Wird SIG jetzt doch übernommen?

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08.06.2006 18:33
#1
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

In SIG kann man jetzt wieder günstig einsteigen. In der FuW von gestern ist dieser Artikel erschienen:

" SIG-Führung muss Schlagkraft beweisen

Zwei Jahre auf fokussierter Strategie – Europadominanz wird verringert – Kapazitätsveränderungen verzögert – Aktien mit Potenzial

Von Thomas Hengartner

Vor zwei Monaten war die oppositionelle Aktionärin Sterling Strategic Value an der Generalversammlung des Getränkeverpackungskonzerns SIG mit ihren Anträgen für Veränderungen im Verwaltungsrat knapp unterlegen. Weil anschliessend kurzfristig agierende Investoren und Hedge funds ihre Bestände losschlugen, gaben die SIG-Aktien rund 15% nach. Damit ist der Vorsprung auf den Gesamtmarkt, den sie ab 2004 gewonnen hatten, eingebüsst. Damals stoppten Verwaltungsratspräsident Lambert Leisewitz und Konzernleiter Rolf-Dieter Rademacher, die beide neu ins Amt gekommen waren, fehlgeschlagene Diversifikationen. Die Rückbesinnung auf das Kerngeschäft Getränkekartons fand Anklang.

Im Visier der Interessenten

Leisewitz, der vor zwei Monaten nur knapp der Abwahl aus dem Verwaltungsrat entgangen ist, steht zusammen mit den weiteren Ratsmitgliedern in der Beweispflicht für den Erfolg des eingeschlagenen Wegs. Die Verantwortlichen von SIG setzen sich ein für eine Zukunftsmeisterung in Selbständigkeit. Angebote für ein Zusammengehen mit anderen Industriellen oder eine Übernahme durch ein Private-equity-Haus hatten sie im vergangenen Jahr abgeblockt. Die Stellung von SIG als kräftige Nummer zwei im Getränkekarton (nach Tetrapak) mit einem Umsatz von gut 1,2 Mrd. € wird sie im Visier von Übernahmeinteressenten halten.

Im operativen Geschäft stehen die SIG-Chefs vor Prüfsteinen, denn der dominierende Europaabsatz droht durch Entscheide von Grossabfüllern zu Gunsten von Gebinden aus Pet destabilisiert zu werden. Im Spätherbst wurden deshalb Restrukturierungsmassnahmen ergriffen, die rund 25 Mio. € kosten. Sie haben zum Ziel, die Abhängigkeit der Getränkekartonsparte Combibloc vom Heimmarkt Deutschland möglichst rasch zu verkleinern und das ausserhalb Europas erst beschränkt genutzte Potenzial eilends zu erschliessen (vgl. Grafik zu den Absatzmärkten). Das traditionelle Kundensegment Getränkeabfüller soll zudem um die Nahrungsmittelbranche erweitert werden. Adaptierte Lösungen zeigen, dass das SIG-Systemgeschäft mit Abfüllmaschinen und Packmaterial auch für Gemüse und Fertiggerichte eingesetzt werden kann.

Die am Hauptproduktionsstandort Deutschland geplanten Kapazitätsveränderungen benötigen indes länger als erwartet. «Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat verzögerten sich wegen Neuwahlen. Wir rechnen mit einem Abschluss in den nächsten Wochen», sagt Kommunikationsleiter Thomas Werder. Andererseits hält er fest, dass SIG Combibloc in Europa erfreulich wachse – in Deutschland immerhin besser als erwartet – und dass in anderen Weltgegenden, vor allem in China, die Märkte boomten. Der für Deutschland erwartete Umsatzrückgang werde erst in der zweiten Jahreshälfte spürbar werden, ergänzt er. Durchaus möglich ist, dass einige Grossverteiler nicht im befürchteten Ausmass auf Pet-Gebinde umstellen. Umsatzwachstum und Ertragsspanne könnten heuer weniger schwinden, als die SIG-Geschäftsleitung noch an der Jahreskonferenz Anfang März vorhergesagt hatte. Nächste Referenz sind die Semesterzahlen, die am 22. August vorgelegt werden.

Die Internationalisierung des Absatzes schreitet voran. In China beliefert SIG die beiden führenden Milchverarbeiter mit Combibloc-Abfüllern und Packmaterial. Im Jahr 2005 hatten diese Kunden die Zahl verbrauchter Getränkekartons bereits verdoppelt, sodass SIG das erst ein Jahr zuvor erstellte Packstoffwerk in Suzhou mit Hochdruck erweitern muss. Nach Belieferverträgen mit zusätzlichen Referenzkunden im arabischen Raum ist auch die im November in Riad eröffnete Getränkekartonherstellung bereits gut ausgelastet.

Der nächste Schritt führt SIG nach Brasilien. Mit Batavia und Frimesa zählt SIG Combibloc zwei der bedeutendsten Nahrungsmittelkonzerne des grössten südamerikanischen Landes zu den Kunden. Das vereinbarte Liefervolumen rechtfertigt es, den Bau eines Packstoffwerks in Brasilien zu planen.

Rascher aus der Gewinndelle?

Die ermutigenden Fortschritte ausserhalb Europas nähren die Zuversicht, dass sich SIG in ihrer Kernsparte Getränke- und Nahrungsmittelkartons bereits 2007 und damit ein Jahr eher als angekündigt in die Nähe des früheren Ertragsniveaus zurückkämpfen kann. Damit würde nächstes Jahr der für 2006 in Aussicht gestellte Gewinn von lediglich rund 45 Mio. € oder umgerechnet 11 Fr. je Aktie deutlich überboten. Für langfristig disponierende Anleger kann das ein Argument sein, an den Papieren festzuhalten, obschon sie gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis 2006 von 23 hoch bewertet erscheinen.

SIG und die anderen Grossen der Branche – die privat gehaltene Tetrapak und die norwegische Elopak – werden mitbetroffen sein von der vorgesehenen Abspaltung des Getränkeverpackungsbereichs von International Paper. Der US-Konzern trennt sich davon, um Schulden zurückzahlen zu können. SIG überlegt sich, für die zu ihr passenden Teile zu bieten. «Wir sind im Evaluationsprozess und werden nächstens entscheiden», bestätigt Werder. Organisches Wachstum hat Vorrang, doch ergänzende Akquisitionen will sich der Verwaltungsrat nicht entgehen lassen. SIG stehen zur Finanzierung eine schuldenarme Bilanz und einige vorrätige Aktiven in Form von vermieteten Immobilien am Sitz in Neuhausen zur Verfügung. Auf die weiteren Taten der SIG-Führung darf die Anlegergemeinde gespannt sein.

Finanz und Wirtschaft vom 7. Juni 2006"

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Besser reich und gesund als arm und krank!

30.03.2007 14:48
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Danke Dir Kapitalist, Du warst der einzige, der mir dazu Tipps geben konnte.

Gruss

fritz

29.03.2007 13:03
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Das wird vermutlich zur Folge haben, dass die Aktie fast nicht mehr gehandelt wird und man sie fast nicht mehr verkaufen kann. Der Kurs wird vermutlich dadurch eher fallen.

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29.03.2007 12:02
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Nachdem meine Aktien verkauft sind, und nachdem das Angebot von Rank abgelaufen ist, bekomme ich doch noch eine Antwort von der Bank:

Wenn der Kunde das Angebot nicht annimmt, bleiben die Aktien im Depot. Der Titel ist am London Market handelbar und nicht mehr an der Virt-X.

Nützt mir jetzt nichts mehr, aber vielleicht jemand anderem, ansonsten nichts neues, der Titel wird immer noch in der gleich engen Handelsspanne gehandelt wie in den letzten Tagen, knapp unter dem Angebot von Rank.

Gruss

fritz

28.03.2007 12:38
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Jetzt habe ich diesen Zeitplan auf der SIG-Webseite gefunden:

New Timetable:

02. February 2007* Start of the offer period

29. March 2007; 16:00 (MEZ)* End of offer period

30. March 2007* Publication of provisional interim results

04. April 2007* Publication of final interim results

04. April 2007* Start of additional acceptance period

19. April 2007; 16:00 (MEZ)* End of additional acceptance period

20. April 2007* Publication of provisional final result

25. April 2007* Publication of final result

30. April 2007* Closing the offer / Settlement date

Bis heute abend läuft das Angebot von Rank, das heisst, ich muss mich heute entscheiden.

Wenn ich das Angebot annehme, bekomme ich pro Aktie CHF 435.-, aber erst am 30. April, und zu Bedingungen, die ich immer noch nicht kenne.

Also folge ich dem Rat von Kapitalist und werde die Dinger gleich an der Börse verkaufen, das sagt mir auch die Logik.

Das Gefühl hingegen sagt mir, dass hier irgendwelche komische Sachen gespielt werden...

Gruss

fritz

27.03.2007 13:11
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Ich hab dir ja den Präzedenzfall genannt (Hilti), damals musste man das alles als Einkommen versteuern. Solche Fälle kommen eben nicht sehr häufig vor. Am sichersten bist du wenn du über die Börse verkaufst, du erhälst halt dort ein paar Franken weniger, aber du bist auf der sicheren Seite.

Besser reich und gesund als arm und krank!

27.03.2007 12:41
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Kapitalist wrote:

Du siehst es relativ leicht, wenn du Einkommensteuern auf der Differenz vom Nominalwert/Verkaufspreis zahlen musst, dann wird dir die Verrechnungssteuer abgezogen. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist das Geschäft steuerfrei.

Das sehe ich dann aber erst NACH dem Verkauf, es wäre schön, das schon VORHER zu wissen. Seltsam, dass mir das auch meine Bank nicht beantworten kann, ist das solch ein seltener Fall???

Auch heute wird noch weiterhin gehandelt, immer auf dem gleichen Niveau, wie schon seit Tagen... :?

Gruss

fritz

26.03.2007 13:43
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fritz wrote:

Leider habe ich immer noch keine News zu diesem Thema gefunden. Was machen denn die anderen? Bin ich hier der einzige, der SIG hält?

Meine Bank kann mir nichts dazu sagen, auch nicht dazu, wie das mit den Steuern aussieht.

Mal sehen, ob nicht doch noch einer der Bänkler weiterhelfen kann, natürlich auch andere...

Ansonsten werde ich wohl morgen das Angebot annehmen.

Gruss

fritz

Du siehst es relativ leicht, wenn du Einkommensteuern auf der Differenz vom Nominalwert/Verkaufspreis zahlen musst, dann wird dir die Verrechnungssteuer abgezogen. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist das Geschäft steuerfrei. Viel Glück.

Besser reich und gesund als arm und krank!

26.03.2007 12:26
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Leider habe ich immer noch keine News zu diesem Thema gefunden. Was machen denn die anderen? Bin ich hier der einzige, der SIG hält?

Meine Bank kann mir nichts dazu sagen, auch nicht dazu, wie das mit den Steuern aussieht.

Das Angebot von Rank, mir pro Aktie CHF 435.- zu bezahlen, gilt noch 2 Tage, der Kurs schwankt schon seit 10 Tagen zwischen 430 und 433.-, steht also fast still, das Volumen ist durchschnittlich, es gibt also immer noch jede Menge Leute, die auch jetzt noch kaufen (ist das Rank?), somit gibt es also auch viele, die unter dem gebotenen Preis verkaufen, warum das?

Es sieht fast danach aus, dass sich einige Leute gegen die Übernahme wehren. Wieviele Anteile braucht denn Rank, damit SIG dekotiert wird?

Mal sehen, ob nicht doch noch einer der Bänkler weiterhelfen kann, natürlich auch andere...

Ansonsten werde ich wohl morgen das Angebot annehmen.

Gruss

fritz

16.03.2007 10:12
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fritz wrote:

Danke, das hilft mir schon mal weiter. Wenn die Aktie dekotiert wird, heisst das, dass sie gar nicht mehr an der Börse gehandelt wird?

Gruss

fritz

Genau so ist es, man kann sie zwar trotzdem noch über eine spezialisierte Bank verkaufen, aber der Kurs wird sicher wesentlich tiefer sein da der Handel nur noch sehr beschränkt läuft.

Wegen der Steuerfolgen würde ich einmal die Bank anfragen, die wissen ev. mehr oder können das mindestens abklären.

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16.03.2007 09:29
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Danke, das hilft mir schon mal weiter. Wenn die Aktie dekotiert wird, heisst das, dass sie gar nicht mehr an der Börse gehandelt wird?

Mal sehen, ob ich auf der SIG-Webseite News dazu finde.

Gruss

fritz

15.03.2007 13:18
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Du wirst verkaufen müssen, da die Aktie nachher vermutlich dekotiert wird, dann kannst du sie fast nicht mehr verkaufen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte sein dass die ganze Sache noch steuerliche Probleme zur Folge hat, wenn du das Angebot annimmst. Wenn du Pech hast musst du die Differenz vom Nennwert (Fr. 6.-) zum Börsenkurs (Fr. 431.-) als Einkommen versteuern. Hilti hat einmal ihre PS zurückgekauft und die Aktie dekotiert und dort wurde das steuerlich so behandelt für welche die ihre Aktien angedient haben. Unter diesem Gesichtspunkt verkaufst du besser über die Börse. Für institutionelle Anleger wird das anders gehandhabt, dort fallen keine Einkommensteuern an.

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15.03.2007 12:46
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Kapitalist wrote:

Da fällt mir leider nur der Spruch ein:"Wer zu spät kommt den bestraft das Leben", sorry. Bei SIG ist das Geschäft jetzt gelaufen, ich würde über die Börse verkaufen.

Ja, im Nachhinein weiss man das immer besser, aber laut dem Auftragsbuch war ich ja bei weitem nicht der Einzige, der zu spät war.

Jetzt an der Börse verkaufen, würde heissen, tiefer zu verkaufen als das Angebot von Rank - das macht für mich wenig Sinn.

Es ist ja auch nicht so, dass ich deswegen jetzt verzweifle, der Verlust hält sich ja im Rahmen.

Es geht mir mehr um börsentechnische Fragen, ich habe das eben noch nie erlebt, das mir jemand einen bestimmten Preis anbietet, ich weiss nicht welche Auswirkungen das hat, wenn ich das ablehne und wie der Markt allgemein drauf reagiert.

Tatsache ist, dass die Rank-Gruppe jetzt schon grosse Aktienpakete besitzt, und zum Beispiel heute zu einem tieferen Preis als den mir gebotenen noch dazukaufen könnten, warum machen sie das nicht? Dürfen sie nicht?

Wieviele Aktien wollen die denn überhaupt haben? Wird es nachher nur noch ganz wenige Aktien im freien Umlauf haben und somit die täglich gehandelten Volumen noch kleiner werden?

Wie wirkt sich das auf den Kurs aus? Ich habe festgestellt, dass der Kurssturz in den letzten Tagen relativ glimpflich ausgefallen ist, gestern war SIG sogar eine der wenigen Aktien, die gestiegen sind.

Ich gehe auch davon aus, dass wenn Rank 435.- bietet, der "faire" Wert sicher nicht drunter ist, also ist mein Einstiegspreis von 445.25 gar nicht so schlimm.

Ich bin also näher dran diese Teile zu behalten, aber wenn mir jemand bei einem anderen Titel ähnliche Erfahrungen gemacht hat, bin ich froh um jeden Tipp.

Gruss

fritz

15.03.2007 12:23
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Kapitalist wrote:

Da fällt mir leider nur der Spruch ein:"Wer zu spät kommt den bestraft das Leben", sorry. Bei SIG ist das Geschäft jetzt gelaufen, ich würde über die Börse verkaufen.

Im Juni 06 und davor bereits im Herbst 05 wurde auf eine vermutete Übernahme hier im Forum hingewiesen, der Kurs lag damals knapp unter Fr. 300.- und sank teilweise sogar auf Fr. 250.-. Damals hättest du einsteigen sollen. So Übernahmegerüchte entstefhen selten aus dem Nichts, das hat meistens einen realen Hintergrund. Da muss man jeweils einsteigen wenn der Titel noch billig zu haben ist und abwarten. Aktuell könnte es bei DAY Software gelegentlich zu einer Übernahme kommen, man könnte dort aktuell noch günstig einsteigen.

Ja so im Nachhinein lässt sich alles so lässig sagen...aber Kapitalist...nenne mir doch einen Grund, mal abgesehen davon, dass du selber Aktien hast von Dayn....warum diese denn übernommen werden sollten?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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15.03.2007 12:03
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Da fällt mir leider nur der Spruch ein:"Wer zu spät kommt den bestraft das Leben", sorry. Bei SIG ist das Geschäft jetzt gelaufen, ich würde über die Börse verkaufen.

Im Juni 06 und davor bereits im Herbst 05 wurde auf eine vermutete Übernahme hier im Forum hingewiesen, der Kurs lag damals knapp unter Fr. 300.- und sank teilweise sogar auf Fr. 250.-. Damals hättest du einsteigen sollen. So Übernahmegerüchte entstefhen selten aus dem Nichts, das hat meistens einen realen Hintergrund. Da muss man jeweils einsteigen wenn der Titel noch billig zu haben ist und abwarten. Aktuell könnte es bei DAY Software gelegentlich zu einer Übernahme kommen, man könnte dort aktuell noch günstig einsteigen.

Besser reich und gesund als arm und krank!

15.03.2007 11:35
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Heute habe ich tatsächlich Post bekommen, die Rank-Gruppe bietet mir jetzt an, meine Aktien für 435.- zu kaufen, ich habe bis am 28. März Zeit, um dieses Angebot anzunehmen oder abzulehnen.

Die Frage ist, was wird passieren, wenn ich das nicht annehme, hat jemand damit Erfahrung? Wie könnte sich das auf den Kursverlauf auswirken? Werden die meisten dieses Angebot annehmen oder ablehnen?

Bei mir war dieser Kauf wohl eine Fehlüberlegung. Ich habe genau zu dem Zeitpunkt als die Meldung des Gebotes der Rank-Gruppe (435.-) reinkam, ins Auftragsbuch geschaut, und gesehen, dass die Käufer zahlenmässig 4 mal mehr waren als die Verkäufer und die Volumen ähnlich, der Kurs ist innert weniger Minuten bis auf 446.- gestiegen, was ich interpretiert habe, dass der Markt, ein noch höheres Angebot erwartet. Ich habe dann bei 445.25 gekauft, kurzfristig ging es noch bis 464, das war's dann schon.

Eigentlich war es logisch, dass sich der Kurs irgendwo in der Nähe von 435.- einpendeln würde, aber in dem Moment kam eben mal wieder Gier vor Logik.

Was würden die erfahren Börsianer in dieser Situation machen, zu 435.- verkaufen oder abwarten (aktueller Kurs 432.-)?

Gruss

fritz

12.03.2007 11:37
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Re: Offensive aus Neuseeland

Elias wrote:

Das tönt eher nach fernem Osten, als nach mittlerem (Insiderwitz).

In Geographie ist deine Trefferquote einigermassen gut, hoffentlich auch bei den Aktien.

Obwohl.... Neuseeland ist ausser Schwimmdistanz...

Gruss

fritz

12.03.2007 10:01
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Re: Offensive aus Neuseeland

fritz wrote:

Elias wrote:
Guten Morgen fritz

naaaaa leiden wir auch an seniler Bettflucht oder was treibt dich so früh an den PC? Smile

*kleiner Scherz*

Nö, bei deinem Problem mit seniler Bettflucht kann ich Dir leider nicht beistehen, ich habe das am späten Nachmittag gepostet.

Trotzdem danke für die Antwort.

Gruss

fritz

Das tönt eher nach fernem Osten, als nach mittlerem (Insiderwitz).

Oder gar Down Under?

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

12.03.2007 09:25
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Re: Offensive aus Neuseeland

Elias wrote:

Guten Morgen fritz

naaaaa leiden wir auch an seniler Bettflucht oder was treibt dich so früh an den PC? Smile

*kleiner Scherz*

Nö, bei deinem Problem mit seniler Bettflucht kann ich Dir leider nicht beistehen, ich habe das am späten Nachmittag gepostet.

Trotzdem danke für die Antwort.

Gruss

fritz

11.03.2007 08:48
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Re: Offensive aus Neuseeland

fritz wrote:

Elias wrote:
Die Aktionäre müssen sich bis zum 29. März entscheiden, wem der beiden Bieter sie ihre Aktien anbieten wollen. Bis fünf Tage vor Ablauf der Angebotsfrist können die Bieter ihr Angebot noch erhöhen.

Was bedeutet das jetzt für mich als Kleinaktionär???

Muss ich meine Aktien verkaufen?

Zu welchem Preis?

Besten Dank, wenn sich jemand damit auskennt.

Gruss

fritz

Guten Morgen fritz

naaaaa leiden wir auch an seniler Bettflucht oder was treibt dich so früh an den PC? Smile

*kleiner Scherz*

"Müssen" setzt Zwang voraus.

Es kann dich niemand zwingen.

Der Text ist unglücklich formuliert. Zumal ja noch Angebotserhöhungen im Raum stehen.

Man kann sich für etwas entscheiden, muss aber nicht.

SIG: VR-Bericht zu Übernahme - Angeboten - provisorische 2006-Zahlen

Ferner gilt es darauf hinzuweisen, dass Rank bis fünf Tage vor Ablauf der Angebotsfrist den SIG-Aktionären ein höheres Angebot unterbreiten kann. Der Verwaltungsrat kann daher zuhanden seiner Aktionäre keine Aussage darüber treffen, ob das CVC/FERD-Angebot von CHF 400.— pro Aktie den höchsten erreichbaren Preis darstellt.

Basierend auf diesen Überlegungen sieht der SIG-Verwaltungsrat davon ab, eine Empfehlung zu Gunsten oder gegen das CVC/FERD-Angebot abzugeben.

Quelle:

http://new.stocknews.ch/pressemitteilungen-ch-firmen/pressemitteilungen-...

----

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Benjamin Franklin

11.03.2007 08:10
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Re: Offensive aus Neuseeland

Elias wrote:

Die Aktionäre müssen sich bis zum 29. März entscheiden, wem der beiden Bieter sie ihre Aktien anbieten wollen. Bis fünf Tage vor Ablauf der Angebotsfrist können die Bieter ihr Angebot noch erhöhen.

Was bedeutet das jetzt für mich als Kleinaktionär???

Muss ich meine Aktien verkaufen?

Zu welchem Preis?

Besten Dank, wenn sich jemand damit auskennt.

Gruss

fritz

10.03.2007 18:17
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Offensive aus Neuseeland

Quelle: http://www.nzz.ch/2007/03/10/wi/newzzEZ3WL79W-12.html

Rank Group hält über 20 Prozent an Schaffhauser Verpackungskonzern SIG

Im Übernahmekampf um den Schaffhauser Verpackungskonzern SIG geht die neuseeländische Rank Group in die Offensive. Sie hält bereits 22 Prozent an SIG und erhöht nun ihr Angebot deutlich.

Der Übernahmekampf um die Schaffhauser SIG-Gruppe geht weiter.

(sda) Vergangenen Donnerstag hatte eine ausserbörsliche Transaktion von fast 17% der ausstehenden SIG-Aktien für Aufsehen gesorgt. Am Markt war spekuliert worden, Rank habe die Titel gekauft. Dies bestätigte sich am Samstag: Rank habe 1,431 Mio. SIG-Aktien erworben, teilte die Beteiligungsgesellschaft mit.

Sie hält nun 22,01% des Kapitals und der Stimmen und ist so zum grössten Aktionär von SIG aufgestiegen. Rank bekenne sich zu dieser «strategischen Stellung» und beabsichtige, «zu gegebener Zeit» eine «geeignete Vertretung» im SIG-Verwaltungsrat zu diskutieren. Angebot erhöht Am Donnerstag hatten über 1 Mio. Titel zum Preis von 435 Fr. den Besitzer gewechselt. Auf diesen Betrag erhöht Rank nun auch ihr Angebot. Die Gruppe um den neuseeländischen Milliardär Graeme Hart bot bislang 370 Franken.

Mit den neu gebotenen 435 Fr. liegt Rank deutlich über dem Gebot des norwegischen FERD-Konzern. Dieser hatte zusammen mit der britischen Investementgesellschaft CVC den Übernahmekampf um SIG im September lanciert und bietet zurzeit 400 Fr. pro Aktie.

FERD/CVC war bislang mit 10,6% grösster Aktionär am SIG. FERD will SIG mit ihrer Tochtergesellschaft Elopak zusammenlegen. Elopak und SIG bilden auf dem weltweiten Verpackungsmarkt die Nummern 2 und 3.

Aktie auf Höhenflug

FERD ist nach der Angebotserhöhung von Rank unter Druck. Der Übernahmekampf hatte der SIG-Aktie in den vergangenen Monaten zu einem Höhenflug verholfen. Der Titel legte seit Anfang September um über 55% zu und schloss am Freitag bei 444.50 Franken - und damit auch über dem neuen Angebot von Rank.

SIG hatte bislang das Rank-Angebot als zu tief abgelehnt. Das Angebot der norwegischen Konkurrentin FERD bezeichnete der SIG- Vewaltungsrat Anfang Februar als angemessen, wollte aber keine Empfehlung abgeben.

EU-Verfahren

Den Verzicht auf eine Stellungnahme zum FERD/CVC-Angebot begründet der SIG-Verwaltungsrat vor allem mit möglichen Einwänden der EU-Wettbewerbskommission gegen den Zusammenschluss der beiden Verpackungsfirmen. Das Verfahren sei noch hängig, was das Risiko berge, dass FERD/CVC ihr Angebot nicht vollziehen könnten.

Die Aktionäre müssen sich bis zum 29. März entscheiden, wem der beiden Bieter sie ihre Aktien anbieten wollen. Bis fünf Tage vor Ablauf der Angebotsfrist können die Bieter ihr Angebot noch erhöhen.

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Benjamin Franklin

08.03.2007 10:35
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Vielleicht weil sich dies abgezeichnet hat:

Zürich (AWP) - Die Aktien der SIG Holding AG haben am Donnerstag deutlich höher eröffnet. Vorbörslich wurden in mehreren Transaktion über 1 Mio Aktien zu einem Preis klar über dem gestrigen Schlusskurs gehandelt.

Die SIG-Aktie notiert um 09.20 Uhr - nach einem Stopp Trading zu Beginn der Sitzung - 8,1% höher auf dem Stand von 443 CHF (SPI +0,57%). Gestern noch schloss die Aktie auf 410 CHF.

An der SWX wurden am (heutigen) Donnerstag vor Börseneröffnung ausserbörslich knapp 1,1 Mio Aktien in mehreren Transaktionen zu einem Preis von 435 CHF gehandelt. Bei rund 6,5 Mio ausstehenden Aktien entspricht dies einem Anteil von knapp 17%.

Für SIG gibt es derzeit zwei konkurrierende Übernahmeangebote durch ein Konsortium aus Ferd/CVC zu 400 CHF und durch die neuseeländische Rank-Gruppe zu 370 CHF. Beide laufen noch bis am 29. März.

An den Börsen wird spekuliert, die Credit Suisse habe die Aktien im Auftrag von Rank erstanden.

uh/mk

Quelle:Swissquote

Da habe ich mir doch gleich ein Paket gekauft, muss doch auch mal die Firma unterstützen, die mich früher über vier Jahre ertragen hat.

Bei solchen Sprüngen natürlich eine riskante Sache, aber im Moment sind immer noch viele am einkaufen, da bin ich in guter Gesellschaft.

Gruss

fritz

05.03.2007 10:28
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Kann mir jemand erklären, warum sich SIG überhaupt nicht um die jetzige Korrektur kümmert?

Soviel ich weiss, gab es doch in den letzten Tagen keine News betreffend der möglichen Übernahme.

Im Moment bei 410.25, also nur knapp unter dem Allzeithoch von 415.

Gruss

fritz

10.02.2007 14:00
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Wieder einmal ein paar neue Informationen zur Übernahme von SIG, das Angebot wurde jetzt doch massiv erhöht, das könnte bei anderen Firmen ähnlich laufen:

"SIG-VR ist beiden Bietern nicht abgeneigt

CVC/Ferd bangen um Fusionsbewilligung – Offertphase dauert bis Ende März – Spekulation auf Nachbesserung des Rank-Angebots

Von Thomas Hengartner

Das im September begonnene Bieterverfahren für die Aktien der Verpackungsgruppe SIG dauert noch bis mindestens Ende März. Am Freitag endete der Termin für die Veröffentlichung der Stellungnahme des SIG-Verwaltungsrats. Das Aufsichtsgremium ist beiden Bietern nicht abgeneigt, denn deren Absichten und Fusionspläne werden in keiner Weise kritisiert.

Das Angebot von CVC/Ferd zu 400 Fr. je SIG-Aktie wird als preislich realistisch eingestuft. Es übertrifft die von Finanzanalysten für die Valoren errechneten Preisziele (Durchschnittswert von 383 Fr.) und bietet eine rund 40%ige Prämie gemessen am gemittelten Aktienkurs während des Monats vor Ankündigung der Kaufofferte. Das Gebot der neuseeländischen Rank Group zu 370 Fr. wird hingegen abgelehnt, weil es den inneren Wert von SIG nicht genügend abgelte.

Die Offerte von CVC und Ferd könnte allerdings an Auflagen der EU-Wettbewerbshüter scheitern, warnt der SIG-Verwaltungsrat. Die Brüsseler Behörden prüfen in einem bis längstens Mitte Mai dauernden Verfahren die Marktauswirkungen der von Ferd vorgesehenen Fusion ihrer Einheit Elopak mit SIG. Ferd-Besitzer Johan Andresen sagte am 31. Januar, er erwarte aus Brüssel lange vor dem offiziellen Entscheid günstige Signale (Interview in Ausgabe Nr. 8).

Inzwischen wollen die SIG-Verantwortlichen mit der vorgezogenen Veröffentlichung der noch ungeprüften Leistungsdaten 2006 aufzeigen, dass sie das Unternehmen auch eigenständig auf vielversprechender Strategie halten können (vgl. schriftlich geführtes Interview mit VR-Präsident Lambert Leisewitz). Der Umsatz nahm 12% auf 1,3 Mrd. € zu und der operative Gewinn stieg 34% auf 90 Mio. € (Marge 6,7%). Das Stammgeschäft Combibloc mit Abfüllmaschinen und Getränkekartons verpasste die 10%-Zielmarge nur knapp. 2007 ist wegen der in Deutschland einsetzenden Teilsubstitution von Kartonverpackungen durch Pet-Flaschen ein nur moderates Wachstum möglich, doch in den Folgejahren sollen die Einnahmen jährlich 8 bis 10% steigen.

Die Aktien werden in einem oft nur noch dünnen Handel auf Preisen zwischen 405 und 415 Fr. gehalten. Die verbliebenen Akteure rechnen offenbar mit einem Hochschaukeln der zwei Bieterparteien, denn im Auktionsprozess sind gemäss SIG keine weiteren Interessenten verblieben. Investoren, die sich auf die sichere Seite stellen wollen, können ihre SIG-Papiere über die Börse abstossen.

Rank macht keinerlei Hinweise, ob sie ihre Offerte aufzubessern bereit ist. Ihr Besitzer Graeme Hart kaufte im Dezember von International Paper die Getränkeverpackungseinheit Bevpack. Sie ist in Umsatz und Ausrichtung auf den Fresh Market (rasch konsumierbare Getränke) mit Elopak vergleichbar, hat indes den Schwerpunkt in Nord- und Südamerika. Deshalb erwartet der SIG-Verwaltungsrat – der den Kauf von Bevpack selbst geprüft hatte – aus einer Kombination dieser beiden Unternehmen keine wettbewerbsrechtlichen Probleme. Rank wird versuchen, erste Signale der EU-Wettbewerbsbehörde zu Elopak/SIG abzuwarten. Für die Anhebung des Offertpreises bleibt ihr Zeit bis Mitte März.

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Ferd hat mit Elopak einige Mühe

Die von der norwegischen Industriellenfamilie Andresen gehaltene Ferd will zusammen mit dem britischen Finanzhaus CVC Capital Partners das tun, was auch die SIG-Verantwortlichen während langer Jahre selbst versuchten: die Fusion von SIG mit der Ferd-Einheit Elopak. Die Andresens ergänzten ihr traditionelles Tabakgeschäft ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit Engagements im Verpackungsbereich und in der Sportausrüstung (Swix). Seit dem Verkauf des Tabakgeschäfts setzt Ferd die Geldmittel an den Finanzmärkten ein. Die Bereiche Invest (Beteiligungen an kotierten norwegischen Unternehmen), Private Equity und Venture erbringen den überwiegenden Teil des Betriebsgewinns (umgerechnet 80 Mio. Fr. im ersten Semester 2006, vgl. Grafik). Elopak ist schwergewichtig in der Abfüllung rasch konsumierbarer Getränke in Kartonbehälter tätig. Sie musste den unprofitablen Diversifikationsbereich Kunststoffverpackungen im Jahr 2004 mit grossen Kostenfolgen bereinigen – ähnlich wie SIG, die zur selben Zeit fehlgeschlagene Akquisitionen abschreiben musste. Im ersten Semester 2006 steigerte Elopak den Umsatz 5,5% auf knapp 500 Mio. Fr. Der operative Überschuss glitt wegen Sondereffekten von 28 Mio. auf 22 Mio. Fr. zurück (Marge 4,5%). Im zweiten Jahresteil habe Elopak mit besserem Erfolg gearbeitet, sagt Ferd-Besitzer Johan Andresen. TH

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Wo liegen Interessen von Rank?

Die Rank Group des Neuseeländers Graeme Hart fiel im vergangenen Jahr durch eine Reihe von Kapitalmarkttransaktionen auf (vgl. Tab.). Der 52-Jährige gewann die Kontrolle über Unternehmen, veräusserte einzelne Aktivitäten, nutzt geschickt die derzeit günstigen Kreditbedingungen und lässt eine Sonderdividende an die Rank Holding auszahlen. Ein eigentliches industrielles Konzept ist allerdings nur schwer auszumachen. Erkennbar ist, dass die Rank Group mit der Nahrungsmittelgruppe Burns Philp und dem Forstwirtschaftskonzern Carter Holt Harvey in eher defensiven, ertragsstabilen Sektoren investiert ist. Welchen strategischen Nutzen der Kauf von Bevpack ohne Zusammenlegung mit SIG hat, lässt sich nicht eruieren. Hart beantwortet Fragen nicht und meidet die Öffentlichkeit wo immer möglich. Vor zwei Wochen stand er in anderer Sache trotzdem in der Presse: Hart rettete in der Bucht vor seinem Haus in Auckland drei Personen von einem in Brand geratenen Boot. Sein «Macher-Image» festigt sich weiter. TH

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SIG-Präsident L. Leisewitz

«Gleichwertig»

——Herr Leisewitz, der SIG-Verwaltungsrat hat weder gegen CVC/Ferd noch Rank Group grundsätzliche Vorbehalte. Welche Überlegungen machten Sie sich zur Positionierung der SIG-Betriebe und von Personal und Management in der von den Bietern angestrebten Fusion mit deren Verpackungsunternehmen Elopak beziehungsweise Bevpack?

Ausser Preis und Vollzugsmöglichkeit, die für die Beurteilung der vorliegenden Offerten eine zentrale Rolle spielen, zog der Verwaltungsrat auch weitere Aspekte in Betracht. Dazu gehören die von Ihnen genannten Themen.

—— Sie machten öffentlich, dass keine weiteren Kaufinteressenten im Bietprozess verblieben sind. Wie vielen Interessenten hatten Sie im Rahmen der Due Diligence Zugang zu den Geschäftsbüchern und -plänen von SIG gewährt?

Es gab zahlreiche Interessenten, denen wir Zugang zu den Geschäftsplänen ermöglichten. Die Gründe, weshalb sie schliesslich von einem Angebot absahen, sind unterschiedlicher Natur. Für den Aktionär ist aber entscheidend, dass wir nicht nur erfolgreich einen Bieterwettbewerb eingeleitet haben, sondern mit CVC/Ferd und Rank zwei gleichwertige Interessenten mit industriellem Hintergrund im Rennen verblieben sind.

—— Die Generalversammlung wird vom bisher geplanten Datum 29. März in die zweite Aprilhälfte verschoben. Wie stellen Sie sich zu der von beiden Bietern verlangten Aufhebung der 5%-Eintragungsbeschränkung im Aktienregister?

Der Verwaltungsrat will die nächste ordentliche Generalversammlung so ansetzen, dass neben den üblichen Traktanden auch sämtliche aus den laufenden Übernahmeverfahren resultierenden Themen – unter anderem die von Ihnen genannte Aufhebung der 5%-Klausel – behandelt werden können.

—— Der Geschäftsgang 2006 zeigt ein erfreuliches Bild. Wie könnte sich SIG in den nächsten Jahren entwickeln, falls beide Kaufofferten – etwa mangels Andienung der gemäss Offertbedingungen nötigen Aktienmenge – durchfallen?

Wir informierten im Oktober sehr detailliert über die Strategie und die vielversprechenden Geschäftspläne von SIG als unabhängiges Unternehmen. Die Aussagen und Prognosen von damals gelten nach wie vor. Die erfreulichen 2006-Zahlen sind im Übrigen ein weiterer Beleg, dass SIG die Wachstumsstrategie erfolgreich umsetzt. Am 6. März werden wir im Rahmen der Veröffentlichung des gesamten Zahlensets zum vergangenen Jahr noch ausgiebiger auf das operative Geschäft eingehen können. Interview: TH

Finanz und Wirtschaft vom 10. Februar 2007"

Besser reich und gesund als arm und krank!

06.07.2006 11:02
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SIG

SIGKT und SIGZO

sind beide im plus Wink

Mit mir wirst du nie hungrig sein.

05.07.2006 10:36
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Wird SIG jetzt doch übernommen?

Das Problem wird nur sein dass das Angebot bei 300.- liegt. Der Titel steigt übrigens heute ziemlich. Biggrin

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05.07.2006 10:24
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SIG

Man das timing ist das wichtigste.. ich rieche den Braten weiss aber nie genau wann er fertig ist Wink ist halt ne Kunst...habe noch 2 SIG Calls im Depot

Mit mir wirst du nie hungrig sein.

05.07.2006 09:10
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Gibt neues Gerücht dem Kurs neue Nahrung?

SIG: Es brodelt in der Gerüchteküche

05.07.2006 08:56

Die Industriegruppe SIG soll ein Angebot über 300 Franken je Aktie von der norwegischen Elopak erhalten haben.

Johan Andresen, Inhaber und CEO des Industrie- und Finanzunternehmens Fern, der Muttergesellschaft von Elopak, habe sich persönlich mit dem SIG-Verwaltungsrat in Verbindung gesetzt, wie die «HandelsZeitung» schreibt.

Angebot stosst auf Widerstand

Andresen biete zusammen mit der Private-Equity-Gesellschaft CVC Europe, stosse bei SIG aber auf Widerstand, da sich die SIG ihrerseits um eine Übernahme der Getränkesparte der amerikanischen International Paper bemühe. Bereits im vergangenen Jahr war Elopak als Interessentin für SIG im Gespräch. SIG wollte laut er «HandelsZeitung» die Geschichte nicht kommentieren. -- awp/scc

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24.06.2006 14:19
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SIG scheinen wieder interessant zu werden

Man spricht von SIG, ein Artikel aus der heutigen FuW:

Ein weiterer ausländischer Finanzinvestor ist meldepflichtiger Aktionär der Verpackungsgesellschaft SIG geworden

Was reizt Investor SIG

am Unternehmen SIG?

Von Peter Schuppli und Thomas Hengartner

Wochenlang jagten sich die Spekulationen und Gerüchte um die Neuhausener SIG, die mit Getränkeabfüllmaschinen und Verpackungsmaterial rund 1,2 Mrd. € (1,9 Mrd. Fr.) umsetzt. Es kursierten diverse Namen angeblicher Kaufinteressenten wie auch Preise, die diese für das Schweizer Unternehmen zu zahlen bereit sein sollen. Doch nichts Konkretes geschah. Wie die Gerüchte sich verflüchtigten, bröckelte der Aktienkurs ab. Doch wer glaubt, SIG sei vom Radar der Investoren verschwunden, irrt. Soeben meldete die in Dublin (Irland) domizilierte Tochter der US-Finanzgruppe Susquehanna, 5,64% der SIG-Aktien zu besitzen. Pikantes Detail: Die Kurzform der in Pennsylvanien domizilierten Susquehanna International Group mit weltweit 1400 Beschäftigten in den Bereichen Research, Wertpapierhandel und -verkauf ist – SIG!

Absichten nicht offen gelegt

Über die Absichten schweigt sich Susquehanna – die sich besonders in Optionen und weiteren Derivaten betätigt – aus. Deshalb ist auch nicht bekannt, ob sie im Auftrag von Dritten eine Position in SIG aufbaute, ob die Aktien in einem (eigenen) Fonds gelandet sind, und ob das Überschreiten des meldepflichtigen Grenzwertes von 5% absichtlich erfolgte, um nach aussen ein Zeichen zu setzen. Das Investment von Susquehanna in die SIG beträgt immerhin rund 90 Mio. Fr.

Der Öffentlichkeit als Grossaktionäre bereits bekannt sind die von Tito Tettamanti kontrollierte Investmentgesellschaft Sterling Strategic Value, die zusammen mit dem britischen Cheyne Special Situations Fund zwischen 5 und 10% der SIG-Aktien hält, die US-Fondsgesellschaft Tweedy, Browne mit 5,8% und die Zürcher Kantonalbank – wohl zur Deckung ausstehender Optionsprogramme – mit 5%. Somit sind mindestens 23% der SIG-Aktien im Besitz von Finanzinvestoren und einer Bank. Sie dürften das gleiche Ziel verfolgen: Mit ihrem Investment eine hohe Rendite erwirtschaften. Einer der Wege dahin ist das langfristige Engagement im Erwarten, dass die Gruppe gedeiht. Der andere ist die Suche nach einem industriell motivierten Besitzerwechsel, etwa durch den Verkauf an einen Private equity fund, der SIG in einen grösseren Verbund von Verpackungsspezialisten einbringen könnte.

Begründbare Fusionsszenarien

Einen Anlass für solche Zusammenfügungsüberlegungen bietet die Absicht des US-Konzerns International Paper (IP), die Getränkeverpackungssparte zu veräussern. IP will sich fokussieren und trennt sich von acht Aktivitäten. Die ersten drei auf der Verkaufsliste aufgeführten Unternehmensbereiche konnten für zusammen 9 Mrd. $ losgeschlagen werden. Das Segment Beverage packaging ist die Nummer fünf auf der Liste und gemäss Angaben von IP bereits in der Schlussphase der Verhandlungen.

SIG ist selbst am Kauf des Geschäftsbereichs von IP interessiert, will aber nur die ihr passenden Teile erwerben. Im feilgebotenen Paket findet sich indes auch die eigentliche Kartonherstellung mitsamt einer Papier- bzw. Kartonfabrik, die ausserhalb der Strukturen und Kompetenzen des Schweizer Konzerns liegt. Naheliegend ist, dass sich auch Private-equity-Häuser für den Erwerb der IP-Getränkeverpackungssparte interessieren. Sie sind es gewohnt, Wertschöpfung durch Aufteilung von Unternehmen und Neugruppierung der Aktivitäten zu suchen. Nicht überraschen würde, wenn die wiederkehrenden Gerüchte über laufende Verhandlungen von SIG mit Übernahmeinteressenten darauf beruhten, dass solche Kombinationsüberlegungen von Private-equity-Häusern durchgespielt werden. In solchen Fällen ist ein paralleles Arbeiten an den verschiedenen Enden des Puzzles der Normalfall.

Welche Rolle Susquehanna in diesem Szenario spielt, lässt sich vorerst nicht erhellen. Mit Sterling Strategic Value bestehen offenbar keine Verbindungen. Zudem zeigt der Börsenhandel in den SIG-Valoren in den vergangenen Tagen keinen auffälligen Anstieg des Volumens. Investoren sollten deshalb wachsam bleiben. Die Titel sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis 2006 von 24 vergleichsweise hoch bewertet. Der Grund liegt in Restrukturierungskosten, die den im laufenden Jahr erwarteten Gewinn um 22 Mio. Fr. schmälern. SIG informierte am Freitagabend, dass die Kapazitätsanpassung durch Schliessung des Werks in Newcastle und einen Stellenabbau an den Standorten Deutschland und Österreich geschehen wird. Ab 2007 rechnet die Gruppe mit jährlichen Minderkosten von 20 Mio. €.

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Verpackungsindustrie von günstigen Trends gestützt

Konsumverhalten verlangt jährlich 4% mehr Produktverpackungen – Weltmarkt bald über 500 Mrd. $ – Schweizer Unternehmen gerüstet

Von Thomas Hengartner

Die Schweizer Gesellschaften der Verpackungsbranche haben im vergangenen Jahr auf dem Heimmarkt gut 6 Mrd. Fr. umgesetzt. Die bereits hohe Produktsättigung begrenzt allerdings die Wachstumsperspektiven der 277 zumeist kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU). In anderen Weltgegenden bestehen jedoch günstige Trends für die Verpackungsindustrie. Davon sollten auch die an der SWX Swiss Exchange kotierten Verpackungshersteller SIG, Vetropack, Harwanne und Baumgartner sowie der Maschinenproduzent Bobst profitieren.

Der Weltmarkt für Verpackungsmaterialien im Jahr 2005 wird vom internationalen Branchenverband WPO auf 477 Mrd. $ geschätzt. Rund 40% davon entfallen auf die Packstoffe Papier und Karton, 30% auf feste und biegsame Kunststoffe, 18% auf Metalle und 7% auf Behälterglas. Für die kommenden Jahre wird mit einer Zunahme des Verbrauchs um 4% gerechnet.

Als deutlich expansiv mit Steigerungsraten von 7 bis 11% gilt die Nachfrage in den Schwellenländern. In den wirtschaftlich hoch entwickelten Regionen Westeuropas und Nordamerikas dagegen wird die jährliche Zunahme auf 2% prognostiziert. Überdurchschnittliches Wachstum zugetraut wird den Segmenten Papier und Karton sowie feste Kunststoffe wie beispielsweise Pet-Flaschen.

Bobst stabil und dividendenstark

Bedeutendste Abnehmer von Verpackungen sind mit einem Anteil von 55% die Unternehmen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Weitere Segmente der Konsumgüterbranche und die fertigende Industrie ziehen zusammen 40% des Volumens auf sich. Medikamente, Kosmetika und Pflegeprodukte halten einen Anteil von knapp 10%, weisen mit einer erwarteten Wachstumsrate von jährlich 6,2% indes die besten Perspektiven auf.

Dieser Marktausblick bestimmt im Wesentlichen die Einschätzung des Potenzials der SWX-kotierten Branchenunternehmen. Die Neuhausener SIG betätigt sich im Bereich der Getränkekartons als Herstellerin von Abfüllmaschinen und des darauf abgestimmten Kartonpackmaterials. Sie ist nach Tetrapak zweitgrösste Anbieterin und verfolgt eine weitere Internationalisierung. Die Expansion nach Asien, dem Nahen Osten und als Nächstes nach Brasilien soll auf Jahre hinaus das unternehmerische Wachstum sichern.

Parallel dazu muss SIG im Hauptabsatzgebiet Deutschland die Kapazitäten verringern bzw. für neue Anwendungen im Nahrungsmittelbereich umnutzen. Dieser Umbau drückt im laufenden Jahr auf den Gewinnausweis, weshalb die Aktien ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis 2006 aufweisen. Das Auftreten des amerikanischen Finanzhauses Susquehanna als neue grössere Aktionärin könnte Übernahmespekulationen wiederaufflammen lassen.

Vom Gesamtmarkt abheben konnten sich in den vergangenen Jahren einzig die Valoren der Glasbehälterherstellerin Vetropack. Die Gesellschaft verbesserte Ertragslage und -perspektiven mit einem beherzten Vorgehen. Sie verringerte die Herstellkapazität im stagnierenden und umkämpften Schweizer Markt und baute im Gegenzug durch Akquisitionen eine führende Marktstellung in mehreren Ländern des östlichen Europas auf. Die Westschweizer Bobst gilt als weltweite Referenz für hochproduktive Kartonschachtelmaschinen. Die Investitionen der Verpackungsbranche in neue Maschinen steigen allerdings nur marginal, weshalb die grundsoliden Aktien nur langsam vorankommen.

Vetropack mit Osteuropafantasie

Unter den weniger bekannten Verpackungsunternehmen figurieren Harwanne, deren französische Einheit Nord Est Kosmetik- und Luxusgüterverpackungen anbietet, und Baumgartner, die ebenfalls aus Frankreich tätig ist und im Segment der portionierten Salat- und Gemüseverpackung positioniert ist. Die Valoren Harwanne und Baumgartner werden nur sporadisch gehandelt und weisen meist dünne Volumen auf. In den SIG-Titeln dominiert das spekulative Moment. Bobst zeichnen sich als dividendenstark aus, und Vetropack geniessen den Bonus der Osteuropafantasie.

Finanz und Wirtschaft vom 24. Juni 2006"

Besser reich und gesund als arm und krank!

16.06.2006 09:58
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Optionen muss man heute leider abschreiben

Da SIG sich die ganze Zeit konstant unter Fr. 300.- gehalten hat, muss man die heute auslaufenden Calls leider abschreiben, schade. :cry:

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