Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

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Mikoman
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Hallo Leute! Ich habe ein riesen Problem, weshalb ich für eure Hilfe sehr dankbar wäre. Ich denke auch, dass mein Fall für den einen oder anderen von Interesse sein könnte.

Ich habe mir am 22. Dezember für 8'000.- mehrere Stücke des Put-Warrants WSMIT der Deutschen Bank über Postfinance ins Depot gelegt - Laufzeit bis zum 19. Februar, Ausübungspreis 6'600 SMI-Pkt. Gleich am darauf folgenden Tag fiel mir auf, dass der Emittent keinen Kurs stellte. Die Hotlein der Postfinance konnte sich dies ebenfalls nicht erklären, weshalb Sie mich an die Deutsche Bank verwies. Dort sagte man mir, dass es sich hierbei nicht um einen Put-Warrant sondern um einen Knock-Out-Put-Warrant handelt, welcher am vorhergehenden Tag ausgenockt wurde d.h. kurz nach meinem Kauf. Ich war geschockt! Bei der Deutschen Bank räumte man zwar ein, dass die Angaben zu diesem Warrant u.a. auch bei Swissquote falsch waren, das Termsheet/Factsheet dagegen die richtigen Angaben enthielt. Man verwies mich sodann an die Postfinance zurück, deren Antwort zum jetzigen Zeitpunkt nocht ausstehend ist.

Tatsächlich ist es so, dass die Detailangaben auf der Plattform der Postfinance falsch waren. Der Warrant wurde als Put-Warrant und nicht als Knock-Out-Put-Warrant beschrieben bzw. angepriesen. Auch konnte man diesen nur über die Warrant Suche finden und nicht etwa über die Knock-Out-Warrant Suche. Das Termsheet/Factsheet habe ich vor dem Kauf nicht gelesen, da ich ja nicht davon ausgehen konnte, dass es sich hierbei um ein völlig anderes Produkt handelt. Das Termsheet lese ich auch nur, wenn ich weitere Details zum Produkt benötige.

Hat jemand schon solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie sieht es mit der Haftung in solchen Fällen aus? Wie gesagt, ich wäre euch für jede Hilfe dankbar!

Liebe Grüsse und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Ramschpapierhaendler
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Ich kenn mich mit Warrants nun überhaupt nicht aus, aber wenn ich dich richtig verstehe, hättest du sogar Gewinn geschrieben, wenn es kein Knock-Out gewesen wäre. (?)

Ich würde an Deiner Stelle einen eingeschriebenen Brief mit folgendem Inhalt an die PF schicken:

1. Auf den Fehler aufmerksam machen, der eindeutig bei der PF lag.

2. Um Kulanz bitten, dass sie den gesamten Deal auf ihre Kosten rückgängig machen.

3. Im Gegenzug "verzichtest" du auf Schadenersatz für den entgangenen Gewinn.

Damit drohst du der PF versteckt, dass du auf Rückerstattung der CHF 8'000.- und entgangener Gewinn klagen könntest.

Direkt mit einer Klage würde ich erst drohen, nachdem die Bitte um Kulanz nicht gefruchtet hat und nachdem du einen Anwalt um seine Meinung gefragt hast.

Falls du irgendwelche Dokumente hast, welche den Fehler der PF belegen können, wäre das natürlich hilfreich. Evtl. hast du Glück, und die PF bestreitet nach deiner höflichen Bitte ihren Fehler gar nicht. Das wäre dann zumindest ein indirekter Beweis für eine allfällige Klage.

Viel Glück!!!

Trade_Around_Th...
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Was mich noch interessieren würde ist, musstest du beim Kauf ein Häkchen setzen dass du dir den Risiken bewusst bist? Dieses wird nämlich nur bei Ko-Scheinen angezeigt.

So ist das Leben - mal verliert man,

mal gewinnen die Anderen.

Mikoman
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Ramschpapierhaendler - Vielen lieben Dank für deine Antwort. Ich habe mich bereits mit der Postfinance in Verbindung gesetzt und warte nun auf die Antwort. Bin schon sehr gespannt. Das Geld wurde jedoch bereits abgebucht :-(. Auf jeden Fall werde ich die Antwort hier reinposten.

Trade-Around-The-World - Guter Hinweis! Danke! Natürlich gab es das Kästchen NICHT, welches man vor dem Kauf ankreuzen muss, um zu bestätigen, dass man über die speziellen Risiken (sofortiger Totalverlust) von Knock-Out-Warrants bescheid weiss. Ich habe natürlich einige Screenshots gemacht, da ich damit rechnen musste, dass dieser Warrant bald nicht mehr aufrufbar sein wird. Tatsächlich ist es so, dass er heute noch abrufbar ist, jedoch fehlen die meisten Infos zum Produkt. Allerdings kann man auch heute noch sehen, dass besagtes Kästchen nicht vorhanden ist.

daytrader1
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Du als Geschädigter musst beweisen können, dass du mit den Informationen, die dir vor dem Kauf zur Verfügung standen, bewusst oder unbewusst in die Irre geleitet wurdest. Der Tatbestand der Fahrlässigkeit muss erfüllt sein. Die Emittenten sichern sich mit AGB`s bis ins Kleinste ab, sodass es praktisch ausgeschlossen ist, mit einer Schadenersatzklage durchzukommen. Ich drücke dir aber die Daumen.

Johnny P
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Wahrscheinlich hat dein Broker irgendwo in den Bedingungen einen Haftungsauschluss gegenüber den bereitgestellten Infos. Dann musst Du wirklich auf kulanz hoffen :roll:

Die Differenz sollte einem aber schon rein vom Pricing her sofort ins Auge stechen. Das kann man Dir einfach fehlendes Fachwissen vorwerfen.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

Mikoman
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Ja klar, die sichern sich natürlich über die AGB's ab - es heisst dann -> Angaben ohne Gewähr. Aber ich glaube auch dieser Haftungsausschluss hat seinen Grenzen. Ich meine, man muss sich das mal vorstellen: man kauft einen Put-Warrant und tatsächlich bekommt man einen KO-Put-Warrant.

Ich kann verstehen, dass ich z.B. den Gewinn nicht bekomme, welchen ich mit einem Put-Warrant gehabt hätte. Aber ich könnte es nicht verstehen, wenn ich den Kaufpreis nicht zurückerstattet bekomme.

Würde micht nun aber schon interessieren, ob nun der Broker (Postfinance) oder der Emittent (Deutsche Bank) haftet.

daytrader1
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Postfinance müsste haften. Dein Geld hat zwar die Deutsche Bank eingestrichen, aber den falschen Schein hat dir die Postfinance angedreht.

boersenspiel
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Mikoman wrote:

Ja klar, die sichern sich natürlich über die AGB's ab - es heisst dann -> Angaben ohne Gewähr. Aber ich glaube auch dieser Haftungsausschluss hat seinen Grenzen. Ich meine, man muss sich das mal vorstellen: man kauft einen Put-Warrant und tatsächlich bekommt man einen KO-Put-Warrant.

Ich kann verstehen, dass ich z.B. den Gewinn nicht bekomme, welchen ich mit einem Put-Warrant gehabt hätte. Aber ich könnte es nicht verstehen, wenn ich den Kaufpreis nicht zurückerstattet bekomme.

Würde micht nun aber schon interessieren, ob nun der Broker (Postfinance) oder der Emittent (Deutsche Bank) haftet.

@Mikoman: Ich hatte kürzlich einen ähnlichen Fall im E-Banking-Tool der ZKB. Da wurde ein Knock-Out-Level-Wert nicht upgedatet und somit hatte ich die Option nicht genau verfolgt und deswegen einen Totalverlust erlitten. Die Bank sicherte sich ab mit Nutzungsbedingungen (Keine Zusicherung, Keine Haftung etc., siehe unten)

ZKB:

Keine Zusicherung

Obwohl die ZKB all ihre Sorgfalt darauf verwendet hat, dass die Elemente auf der ZKB-Website zum Zeitpunkt der Veröffentlichung genau sind, kann weder die ZKB noch ihre Vertragspartner eine explizite bzw. implizite Zusicherung oder Gewährleistung (auch gegenüber Dritten) hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit oder Vollständigkeit der Elemente machen. Die Elemente auf der ZKB-Website können jederzeit ohne Ankündigung geändert werden. Die ZKB benutzt die ZKB-Website nicht, um Ihnen oder sonstigen Dritten Anlageberatung oder sonstige Ratschläge zukommen zu lassen. Die Angaben auf der ZKB-Website stellen weder Entscheidungshilfen für rechtliche, steuerliche oder andere Beraterfragen dar, noch sollten aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide gefällt werden. Die Performance in der Vergangenheit ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf die zukünftige Performance, d.h. der Anlagewert kann sich vergrössern oder vermindern. Die ZKB kann die Werterhaltung oder gar Wertsteigerung des investierten Kapitals nicht garantieren. Lassen Sie sich bei Anlageentscheiden von einer qualifizierten Fachperson beraten.

Keine Haftung

Jegliche Haftung der ZKB (einschliesslich Fahrlässigkeit) für Schäden oder Folgeschäden, die sich aus der Benutzung oder dem Zugriff auf die Elemente der ZKB-Website bzw. auf Links zu Websites Dritter (bzw. aus der Unmöglichkeit der Benutzung oder des Zugriffs) ergeben, ist ausgeschlossen. Zudem lehnt die ZKB jede Haftung für Manipulationen am EDV-System des Internet-Benutzers durch Dritte ab.

Mein Tipp: Bei der Postfinance kann ich einen solchen Link explizit nicht erkennen, Du solltest daher auf "eine Täuschung durch Falschinformationen" bestehen; wie gesagt, ich konnte so auf die Schnelle keinen Link finden, wo explizit ein Haftungsausschluss kommuniziert steht.

daytrader1
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Ich hab noch was gefunden:

Allgemeine Geschäftsbedingungen PostFinance

c) Übermittlungsfehler

Sofern PostFinance kein grobes Verschulden trifft, trägt der Kunde den aus der Übermittlung per Telefon, Fax, E-Mail und anderen Übermittlungsarten, namentlich aus Verlust, Verspätung, Verstümmelung, Modifikation oder Doppelausfertigung entstehenden Schaden und jedes damit verbundene Risiko.

http://www.postfinance.ch/medialib/pf/de/doc/cond/pf_gtc_sc.Par.0001.Fil...

Ich würde das ganz klar als grobes Verschulden bezeichnen. Insofern müsstest du dein Geld zurückbekommen.

Azrael
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

nun, das problem hier liegt klar in der kulanz der postfinance. du als kunde hast selber, ohne handlungsempfehlung gekauft. ansonsten hätte der kundenberater ein gewisses mass an verantwortung zu tragen.

aus deiner sicht handelt sich der unterschied vom Put zum KO-Put um eine Finesse, auf welche die Post hinweisen müsste. nun, wenn ich in etrading nach einem ko-call suche, (mit symbol) dann wird mir nicht einmal angezeigt, ob es sich um einen call/put handelt. das liegt in der eigenverantwortung des kunden - ist so...

wer sich mit derivaten produkten einlässt muss diese auch verstehen. die gestellten informationen der post sind ausreichend für den kunden, eigentlich müssten sie nicht einmal charts/gehandelte kurse usw bereitstellen. denn genau dies macht eine gute oder in dem fall schlechte plattform aus.

du kannst eventuell mit guter argumentation punkten / auch wenn du noch mehr assets bei der post führst. hartnäckig, freundlich aber bestimmt dranbleiben, gemeinsam eine lösung finden. drohen, fluchen und irgendwelche leute am telefon stauchen ist oft nicht förderlich.

am besten du rufst an, lässt abklären. falls erfolgreich, dann gut. sonst beziehst du dich auf die gespräche / v.a. namen des sachbearbeiters. tust deine enttäuschung schriftlich kund und wendest dich an deinen kundenberater oder den kundendienst. schriftliche anfragen werden immer beantwortet.

@daytrader: wo soll das verschulden liegen? nur dass nicht explizit ausgeschrieben wurde, dass es sich um einen ko handelt? dann müsste für jede finesse der derivatewelt eine spezielle warnung generiert werden...

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

Sallatunturi
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@ Mikoman

Der Schein wurde von der Postfinance in ihrem System falsch aufgesetzt "Punkt"

Auch auf einem event Abrechnungsbeleg wäre dieser Zustand (NOK-Out) nicht aufgelistet gewesen. Dies ist aber ein MUSS.

Somit sollten Dir die 8000 zurückerstattet werden.

Sollte die Antword negativ oder schwammig sein, dann schreibe einen Eingeschriebenen Brief

an die

Postfinance Internes Inspektorat,

und bitte das Inspektorat um eine Abklärung und Stellungnahme (dann wird dein Fall als Prio1 gehandelt).

Mikoman
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Azrael: Ich denke nicht, dass der Unterschied zwischen einem Put und einem KO-Put als "Finesse" bezeichnet werden kann. Dem Namen nach sind beides Warrants. Der Unterschied wird jedoch umso klarer, je näher sich der dem Warrant zu grunde liegende Basiswert am Ausübungspreis bzw. an der KO-Schwelle befindet (wie in meinem Fall). Da macht es dann schon was aus, ob man das Produkt kauft und am gleichen Tag einen Totalverlust erleidet oder, wie beabsichtigt, lediglich einen Put Warrant kauft welcher sich nahe "am Geld" befindet.

Tatsächlich ist es auch so wie "daytrader" gesagt hat -> bei den KO-Warrants muss man vor dem Kauf ein Kästchen ankreuzen um zu bestätigen, dass man über die Risiken von KO-Warrants bescheid weiss (Totalverlust). Bei dem von mir gekauften Warrant gabe es ben gerade dieses Kästchen NICHT. Darin liegt ja gerade u.a. der Fehler.

PS: Wenn du auf der Postfinance über die Derivatesuche gehst, dann kannst du auswählen, ob due nach Warrants oder nach KO-Warrants suchen willst. Mein Schein war unter den Warrants zu finden und eben nicht unter den KO-Warrants. Wenn du dagegen nach "Quote" suchst, dann kennst du ja bereits das Symbol des Warrant d.h. du hast dich vorher schon über diesen informiert. Mag sein, dass die Standartansicht-Resultateansicht bei der Suche über "Quote" den Unterschied zwischen Put und KO-Put nicht anzeigt, allerdigs habe ich diese Ansicht dahingehend modifiziert, so dass mir angezeigt wird, um was für ein Produkt es sich genau handelt.

Mikoman
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@boersenspiel: Vielen lieben Dank für dein Bemühen. Ich denke, dass ein üblicher Haftungsausschluss bei falschen Angaben gerade bei nicht aktualisierten Daten Sinn macht. Allerdings müsste zumindest vermerkt sein, wann genau die Daten "upgedatet" wurden. Überhaupt sollte man die Plattformen der einzelnen Broker auch dahingehend überprüfen, wie gut bzw. schnell Sie Ihre Daten updaten.

PS: Ich finde es auch wichtig, das gewünschte Derivat vor dem Kauf nach Möglichkeit einige Tage lang zu beobachten. Dies gibt mir persönlich ein beruhigendes Gefühl, da ich sehen kann, wie dieser sich verhält z.B. ob der Emittent regelmässig die Kurse stellt, ob der Schein regelmässig nachgefragt wird etc. Das heisst natürlich nicht, dass man die übrigen mathematischen Daten vernachlässigen sollte.

X
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Da hast du kaum eine Chance. Websites, welche Kursangaben geben, haben praktisch immer einen Haftungsausschluss. Du hast vermutlich bereits bei der Eröffnung des Depots die AGB's unterschrieben, in denen du die Verantwortung für deine Trades auf dich nimmst. Praktisch jede Bank hat dies (Formular über Risiken etc. im Effektengeschäft).

Es ist im übrigen auch für solche Websites extrem schwierig, immer auf dem neusten Stand zu sein. Gerade Knock outs oder in diesem Falle Wave Put's werden ja nach dem Knock-out meistens nach wenigen Tagen neu emittiert, wobei der name (Kürzel) der selbe bleibt, sich aber der Strike (also KO) ändert.

Ausserdem kann dir die Bank mangelndes Know How vorwerfen. Es gibt keine reglementierte Bezeichnung für Knock-Outs.

Bei der ZKB steht vor dem Kürzel ein K für Knockout, Bei der DB ein W für Wave, Vontobel hat S für Sprinter und andere ein T für Turbo. Im endeffekt steht alles für Knock-Out.

Daher ist die Art des Derivates im Namen enthalten (wenn auch in einer fraglichen Form).

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Mikoman
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@x: Wie gesagt, besteht für mich ein Unterschied zwischen "aktuellem Stand der Infos zu einem Produkt" und "Infos zu ein völlig anderes Produkt". Ich meine ich will Birnen kaufen und bekomme dann Äpfel, mit dem Hinweis, das Verkaufsschild wäre falsch angeschrieben. Wenn man sich nun in einem solchen Fall vor der Haftung drücken könnten, indem man dies entprechend in den AGB's festhält, so könnte man ja selbst für vorsätzliche bzw.fahrlässige Täuschungen nicht mehr belangt. W

Das die Anfangsbuchstabe der Symbole von KO-Warrants eine Bedeutung haben, wusste ich nicht. Ich weiss schon was Knock-Out's, Turbo's, Sprinter etc. sind, aber ich habe nie solche gekauft bzw. würde auch nie solche kaufen, da mir das Risiko einfach zu Hoch wäre. Da ich mit derartigen Warrants nie zu tun hatte, kann man mir auch nicht vorwerfen, ich hätte anahnd des Anfangsbuchstabes des Symbols merken müssen, dass es sich um einen Knock-Out Put und nicht um einen Put handelt.

KlamseN
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Re: Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant W

Mikoman wrote:

Bei der Deutschen Bank räumte man zwar ein, dass die Angaben zu diesem Warrant u.a. auch bei Swissquote falsch waren, das Termsheet/Factsheet dagegen die richtigen Angaben enthielt.

Also verstehe ich es so, dass nicht nur die PoFi es falsch ausgestellt hat, sondern auch Swissquote. So wie ich das verstehe hat doch da die DB an die Broker falsche Daten geliefert.....

Also bei der PoFi hast du meiner Meinung nach keine Chance... Die kosten beim Klagen werden die 8000 chf wohl fast übersteigen :roll:

Egal wie dicht DU warst - Goethe war DICHTER!

Mikoman
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Ich weiss nun nicht, ob die Broker die Infos direkt von der Deutschen Bank beziehen oder sehr wahrscheinlich einen eigenen Informationsdienst haben.

Auf jeden Fall muss jemand haften, denn ich habe nichts falsches gemacht. Sollte es nötig sein, so werde ich natürlich rechtliche Schritte einleiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Haftungsausschluss auch solche Sachverhalte umfasst. Wie gesagt, würde dass ja der Täuschung bzw. dem Betrug Tor und Tür öffnen! Meiner Meinung nach muss der Verkäufer dafür einstehen, dass sein Produkt richtig "angeschrieben" ist.

KlamseN
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Naja, das problem ist natürlich, dass das Produkt im Termsheet/Factsheet ja richtig ausgeschrieben war... Wir werden sehen, halt uns auf dem laufenden.

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Mikoman
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Ja klar, dass wird wohl so gewesen sein - hab das Factsheet nicht gelesen und weiss daher auch nicht, ob es das richtige war.

Ich lese das Factsheet nur dann, wenn ich weitergehende Fragen habe, mehr Detaills brauch zum Produkt. Wenn nun solche Fehler möglich sind - wie nun in meinem Fall, so finde ich, müsste das lesen des Factsheets vor dem Kauf zwingend sein. Denn wieviele Privatanleger sind sich bewusst, dass Ihnen dasselbe passieren kann wie mir? Lest Ihr das Factsheet jedes mal vor einem Kauf?

KlamseN
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Nein, natürlich lese ich es nicht, aber ich denke darauf werden die Institute (wer nun auch immer Schuld ist) beziehen.

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fritz.
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Re: Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant W

KlamseN wrote:

Die kosten beim Klagen werden die 8000 chf wohl fast übersteigen :roll:

Versuch es doch mal mit dem Beobachter oder Kassensturz, wenn die bei der Postfinance nachfragen könnte es mit Kulanz gleich ganz anders aussehen.

Gruss

fritz

boersenspiel
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Mikoman wrote:

Ja klar, dass wird wohl so gewesen sein - hab das Factsheet nicht gelesen und weiss daher auch nicht, ob es das richtige war.

Ich lese das Factsheet nur dann, wenn ich weitergehende Fragen habe, mehr Detaills brauch zum Produkt. Wenn nun solche Fehler möglich sind - wie nun in meinem Fall, so finde ich, müsste das lesen des Factsheets vor dem Kauf zwingend sein. Denn wieviele Privatanleger sind sich bewusst, dass Ihnen dasselbe passieren kann wie mir? Lest Ihr das Factsheet jedes mal vor einem Kauf?

@Mikoman: Also grundsätzlich müsste man eigentlich das Factsheet immer lesen (so wie man auch stets AGBs vollständig lesen müsste - obgleich dies niemand wirklich tut).

Aber: Ich denke Du hast nicht so schlechte Karten, wenn eindeutig falsche (nicht fehlende) Informationen dort gestanden haben und man nicht explizit und klar ersichtlich einen Link (oder Checkbox) bestätigen musste (oder wenigstens klar und deutlich sehen konnte), der den "Haftungsauschluss", "keine Zusicherung" und dergleichen beinhaltet.

Ich bin der Meinung, dass hier so wie so im Sinne der User hinsichtlich Information Quality/Knowledge Management einiges dramatisch verbessert werden müsste (dies gilt eigentlich für alle E-Trading-Plattformen).

boersenspiel
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

@Mikoman: Hast Du schon eine Antwort von der PostFinance erhalten? Gibt es eine zufriedenstellende Lösung?

sparkle78
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Hallo Mikoman.

Mir ist genau das gleiche bei Swissquote passiert. Es war ebenfalls ein KO Schein der Deutschen Bank.

SQ hatte diesen als normalen Warrant ausgeschrieben. Beim traden kam also nicht wie üblich der Hinweis auf einen KO Warrant.

Ein Datenblatt war bei SQ nicht hinterlegt.

Ich habe diesen Vorfall bei SQ mit einer Reklamation bemängelt. Es handelte sich bei mir um ca. 1000 Franken.

SQ hat natürlich auf die AGB verwiesen, in denen Sie keine Haftung für eventuelle "fehler" übernehmen.

Nach langem Hin und Her habe ich mich mit SQ darauf geeinigt, dass die mir diese Summe als Courtagen-Bonus gutschreiben. Vielleicht hast du ja ebenfalls die Möglichkeit, so etwas auszuhandeln.

Gruss

Mikoman
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Hallo Leute!

Ich möchte euch über den Stand der Dinge informiere. die Postfinance hat sich bereit erklärt, mir von den CHF 8'000.- nicht mehr als CHF 1'000.- zurück zu erstatten, was Sie bereits getan haben.

Ich habe dazu noch keine Stellung genommen. Als nächstes werde ich einen Anwalt konsultieren und mich beraten lassen...

Die in Frage kommenden AGB's sehen natürlich einen Haftungsausschluss vor, es sei denn es liege grobes Verschulden vor. Ebenso haftet die Postfinance nicht für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen.

Wie schon gepostet, denke ich, dass man hier kaum von "falschen" Informationen sprechen kann. Vielmehr gehe ich davon aus, dass es irreführende bzw. täuschende Informationen sind. Auch denke ich, dass man grobes Verschulden annehmen kann, wenn das Produkt als Warrant ausgewiesen wird statt als KO-Warrant. Das sind zwei verschiedene Produkte, welche sich im Hinblick auf das Risiko erheblich voneinander unterscheiden.

Jedenfalls werde ich euch auf dem Laufenden halten. Für weitere Hinweise bzw. Kommentare bin ich euch dankbar. Liebe Grüsse.

fritz.
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

Mikoman wrote:

Ich habe dazu noch keine Stellung genommen. Als nächstes werde ich einen Anwalt konsultieren und mich beraten lassen...

Die in Frage kommenden AGB's sehen natürlich einen Haftungsausschluss vor, es sei denn es liege grobes Verschulden vor. Ebenso haftet die Postfinance nicht für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen.

Es ist schlimm, wie sich die Grossen durch irgendwelche Haftungsausschlüsse gegen alle ihre eigenen Fehler absichern können.

Ich hoffe, du wirst Erfolg haben mit deinem Anwalt, aber wahrscheinlich wird das mehr kosten als dein Verlust.

Wie gesagt, du könntest es eventuell mal noch mit Beobachter oder Kassensturz versuchen, wenn du Glück hast, kommt es dann an die Öffentlichkeit, ohne dass du grosse Ausgaben hast.

Gruss

fritz

Prise Salz
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Verlust von 8000.- wegen falschen Angaben beim Warrant WSMIT

"mir von den CHF 8'000.- nicht mehr als CHF 1'000.- zurück zu erstatten, was Sie bereits getan haben"

hmmm die haben Dir Geld zurück erstattet, welches Du angenommen hast?

Ich kenne mich mit Gesetzen nicht aus, aber könnte das indirekt nicht heissen, dass Du damit einverstanden bist, der Fall abgeschlossen ist?^^

Ich finds ne Schweinerei was die machen!

fritz.
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Prise Salz wrote:

...aber könnte das indirekt nicht heissen, dass Du damit einverstanden bist, der Fall abgeschlossen ist?

Oder noch schlimmer: dass damit der Fall schon abgeschlossen ist...

Gruss

fritz

patrick1982
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..

Alpha Centauri
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Auch wenn Du Rechtschutz hast musst Du Dir trotzdem einen Anwalt nehmen, denn bei einer Rechtschutz sind Börsenfälle vom Schutz ausgeschlossen.

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