UBS

UBS Aktie 

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fritz.
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Re: Vorwärts

Christina 007 wrote:

Dann wärst Du damit einverstanden, das alle Topbanker der UBS subito zur Konkurenz abwandern und ihre dicken Fische mitnehmen?

Jawohl, das bin ich! Die sind genauso ersetzbar wie wir zwei. Solch unloyale Angestellten brauchen wir nicht. Und das wäre auf dem Weg zur "neuen UBS" das kleinere Übel.

Christina 007 wrote:

Es ist eine leidige Wahrheit und muss leider in Gottes Namen global und gleichzeitig geändert werden.

Es ist gar nicht möglich in einer freien Marktwirtschaft global alle Löhne in einer Branche festzulegen, auch in Gottes Namen nicht.

Gruss

fritz

bvg75
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Re: Vorwärts

fritz wrote:

Nehmen wir als Beispiel die Löhne und Bonis. Ich kann den Spruch "die anderen zahlen auch soviel, also müssen wir das auch" nicht mehr hören. Wie wäre es, wenn die UBS als erste Bank der Welt diese Löhne und Bonis auf ein gerechtes Niveau senken würde? Sie würde damit ein positives Zeichen setzen und andere würden folgen. Vielleicht verlieren sie dabei ein paar gierige Manager, so what? Solche unloyale, gierige Typen braucht es im neuen Bankenmodell nicht mehr. Die neue Bank steht für guten Service, Kundennähe und Ehrlichkeit.

Ich wünschte mir sehr, dass es eine Bank gäbe, welche das Risiko auf sich nimmt und bezüglich "gerechter" Löhne die Vorreiterrolle übernehmen möchte. Denn angenommen, es gelingt ihr aufzuzeigen, dass ein erfolgreiches Wirtschaften auch mit halbierten Personalkosten möglich ist, werden alle anderen Banken sogleich nachziehen!

Das Problem ist einfach: niemand weiss, ob es auch tatsächlich funktionieren würde! Und wer tauscht schon freiwillig ein funktionierendes Modell gegen eines, von dessen Gelingen das Überleben des Unternehmens abhängt.

Daher kann ich der UBS keinen Vorwurf machen, es nicht zu versuchen. Dafür ist die Krise noch viel zu präsent und die Bank befindet sich noch immer in einer Aufbauphase, in welcher die Zeit für Experimente ganz einfach noch nicht reif ist!

Ich denke viel eher, dass diese Regulierung ein globales Problem darstellt, welches nur mittels greifenden Gesetzen gelöst werden kann. Doch leider kann man Gesetze umgehen, womit wir wieder beim Anfang wären...

fritz.
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Re: Vorwärts

bvg75 wrote:

Das Problem ist einfach: niemand weiss, ob es auch tatsächlich funktionieren würde! Und wer tauscht schon freiwillig ein funktionierendes Modell gegen eines, von dessen Gelingen das Überleben des Unternehmens abhängt.

Findest du, dass das aktuelle Modell funktioniert? Wenn alles funktionieren würde, dann wären wir gar nicht daran, darüber zu diskutieren. Die Diskussion hat doch erst begonnen, weil es eben nicht funktioniert hat.

Gruss

fritz

user
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UBS

schon morgen wird alles wieder vergessen sein, UBS geht wieder richtiung norden.

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Christina 007
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UBS

@ User

In den USA wurden nachbörslich 20 Mio Cititgroup-Aktien und von anderen Banken gekauft.

Ein Indiz dass das Theater um die Goldmänner übertrieben ist.

Bullenbär
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Meine Vorwärts Strategie

Habe gerade bemerkt, dass einige meinen Wunsch, vorwärts zu schauen nicht verstanden haben.

Ich denke, dass die, die es nicht verstanden haben ein Lächeln auf den Lippen nötig haben.

Sprecht bitte volgendes nach

Der Wiskimixer mixt Wiski!

Na?

Kann es schon sehen.

So jetzt nehmt dieses Lächeln morgen beim Aufstehen mit, geht zum Telefon, ruft eure Bank an und kauft UBS Aktien und freut euch des Lebens

Grüss an alle....

walter-steiner
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Re: Meine Vorwärts Strategie

Bullenbär wrote:

Habe gerade bemerkt, dass einige meinen Wunsch, vorwärts zu schauen nicht verstanden haben.

Ich denke, dass die, die es nicht verstanden haben ein Lächeln auf den Lippen nötig haben.

Sprecht bitte volgendes nach

Der Wiskimixer mixt Wiski!

Na?

Kann es schon sehen.

So jetzt nehmt dieses Lächeln morgen beim Aufstehen mit, geht zum Telefon, ruft eure Bank an und kauft UBS Aktien und freut euch des Lebens

Grüss an alle....

Hallo Bullenbär.

Ich bin ganz deiner Meinung,darum kaufe ich nochmals zu,bin zuversichtlich dass es wieder vorwärts mit der UBS geht.Es wird immer nur auf der UBS rumgehackt,aber taten folgen keine.Grüsse an alle die vorwärtsschauen.

Das ist das Schöne an der Börse: Ein Spekulant kann tausend Prozent Gewinn machen, aber nie mehr als hundert Prozent verlieren.

Zitat:

Hermann Josef Abs.

Christina 007
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UBS

Heute ist ein Top Einstiegstag, da haben ein paar wieder die Hosen gestrichen voll.

Anfangs Mai kommen die UBS 1. Q Zahlen und die sind bei mind. 2.5 Mia Gewinn und sehen recht gut aus.

"Mindestens" heisst es kann auch mehr sein.

Steuern zahlt UBS keine, darum wird hier ein Steuervortrag weiter Gewinn einschenken.

We will see.

arunachala
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UBS

kann jemand bestätigen, dass da noch ein gap zu schliessen wäre zwischen 16.72 und 16.89?

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

Perry2000
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UBS

19-04-2010 09:27 ANALYSE/Nomura hebt europ. Bankensektor auf Bullish (Neutral)

Einstufung: Erhöht auf Bullish (Neutral)

Nomura sieht mit Blick auf die europäischen Banken bessere Aussichten für die Konjunktur und die Sektorergebnisse. Die Hinweise auf eine Konjunkturerholung verdichteten sich. Auch das Umfeld mit niedrigen Zinsen unterstütze und die Aktien seien absolut und relativ niedrig bewertet. Zudem glauben die Analysten, dass das regulatorische Umfeld letztlich wachstumsfördernd sein wird. Den Regulierern dürfte beim Timing von Änderungen eine nachhaltige Konjunkturerholung wichtiger sein als eine Restrukturierung des Bankensektors.

Die Analysten erwarten, dass die Anleger weiterhin bei den Staatsrisiken unterscheiden. In diesem Zusammenhang präferieren sie Italien gegenüber Spanien und Irland über Griechenland. Sie senken ihre Prognosen für griechische Banken, da deren Liquiditätsversorgung weiterhin angespannt sei und die Konjunkturaussichten sich verschlechterten und unsicher seien. Die Analysten erwarten zwar, dass die griechischen Banken profitabel bleiben und die Eigenkapitalausstattung sei recht gut. Das Risiko-Rendite-Verhältnis sei jedoch nicht attraktiv.

Zum Glück! Sonnst würde es wohl noch schlimmer aussehen :oops:

Nero76
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UBS

Bin wieder rein mit EP 17.48

Christina 007
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UBS

Nach Quartalszahlen werden wir die 20 Fr. knacken!

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für UBS auf 23 Franken - 'Overweight'

JPMorgan hat das Kursziel für UBS von 19,00 auf 23,00 Franken angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Das Chance-/Risiko-Verhältnis der Schweizer Großbank sei für langfristig orientierte Anleger extrem attraktiv, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Studie vom Donnerstag. Zudem seien die mittelfristigen Ziele der UBS noch nicht eingepreist. Der Experte erhöhte seine Gewinnschätzung für 2011 von 2,00 auf 2,25 Franken je Aktie./edh/ajx/rum

ISIN CH0024899483

AXC0177 2010-04-15/16:05

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-04/16636002-analyse-flash-jpmorgan-hebt-ziel-fuer-ubs-auf-23-franken-overweight-016.htm

bvg75
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Re: Vorwärts

fritz wrote:

Findest du, dass das aktuelle Modell funktioniert? Wenn alles funktionieren würde, dann wären wir gar nicht daran, darüber zu diskutieren. Die Diskussion hat doch erst begonnen, weil es eben nicht funktioniert hat.

Gruss

fritz

Das aktuelle Lohn-Modell funktioniert leider, wie wir in diversen Wirtschaftssektoren sehen. (Höhere Provision = bessere Arbeit) Es sind ja nicht nur die Banken, sondern auch die Versicherungen, Pharmakonzerne etc., welche ihren "Top-Leuten" solch übertriebenen Löhne bezahlen.

Und bei denen scheint es ja leider auch zu funktionieren...

Das Scheitern der Banken hängt meiner Meinung nach nicht mit der Höhe der Lohnsumme zusammen. Sonst müsste z.B. eine CS pleite sein!

Solange dieser Zusammenhang nicht klar erwiesen ist, kannst du von niemanden erwarten, in diesem Bereich eine Änderung vorzunehmen! Leider!

Alpha Centauri
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UBS

NEW YORK (TheStreet) -- The Securities and Exchange Commission's civil fraud charges against Goldman Sachs(GS) may be just the tip of the iceberg, according to a published media report.

The SEC is now is investigating whether mortgage deals set up by other big Wall Street firms may have misled investors, The Wall Street Journal reported Sunday on its Web site.

In the case of Goldman, the SEC alleges that the firm set up a deal with hedge fund Paulson & Co. that allegedly allowed the hedge fund to take short positions against mortgage securities. Goldman then allegedly marketed a collateralized debt obligation, or CDO, that included those securities to its clients without telling them Paulson & Co. had helped to choose the securities and was taking a short position against the CDO.

But Goldman's wasn't the only big financial firm that structured deals to allow key clients to make bets against housing, the Journal report noted.

Among other firms that created other mortgage deals that went sour as the housing bubble began to burst were Deutsche Bank(DB), the report said, UBS(UBS) and Merrill Lynch , now owned by Bank of America (BAC). It isn't known what deals the SEC is investigating.

Further cases could hinge on whether the SEC sees what it considers misrepresentation, and not just questions such as whether a deal favored one client over another, the Journal says.

fritz.
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UBS

Christina 007 wrote:

Nach Quartalszahlen werden wir die 20 Fr. knacken!

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für UBS auf 23 Franken - 'Overweight'

Irgendwann nach den Quartalszahlen wahrscheinlich schon, aber kaum in den nächsten paar Monaten.

Dass man wenig auf Analysten-Ratings setzen kann, weisst du als langjähriger Börsianer ja auch. Ganz vernachlässigen darf man sie trotzdem nicht, manchmal gibt es einen kurzfristigen Impuls nach oben, der ist heute aber ausgeblieben.

Die Frage ist nach wie vor, ob der der jetzt schon mehrwöchige Ausbruch über 17.50 gehalten werden kann.

Wer daran glaubt, darf jetzt mit Kursziel 19.50 einkaufen, dort liegt solch ein heftiger Widerstand, dass ein Durchbruch in der Sommerflaute äusserst unwahrscheinlich ist.

Gruss

fritz

fritz.
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Re: Vorwärts

bvg75 wrote:

Höhere Provision = bessere Arbeit

Daraus folge ich: tiefer Lohn = schlechte Arbeit. Das ist eine ziemliche Beleidigung für alle, die hart arbeiten, dabei wenig verdienen und ohne die gar nichts mehr gehen würde, z.B. Bauern, Busfahrer, Pflegepersonal, etc.

bvg75 wrote:

Das Scheitern der Banken hängt meiner Meinung nach nicht mit der Höhe der Lohnsumme zusammen. Sonst müsste z.B. eine CS pleite sein!

Das ist doch eine ganz einfache Rechnung: Wenn eine Firma pleite geht und dabei horrende unnötige Ausgaben hat, dann hat sie etwas falsch gemacht. Glücklicherweise hat es nicht alle Banken erwischt, aber vielleicht wäre das passiert, wenn man ihnen nicht soviel billiges Geld nachgeschoben hätte. Wenn mir jemand Milliarden praktisch zinsfrei gibt, dann würde sogar ich es schaffen, daraus Profit zu schlagen, das ist keine sonderliche Leistung.

bvg75 wrote:

Solange dieser Zusammenhang nicht klar erwiesen ist, kannst du von niemanden erwarten, in diesem Bereich eine Änderung vorzunehmen! Leider!

Dann soll aber auch keiner von uns Bürgern erwarten, dass wir mit unserem hart erarbeiteten Geld solche Bonis finanzieren.

Aber wenn du schon von Beweisen und Änderungen sprichst:

Bis vor etwa 15 Jahren haben Bänkler normale Löhne bezogen und alles lief problemlos. Dann haben die etwas geändert und daraus ist eine Riesenscheisse entstanden.

Siehst du immer noch keinen Zusammenhang?

Gruss

fritz

Christina 007
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UBS

Da werden zwischendurch recht grosse Pakete gekauft, was darauf hinweist dass die Intis höhere Kurse sehen.

fritz.
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UBS

Christina 007 wrote:

Da werden zwischendurch recht grosse Pakete gekauft, was darauf hinweist dass die Intis höhere Kurse sehen.

Diese gleichen Pakete werden aber auch verkauft. Da wären wir wieder bei einer der Grundlagen:

Grosse Volumen bei steigenden Kursen sind ein bullisches Zeichen.

Grosse Volumen bei sinkenden Kursen sind ein ein bärisches Zeichen.

Aber das weisst du natürlich schon lange, dafür hast du genug Erfahrung. Trotzdem kannst du es nicht lassen, solche Meldungen zu schreiben, weil du insgeheim hoffst, dass du damit irgendjemanden beeinflussen kannst.

Eine weitere Grundlage ist aber, dass du mit solchen Push-Versuchen höchstens einen Neuling beeinflussen kannst. Und das finde ich schlimm, der Neuling könnte dadurch auf eine falsche Fährte gelockt werden, was bei ihm zu Verlusten führt und dir nützt es nicht mal etwas, weil solch ein kleiner Auftrag den Kurs der UBS nicht mal eine Sekunde lang beeinflusst.

Das hast du früher immer bei ABB versucht, es hat nicht geklappt und es wird auch bei UBS nicht klappen.

Gruss

fritz

Traders
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UBS

Christina 007 wrote:

Da werden zwischendurch recht grosse Pakete gekauft, was darauf hinweist dass die Intis höhere Kurse sehen.

Wo Käufer da auch Verkäufer ;-)...

An der Grösse der Pakete lässt sich meiner Meinung gar nichts ableiten. Eher dann schon vom Volumen eines Tages.

Perry2000
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UBS

19-04-2010 11:28 PRESSE/Nach Goldman-Sachs-Klage prüft SEC weitere CDO-Deals - auch UBS?

NEW YORK (awp international/awp) - Mit der Klage der US-Börsenaufsicht gegen Goldman Sachs kommt möglicherweise mehr ins Rollen. Die Securities and Exchange Commission (SEC) wird nach eigenem Bekunden prüfen, ob auch andere grosse Adressen an der Wall Street bei der Strukturierung von Wertpapieren die Grenzen zur Irreführung der Investoren überschritten haben. Zumindest wird das Verfahren detailliert beleuchten, wie die Geschäfte mit jenen Finanzkonstrukten funktionierten, die zu den Auslösern der weltweiten Finanzmarktkrise gehörten.

Die am Freitag eingereichte Betrugsklage der SEC gegen Goldman Sachs hat ein offenes Geheimnis an Wall Street ins Visier genommen: Nachdem der Markt für Wohnimmobilien vor ein paar Jahren zu bröckeln begann, haben Banken auch Finanzprodukte strukturiert, die Schlüsselkunden wie Hedgefonds gleichzeitig Wetten auf den Zusammenbruch des Marktes für eben diese Produkte ermöglichten.

Zu den Instituten, die solche bald unter Wertverlust leidenden Hypothekendeals konstruiert haben, gehören neben der UBS AG auch die Deutsche Bank und Merrill Lynch. Ob die SEC Transaktionen dieser Gesellschaften untersucht, ist allerdings nicht bekannt, schreibt das "Wall Street Journal" an Montag in seiner Onlineausgabe.

Einen Schritt weiter geht die "New York Post", die von laufenden Untersuchungen der Behörden gegen die drei genannten Banken berichtet, allerdings ohne die Nennung von Quellen. Die UBS wollte die Artikel auf Anfrage von AWP nicht kommentieren.

Kernpunkt bei der Klage gegen Goldman Sachs ist die Rolle des Hedgefonds-Investors John Paulson. Er soll zugleich gegen Hypothekenpapiere gewettet und die die von Goldman Sachs verkauften Papiere strukturiert haben. Die Investoren wussten davon allerdings nichts. Die beschuldigte Bank argumentiert, sie habe ihre Kunden vollständig über die angebotenen Investments informiert und habe die Verbindung zu Paulson nicht offenlegen müssen.

Die Deals brachten den beteiligten Firmen rund 1 Mrd USD an Gebühren ein, sagten Händler. Käufer der Papiere hätten dagegen oft hohe Verluste erlitten. Inzwischen wird über private Klagen und nun auch die Klage der SEC gegen Goldman Sachs versucht, Lichts ins Dunkel der Struktur einiger dieser Transaktionen zu bringen.

Unter anderem führten die Hypothekeninvestments und ihre Wertverluste zum Beinahe-Kollaps der weltgrössten Versicherung American International Group Inc (AIG). Mit massivster Hilfe des amerikanischen Staates wurde der Zusammenbruch im Herbst 2008 verhindert.

Robert Khuzami, Direktor der SEC-Vollstreckungsabteilung, kündigte am Freitag eine genaue Untersuchung von Hypothekenpapieren an, die jenen ähnelten, auf denen die Klage gegen Goldman Sachs basiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Collateralized Debt Obligations (CDO) - Finanzinstrumente, die mit forderungsbesicherten Wertpapieren und komplexen Derivaten auf Hypothekenbonds hinterlegt sind.

In der Schlussphase des Booms am US-Häusermarkt kooperierten einige Hedgefonds, die bereits an der Widerstandskraft des Marktes zweifelten, mit den Banken bei der Strukturierung solcher CDO. Dabei achteten sie allerdings darauf, dass sie die Möglichkeit hatten, gegen die strukturierten Wertpapiere zu wetten. Häufig kauften die Hedgefonds einer Versicherung ähnelnde Kontrakte, so genannte Credit Default Swaps, deren Wert stieg, sobald die Bonds und somit die CDO an Wert verloren.

Bei der Goldman-Konstruktion, die im Mittelpunkt der SEC-Klage steht, wurden bis zum Januar 2008 rund 99% der zugrundeliegenden Hypothekenpapiere von den Ratingagenturen heruntergestuft.

Auch einige der von UBS, Deutscher Bank und Merrill kreierten CDOs gerieten schnell ins Trudeln, wie aus Analystenberichten hervorgeht. Auch hier seien die Hypotheken, auf denen sie basierten, von den Ratingagenturen deutlich zurückgestuft worden. Händler und Banker der Deutschen Bank seien bereits im September 2005 wegen der Probleme im Wohnimmobilienmarkt aufmerksam geworden und damit Jahre vor dem endgültigen Zusammenbruch des Marktes.

Seinerzeit habe bereits ein hochrangiger Analyst der Bank vor Verlusten bei so genannten Subprimekrediten gewarnt. In einem Bericht, den er nach dem Besuch von Hypothekenvertriebsfirmen in Kalifornien geschrieben habe, habe er es als "vernünftig" bezeichnet, Versicherungen gegen Ausfälle bei Hypothekenbonds zu kaufen.

Von 2005 bis Ende 2006 habe der US-Wertpapierbereich der Deutschen Bank verschiedene CDOs im Segment Hypothekenversicherung kreiert, gegen die deren Hedgefondskunden gewettet hätten, sagten mit der Situation vertraute Personen dem "WSJ". Zu den Hedgefonds habe auch der nun ins Visier der SEC geratene Fonds von Paulson & Co gehört.

Paulson & Co habe die Deutsche Bank bei der Auswahl von Hypothekenaktiva für einige ihrer CDOs beraten, sagten Händler. Einigen der Empfehlungen sei das Frankfurter Institut gefolgt. Paulson und sein Team hätten dann von der Deutschen Bank Versicherungen für bestimmte Wertpapiere in den CDOs erworben.

Investoren, die Teile der CDOs kauften, seien nicht explizit über die Wetten der Hedgefonds informiert worden, erklärten mit der Situation vertraute Informanten. Allerdings seien ihnen die Hypothekenbonds genannt worden, für die zur Absicherung Swaps gezeichnet worden seien.

Die CDOs der Deutschen Bank seien unter dem Namen Static Residential CDOs ("START") bekannt gewesen. Viele dem Konstrukt zugrunde liegende Hypotheken seien von den Ratingagenturen zurückgestuft worden und verloren an Wert, nachdem sich Zahlungsausfälle der US-Hypothekennehmer häuften. Parallel dazu hätten die Hedgefondskunden der Deutschen Bank vom Anstieg des Werts der Versicherungen für diese Bonds profitiert. Die Deutsche Bank wollte sich dazu am Montag nicht äussern.

Einige Händler und Wall-Street-Firmen hatten das Ende des Häuserbooms schon früh im Blick. So habe der New Yorker Vermögensverwalter Tricadia Capital im Januar 2007 Investoren eines Hedgefonds darauf hingewiesen, dass in dem Fonds "bedenkliche Risse" aufträten. In einem Brief an die Anleger, in den das "WSJ" Einsicht hatte, hiess es, 2007 könne das Jahr werden, in dem die grossen strukturierten Kreditprodukte rückabgewickelt werden müssten - mit nachhaltigen Folgen für die Märkte weltweit. Der Fonds sei derart positioniert, dass er von den "Verwerfungen an den Kreditmärkten profitieren" werde.

DJG/DJN/bam/rio/ra

Perry2000
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UBS

19-04-2010 12:56 Fall Goldman Sachs zieht Kreise

NEW YORK (awp international) - Nach Goldman Sachs geraten noch andere Banken ins Visier der gefürchteten US-Börsenaufsicht SEC. Mehrere Institute hatten 2007 ähnliche Finanzprodukte aufgelegt, mit denen Investoren auf einen Einbruch des US-Häusermarkts wetten konnten. Dazu hätten die Deutsche Bank, die Schweizer UBS und die von der Bank of America übernommene Investmentbank Merrill Lynch gehört, schreibt das "Wall Street Journal" am Montag. Es sei aber unklar, ob die Börsenaufsicht tatsächlich gegen die Häuser ermittele.

Die SEC hatte bereits am Freitag weitere Untersuchungen angekündigt, ohne allerdings ins Detail zu gehen. Sie wirft Goldman Sachs vor, eine Geldanlage aufgelegt zu haben, die von Vornherein zum Scheitern verurteilt war. Unter anderem die deutsche Mittelstandsbank IKB hat laut Anklageschrift fast 150 Millionen Euro verloren. Nutzniesser soll ein grosser Hedgefonds gewesen sein, der eine Gegenwette platzierte.

Das Wall-Street-Haus wies den Vorwurf als haltlos zurück und kündigte an, sich gegen die Klage zur Wehr setzen zu wollen. Die Deutsche Bank wollte sich am Montag zunächst nicht zu den Spekulationen äussern.

Die Börsianer zeigten sich besorgt über die ausgeweiteten Ermittlungen, denn milliardenschwere Strafen könnten die Folge sein. "Das sorgt für Nervosität am Markt, belastet die Bankenwerte und drückt damit zugleich auf den Dax", sagte Marktexperte Heino Ruland vom Finanzdienstleister Ruland Research. Der deutsche Leitindex verlor 0,46 Prozent an Wert, die Aktie der Deutschen Bank 0,72 Prozent./das/DP/gr

Dr.Zock
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UBS

Dass u.a. auch die UBS bei diesen Machenschaften kräftig mitgemischt hat ist nicht wirklich etwas neues, verwunderlich schon gleich gar nicht. Aber ich verwette meinen A..... darauf dass die UBS bereits wieder an weiteren, neuen Schweinereien beteiligt ist. Diese werden jedoch erst wieder bei der nächsten Krise an die Oberfläche gespühlt.

In diesem Sinne erteilt den "Herren" rein präventiv gleich heute schon erneut eine "DECHARGE" für die kommenden Jahre.

Gruss

Dr.Zock

PS: Im übrigen bin ich immer noch der Meinung dass der Laden zerschlagen werden muss.....!!!

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

Perry2000
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UBS

Verstehst Du da nicht was falsch?

Die Decharge wurde VERWEIGERT Lol

Halligalli
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UBS

Ne ne, Dr. Zock hat das schon richtig verstanden. Decharge wurde verweigert, passieren wird nix..........

wozu also das ganze Theater......und was wir wissen ist ohnehin nur die Spitze des Eisberges, traurig, traurig...........aber Geld stinkt ja nicht, leider.

Immer der Nase nach

Halligalli
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UBS

Halligalli wrote:

Ne ne, Dr. Zock hat das schon richtig verstanden. Decharge wurde verweigert, passieren wird nix..........

wozu also das ganze Theater......und was wir wissen ist ohnehin nur die Spitze des Eisberges, traurig, traurig...........aber Geld stinkt ja nicht, leider.

@ Dr. Zock, sorry, wollte Dir nicht ins Wort fallen :roll: :roll: :oops: Lol

Immer der Nase nach

Perry2000
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UBS

O.K. dann habe ich was falsch verstanden :oops:

Dr.Zock
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UBS

Also ich wollte damit ebenfalls zum Ausdruck bringen dass dem Vulki nicht ans Leder gegangen wird / kann.... Aber Fremdwörter wie "DECHARGE" ( wer hat eigentlich diesen Blödsinn erfunden....... :oops: :oops: :oops: ) sind nicht so mein Spezialgebiet. Ich hätte da ganz einfach das Wort "ENTLASTUNG" verwendet. Aber so einfach denken tun halt nicht alle. Man muss ja schliesslich "wichtig" klingen.......

Gruss an Euch alle und beste Trades

Prof.Dr.Dr. dechargééééé Zöckyii

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

Alpha Centauri
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UBS

Dr.Zock wrote:

Aber ich verwette meinen A..... darauf dass die UBS bereits wieder an weiteren, neuen Schweinereien beteiligt ist.

Sowas habe ich sogar schon gehört von jemandem, der einer vom internen Revisorat kennt. Aber ohne Gewähr !

bvg75
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Re: Vorwärts

fritz wrote:

Daraus folge ich: tiefer Lohn = schlechte Arbeit.

In Bereichen, in denen für "gute" Arbeit "schlechte" Löhne bezahlt werden, ist das leider so. Meine Hypothese lautet: wer trotz guter Arbeit wenig verdient, reisst sich den A.... tendenziell weniger auf wie einer, der für die gleichen Bemühungen viel verdient! Denn der Arbeitnehmer mit dem tiefen Lohn fragt sich permanent: warum soll ich für einen Hungerlohn überdurchschnittliche Arbeit verrichten?

Natürlich gibt es immer wieder Idealisten (dazu gehöre auch ich, der in einem anderen Wirtschaftssektor das Doppelte bis Dreifache verdienen könnte), die einen Job aus Berufung machen und nicht des Geldes wegen. Aber wenn du keine andere Chance hast und etwas machen musst, was dir vielleicht nicht so sehr Spass macht, dann spielt es für deinen Arbeitseifer meiner Meinung nach schon eine Rolle, ob du viel oder wenig verdienst!

fritz wrote:

Bis vor etwa 15 Jahren haben Bänkler normale Löhne bezogen und alles lief problemlos. Dann haben die etwas geändert und daraus ist eine Riesenscheisse entstanden. Siehst du immer noch keinen Zusammenhang?

Da ist natürlich schon was Wahres dran! Nur hat diese "Riesenscheisse" fast ein Jahrzehnt lang funktioniert und wir haben alle davon profitiert!

Ich bin auch absolut der Meinung, dass der Top-Banker (und es geht ja hier aussschliesslich um diese Spezies und nicht um den Grossteil der "normalen" Angestellten) auch mit halbem Lohn noch immer einen zufriedenstellenden Job verrichten würde. Und ich wünschte mir, dass es eine Regulierung gäbe! Aber es ist leider wie im Sport: du findest als Arbeitgeber immer wieder Möglichkeiten (Handgeld, Sozialleistungen, Benefits etc.), jemanden zu ködern und in dein Boot zu holen. Und ich wage zu behaupten, dass die Wenigsten von uns auf einen höheren Lohn verzichten würden, wenn er uns für die selbe Arbeit, einfach bei einem anderen Arbeitgeber, angeboten würde. Vor allem dann nicht, wenn das Salär unser wichtigstes Entscheidungskriterium darstellen würde.

Also wer fängt an, seinen Angestellten nur noch die Hälfte zu zahlen um zu sehen, was passiert?

Welcher Fussballklub zahlt ab kommender Saison nur noch maximal 500'000 Euro Jahresgehalt pro Spieler und schaut, wer noch bleibt und wer geht?

Welcher Tennisturnier-Veranstalter halbiert die Preisgelder und schaut, wer sich noch anmeldet?

Ich wäre noch so froh, wenn dies endlich einmal passieren würde! Denn es sind nicht nur die Banken, die mich mit ihren Löhnen nerven! Ich bin z.B. auch der Meinung, dass jemand, der seine Leistung nicht bringt und deshalb auf der Tribübe sitzt, seine 20 Millionen pro Jahr nicht mehr verdienen dürfte... (ob er sie jemals verdient hat für einen Sport, den andere als Hobby ausüben, ist dann wieder eine Frage für sich...)

Fritz, verstehst du, was ich meine? Ich bin voll und ganz auf deiner Seite! Aber ich sehe die realisitische Chance nicht! Hast du einen wirksamen und realistischen Lösungsansatz?

Gruss,

bvg75

Dr.Zock
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UBS

@ bvg75

Erlaube mir ebenfalls kurz meinen Senf dazu zugeben.

Es wird sich deshalb nichts daran ändern, da die Oberzocker bei Schieflage vom Steuerzahler jeweils gerettet werden. Wäre dies nicht geschehen ( WELTWEIT !!! ) wären die Bonis im Keller, resp. - und das ist noch besser - die Oberzocker in dieser Form von der Bildfläche verschwunden.

Andersrum: Einmal mehr wird darüber "lamentiert ( ist durchaus legitim !!! ) und danach auch gehandelt, wie denn die Symtome zu bekämpfen sind, und nicht die Ursachen.

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

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