Meine Erfahrung aus 1987

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25.05.2007 15:35
#1
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Meine Erfahrung aus 1987

Wenn es in der nächsten Woche stark runtergehen sollte, bitte folgendes beachten: Auf eine grosse Korrektur folgt meist eine gegenläufige Korrektur am darauffolgenden Tag. Anschliessend taucht dann die Börse während mehreren Monaten. Ich habe dies in schmerzhafter Erinnerung vom Börsencrash 1987. Also: am Tag nach der Korrektur Puts verkaufen und Calls kaufen. Diese Calls werden dann einen Tag später wieder in Puts umgetauscht. Dies ist meine Erfahrung und mein erster Beitrag....

Gruss

Dr.Thom

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15.06.2007 14:48
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Re: Technische Analyse (RSI, MACD, etc.)

Spekulatius wrote:

Elias wrote:
Technische Analyse (RSI, MACD, etc.)

Gibt es eine Internetseite, wo man diese WErte fuer unseren SMI einfach und klar einsehen kann?

ich schaue bei Swissquote nach

http://www.swissquote.ch/cgi-bin/redirector/go?cb&smi&self&d

Klick auf "Analysis Tool"

danach

Klick auf RSI oder MACD

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

15.06.2007 13:04
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Technische Analyse (RSI, MACD, etc.)

Elias wrote:

Technische Analyse (RSI, MACD, etc.)

Gibt es eine Internetseite, wo man diese WErte fuer unseren SMI einfach und klar einsehen kann?

14.06.2007 11:39
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Meine Erfahrung aus 1987

Spekulatius wrote:

China Devisenreserven liegen derzeit bei rund 1,2 Billionen Dollar."

Wie viel ist das wohl? 1 200 000 000 000 Dollar ? oder mehr?

Folgen auf die Millionen die Milliarden, dann die Billionen?

Richtig.

Gruss

fritz

13.06.2007 17:57
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Meine Erfahrung aus 1987

Wissen Sie etwas von BLACKSTONE, wo der Chef 400 Mio doll im Jahr an Lohn einsteckt ? Ein kuenftiger Crash koennte und muesste ja sehr gut durch diese HEdge Fonds und deren Waehrungsturbulenzen jenseits staatlicher Kontrolle der Nationalbanken ausgeloest werden, auch die ansteigenden KRedite und Schulden sind gefaehrlich, aber diese Risiken bauen sich wohl erst auf fuer die Zukunft / so dass man die Erfahrung eines echten Crashes immer im Hinterkopf haben sollte...

Es ist wohl Selbstschutz und konfuz. Vorsicht, wenn sich die Kinesen da einkaufen...

EMFIS.COM - RTE

Peking 16.05.07 (www.emfis.com) Die chinesische Regierung hat angekündigt, sich für 3 Milliarden Dollar in die Blackstone Group einzukaufen. Sie erwirbt damit 8 Prozent der Anteile an der US-Hedgefonds-Gesellschaft, die über Firmen mit 375.000 Angestellten und einem Jahresumsatz von 83 Milliarden Dollar gebietet. Blackstone hat zudem vor kurzem via IPO bereits 4 Milliarden Dollar an neuen Mitteln eingesammelt.

China Devisenreserven liegen derzeit bei rund 1,2 Billionen Dollar."

Wie viel ist das wohl? 1 200 000 000 000 Dollar ? oder mehr?

Folgen auf die Millionen die Milliarden, dann die Billionen?

I don t know / mein Konto ist noch nicht ganz soweit...

::: Hey Fritz - TANKE! ::: Dumm ist nur, dass die AMIS von billions sprechen und damit offenbar unsere Millionen meinen... - wie geht s denn bei denen weiter?

13.06.2007 17:35
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Meine Erfahrung aus 1987

Der 1987-Crash riss die ganze Welt mit sich. Überall fielen die Aktien ins Bodenlose, auch in der Schweiz und in Japan. Natürlich kann man bei einem Crash auch Geld verdienen, besonders wenn man ihn vorausahnt.... Dann gibt es für einen Tag eine Gegenbewegung (Puts verkaufen, Calls kaufen), aber sehr bald muss man wieder in Puts umsteigen, denn das Börsenpublikum hat jegliches Vertrauen in die Börse verloren, was einige Monate sinkende Kurse bedeutet.

13.06.2007 17:19
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Meine Erfahrung aus 1987

also bei einem Crash kann man immer noch seine Aktien auf dem Tief verkaufen und in Optionen ev. SMI fuer eine langfristige Gegenbewegung investieren... / Was meinen Sie

Selbst 50 Prozent Verlust in Aktien sind verkraftbar und koennen mit einem wechsel auf dem Tief zu CALL derivaten in der Erholgung wieder zu einem rechten Teil schnell aufgeholt werden...

DAs mit den Leerverkaeufen war doch Roulette, eine gute IDee, aber nur wenn alles genau so kommen wuerde, wie man es sich wuenscht (doch das ist nicht immer der Fall, ja eher selten)?

Koennen Sie sich an einen Kursrutsch von 25 Prozent 1987 erinnern, war das in Japan oder auch in CH?

12.06.2007 21:26
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Meine Erfahrung aus 1987

Ja, ein Crash ist schon eine brutale Situation. Wie ich schon mehrmals beschrieben habe: am Tag des Crash fallen die Aktien sehr stark, um am darauffolgenden Tag wieder anzusteigen, danach mehrere Monate schwache Börsen...

Meinen Put SMI 9300 habe ich natürlich immer noch, da er bis am 20. September läuft, er dient zur Absicherung meiner anderen Börsengeschäfte. Bis jetzt ist er aber relativ stark im Gewinn. Ich sehe momentan aber überhaupt keinen Grund, in Calls zu wechseln, denn meine Strategie ist es, meine Papiere so lange wie möglich laufen zu lassen. Dies bringt langfristig den höchsten Gewinn. Ich bin kein Daytrader, dies bringt absolut nichts. Die Daytrader in diesem Forum müssen ja auch zugeben, dass sie mehrheitlich Verluste schreiben, also: Hände weg. Ganz anders wäre es bei einem Crash, da würde ich natürlich für einen Tag Calls kaufen, aber eben: einen solchen Crash sieht man nur alle 30 - 40 Jahre.

12.06.2007 14:40
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hallo dr thom

CRASH 87

hab noch was gefunden - vielleicht koennen Sie das kommentieren?:

ZITAT """2526. Börsencrashs sind Mythos metropolis ,

11.06.07 07:41

und so selten, dass man nicht auf sie "hoffen" sollte.

Selbst 2000-03 gab es meiner Erinnerung nach keinen einzigen Tag, an dem die Kurse um mehr als 5% gefallen sind. Wenn ich recht überlege ist der letzte Krach schon 20 Jahre her, als die Kurse im Okt. 1987 an einem Tag um 25% fielen."""

PS HAben Sie die Put Option auch verkauft am letzten Freitag?

31.05.2007 21:08
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Meine Erfahrung aus 1987

Elias, es tut richtig gut, Deine Beiträge zu lesen, man kann sehr viel daraus lernen. Weiter so....

Mit freundlichen Grüssen

29.05.2007 08:28
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Meine Erfahrung aus 1987

piper wrote:

Elias wrote:
... und die Gewinne dann realisieren, wenn es das System vorschreibt.

Holla, Elias, auf dieses "System" wartet die ganze Welt; genau so, wie auf das ultimative Lottosystem.

Gemeint ist dein System. Es gibt nicht "ein" oder "das" System. Falls du ein System hast und trotzdem den Bauch entscheiden lässt, brauchst du kein System.

Auch beim Roulette oder Lotto kann man systematisch spielen. Es gibt z.B. dafür auch beim Schweizer Zahlenlotto spezielle Scheine.

Es ist wie im Berufsleben: Dort entscheidet man auch nicht nach dem Bauch. Warum es an der Börse tun, wo es um viel Geld geht?

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

28.05.2007 16:44
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Meine Erfahrung aus 1987

Elias wrote:

... und die Gewinne dann realisieren, wenn es das System vorschreibt.

Holla, Elias, auf dieses "System" wartet die ganze Welt; genau so, wie auf das ultimative Lottosystem.

Ich handle natürlich auch aufgrund von Wirtschaftsinformationen und Charts. Die Synthese aus Wahrnehmung, Wissen und Schlussfolgerungen ist aber nie frei von subjektiven Bewertungen und Gefühlen - und also im Bauch anzusiedeln. Die oft erratischen Kursentwicklungen der Börsen zeigen, dass das rational-logische nur eine (schwache) Komponente der Preisbildung ist. Indizes müssten eigentlich weitgehend linear verlaufen. Die oft kurzen, heftigen Bewegungen können nur emotional bedingt sein.

Der Crash 98 ist ein Musterbeispiel dafür; ich war mitten drin: Extreme Performance (gewaltige russische Fluchtkapitalien trieben die Schweizer Börse), die Kumulation von "Asienkrise" mit "Russlandkrise", ein Auslöser - und runter gings. Plötzlich. Nach einigen Wochen war alles vorbei und der DJ startete in neue Höhen (Internet Bubble). Der SMI tat sich schwerer; da die Fluchtgelder abgeflossen sind.

Das Frustrierende an der Geschichte: Die sich anbahnenden und schliesslich kumulierenden Krisen wurden erst im Nachhinein erkannt, als man versuchte, das Geschehene zu erklären. Irgendwo habe ich sie noch, die gedruckte Bankrotterklärung der UBS-Analysten.

Slin wrote:

Daraus kann ich nur schliessen dass Du überhaupt nicht begriffen hast um was es bei dieser Diskusion überhaupt geht....

Hast recht, Slin; sehe nur, dass da einer Wissenschaft gefrönt wird, die keine ist und nie eine sein wird. :?

Der Goldpreis? Das ist Substanz plus Glaube und Angst minus Zinsen. (Allan Greenspan)

28.05.2007 14:56
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Meine Erfahrung aus 1987

piper wrote:

Muss da meinen Senf auch betragen:

Die Börsenentwicklung entsteht aus einer Suppe von Fakten, Extrapolationen, statistischen Wahrscheinlichkeiten, Annahmen, Emotionen und exogenen Kraftfeldern. Wer glaubt, im grossräumigen Zeitraster irgendwelche systematischen Zusammenhänge herleiten zu können, irrt. Chartisten sind keinen Deut erfolgreicher als informierte Opportunisten, das ist ein Gemeinplatz.

Charts sind post factum Visualisierungen und helfen, das Geschehene im Kontext zu verstehen. Einen Blick in die Zukunft liefern sie nie, bestenfalls helfen sie, den Raum der künftigen Wahrscheinlichkeiten und Unschärfen etwas enger zu fassen.

Also: Schaut weniger auf Charts, hört mehr auf den Bauch, geht mit dem Trend! Wink

Daraus kann ich nur schliessen dass Du überhaupt nicht begriffen hast um was es bei dieser Diskusion überhaupt geht....

28.05.2007 14:06
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Meine Erfahrung aus 1987

piper wrote:

Charts sind post factum Visualisierungen und helfen, das Geschehene im Kontext zu verstehen. Einen Blick in die Zukunft liefern sie nie, bestenfalls helfen sie, den Raum der künftigen Wahrscheinlichkeiten und Unschärfen etwas enger zu fassen.

Also: Schaut weniger auf Charts, hört mehr auf den Bauch, geht mit dem Trend! Wink

Ich habe es schon mehrfach zugegeben: ich bin kein Chartist.

Trotzdem ziehe ich Charts als Entscheidungsgrundlage bei.

Besser gesagt: die Technische Analyse (RSI, MACD, etc.)

Damit kann man zwar nicht die Zukunft voraussehen, aber die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Ereignis liegt doch weit über 50%

Wichtig für mich sind auch fundamentale Daten.

Und mein Kopf (Strategie, Klima, Politik, Forschung, etc.)

Aber nie mein Bauch. Wer sich von Emotionen leiten lässt, liegt an der Börse über kurz oder lang falsch.

Auszug aus MentaleFitnessFuerTrader:

Wenn Sie nach einigen Jahren immer noch traden, so liegt das entweder daran, dass Sie viel Geld haben oder daran, dass Sie gelernt haben, Ihre Gefühle zu beherrschen und die Gewinne dann realisieren, wenn es das System vorschreibt.

Quelle:

http://www.boersenportal.ch/boersenschule/MentaleFitnessFuerTrader.pdf

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

28.05.2007 11:26
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Meine Erfahrung aus 1987

Muss da meinen Senf auch betragen:

Die Börsenentwicklung entsteht aus einer Suppe von Fakten, Extrapolationen, statistischen Wahrscheinlichkeiten, Annahmen, Emotionen und exogenen Kraftfeldern. Wer glaubt, im grossräumigen Zeitraster irgendwelche systematischen Zusammenhänge herleiten zu können, irrt. Chartisten sind keinen Deut erfolgreicher als informierte Opportunisten, das ist ein Gemeinplatz.

Charts sind post factum Visualisierungen und helfen, das Geschehene im Kontext zu verstehen. Einen Blick in die Zukunft liefern sie nie, bestenfalls helfen sie, den Raum der künftigen Wahrscheinlichkeiten und Unschärfen etwas enger zu fassen.

Also: Schaut weniger auf Charts, hört mehr auf den Bauch, geht mit dem Trend! Wink

Der Goldpreis? Das ist Substanz plus Glaube und Angst minus Zinsen. (Allan Greenspan)

28.05.2007 02:10
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Dr.Thom wrote:

Bei allem Respekt. Slins Chart ist viel zu ungenau, geht er doch über viele Monate.... Besser wäre, Du hättest einen Chart gepostet, der nur über die betreffenden vier bis fünf Tage den Index aufzeichnet. Nimm es mir bitte nicht für übel, Slin...

Gruss

Ich glaube doch wohl das ich nicht richtig gelesen habe!

Diese Charts sind Tagescharts! Dass heisst, jede Kerze bedeutet einen Tag.

Habe mir doch gedacht dass Du trotz Deiner Jahrzehntelangen Erfahrung immer noch keine Charts lesen kannst.

Ist mir eigentlich auch egal, schade ist nur dass es in diesem Forum zu viele naive gibt die Dir diesen Schrott abkaufen und ins fallende Messer greifen werden.

Gruss SLIN.

27.05.2007 15:18
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Meine Erfahrung aus 1987

Bei allem Respekt. Slins Chart ist viel zu ungenau, geht er doch über viele Monate.... Besser wäre, Du hättest einen Chart gepostet, der nur über die betreffenden vier bis fünf Tage den Index aufzeichnet. Nimm es mir bitte nicht für übel, Slin...

Gruss

27.05.2007 08:45
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Meine Erfahrung aus 1987

Danke an Slin und Elias, dank Euch gibt es in diesem Thread auch sinnvolle Beiträge.

Und danke an Slin für die Beweise (Charts), dass eben diese Theorie nicht immer stimmen muss.

Natürlich gibt es Muster, die sich immer wiederholen, aber diese auf genau einen bestimmten Tag festzulegen, ist schon sehr riskant.

Auch ich mag mich gut an den Oktober-87-Crash erinnern, habe damals aber noch keine Aktien gehandelt.

Gruss

fritz

27.05.2007 08:12
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Meine Erfahrung aus 1987

@ Dr.Thom und Elias

Respekt, Respekt...

Ihr seid für mich die richtigen Börsenväter... :shock: :roll:

Bin mal gespannt auf meinen Rückblick in ein paar Jahren....

Wird es dann noch ein Cash-Forum geben?

Befürchte aber immer noch, dass wir in 10 -15 Jahren wieder Kartoffeln im Garten anpflanzen müssen....

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

26.05.2007 17:32
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Meine Erfahrung aus 1987

Dr.Thom wrote:

Elias, haben Sie damals auch die Astra zu Fr. 0.10 gekauft und zu Fr. 0.50 verkauft? Mir kommen wieder schöne Börsenerinnerungen... Aber das Spekulieren nur mit der NZZ war schon mühsam

Gruss

Nein, diese Nerven hatte ich nicht.

Bin mit meinem gesamten Vermögen von Fr. 3'000 bei 0.13 rein und bei 0.30 raus.

Dann bei 0.33 wieder rein und bei 0.26 wieder raus.....

In der Folge hat sich dann schon noch was zusammengeläppert. Den grossen Sprung auf Fr. 10.- habe ich (wie so vieles in meinem Leben) verpasst.

Dafür bin ich gerade noch rechtzeitig auf den Silber-Zug der Gebrüder Hunt aufgesprungen.

Der Crash 87 ist mir wegen meinen AT&T-Puts in Erinnerung.

Die haben den Aktienverlust bei weitem aufgewogen.

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Benjamin Franklin

26.05.2007 17:26
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Also die erfahrenen haben sicherliche viel erlebt / GEwinn und Verlust: Ihr koennt uns an euren Erfahrungen teilhaben lassen.

Was diesen Oktober 87 Crash betrifft, muesste halt nochmals das genaue Datum eruiert werden, um sich besser zu erinnern wann welche Bewegung stattfand und welcher Handel getaetigt wurde.

Meine Erinnerung ist schon in den letzten Tagen ungenau< weiss nur noch, dass ich am Freitag gut gehandelt, und am Montag smiy weggeschissen habe> Waere heute 9000 plus damals minus 2000 CHF / das war auch eine gute ERfahrung

Mit 14 interessierte ich mich fuer Rennautos / Formel 1 in Monaco etc. Wusste noch nichts von Greenspann, Ospel, Ackermann und wie diese Helden alle heissen...

26.05.2007 17:22
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Meine Erfahrung aus 1987

Elias, haben Sie damals auch die Astra zu Fr. 0.10 gekauft und zu Fr. 0.50 verkauft? Mir kommen wieder schöne Börsenerinnerungen... Aber das Spekulieren nur mit der NZZ war schon mühsam

Gruss

26.05.2007 17:18
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Meine Erfahrung aus 1987

Mein lieber Slin, Du kannst mich nicht beleidigen, denn da stehe ich nun wirklich über der Sache. Es ist gut, dass Du Deine Meinung hast, es ist aber auch gut, dass ich meine Meinung habe. Jedem seine Strategie, mit der er glücklich wird. Aber wenn dieser Fall eintreffen sollte und meine Wenigkeit hätte doch noch recht, gehen wir miteinander auf meine Rechnung ein Bier trinken. Abgemacht?

Gruss

26.05.2007 17:15
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Meine Erfahrung aus 1987

Dr.Thom wrote:

ich trade schon seit meinem 14. Altersjahr an der Börse und jetzt bin ich 50 -

ich bin 49..... ich habe mit 18 angefangen. Im 4. Lehrjahr als Maschinenmechaniker. Astra Argentinia war meine erste Aktie. Eine argentinische Erdölaktie, die in der Schweiz gehandelt wurde.

Damals gab es kein Internet, keine Elektronische Börse, keine PC's, keine Handys, nix, nada. Nur die NZZ am folgenden Tag.

Es war nicht einfach, während der Arbeitszeit Börsengeschäfte abzuwickeln. Zumal am Drehbank / Fräsmaschine / Hobelbank kein Telefon stand. Um so erstaunlicher, dass du schon mit 14 vom Klassenzimmer aus gehandelt hast.

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Benjamin Franklin

26.05.2007 17:02
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Meine Erfahrung aus 1987

1987 war sie am zweiten Tag, das weiss ich noch, wie wenn es gestern gewesen wäre. Ich war am Tage des Crash nicht in Aktien engagiert. Dann habe ich am zweiten Tag meine Leerkäufe getätigt und diese Aktien nur noch zu einem viel höheren Kurs kaufen können. Von da an ging es aber steil bergab.

26.05.2007 16:56
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Meine Erfahrung aus 1987

Dr.Thom wrote:

ich trade schon seit meinem 14. Altersjahr an der Börse und jetzt bin ich 50 -

....und bakrott!

Spass beiseite.....

Natürlich stimmt es das jede krasse Bewegung eine Gegenreaktion zur Folge hat. Nur wann, ist die andere Frage. Und im Fall eines Crashes ist die garantiert nicht am zweiten Tag!

Gruss SLIN.

26.05.2007 16:50
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Meine Erfahrung aus 1987

Spekulatius, Sie haben das richtig gesehen und sehr gut dargestellt. Aus meiner Erfahrung - ich trade schon seit meinem 14. Altersjahr an der Börse und jetzt bin ich 50 - weiss ich einfach, dass jede starke Bewegung eine Gegenbewegung auslöst. Die Börse ist ja bekanntlich keine Einbahnstrasse, wenn sie das wäre, würde das Spekulieren ja absolut keinen Spass mehr machen. Natürlich, risikolos ist meine Strategie nicht, aber was hat mir ein befreundeter Börsenhändler gesagt: Nur 51% der Geschäfte sei erfolgreich, aber mit diesem einen % müsse man gut leben können.

26.05.2007 16:29
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Meine Erfahrung aus 1987

Spekulatius wrote:

Elias wrote:
Das eine Korrektur kommen wird, ist absehbar. Nur der Zeitpunkt ist unklar.

In welchem Ausmass siehst du diese?

Nach dem Bullensprint der letzten Zeit, bin ich konservativ geworden, schaetzte selbst nur noch ca 8900 ev. kurz und heftig gegen 8400 - dann auf Ende Jahr zurueck gegen 9500 und 2008 sollte es ruhiger werden.

Das alles unter der Annahme, dass es normal geht ohne Krieg, Erdoelboykott, Finanzkrise durch Hedgefonds etc. / dann waere etwas mehr drin...

Ich sehe weder das Ausmass noch den Zeitpunkt.

Ich wurde auch Ende Februar auf dem falschen Fuss erwischt.

Und auch die nachfolgende Korrektur war nicht nach meiner Vorstellung.

"Alles unter der Annahme..." ist ja genau die Würze der Börse.

Die Hotpots mal einfach so ausblenden ist so, als würde man die Warnung des Kochs vor der Pferfferschote im Essen ignorieren.

Diese Metapher bringt mich auf http://www.blindekuh.ch/

Es ist auch dort schon vorher abzusehen, dass man sich vollkleckert und das Glas umschmeisst, den falschen (grossen) Teil des Fleisches an der Gabel hat usw. usw.

Wann es genau passiert und in welchem Umfang ist ungewiss.

Die Erfahrung, nichts zu sehen und deswegen eine Zeit lang auch nichts mehr verstehen zu können, ist trotz der "Verluste" interessant.

Zurück zum Thema.

Wer sich an der Börse eine Strategie zurechtlegt (und diese auch befolgt), wird längerfristig Erfolg haben.

Ich für meinen Teil ziehe dabei die fundamentalen Daten wie auch Charts bei. Die Beitrage von learner in Sachen Charts verdienen bei mir oft das Prädikat "lesenswert".

Trotzdem weiss ich noch nicht, ob ich nächste Woche schon im grossen Stil in Puts einsteigen werde.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.05.2007 16:12
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Meine Erfahrung aus 1987

Dr.Thom wrote:

Also: im, ich glaube im Oktober, 1987 hat es einen Crash gegeben. Die Aktien sausten an einem Tag in die Tiefe.

Gruss

Also bitteeeee!

Schaue doch den Chart vom 1987 an den ich gepostet habe. Der Crash war 5 Tage lang und nicht bloss einen Tag!

Ich will dich ja nicht persöhnlich angreifen aber wenn Du hier schreibst das man in diesem Falle am zweiten Tag einen Call kaufen sollte, ist das einfach fahrlässig! Wenn ich denke wie viele Leute dies lesen und in diesem Falle ins fallende Messer greifen, muss ich einfach intervenieren!

Und es würde mich mal interessieren wieso Du auf die Frage "wann kommt die grosse Korrektur" antwortest, "sell in May"? Hast Du vielleicht auch ein Bisschen eine bessere Begründung?

Gruss SLIN.

26.05.2007 15:41
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Meine Erfahrung aus 1987

Elias wrote:

Das eine Korrektur kommen wird, ist absehbar. Nur der Zeitpunkt ist unklar.

In welchem Ausmass siehst du diese?

Nach dem Bullensprint der letzten Zeit, bin ich konservativ geworden, schaetzte selbst nur noch ca 8900 ev. kurz und heftig gegen 8400 - dann auf Ende Jahr zurueck gegen 9500 und 2008 sollte es ruhiger werden.

Das alles unter der Annahme, dass es normal geht ohne Krieg, Erdoelboykott, Finanzkrise durch Hedgefonds etc. / dann waere etwas mehr drin...

26.05.2007 15:36
Bild des Benutzers Spekulatius
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Meine Erfahrung aus 1987

Also nochmals

und vielleicht noch genauer und besser (ev. aber viel riskanter, da jeweils ein Tag im Voraus gewechselt):

Tag X starke Korrektur / alle Puts aus dem Depot verkaufen, spatestens bis zum Schluss, wenn auch die USA davon betroffen ist (nehmen wir an der Druck kommt aus CHina, Japan und Co.) schon umsatteln auf Call fuer die folgende Gegenbewegung.

Tag X plus 1 / hoehere Eroeffnung bzw. techn. ERholung den ganzen Tag bis handelssschluss muessen die Calls weg sein und neue Puts wieder im Depot fuer den weiteren Abstieg nach unten...

waere das auch denkbar, machbar oder zu riskant... (vgl. die obigen CHARTS!)

Es ist natuerlich auch moeglich, dass man das innerhalb eines Tages anwenden muss> so wie am letzten Freitag / also vorgestern ...

Also scheint die Idee richtig und gut, nur die korrekte Anwendung ist nicht einfach... / die Tage X und Xplus1 koennten in einen zusammenfallen oder sich ausdehnen ... / WEr weiss Rat?

Naechstes Problem: Wie erkennt man danach den Boden der Korrekur? Soll man auf die scharfe Gegenbewegung warten oder schon vorher umschichten (auf die GEfahr, dass es vielleicht noch 5 Prozent weiter runtergeht)?

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