Bordeaux 2005

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28.11.2006 13:21
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Bordeaux 2005

Bordeaux 2005

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Bordeaux/Paris (sda/dpa) Rote Spitzentropfen aus dem

klassischsten der französischen Weinbaugebiete erzielen Schwindel

erregende Preise. Preise, wie es sie in der Geschichte des

Bordelais noch nicht gegeben hat.

So kostet eine Flasche vom Château Trolong-Mondot, Jahrgang

2005, glatte 275 Prozent mehr als der Rote im Jahr zuvor. Um

337 Prozent legte das berühmte Château Margaux auf 350 Euro

(550 Franken) zu.

Wer gern den seltenen Bordeaux-Tropfen vom Château Ausone

probieren will, sei vor dem Preis gewarnt - er kostet gegen

500 Euro. Nur etwas mehr bekommt ein «normaler» Winzer im Bordelais

heutzutage für ein ganzes Fass zu 900 Litern.

Hat der als «märchenhaft gut» etikettierte Jahrgang 2005 -

mitten in einer Überflusskrise - alles aus den Fugen geraten

lassen? Wein als wahres Luxusgut, nur ein Spekulationsobjekt?

Mit einem nahezu perfekten Wetter das gesamte Jahr über hatte die

Natur im französischen Südwesten 2005 kräftig geholfen, den Trend bei

den wirklich grossen Bordeaux-Weinen zu verstärken. Einem milden

Winter folgte ein sonniger, aber nicht zu trockener Sommer. Und kein

Unwetter verhagelte im schönen Herbst die Weinernte.

Das Ergebnis ist ein Wein-Jahrgang, der unter die besten der

vergangenen Jahrzehnte in Frankreich eingereiht wird. Tanine,

Säure, Lagerfähigkeit - alles im idealen Bereich. Die Traumnoten,

die der US-Weinpapst Robert Parker für den Jahrgang 2005 verteilt

hatte, riefen sofort die Käufer aus den USA auf den Plan.

Spekulanten

«Und das sind Spekulanten, die nur kommen, wenn der Jahrgang

ihnen Geld einbringt», erklärt Patrick Maroteaux, Präsident des

Verbandes der Grand-Cru-Weine im Bordelais.

Der Trend ist so neu nicht, scheint sich indessen immer dann zu

verstärken, wenn die Börse auf Hochtouren läuft und ein Jahrgang

aus den Bordeaux-Weinbergen aussergewöhnlich ist. Manche Flasche

eines 1996 gekauften Cru Classé aus Bordeaux ist heute 1000 Prozent

mehr wert.

«Das entscheidende Kriterium ist heute finanzieller Natur»,

meint Denis Saverot von der französischen Fachzeitschrift «Revue du

Vin de France». Die grossen Champagner, die Grand Crus aus Bordeaux

und der Cognac schlössen sich der Familie der Luxusmarken von

Berlutti über Chanel bis Cerruti an.

Den Rest besorgt dann die Kommunikation über die Produkte. Auf

der Strecke bleiben allerdings jene Liebhaber der Bordeaux-Weine,

die über die Jahre regelmässig gekauft haben und denen man jetzt

sagt: Pardon, unser Jahrgang 2005 ist an besser zahlende Kunden

vergeben worden.

Amerikaner, Chinesen und Japaner

Betuchte Amerikaner, Chinesen, Japaner und auch noch die

Engländer sind es, die den teuersten Bordeaux-Jahrgang an sich

bringen. «Die Amerikaner spekulieren und machen den Markt kaputt,

sie sind nicht unsere seriösesten Kunden», klagt Weineinkäufer

Jasper Gotthard vom Handelshaus MTVins in Bordeaux.

Wer nicht reich genug ist, um mitzuhalten, dem stehen zwei nicht

allzu schlechte Wege offen. Er geniesst weniger Wein, dafür

allerdings weiterhin den guten. Oder aber er sieht sich nach den

noch «unverdorbenen», aufstrebenden Domaines und Châteaux im

Bordelais und anderswo um.

Na wer will investieren? Scheint so dass auch der 2006 sehr gut wird.

bis zu 1000% Gewinn ist möglich Lol

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Erfindung, Euphorie, Aktiencrash, technologischer Durchbruch