Bundes Obligationen

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08.02.2007 15:41
#1
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Bundes Obligationen

Ich habe die letzten Tage bei meiner Bank ein 3a Sparkonto eröffnet. Nun hat mein Kollege mir gesagt, dass er bei Bundesobligationen fast das doppelte an Zinsen bekommt. Die Frage ist hier, wie sicher ist das und kann man das auch von den Steüern abziehen? Weiss jemand darüber etwas genaueres?

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12.09.2016 08:27
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Weltweiter Ausverkauf bei Staatspapieren nach EZB-Enttäuschung

Weltweit haben die Bondkurse am Freitag nachgegeben.

Insbesondere bei längerfristigen Papieren gab es Verluste, nachdem EZB-Präsident Mario Draghi QE-Spekulationen gedämpft hatte. Er hatte gesagt, dass der Rat eine Ausweitung des Aktiva-Kaufplans nicht erörtert habe und enttäuschte Investoren, die spekuliert hatten, dass neue Stimuli bevorstehen.

Bei längerfristigen Bonds, die in den vergangenen Monaten eine Outperformance aufgewiesen hatten, kletterten die Renditen rascher als bei kürzeren Laufzeiten. Die Rendite 30-jähriger deutscher Bundesanleihen etwa stieg um neun Basispunkte auf 0,59 Prozent auf den höchsten Stand seit Juni. Am Vortag hatten die Papiere bereits einen Renditezuwachs von neun Basispunkten verzeichnet.

Zehnjährige Anleihen der Eidgenossenschaft rentierten minus 0,44 Prozent gegenüber minus 0,49 Prozent am Vortag. Die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg um sechs Basispunkte auf 1,65 Prozent.

Zwar sind die Renditen weiterhin sehr niedrig im Vergleich mit historischen Durchschnitten, aber sie steigen rasch von den in diesem Jahr erreichten Rekordtiefs. Das weckte Erinnerungen an den Bond-Einbruch von 2015, als die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen in weniger als zwei Monaten um mehr als einen Prozentpunkt zugelegt hatten.

(Bloomberg/cash)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.02.2008 15:25
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spion wrote:

Heist dass, das ich auch 35% Verrechnungssteuer bezahlen muss, diese jedoch nicht von den Steurn zurückfordern kann?

Dann würde teoretisch meine Redite ca. 1/3 (35%Verrechnungssteuer) kleiner sprich von 18% auf 12% sinken?

Ich habe soeben die Abrechnung von meiner Hausbank bekommen. Wie ich früher geschrieben habe, bin ich nun in diese türkischen Staatobligation Investiert. Auf der Abrechnung sah ich, dass ich keine Verrechnungssteuern bezahlen musste, sprich ich hatte mein Geld zu satten 18.25% verzinst bekommen. Ach Übrigens, Währung hat grosse schwankungen (+/- 10%) deshalb doch nichts für schwache Nerven.

Gruss Spion

An der Börse kannst du "nur" 100% verlieren, aber ein vielfaches gewinnen.

27.08.2007 18:36
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Bin mich gerade am Einarbeiten in die Börsensignale von Uwe Lanz. Tönt überzeugend und scheint sich zu bewähren. Hab inzwischen sämtliche Quellen gefunden, wie ich die verschiedenen Signale (Öl, Dollar, Indizes etc.) auf dem Internet abrufen kann - mit einer Ausnahme:

Den Verlauf der Rendite auf eine 10-jährige US-Staatsanleihe. Die Kurve für die zehnjährige Schweizer Anleihe ist täglich in der NZZ abgebildet. Aus den USA sind aber leider nur die aktuellen Zahlen aufgeführt, nicht aber der Verlauf der letzten 9 Monate, der ja überprüft werden muss.

Hab wild rumgegoogelt, aber keine freie Quelle gefunden. Weiss jemand Rat?

Thanks and good luck

21.06.2007 10:25
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Achso dann bezahle ich die Verrechnungssteur in der Türkei und am ende der Laufzeit kann ich mein Investiertes Geld inklusieve der Zinsen vom Neuen türkischen Lira in CHF umtauschen.

Dann sollte ich mal mein türkischen Freund fragen wie hoch die Verrechnungssteuern in seinem Heimatland sind. Sobald ich mehr weis werde ich mein wissensstand hier posten.

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21.06.2007 10:05
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Aus meiner Sicht wird das so sein... ohne aber die genaue Gesetzesgrundlage zu kennen.

Wobei ich auch nicht weiss wie hoch die Verrechnungssteuer in der Türkei ist.

21.06.2007 10:00
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technischer wrote:

spion

Klar kannst du auf eine günstige Entwicklung der Währung setzten und so dann doppelt gewinnen. Wenn es dann einfach anders kommt dann verlierst du... Ist halt nichts anders als ein Börsengeschäft. Man wettet auf eine Richtung und gewinnt oder verliert... oder man tritt an Ort.

Wenn kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, dann wird dir einfach die Verrechnungssteuer abgezogen und du kannst sie in der Schweiz nicht mehr geltend machen.

Heist dass, das ich auch 35% Verrechnungssteuer bezahlen muss, diese jedoch nicht von den Steurn zurückfordern kann?

Dann würde teoretisch meine Redite ca. 1/3 (35%Verrechnungssteuer) kleiner sprich von 18% auf 12% sinken?

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20.06.2007 18:11
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spion

Klar kannst du auf eine günstige Entwicklung der Währung setzten und so dann doppelt gewinnen. Wenn es dann einfach anders kommt dann verlierst du... Ist halt nichts anders als ein Börsengeschäft. Man wettet auf eine Richtung und gewinnt oder verliert... oder man tritt an Ort.

Wenn kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, dann wird dir einfach die Verrechnungssteuer abgezogen und du kannst sie in der Schweiz nicht mehr geltend machen.

20.06.2007 10:44
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wenn ihr anlagen für 3a sucht, schaut euch mal die page von UBS an... :!:

http://www.ubs.com/1/g/ubs_ch/private/insurance/fisca/securities.html

19.06.2007 15:32
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Ich habe nochmals eine Frage zu den Staatobligationen im Ausland.

z.B.: Valor 2941048 wird mit rund 16% verzinst, oder Valor: 2898583 zu rund 18.25% verzinst.

Technischer hat mir/uns einen Link ins Forum gestellt (übrigens Danke schön) dort wäre ersichtlich wenn die Schweiz mit in diesem Fall der Türkei ein Doppelbesteuerungsabkommen hat. Ich habe in diesm Link jedoch nicht über Privatpersonen gefunden. Ist die Türkei nicht auch ein Land der Next11?

Könnte man nun auf eine steigende New Lira hoffen und so doppelt provitieren?

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03.05.2007 22:01
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Auf admin.ch findest du sicher details... Versuche es mal mit diesem Link:

http://www.estv.admin.ch/d/dba/themen/dok/allg-ii.pdf

Du siehst, irgendwo gleicht sich die Rendite immer mit dem Risiko aus. Die risikolose Anlage mit einer Top Rendite gibt es nicht...

Oder der wo sie kennt nutzt sie selber.

Dein Spruch am Fusse passt super... Nur ist da eben dann die Krux mit dem Prozentrechnen Lol

03.05.2007 17:27
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technischer wrote:

Das mit der türkischen Obligation siehst du im Prinzip schon richtig. Dein Geld wird pro Jahr mit 18.25% verzinst. Und da der Kurs sozusagen bei 100% ist wird es auch keine allzugrossen Kursgewinne/ -verluste bis zum Verfall geben (Natürlich nur bei Haltedauer bis Verfall).

Dir wird keine Schweizerische Verrechnungssteuer abgezogen. Aber evtl. eine türkische, wobei ich nicht weiss ob sie so ein ähnliches Konstrukt überhaupt haben. Und die Rückforderbar könnte dort auch eher ein Problem sein (Es wäre einfach auf ein Doppelbesteuerungsabkommen abzustützen).

Das Risiko ist einfach der Schuldner (kann der Schuldner die Obligation per Verfall zurückzahlen). Und das Währungsrisiko gegenüber der Türkischen Währung falls du das Geld nach Verfall wieder in CHF zurückwechseln willst. Was nützen dir 18% Zins, wenn es ein Kursrutsch von 20% gibt?

Gruss

technischer

Vielen dank für die Antwort.

ich habe auch eine Anleihe mit dem Südafrikanischen Ran gesehen, Dort wurde das Geld mit 20% verzinst und die Währungsverluste waren letztes Jahr 25% was dein Zenario wiederspiegelt.

Wo könnte ich nachschauen ob es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Türkei und der Schweiz giebt (www.admin.ch)?

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03.05.2007 17:08
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Das mit der türkischen Obligation siehst du im Prinzip schon richtig. Dein Geld wird pro Jahr mit 18.25% verzinst. Und da der Kurs sozusagen bei 100% ist wird es auch keine allzugrossen Kursgewinne/ -verluste bis zum Verfall geben (Natürlich nur bei Haltedauer bis Verfall).

Dir wird keine Schweizerische Verrechnungssteuer abgezogen. Aber evtl. eine türkische, wobei ich nicht weiss ob sie so ein ähnliches Konstrukt überhaupt haben. Und die Rückforderbar könnte dort auch eher ein Problem sein (Es wäre einfach auf ein Doppelbesteuerungsabkommen abzustützen).

Das Risiko ist einfach der Schuldner (kann der Schuldner die Obligation per Verfall zurückzahlen). Und das Währungsrisiko gegenüber der Türkischen Währung falls du das Geld nach Verfall wieder in CHF zurückwechseln willst. Was nützen dir 18% Zins, wenn es ein Kursrutsch von 20% gibt?

Gruss

technischer

03.05.2007 13:56
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Bundesobli in der Türkei?

Ich hab da auch noch eine Frage wegen den Bundesobligationen. Als ich mal mehr Zeit hatte um im Internet nach höheren Festverzinsten Papiern zu suchen fand ich eine Türkische Anleihe.

Valoren Nr.: 2898583 Sehe ich das richtig das mit dieser Obligation mein Geld zu 18.25% verzinst wird? Müsste ich auf diesen Zins auch die 35% Verrechnungssteuern bezahlen?

Vielen dank für die Antworten.

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11.02.2007 21:54
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Genau das sind Bundes-Obli's. Du gibst dem Bund Geld und er zahlt dir Zins dafür. So hoch sind die Obli-Zinse ja auch wieder nicht. Und die sind natürlich abhängig von der Bonität vom Schuldner. Aber auch von andern Umfeld-Einflüssen wie z.B. Zinse.

09.02.2007 09:43
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Kann mir noch jemand genau sagen was Bundes Obligationen sind?

Ist das Geld wo ich dem Bund gebe und er mir dafür jährlich Zins auszahlt? Wieso ist de so 'hoch', ist es nicht so sicher oder was hat das mit aufsich? Ist doch viel sicherer als den USA Geld zu geben oder den meisten anderen Ländern, oder?

09.02.2007 07:27
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Denke auch das die Möglichkeiten von Hans die einzigen sind wo sich steuerlich realisieren lassen. Wobei die Einmaleinlage steuerlich evtl. nicht abziehbar ist.

Ist halt leider schon so das auf dem 3a Konto der Zins sehr tief ist... Zwar etwas weniger tief als auf sonst einem Konto, aber immernoch sehr tief, und im Grunde eine Geldvernichtung.

Was bei dieser Betrachtung einfach ausser acht gelassen wurde ist die Steuereinsparung. Und die kann je nach Betrag und Progressionsstufe doch recht erheblich sein und das Geld wäre dann evtl. unter dem Strich betrachtet recht attraktiv "verzinst"....

08.02.2007 23:14
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Re: Bundes Obligationen

...aktuell sollte man mangels Alternativen aus den angebotenen Anlagefonds auswählen, die abgestuft bis zu 50% in Aktien investieren....

...Berufseinsteiger sollten den maximalen Aktienanteil von 50% wählen (ev. gestaffelt anlegen, nicht alles bei Aktienhöchststand wie aktuell) wegen dem langen Anlagehorizont....und die Fonds einige Jahre vor dem Bezug verkaufen (hoffentlich auf Aktien-Höchststand), wegen ev. Börsencrash...

Daytrader wrote:

Ich habe die letzten Tage bei meiner Bank ein 3a Sparkonto eröffnet. Nun hat mein Kollege mir gesagt, dass er bei Bundesobligationen fast das doppelte an Zinsen bekommt. Die Frage ist hier, wie sicher ist das und kann man das auch von den Steüern abziehen? Weiss jemand darüber etwas genaueres?

Gruss Hans

08.02.2007 19:51
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...da wäre nur noch diese Möglichkeiten:

1. Einkauf in die Pensionskasse

...nur reizvoll, wenn das eingebrachte Geld später in Kapitalform wieder bezogen wird, denn erstens kann der Einkaufsbetrag vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Zweitens wird ein Kapitalbezug gegenüber einem Rentenbezug zu einem stark ermässigten Tarif besteuert. Sperrfrist für Bezug ist mind. 3 Jahre, da es sonst als Steuerumgehung taxiert wird...

2. Einmaleinlage in eine Versicherung

...je nach Konstrukt andere Regelungen....frage den Versicherungsberater Wink

Gruss Hans

08.02.2007 19:34
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Bundes Obligationen

Aber sonst gibt es nichts wo man Geld anlegen kann und dies noch von den Steüern abziehen kann?

08.02.2007 18:31
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Bundes Obligationen

...das stand wohl im Cash von dieser Woche, und es stimmt!!

Ist leider so, dass wir alle mit einem Säule 3a-Konto von den Banken abgezockt werden, da nur 1,5% Zins anfällt - was eigentlich lächerlich ist - man kann zwar Fonds anlegen aber auch dort wird man mit hohen Gebühren abgez.... und das Angebot an Fonds ist lächerlich klein.... !!

Frage: Wieso machen Banken seit Jahren soviel Gewinn ? Wink

Leider kann man betr. 3a nix machen, aber es wird sich bald was ändern, denn das Bundesamt für Sozialversicherung wird einen Vorstoss zur Renovation der 3a betr. Anlagemöglichkeiten machen, sodass man in 3a das Geld "effizienter" anlegen kann.....

...aber das dauert... :roll: :roll:

Gruss Hans