhaltensmuster vorliege, was für die Bewilligung der Amtshilfe ausreicht. Auch sah die Mehrheit die weiteren Kriterien für die Gewährung der Amtshilfe als erfüllt an.

(AWP/cash)

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Pesche
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Negativzins

Wer ist schon so verrückt dass er 2 Mio auf der UBS hat Secret ??

 

 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

Elias
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Pesche hat am 01.08.2019 11

Pesche hat am 01.08.2019 11:45 geschrieben:

Wer ist schon so verrückt dass er 2 Mio auf der UBS hat Secret ??

 

Pensionskassen zum Beispiel

 

Bald auch Negativzinsen für Sparer bei CS?

Die Credit Suisse war im letzten Quartal zwar erfolgreich unterwegs, gewann Kunden, steigerte den Gewinn. Doch die Negativzinsen bereiten der Grossbank Sorgen. Wälzt die CS das Problem an ihre Kundinnen und Kunden ab?Die Credit Suisse war im letzten Quartal zwar erfolgreich unterwegs, gewann Kunden, steigerte den Gewinn. Doch die Negativzinsen bereiten der Grossbank Sorgen. Wälzt die CS das Problem an ihre Kundinnen und Kunden ab?

https://www.srf.ch/play/radio/rendez-vous/audio/bald-auch-negativzinsen-...

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Nisten sich Finanzinvestoren bei der UBS ein?

Vor wenigen Stunden kosteten die Aktien der UBS zeitweise nur noch 10,60 Franken. Man muss das Datum schon auf September 2012 zurückstellen, um auf ähnlich tiefe Kurse zu stossen.

Wer sich von Firmenchef Sergio Ermotti Ende Oktober zum Einstieg verleiten liess, als dieser öffentlichkeitswirksam für umgerechnet 13 Millionen Franken Aktien seines Arbeitgebers kaufte, dem dürften angesichts der jüngsten Kursschwäche die Tränen der Verzweiflung in die Augen schiessen.

Allerdings fällt auf, dass sich die Papiere der grössten Schweizer Bank seit Freitag besser halten als jene der beiden Erzrivalen Julius Bär und Credit Suisse. Im hiesigen Berufshandel kursieren denn auch zwei mögliche Erklärungen für dieses Phänomen, das im Fachjargon auch gerne "relative Stärke" genannt wird. Gleichzeitig erreichen die täglichen Handelsvolumina seit nunmehr zwei Wochen fast das Zweifache der üblichen Umsätze.

Naheliegendste Vermutung: Die UBS tritt im Rahmen ihres Aktienrückkaufprogramms selber als Käuferin eigener Aktien in Erscheinung. Wie seit der Quartalsergebnisveröffentlichung von Ende Juli bekannt ist, erwarb die Grossbank im zweiten Quartal für umgerechnet fast 300 Millionen Franken eigene Aktien. Im laufenden Jahr sind Aktienrückkäufe in Höhe von bis zu 1 Milliarde Franken geplant.

Es gibt aber noch eine weitere, auch nicht ganz abwegige Erklärung: Ein oder mehrere Finanzinvestoren nutzen die tiefen Kurse und nisten sich bei der UBS ein. Im Laufe der Jahre geriet das Unternehmen nicht nur einmal ins Visier von Finanzinvestoren. Doch egal ob Knight Vinke oder Rudolf Bohli mit seinem Hedgefonds RBR Capital Advisors - sie alle stiessen mit ihren Forderungen oder Ideen beim Verwaltungsrat auf taube Ohren.

Aktienkursentwicklung der UBS über die letzten zwei Wochen. (Quelle: cash.ch)

Das Interesse von Finanzinvestoren könnten diesmal übrigens ausgerechnet die gescheiterten Verhandlungen rund um eine Zusammenführung des Vermögensverwaltungsgeschäfts der UBS mit dem deutschen Fondsriesen DWS geweckt haben.

Berechnungen von Kepler Cheuvreux zufolge führt die UBS das Vermögensverwaltungsgeschäft (Asset Management) mit gerade mal 100 Millionen Dollar in den Büchern. Dem steht ein effektiver Wert von 3 Milliarden Dollar oder mehr gegenüber.

Wer auch immer sich bei der UBS einkauft muss sich allerdings des stark fragmentierten Aktionariats der Grossbank bewusst sein. Letzteres macht es Finanzinvestoren nicht gerade einfach, ihre Forderungen oder Ideen durchzusetzen...

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UBS weitet Negativzinsregime aus

Die Grossbank verlangt von weiteren Kunden eine Gebühr für hohe Bargeldbeträge.

(RI) Schweizer Privatkunden, die mehr als 500’000 € in Cash auf einem UBS-Konto deponiert haben, sollen auf diesen Betrag eine Gebühr von 0,6% bezahlen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zuvor war die Gebühr ab einem Betrag von 1 Mio. € fällig.

In der letzten Woche wurde bekannt, dass reiche Privatkunden bei der UBS ab einem Betrag von 2 Mio. Fr. Negativzinsen in der Höhe von 0,75% zahlen müssen. Das entspricht dem Negativzins, den die Banken ab einem gewissen Cashbestand auf ihren Konten bei der Schweizerischen Nationalbank entrichten müssen.

Der jüngste Schritt ist ein weiterer Hinweis, dass die UBS mit einer längeren Tiefzinsphase rechnet. Am vergangenen Mittwoch senkte die US-Zentralbank den Leitzins nach zehn Jahren erstmals wieder.

Nicht nur die UBS verschärft ihre Regeln gegenüber Privatkunden. Auch die Credit Suisse hat bestätigt, Negativzinsen bei hohem Eurobarbestand in Kundendepots einzuführen. Mittlerweile trifft es fast alle wohlhabenden Privat- und Geschäftskunden, die nur Bargeld bei den Banken parkieren wollen. Bis auf wenige Ausnahmen blieben bis jetzt bloss die Kleinsparer verschont.

UBS-Kunden können die neue Gebühr umgehen, indem sie das Cash in Treuhandanlagen bei UBS-Gesellschaften im Ausland verschieben, wie Bloomberg weiter schreibt.

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Italienische Behörden

Italienische Behörden beantragen mittels Gruppenanfrage Daten von UBS-Bankkunden

Die italienischen Steuerbehörden wollen mittels einer Gruppenanfrage an die Daten von italienischen UBS-Kunden gelangen. Ein entsprechendes Amtshilfegesuch haben die Behörden des südlichen Nachbarstaats Anfang Dezember 2018 an die Eidgenössische Steuerverwaltung (EStV) gesendet, wie der aktuellen Ausgabe des Bundesblatts zu entnehmen ist.

07.08.2019 08:00

Die Italiener ersuchen darin um Informationen über namentlich nicht bekannte Personen mit Wohnsitz in Italien: Diese müssen über ein oder mehrere Konten bei der UBS Schweiz verfügt haben und diese bisher nicht versteuert oder offengelegt haben. Die Konten müssen zwischen dem Februar 2015 und Ende Dezember 2016, also vor Einführung des Automatischen Informationsaustauschs (AIA) mit der EU, geführt worden sein.

Es handle sich um die erste Gruppenanfrage aus Italien, erklärte der Tessiner Steueranwalt Giovanni Molo gegenüber Medien des Verlagshauses Tamedia vom Mittwoch. Er glaubt, dass die Anfrage für Daten von UBS-Kunden für die Italiener einen "Pilotfall" darstellt. "Ist Italien damit erfolgreich, dürften weitere Anfragen für Kunden anderer Banken eintreffen", wird Molo zitiert.

Ende Juli hatte das Bundesgericht in einem umstrittenen Urteil beschlossen, dass die Schweiz den französischen Steuerbehörden Namen der Inhaber und weitere Infos zu über 40'000 Konten aus den Jahren 2010 bis 2015 bei der UBS liefern darf. Basis des Gesuchs der französischen Behörden waren allerdings Listen mit Kontonummern. Die UBS hatte gegen die Auslieferung Beschwerde eingereicht. Die UBS hatte die Zusicherungen Frankreichs bezweifelt, dass das Land die Informationen nicht auch für andere Zwecke verwenden würde.

Die UBS hat derweil im Italien-Fall gegenüber den Zeitungen gelassen reagiert. "In den vergangenen Jahren hat die UBS, gestützt auf internationale Amtshilfeersuchen in Steuersachen, mehrere Editionsverfügungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung erhalten", wird eine UBS-Sprecherin zitiert.

tp/kw

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chramli
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Wie tief es hier wohl noch geht..

Die Preisabschläge seit der Q2-Veröffentlichung erscheinen mir sehr drastisch. 

Ich frage mich, wie tief es noch gehen wird. Meine Meinung ist, dass der Tiefpunkt wohl erreicht ist (+- 10.50) und eine Kurserholung bevorsteht.

Die Unsicherheiten (Tiefzinsen, Handelsstreit, Frankreich etc) sind meiner Meinung nach stark (über-) eingepreist.

Meinungen?

Elias
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Mit der UBS-Aktie zurück auf Feld eins?

Der Aktienkurs der grössten Schweizer Bank notiert um die 10 Franken – fast wieder dort, wo CEO Sergio Ermotti vor sieben Jahren mit seiner Strategie zupackte. Was das über die UBS aussagt.

34 Rappen: um diesen Betrag schrammte  der UBS-Aktienkurs dieser Tage an der 10-Franken-Marke vorbei. Angesichts der weltweit angespannten Börsenlage ist nicht auszuschliessen, dass der Titel die psychologisch bedeutsame Grenze noch touchiert – oder gar nach unten durchbricht.

Für Aktionäre ist dies ein ungemütlicher, für Bankchef Sergio Ermotti wohl ein doppelt ärgerlicher Ausblick. Er erwarb vergangenen Oktober 1 Million UBS-Aktien im Gegenwert von 13,12 Millionen Franken. Das symbolträchtige Investment hat seither einen Fünftel an Wert eingebüsst. Vor allem aber wurde die 10-Franken-Marke unter seiner Ägide zuletzt im Jahr 2012 durchschritten – von unten her kommend.

Blaupause für die Nachkrisen-Bank

Damals war Ermotti mit der krisengeschüttelten Bank zu neuen Ufern aufgebrochen und hatte das Institut konsequent zur weltgrössten Privatbank umgebaut. Zwischenzeitlich stieg der Börsenwert auf über 22 Franken je Titel an. Wird nun nur der Kurs betrachtet, dann stünde die UBS bei 10 Franken wieder auf Feld eins.

Das lässt Beobachter aufhorchen. Bei der Helvetischen Bank sagt Analyst Stephan Vollert: «Wird die Marke nach unten touchiert, will uns der Markt damit etwas sagen.»

Tatsächlich galt und gilt die UBS mit ihrer Hinwendung zur Vermögensverwaltung als Blaupause für die erfolgreiche Nachkrisen-Grossbank. Die Schweizer Erzrivalin Credit Suisse ahmte vor gut drei Jahren das Modell nach. Aktuell forciert die Deutsche Bank das Wealth Management.

Stockende Paradedisziplin

Nicht von ungefähr. Das Geschäftsmodell der UBS verspricht viel Solidität in einer turbulenten Branche. Verwaltete Vermögen binden kaum wertvolles Eigenkapital und bilden gleichzeitig die Basis für wiederkehrende Gebühren. Doch der Mechanismus stotterte zuletzt.

Wie auch finews.ch vergangenen Juli berichtete, sind im zweiten Quartal 2019 die in der Paradedisziplin Global Wealth Management (GWM) verwalteten Gelder gegenüber dem ersten Jahresviertel von 2'432 Milliarden Dollar auf 2'418 Milliarden Dollar zurückgegangen. Zusammen mit der Unlust der Kunden zu weiteren Investments trug dies mit dazu bei, den bereinigten Vorsteuergewinn des Konzerns von Quartal zu Quartal um 2 Prozent auf 1,787 Milliarden Dollar zu drücken.

Strauss von Widrigkeiten

Damit fallen die Widrigkeiten, mit denen Grossbanken wie die UBS wohl noch auf einige Zeit hinaus zu kämpfen haben, aus Anlegersicht stärker ins Gewicht. Die Abkühlung der Weltwirtschaft, die Aussicht auf eine weitere Verschärfung der Negativzinsen sowie die längerfristig wohl steigenden Kosten für Innovation und Regulation nehmen dem einstigen Erfolgsmodell an Glanz.

Und speziell bei der UBS belasten zusätzlich noch offene Rechtshändel mit Frankreich und den USA.

Was genau die UBS-Aktie nach unten drückt, bleibt trotzdem nebulös. Aufschlussreich ist aber die Erkenntnis der Helvetische-Bank-Analysten, dass die Bewertungsprämie, welche die UBS-Namen aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften gegenüber anderen westlichen Grossbanken aufwiesen, zuletzt auf 5 Prozent geschrumpft ist. Dies gemessen am erwarteten Kurs-Buchwert-Verhältnis bis ins Jahr 2021.

Grösse ist «in»

Das ist kein erfreulicher Trend. Von 30 westlichen Grossbanken notieren derzeit nur vier grosse US-Häuser über ihrem inneren Wert: Es sind dies J.P. Morgan, Bank of America, Wells Fargo und BNY Mellon. Eine mögliche Lesart davon ist, dass den Investoren derzeit schiere Grösse mehr Wert ist als das solide Geschäftsmodell der UBS. Von der Börsenkapitalisierung her rangiert letztere leicht oberhalb des Mittelwerts jener 30 Häuser.

Interessant ist noch ein weiterer Vergleich, denn Vollert anstellt. Wenn das für 2020 erwartete Kurs-Buchwert-Verhältnis in Relation zur erwarteten Eigenkapital-Rendite gestellt wird, scheint die UBS im Grossbanken-Vergleich als fair bewertet. Insofern könnte der Spielraum für grössere Kursgewinne begrenzt sein – die UBS spielt an den Börsen im Mittelfeld (siehe Grafik unten).

UBSGrafik 500

(Grafik: Helvetische Bank)

Warten auf die zündende Idee

Auf den zündenden Gedanken, wie sich die grösste Schweizer Bank hier wieder nach vorne kämpfen könnte, wartet man seitens des UBS-Managements noch. Derweil könnte ein Durchbrechen der 10-Franken-Marke nach unten ungeahnte Folgen nach sich ziehen.

Kurzfristig ist wohl mit Druck auf den Titel zu rechnen, wenn nahe dieser Marke platzierte Verkaufsorder ausgelöst werden. Mittelfristig bietet eine nochmals günstigere UBS-Aktie Gelegenheiten für Akteure verschiedenster Couleur. Da ist erstmals an die Bank selber zu denken, die 2019 für 1 Milliarde Franken eigene Aktien erwerben will.

Barbaren vor dem Tor?

Die niedrigere Einstiegschwelle könnte auch aktivistische Investoren anlocken, wie das Schweizer Börsenportal «Cash» schon früher berichtete. Mit Knight Vinke oder Rudolf Bohli haben sich schon diverse Raider (vergeblich) an der Grossbank abgemüht. Doch aufgrund des tiefen Aktienkurses könnte es «Aktivisten» diesmal gelingen, mehr unzufriedene UBS-Aktionäre hinter sich zu scharen.

So oder so: Unterhalb der 10-Franken-Marke wollen weder die Bankeigner noch das Management um CEO Ermotti die UBS-Aktie sehen.

 

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UBS soll Umbau der Investment Bank planen

Laut der Nachrichtenagentur «Bloomberg» könnte es zu einer grösseren Stellenstreichung kommen.

Die Investment Bank der UBS könnte vor dem Abbau «Hunderter von Jobs» stehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf «Leute, die mit der Sache vertraut sind». Die UBS kommentiert auf Nachfrage von «Finanz und Wirtschaft» die Nachricht nicht.

Man führe grundsätzlich immer strategische Diskussionen und suche nach Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zwischen Vermögensverwaltung und Investment Bank zu stärken.

Genau das wollen die Co-Chefs der UBS-IB, Piero Novelli und Rob Karofsky, die letzten September für den abgetretenen Andrea Orcel übernahmen, laut Bloomberg tun. Sie würden an ihrer ersten Umstrukturierung der Division arbeiten und deren Ertragsvolatilität verringern.

 

https://www.fuw.ch/article/ubs-soll-umbau-der-investment-bank-planen/

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Ohhh jeee.... nun bin ich „

Ohhh jeee.... nun bin ich „ stoltzer „ Besitzer von 5000 UBS  Wacko

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UBS setzt eine Frau an die Spitze des Europageschäftes

Das Europageschäft der UBS wird künftig von einer Frau geleitet.

Christine Novakovic übernimmt zum 1. September den Vorstandsvorsitz bei UBS Europe, wie die Grossbank am Dienstag mitteilte.

Sie folgt auf Thomas Rodermann, dessen Vertrag nicht verlängert wurde und der Ende November aus dem Institut ausscheiden wird. Die 55-Jährige übernehme in ihrer Funktion auch die Rolle der Länderchefin für Deutschland und Österreich. Zudem bleibe sie wie bisher verantwortlich für das Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS in Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

In einem Bericht des "Handelsblatt" hatte es im Frühjahr geheissen, Hintergrund für das Ausscheiden Rodermanns sei ein Machtkampf mit Novakovic. Die UBS erklärte dazu nun, die beiden Manager hätten zu jedem Zeitpunkt einen "respektvollen und professionellen Umgang" miteinander gepflegt.

Die aus Südtirol stammende Novakovic hat Stationen bei mehreren Banken hinter sich und arbeitete auch ein paar Jahre als Kunsthändlerin. Nach einer ersten Tätigkeit bei der UBS in Frankfurt Anfang der Neunziger war sie bei der zum italienischen Geldhaus UniCredit gehörenden HypoVereinsbank und bei der Citibank tätig. Seit 2011 arbeitet sie wieder für die UBS.

Gesteuert wird das Europageschäft der UBS aus Frankfurt heraus. An der Einheit, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt wird, hängen knapp ein Dutzend weitere Landeseinheiten. Zuletzt hatte die UBS etwa wegen des bevorstehenden EU-Ausstiegs Grossbritanniens Teile ihrer Investmentbank von London nach Frankfurt verlagert.

(AWP)

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UBS und Deutsche Bank wollten

UBS und Deutsche Bank wollten Allianz im Investmentbanking

Die UBS und die Deutsche Bank haben laut einem Zeitungsbericht über einen Zusammenschluss ihrer Geschäftsfelder im Investmentbanking gesprochen.

25.08.2019 15:40

Von Jahresanfang bis Juni habe man diese Allianz verfolgt, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag. Eine Einigung sei jedoch nicht zustande gekommen. Denn beide Seiten hätten es nicht geschafft, die heiklen Fragen zu klären, insbesondere wie man Kapital für die gemeinsamen Geschäftsfelder zuteile und strukturiere, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit den Verhandlungen Vertraute.

Die UBS und die Deutsche Bank hätten bereits seit Jahren über das Ausloten einer Fusion nachgedacht. Die Gespräche seien mehrfach unterbrochen worden, aber nicht ganz vom Tisch gewesen, sagte laut der Zeitung eine daran beteiligte Person.

Innerhalb der Deutschen Bank sei ein Zusammenschluss als Möglichkeit gesehen worden, Deutschlands grösste Bank vor den schmerzhaften Einschnitten zu bewahren, die derzeit vorgenommen würden, hiess es weiter. An den Gesprächen Mitte Juni in der Nähe von Mailand hätten die Finanzchefs beider Banken und Führungskräfte der Investmentbanken teilgenommen. Man habe darüber diskutiert, Geschäftsfelder zu tauschen und Teile der Investmentbanken zu verflechten. Die Muttergesellschaften hätten aber getrennt bleiben sollen.

Die Deutsche Bank wollte sich laut der Nachrichtenagentur Reuters dazu nicht äussern. Die UBS antwortete auf eine Anfrage am Sonntag bislang nicht.

Im Mai hatte Reuters berichtet, dass Gespräche über einen Zusammenschluss der Vermögensverwaltung der beiden Banken aufgegeben wurden, da man sich nicht verständigen konnte, wer einen solche neue Einheit kontrollieren würde.

(AWP)

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UBS verpflichtet einstiges CS

UBS verpflichtet einstiges CS-Wunderkind

Die monatelangen Spekulationen haben ein Ende: Das CS-Wunderkind Iqbal Khan wechselt an die Spitze des globalen Wealth Management der UBS. Chef Ermotti bleibt. An der Börse kommen die Neuigkeiten dennoch gut an.

Aktualisiert um 08:06

Von Lorenz Burkhalter

Nach seinem Abgang bei der Credit Suisse hiess es zuerst, Iqbal Khan werde Julius-Bär-Chef Bernhard Hodler beerben. Als sich die Zürcher Bank dann aber für einen internen Nachfolger für Hodler entschied, wurde rasch der Name UBS laut - in den vergangenen Tagen sogar sehr laut.

Seit dem frühen Donnerstagmorgen haben die monatelangen Spekulationen nun endlich ein Ende: Khan löst den früheren Commerzbank-Chef Martin Blessing als Co-Leiter des globalen Wealth Managements ab. Damit gilt das einstige Credit-Suisse-Wunderkind als heisser Nachfolger von Sergio Ermotti.

Analysten zeigen sich weniger von der Verpflichtung Iqbal Khans, als vielmehr vom Rücktritt Martin Blessings überrascht. Wie es weiter heisst, deuten die am Donnerstag bekanntgewordenen Personalrochaden an, dass Sergio Ermotti noch eine ganze Weile auf dem UBS-Chefsessel sitzen bleiben könnte. In den letzten Monaten wurde vermehrt Kritik an Ermotti laut.

Im hiesigen Berufshandel kommen die Personalrochaden gut an. Im vorbörslichen Handel von Julius Bär gewinnt die UBS-Aktie zur Stunde 0,7 Prozent auf einen Mittelkurs von 10,37 Franken.

Neue Impulse für die gebeutelte UBS-Aktie?

Obwohl die Verpflichtung Khans nicht überraschend kommt, und der in die Kritik geratene Sergio Ermotti Chef der UBS bleibt, erhoffen sich Beobachter davon wichtige Impulse für die UBS-Aktie. Es werde allerdings dauern, bis das einstige Credit-Suisse-Wunderkind seinem neuen Arbeitgeber den persönlichen Stempel aufdrücken kann, so der Tenor.

Mit einem Minus von fast 16 Prozent zählt die Aktie der UBS zu den schwächsten Titeln aus dem Swiss Market Index (SMI) in diesem Jahr. Zeitweise kostete die Aktie in den letzten Wochen keine 10 Franken mehr (cash berichtete). Neben einem milliardenschweren Urteil gegen die grösste Schweizer Bank in Frankreich erwies sich dabei auch die enttäuschende Gewinnentwicklung im globalen Wealth Management als belastend. Und genau hier erhoffen sich Beobachter nun einiges vom neuen Co-Leiter Iqbal Khan.

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Ermotti: UBS hat kein Problem

Ermotti: UBS hat kein Problem bei der Nachfolgeregelung

UBS-Chef Sergio Ermotti bestreitet in einem Interview, dass die Grossbank ein Problem bei der Nachfolgeregelung habe.

30.08.2019 07:13

"Das sehe ich überhaupt nicht so", sagte er in einem Interview mit der NZZ vom Freitag. Die UBS hatte am Vortag bekannt gegeben, dass der ehemalige CS-Topmanager Iqbal Khan Co-Leiter der Sparte Global Wealth Management und Mitglied der Geschäftsleitung wird. Im Hinblick auf den Zuzug von aussen sagte Ermotti: "In der Geschäftsleitung haben wir während meiner Zeit als CEO 19 Positionsveränderungen gehabt. Dabei haben wir nur viermal auf externe Kandidaten zugegriffen und fünfzehnmal intern besetzt."

Auf die Frage, ob die Nachfolge für den Chefposten bei der UBS auf einen Zweikampf zwischen COO Sabine Keller-Busse und Iqbal Kahn hinauslaufe, sagte Ermotti: "Die Frage der Nachfolge stellt sich heute nicht, und darüber entscheide auch nicht ich, sondern der Verwaltungsrat. Ich glaube wir haben mindestens drei gute interne Kandidaten, und wenn jemand das Kerngeschäft als Co-Chef führt, liegt es auf der Hand, dass diese Person auch das Potential haben sollte." Es werde aber vor allem auf die Bedürfnisse der Bank zum Zeitpunkt des Wechsels ankommen, sagte der UBS-Chef.

(AWP)

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Neue Spekulationen wegen

Neue Spekulationen wegen Umbau in der UBS

Die Spekulationen verdichten sich, dass beim Investmentbanking der UBS eine Reorganisation ansteht. Vor allem besser bezahlte Jobs stehen auf der Kippe.

04.09.2019 21:44

Von Daniel Hügli

Dies berichtete die "Financial Times" am Mittwochabend mit Verweis auf Insider. Laut dem Bericht wird auch über einen Abbau von mehreren hundert Stellen diskutiert.

Dabei gehe es vor allem um höhere Positionen, weil es wegen der Zusammenlegung von Einheiten Doppelspurigkeiten gebe, so der Bericht weiter. Zudem sei geplant, nun weitere Organisationen zusammenzuführen - etwa den Aktienbereich mit dem Bereich FRC (foreign exchange, rates and credit trading).

Die Meldung der "Financial Times" ist allerdings nicht neu. Bereits vor drei Wochen meldete Bloomberg, dass die grösste Schweizer Bank einen Umbau der Sparte plane - inklusive des möglichen Abbaus von Hunderten von Stellen. Weltweit kürzen Investmentbanken Tausende von Stellen wegen geringerer Handelsaktivitäten an den Märkten und wegen Anzeichen von abflauender Wirtschaft. 

Die Deutsche Bank etwa hatte im Juli tiefe Einschnitte im Investment Banking bekannt gegeben. Zeitweise hatte das Investment Banking die Deutsche Bank zum grössten Finanzkonzern der Welt aufsteigen lassen. Auch Société Génélare und Citigroup haben personelle Einschnitte bei ihren Investmentbanken angekündigt.

Das Investment Banking der UBS, das auch Börsengänge sowie die Beratung bei Firmenübernahmen und -fusionen umfasst, beschäftigt rund 5300 Mitarbeiter weltweit. Die Division wurde nach der Banken- und Finanzkrise unter CEO Sergio Ermotti deutlich geschrumpft. Angestrebt wurden in der Folge mehr Synergien mit dem UBS-Kerngeschäft Vermögensverwaltung.

(Mit Material von AWP)

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Berenberg Bank hat bereits eine klare Meinung

Wie die renommierte "Financial Times" schon am späten Mittwochabend berichtete, will die UBS ihr Investment Banking einer grundlegenden Reorganisation unterziehen. Allerdings wartet man bis heute vergeblich auf eine offizielle Bestätigung – vielleicht auch, weil der Reorganisation angeblich mehrere hundert Stellen zum Opfer fallen könnten. Einerseits sind solch weitreichende Personalentscheide ziemlich unpopulär, andererseits wirbeln sie in den hiesigen Medien nicht selten viel Staub auf.

Während sich viele Analysten angesichts fehlender Detailinformationen noch bedeckt halten, hat die Handelsabteilung der Berenberg Bank bereits eine klare Meinung. In einem Kommentar begrüssen die dort angesiedelten Autoren jegliche Restrukturierungsmassnahmen.

Wie sie schreiben, waren die Erträge im Investment Banking der UBS in den ersten sechs Monaten dieses Jahre um 16 Prozent rückläufig. Der Vorsteuergewinn brach im Jahresvergleich sogar um über 40 Prozent ein.

Die UBS-Aktien notieren wieder im zweistelligen Frankenbereich (Quelle: www.cash.ch)

Die Autoren sehen deshalb zwar Handlungsbedarf, schliessen jedoch nicht aus, dass Einsparungen auf der Kostenseite zukünftig auch tiefere Erträge zur Folge haben könnten. Ausserdem stellen mögliche Restrukturierungskosten ihres Erachtens die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms in Frage.

Dennoch würde die UBS mit einer Restrukturierung des Investment Bankings ein wichtiges Zeichen setzen. Bisweilen wurde Konzernchef Sergio Ermotti und seinen Mitstreitern angesichts des schwierigen Branchenumfelds nämlich stets Untätigkeit vorgeworfen.

Umso mehr überrascht mich, dass die Grossbank nicht schon längst öffentlich zu den Medienberichten Stellung genommen hat.

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voll im kommen

Wann kommen die Gewinnmitnahmen? Wann ist die Leitzinsinfo? Danke für Eure Info.

Elias
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UBS buy

FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat UBS von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 13,50 auf 13,00 Franken gesenkt. Ungeachtet der Sorgen am Markt um das Aktienrückkaufprogramm halte er die Dividende der Bank für sicher, schrieb Analyst Nicolas Payen in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Eine Pause beim Aktienrückkaufprogramm sei im Kurs größtenteils eingepreist. Nach Veränderungen im Management könnten nun vor allem in der Vermögensverwaltung neue Maßnahmen getroffen werden, die den auf ein Mehrjahrestief gesunkenen Aktienkurs antreiben könnten./ajx/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 10.09.2019

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Tiefe Zinsen: Gut für Zurich

Tiefe Zinsen: Gut für Zurich Insurance, schlecht für die UBS

Société Générale sieht in Zurich Insurance ein Gewinner der tiefen Zinsen. Sie empfiehlt die Aktie des Versicherungskonzerns neuerdings zum Kauf. Für jene der UBS findet die Grossbank hingegen keine guten Worte.

12.09.2019 08:12

Von Lorenz Burkhalter

In wenigen Stunden tritt Mario Draghi zum letzten Mal vor die Medien. Gut möglich, dass seine Ära bei der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem lauten Paukenschlag endet. Die Frage lautet nämlich nicht ob die EZB die Leitzinsen weiter senken wird. Offen ist vielmehr, ob der Zinsschritt nun 10, 20 oder gar noch mehr Basispunkte umfasst.

Für Société Générale zählt die Zurich Insurance Group zu den Gewinnern der historisch tiefen Zinsen. Wie die französische Grossbank schreibt, weist der Versicherungskonzern die geringste Zinsabhängigkeit in ganz Europa auf. Société Générale stuft die Zurich-Aktie deshalb von "Hold" auf "Buy" herauf und erhöht das 12-Monats-Kursziel kräftig auf 425 (zuvor 330) Franken. Das ist mutig, ist die Aktie zuletzt doch gut gelaufen. Den Dividendenabgang vom April mitberücksichtigt, errechnet sich seit Jahresbeginn ein ansehnliches Kursplus von 36 Prozent.

Erhebungen von Société Générale zufolge sind bei Zurich Insurance nur gerade 4 Prozent des Jahresgewinns von der Zinsentwicklung abhängig. Dem steht ein Durchschnitt europäischer Versicherer von 14 Prozent gegenüber. Die französische Grossbank erklärt sich diese Differenz damit, dass Zurich Insurance im Geschäft mit Lebensversicherungen praktisch keine Zinsgarantien abgibt.

Des einen Freud, des anderen Leid

Was gut für Zurich Insurance ist, muss nicht zwangsläufig auch für die UBS gut sein. Erst vor wenigen Tagen bekräftigte Société Générale ihre Verkaufsempfehlung für die Aktie der grössten Schweizer Bank. In Erwartung rückläufiger Margen im Zinsdifferenzgeschäft überarbeitete die französische Grossbank ihre Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre noch einmal mit dem dicken Rotstift. Neuerdings liegen die Annahmen um bis zu 19 Prozent unter den durchschnittlichen Schätzungen anderer Banken. Dies spiegelt sich auch im gerade mal 9,60 (zuvor 10,50) Franken lautenden 12-Monats-Kursziel.

Kursentwicklung der Zurich-Aktie (rot) im 12-Monats-Vergleich mit jener der UBS-Aktie (grün) (Quelle: www.cash.ch)

Damit giesst Société Générale weiter Öl ins Feuer. Denn anders als der Zurich-Aktie wird jener der UBS die undankbare Rolle des Schlusslichts unter den Vertretern aus dem Swiss Market Index (SMI) zuteil. Selbst den Dividendenabgang aufgerechnet, notiert die Aktie noch immer unter dem Stand von Ende Dezember. Dem steht ein um fast 24 Prozent höherer SMI mit Dividenden-Korrektur gegenüber.

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Kursentwicklung gilt die Zurich-Aktie mit einer Dividendenrendite von 5 Prozent nicht länger als der dividendenstärkste SMI-Titel. Hier kommt neuerdings die UBS-Aktie mit einer Rendite von 6,1 Prozent ins Spiel.

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UBS steht möglicherweise Klage ins Haus

Der Bank droht ein Entschädigungsverfahren aufgrund eines Anleihenverkaufs aus dem Jahr 2017.

(AWP) Der Grossbank UBS könnte eine Klage von Anleiheinvestoren ins Haus stehen. Der Grund: Die UBS hat 2017 als co-federführende Zeichnungsbank den Verkauf einer Anleihe des griechischen Retailers Folli Follie (FFGRP 4.8 0%) organisiert. Der Schmuckhändler kämpft aber ums Überleben, seit ein Leerverkäufer im Frühjahr 2018 die Richtigkeit des Jahresabschlusses in Frage gestellt hat. Das führte zu einem Einbruch der Anleihe und des Aktienkurses.

Wie Bloomberg am Dienstagabend berichtete, hat ein griechischer Dienstleister namens Almicos die Anwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan beauftragt, im Namen von Investoren ein mögliches Entschädigungsverfahren vor Schweizer Gerichten zu verfolgen. Die Nachrichtenagentur zitiert einen Anwalt, wonach sich die Kanzlei in fortgeschrittenen Gesprächen mit Gläubigern befinde, die rund 30 % der Anleihen repräsentieren würden.

Den Gläubigern der 3,25%-Anleihe mit Fälligkeit 2021 werden 28 % ihrer Investitionen im Rahmen eines Umstrukturierungsvorschlags angeboten. Dieser zielt darauf ab, das griechische Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren. Das fragliche Papier notierte an der Schweizer Börse zuletzt mit 14,45 %.

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