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UBS ändert Referenzsatz bei

UBS ändert Referenzsatz bei Tier-1-Anleihe zu Saron von Libor

Die UBS ändert den Referenzsatz bei ihrer 2019 begebenen Tier1-Anleihe und bezieht sich neu auf den Saron (Swiss Average Rate Overnight). Die Änderungen in den Anleihebedingungen treten auf den (heutigen) Dienstag in Kraft, wie die Grossbank gleichentags mitteilte.

04.01.2022 09:19

Die am 13. November 2019 ausgegebene UBS-Anleihe, die dem Eigenkapital zugerechnet wird, hat bis zum ersten Kündigungsdatum am 13. November 2025 einen festen jährlichen Zinssatz von 3 Prozent. Danach sollte der Zins indirekt vom Franken-Libor abhängen. In den von einem unabhängigen Berater erstellten Anpassungen wird der Zinssatz nun stattdessen auf den Saron referenziert.

Die internationale Finanzwelt arbeitet bereits seit Jahren an der Ablösung des manipulationsanfälligen Referenzzinssatzes Libor (London Interbank Offered Rate). Hierzulande wird der Franken-Libor durch den Saron ersetzt. Sowohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) wie die Finanzmarktaufsicht Finma hatten dem Schweizer Finanzplatz gute Fortschritte bei der Ablösung des Libor attestiert.

tp/kw

(AWP)

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UBS im vierten Quartal über

UBS im vierten Quartal über Erwartungen trotz Frankreich-Abschreiber

Die UBS hat im vierten Quartal 2021 zwar deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet, bleibt damit aber hinter dem Vorquartal- und dem Vorjahresergebnis zurück.

01.02.2022 06:57

Auf das Resultat der Grossbank haben weitere Rückstellungen wegen des Steuerstreits mit Frankreich gedrückt. Die Dividende soll aber deutlich erhöht werden.

Der Konzerngewinn erreichte im Schlussquartal 1,35 Milliarden US-Dollar, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Im Vorquartal hatte die Bank noch 2,28 Milliarden verdient, im vierten Quartal 2020 waren es 1,64 Milliarden gewesen. Vor Steuern erzielte die UBS einen Gewinn von 1,73 Milliarden Dollar, was einem Minus von 13 Prozent zum entsprechenden Vorjahresquartal entspricht. Die Schätzungen von Analysten gemäss AWP-Konsens wurden damit aber klar übertroffen.

Für den Frankreich-Fall hat die UBS im Berichtsquartal zusätzliche 740 Millionen US-Dollar (650 Mio Euro) zurückgestellt. Mitte Dezember war die Grossbank bekanntlich auch in zweiter Instanz vom Berufungsgericht in Paris wegen unerlaubter Geldgeschäfte und der Beihilfe zur Geldwäsche schuldig gesprochen worden. Das Gericht verlangt eine Zahlung von insgesamt 1,8 Milliarden Euro, wobei die UBS ein weiteres Mal Berufung eingelegt hat.

Mehr zu den UBS-Zahlen: UBS will mit digitaler Vermögensverwaltung Reichweite erweitern

Aktienrückkäufe

Auf das ganze Jahr gesehen werden die Werte des Jahres 2020 ebenfalls klar übertroffen. Vor Steuern verdiente die Bank 2021 9,48 Milliarden US-Dollar (VJ 8,16 Mrd) und unter dem Strich verblieben 7,46 Milliarden (VJ 6,56 Mrd). Entsprechend sollen auch die Aktionäre profitieren in Form einer auf 0,50 USD erhöhten Dividende pro Aktie, dies nach 0,37 US-Dollar im 2020.

Insgesamt hat die Bank im 2021 einen Nettozufluss von neuen Geldern von rund 107 Milliarden US-Dollar erhalten, im vierten Quartal allein waren es 26,9 Milliarden gewesen. Dies entspricht einer Wachstumsrate von acht Prozent. Trotz des Verlustes mit dem US-Hedgefonds Archegos kletterte auch der Vorsteuergewinn in der Investmentbank.

Die Bank hat vor einiger Zeit den Fokus mehr auf Aktienrückkäufe gesetzt. Das unterstreicht sie mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm, das schon bald gestartet werden soll. Insgesamt will die UBS im laufenden Jahr Aktien für 5 Milliarden Franken zurückkaufen.CEO Ralph Hamers zeigt sich in der Mitteilung mit den Zahlen sehr zufrieden: "Das vierte Quartal war der starke Abschluss eines von beständigem Wachstum geprägten Jahres... Auf dieser Dynamik aufbauend, setzen wir uns neue ehrgeizige Ziele." So will die Bank etwa in ihrem Kerngeschäft der globalen Vermögensverwaltung weiterhin ein Wachstum des Vorsteuergewinns von jeweils 10 bis 15 Prozent erzielen.

Erhöhte Ziele

Die Vorgabe für die Rendite auf dem harten Eigenkapital schraubte Hamers auf 15 bis 18 (bisher zwölf bis 15) Prozent hoch. 2021 kam das Institut bereits auf 17,5 Prozent. Erreichen will Hamers die Verbesserung vor allem über Wachstum und nicht über Kostensenkungen. Beim Kosten-Ertrags-Satz peilt der Bank-Chef neu 70 bis 73 (bisher 75 bis 78) Prozent an. Je niedriger diese Zahl ist, desto mehr nimmt die Bank ein. 2021 waren es 73,6 Prozent. Der Weltmarktführer in der Vermögensverwaltung für Millionäre und Milliardäre profitierte dabei weiterhin von den Portfolio-Umschichtungen seiner Kunden und steigenden Kursen an den Finanzmärkten. Ein Wertanstieg der Kunden-Portfolios spült der UBS höhere Gebühreneinnahmen in die Kasse.

Mehr zu den UBS-Zahlen: UBS schraubt Ziele nach Gewinnsprung hoch

Hamers ist dabei, die als hierarchisch und komplex geltende UBS einfacher aufzustellen und die Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Bis 2023 will er brutto rund eine Milliarde Dollar einsparen. Zudem hat sich Hamers die verstärkte Digitalisierung des Instituts auf die Fahnen geschrieben. So will der in den USA bisher vor allem auf Reiche und Superreiche ausgerichtete Vermögensverwalter mit einem digitalen Angebot in das Massengeschäft einsteigen. Einen großen Schritt vorwärts machte die UBS dabei vergangene Woche mit der Übernahme des Roboter-Anlageberaters Wealthfront für 1,4 Milliarden Dollar. Im Rest der Welt wolle die UBS in Zukunft vergleichbare Modelle anbieten. 

(AWP/Reuters)

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UBS will mit digitaler

UBS will mit digitaler Vermögensverwaltung Reichweite erweitern

Die UBS will die Digitalisierung nutzen, um mehr neue - vor allem auch jüngere - Kunden zu erreichen. So will die Grossbank weiteres Wachstum sichern und Kosten bei der Kundenbetreuung sparen.

01.02.2022 07:15

"Wir expandieren in neue Kundensegmente, bauen neue Kompetenzen auf, erweitern unsere Präsenz und integrieren technologische Lösungen, um neue Wachstumsfelder zu erschliessen", schreibt die Bank in ihrer Mitteilung zum Jahresabschluss vom Dienstag. Beginnend in den USA, wolle man die Digitalisierung nutzen, um die Reichweite zu erweitern.

In diesem Zusammenhang wurde - wie bereits bekannt - kürzlich das US-Unternehmen Wealthfront übernommen worden, um für Millenials und vermögende Anleger der "Generation Z" digitale Vermögensverwaltung anzubieten. In der Rest der Welt will die UBS künftig vergleichbare Modelle anbieten. Zugang zu neuen Kunden, Kosten in der Kundebetreuung senken und langfristig wachsen - das sei die Motivation.

Neue Finanzziele

Die Investitionen in Technologie soll also beschleunigt werden. Ziel sei es, auch zukünftig rund 10 Prozent des Ertrags zu investieren, aber vor allem die strategischen IT-Investitionen zu erhöhen.

Das investierte Vermögen in Global Wealth Management (GWM), im Asset Management und im Schweiz-Geschäft (P&C) soll mittelfristig über 6 Billionen Dollar zu liegen kommen (aktuell: 4,6 Bio). Die gebührengenerierenden Nettoneugelder im GWM sollen über den Zyklus um mehr als 5 Prozent wachsen.

Mit Blick auf die Profitabilität soll die Rendite auf dem hartem Kernkapital (RoCET1) neu zwischen 15 und 18 Prozent liegen. Zuvor lag die Zielspanne bei 12 bis 15 Prozent. 2021 erreichte diese Kennzahl 17,5 Prozent. Weiterhin soll der Vorsteuergewinn im für die UBS wichtigen GWM über den gesamten Zyklus 10 bis 15 Prozent wachsen.

Das Verhältnis von Kosten zu Erträgen - die für Banken wichtige Cost-/Income-Ratio - soll neu zwischen 70 bis 73 Prozent liegen. Zuvor wurden 75 bis 78 Prozent angestrebt. 2021 lag die Quote bereits bei 73,6 Prozent.

Die UBS strebt, wie ebenfalls bereits bekannt, bis 2023 Kosteneinsparungen von 1 Milliarde US-Dollar an, um das Wachstum zu finanzieren. Damit sei man auf Kurs, hiess es am Dienstag. Die Strukturen sollen verschlankt werden, die Präsenz optimiert, die Arbeitsweise vereinfacht und agiler gestaltet werden. Zudem will die Grossbank aus bestimmten Märkten aussteigen.

(AWP)

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UBS-Aktien nach Zahlen und

UBS-Aktien nach Zahlen und Strategieupdate im Höhenflug

Die Aktien der UBS sind am Dienstag furios in den Handel gestartet. Die grösste Schweizer Bank hat operativ im vierten Quartal trotz einer zusätzlichen Rückstellung von 740 Millionen US-Dollar für den Steuerrechtsstreit in Frankreich über den Schätzungen von Analysten abgeschnitten. Und sie zeigt sich sehr zuversichtlich für die weitere Zukunft.

01.02.2022 09:55

Um 09.50 Uhr legen die UBS-Papiere 5,9 Prozent auf 18,12 Franken zu, wobei sich auch der Gesamtmarkt (SMI +1,1%) sehr freundlich zeigt. Das aktuelle Tageshoch von 18,39 Fr. kurz nach Handelsbeginn entspricht dem höchsten Kurs seit ziemlich genau vier Jahren.

Neben den eigentlichen Zahlen kann die Bank vor allem auch mit der kräftigen Dividendenerhöhung, dem geplanten Aktienrückkaufprogramm und den ambitionierten neuen Zielen punkten.  

6. Quartal in Folge über 2 Mrd

Analysten zeigen sich entsprechend sehr angetan vom Ergebnis. Die Bank Vontobel spricht in einem Kommentar von einem "weiteres sehr starken Quartal". Es sei das sechste in Folge mit einem adjustierten Vorsteuergewinn von über 2 Milliarden US-Dollar. Die neuen Finanzziele lägen zudem deutlich über seinen Schätzungen, meint der zuständige Analyst.

Der US-Broker Jefferies sieht es ähnlich. Die Ergebnisse des vierten Quartals lägen mit höheren Erträgen, ausgezeichneter Kostenkontrolle und einer stärkeren Bilanz weitgehend über den Erwartungen, heisst es dort. Die Ziele seien zudem ehrgeizig. Und auch der angekündigte Aktienrückkauf sende beruhigende Signale aus.

Etwas weniger begeistert zeigt sich die ZKB. Ihr Analyst spricht lediglich von einem "ordentlichen" Schlussquartal. Die Ankündigung bezüglich Dividende und Aktienrückkauf könnte den Aktienkurs womöglich noch einmal kurzfristig beflügeln, meint er. Jenseits dessen stelle sich allerdings die Frage, inwieweit das aktuell sich eintrübende Marktumfeld nicht doch Bremsspuren im Erfolgsausweis hinterlassen könnte.

Sein Fazit aber doch: Die UBS ist insgesamt gut aufgestellt und daher die verlässlichere der beiden Grossbanken. Aufgrund ihrer Marktabhängigkeit sei es jedoch schwierig, für die Aktie mehr als ein "Marktgewichten" zu vergeben, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es herausfordernd werden dürfte, im laufenden Jahr das 2021 erreichte Niveau zu verteidigen

Derzeit läuft eine Analystenkonferenz.

uh/tp

(AWP)

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Elias
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Kursziel von 22 auf 23 Franken, "Buy"

Deutsche Bank erhöht Kursziel von 22 auf 23 Franken, "Buy"

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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UBS-Chef Ralph Hamers

UBS-Chef Ralph Hamers verdiente letztes Jahr 11,5 Millionen Franken

Ralph Hamers hat in seinem ersten vollständigen Jahr als CEO der Grossbank UBS 11,5 Millionen Franken verdient.

07.03.2022 07:12

VIm Jahr davor waren es für vier Monate 4,2 Millionen plus eine einmalige Ersatzzahlung von 0,16 Millionen Franken gewesen.

Von den 11,5 Millionen erhielt er 3,1 Millionen ausbezahlt, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Hamers hatte am 1. September 2020 bei der UBS begonnen und das Amt des CEO am 1. November von Sergio Ermotti übernommen. Ermotti hatte für 2020 13,3 Millionen Franken und für 2019 12,5 Millionen erhalten.

An die gesamte Geschäftsleitung der grössten Schweizer Bank wurden 2021 total 107,8 Millionen vergütet, im Vergleich zu 115,9 Millionen Franken im Jahr davor.

Verwaltungsratspräsident Axel Weber erhielt für das vergangene wie bereits im Vorjahr 5,2 Millionen. Der gesamte Verwaltungsrat verdiente 12,1 Millionen und damit etwas mehr als 2020 mit 11,8 Millionen.

(AWP)

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UBS-Verwaltungsrat Reto

UBS-Verwaltungsrat Reto Francioni tritt nicht zur Wiederwahl an

Im Verwaltungsrat der UBS kommt es zu einer weiteren Veränderung. Reto Francioni stellt sich an der Generalversammlung nächsten Monat nicht mehr zur Wiederwahl.

07.03.2022 07:37

Er trete zurück, nachdem er seit 2013 dem Verwaltungsrat angehöre und Vorsitzender des Aufsichtsrats von UBS Europe SE werde, hiess es am Montag in einer Mitteilung.

Wie bereits bekannt, soll am 6. April zudem Colm Kelleher als neuer Präsident und Nachfolger von Axel Weber gewählt werden. Weber hat dann die zehnjährige Amtszeitbegrenzung erreicht. Jeremy Anderson bleibt weiterhin "Senior Independent Director".

ys/rw

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UBS: Direktes Engagement in

UBS: Direktes Engagement in Russland, Ukraine und Weissrussland begrenzt

Die UBS sieht sich mit Blick auf den Ukraine-Krieg, was das eigene Geschäft angeht, einem geringen Risiko ausgesetzt.

07.03.2022 07:39

Das direkte Engagement in Russland, in der Ukraine und in Weissrussland sei begrenzt, ebenso das Engagement in den angrenzenden europäischen Ländern, schrieb das Institut in dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht.

Es gebe auch keine "materielle Abhängigkeit" von ukrainischen oder weissrussischen Sicherheiten im Lombardportfolio. Die russische Tochtergesellschaft, OOO UBS Bank, hielt Ende 2021 Nettovermögensverwerte von 51 Millionen US-Dollar. Per 3. März, also per vergangenen Donnerstag, lag das Exposure der UBS aus der Abhängigkeit von russischen Assets als Sicherheiten für Lombardkredite und andere besicherte Finanzierungen im Global Wealth Management bei rund 0,2 Milliarden Dollar.

Man beobachte die geopolitischen Entwicklungen aber genau, heisst es im Bericht weiter. Die aktuelle Situation habe zu einer erhöhten Volatilität an den globalen Märkten geführt. Man sei schockiert über die Gewalt und Tragödie, die durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine verursacht wurde.

(AWP)

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UBS mit Rückstellungen für

UBS mit Rückstellungen für Rechtsfälle von bald 3 Mrd USD

Die Grossbank UBS hat nach wie vor hohe Rückstellungen für offene Rechtsfälle in den Büchern. Diese haben sich im vierten Quartal wegen des Steuerstreits in Frankreich weiter erhöht.

07.03.2022 08:12

Per Ende Dezember 2021 weist das Finanzinstitut Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische und ähnliche Angelegenheiten im Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar aus, wie am Montag aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Sowohl Ende September 2021 als auch vor einem Jahr waren es noch 2,1 Milliarden.

Im letzten Jahresviertel wurden 986 Millionen Dollar an Rückstellungen neu gebildet. Derweil wurden 189 Millionen für ihren Zweck verwendet, während 74 Millionen Dollar an Rückstellungen aufgelöst wurden. Die Differenz entfällt auf Wechselkursbewegungen.

Wie bereits bekannt musste die Grossbank für den Prozess in Frankreich zusätzlich Rückstellungen in Höhe von 650 Millionen Euro verbuchen. Im Dezember war die UBS auch in zweiter Instanz vom Berufungsgericht in Paris wegen unerlaubter Geldgeschäfte und der Beihilfe zur Geldwäsche schuldig gesprochen worden. Das Gericht verlangt eine Zahlung von insgesamt 1,8 Milliarden Euro, wogegen die UBS erneut Berufung eingelegt hat.

Insgesamt sind nun 1,1 Milliarden Euro für den ungelösten Rechtsfall in den Büchern zurückgestellt. In Dollar wird dies im Geschäftsbericht mit 1,252 Milliarden Ende Dezember beziffert. Die breite Spanne möglicher Ausgänge des Verfahrens sorge für eine hohe Unsicherheit, heisst es. Die Rückstellungssumme widerspiegle jedoch die beste Schätzung möglicher finanzieller Auswirkungen.

ys/rw

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UBS Asset Management verkauft

UBS Asset Management verkauft Anteil an japanischem Immobilien-Joint-Venture

Das Asset Management der UBS verkauft ihren Anteil an einem japanischen Immobilien-Joint-Venture. Der Anteil der UBS am Joint Venture zwischen UBS Realty Inc und Mitsubishi Corp. geht an den Finanzinvestoren KKR & Co, wie die Bank am Donnerstag mitteilt.

17.03.2022 08:11

Der Abschluss der Transaktion wird im April 2022 erwartet und ist noch abhängig von behördlichen Genehmigungen. Er soll UBS Asset Management einen Gewinn von rund 900 Millionen US-Dollar in die Kasse spülen und das Kernkapital (CET 1) um den entsprechenden Betrag erhöhen.

Das Vermögensverwaltungsgeschäft sowie das Investment Banking in Japan sind von dieser Transaktion nicht betroffen.

cf/kw

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UBS will Aktien für bis zu

UBS will Aktien für bis zu sechs Milliarden Dollar zurückkaufen

Die Grossbank UBS kündigt nach dem Abschluss ihres letztjährigen Aktienrückkaufprogramms umgehend ein neues Programm zum Rückkauf eigener Namenaktien im Wert von über 6 Milliarden Dollar an.

Aktualisiert um 07:45

Insgesamt sollen unter dem neuen Programm 315,3 Millionen UBS-Namenaktien oder rund 8,52 Prozent des Aktienkapitals zurückgekauft werden, wie die Grossbank am Mittwoch mitteilte.

Für den Rückkauf richtet die UBS eine separate Handelslinie ein. Diese wird am 31. März 2022 eröffnet und werde voraussichtlich bis Ende März 2024 aufrechterhalten. Die zurückgekauften Aktien sollen mittels Kapitalherabsetzung vernichtet werden. Der Entscheid hierzu werde an künftigen Generalversammlungen beantragt werden.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2021 hatte die UBS im Zeitraum vom 8. Februar 2021 bis zum (gestrigen) 29. März 2022 insgesamt 240,3 Millionen Namenaktien zu einem Anschaffungswert von 3,81 Milliarden Franken erworben, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. Dies entspreche 6,49 Prozent des Aktienkapitals der UBS.

Die Vernichtung der bis zum 18. Februar 2022 zurückgekauften 177,8 Millionen Aktien soll nun der ordentlichen Generalversammlung vom 6. April 2022 beantragt werden. Die Vernichtung der restlichen 62,5 Millionen Aktien soll an der GV 2023 beschlossen werden.

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Goldman sehr optimistisch

GOLDMAN SACHS stuft UBS AG auf 'Buy'
NEW YORK (dpa-AFX Analyser) -
 Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Bewertung der Papiere der UBS nach einem Analystenwechsel beim Kursziel von 27,90 cool Franken mit "Buy" aufgenommen. Größe und Reichweite in der Vermögensverwaltung dürften die Renditen antreiben, schrieb Analyst Chris Hallam in einer am Donnerstag vorliegenden Studie./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.03.2022 / 23:34 / BST

alpenland
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auch CS erhöht Kursziel

Credit Suisse erhöht Kursziel auf 23 (20,5) Franken

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Ausblick UBS: Q1-Gewinn von 1

Ausblick UBS: Q1-Gewinn von 1,67 Milliarden US-Dollar erwartet
Die UBS publiziert am Dienstag, 26. April, das Geschäftsergebnis zum ersten Quartal 2022. Zum AWP-Konsens haben insgesamt fünf Analysten beigetragen.
25.04.2022 14:00
Q1 2022E
(in Mio USD) AWP-Konsens Q1 21A

Geschäftsertrag 8807 8677
Geschäftsaufwand 6442 6407
Konzernergebnis 1666 1824

Gewinn vor Steuern 2258 2298
- GWM 1565 1413
- Investment Bank 481 411
- P&C Banking 407 389
- Asset Management 220 228
- Group Functions -151 -134

FOKUS: Analysten rechnen mit einem soliden Quartal, trotz der Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg. Die Unsicherheit wegen des geopolitischen Konflikts, aber auch die steigende Inflation und die anziehenden Zinsen dürften jedoch nicht spurlos am Transaktionsappetit der Kunden und an der Vermögensbasis der UBS vorbeigegangen sein. Das Ergebnis dürfte auf jeden Fall hinter dem starken Ergebnis vom Vorjahr zurückgeblieben sein.

Die Experten sind sich zudem nicht einig, ob die Grossbank zum Jahresstart 2022 im Vergleich zum Vorjahr gewachsen ist oder einen kleinen Rücksetzer erlitten hat, was die Erträge angeht. Auch das Ergebnis ist mit grösserer Unsicherheit behaftet, sodass die Schätzungen recht weit auseinanderklaffen.

Im Vorjahr hatte die UBS von der sehr guten Stimmung an den Finanzmärkten profitiert und mehr verdient. Ein noch höherer Gewinn wurde aber durch die Geschäftsbeziehung zum kollabierten US-Hedgefonds Archegos, der mit viel Fremdkapital auf steigende Technologieaktien gesetzt und verloren hatte, verhindert.

Zum Geschäftsgang bei der grössten Schweizer Bank im abgelaufenen Quartal ist bislang noch nicht allzu viel bekannt. Mitte März sagte UBS-Chef Ralph Hamers lediglich, in den ersten beiden Monaten 2022 habe die Bank insgesamt gute Kundenaktivitäten gesehen. Im März hätten dann aber die steigenden Spannungen die Aktivität von einigen Kunden vor allem in Asien gebremst. Im Vergleich zum Vorjahr dürfte dies auf den Gebühreneinnahmen lasten.

Die Wettbewerberin Credit Suisse hat bereits am Mittwoch einen Verlust für das Quartal angekündigt. Allerdings offenbaren sich damit keine grossen Hinweise für das UBS-Ergebnis, da die kleinere Schweizer Grossbank zur Zeit bekanntlich grösstenteils mit hausgemachten Problemen zu kämpfen hat. Allerdings belasteten auch Kreditrisiken wegen des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen gegen Russland das Ergebnis der hiesigen Konkurrenz. Verluste und Rückstellungen für mögliche Kreditverluste bezifferte die CS auf rund 200 Millionen Franken.

Auch bei der UBS werden die Investoren bei Aussagen zu den direkten und indirekten Auswirkungen durch die geopolitische Krise ganz genau hinhören und wissen wollen, was diese kurz- und langfristig für Konsequenzen haben könnten. Bis dato hat die Bank über ein begrenztes direktes Engagement in Russland gesprochen. Es sei eine geringe Anzahl von Kunden in der Division Global Wealth Management identifiziert worden, die von den Sanktionen gegen Russland betroffen sind, mit ausstehenden Krediten von weniger als 10 Millionen US-Dollar, hiess es Anfang März. Der weltgrösste Vermögensverwalter hat etwa 70 Mitarbeitende in Russland. Russland sei aber bereits seit einiger Zeit kein Kernmarkt mehr.

Deutlich abgekühlt haben dürfte sich das Umfeld an den Kapitalmärkten. Bei den Ergebnissen der US-Grossbanken hat sich bereits eine Verlangsamung im Investment Banking im ersten Quartal gezeigt. Und auch die Credit Suisse berichtete vor zwei Tagen von einem Rückgang der Kapitalmarktemissionen und einer geringeren Geschäftsaktivität im bisherigen Jahresverlauf.

Laut Bloomberg hat der spürbare Rückgang der Kapitalmarktaktivitäten wegen des Ukraine-Kriegs und der anziehenden Zinsen bereits auch Folgen bei der UBS. Die Grossbank baue Stellen im Bereich Kapitalmarkt ab, schrieb die Nachrichtenagentur Ende März unter Berufung auf Insider. "Eine Handvoll Banker" seien betroffen, die im Bereich Kapitalmärkte in den Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika tätig waren. Die Schweizer Bank habe aus Kostengründen bereits Investmentbanking-Stellen in Schwellenländern abgebaut, darunter in Polen und in Dubai.

ZIELE: Die UBS hat Anfang Februar anlässlich der Zahlenvorlage zum Geschäftsjahr 2021 ihre Mittelfristziele angepasst. Sie lauten wie folgt:

. Rendite auf hartem Kernkapital (RoCET1)
15-18% (Q4: 11,9%; 2021: 17,5%)

. Kosteneffizienz:
- Cost-Income-Ratio 70-73% (Q4: 80,5%; 2021: 73,6%)

. Global Wealth Management (GWM):
- Wachstum Vorsteuergewinn über den gesamten Zyklus 10-15%
- Wachstum Nettoneugeldzufluss >5%

. Verwaltete Vermögen GWM, AM, P&C
>6 Bio USD (Ende 2021: 4,6 Bio)

. Kapitalquoten:
- Harte CET1-Kernkapitalquote von rund 13% (2021: 15,0%)
- CET1 Leverage Ratio von über 3,7% (2021: 4,24%)

PRO MEMORIA:

MANAGEMENT: An der Generalversammlung am 6. April wurde Colm Kelleher, der 30 Jahre für die US-Grossbank Morgan Stanley arbeitete, zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Sein Vorgänger Axel Weber hatte die statutarisch festgelegte Amtszeitbegrenzung von zehn Jahren im Verwaltungsrat erreicht.

RECHTSFÄLLE: Die UBS hat es immer wieder mit Gerichtsverfahren zu tun. Im Steuerstreit mit Frankreich steht ein endgültiges Urteil noch aus. Nach einer Niederlage vor Gericht im Februar 2019 wurde die Bank im Dezember 2021 auch in zweiter Instanz vom Berufungsgericht in Paris wegen unerlaubter Geldgeschäfte und der Beihilfe zur Geldwäsche schuldig gesprochen worden. Das Gericht verlangt eine Zahlung von insgesamt 1,8 Milliarden Euro, wogegen die UBS erneut Berufung eingelegt hat.

Neben dem Fall in Frankreich wartet sie zudem noch auf ein Urteil in den USA im Fall der sogenannten Ramsch-Hypotheken aus der Zeit der Finanzkrise (RMBS-Papiere). Es ist einer der letzten anhängigen Fälle dieser Art. Zahlreiche andere grosse Banken in den USA und Europa - unter anderem die CS - haben ähnliche Verfahren bereits beigelegt. Analysten rechnen mit möglichen Kosten für die UBS von mehreren Milliarden Dollar. Insgesamt waren bei der Bank Ende Dezember 2,8 Milliarden Dollar für Rechtsfälle, regulatorische Angelegenheiten und ähnliches zurückgestellt.

KAPITALRÜCKFÜHRUNG: Die Bank legt bei der Ausschüttung von überschüssigem Kapital ein stärkeres Gewicht auf Aktienrückkäufe als auf Bardividenden. Seit Ende März 2022 läuft ein Programm, das den Rückkauf von Namenaktien im Umfang von bis zu 6 Milliarden Dollar bis 2024 vorsieht. Bis dato (letzter Kauf am 14.4.) wurden im Rahmen dieses Programms bereits 18,8 Millionen Aktien für 330,0 Millionen Franken zurückgekauft, der Durchschnittpreis lag bei 17,54 Franken. Zuvor hatte die UBS im Rahmen eines Vorgänger-Programms Aktien im Wert von 3,8 Milliarden Franken erworben.

ATKIENKURS: Die UBS-Aktie kostet rund 16,80 Franken (Stand Freitag 13.30 Uhr) und notiert damit gut 2 Prozent über dem Stand von Ende 2021. Damit können sich die Titel gegen den Trend gut halten, haben den Rücksetzer von Ende Februar/Anfang März mit Beginn des Ukraine-Kriegs aber noch nicht ganz wieder wettgemacht. Insgesamt kennen UBS seit zwei Jahren aber fast nur noch eine Richtung - nämlich nach oben. Am 10. Februar markierten sie ein neues Mehrjahreshoch bei 19,90 Franken.

Homepage: www.ubs.com

jl/ys

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UBS übertrifft mit

UBS übertrifft mit Gewinnsteigerung die Erwartungen deutlich

Die UBS hat im ersten Quartal trotz Ukraine-Krieg und steigender Inflation gut geschäftet. Sie hat deutlich mehr Gewinn erzielt als im entsprechenden Vorjahresquartal und damit auch die Erwartungen klar übertroffen.

26.04.2022 06:53

Die UBS verdiente in der Periode von Januar bis März 2022 laut Mitteilung vom Dienstag unter dem Strich 2,14 Milliarden US-Dollar und damit rund 17 Prozent mehr als im bereits relativ guten ersten Quartal 2021. Vor Steuern erzielte sie einen Gewinn von 2,73 Milliarden nach 2,30 Milliarden.

Die Schätzungen von Analysten gemäss AWP-Konsens wurden damit klar bzw. um rund ein Viertel übertroffen. Laut der UBS war es das beste Quartal seit Beginn der Finanzkrise 2007, in welcher die UBS bekanntlich speziell gebeutelt worden war.

Bei Erträgen von 9,36 Milliarden (+7,5 Prozent) und Aufwendungen von 6,63 Milliarden (+3,5 Prozent) ergab sich eine Cost-/Income-Ratio von 70,7 Prozent. Dies sind 3,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, wobei diese für Banken wichtige Kennzahl bei der UBS mittelfristig im Bereich von 70 bis 73 Prozent zu liegen kommen soll.

Diverse Unsicherheitsfaktoren

Konzernchef Ralph Hamers zeigt sich in der Mitteilung angesichts der diversen Unsicherheitsfaktoren zufrieden: "Unsere starken Ergebnisse zeigen, dass wir in der Lage sind, unsere Ziele auch in einem solchen Umfeld zu erreichen." Die Bank nennt neben dem russischen Einmarsch in die Ukraine etwa auch die coronabedingten Einschränkungen und Lockdowns oder die verschlechterten Konjunkturaussichten und die Sorgen über den Inflationsanstieg bzw. die Reaktionen der Zentralbanken darauf als belastende Faktoren.

Deutlich besser als erwartet und als im Vorjahr fiel das Ergebnis in der Investment Bank aus, während die globale Vermögensverwaltung und damit das Kerngeschäft der Bank etwas unter den Erwartungen ausfiel. Die Bank spricht hier von einer geringeren Kundenaktivität insbesondere im asiatischen Raum. Im Investment Banking war besonders das Handelsgeschäft stark, während die anderen Bereiche etwas harzten.

Weitere neue Gelder

Auch nahmen die verwalteten Vermögen wegen der Kursrückgänge an den Aktienmärkten in der Tendenz klar ab. Insgesamt verwaltete die Bank per Ende März noch 4380 Milliarden Dollar - gut 200 Milliarden weniger als Ende 2021. Neue Gelder flossen ihr aber trotzdem zu. In der Kerndivision Global Wealth Management waren es netto 19,4 Milliarden US-Dollar sogenannter gebührengenerierender Vermögen.

(AWP)

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UBS hat Risiken in Russland

UBS hat Risiken in Russland weiter abgebaut

Die Grossbank UBS hat ihr direktes Länderrisiko in Russland weiter gesenkt. Allerdings will sie mögliche Zweitrundeneffekte und unerwartete Zunahmen der Risiken - etwa in Folge von Devisenkontrollen - im Auge behalten.

26.04.2022 07:27

Das direkte Länderrisiko belief sich per Ende März noch auf 0,4 Milliarden US-Dollar nach 0,6 Milliarden Ende 2021. Den Einfluss auf die Gewinnrechnung bezifferte die UBS auf rund 100 Millionen Dollar. Diese Positionen beinhalten unter anderem ein Handelsfinanzierungsexposure im Schweiz-Geschäft (P&C) und ein Darlehen in der Investment Bank, wie die Bank anlässlich der Vorlage ihrer Quartalszahlen am Dienstag mitteilte.

Sie bestätigte bisherige Angaben, dass sie kein Neugeschäft mit Russland oder mit in Russland ansässigen Kunden mehr eingehe. Etwa 0,7 Prozent der investierten Anlagen in der globalen Vermögensverwaltung (GWM) seien auf Kunden bezogen, die von Sanktionen betroffen seien.

Die UBS wolle mögliche Zweitrunden-Effekte auf ihre Kunden oder deren Gegenparteien im Auge behalten, hiess es weiter. Dies beinhalte eine mögliche Verlängerung oder Eskalation der Feindseligkeiten. Dies könnte etwa zu Lieferketten-Verwerfungen führen oder je nach geografischer Lage Industriesektoren treffen, die von Energie- und anderen Preisen abhängig seien.

Ebenso wolle man weiter das Abwicklungsrisiko von gewissen offenen Transaktionen zwischen russischen Banken und Gegenparteien, die nicht Banken sind, beobachten. So könnte etwa die Einführung von Devisenkontrollen die Möglichkeit einschränken, Transaktionen abzuwickeln oder Sicherheiten zu verwerten. Das könnte unerwarteten Zunahmen der Risiken nach sich ziehen.

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UBS baut Beteiligung an

UBS baut Beteiligung an chinesischem Gemeinschaftsunternehmen auf 67 Prozent aus

Die UBS hat ihren Anteil am chinesischen Wertpapiergeschäft UBS Securities China weiter erhöht. Im ersten Quartal stockte die Grossbank die Beteiligung auf 67 Prozent von zuvor 51 Prozent auf.

26.04.2022 08:24

Der Abschluss der Transaktion habe keinen Effekt auf die Gewinnrechnung gehabt und sich nicht materiell auf die harte Kernkapitalquote ausgewirkt, schrieb die UBS in ihrem am Dienstag veröffentlichten Quartalsbericht.

Die UBS war Ende 2018 das erste ausländische Institut, das von den Behörden grünes Licht erhielt, einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent an einem Wertpapiergeschäft in dem Land zu übernehmen. Das Joint Venture bietet unter anderem Aktien- und Anleihe-Emissionen und Finanzberatung an.

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Bundesgericht weist

Bundesgericht weist Beschwerde wegen Urteil zu UBS-Datenklau ab

Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Ex-UBS-Mitarbeiters abgewiesen, der in Abwesenheit wegen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes und Geldwäscherei verurteilt worden war. Er soll 2012 Kundendaten der Bank an Deutschland verkauft und dafür mindestens 1,1 Millionen Euro erhalten haben.

12.05.2022 17:06

Der Beschuldigte führte an, dass in unzulässiger Weise ein Abwesenheitsverfahren durchgeführt worden sei, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bundesgerichtsurteil hervorgeht. Er sei deswegen freizusprechen. Das letzte Urteil erfolgte im August 2020.

Das sieht das Bundesgericht anders: Der Beschuldigte sei allen vier angesetzten Verhandlungsterminen ferngeblieben. Aus der Prozessgeschichte lasse sich schliessen, dass er nicht die Absicht hatte, an einer der Verhandlungen teilzunehmen: "Sein gesamtes Verhalten lässt unzweideutig auf einen konkludenten Verzicht auf ein kontradiktorisches Verfahren und eine Beurteilung in Anwesenheit schliessen."

Sein Verteidiger sei jedoch bei allen Verhandlungen vor Ort gewesen. Über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sei der Beschuldigte im Bild gewesen, heisst es im Urteil. Die Beschwerde des Beschuldigten werde deswegen abgewiesen, die Gerichtskosten von 3000 Franken ihm auferlegt.

Die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts bestätigte 2020 die Verurteilung wegen qualifiziertem wirtschaftlichem Nachrichtendienst und Geldwäscherei. Der ehemalige Bankangestellte wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten sowie bedingten Geldstrafen verurteilt. Dazu besteht eine Ersatzforderung zugunsten der Schweiz in der Höhe von fast 1,4 Millionen Franken.

Zur Zeit des erstinstanzlichen Prozesses im Jahr 2019 weilte der Beschuldigte in Deutschland.

(Urteil 6B_45/2021 vom 27. April 2022)

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UBS-Schweiz-CEO zu

UBS-Schweiz-CEO zu Spekulationen um CS: «Spekuliert wird immer viel»

Sabine Keller-Busse, Chefin der UBS Schweiz, sieht ihre Bank gut aufgestellt.

15.05.2022 17:22

Gefragt nach den Spekulationen um eine mögliche Übernahme der Credit Suisse durch die UBS, sagte sie in einem Interview mit der "SonntagsZeitung": "Spekuliert wird immer viel. Im Ernst, wir sind gut aufgestellt und konzentrieren uns auf unsere Kunden und darauf, uns stets zu verbessern."

Und zur Frage, ob sie der Chefposten bei der UBS reizen würde, meinte sie: "Ich habe nie von mir aus nach dem nächsten Schritt gesucht und konnte immer spannende Aufgaben übernehmen. Eigentlich wollte ich ja nie Bankerin werden, heute bin ich Bankerin."

"Als grösste Universalbank der Schweiz wachsen wir automatisch mit dem Wirtschaftswachstum mit. Aber wir wollen mehr und zum Beispiel neue, junge Kunden gewinnen und diese begleiten", sagte sie zur Frage nach den Wachstumsplänen der Bank. "Auch beim Firmenkundengeschäft hinken wir hinterher. Aber ich bin froh, dass wir hier bereits sehr gut am Aufholen sind. Und in der Vorsorgeberatung sind wir sehr ambitiös unterwegs."

Ob eine Streichung der Strafzinsen in Sichtweite sei: "Das hängt vom Markt ab. (...) Ich glaube, wenn der Leitzins wieder steigt, dann wird auch der Markt spielen, und die Zinsen für die Sparer werden auch wieder anziehen."

(AWP)

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