Warrants-Strategie

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01.11.2007 12:37
#1
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Warrants-Strategie

Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich jetzt mit der Börse, seit wenigen Monaten kaufe ich auch Warrants. Zum Teil habe ich Geld gewonnen, zum Teil aber auch schmerzhafte Erfahrungen gemacht (z.B. mit OILRV). Ich frage mich: Lohnt sich der Kauf von Warrants wirklich? Da das Verlustrisiko gross ist, sollte man ja mit eher kleinen Beträgen handeln, was dann natürlich auch die Gewinnchancen schmälert. Auf der anderen Seite konnte man Emerging Market Fonds in den letzten fünf Jahren eine Jahresperformance von ca. 40% erreichen.

Was ist eure Warrants-Strategie, damit am Ende eine gute Performance resultiert. Setzt ihr konsequent Stopp-Loss-Limiten? Kauft ihr Warrants, die bereits im Geld sind und noch eine lange Laufzeit haben oder gerade umgekehrt?

Besten Dank

Triple A

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02.03.2008 20:20
Bild des Benutzers piper
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Warrants-Strategie

Slin wrote:

Das stimmt schon, ZKB Warrants waren bei mir auch lange Zeit auf der schwarzen Liste und habe Vontobel Warrants bevorzugt.

hehe, Slin, ZKB ist bei mir nicht mal mehr auf der Schwarzen Liste; diese Warrant-Küche gibt's gar nicht mehr für mich (habe hierzu irgendwo hier einen zornigen Beitrag abgeladen).

Auch GSI hatte ich wegen der gestellten 0-Volumen (bei fairen Spreads) angeschossen. Dies war letztes Jahr, als der erste Erdbebenschock die Bankenwelt paralysierte und der "Schalter" ab Mittag geschlossen wurde...

Aber solches habe ich danach nie mehr beobachtet und GSI bleibt mein bevorzugtes Haus. Ihre Warrants erscheinen "teuer", weil GSI relativ niedrige Ratios festlegt. Schade nur, dass sie nicht auch Warrants auf Midcaps ausgeben.

Wink

Der Goldpreis? Das ist Substanz plus Glaube und Angst minus Zinsen. (Allan Greenspan)

02.03.2008 19:17
Bild des Benutzers Teofillio
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Warrants-Strategie

Slin wrote:

Das stimmt schon, ZKB Warrants waren bei mir auch lange Zeit auf der schwarzen Liste und habe Vontobel Warrants bevorzugt. Aber in den Hoch Volatilen Zeiten im Januar waren Vontobel Warrants eine absolute Katastrophe! Habe da einige gute ZKB und vor allem UBS Warrants getradet....

Ein Vergleich mit anderen Ermitenten beim Kauf von Warrants ist also aeusserst empfehlenswert!

Gruss SLIN.

Hatte letzte Woche kurzfristig UBSLE von Vontobel, die Kursstellung war meiner Meinung nach einwandfrei, immer aktuell. Aber ja, sehe zwischendurch auch wieder das Gegenteil (unabhängig vom Emittenten)...

http://www.pennergame.de/change_please/2685033/

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Bitte noch ausfüllen, wer noc

02.03.2008 17:09
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Warrants-Strategie

Das stimmt schon, ZKB Warrants waren bei mir auch lange Zeit auf der schwarzen Liste und habe Vontobel Warrants bevorzugt. Aber in den Hoch Volatilen Zeiten im Januar waren Vontobel Warrants eine absolute Katastrophe! Habe da einige gute ZKB und vor allem UBS Warrants getradet....

Ein Vergleich mit anderen Ermitenten beim Kauf von Warrants ist also aeusserst empfehlenswert!

Gruss SLIN.

02.03.2008 14:39
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Warrants-Strategie

Slin wrote:

piper wrote:
jonnycash wrote:
Stopplimiten:

Daran denken, dass diese nur mit gehandelten Kursen ausgelöst werden. Deshalb funktioniert das nur, wenn die Option "häufig" gehandelt wird und die Stopplimiten grosszügig genug ausgelegt sind.

Eine wichtige Feststellung.

Mit Aktien befindet man sich in einem echten Markt mit Angebot/Nachfrage. Bei Warrants ist auf der anderen Seite des Schalters stets ein Market Maker. Und wer meint, mit Market Makers dealen zu können, irrt gewaltig, denn wenn's runter geht, verkrümeln die sich.

Meine Erfahrung ist: Bei Warrants funktionieren Stop Loss Orders NIE! Sie sind Illusion, ein Hirngespinnst. Man schaue sich mal die Orderbooks von Warrants an...

:x

Einen Stoploss darf man bei einem Warrant sowieso nie machen. Wenn schon, dann einen Stoplimit!

Es ist halt leider so, dass es teilweise kriminell ist, wie die Kursstellungen sind. In hektischen Zeiten habe ich im Januar schon Kursstellungen von 0.03/0.08 gesehen. Allen voran, mein ehemaliger lieblings Ermitent, die Bank Vontobel. Muesste man gleich schliessen so einen Sauladen!

In hektischen Zeiten waren die Kursstellungen bei UBS und ZKB Warrants viel besser und mit fast keinen Aussetzern. Zudem waren gleiche Warrants 10-15% billiger als die von Vontobel. Da staunt der Laie!

Ein Vergleichen lohnt sich also.....

Gruss SLIN.

Also ich habe schlechte Erfahrungen gemacht mit ZKB-Warrants, sehr mühsame Kursstellungen. Finde die Vontobel-Warrants werden viel aktueller angepasst.

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02.03.2008 07:29
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piper wrote:

jonnycash wrote:
Stopplimiten:

Daran denken, dass diese nur mit gehandelten Kursen ausgelöst werden. Deshalb funktioniert das nur, wenn die Option "häufig" gehandelt wird und die Stopplimiten grosszügig genug ausgelegt sind.

Eine wichtige Feststellung.

Mit Aktien befindet man sich in einem echten Markt mit Angebot/Nachfrage. Bei Warrants ist auf der anderen Seite des Schalters stets ein Market Maker. Und wer meint, mit Market Makers dealen zu können, irrt gewaltig, denn wenn's runter geht, verkrümeln die sich.

Meine Erfahrung ist: Bei Warrants funktionieren Stop Loss Orders NIE! Sie sind Illusion, ein Hirngespinnst. Man schaue sich mal die Orderbooks von Warrants an...

:x

Einen Stoploss darf man bei einem Warrant sowieso nie machen. Wenn schon, dann einen Stoplimit!

Es ist halt leider so, dass es teilweise kriminell ist, wie die Kursstellungen sind. In hektischen Zeiten habe ich im Januar schon Kursstellungen von 0.03/0.08 gesehen. Allen voran, mein ehemaliger lieblings Ermitent, die Bank Vontobel. Muesste man gleich schliessen so einen Sauladen!

In hektischen Zeiten waren die Kursstellungen bei UBS und ZKB Warrants viel besser und mit fast keinen Aussetzern. Zudem waren gleiche Warrants 10-15% billiger als die von Vontobel. Da staunt der Laie!

Ein Vergleichen lohnt sich also.....

Gruss SLIN.

01.03.2008 22:25
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jonnycash wrote:

Stopplimiten:

Daran denken, dass diese nur mit gehandelten Kursen ausgelöst werden. Deshalb funktioniert das nur, wenn die Option "häufig" gehandelt wird und die Stopplimiten grosszügig genug ausgelegt sind.

Eine wichtige Feststellung.

Mit Aktien befindet man sich in einem echten Markt mit Angebot/Nachfrage. Bei Warrants ist auf der anderen Seite des Schalters stets ein Market Maker. Und wer meint, mit Market Makers dealen zu können, irrt gewaltig, denn wenn's runter geht, verkrümeln die sich.

Meine Erfahrung ist: Bei Warrants funktionieren Stop Loss Orders NIE! Sie sind Illusion, ein Hirngespinnst. Man schaue sich mal die Orderbooks von Warrants an...

:x

Der Goldpreis? Das ist Substanz plus Glaube und Angst minus Zinsen. (Allan Greenspan)

28.02.2008 16:08
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Warrants-Strategie

ja natürlich, sorry, die mit dem grössten gehandelten volumen.

ich weiss es nicht wieso, aber so lang's so klappt, belasse ich es. natürlich beachte ich auch gewisse einschränkungen (leverage 4, eigene einschätzungen)

28.02.2008 15:53
Bild des Benutzers duke
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nonmollaremai wrote:

also meine strategie ist relativ simpel. meistens die optionen mit dem grösstem volumen kaufen. habe damit bis anhin nur gute erfahrungen gemacht

Und wieso.... :? :?: Du meinst mit Volumen die meist gehandelten?

Gruss duke

28.02.2008 15:49
Bild des Benutzers nonmollaremai
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also meine strategie ist relativ simpel. meistens die optionen mit dem grösstem volumen kaufen. habe damit bis anhin nur gute erfahrungen gemacht

28.02.2008 15:37
Bild des Benutzers Trade_Around_The_World
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Es ist ein Call der sofort wertlos verfällt, wenn der Strike unterschritten wird. Egal ob die Laufzeit noch 1Tag oder 5Jahre beträgt.

Also lass besser die Finger davon (vorerst).

Schau dir mal folgende Seite an.

http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?t=10590

So ist das Leben - mal verliert man,

mal gewinnen die Anderen.

28.02.2008 14:22
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Was ist ein KO Call?

Was ist ein KO Call?

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

02.11.2007 10:25
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jonnycash wrote:

Woher stammt den diese Statistik, marcus fabian?

Einen Link kann ich Dir nicht mehr angeben, wenn es das ist, was Du meinst.

Das war eine amerikanische Studie Anfang dieses Jahrtausends. Ich hatte damals diese Studie in diversen Warrant-Foren so oft zitiert, dass mir die Zahlen im Gedächtnis hängen geblieben sind.

01.11.2007 19:24
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Wichtigster Tipp: Ja nie zu gierig werden!

Lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Gruess

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

01.11.2007 18:58
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jonnycash wrote:

Bei Aktien kann kaum etwas schief gehen (ausser die Firma geht hopps, wie's mir beispielsweise bei meinem ehem. Arbeitgeber erging)

Im Flugsimulator kann jeder eine Kiste landen; doch in Wirklichkeit? Wie sieht's aus, wenn wirklich Entscheidungen getroffen und entsprechend Prioritäten gesetzt werden müssen? Mit 240 Tonnen Alluminium und Menschen an Board. Dann geht die Post ab, das kannst du mir glauben.

Guter Beitrag.

Hast du bei Swissair gearbeitet? Biggrin

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

01.11.2007 18:56
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Quote:

Also: Nie traden, weil man das "Gefühl" hat, den Zug zu verpasst zu haben und eine verpasste Chance käme nie wieder. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit gross, die Kohle zu verbraten.

Das ist für mich die wichtigste Aussage von Johnny Cash's grundsätzlichen Ausführungen.

01.11.2007 18:48
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Woher stammt den diese Statistik, marcus fabian?

By the way, herzlichen Dank für deine Beiträge, soll auch wieder einmal gesagt sein.

Bac to Topic Triple A:

Bei Optionen kannst du viele Verluste vermeiden, wenn du nicht grundsätzlichen Mist baust, wie:

- ums Verrecken etwas erzwingen wollen (z.B. morgen steigt XXX garantiert)

- nicht anerkennen wollen, dass Optionen passiv gehandelt werden müssen. Es ist keine Investition!

- Trades völlig entgegen dem Trend ausüben, ohne dabei entsprechend weniger Geld einzusetzen.

- "tschou zäme, ich senke im Fall den Einkaufspreis" - Strategien.

Halte dabei im Auge: Der Hebel sagt etwas über die mögliche Performance aus, ist aber nicht das Entscheidende. Ein grösserer Hebel reflektiert ein grösseres Risiko, du kannst also weniger Geld einsetzen.

Die Wahrscheinlichkeit ist dein Freund. Der Trend auch.

Bei Optionen gilt es mit Geduld zu warten - (und zwar auf die richtige Gelegenheit!)! Bei Aktien kann kaum etwas schief gehen (ausser die Firma geht hopps, wie's mir beispielsweise bei meinem ehem. Arbeitgeber erging) - man kann warten und die Sch... aussitzen, die man gebaut hat.

Bei Optionen geht das nicht.

Deshalb Vorsicht mit "Erfahrungen" aus dem Aktienhandel. Das kann bei Optionen bös ins Auge gehen.

Als "Anfänger" - nennen wir's besser "Einsteiger" - empfehle ich, "eindeutige" Situationen abzuwarten und dann zuzuschlagen. Solche gibt's im Schnitt 2-3x pro Monat.

Also: Nie traden, weil man das "Gefühl" hat, den Zug zu verpasst zu haben und eine verpasste Chance käme nie wieder. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit gross, die Kohle zu verbraten.

Strategie: Jeder hat eine eigene. Ich passe meine an, wie es mir den grössten Erfolg verspricht. Du musst dir über deine Strategie genau bewusst werden, deinen Typ genau kennen lernen.

Und: Ohne Verluste, manchmal schmerzhafte, wird's kaum gehen.

Üben, im Trockenen, kann man das kaum. Pocker kann man auch nur spielen, wenn es um Geld geht. Nie also blenden lassen, wenn du im Trockenen "geübt" hast, und eine Traumperformance hingelegt hast.

Im Flugsimulator kann jeder eine Kiste landen; doch in Wirklichkeit? Wie sieht's aus, wenn wirklich Entscheidungen getroffen und entsprechend Prioritäten gesetzt werden müssen? Mit 240 Tonnen Alluminium und Menschen an Board. Dann geht die Post ab, das kannst du mir glauben. Wenn`s drauf ankommt, muss man bereit sein. Der Plan of Action ist im Kopf, die Erfahrung unterstützt...

Also: be ready! Wenn du eine Option kaufst, dann hast du über Gewinn und Verlust bereits entschieden. Du weisst, wo die Limiten liegen. Abwarten, und sich gebannten Blickes auf die Charts kochen lassen ist keine gute Idee...

Verantwortung übernehmen heisst, sich der Konsequenzen in der Zukunft bewusst sein. Verluste einplanen!

Du fragst nach Stopplimiten:

Daran denken, dass diese nur mit gehandelten Kursen ausgelöst werden. Deshalb funktioniert das nur, wenn die Option "häufig" gehandelt wird und die Stopplimiten grosszügig genug ausgelegt sind.

In Zeiten wie solchen lasse ich Optionen meistens nicht laufen, sondern stelle bald einmal glatt. Auf allenfalls entgangenen Gewinn pfeife ich. Bis Mitte Jahr konnte man Optionen, und die gemachten Gewinne, laufen lassen. Zurzeit kaum möglich. Nicht zuletzt dümpelts ja übers Ganze gesehen etwas dahin - innerhalb erheblicher Schwankungen. Und die sind es ja, welche die Schatulle füllen.

Ausserdem: Die Entscheidung liegt immer, always und ausschliesslich bei dir! Man muss gar nichts! Bei Optionen eine "goldene" Regel!

01.11.2007 13:36
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Warrants-Strategie

Langfristig gesehen machen 87% der Kleinanleger mit Warrants Verluste. 3% machen Gewinn und bei 10% decken die Gewinne in etwa die Gebühren.

Gewinner sind also in fast allen Fällen die Emittenten.

Ich selbst handle schon seit Jahren nicht mehr mit Warrants. Nur noch mit CFD's.

Die haben den Vorteil, dass keine Gebühren anfallen und der Wert des Papiers nicht durch den Emittenten manipuliert werden kann.

01.11.2007 13:30
Bild des Benutzers Elias
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Warrants-Strategie

Warrants sollten nur eine Beimischung sein.

So ca. 75% meiner Longpositionen enden mit Verlust.

Unter dem Strich habe ich aber weit mehr gewonnen als verloren.

Bis sich aber so ein satter Gewinn einstellt, kann viel Zeit vergehen.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin