UBS

UBS Aktie 

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aspa
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UBS

weiss jemand warum es so runter geht? die Affaere mit den hedgefonds war doch wirklich nicht so gross für so eine Bank...

ueberleg mir mit call's einzusteigen.

aktienfreund
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UBS

aspa wrote:

weiss jemand warum es so runter geht? die Affaere mit den hedgefonds war doch wirklich nicht so gross für so eine Bank...

ueberleg mir mit call's einzusteigen.

Zu den bekannten Gründen kommt im Moment noch Folgendes hinzu, was natürlich den Aktienkurs zusätzlich drückt: Sad

Die Deutsche Bank hat am Donnerstag mit der

Platzierung von 35 Mio UBS-Aktien begonnen. Die Aktien werden zu einem Preis

zwischen 71,20 und 71,50 CHF platziert.

Gruss, aktienfreund

shareholder
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UBS

Beim aktuellen Kurs hat UBS eine Dividenenrendite von > 3%.

law of gravitation: what goes up must come down.

cookiemonster
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UBS

Kannst du mir das mit den Platzierungen etwas ausführen?

Coris
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UBS

Platziert heisst einfach Verkauf, wobei wohl der Käufer schon feststand und das grosse Paket übernommen hat.

Selbst dieser abgekartete "Preis" war ja noch hoch, UBS verliert in Uebersee nochmals fast 5%, allein heute. Einsteigen? Beobachten auf jeden Fall. Langsam kommt wieder die Zeit zum Einsteigen, Leute!

«Prognosen sind besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen.» - Karl Valentin

Coris
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UBS

Mein Einstieg: CHF 65.7; mal sehen, wenn es weiter bergab geht, werde ich sukzessive nachkaufen.

Bis am 14. August (HJ-Zahlen) wird die Sache sicher volatil bleiben, aber eben auch spannend!

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Elias
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Subprime

Dagegen litten UBS unter Abgaben und büssten 1,5 Prozent ein. Händler verwiesen darauf, dass UBS auch zu den Kreditgebern der angeschlagenen American Home Mortgage gehöre.

Das sieht man im Chart.....

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Coris
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UBS

@Elias: Ich habe keine Trendaussage gemacht, dazu würde ich den Chart beiziehen. Ich bin nur der Meinung, dass die Aktie bis zum 14. volatil sein wird, also gut zum Traden. Und das war sie ja bereits, hochgradig.

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sarahfrei
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IKB INDUSTRIBANK (IKB) bricht ein. Enfluss auf CH Banken SMI

Wie wirkt sich das aus auf Schweizer Banken und SMI

http://www.cash.ch/news/story/450/133345/40/40

Elias
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Re: IKB INDUSTRIBANK (IKB) bricht ein. Enfluss auf CH Banken

sarahfrei wrote:

Wie wirkt sich das aus auf Schweizer Banken und SMI

http://www.cash.ch/news/story/450/133345/40/40

Habe es gestern auch gelesen.

Es betrifft eine mittelständische deutsche Bank.

Es gibt kein analoges Beispiel in der Schweiz oder anderen europäischen Ländern und ist somit - aus meiner Sicht - ein Einzelfall in Deutschland.

Es hat keine Auswirkung auf die CH-Banken

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Elias
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black monday für UBS (und die anderen Banken)?

Die Investmentbank Bear Stearns wurde wegen ihrer Hedge-Fund-Probleme von Standard & Poor's in der Bonität zurückgestuft; der Kurs fiel zum vierten Mal in Folge, und zwar um 4,9%. Auch die andern grossen Investmentbanken zählten erneut zu den Verlierern: Morgan Stanley büsste 4,5%, Goldman Sachs 4,3%, Merrill Lynch 3,3% und Lehman Brothers 7%.

Quelle http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/boersen_und_maerkte/wallstreet_...

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zonker
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Re: black monday für UBS (und die anderen Banken)?

Wann ist eigentlich diese Subprime-Krise durch ? Müssen wir die Ergebnisse von Q3 abwarten oder ist's jetzt nach dem Q2 alles klar - wer wo was verloren hat ?

Elias
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UBS

http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2126962.html

Kommt jetzt der Crash?

So nach und nach kommen jetzt die Eingeständnisse auch von anderen Banken Versicherungen und Pensionskassen mit welchen Volumen sie an den Subprime-Hypotheken in den USA beteiligt sind. Bei den Subprime-Krediten, handelt es sich um Hypothekenkredite minderer Bonität, die im Paket auch an Hedgefonds weiterverkauft wurden.

Jeder wusste, dass es in den USA einen „Bubble“ im Immobiliensektor gab, der nun korrigiert wird. Das war absehbar.

Es handelt sich also – selbst nach den Einschätzungen von US-Notenbankchef Bernanke - um ein Volumen von 100 Mrd. USD, was wohl in den Büchern abgeschrieben werden muss. Bernanke hat diese Gefahr zuvor wohl nicht so hoch eingestuft, was sicherlich ein Fehler war. Auch halte ich die Zinspolitik von ihm in Anbetracht der Lage mit Refinanzierungs-Zinsen von 5,25% nicht für angemessen. Die Zinsen müssen jetzt runter. Geschieht dies zu spät oder gar nicht, kann es einen erheblichen Vertrauensschaden in der Finanzwelt geben. In Bernankes Haut möchte ich jetzt nicht stecken! Denn was er auch machen wird, es wird „falsch“ und für viele Finanzinvestoren schmerzlich sein.

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swamikee
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UBS

so, ist nun der zeitpunkt um einzusteigen? Smile

Baer - UBS nimmt wieder Analyse auf (nach Platzierungspause) empfiehlt klar den Kauf bis 100!

pantaleo
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UBS

swamikee wrote:

so, ist nun der zeitpunkt um einzusteigen? Smile

Baer - UBS nimmt wieder Analyse auf (nach Platzierungspause) empfiehlt klar den Kauf bis 100!

Hoi swamikee

nur so um Missverständnisse auszuschliessen:

UBS empfiehlt Bär zum Kauf bis 100.-

Ist nur eine Klarstellung ,da das Thema hier UBS ist.

Gruss pantaleo

swamikee
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UBS

upps, ja sorry, völlig falsch interpretiert.

Aber eben, wie seht ihr die Zukunft von UBS?

Bocajuniors
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UBS

swamikee wrote:

Aber eben, wie seht ihr die Zukunft von UBS?

Ich denke es könnte noch ein bisschen runtergehen. Habe aber schon ein bisschen gekauft und werde wenns weiter bachab geht noch zukaufen. Der Zeitpunkt wird sicher immer besser je tiefer der Kurs.

Wer A sagt muss nicht B sagen.

Er kann auch erkennen, dass A falsch war.

Coris
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UBS

Dann musst du ja von den Zahlen am Dienstag viel halten?

«Prognosen sind besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen.» - Karl Valentin

Bocajuniors
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UBS

Coris wrote:

Dann musst du ja von den Zahlen am Dienstag viel halten?

Wieso sind die schon bekannt? Nicht oder.

Wer A sagt muss nicht B sagen.

Er kann auch erkennen, dass A falsch war.

Bocajuniors
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UBS

Die Kredit - Krise in den USA ist nur eine kurze Sache. Die meisten Experten sehen diese Korrektur nur als Rückkehr zur Normalität. Die schweizer Bankentitel sind unterbewertet. Die wurden in den letzten Tagen arg gebeutelt. Jetzt kommt der Moment um günstig einzusteigen. In den nächsten Wochen sicher. Also ich bin dabei. Obwohl die UBS weniger Gewinn machen wird als vorausgesagt. Warte die Zahlen noch ab und dann geht's ab! 8)

Wer A sagt muss nicht B sagen.

Er kann auch erkennen, dass A falsch war.

pog
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UBS

Wie kurz ist kurz? 3 Wochen, 3 Monate? Die amerikanische Kreditkrise ist nicht so schnell ausgestanden. Und ob Herr Ospel nicht noch eine (oder mehrere) im Keller hat? Der UBS traue ich icht, ich erwarte noch tiefere Kurse, evtl. in den 50zigern !? Bin gespannt auf die HJ-Präsentation.

Gruss pog

fritz.
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UBS

Im Moment sind die meisten Aktien wieder recht billig, es gibt also eine grosse Auswahl zum Kaufen, nur werde ich damit noch etwas warten, bis es einen klaren Boden gibt.

Aber das einzige, was ich sicher nicht kaufen werde, sind Banken. Das ist mir zu unsicher, wer weiss, was da noch alles zu Tage gebracht wird.

Gruss

fritz

<gelöscht>
UBS

Coris wrote:

Dann musst du ja von den Zahlen am Dienstag viel halten?

ich denke die zahlen am dienstag werden gut sein, aber die q3 zahlen werden mies sein und so wie's aussieht bei allen banken nicht nur bei der ubs...

Rochefort
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UBS

Quote:

ich denke die zahlen am dienstag werden gut sein, aber die q3 zahlen werden mies sein und so wie's aussieht bei allen banken nicht nur bei der ubs...

Davon ist auszugehen, ist aber auch alles praktisch schon eingepreist: UBS liegt nahe am 52-Wochentief.

UBS war ja in der Vergangenheit immer ein Garant, auch in schweirigen Zeiten solide Erträge zu liefern. Diese Defensivqualität zog ja auch lange Zeit eine schöne Prämie zum Bankensektor nach sich. Spannend zu sehen, ob das jetzt angesichts der Probleme im Fixed Income immer noch gilt, oder ob die Ertragslage bei der UBS deultich volatiler wird als auch schon.

zonker
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UBS

Frage ist ob die UBS eine Subprime-Bombe platzen lässt oder nicht.

Mit dem Abgang von Wuffli frage ich mich, ob da doch nicht was handfesteres der Grund war als VR Intrige.

Mein Gefühl sagt - ja, da ist was nicht gut !

pog
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UBS

Auch US-Hypothekenfinanzierer HomeBanc ist pleite

11.08 15:43

Die Kreditkrise in den USA hat ein weiteres Opfer gefordert. Der Hypothekenfinanzierer HomeBanc stellte bei einem Gericht in Delaware einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts.

Geplant sei die Schliessung des Unternehmens, teilte HomeBanc mit Sitz in Atlanta mit und verwies auf eine "unhaltbare Geschäftsposition" in Folge der Krise am Hypotheken- und Immobilienmarkt.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Firma eingewilligt, die meisten ihrer Vermögenswerte an den Konkurrenten Countrywide Financial abzustossen. Zu den grössten Gläubigern von HomeBanc zählen nun Sparten grosser US-Banken wie JPMorgan Chase, KeyCorp und US Bancorp.

Im Zuge der Kreditkrise mussten bereits andere Hypothekenfinanzierer aufgeben - inzwischen auch solche, die ihr Geld mit weniger riskanten Hypotheken erwirtschafteten. So teilte zuletzt American Home Mortgage Investment mit, pleite zu sein.

Quelle SDA

Wer ist der nächste?

Gruss pog

<gelöscht>
UBS

zonker wrote:

Frage ist ob die UBS eine Subprime-Bombe platzen lässt oder nicht.

Mit dem Abgang von Wuffli frage ich mich, ob da doch nicht was handfesteres der Grund war als VR Intrige.

Mein Gefühl sagt - ja, da ist was nicht gut !

da muss man sich keine sorgen machen, das exposure der ubs ist eher klein. zudem könnte die ubs im gegensatz zu manch anderen banken (siehe artikel homebank) auch milliardenbeträge locker schlucken (o.k. würde halt trotzdem massive kursverluste nachsich ziehen). aber keine angst, die ubs hat da keine leichen im keller

zonker
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UBS

Also falls das stimmt, stimmt mich das etwas nachdenklich ...

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aRhYrqGOok0M&refer=home

Zitat :

UBS, Switzerland's biggest bank, may report Aug. 14 that second-quarter net income fell 7.5 percent, excluding a one-time gain of 2 billion Swiss francs ($1.65 billion) from the sale of Julius Baer Holding AG shares, according to estimates by Matthew Clark, a London-based analyst at Keefe, Bruyette & Woods Ltd.

Dillon Read Capital Management LLC, one of UBS's hedge-fund units, collapsed in May after more than $120 million of losses from mortgage-related holdings. Dillon Read probably cost UBS another 150 million francs in the second quarter, said Clark, who has a ``market perform'' rating on UBS.

``We know UBS still had trading exposure to subprime at least at the start of May and they would have had difficulty unwinding those positions,'' Clark said. The debacle led to the ouster of Peter Wuffli as chief executive officer earlier this month.

Elias
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UBS

zonker wrote:

Also falls das stimmt, stimmt mich das etwas nachdenklich ...

Seit dem 26.7 kauft die UBS keine eigene Aktien mehr zurück.

CS und Novartis kaufen, was das Zeug hält.

Novartis hat allein am Freitag schlappe 1,7 Mio Aktien zurückgekauft.

Für mich ein Indiz, dass die UBS-Aktien noch mehr an Wert verlieren.

Es wird nicht an den Q2-Zahlen selber liegen.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Rochefort
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UBS

vgl auch den Artikel der FUW von gestern:

http://www.fuw.ch/de/zeitung_archiv/aktuelle_ausgabe.html?SID=c3d85f77d5...

Ungewohnt viele Sorgen der UBS

Kostenfolgen des Ausbaus im Investment Banking ungewiss – Sondereffekte verzerren das Ergebnis – Risiken in den Aktien gestiegen

Von Clifford Padevit

Die letzten Vorbereitungen sind von Nervosität begleitet. Bald gehen die Scheinwerfer an. Am Dienstag informiert die UBS über die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal. Ob das Gebotene die Gemüter der UBS-Aktionäre beruhigen wird, hängt nicht zuletzt vom neuen Chef der Grossbank ab. Marcel Rohner, der seit rund einem Monat als Nachfolger von Peter Wuffli die UBS operativ führt, tritt zum ersten Mal auf – eine Premiere, die er sich bestimmt anders vorgestellt hat.

Die UBS-Aktien notieren auf dem gleichen Stand wie vor einem Jahr. An den Finanzmärkten liegen die Nerven blank. Die Risiken in den Portefeuilles werden zurückgefahren, Bankaktien verkauft. Zu sehr lasten die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im US-Hypothekenmarkt (speziell: Subprime) und die Sorgen über eine Ausdehnung auf andere Kreditmärkte oder gar auf die Konjunktur auf der Finanzbranche. Dem Ausblick, den Rohner geben wird, kommt in diesem Umfeld besonderes Gewicht zu. Gespannt warten Anleger zudem auf seine Aussagen zu den Risiken der Bank im Subprime-Markt in den USA.

Kostenschub im letzten Jahr

Die schwache Entwicklung der UBS-Aktien gehen aber nicht nur auf das Marktumfeld zurück. Schon bevor von einer Subprime-Krise die Rede war, waren UBS in der Gunst der Anleger gefallen (vgl. Grafik). Die Aufwärtsbewegung der Aktien wurde genau mit der Veröffentlichung der Drittquartalszahlen letztes Jahr gestoppt. Die Kosten waren gestiegen, die Erträge jedoch nicht. Dem folgte ein Jahresergebnis, das ebenfalls von höheren Kosten geprägt war. 2006 habe eine unübliche Konzentration von organischem und akquisitorischem Wachstum gebracht, kommentierte der damalige Chief Executive Officer (CEO) Peter Wuffli. Er verordnete eine Verschnaufpause, obwohl die Bank im «Investitionsmodus» bleiben werde.

Die Wachstumsanstrengungen verteilen sich auf alle drei Segmente. Das grösste Aufbauprojekt betrifft das Investment Banking, genauer, das Geschäft mit festverzinslichen Anlagen (Fixed Income). In dieser Sparte, die Aktivitäten in klassischen Obligationen, aber auch Fremdwährungen, Schwellenländer, Rohstoffe und Übernahmefinanzierungen umfassen, hat die Bank selbst eine Ertragslücke zu den grössten drei Investmentbanken von 4,6 Mrd. $ ausgemacht.

Es sieht so aus, als ob die UBS die rasante Entwicklung im Fixed-IncomeGeschäft der letzten Jahre verschlafen hätte. Ihre relative Schwäche hat sie aber erkannt. Sie ist derzeit darauf bedacht, die Lücke zu füllen. Eine grosse Hilfe war der Kauf des brasilianischen Banco Pactual Anfang letztes Jahr.

Ausgerechnet aus der Fixed-Income-Sparte kommen jedoch Signale, die Aussenstehende verunsichern – ein weiterer Punkt, zu dem sich Rohner wird äussern müssen. Seit letztem Freitag ist bekannt, dass der Spartenchef nach zwei Jahren seinen Posten räumt. Sein Nachfolger wird der frühere Managing Partner des Banco Pactual (vgl. Porträt Seite 16). Was dieser Chefwechsel für die Wachstumsambitionen zu bedeuten hat, ist unklar (vgl. FuW vom Mittwoch). Es gibt allerdings Stimmen, die vor Rückschlüssen auf das Quartalsresultat warnen.

Was den Ausbau der Sparte betrifft, so wird der UBS vorgeworfen, sie sei zu wenig risikofreudig. Der Vorwurf bezieht sich vor allem auf die Übernahmefinanzierung (Leverage Finance). Bestimmt ist die UBS nicht die Bank, die die grössten Risiken eingeht. Der Risikoappetit jedoch wächst, und die Zeichen mehren sich, dass Risikoprozesse angepasst und beschleunigt werden. Äusserungen in diese Richtung machte bereits Huw Jenkins, der Chef des Investment Banking. Auch Rohner, der im Risikomanagement gross geworden ist, gab in einem Brief an die Investmentbanker zu verstehen, dass er die Prozesse für zu langsam und schwerfällig halte. Zu guter Letzt betrifft auch die Rückintegration des Personals des gescheiterten Hedge Fund Dillon Read Capital Management (DRCM) die Sparte Fixed Income.

Die Sorgen im Investment Banking lassen beinahe vergessen, dass die beiden anderen Segmente Wealth Management und Asset Management der Bank ungefähr gleich viel Ertrag bringen (vgl. Kuchengrafik). Punkto Profitabilität sind die zwei Segmente zusammen sogar gewichtiger, was die UBS von der CS unterscheidet. Das Wealth Management war in den letzten Quartalen für die guten Nachrichten zuständig. Der Neugeldzufluss letztes Jahr wie auch im ersten Quartal übertraf selbst die kühnsten Schätzungen. Im Wealth Management, das Rohner im zweiten Quartal noch selbst führte, ist der Ausblick weiterhin gut. Sorgenfalten bereitet einzig das Wealth Management USA, wo die Profitabilität nur langsam Fortschritte macht.

Verlust im Asset Management?

Das Asset Management wird im zweiten Quartal Sonderkosten ausweisen. Es sind die Kosten für die DRCM-Rückintegration, die diesem Segment anfallen werden, denn der Hedge Fund war ihm organisatorisch zugeordnet. Aufgrund der angekündigten Kosten für die DRCM-Schliessung von 300 Mio. $ ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Asset Management im zweiten Quartal einen Verlust verbucht. DRCM ist nicht der einzige Sondereffekt, der das Quartalsergebnis prägen wird. Ende Juli verkaufte die UBS ihren Aktienanteil an Julius Bär, Das führt zu einem Sondergewinn vor Steuern von rund 2 Mrd. Fr. Der Betrag fliesst über Aktienrückkäufe an die Investoren zurück.

Rohner hat von Wuffli einige Sorgen geerbt. Wie er sich ihnen annimmt, wird er am Dienstag verraten. Er wird sich dann auch hinter das One-Bank-Modell stellen, das er als Stellvertreter Wufflis mitgeprägt hat. In den gut etablierten Geschäftsbereichen dürfte Rohner trotz aller Sorgen gute Zahlen ausweisen können. Darauf deuten die Ergebnisse der Banken weltweit hin. Vor Monatsfrist sagte Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel, die Bank werde die Erwartungen erfüllen. Ertragsseitig ist mit satten Zuwachsraten zu rechnen. Die Ungewissheit liegt im Kostenanstieg sowie dem Nettoneugeldfluss, der ungefähr auf Vorjahrsniveau liegen sollte.

Die bescheidene Bewertung der UBS-Aktien ist aus unserer Sicht eine gute Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Anleger. In den letzten drei Jahren war das Kurs-Gewinn-Verhältnis nie so niedrig wie heute (8, bezogen auf 2008). Die Erwartungen der Aktionäre sind klar: Die UBS soll ihre gewohnte Verlässlichkeit und als Folge eine Bewertungsprämie unter den Grossbanken zurückgewinnen.

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