Briefmarken

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17.03.2007 15:33
#1
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Briefmarken

Nach Angaben von Sotheby's einem renomierten Auktionshaus für Kunst und Antiquitäten hat es jüngst grosse Erfolge mit der Versteigerung von historischen Briefmarken erzielt. Vor allen asiatische und osteuropäische Raritäten seien gesucht und würden Rekordwerte erzielen. Doch auch schweizerische Raritäten seien sehr gesucht.

Auch bei den retail Auktionshäusern wie eBay oder ricardo gehören Briefmarken zu den Umsatzstärksten Kategorien.

Vielleicht lohnt es sich, wieder einmal die alte Briefmarkensammlung hervorzunehmen (:

FT

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21.05.2016 13:37
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Philatelie --- gewaltige Umsätze

http://www.rapp-auktionen.com/de/auktionen/rapp-auktion-2016/schlussberi...

Briefmarken gelten als beliebtestes Sammelobjekt weltweit. Die Anzahl Briefmarkensammler wird weltweit auf etwa 50Mio. Menschen geschätzt. Das Ausmass der Sammlerleidenschaft ist natürlich völlig unterschiedlich.....während viele gar kein Geld ausgeben wollen und sammeln, was ihnen in die Hände fällt, sind andere bereit für noch fehlende Stücke Tausende von Franken zu investieren. So wurden letzte Woche beim Auktionshaus Rapp in Wil CH (vgl. link) innert weniger Stunden rund 7 Mio. CHF mit Briefmarken umgesetzt......Experten gehen davon aus, dass mit steigendem, weltweitem Wohlstand die Nachfrage nach schönen, gut erhaltenen und seltenen Briefmarken weiter stark steigen wird......das zieht natürlich auch Händler und Spekulanten an, welche für einen zusätzlichen Preisschub sorgen......nebst all den Rentnern, die jetzt wieder Zeit haben um an ihren Sammlungen zu arbeiten.

Happy collecting

Fine-Tuner

 

 

 

28.02.2016 01:18
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Weiterhin starke Preissteigerungen bei klassischen Postwertzeichen (Briefmarken). Der Philateliemarkt gilt - neben dem Kunstmarkt - seit Jahren als einer der wenigen Märkte mit nachhaltigen Wertsteigerungen. Interessanterweise konnte der Numismatikmarkt (Münzen) hier nicht ganz mit halten. Dies liegt wohl an der inflationären Münzsteigerung und an der schwierigen Klassifizierung. M.E. liegt hier noch Potential.....eine 2000 Jahre alte Münze hat doch einen gewissen Charme, oder?

Merrill Lynch schätzt, dass rund 10% der privaten Vermögen in oben erwähnten Werten angelegt sind. Aufgrund der Tatsache, dass sich diese Werte nicht reproduzieren lassen und das Angebot daher nur sinken kann, geht ML von weiteren Wertsteigerungen aus. Da zwischenzeitlich auch die Fonds-Manager diese Anlagekategorie entdeckt haben und einige Arte- und Phila-Fonds aufgelegt haben (meist leider private equity) dürfte der Anteil der privaten Vermögen an solchen Werten weiter steigen

Happy collecting anyway

Fine-Tuner

30.01.2015 18:27
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Briefmarken festigen Status als werthaltige Anlageklasse in diversifizierten Anlageportefeuilles.

Gemäss J.P. Morgen gelten Münzen und Briefmarken weiterhin als erstklassige Anlagekategorien.

Stark zugenommen hat die Liquidität dieser Anlagekategorien. Der Briefmarken- und/oder Numismatikmarkt ist ein globaler Markt ohne nationale Schranken. Dank Internet könne heute Sammlungen innert Tagen ge- und/oder verkauft werden, was die Attraktivität dieser Anlagen insbesondere auch für "steuerscheue" Individuen stark erhöht hat.

Aufgrund der beschränkten Angebotes sollen - zumindest gemäss JPM - weitere Werterhöhungen wahrscheinlich.

JPM plant für nächstes Jahr den ersten Classic Stamp and Coin ETF.......bin mal gespannt ob es auch eine Schweizer Marke oder Münze in den ETF schafft.

Fine-Tuner

 

 

 

09.03.2014 10:05
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Fine-Tuner hat am 01.03.2014 - 16:06 folgendes geschrieben:

.....allemal werthaltiger als jeder Bitcoin........ limitierte Auflage mit Staatsgarantie.....und es werden immer weniger, was will der risikoscheue Investor mehr?......

Happy collecting

Fine-Tuner

Nächst Woche gibt es wunderbare Raritäten....zwar keine Briefmarken, aber ebenfalls etwas für risikoscheue Investoren..

http://jamesdjulia.com/catalog/?division=596

 

weico

01.03.2014 16:06
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.....allemal werthaltiger als jeder Bitcoin........ limitierte Auflage mit Staatsgarantie.....und es werden immer weniger, was will der risikoscheue Investor mehr?......

Happy collecting

Fine-Tuner

01.01.2014 16:12
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Für gewisse Briefmarken-Kategorien der Schweiz wurden die Märkte in den letzten zehn Jahren von Sammlern geräumt. So zum Beispiel für postfrische Schweizer Briefmarken vor 1900. Hier sind die Preise regelrecht explodiert und die Wertentwicklung übertrifft diejenige der gängigen Anlageklassen (Wertpapiere, Rohstoffe etc.) bei Weitem.

Wer ein solches Stück besitzt, sollte sich den postfrischen Zustand von einem anerkannten Prüfer attestieren lassen und in den Tresor legen. Experten erwarten weitere Preissteigerungen.

Seit 1945 wird der Markt mit Massenware und fragwürdigen philatelistischen Erzeugnissen der Neuzeit geflutet, die jedoch lediglich einen geringen Sammlerwert aufweisen. Die Post mit ihren Millionenauflagen bei Briefmarken hat das ihre dazubeigetragen. Klar gibt es auch nach 1945 die eine oder andere Trouvaille (Fehldrucke, Abarten etc.). Nur wenige Stücke nach 1945 haben jedoch eine Wertsteigerung erfahren.....und der Wert der meisten Briefmarken nach 1945 ist meist nicht höher als der Frankaturwert des Wertzeichens und Preissteigerungen sind eher unwahrscheinlich.

Hier ein paar Sammlertips fürs 2014:

Nur derjenige sammelt richtig Briefmarken, der sich an ihnen erfreut. Wer das Briefmarkensammeln nur als Geldanlage betreibt betrügt sich selbst und erniedrigt sich zum Spekulanten.

Sammle Briefmarken, aber keine Katalogwerte und sei vorsichtig, wenn man dir mit Sicherheit verspricht, diese oder jene Marke werde bestimmt selten. Alle wirklich seltenen Marken sind es unbemerkt geworden.

Prüfe selber, oder lasse wertvolle Briefmarken prüfen, bevor du sie gekauft hast. Nachher ist es vielleicht zu spät.

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Fine-Tuner

25.02.2013 14:02
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Insider haben mir zugetragen, dass das Online Auktionsportal "e-bay" über die Rubrik "Briefmarken" jährlich einen Umsatz von über 50 Mio. USD generiert. D.h. es werden über e-bay jährlich für rund 50Mio. USD Briefmarken ge- und verkauft.....mit Wachstumsraten von über 10% pro Jahr in den letzten fünf Jahren.

Besonders in Osteuropa und Asien boomt das Sammeln und entsprechend der Briefmarkenhandel. 

So sollen angeblich die Preise für russische Marken gerade zu explodiert seien. Putin und Medwedev seien beides Sammler...na, ja. Das Briefmarkensammeln hat in Russland eine lange Tradition, gilt die Marke dort doch als Aktie des kleinen Mannes. Es wird erwartet, dass sich mit zunehmendem Wohlstand diese Sammler auch an ausländische Bestände ranmachen werden. Die Schweiz ist aufgrund ihrer Pionierrolle (1) ein sehr beliebtes, wenn auch sehr teures, Sammelgebiet 

(1) nach England waren Zürich und Genf im Jahre 1843 diejenigen Nationen (die Schweiz existierte noch nicht), welche das Franco-System (und eben Wertzeichen/Briefmarken) als erste weltweit einführten (...und damit natürlich ihre Staatssäckel füllten).

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Fine-Tuner

19.05.2012 16:50
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vITALER sAMMLERMARKT MIT BEACHTLICHEN GEWINNCHANCEN. LEIDER NOCH KEIN ETF BEKANNT Smile

 

HAPPY COLLECTING

FINE-TUNER

12.08.2010 09:16
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Barcelona

Habe mal in Barcelona gesehen, dass da jede Woche (oder einmal im Monat?) auf einem öffentlichen Platz im Freien Tisch an Tisch steht mit Dutzenden von Sammlern, Händlern. Und Hunderten von Leuten, die die Marken betrachten, kaufen, diskutieren. Extrem lebhaft. Tolle Atmosphäre.

Leider etwas weit weg.... :idea:

12.08.2010 00:21
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Briefmarken

...auch Buffet wurde mit stamps reich Wink

http://valuehuntr.com/2010/07/08/postal-arbitrage/

22.06.2010 17:08
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Briefmarken
17.05.2010 10:37
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Briefmarken

Fine-Tuner wrote:

HT Tr8 wrote:
Ich bekam vor knapp zwei Jahren eine Briefmarkensammlung welche sich auf den Zeitraum von 1856-1936 beschränkt. Ich muss ehrlich sein, ich hab sie bisher nicht schätzen lassen. Aber momentan überlege ich mir schwer ob ich die vergolden lassen soll(wörtlich gemeint;))

Da sich einige seltene Marken darunter befinden würde ich die gerne von einem Experten begutachten lassen. Soll ich da gleich mal bei Rapp vorsprechen? Smile

Ich kenn mich nämlich überhaupt nicht aus!

Danke und Gruss!

Lieber HT Tr8

Wenn du die gesamte Sammlung en bloc verkaufst, erhälst Du etwa 10-15% des Katalogwertes. Wenn Du die Stücke einzeln, zB über e-bay verkaufst, kannst Du mit rund 20% rechnen. Wichtig ist nicht nur die Seltenheit, sondern auch die Erscheinung.

PS Rapp ist eine der ersten Adressen. Die nehmen nur Top Ware.

Wenn Du interessiert bist, kannst Du diejenigen Stück, von denen Du denkst sie seien besonders wertvoll scannen und mir den Scan per e-mail zukommen lassen.....oder hier im Forum posten Lol ....dann hast Du gleich eine gute Kontrolle.

Ich gebe Dir gern ein paar Tips und Bewertungen deiner Stücke.

Happy Collecting

Fine-Tuner

Naja ich kann nicht sagen ob die Marken in einem guten Zustand sind oder nicht, aus meiner Sicht sind sie es, die Ränder sind meist makellos und auch sonst seh ich keine Auffälligkeiten.

Ich werd die Sammlung mal abfotografieren und mal online stellen! Dazu muss ich sie allerdings aus dem Schliessfach holen.. Gut Ding will Weile haben!:)

Danke für das Angebot!

17.05.2010 09:35
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Briefmarken

HT Tr8 wrote:

Ich bekam vor knapp zwei Jahren eine Briefmarkensammlung welche sich auf den Zeitraum von 1856-1936 beschränkt. Ich muss ehrlich sein, ich hab sie bisher nicht schätzen lassen. Aber momentan überlege ich mir schwer ob ich die vergolden lassen soll(wörtlich gemeint;))

Da sich einige seltene Marken darunter befinden würde ich die gerne von einem Experten begutachten lassen. Soll ich da gleich mal bei Rapp vorsprechen? Smile

Ich kenn mich nämlich überhaupt nicht aus!

Danke und Gruss!

Lieber HT Tr8

Wenn du die gesamte Sammlung en bloc verkaufst, erhälst Du etwa 10-15% des Katalogwertes. Wenn Du die Stücke einzeln, zB über e-bay verkaufst, kannst Du mit rund 20% rechnen. Wichtig ist nicht nur die Seltenheit, sondern auch die Erscheinung.

PS Rapp ist eine der ersten Adressen. Die nehmen nur Top Ware.

Wenn Du interessiert bist, kannst Du diejenigen Stück, von denen Du denkst sie seien besonders wertvoll scannen und mir den Scan per e-mail zukommen lassen.....oder hier im Forum posten Lol ....dann hast Du gleich eine gute Kontrolle.

Ich gebe Dir gern ein paar Tips und Bewertungen deiner Stücke.

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Fine-Tuner

17.05.2010 08:37
Bild des Benutzers Poor_Banker
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Briefmarken

Da fällt mir spontan auch Whisky als alternative Anlage ein. Natürlich nur die Single Malts. Da liegen Wertsteigerungen von bis zu 500% drin. Und wenn man's nicht verkaufen kann, hat man selber noch 40% ;).

Börsenkurse sind wie Stöckelschuhe, je höher desto besser.

17.05.2010 08:07
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Briefmarken

Ich bekam vor knapp zwei Jahren eine Briefmarkensammlung welche sich auf den Zeitraum von 1856-1936 beschränkt. Ich muss ehrlich sein, ich hab sie bisher nicht schätzen lassen. Aber momentan überlege ich mir schwer ob ich die vergolden lassen soll(wörtlich gemeint;))

Da sich einige seltene Marken darunter befinden würde ich die gerne von einem Experten begutachten lassen. Soll ich da gleich mal bei Rapp vorsprechen? Smile

Ich kenn mich nämlich überhaupt nicht aus!

Danke und Gruss!

17.05.2010 01:55
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Briefmarken

http://www.stampselector.com

happy collecting

Fine-Tuner

29.11.2008 20:43
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Briefmarken

Rekordergebnisse an der weltgrössten Briefmarkenauktion in Wil, St. Gallen...Umsatz> CHF 18Mio.

Finanzkrise?..was ist das?

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Fine-Tuner

24.03.2007 09:50
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Briefmarken

Tips für Markensammler

Niemand ist zu alt, um mit Briefmarkensammeln zu beginnen. Tausende haben erst damit begonnen, als sie sich vom beruflichen Leben zurückzogen. Der Markensammler kann sozusagen von jedem Interessengebiet an sein Hobby herangehen. Das Reich der Briefmarken umfasst praktisch alle Gebiete unseres Lebens und Wissens.

Für beginnende jugendliche Sammler, Buben und Mädchen, empfiehlt es sich, alles was Marken heisst zu beachten und sammeln. Also: Sammle herzhaft drauflos, was dir rechts und links in die Hände kommt und freue dich an der farblichen Vielfalt der Markenbilder.

Dem beginnenden erwachsenen Sammler sei geraten: Begrenze deine Sammeltätigkeit auf ein Land oder auf mehrere Länder, die dir besonders zusagen. Habe ein fest umrissenes Ziel und lasse alles beiseite, was dich davon abbringen könnte.

Sammle als Erwachsener nicht ziellos, sonder systematisch. Achte nicht nur auf das Bild, sondern auch auf die technischen Eigenschaften der Marken. So lernst du sie wirklich kennen.

Tip für Unentschlossene, die noch überlegen, ob sie Briefmarken sammeln sollen oder nicht: Fange an - alles weitere entwickelt sich von selbst.

Ordne deine Briefmarken! In Schachteln und Schubladen aufgestapelte Briefmarken sind tote Gegenstände. Briefmarken in Alben aufgemacht oder eingesteckt, spenden erst die wahre Sammlerfreude.

Sicher ist, dass allen Briefmarken-Freunden ungezählte Möglichkeiten offen stehen, so vielfältig und faszinierend, dass jedermann, jedes Standes und jedes Alters auf seine Rechnung kommen wird.

Präsident Franklin D. Roosevelt sagte: "Durch das Briefmarkensammeln eignete ich mir Kenntnisse an, die mir sonst nur ein langjähriges Auslandstudium hätte vermitteln können."

Nicht die Anzahl der in unserem Besitz befindlichen Briefmarken bestimmt den Philatelisten, sondern was wir daraus machen und lernen.

Man darf als Sammler ruhig ein wenig stolz auf seine Sammlung sein. Und wer es nicht ist, sollte es werden.

Nur derjenige sammelt richtig Briefmarken, der sich an ihnen erfreut. Wer das Briefmarkensammeln nur als Geldanlage betreibt betrügt sich selbst und erniedrigt sich zum Spekulanten.

Sammle Briefmarken, aber keine Katalogwerte und sei vorsichtig, wenn man dir mit Sicherheit verspricht, diese oder jene Marke werde bestimmt selten. Alle wirklich seltenen Marken sind es unbemerkt geworden.

Stelle nicht zu grosse Ansprüche an die Qualität alter Briefmarken. Marken mit einem Alter von 80 bis über 100 Jahren (geschrieben vor 50 Jahren) können nicht mehr in jugendlicher Frische erstrahlen. Dafür sind sie eben zu alt.

Prüfe selber, oder lasse wertvolle Briefmarken prüfen, bevor du sie gekauft hast. Nachher ist es vielleicht zu spät.

Willst du beim Briefmarkensammeln Lehrgeld sparen, so hole dir Rat beim seriösen Fachmann. Denke aber daran: Nicht philatelistische Kenntnisse allein machen den seriösen Briefmarkenhändler - ebenso wichtig ist seine moralische Zuverlässigkeit und seine ehrliche Gesinnung. Auch in diesem Beruf gibt es respektable Händler und unlautere Geschäftemacher.

Wenn du die Absicht hast deine Sammlung zu verkaufen, so spare nicht einige Franken für die Kosten einer Schätzung durch einen tüchtigen Fachmann. Fällt die Bewertung niedriger aus als du erwartet hast, so betrachte die Differenz als Vergnügungssteuer.

Gib deinen Angehörigen rechtzeitig Weisung, was mit deiner Sammlung geschehen soll, wenn unerwartete Umstände dich verhindern sollten, selbst darüber zu disponieren. Wer nichts von Briefmarken versteht ist hilflos und Ratschläge selbst von besten Freunden sind nicht immer ganz uneigennützig.

20.03.2007 12:51
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Briefmarken

Um überhaupt verkausfähig zu sein - Ausnahme absolut gesuchte Topstücke, die auch im Einzelpreis gehen - muss die Vollständigkeit über ein Jahr, mindestens aber innerhalb der Serie vorhanden sein. (wenn immer das Stück mit dem höchsten Nominalwert fehlt, ist das natürlich schwierig).

Für 200 Stücke über 60 und mehr Jahren gilt das wohl kaum. Da hilft nur weiter aufbauen...

übrigens: bei postfrischen Stücken neueren Datums ist der eigentliche Wert nicht viel höher als der Frankaturwert: das eine oder andere Stück kann also getrost aufgeklebt und verschickt werden.

Es ist ferner so. dass selbst in kompletten Sammlungen gewisse Einzelstücke praktisch einen extremen Anteil am gesamten Wert bestimmen. In einer Europa-Serie Sammlung z.B. ein Stück aus Andorra.

Bei den Verkaufspreisen wird als Richtlinie ein Wert um 40-60% Prozent vom eigentlichen Wiederbeschaffungswert angesetzt.

Der Markt ist aber sehr in Bewegung, gewisse Sammelgebiete - genauso wie auf dem Kunstmarkt, wo wir momentan eine Delle bei den Barockstücken sehen - sind gefragter als andere. Z.B haben Sammlungen der BRD in den letzten Jahren eine schwierige Zeit, selbst gesucht Serien wie der Posthorn-Satz.

Auf jeden Fall eine interessante Diversifikationsmöglichkeit des Portfolios, die ich auch selbst nutze.

20.03.2007 10:33
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Briefmarken

Rochefort hab absolut recht, das lohnt sich nur mit Topstücken.

Ich habe auch vor ein paar Monaten mal wieder meine Sammlung hervorgeholt, die ich früher jahrelang gepflegt habe, habe geglaubt, dass diese ziemlich gut sei.

Es hat sich aber gezeigt, dass in jedem Jahrgang genau DAS Topstück fehlt, und alles andere nur wenig wert ist, schon nach Katalog, und beim Verkauf natürlich noch deutlich weniger.

Und alles was neuer als etwa 1965 ist, gibt es sowieso in Riesen-Massen, und da gibt es praktisch keine seltenen Top-Stücke mehr.

Ich habe dann zum Versuch trotzdem meine Pro Juventute-Sammlung von 1913 bis 1985 bei Ebay reingestellt, insgesamt 167 Teile, mit einem Katalogpreis von CHF 166.-, aber eben, die wichtigsten Stücke haben gefehlt, ich habe einen Startpreis von CHF 39.- angegeben, und es gab kein einziges Gebot.

Gruss

fritz

18.03.2007 17:42
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Briefmarken

Der Trend hin zu alternativen Anlageformen (über Wein wurde an dieser Stelle ja auch schon diskutiert) hat in der Tat auch der Philatelie (sowie der Nummismatik) neues Leben eingehaucht.

Die Wertsteigerungen bei Briefmarken sind aber nur für absolute Topstücke oder dann ganze Sammelgebiete in postfrischer Qualität zu beobachten.

Das (wenn auch mit viel Herzblut...) zusammengestellte Briefmarkenalbum hat reinen (emotionalen) Liebhaberwert.

Man kann in diesem Zusammenhang keinesfalls irgendwelche Katalogpreise für Einzelstücke addieren.

Wer tatsächlich über interessante Bestände verfügt, (z.B. durch eine Erbschaft) ermittelt als Laie den Wert (auch für die Versicherung) lieber mittels einer professionellen Schätzung (z.B. bei Schwarzenbach, Zürich oder ähnlichen Adressen). Das ganze kostet dann so 120 Franken, lohnt sich aber, wenn wirklich was Gutes dabei ist.

17.03.2007 22:42
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Re: Briefmarken

Fine-Tuner wrote:

Vielleicht lohnt es sich, wieder einmal die alte Briefmarkensammlung hervorzunehmen (:

FT

Gute Idee, hätte auch noch ein paar auf Lager......

Mein ältester Brief ist von 1885. Hat zwar nach Katalog fast nichts Wert. :cry: :cry: :cry:

Gruss SLIN.