Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

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02.07.2009 08:13
#1
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen! Warum eine Strategie wichtig ist!

Angst Chancen zu verpassen!

Wenn man so die Beiträge im Forum liest, stellt man fest, dass viele Anleger Angst haben, gute Einstiegschancen zu verpassen. Spez. ist es mir auf- fallen bei Aktien (Zurn/ABB/Galenica) die ich selber bevorzuge und immer wieder mal im Depot habe. Warum aber bevorzugt man gerade gewisse Aktien. Weil man ganz besonders gut kennt, oder weil man glaubt sie zu kennen und uns irgend etwas mit diesen Unternehmen verbindet das aber nicht wirklich etwas mit den Daten für eine positive Kursentwicklung zu tun hat. Eine Aktie sollte man aber nur kaufen, wenn die Unternehmenszahlen und die Zukunftsaussichten sehr gut sind. Für Sentimentalitäten ist im Aktienring kein Platz. Das musste ich schon öfters am eigenen Leib bezw. im eigenen Geldbeutel erfahren ;-)!

Um das Chancenpotential etwas einzukreisen, wäre folgendes Vorgehen eine Möglichkeit.

1.

Ich nehme einen Titel ins Kaufvisier

2.

Anhand der mir zur Verfügung stehenden Daten und Informationen berechne ich ein realistisches Kursziel von Fr. 300.00 welches innert x Monaten erreicht werden könnte.

3.

Der aktuelle Kurs liegt bei Fr. 200.00.

4.

Meine Chance liegt somit im Moment bei Fr. 100.00!

5.

Da die Börse im Moment (od. meistens) aber keine Einbahnstrasse ist, besteht aber trotz meines innigsten Wunsches, dass die Aktien nach meinem Kauf nach oben "abrauscht", die Möglichkeit eines nochmaligen Tauchers auf z.B. Fr. 180.00!

6.

Jetzt stehen wir vor einem Dilemma. Jetzt warten wir doch schon so viele Wochen auf den günstigsten Einstieg und er kommt einfach nicht, noch nicht. Und wir hätten nun doch unsere Lieblingsaktie soooo gern.

Auch haben wir Angst, wieder einmal alles zu verpassen.

7.

Jetzt ist guter Rat teuer. Im Forum wird es wohl schon einer ganz genau wissen. Aber nein, ach da druckst man sich herum. Verständlich, niemand weis ja was, wann passiert. Allerdings tun viele so. Ich meine jetzt aber nicht hier im Forum, sondern den Kreis der lieben Analysten und Pushern!

8.

Guter Rat muss nicht teuer sein. Man kann sich ja mal folgende Rechung machen:

Akt. Kurs: 200.00

Kursziel: 300.00 (bis 31.12.2009)

Kursrisiko: 180.00

A)

Wenn ich nun dank meiner Analysen überzeugt bin, dass ich bis Ende Jahr pro Aktie Fr. 100.00 verdienen kann, dann kann ich die Aktie meiner Meinung nach sofort kaufen. Ich denke Fr.100.00 (50%) ist ein angenehmer Gewinn.Jedenfalls verpasse ich den Einstieg nicht.Jetzt kann ich mir aber sagen, dass die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass die Aktie die Fr. 180.00 nochmals testet. Ich werde also zocken und setzte ein Kauflimit bei z.B. 185.00. Beim Erreichen des Limites kauft es mir die Aktie)

Nun kann es aber auch passieren, dass die Aktie nicht mehr taucht oder mind. nicht so tief wie wir das gerne hätten. Im Gegenteil die Aktie steigt und wird haben den ersten Teil verpasst. Nach dem ersten Anstieg kommen die Zweifel ob es sich jetzt noch lohnt einzusteigen und wird warten weiter und die Aktie steigt weiter und hat bald unser Kursziel erreicht. Die Aktie ist am Ziel, wir aber immer noch am Start!

Variante A(Was man hat, hat man)

Gewinn 50%

Variante B (Glück gehabt)

Gewinn 57,5%

Variante C (warten auf Godot)

Gewinn 0%,

Und was schliessen wir daraus?

1.

Nur Aktien mit "wirklichem" Kurspotential auf No.1 Watchliste nehmen. Alle anderen Titel unter Beobachtung auf Watchliste No. 3 - .......!

2.

Wenn man ans Kurspotential der Aktie glaubt und auch die harten Fakten und nicht nur das Wunschdenken für eine Aktie spricht, sollte man sie zu einem bestimmten Kurs kaufen. Den besten Kurs erwischt man ja eh nie. Wichtig ist, dass die Aktie wirkliches Kurspotential auf eine bestimmt Sicht hat. Ob dann am Schluss 50% Gewinn oder 57.5% Gewinn herausschaut spielt überhaupt keine Rolle. Man darf sich das auch nicht als Fehler oder Niederlage zuschreiben, den optimalen Einstieg nicht getroffen zu haben. Wichtig ist, dass man die richtige Aktie im richtigen Zeitpunkt ihres Zyklus kauft. Ob etwas billiger oder etwas teurer wird dann nebensächlich.

Chancen kann man nicht erzwingen,man kann sie aber ergreifen. Oft sind sie aber da zu finden, wo man noch nicht gesucht und nachgeschaut hat. Chancen kommen immer wieder auch in andern Titel Gerade jetzt wird es noch zu hauf Chancen in vielen Aktien geben.

Hält man sich an eine Kaufstrategie (schriftlich festhalten) sind die Entscheidungen viel leichter. Man muss nicht bei jedem Kauf Herz, Seele oder den Telefonjoker befragen. Einfach gemäss eigener, festgelegter Kriterien kaufen und natürlich auch verkaufen. Hat man die Kauf- u. Verkaufsstrategie schriftlich festgelegt, ist es auch möglich dass man sie nötigenfalls auch etwas justieren kann. Aber eben, das Wichtigste ist die Selbstdisziplin.

Dazu gehört vor allem auch, bei der Erreichen von Kurszielen, die Gewinn zu realisieren, oder nach festgelegten Kriterien zu beurteilen: Würde ich die Aktie zum jetzigen Zeitpunkt nach meinen Kriterien auch noch kaufen! Ist dies nicht der Fall, also ich bin der Meinung die Aktie ist ausgereizt, muss ich die Aktien verkaufen und den Gewinn realisieren. im umgekehrten Fall ist das genau so. Wenn die Aktie also nicht wie gewünscht nach oben rauscht sondern in den Untergrund abtauchen will, muss ich mir immer wieder die gleiche Frage stellen. Würde ich diese Aktie jetzt kaufen. Lautet die Antwort nein, muss ich mich sofort von der Aktie trennen. Natürlich geht dieses Vorgehen nicht immer gut aus. Die Aktien können weiter steigen, dann habe ich zu früh verkauft. Die Aktien können sich wieder erholen, dann habe ich auf zu früh gekauft. Aber über eine längere Zeit wird sich ein Vorgehen nach genau festgelegten Regeln (Strategie) auszahlen.

Klar, es gibt nicht die "Regel", die "Strategie"! Jeder muss das für sich herausfinden. Aber er muss damit beginnen. Wenn die gewählt Strategie nicht funktioniert muss man sie korrigieren. Korrigieren kann man aber nur, wenn man weis was man falsch gemacht hat. Aber dann muss man es auch anpassen.

Das Wichtigste:

Kunst ist es Verluste zu realisieren wenn sie noch klein sind. Grosse Verluste kann jeder machen! Also immer mit StopLoss oder mit limitierten StopLoss arbeiten.

Ich hoffe, dass ich mich für alle unverständlich und kompliziert genug ausgedrückt habe. Aber die Börse ist halt nicht einfach. Sie zu erklären ist aber noch schwieriger. Aber versuchen kann man es ja!

Karat1

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06.07.2009 15:44
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

ok zu den options Lol

Anstatt direkt die Aktie zu kaufen und einen Stop zu setzen gibt es einen eleganten Umweg über einen Bull Call Spread.

Der Vorteil: Risk genau eingegrenzt, kein SL nötig

Nachteil: Ertrag etwas kleiner

Wie funktioniert das:

UBS Aktie steht bei 13 und ich denke sie steigt. Da mir das Risk eines Downgaps zu gross ist mache ich einen Bull Call Spread. Ich kaufe zum Bsp einen Call mit Strike 15 und verkaufe einen Call mit Strike 17 und selbem Verfall. Mein Risk ist somit fixiert und ich kann hoffen das die Options ins Geld laufen.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

06.07.2009 06:11
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

mir ist das mal passiert bei einem Warrant, Illiquidität führt zu einem Wertverlust! Du musst die Titel zu einem günstigeren Preis verkaufen.. say godby

schöner Montag

04.07.2009 17:04
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

Ich handle eigentlich nur hochliquide Titel...bei illiquiden könnte man den Stop auch einfach weglassen und die Position dermassen klein halten, dass das Risiko im Rahmen bleiben.

Eine andere Idee wäre es mit Optionen zu probieren...werde später mal ausführen wie das geht.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

04.07.2009 16:20
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

@Johnny P:

Und was würdest du machen? Stopp-Loss-Bestens?

Auch da gibt es doch ein Risiko. Das ist mir schon passiert. Der Kurs schmiert für ein paar Sekunden ab und erholt sich dann gleich wieder. Mit Stopp-Loss-Limit bekomme ich dann wenigstens noch einen akzeptablen Kurs oder mit etwas Glück werden sie gar nicht verkauft. Bei Stopp-Loss-Bestens gehen sie dann zu einem Scheiss-Kurs raus.

Zugegeben, bei Titel mit grossem Volumen ist das unwahrscheinlich, aber bei Titeln mit kleinen Volumen gibt es das öfters.

Es gibt also bei beiden Varianten ein Risiko-Potential. Oder sehe ich das falsch?

Gruss

fritz

04.07.2009 16:16
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

Hallo Jonny P.

Also das mit der UBS war nur ein Beispiel. Ich habe gar keine UBS. Deine Aussage ist aber schon richtig.

Ich arbeite aber eigentlich nie mit Stoploss-Marken.

Wenn ich entscheide zu verkaufen, verkaufe ich.Basta.

Bei Käufen ist das etwas anderes. Gerade in den letzten Wochen war man gut beraten, die Aktien welche man eigentlich jetzt gerade kaufen wollte, in eine spez. Kaufwatchliste aufzunehmen anstatt zu kaufen. Immer wieder ging es z.T. sehr schnell, dass diese Aktien 5% - 15% billiger zu haben waren und sich dann auch kurzfristig wieder etwas erholt haben.

Ich hätte gar nicht genug Geld um all die Aktien zu kaufen, welche vor UBS-Aktien an die Reihe kämen. Obwohl ich nicht ausschliesse, oder gar sicher bin, dass sich die UBS wieder mal erholen werden. Jetzt gehen sie aber noch eine zeitlang durchs Tal der Tränen. Warum also soll ich mich mit UBS befassen!

Da ich aktuell keine einzige Aktie im Depot habe, nur 3 ETF (BRIC, USA-Aktien, Rohstoffe)habe ich gnügend Munition um meine aussichtsreichen, gefallenen Engel zu kaufen, wenn dann die Zeit gekommen ist. Jetzt ist aber nicht die Zeit des Kaufens sondern des geduldigen Warten. Mindestens für mich. Also Markt beobachten und versuchen den Einstieg nicht zu verpassen bevor der Zug abfährt. Aber lieber eine Chance zu verpassen, als frühzeitig in die "Scheisse" zu greifen. Da ich ja kein Zocker bin hoffe ich nach einem Einstieg, dass der Aufwärtstrend einige Zeit anhält und ich mich lange auf Aufwärtstrend meiner Aktien erfreuen kann.

Ich bin mit dem Alter auch etwas ruhiger geworten.

In den nächsten Monaten wird es noch viele aussichts-reiche Aktien geben die tauchen werden, aber gute Zukunftsperspektiven haben. Dann muss die Schatulle noch voll sein.

Aber niemand weiss wie es wirklich kommt und so nehme ich jeden Tag wie er kommt. Auch an der Börse.

Karat1

04.07.2009 14:36
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Re: Strategien

Karat1 wrote:

Limitierter Stop-Loss-Auftrag

Verkaufen 100 UBS N, Auslöselimite bei Fr. 15.00, Stopplimite Fr. 14.40! Der bedingte Verkaufsauftrag wird ausgelöst, wenn der UBS-Kurs Fr. 15.00 erreicht.

Im schlechtesten Fall erhalte ich dann einen Kurs von Fr. 14.40.

UBS kommt mit Bad News nach Börsenschluss und macht ein Down-GAP auf 14.--, deine Stop Limit wird nicht ausgeführt und Du kommst ins grübeln, was Du tun sollst. Wahrscheinlich verkaufst Du nicht und ein paar Tage später ist sie unter 10...und die Profite der letzten Monate sind im Arsch Wink

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

04.07.2009 09:29
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Strategien

Hallo Johnny P.

Das Risikomanagement fährt bei mir immer mit, habe das bei allen vorausgesetzt. Leider halte ich mich, wie wohl die meisten, nicht immer an meine Vorgaben. Bin aber bereit mich weiter zu bessern.

Nein, Du hast natürlich völlig recht, dass man das Kapital erstmals schützen muss. Ebenso sind Deine weiteren Überlegungen richtig. Besten Dank für Deine Ergänzungen.

Limitierter Stop-Loss-Auftrag

Verkaufen 100 UBS N, Auslöselimite bei Fr. 15.00, Stopplimite Fr. 14.40! Der bedingte Verkaufsauftrag wird ausgelöst, wenn der UBS-Kurs Fr. 15.00 erreicht.

Im schlechtesten Fall erhalte ich dann einen Kurs von Fr. 14.40.

Der Vorteil ist, dass der Kurs so nicht in unbestimmte Tiefen durchrasseln kann. Kurse zu denen ich vielleicht gar nicht mehr verkaufen möchte.

Überlegung, würde ich die Aktie zum jetzigen Zeitpunkt noch kaufen?

Das sehe ich etwas anders. Wenn ich zum Schluss komme, dass mit einer Aktie nach ober nichts mehr geht, auch wenn sie nach unten abgesichert ist, bringt sie nicht mehr viel. Ausser einer allenfalls hohen Dividende. Also verkaufe ich sie doch besser und steige in eine andere aussichtsreichere Aktie. Möglicherweise verletzte ich durch den Kursanstieg der bisherige Aktie auch die 3%-Regel (max. 3% pro Investment des Depot's)! Es gibt doch nichts langweiligeres als eine Aktie die sich nicht mehr bewegt. Da ich auch Angst vor "grossen Pferden" habe, empfinde ich auch keine Lust, sie auszureiten.

Weder die Aktie noch ein Pferd Wink

Handelsplan

Vielleicht kannst Du uns mal Deine Vorstellung eines Handelsplanes hier aufzeigen. Ich finde nämlich, dass Disziplin und planmässiges Vorgehen an der Börse, nebst einem gewissen Mass an Sachwissen, der Schlüssel zum Erfolg ist. Weil die Meistens das nicht machen, sind wohl auch die Meisten nicht wirklich erfolgreich. Aber beim Befolgen der Regeln gehört auch dazu, mal Verluste zu realisieren und zwar dann wenn sie noch klein sind. Aber in solchen Momenten gewinnt dann oft wieder die Hoffnung oberhand, der Glaube und vor allem die Selbstüberschätzung und der innere Widerstand einen kleinen Verlust zu realisieren. Man will ja kein Verlierer sein.

Karat1

03.07.2009 21:58
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

@karat

Bei Dir fehlt mir die Fokussierung auf das Risiko...auch wenn Dus am Schluss mit dem Stop antönst Wink

Die erste Regel lautet immer:

Schütze Dein Kapital!!!

das heisst einen fixen Stop setzen und sicher kein Stop Limit...(wenns durch das Limit brennt kommst Du nur ins werweisen und gambeln für einen besseren Exit...und plötzlich hast Du weitere X% mehr verloren als geplant...)

Positionsgrösse sinnvoll bestimmen...Faustregel: max. 3% des Depots pro Trade riskieren.

Ich empfehle auch den Stopp sporadisch nachzuziehen und damit ca. 50% des angelaufenen Gewinns zu sichern...kommt aber ganz auf die Strategie an...gibt auch andere möglichkeiten den Stop zu trailen.

CRV - Chance Risiko Verhältnis

Dieses sollte als absolutes Minimum 2:1 betragen...also in deinem Bsp. Entry 200, Target 300...dürfte der Stopabstand max. 50.-- betragen...also bei 150.--

Ist dieser Stop zu nahe, dann lässt man den Trade sein!

Ich persönlich nehme sogar nur trades mit mindestens 3:1 Verhältnis.

Exit-Regel von Dir:

Quote:

Würde ich die Aktie zum jetzigen Zeitpunkt nach meinen Kriterien auch noch kaufen!

Mit Blick aufs CRV geht das eben nicht...wenn die Aktie bei 250 steht, würde ich sie evt. nicht mehr kaufen wollen, weil der angepeilte Gewinn zu klein für das Risiko ist...aber da man schon engagiert ist spielt das keine Rolle und ich kann den trade trotzdem ausreiten Wink

Zudem wird dank diesem Satz oft genau das falsche gemacht:

Gewinne begrenzt und Verluste laufen gelassen!

..och die Aktie ist schon 20% gestiegen seit meinem Entry...was ich hab das hab ich und es wird verkauft...obwohl man eigentlich mehr visiert hatte ursprünglich.

bei den Looser hingegen...die Aktie war schon bei 30 billig...ich wäre ja jetzt blöd diese für 10 zu verkaufen...anstatt den Verlust schon lange zu realisieren wird noch nachgekauft.

Dabei spielt auch die Psyche eine grosse Rolle die von Natur aus nicht gerne verliert...wer aber an der Börse kein guter Verlierer ist...wird garantiert scheitern.

Sehr positiv finde ich, einen Handelsplan aufzustellen...eigentlich ein absolutes Muss sogar! ...und wenn dieser korrekt und mit möglichst wenig Spielraum ausformuliert ist, ist man schon einen grossen Schritt weiter!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

03.07.2009 21:43
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Da geb ich dir vollumfänglich recht. Allerdings sollte man sich über einige Daten aus der obigen Liste im klaren sein. Denn der Bullenmarkt zieht ja nicht automatisch alle Aktien nach oben.

Karat1

03.07.2009 21:38
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

für mnich der wichtigste Punkt aus der Liste:

Nr.25 Bullenmarkt

vorher denke ich nicht einmal ans kaufen und vergessen

03.07.2009 17:19
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

16. neues Management

17. positive Änderung in der Branche

18. Kurs nahe am Jahreshoch (min. 90%), dem widersprechen viele Analysten, ist aber trotzdem so

19. steigende Umsätze bei Kurssteigerung, sinkende Umsätze bei Korrekturen

20. Aktienrückkäufe, je mehr, desto besser

21. Verschuldung: klein und sinkend

22. gehört zu den besten 3 Performern der Branche

23. Reaktion bei Marktkorrektur: über dem Durchschnitt

24. möglichst viele institutionelle Besitzer

25. aktueller Bullenmarkt

26. positive Marktstimmung (nicht Euphorie!)

27. positive Stimmung bei dieser Aktie

28. erwartete Zinsänderung: nach unten

29. Durchschnitt der Ratings: deutlich steigend

30. positives Chartbild

Das wäre also diese Liste. Da es schwierig ist, für jeden Titel alle Informationen zu bekommen, wird man es fast nie schaffen, alle dreissig Punkte mit + zu beantworten, aber je mehr desto besser.

Und wie gesagt, das Dilemma ist, das in einem Bärenmarkt kein Titel auch nur in die Nähe einer guten Bewertung kommt. Daher bleibe ich ja im Bärenmarkt auch an der Seitenlinie. Zum Traden von kurzen Wellen und für Daytrading bringt diese Analyse natürlich wenig, dabei wird schon eher mittelfristig geplant.

Gruss

fritz

03.07.2009 17:04
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Chancen beim Kauf und Verkauf verpassen!

Ja, es ist wichtig, seine eigenen Regeln einzuhalten.

Hier die Regeln, die ich beim Aktienkauf einzuhalten versuche (aber auch wenn ich potentielle Titel nach diesem System analysiere, kommt der Kaufentscheid dann leider doch aus dem Bauch...)

Diese Regeln sind nicht von mir, habe aber gemerkt, dass sie ziemlich erfolgreich sind. Das Problem ist nur, dass es Zeiten gibt, zu denen einige Titel alle diese Regeln erfüllen. Im Moment wird wahrscheinlich keine Aktie der Welt alles erfüllen.

Also, eine Aktie hat ein grosses Potential bei ziemlich kleinem Risiko, wenn:

1. grosse Marktkapitalisierung, am besten Blue Chip

2. ich kenne die Aktie, habe sie länger beobachtet, weiss, was die Firma macht

3. KGV: möglichst klein (das ist allerdings relativ, am besten mit anderen Titeln der gleichen Branche vergleichen)

4. PEG-Ratio: kleiner als 1

5. Gewinn/Aktie: möglichst hoch (auch relativ, mit Branche vergleichen)

6. Quartalsgewinn: min. 18% höher als Vorjahr und von Quartal zu Quartal steigend

7. Umsatzsteigerung/Quartal: min. 25% oder Steigerung über 3 Quartale

8. min. 1 Aktie der gleichen Branche mit Umsatzsteigerung

9. Jahresgewinn/Aktie: min 25% höher und Steigerung über 3 Jahre

10. Gewinnerwartung: höher als Vorjahr

11. ROI: min. 15%

12. Kapitalrendite: min. 17%

13. jährlicher Cashflow/Aktie: min. 20% höher als EPS

14. neue Produkte oder Dienstleistungen

15. neuer Grossauftrag

(Fortsetzung folgt)