Vontobel

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16.01.2008 14:16
#1
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Vontobel

habe heute und vor einer woche vontobel gekauft, da ich die titel für massiv unterbewertet halte.

Gründe: unbegründeter bewertungsabschlag gegenüber anderen banken, z.b. julius baer, leader im markt für hebel- und investmentderivate. => übernahmekandidat. Zudem dividendenrednite von 5%.

unter 50: klarer kauf für mich.

greetings

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I don't wanna change the world, I only wanna stop pretending.
29.09.2016 13:09
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Vontobel erweitert Service für externe Vermögensverwalter
29.09.2016 11:41

Zürich (awp) - Die Bankengruppe Vontobel baut ihren Service für externe Vermögensverwalter (EAM) mit dem digitalen Navigationssystem EAMNet aus. Die Service-, Research- und Produktplattform ermögliche nebst der Nutzung der bisherigen für EAM relevanten digitalen Serviceplattformen neu den Zugriff auf Applikationen wie ResearchNet und deritrade MIP, dem führenden Marktplatz für strukturierte Produkte, teilte Vontobel am Donnerstag mit.

Die Digitalisierung solle die externen Vermögensverwalter in ihrer Arbeit durch Funktionalitäten unterstützen, die eine einfache und übersichtliche Darstellung von Kunden und deren Vermögen ermöglichen würden, heisst es weiter. Diese Ansprüche nehme Vontobel EAMNet auf.

Vontobel lancierte bereits 2013 eine multifunktionale Plattform zur Unterstützung externer Vermögensverwalter speziell in den Bereichen Produktinformationen, Research und Administration.

sig/ra

(AWP)

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21.09.2016 08:27
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Vontobel: Übernahme der Raiffeisen-Tochter Vescore abgeschlossen
20.09.2016 19:06

Zürich (awp) - Vontobel hat die Raiffeisen-Tochter Vescore übernommen. Der Erwerb sei damit früher als geplant abgeschlossen worden, heisst es in einer Mitteilung von Vontobel vom Dienstagabend.

Die Akquisition sei von Vontobel vollständig durch Eigenmittel finanziert worden. Das Vescore-Geschäft soll nach der Restrukturierung und Neuaufstellung bis 2018 gewinnbringend geführt werden. Im Rahmen der Neuaufstellung würden die Vescore-Bereiche auf die Standorte Basel, München und Zürich konzentriert.

Die Zeitung "Finanz und Wirtschaft" hatte bereits Ende August unter Berufung auf ein internes Schreiben darüber berichtet, dass die Privatbank Vontobel die Asset-Management-Tochter am 20. September übernehmen wird. Von der Übernahme betroffen seien bis zu 60 der rund 190 Vescore-Angestellten, bestätigte damals Vontobel-Sprecher Peter Dietlmaier gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Mit dem Stellenabbau sollen die Strukturen bei Vescore schlanker werden und zudem Doppelstrukturen vermieden werden.

Vontobel und Raiffeisen hätten einen Vertrag über eine vertiefte Partnerschaft im Asset Management bis in das nächste Jahrzehnt unterzeichnet, heisst es am Dienstagabend weiter. Vontobel und Raiffeisen hatten demnach Ende Juni vereinbart, ihre Partnerschaft im Asset Management neu aufzustellen und diese zu verstärken.

ys/hr

(AWP)

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24.08.2016 08:22
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Vontobel streicht bei Raiffeisentochter Vescore bis zu 60 Stellen
23.08.2016 18:17

Zürich (awp/sda) - Die Privatbank Vontobel übernimmt bekanntlich von Raiffeisen die Vermögensverwaltungstochter Vescore. Jetzt ist klar, dass Vontobel die Asset-Management-Tochter am 20. September übernehmen wird. Dabei könnten bis zu 60 Mitarbeitende ihre Stelle verlieren.

Dies geht aus einem internen Schreiben an die Mitarbeiter hervor, dass der "Finanz und Wirtschaft" vorliegt, wie die Finanzzeitung in ihrer Ausgabe vom (morgigen) Mittwoch schreibt.

Von der Übernahme betroffen seien bis zu 60 der rund 190 Vescore-Angestellten, bestätigt Peter Dietlmaier, Sprecher bei der Bank Vontobel gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Mit dem Stellenabbau sollen die Strukturen bei Vescore schlanker werden und zudem Doppelstrukturen vermieden werden, hiess es in dem internen Schreiben.

In Zukunft wolle man sich auf die Standorte in Basel, München und Zürich fokussieren. Bisher verteilten sich die Mitarbeitenden von Vescore auf Standorte in der Schweiz, Deutschland, Wien und Riga.

Darüber hinaus sollen Teile von Vescore, an denen Vontobel nicht interessiert ist - Ceams und die Fondsleitungen von "Schweizer Vescore Fondsleitung" und "1741 Fund Management"- verkauft werden, wie Dietlmaier bestätigte. Im internen Schreiben heisst es, sie "sollen die Möglichkeit erhalten, einen neuen Weg zu gehen".

Vontobel gab die geplante Übernahme Ende Juni bekannt. Damals hiess es, die Übernahme solle im dritten Quartal über die Bühne gehen. Bis Vescore wieder Gewinne schreiben wird, geplant ist das für 2018, erwartet Vontobel Integrationskosten von bis zu 25 Mio CHF.

Vescore ist auf die Beratung von Grossinvestoren wie Versicherungen und Pensionsfonds spezialisiert und verwaltet Vermögen von 15 Mrd CHF. Durch die Übernahme steigen die betreuten Vermögen der Vontobel-Gruppe in der Schweiz um 12 Prozent auf 64 Mrd CHF, in Deutschland gar um 78% auf 16 Mrd CHF.

mk

(AWP)

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26.07.2016 08:25
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Bei Vontobel fliesst Geld ab

Der Abgang eines Star-Fondsmanagers hinterlässt bei der Bank Vontobel Bremsspuren.

Im ersten Halbjahr flossen 8,7 Milliarden Franken ab, wie das Zürcher Institut am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr hatte Vontobel noch Zuflüsse von 6,4 Milliarden Franken verbucht. Wachstumstreiber der Bank war in den vergangenen Jahren Fondsmanager Rajiv Jain, der im März nach 22 Jahren seinen Abgang angekündigt hatte. Danach zogen Investoren aus seinen Fonds bei Vontobel 11,8 Milliarden Franken ab.

Vontobel kann dafür für das erste Semester des laufenden Jahres trotz des schwierigen Marktumfelds einen klaren Gewinnanstieg verbuchen. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 8 Prozent auf 105,7 Mio Franken, wie Vontobel am Dienstag mitteilt. Trotz dem Abgang eines wichtigen Fondsmanagers konnte die Bank in den ersten sechs Monaten Netto-Neugelder in Höhe von 3,1 Mrd Franken anziehen. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren der Bank allerdings netto noch Gelder über 6,4 Mrd Franken zugeflossen.

Die betreuten Kundenvermögen (AuM) litten unter der Delle wegen des Abgangs Jains und bildeten sich per Ende Juni auf 140,1 Mrd Franken zurück, nachdem sie Ende 2015 noch 147,8 Mrd Franken betragen hatten. Die gesamten Kundenvermögen einschliesslich der Custody-Vermögen lagen mit 179,3 Mrd Franken um 4 Prozent unter dem Stand von Ende Jahr.

Der Betriebsertrag ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 Prozent auf 496,8 Mio Franken zurück. Der Geschäftsaufwand verringerte sich gleichzeitig allerdings um 5 Prozent auf 367,1 Mio Franken.

Erwartungen übertroffen

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Bankengruppe die Markterwartungen klar übertroffen. Von AWP befragte Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Betriebsertrag von 492,3 Mio Franken und einem klar tieferen Konzernergebnis von 84,4 Mio. Sie hatten zudem einen Netto-Neugeldabfluss von -1,7 Mrd erwartet und sahen die AuM bei rund 132 Mrd Franken.

Das laufende Jahr 2016 bleibe "herausfordernd", hält Vontobel in der Medienmitteilung fest. Das Institut gehe weiterhin von "hoch volatilen Märkten, niedrigen Zinsen und einem andauernd unsicheren politischen Umfeld aus", das sich auf die Vontobel-Fokusmärkte und den Heimmarkt Schweiz auswirken werde. Vontobel werde weiter die "Wachstums- und Ertragsziele konsequent weiterverfolgen".

(AWP/Reuters)

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30.06.2016 08:12
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Vontobel übernimmt Fondshaus Vescore von Raiffeisen

Die Bank Vontobel übernimmt die Fondstochter Vescore von der schweizerischen Raiffeisen. Vescore betreut Kundenvermögen von insgesamt 15 Milliarden Franken.

Die Bank Vontobel und die Raiffeisen-Gruppe stellen ihre Partnerschaft im Asset Management neu auf und verstärken ihre Zusammenarbeit. Im Rahmen der Partnerschaft soll sich Vontobel auf die Produktentwicklung und -verwaltung fokussieren und übernimmt die bisherige Raiffeisen-Asset Management-Tochter Vescore. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Raiffeisen konzentriere sich auf die Kundenbetreuung und -beratung im Anlagegeschäft, teilten die beiden Finanzinstitute am Donnerstag mit.

Vescore "ergänze das internationale Vontobel Asset-Management-Boutiquenmodell optimal", heisst es in der Mitteilung. So würden vor allem in den Bereichen nachhaltige und quantitative Anlagen bisherige Investmentkompetenzen weiter ausgebaut. Darüber hinaus verstärke Vontobel Asset Management insgesamt die Präsenz im Heimmarkt Schweiz sowie im institutionellen Geschäft im Fokusmarkt Deutschland.

Vescore-Übernahme mit Eigenmitteln

Die Akquisition wird von Vontobel vollständig durch Eigenmittel finanziert. Sie werde nach Integration unter Nutzung vorhandener Synergien in 2018 gewinnbringend sein, heisst es. Auch nach Finanzierung der Transaktion aus Eigenmitteln verfüge Vontobel über eine sehr solide Eigenkapitalausstattung, die weiterhin über der selbstgesetzten Zielgrösse von 16% liege.

Vescore, mit Sitz in St.Gallen und Büros in Basel, München, Lausanne, Riga, Wien und Zürich, betreut insgesamt 15 Mrd CHF an Kundenvermögen. Der Vollzug der Transaktion wird vorbehältlich der regulatorischen Genehmigung durch die Regulierungsbehörden im dritten Quartal 2016 angestrebt

Die vertiefte Partnerschaft im Asset Management baue auf der bereits am 9. Februar 2016 vereinbarten weiteren Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen bis Ende 2020 auf. Sie gehe über das Datum hinaus, heisst es weiter.

"Die vertiefte Zusammenarbeit im Asset Management beider Unternehmen mit der klaren Aufgabenverteilung ist der richtige Schritt", sagte Vontobel-CEO Zeno Staub in der Mitteilung. Sie werde weitere "Vorteile für die Kunden wie auch für beide Unternehmen" bringen, zeigte er sich überzeugt.

(AWP)

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27.05.2016 08:31
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Vontobel lanciert Produkte in Italien

Die Bank Vontobel steigt in den italienischen Markt für Hebelprodukte ein.

Das Institut hat eine Reihe von Zertifikaten im SeDeX-Marktsegment der Borsa Italiana kotiert, wie Vontobel am Freitag mitteilte. Das Produktangebot soll in den nächsten Wochen um eine umfassende Palette von Hebelprodukten erweitert werden. Mit der Lancierung der Produkte in Italien setze Vontobel die gezielte Expansion in Europa fort.

Das 1998 gegründete SeDeX-Segment der Borsa Italiana hat sich laut Vontobel zu einem der ausgereiftesten Märkte für Zertifikate in Europa entwickelt und habe in den letzten Jahren ein kräftiges Wachstum erlebt. 2015 sei die SeDex mit einem Volumen von 28,7 Mrd EUR die grösste Börse für Hebelprodukte in Europa gewesen.

Verantwortlich für den Vertrieb, die Notierung und den Handel der Zertifikate ist die Bank Vontobel Europe, die deutsche Tochtergesellschaft der Vontobel Holding, Emittentin ist die Vontobel Financial Products GmbH in Frankfurt. Im Vermögensverwaltungsgeschäft ist die Bank Vontobel in Italien bereits seit 2001 tätig, mit der Übernahme der Finter Bank im September 2015 hat sie ihre Präsenz in diesem Geschäft noch ausgebaut.

(AWP)

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20.04.2016 08:28
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Vontobel deutet Gewinnrückgang an

Die Vermögensverwaltungsgruppe Vontobel hat wegen wenig handelsfreudiger Kunden im ersten Quartal offenbar weniger verdient. Genaue Zahlen legte CEO Zeno Staub aber nicht vor.

Staub zeigte sich am Dienstag an der Generalversammlung zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung. Trotz der volatilen Märkte, tiefer Börsenvolumen und insgesamt rückläufiger Kurse an den Aktienbörsen im ersten Quartal sei die Bank "respektabel" ins neue Geschäftsjahr gestartet, so der CEO an der GV. Die organische Wachstumsorientierung des Unternehmens habe sich auch in einem herausfordernden Quartal bestätigt.

Vor dem Hintergrund der gegenüber dem Vorjahreszeitraum niedrigeren Kundenaktivität und des tieferen Handelsvolumens habe sich das Konzernergebnis im ersten Quartal abgeschwächt, heisst es in einem Communiqué des Unternehmens weiter. Die betreuten Kundenvermögen betrugen per Ende März 142,3 Mrd CHF und lagen damit über den durchschnittlichen Kundenvermögen 2015, heisst es weiter.

"Unser Geschäftsmodell wird sich auch in einem schwierigen Umfeld durch eine hohe Stabilität auszeichnen - zu Gunsten unserer Kunden und unserer Aktionäre", zeigt sich Staub optimistisch. "Grosse Veränderungen bieten auch attraktive Chancen, die wir nutzen."

Anträge angenommen

Die Aktionäre hiessen sämtliche Anträge des Verwaltungsrates gut. So wurden Maja Baumann, David Cole und Björn Wettergren mit grosser Stimmenmehrheit in den Verwaltungsrat gewählt und alle zur Wiederwahl stehenden Mitglieder in ihrem Amt bestätigt. Ebenfalls mit grosser Mehrheit wurde Herbert Scheidt als Präsident des Verwaltungsrates für ein weiteres Jahr wiedergewählt, so die Mitteilung weiter. Auch die um 30 Rappen auf 1,85 CHF pro Aktie angehobene Dividende wurde genehmigt.

Die neuen VR-Mitglieder Baumann und Wettergren repräsentieren die vierte Generation der Familien Vontobel und de la Cour, so die Bank. Die Kontinuität seitens des Hauptaktionariats sei gesichert. Der Aktionärsbindungsvertrag biete frühestens Ende 2018 die Möglichkeit, gebundene Aktien zu veräussern.

(AWP)

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12.04.2016 13:04
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Vontobel will Vermögen in Deutschland 2016 erneut zweistellig steigern
12.04.2016 12:22

Zürich (awp) - Die Privatbank Vontobel will in Deutschland im laufenden Jahr das Geschäft weiter ausbauen. Mit den Standorten in München, Frankfurt und Hamburg sollen die verwalteten Gelder wieder um einen zweistelligen Prozentsatz gesteigert werden, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Bereits im Jahr 2015 seien die verwalteten Kundenvermögen in Deutschland vor allem dank mehr Neukunden um rund 30% gesteigert worden.

"Der Vontobel-Ansatz einer individuellen aktiven Vermögensverwaltung, die auch in schwierigen Zeiten Ertragsmöglichkeiten nutzt, passt in die Zeit und stösst auf eine steigende Nachfrage bei Kunden in Deutschland", lässt sich Thomas Fischer, Leiter Private Banking der Bank Vontobel Europa AG, zitieren.

Das deutsche Team von derzeit rund 15 Kundenberatern soll auch 2016 wachsen. Zuletzt habe Evangelos Angelis das Team verstärkt. Der Senior Kundenberater leitete davor das Münchner Büro des Vermögensberaters Weisenhorn & Partner Financial Services.

ys/tp

(AWP)

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14.03.2016 11:54
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Vontobel verwaltet Vermögen von 2 Mrd CHF mit US-Kunden
14.03.2016 11:13

Zürich (awp) - Die Bank Vontobel will ihr Geschäft mit US-Kunden weiter ausbauen. Das Institut möchte neue Filialen in New York, Florida und Kalifornien eröffnen, erklärte Patrice Humbel, Leiter der Genfer Filiale von Vontobel Swiss Wealth Advisoirs (VSWA), in einem Interview mit "L'Agefi" (Ausgabe vom 14.3.). Diese Einheit, die das Geschäft mit US-Kunden der Gruppe umfasst, verwalte Vermögen im Umfang von 2 Mrd von rund 600 Kunden, so Humbel weiter. Die Perspektiven für das laufende Jahr sehen gemäss dem Filialleiter weiter vielversprechend aus.

VSWA startete 2010 in Zürich mit verwalteten Vermögen von rund 1 Mrd CHF. 2013 wurden Niederlassungen in Genf und Dallas eröffnet. Alle US-Kunden seien steuerkonform, versicherte Humbel.

sig/ra

(AWP)

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08.03.2016 08:53
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Star-Investor verlässt Bank Vontobel

Der Star-Fondsmanager Rajiv Jain und die Bank Vontobel gehen überraschend getrennte Wege. Jain verdiente etwa zehnmal mehr als der Vontobel-CEO.

Von Daniel Hügli

Lange war darüber spekuliert worden, aber nun kommt die Trennung aber doch überraschend: Nach 22 Jahren bei der Vontobel-Gruppe will Star-Fondsmanager Rajiv Jain eigene unternehmerische Pläne verfolgen. Das teilte Vontobel am Montagabend mit. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Matthew Benkendorf.

Jain wird schwierig zu ersetzen sein. Er leistete er einen großen Beitrag zum im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Wachstum der Bank Vontobel in den vergangenen Jahren. Zuletzt verwaltete sein Bereich in New York mit knapp 70 Mitarbeitern rund 48 Milliarden Dollar oder über ein Drittel des Gesamtbestandes der Bank.

Namentlich managte Jain zwei der grössten Fonds der Bank Vontobel, den "Vontobel Fund Emerging Markets Equity" (über 5 Milliarden Dollar an Kundengeldern) und den "Vontobel Global Equity Fund" (etwa 1,5 Milliarden Dollar). Allein mit Jains Emerging-Markets-Fonds kassierte Vontobel jährlich Gebühren in Höhe von 114 Millionen Dollar, beim globalen Fonds 28,5 Millionen.

Jain erreichte mit seinem Schwellenmarkt-Fonds vor allem in den Jahren 2010 bis 2012 eine überdurchschnittliche Performance. Dann geriet der Motor ins Stottern. "In den letzten drei Jahren waren die Fonds durchschnittlich. Sie rechtfertigen den Star nicht", sagte Fondsexperte Martin Bürki in der "Bilanz". Während Jains Emerging-Markets-Fonds Ende letzten Jahres seit Ende 2012 leicht im Minus lagen, legten Schwellenländerfonds von RAM oder Hermes um 7 und 18 Prozent zu.

Über das Gehalt von Jain wurde immer wild spekuliert. Schätzungen von Fondsexpertenlagen lagen bei etwa 30 Millionen Dollar Entlöhnung im Jahr. Es wäre etwa das Zehnfache der Jahresvergütung von Vontobel-CEO Zeno Staub (3,2 Millionen Franken). Insofern entlastet der Abgang von Jain auch die Kostenbasis Vontobels.

Die Bank muss aber mit Abflüssen von Kundengeldern rechnen. Welche Folgen der Abgang eines prominenten Fondsmanagers auf die verwalteten Vermögen eines Instituts haben kann, zeigt das Beispiel der Allianz-Tochter Pimco. Dort hatten sich die Abflüsse nach dem Weggang des Fonds-Gründers Bill Gross im September 2014 beschleunigt.

(Mit Material von Reuters)

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11.02.2016 08:23
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Fonds-Geschäft treibt Gewinn bei Vontobel

Die Bank Vontobel hat im vergangenen Jahr vor allem dank eines brummenden Fonds-Geschäfts mehr verdient. Die Dividende wird angehoben.

Der Gewinn stieg um ein Drittel auf 180,1 Millionen Franken und übertraf damit die Analystenerwartungen. Das Schweizer Institut sammelte acht Milliarden Franken an neuen Kundengeldern ein, wie Vontobel am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr waren es 6,2 Milliarden Franken gewesen. Vontobel peile in Zukunft weitere Zukäufe an. Die Marktturbulenzen der ersten Wochen des neuen Jahres habe das Zürcher Institut gut gemeistert.

Erneut wies das Institut vor allem im Bereich Asset Management, aber auch bei den Finanzprodukten eine deutliche Gewinnsteigerung aus. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende von 1,85 CHF erhalten nach 1,55 CHF im Vorjahr. Für das laufende Jahr gibt sich die Gruppe trotz der Markturbulenzen in den ersten Wochen zuversichtlich.

Stärkerer Neugeldzufluss

Zulegen konnte auch der Neugeldzufluss, der sich im vergangenen Jahr - bereinigt um Akquisitionen - auf 8,0 Mrd CHF nach 6,2 Mrd im Jahr 2014 belief. Trotz negativer Währungseffekte von rund 2 Mrd CHF stiegen die betreuten Kundenvermögen (AuM) auf einen neuen Rekordstand von 147,8 Mrd (VJ 123,8 Mrd). Rund 40% der betreuten Vermögen stammen laut Mitteilung aus dem Heimmarkt Schweiz.

Der Betriebsertrag erhöhte sich im Jahresvergleich um 12% auf 988,6 Mio CHF. Der Geschäftsaufwand stieg im gleichen Zeitraum mit einem Plus von 7% auf 764,7 Mio weniger stark.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Vontobel vor allem beim Reingewinn und den verwalteten Vermögen die Erwartungen am Markt übertreffen können. Von AWP befragte Experten hatten im Vorfeld der Zahlenpublikation im Durchschnitt den Betriebsertrag mit 996 Mio CHF im Durchschnitt zwar etwas höher erwartet, den Reingewinn schätzten sie mit 168 Mio aber etwas tiefer. Der Neugeldzufluss war von den Experten mit 9,6 Mrd CHF etwas höher erwartet worden.

Zusammenarbeit mit Raiffeisen

Auf das laufende Geschäftsjahr 2016 blickt die Bankengruppe zuversichtlich. Man habe "die Marktturbulenzen der ersten Wochen gut gemeistert" und sei "weiterhin auf Erfolgskurs", so Vontobel. Die betreuten Kundenvermögen seien per Ende Januar 2016 um 3,5% über dem entsprechenden Durchschnittswert von 2015 gelegen.

Auf mittlere Sicht positiv werde sich auch die über Juni 2017 hinausgehende Zusammenarbeit von Raiffeisen und Vontobel auswirken. Die beiden Institute hatten die bis mindestens Ende 2020 gültige Kooperationsvereinbarung Anfang der Woche bekanntgegeben.

(Reuters/AWP)

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05.01.2016 13:09
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Vontobel hält an Eigentümerstruktur und Geschäftsmodell fest
05.01.2016 09:48

Zürich (awp) - Die Bank Vontobel kann auch nach dem Ableben von Hans Vontobel, Ehrenpräsident und Hauptaktionär, auf das langfristige Engagement der Aktionärsfamilie zählen. Weder an der Eigentümerstruktur noch am Geschäftsmodell des Instituts solle sich etwas ändern, sagte Unternehmenssprecher Peter Dietlmaier am Dienstag zu AWP und bestätigte damit einen Bericht der NZZ. Am Sonntag war der ehemalige Leiter des gleichnamigen Zürcher Bankhauses im Alter von 99 Jahren verstorben.

"Unsere Familien stehen auch in Zukunft fest zu unserem Unternehmen und unserem Engagement als Familienaktionäre", schrieb sein Sohn Hans-Dieter Vontobel daraufhin am Montag, wie aus einem Auszug einer internen Mitteilung hervorgeht, welcher AWP vorliegt. Er versichere den Mitarbeitern, die Familien Vontobel seien sich seiner Werte und des grossen unternehmerischen Erbes bewusst, so der ehemalige VRP mit Blick auf Hans Vontobel. Die Bank sieht sich laut dem Medienbericht zudem weiterhin als Premium-Anbieter im Private Banking, Asset Management und Investment Banking, wobei nach wie vor Klasse und nicht Masse den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen soll.

Weiter verwies Dietlmaier am Dienstag darauf, dass bereits im Dezember die Wahl von Vertretern der vierten Generation der Familien Vontobel und de la Cour in den Verwaltungsrat angekündigt wurde. An der nächsten Generalversammlung im April sollen Maja Baumann und Björn Wettergren als Vertreter der Hauptaktionäre ins Gremium gewählt werden. Die Bereitschaft zur Übernahme der Mandate unterstreiche die "enge Bindung der Familien zum Unternehmen", hiess es damals.

Er sei "glücklich über das Engagement" von Vertretern der nächsten Generation im obersten Führungsgremium, liess sich zudem Hans Vontobel zitieren. Dieser Schritt sei entscheidend, "wenn Vontobel ein Familienunternehmen bleiben will". Hans Vontobel trat 1943 in die damalige Bank J. Vontobel & Co. ein, die sich unter seiner Leitung zu einem international tätigen Vermögensverwalter entwickelte.

Durch die starken Ankeraktionäre bleibe die unternehmerische Freiheit gegeben, so Vontobel-Sprecher Dietlmaier. Die zum Kreis der Familie zählenden Aktionäre, die Aktionärsgruppe Vontobel, hält eine Beteiligung von 62,78%, wie aus einer Publikation auf der Internetseite der SIX am Dienstag hervorgeht. Hans Vontobel hielt als gewichtigster Einzelaktionär laut NZZ zuletzt ein Paket von 20,7%.

ys/cp

(AWP)

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04.01.2016 08:31
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Vontobel: Ehrenpräsident Hans Vontobel verstorben
04.01.2016 07:20

Zürich (awp) - Die Bankengruppe Vontobel meldet am Montag den Hinschied ihres Ehrenpräsidenten Hans Vontobel. Dieser ist am 3. Januar 2016 in seinem 100. Lebensjahr verstorben. Die Mitarbeitenden von Vontobel trauern um einen aussergewöhnlichen Menschen, dem sich alle sehr verbunden fühlten, teilt die Bank mit.

Hans Vontobel trat 1943 in die damalige Bank J. Vontobel & Co. ein, die sich unter seiner Leitung zu einem der führenden und international tätigen Vermögensverwalter entwickelt habe. 1981 übernahm er den Verwaltungsratsvorsitz des Hauses und seit 1991 bekleidete er die Rolle des Ehrenpräsidenten, heisst es weiter.

ra/cf

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28.10.2015 08:09
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Vontobel stellt Gewinnanstieg in Aussicht
 

Bei der Bank Vontobel hat sich das Wachstum abgeschwächt. Dennoch dürfte der Jahresgewinn 2015 den Vorjahresgewinn voraussichtlich übertreffen.

Die Bank Vontobel weist per Ende September betreute Kundenvermögen im Umfang von 142 Mrd CHF aus, was dem Stand zur Jahresmitte entspricht. Im dritten Quartal des Jahres hat die Bank in ihren beiden Sparten Wealth Management und Asset Management noch Netto-Neugelder von 0,9 Mrd CHF anziehen können, wie das Institut am Mittwoch anlässlich des traditionellen Herbstmediengesprächs in der Westschweiz mitteilte. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank ein Jahresergebnis über dem Vorjahresresultat.

Insgesamt kann die Bank seit Jahresbeginn einen Neugeld-Zufluss von 7,3 Mrd CHF vermelden. Im Asset Management hätten weiterhin die Boutiquen Fixed Income und Multi Asset Class entscheidend zum Netto-Neugeldzufluss des dritten Quartals beigetragen, betont Vontobel. Die variablen Erträge seien "saisonal bedingt" erwartungsgemäss tiefer als in den beiden Vorquartalen ausgefallen und würden weiterhin durch das herausfordernde Marktumfeld geprägt, heisst es weiter.

Im Wealth Management schreite die Integration der Finter Bank Zürich plangemäss voran und werde bereits 2016 gewinnbringend sein, heisst es weiter. Im dritten Quartal habe sich die Anzahl Kundenberater durch Einstellungen um 5% erhöht. Der Ausbau der Kundenberaterbasis werde plangemäss weitergeführt, um das Wachstum voranzutreiben, betont das Institut.

Gewinn über Vorjahr

Im Asset Management habe die Marktvolatitität zu einem "lediglich geringen Rückgang der Vermögensbasis" geführt. Die Netto-Neugeldzuflüsse im dritten Quartal stammten vor allem aus den Multi Asset Class und Fixed Income Boutiquen, wozu insbesondere die Segmente Corporate und Flexible Bonds beigetragen hätten. Das schwierige Umfeld in den Emerging Markets sei eine grosse Herausforderung, in dem sich die Quality Growth Boutique mit einer deutlichen Outperformance gegenüber dem Benchmark gut behauptet habe.

Man fokussiere weiterhin "unbeirrt auf die definierten strategischen Prioritäten", betont das Institut weiter. Das organische Wachstum werde durch gezielte Initiativen in den drei Kernaktivitäten weiter gefördert, wobei gezielte Zukäufe im Private Banking oder Asset Management auch in Zukunft angestrebt würden.

Das zweite Halbjahr entwickle sich aufgrund saisonaler Effekte schwächer als das erste Halbjahr, so Vontobel weiter. Zudem hätten sich die Unsicherheiten hinsichtlich des globalen Konjunkturausblicks erhöht und belasteten die variablen Erträge. Vontobel geht von aber weiter einem "soliden Jahresergebnis 2015" aus, das aus heutiger Sicht das Vorjahresresultat übertreffen wird.

(AWP)

 

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04.09.2015 08:10
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Vontobel übernimmt Finter Bank Zurich von Italmobiliare

04.09.2015 07:48

Zürich (awp) - Die Vontobel-Gruppe übernimmt von Italmobiliare die Finter Bank Zurich mit Standorten in Zürich und Tessin. Die Übernahme sei ein Bekenntnis zum Heimmarkt Schweiz und solle das Geschäft mit italienischen Kunden stärken, teilte die Gesellschaft am Freitag mit. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 1,1% der verwalteten Kundenvermögen zuzüglich des hauptsächlich aus Überschusskapital bestehenden Buchwertes. Finter verwaltet den Angaben nach rund 1,6 Mrd CHF und beschäftigt rund 65 Mitarbeiter.

Einen Teil des Kaufpreises erhalte Italmobiliare in Vontobel-Aktien, hiess es weiter. Im Sinne eines langfristigen Engagements werde Italmobiliare zudem die Expansion im italienischen Markt unterstützen.

Die Akquisition werde vollständig durch Eigenmittel und Treasury Shares finanziert, so Vontobel. Und bereits 2016 werde sie gewinnbringend sein. Gleichzeitig bestätigte die Bankengruppe die organischen Wachstumsziele sowie die bestehenden Kriterien für mögliche weitere Akquisitionen. Man verfüge weiterhin über eine äusserst starke Eigenkapitalausstattung, hiess es.

ys/cp

(AWP)

 

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27.07.2015 08:17
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Vontobel steigert Gewinn um ein Drittel
 

Das brummende Geschäft mit Fonds und strukturierten Produkten hat der Bank Vontobel die Kasse gefüllt.

Die Bankengruppe Vontobel kann für das erste Semester des laufenden Jahres einen starken Gewinnanstieg ausweisen, der deutlich über den Markterwartungen ausfällt. Das Konzernergebnis für die ersten sechs Monate kletterte gegenüber der Vorjahresperiode um einen Drittel auf 97,8 Mio CHF, wie Vontobel am Montag mitteilt. Auch der Netto-Neugeldzufluss fällt mit 6,4 Mrd CHF besser aus als erwartet, nachdem im gleichen Vorjahreszeitraum noch ein Netto-Neugeldfluss von Null resultiert hatte.

Die betreuten Kundenvermögen (AuM) beliefen sich per Ende Juni auf 142,2 Mrd CHF (Ende März 2015 138,1 Mrd). Neben dem Neugeldzufluss wirkten sich auch eine gute Investment Performance sowie die abgeschlossene Akquisition des britischen Fixed-Income-Spezialisten Twenty Four Asset Management positiv auf die Vermögen aus.

Der Betriebsertrag erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16% auf 507,6 Mio CHF. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich mit einem Plus von 10% auf 384,5 Mio deutlich weniger stark.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Bankengruppe die Markterwartungen auf allen Ebenen klar übertroffen. Von AWP befragte Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Betriebsertrag von 486,2 Mio CHF und einem Konzernergebnis von 85,6 Mio. Den Netto-Neugeldzufluss erwarteten sie bei 3,9 Mrd und die AuM bei 134,3 Mrd CHF.

Für Ziele positioniert

Mit den guten Ergebnissen im ersten Halbjahr sieht sich die Bank gut aufgestellt, die für 2017 gesteckten "ehrgeizigen Gruppenziele" zu erreichen. Man sei hervorragend positioniert, um auch mittelfristig am global wachsenden Vermögen zu partizipieren.

Ein besonderes Augenmerk will die Bank in den nächsten Jahren auf den asiatisch-pazifischen Raum legen. Dort werde mindestens eine Verdoppelung des heutigen Geschäftsvolumens bis ins Jahr 2020 angestrebt, schreibt Vontobel. Dies soll mit der "Weiterführung der bereits bewährten Nischenstrategie" - und zwar ohne "kostenintensive eigene Buchungszentren vor Ort" - in allen drei Geschäftsfeldern erreicht werden.

In das zweite Halbjahr ist die Bank nach eigenem Befinden gut gestartet. Allerdings würden sich die traditionell schwachen Handelsmonate Juli, August und Dezember im zweiten Semester bemerkbar machen, schreibt sie.

(AWP/Reuters)

 

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13.07.2015 16:10
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Vontobel will mit «Strukis» ins Ausland
 

Die Bank Vontobel vertreibt drei Mal mehr strukturierte Produkte als vor einem Jahr. Nun will die Zürcher Privatbank damit ins Ausland, was aber angesichts der Konkurrenz nicht einfach wird.

Vontobel hat in den letzten zwölf Monaten die Menge an strukturierten Produkten verdreifacht, die über ihre Plattform Deritrade in der Schweiz vertrieben wurde. Laut Gerhard Meier, Leiter des Bereichs "Financial Products Multi Issuer Platform", laufen in der Schweiz monatlich Papiere im Volumen von 180 Millionen Franken über Deritrade. Im Juni hatte die Bank bekanntgegeben, dass J.P. Morgan als siebter Emittent strukturierte Produkte über die Plattform vertreibt. Die US-Bank will anfangs Aktienanleihen auf Grundlage von "Standard-Basiswerten" anbieten, sagte Patrick Burton, Sprecher der Bank in London.

Etwa 30 Finanzintermediäre nutzten Deritrade in der Schweiz, wo die Kosten für die Entwicklung eines Produkts auf nur noch bis zu zehn Franken gefallen seien, von 3000 bis 4000 Franken vor einem Jahrzehnt, erklärt Meier. Wettbewerber wie StructuringLab oder Xicor sind vom Markt verschwunden oder wurden aufgekauft - so wie Derivative.com, die 2014 von Vontobel akquiriert wurden.

"In der Schweiz ist der Absatz in der zweiten Jahreshälfte 2014 richtig angezogen, nachdem wir angefangen hatten, das Angebot aktiv bei den Intermediären zu bewerben", so Meier.

Produkte, die über Deritrade vertrieben werden, sind hoch standardisiert, wodurch der Emissionsprozess automatisiert werden kann. Das senke die Kosten, sagt Meier. Banken erhielten zudem eine Liste der Preise, die andere Emittenten stellen - dadurch sei die Spanne zwischen den höchsten und niedrigsten Preisen für ein typisches Produkt von 100 auf 60 Basispunkte zurückgegangen, erklärt er.

Sprung ins Ausland ist schwierig

Vontobel dürfte es nicht einfach haben, mit Deritrade im Ausland zu wachsen. In Asien hat der Dienst eine ganze Reihe von Konkurrenten. Der Finanzdienstleister DBS aus Singapur und der Derivate-Spezialist Leonteq gaben im April bekannt, dass sie eine webbasierte Plattform aufgesetzt haben, um darüber eigene Produkte und solche von Dritten zu vertreiben. Und mehrere Banken, darunter Goldman Sachs Group und J.P. Morgan, haben einen Multi-Emittenten-Dienst namens Contineo gegründet.

Vontobel habe dieses Jahr in Asien vier weitere Vertriebspartner gewonnen, die nur Vontobel-Produkte abwickeln, so Meier. In Deutschland verhandelt die Bank mit Finanzintermediären bezüglich Partnerschaften an der hiesigen Version der Plattform. Die Schwierigkeit im deutschen Markt besteht laut Meier darin, geeignete Vertriebskanäle zu finden, da die meisten deutschen Investoren daran gewöhnt seien, Produkte über die Börse zu erwerben.

Deritrade ging 2005 an den Markt und bot anfangs nur Vontobel-Produkte an. 2012 nahm die Bank auch Papiere anderer Emittenten auf. Das Angebot arbeitet seit dem ersten Quartal dieses Jahres profitabel, erklärt Meier.

(Bloomberg/cash)

 

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13.07.2015 12:55
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Weiss jemand was hier los ist? Allein Griechenland wird die +5.5% kaum erklären und weitere Infos über Bussenverhandlungen oder so wurden nirgends kommuniziert.

08.07.2015 08:32
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Vontobel laut Medien in Vergleichsverhandlungen mit deutschen Steuerbehörden

08.07.2015 08:25
 

Zürich (awp) - Die Bank Vontobel steht laut Zeitungsberichten in Verhandlungen mit den deutschen Steuerbehörden über einen Vergleich im Steuerstreit. Das gehe aus einem intern Rundschreiben des Leiters Private Banking bei Vontobel, Georg Schubiger, hervor, berichten am Mittwoch die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) und das deutsche "Handelsblatt". Die Steuerbehörden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (NRW) gehen derzeit offenbar gegen eine Reihe von Schweizer Vermögensverwaltern vor.

Die Gespräche zwischen Vontobel und den NRW-Behörden befänden sich noch in einer "frühen Phase", weshalb es müssig wäre über den möglichen Ausgang zu spekulieren, heisst es laut "Handelsblatt" im internen E-Mail Schubigers. Gemäss den Zeitungsberichten stützen sich die Behörden bei ihren Ermittlungen auf die Befragungen von deutschen Vontobel-Kunden, die ihre Steuersituation via Selbstanzeige bereinigt haben. In einem zweiten Schritt würden dann die Bankberater wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angegangen.

Laut Informationen der NZZ ermitteln die NRW-Behörden gegen "weit über 30 Schweizer Banken". Diese Zahl habe ein Vertreter der Steuerfahndung des Bundeslandes an einer Tagung genannt. Dabei schreiben sie offenbar auch Schweizer Banken direkt an und fordern von ihnen etwa statistische Informationen über ihr Offshore-Geschäft mit deutschen Kunden. Dagegen gebe es - im Gegensatz zu früheren Ermittlungen - keine "Steuer-CD" mit gestohlenen Kundendaten des Instituts.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass sich die Schweizerische Bankiervereinigung in einem Brief an Justizministerin Simonetta Sommaruga über diese Praktiken der deutschen Behörden beschwert hatte. Das Departement sieht in dem Vorgehen allerdings keine Verstösse gegen die Rechtsordnung, wie ein Sprecher damals erklärt hatte.

Mehrere Schweizer Institute haben bisher separate Vergleiche mit den deutschen Justizbehörden abgeschlossen: Die UBS hatte 2014 300 Mio EUR bezahlt, bereits 2011 hatten die Credit Suisse mit einer Zahlung von 150 Mio EUR und die Bank Julius Bär von 50 Mio EUR ein mögliches Verfahren in Deutschland abgewendet. Vor gut einem Monat hat sich nun auch die Basler Kantonalbank (BKB) gegen eine Summe von 38,6 Mio EUR mit den deutschen Behörden geeinigt.

tp/hr

(AWP)

 

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07.07.2015 10:13
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Vontobel gewinnt mit Crédit Industriel et Commercial neuen Partner für Deritrade

07.07.2015 10:02

Zürich (awp) - Die Bank Vontobel gewinnt in Asien mit der Crédit Industriel et Commercial (CIC) einen weiteren Vertriebspartner in Asien für die Derivateplattform Deritrade. Dies sei ein wichtiger Meilensein für die Deritrade Multi Issuer Platform (MIP) im asiatischen Raum, teilt die Bank in einer Medienmitteilung vom Dienstag mit. CIC sei in diesem Jahr bereits der siebte Distributor auf der Plattform für Strukturierte Produkte in der Region.

Die Vertriebspartnerschaft unterstreiche das steigende Bedürfnis auf Seiten der Distributoren, ihre Kosten zu reduzieren und ein differenzierteres Angebot für ihre Kunden zu schaffen, heisst es in der Mitteilung weiter. Deritrade MIP stelle ein Angebot sowohl für Emittenten als auch Distributoren von Strukturierten Produkten dar, so Vontobel. Die Preisfindung sowie der gesamte Lebenszyklus angefangen bei der Emission über den Vertrieb sei voll automatisiert.

hr/tp

(AWP)

 

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21.05.2015 13:27
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Ist diese Bank-Aktie so solide wie ihr Ruf?
 

Die Aktie der Bank Vontobel hat innerhalb von zwölf Monaten 38 Prozent an Wert gewonnen. Trauen die Anleger dem Geldhaus besonders, weil es ein solch konservatives Image hat?

Von Marc Forster

Als solide beschreibt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) die Art und Weise, wie die Bank Vontobel geführt wird. Den Eindruck anderer Analysten, dass das 1924 gegründete Geldhaus zu behäbig oder zu vorsichtig geführt sei, teilt der Experte von der ZKB nicht. Bodenständig sei nicht gleich langweilig, hiess es in einem Kommentar von Mitte März.

Die Zeiten, in denen Vontobel über 77 Franken kosteten, waren im Sommer 2007. Das kann wiederum nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aktie der Zürcher Vermögensverwaltungsbank einen bemerkenswerten Wertzuwachs hinter sich hat. Die Vontobel-Aktie befindet sich derweil auf ihrem höchsten Stand seit der Finanzkrise: Im April erreichte das Papier mit 43,15 Franken und steht aktuell, nach einem Taucher durch den Dividendenabgang, bei 42,95 Franken immer noch so hoch wie lange nicht mehr.

Privatkundengeschäft nicht übermässig profitabel

Mit den drei Standbeinen Privatkundengeschäft, Investmentbank und Asset Management fährt Vontobel operativ derzeit gut. Das Private Banking ist nicht übermässig profitabel, doch kann die Bankengruppe mit einer starken Stellung im hart umkämpften Geschäft mit strukturierten Produkten punkten. In der Schweiz ist Vontobel dort auf Platz drei und kann die Kunden auch mit dem Argument rekordtiefer Zinsen ködern.

Zudem scheint es der Bank zu gelingen, die hohe Kapitalbindung in der Investmentsparte zu reduzieren. Verletzlich ist die rund 1600 Mitarbeiter zählende Gruppe allerdings dadurch, dass Schlüsselpersonen eine wichtige Rolle spielen: Abgänge können das Geschäft spürbar negativ beeinflussen.

Den Anlegern flösst die Bank mit ihrer soliden Kapitalposition Vertrauen ein. Zudem sind Mittel vorhanden für Zukäufe. Die Vontobel-Führung sagt, sie sei pingelig bei Zukauf-Möglichkeiten: Rechtsrisiken wolle man nicht dazukaufen und auch das Risiko eines zu grossen Geldabflusses bei der Übernahme eines Vermögensverwalters will man nicht eingehen.

Überdurchschnittliche Dividendenrendite

Generell sind die Analysten mit Empfehlungen und Kurszielen zurückhaltend: Die meisten Analysten setzen Vontobel auf Hold. Die ZKB hat ihr "Übergewichten" aber zuletzt im März bestätigt, zudem hat die Citigroup ihre Empfehlung soeben von "Neutral" auf "Buy" gestellt und gibt sich mit einem Kursziel von 47 Franken im Vergleich auch ausgesprochen optimistisch.

Was bei Vontobel noch auffällt, sind die Dividendenrendite und die Bewertung. Die Dividendenrendite von 3,7 Prozent liegt über jener der Bank Julius Bär (2 Prozent) oder der EFG-Finanzgruppe (1,9 Prozent). Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,2 ist die Aktie nicht übermässig teuer – Julius Bär kommt auf 18,3, EFG liegt dafür mit 14,1 einiges darunter.

CASH

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05.03.2015 13:51
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Die Vontobel-Aktie hebt ab
 

Wie die meisten Aktien erhielt der Vontobel-Titel nach der Auflösung des Euro-Mindestkurses einen heftigen Schlag. Doch seit Ende Januar schiesst sie nach oben. Was ist da los?

Von Pascal Züger

Das plötzliche Wegfallen des Mindestkurs-Schutzwalles der Schweizerischen Nationalbank am 15. Januar traf die Bank Vontobel hart. Der Aktienkurs schlitterte von 38,75 runter auf 30,75 (minus 16 Prozent). Doch am 30. Januar war die Talsohle erreicht, seither zeigt die Vontobel-Aktie permanent nach oben und hat bis zum 4. März satte 30 Prozent zugelegt. Mit 41,85 Franken wurde an jenem Tag gar der höchste Wert der letzten fünf Jahre erreicht.

Was sind die Gründe für den Höhenflug? "Der Sell Off nach dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank war übertrieben, viele andere Titel haben sich besser erholt. Vontobels anschliessender Höhenflug liegt in dem sehr positiven Jahresergebnis 2014 begründet. Dies gab der Aktie einen Schub", sagt Michael Kunz, Analyst der Zürcher Kantonalbank, zu cash.

Bei den Gewinnzahlen 2014 vom 11. Februar konnte die Zürcher Privatbank vor allem mit einer Erhöhung der Dividende um 19 Prozent auf 1,55 Franken punkten. Das ergibt einen Dividendenrendite von 3,7 Prozent. Ein solches Niveau ist bei Vontobel nichts aussergewöhnliches, aber für die derzeit stark dividendengetriebenen Investoren ein schöner Happen. Und die Rendite ist einiges höher als beim Konkurrenten Julius Bär (2,2 Prozent).

Dazu konnte Vontobel mit einem starken Neugeldzufluss im zweiten Halbjahr 2014 auftrumpfen (plus 6,2 Milliarden Franken). Der Konzerngewinn steigerte sich um 10 Prozent auf 134,5 Millionen Franken, was die Erwartungen der Analysten übertraf. Vontobel steht derzeit solide da, spezielle Kostenprogramme wegen der Auflösung des Mindestkurses sind keine geplant.

Buy oder Hold?

Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis 2015 von 16 ist die Aktie derzeit keineswegs überteuert. Auch vor Vergleichen mit vergleichbaren Aktien wie derjenigen von Julius Bär oder mit dem SPI-Index muss sich die Vontobel-Aktie nicht verstecken. Bis zur Aufhebung des Mindestkurses verliefen die Kurse sehr ähnlich, danach verfolgte Vontobel ihren eigenen Kurs.

Analysten sind sich uneins, ob der Aufstieg der Aktie noch weiter geht, oder ob ein baldiges Ende kommt. Während zahlreiche Banken (Credit Suisse, Goldman Sachs, Citi Research usw.) die Aktie mit "Neutral" bewerten, ist die Zürcher Kantonalbank anderer Meinung: "Wir raten bei der Vontobel-Aktie weiterhin auf 'Übergewichten'."

Nach dem rasanten Anstieg ist der Titel anfällig für Korrekturen geworden. Am Donnerstag gab es bereits einen kleinen Dämpfer. Die Aktie fällt am Donnerstag 1,3 Prozent. Das ist eher untypisch für den letzten Monat.

CASH

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11.02.2015 08:20
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Gewinn-Enttäuschung bei Vontobel
 

Die Privatbank Vontobel macht 2014 mehr Gewinn als im Vorjahr, aber dennoch weniger als von Analysten erwartet. Die Dividende wird erhöht.

Unter dem Strich verdiente Vontobel im Jahr 2014 134,5 Millionen Franken, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 143 Millionen Franken gerechnet.

Vom Überschuss sollen die Anleger profitieren. Vontobel will die Dividende um knapp ein Fünftel auf 1,55 Franken je Aktie anheben.

Das für Vontobel wichtige Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft brachte der Bank 628,3 Millionen Franken ein, 5 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch im Handelsgeschäft konnte Vontobel um 4 Prozent zulegen. Dessen Ertrag betrug 206,2 Millionen Franken. Das operative Ergebnis lag bei 884,4 Millionen Franken und damit 4 Prozent über dem Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern steigerte sich um 10 Prozent auf 134,5 Millionen Franken.

Insgesamt waren der Vontobel-Gruppe per Ende Jahr Kundenvermögen von 190,7 Milliarden Franken (Vorjahr: 163,1) anvertraut. Die verwalteten Vermögen (AuM) - unter Ausschluss der Custody-Vermögen und der strukturierten Produkte - beliefen sich auf 123,8 Milliarden Franken (Vorjahr: 109,6). Der Neugeldzufluss verlangsamte sich im vergangenen Jahr und erreichte noch 6,2 Milliarden Franken nach 9,1 Milliarden im Jahr 2013.

Auf das laufende Geschäftsjahr 2015 blickt die Bankengruppe auch aufgrund eines "ansprechenden Geschäftsgangs" im Januar "zuversichtlich". Vom SNB-Entscheid, die Euro-Untergrenze aufzugeben, sei auch Vontobel betroffen. Die Bank könne aber die Wechselkursveränderungen dank des starken Wachstums der vergangenen Jahre gut auffangen. Man halte daher an der "Politik der ruhigen Hand und damit an der strategischen Ausrichtung fest". Die definierten Wachstumsziele würden konsequent weiterverfolgt und Schritt für Schritt umgesetzt.

Weiter kommt es bei der Bank Vontobel zu einer Veränderung im Verwaltungsrat. Peter Quadri, seit 2005 Verwaltungsratsmitglied und Mitglied des Risk and Audit Committee, wird wegen Erreichens der Altersgrenze anlässlich der Generalversammlung vom 28. April nicht mehr zu einer Wiederwahl antreten und soll durch Elisabeth Bourqui als nicht-exekutives unabhängiges VR-Mitglied ersetzt werden.

Bourqui ist (seit 2013) bei ABB als Head of Pension Management tätig. Davor war sie in verschiedenen Risk Management Funktionen unter anderem bei der Credit Suisse in der Schweiz, der Société Générale in New York und Montréal sowie bei Mercer ebenfalls in Montréal. Sie ist schweizerische, französische und kanadische Staatsbürgerin.

(Reuters/cash/AWP)

 

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29.10.2014 08:24
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Vontobel sammelt mehr Gelder ein
 

Bei der Bank Vontobel ist der Wachstumsmotor wieder angesprungen. Das Institut hat im dritten Quartal zwei Milliarden Franken an Land gezogen.

Vor allem im Asset Management verzeichnete das Institut deutliche Geldzuflüsse, während das Private Banking seit Mitte Jahr leicht gewachsen ist. Für das Gesamtjahr rechnet die Privatbank mit einem Jahresergebnis leicht über demjenigen des Vorjahres.

Die gruppenweiten Kundenvermögen betrugen per Ende September 2014 ingesamt 180,3 Mrd CHF, was einem Anstieg um 4 Prozent gegenüber Ende Juni entspricht, wie die Bank Vontobel am Mittwoch anlässlich ihres traditionellen Westschweizer Herbstpressegesprächs mitteilte. Die verwalteten Vermögen hätten dabei im dritten Quartal ein Wachstum um 6 Prozent verzeichnet. Zurückzuführen war dies auf einen Neugeldzufluss von "über 2 Mrd CHF" sowie auf positive Performance- und Währungseffekten.

Der Betriebsertrag stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 9 Prozent auf 221 Mio CHF (H1 2014: 437,3 Mio). Dabei habe der Anteil an Kommissions- und Dienstleistungserträgen weiter zugenommen, so die Bank. Dieser habe in den vergangenen drei Monaten bei 73 Prozent beziehungsweise bei 70 Prozent für die ersten neun Monate gelegen.

Positive Schweizer Boutique

Im Asset Management ist die Vermögensbasis laut der Mitteilung um 12 Prozent gestiegen, von denen lediglich 4 Prozent im ersten Halbjahr 2014 angefallen seien. Der Neugeldzufluss in dem Geschäft sei "breit abgestützt", zudem weise es eine stabile Bruttomarge auf. Positiv vermerkt die Bank, dass die Schweizer Boutique Fixed Income bereits 30 Prozent zum Nettoneugeld beiträgt. Zudem liege die Performance-Qualität der Vontobel Produkte assetgewichtet um 70 Prozent über Benchmark.

Im Private Banking hat Vontobel den Ausbau der Aktivitäten in der Schweiz, Deutschland und Asien durch eine Verstärkung der Beraterbasis vorangetrieben. Die Neueinstellungen dürften kurzfristig aber die Profitabilität des Geschäftsfelds beeinträchtigen. Die Vermögensbasis verzeichnete seit Mitte Jahr ein leichtes Wachstum, während die Bruttomarge "nahezu auf dem Niveau des Vorjahres" gehalten wurde.

Solides Jahresergebnis

Ein "kontinuierliches Wachstum" verzeichnete zudem das im Investment Banking angesiedelte Geschäft mit External Asset Managers (EAM). Die verwalteten Vermögen beliefen sich danach per Ende September auf CHF 7,6 Mrd CHF. "Auf Kurs" sei auch das Geschäft mit US-Privatkunden mit einer Vermögensbasis von über 1,6 Mrd CHF im Direktkundengeschäft und von 1,2 Mrd CHF im Geschäft mit dritten SEC-lizenzierten Vermögensverwaltern.

"Erwartungsgemäss" entwickle sich das zweite Halbjahr aufgrund saisonaler Effekte schwächer als das erste Halbjahr, heisst es in der Mitteilung. Zudem seien die Finanzmärkte Anfang Oktober von hoher Volatilität und Verunsicherung geprägt. Vontobel rechne aber weiterhin mit einem "soliden Jahresergebnis 2014", das aus heutiger Sicht das Vorjahresresultat leicht übertreffen werde.

(AWP)

 

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27.10.2014 10:50
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Vontobel gewinnt ZKB als Kunden für Deritrade

27.10.2014 10:02



Zürich (awp) - Die Bank Vontobel hat einen weiteren Kunden für ihre Emissionsplattform Deritrade gewonnen. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) werde als sechster Emittent strukturierte Produkte auf dieser Plattform anbieten, teilte Vontobel am Montag mit.

Die ZKB ist neben Vontobel, UBS, Deutsche Bank, Morgan Stanley und Société Générale der sechste Benutzer der Plattform. Laut Vontobel repräsentieren diese Banken zusammen über 70% des börsengehandelten Volumens von strukturierten Produkten in der Schweiz.

Deritrade ist laut Vontobel ein Marktplatz, welcher Produkte und Preise der marktbestimmenden Emittenten auf einer zentralen Technologie-Plattform transparent bündelt und vergleichbar anbietet.

uh/rw

(AWP)

 

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30.07.2014 08:38
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Vontobel erwirtschaftet im 1. Halbjahr weniger Gewinn - Netto-Neugelder bei Null

30.07.2014 07:44



Zürich (awp) - Die Bankengruppe Vontobel hat im ersten Semester des laufenden Jahres einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Reingewinn fiel mit 73,5 Mio CHF um 3% tiefer aus als in der gleichen Vorjahresperiode, wie Vontobel am Mittwoch mitteilt. Der Neugeldzufluss zu dem Institut lag unter dem Strich bei Null, nachdem im Vorjahr noch 8,2 Mrd CHF zu Vontobel geflossen waren.

Insgesamt waren der Gruppe Kundenvermögen von 172,7 Mrd CHF anvertraut nach 163,1 Mrd CHF per Ende des vergangenen Jahres, wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist. Diese Zunahme war massgeblich bedingt durch den Start der Kooperation mit der australischen Bankengruppe ANZ und einem positive Performance-Effekte auf den verwalteten Vermögen. Die verwalteten Vermögen (AuM) - unter Ausschluss der Custody-Vermögen und der strukturierten Produkte - beliefen sich auf 112,8 Mrd CHF (VJ 109,6 Mrd).

Der Betriebsertrag ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3% auf 437,3 Mio CHF zurück. Der Geschäftsaufwand verringerte sich allerdings ebenfalls und lag um 4% tiefer bei 348,5 Mio.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Bankengruppe die Markterwartungen in etwa erfüllt. Von AWP befragte Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Betriebsertrag von 432,2 Mio CHF, einem Konzernergebnis von 73,5 Mio und verwalteten Vermögen von 110,3 Mrd CHF. Im Schnitt erwarteten die Analysten einen Neugeldabfluss von 1,4 Mrd.

Für das zweite Halbjahr gibt sich Vontobel bedeckt. Unbeirrt von externen Faktoren werde das Unternehmen die Veränderungen im derzeitigen Marktumfeld als Chance wahrnehmen und "in einem sich konsolidierenden Umfeld wachsen", schreibt das Unternehmen.

Die Raiffeisen-Beteiligung von 12,5% an Vontobel wird die Bankengruppe noch "innert Monatsfrist" zurückkaufen. Dafür zahlt sie der Genossenschaft einen Preis von 33,20 CHF je Aktie oder knapp 270 Mio CHF. Nach dem Aktienrückkauf werde die Tier-1-Kapitalquote noch 21% betragen, heisst es.

Das Unternehmen hat zudem seine Mittelfristziele neu bis ins Jahr 2017 definiert. Zu den neuen Zielen gehören eine Eigenkapitalrendite von mindestens 10% sowie eine Cost-Income-Ratio von unter 75%.

AWP

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07.02.2014 08:16
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Vontobel verpasst Marktvorgaben deutlich
 

Die Bank Vontobel hat im vergangenen Jahr dank eines starken Fondsgeschäfts mehr neues Geld eingesammelt als jemals zuvor. Dennoch hatten Analysten ein besseres Ergebnis erwartet.

Der Neugeldzufluss zog im vergangenen Jahr an und erreichte 9,1 Mrd CHF nach 8,6 Mrd im Jahr 2012. Insgesamt waren der Vontobel-Gruppe per Ende Jahr Kundenvermögen von 163,1 Mrd CHF (30. Sept. 2013: 160,4 Mrd) anvertraut, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,30 CHF erhalten nach 1,20 CHF im Jahr davor.

Der Betriebsertrag erhöhte sich dank einer deutlich höheren Vermögensbasis im Jahresvergleich um 10% auf 849,3 Mio CHF. Allerdings stieg der Geschäftsaufwand im gleichen Zeitraum um 11% auf 695,9 Mio CHF an, was nicht zuletzt auf die einmaligen Kosten zurückzuführen war. Das adjustierte Verhältnis von Aufwand zu Ertrag erhöhte sich leicht auf 79% von 78%.

Weiterhin robust präsentiert sich die Eigenmittelausstattung der Privatbank mit einer Tier-1 Ratio von 25,5%.

Unter den Erwartungen

Mit den ausgewiesenen Zahlen liegt Vontobel unter den Erwartungen am Markt. Von AWP befragte Experten hatten im Vorfeld der Zahlenpublikation im Durchschnitt mit einem Betriebsertrag von 882,6 Mio CHF und einem Reingewinn von 139,6 Mio CHF gerechnet.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Bankengruppe einen "nicht nachlassenden regulatorischen Druck auf die Finanzbranche - insbesondere in der Schweiz". Das Unternehmen ist aber überzeugt "auf Kurs" zu sein; seine strategische Ausrichtung sei zielführend. Im Private Banking will Vontobel nun weiter wachsen und Kundenberater rekrutierten. Im Asset Management sollen die Produktelinien im Rahmen des Multi-Boutique-Konzeptes weiter diversifiziert werden und auch im Investment Banking will die Bank weiter ausbauen.

AWP

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