ETF - Akutelle Favoriten? Region, Länder, Rohstoffe, Themen?

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19.08.2009 10:40
#1
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ETF - Akutelle Favoriten? Region, Länder, Rohstoffe, Themen?

Aktuelle ETF-Favoriten

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das Angebot an EFT's zu den verschiedensten Bereichen hat enorm zuge-nommen. Das ist für den Anleger natürlich sehr gut, vereinfacht aber die Wahl des für die Zukunft richtigen Angebots. Klar, bei den Aktien ist es auch nicht einfacher!

Das an den Märkten langsam die Bodenbildung erreicht ist und in einigen Wochen das Schlimmste überstand scheint muss man sich ja schon mal überlegen wo es sich am günstigten erscheint mittels eines ETF zu investieren.

Indexe?

Wer sind die Favoriten? USA, Euro-Stoxx, DAX, SMI, China, Japan,?

Regionen?

BRIC-Staaten, Asien, Europa, Emerging-Markets?

Branchen?

Infrastruktur, Finanzen/Versicherung, Agrarindustrie,

Autoindustrie, Industrie-u.Maschinenindustrie, Bauindustrie?

Rohstoffe?

Gold, Silber, Öl, Metalle, Alternative Energie (Solar), Wasser

Dabei muss bei der Anlage ja immer noch die Währung beachtet werden. Schnell ist ein Gewinn wieder weggeputzt wenn die dem Produkt zugrunde liegende Währung (s.B. US-$)nicht mitspielt.

Wo bieten sich auf Sicht der nächsten Monate die besten Chancen- Risiken-Verhältnisse?

Meine Idee:

ETF auf den S&P500 in US-Dollar

Aussicht auf Währungsgewinn, wenn die US-Wirtschaft wieder in Schwung kommt und der Index ist breit abgestützt. Zu dem sollen die USA als erste wieder in Fahrt kommen!?!

BRIC

Aufstrebende Länder mit starkem Wachstum (birgt aus Risiken). Wenn es aber hier nicht anzieht, wo denn.

AGRAR-Rohstoffe

Der Bedarf an Rohstoffen, insbesondere auch nach Agrarprodukten wird zwangsläufig zunehmen. Hier bestehen gute Chancen. Ebenso wird bei anziehender Wirtschaft auch die übrigen Rohstoffpreise (Metalle, Öl, Gas) weiter steigen!

Bei all diesen Anlagen, kann der US-$ Spielverderber sein.

Was könnten Eure Strategien sein?

Karat

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

13.10.2015 11:22
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Weltgrösster gehebelter ETF stürzt ab

Bei einem börsengehandelten Fonds (ETF), der an den bekanntesten Aktienindex Japans gebunden ist, wird derzeit Geld in einem bislang kaum gesehenen Ausmass vernichtet. Mit Auswirkungen auf den gesamten Aktienmarkt.

Seit Mitte August haben Investoren die Rekordsumme von 4,5 Mrd. Dollar in den Next Funds Nikkei 225 Leveraged Index ETF fliessen lassen. Der Fonds ist so angelegt, dass er doppelt so stark steigt oder fällt wie der gleichnamige Index. Für Investoren bedeutet das hohe Verluste - schliesslich ist der Fonds in dem Zeitraum um etwa 20 Prozent gesunken.

Es ist der grösste Fonds seiner Art in der Welt. Inzwischen hat er eine solche Grösse erreicht, dass er den gesamten Aktienmarkt beeinflussen kann, heisst es in einer Analyse von BNP Paribas.

"Sie decken einen grösseren Teil des Marktes ab", sagt Tony Glove, Chef für Investment-Management bei BNP Paribas Investment Partners Japan. "Volatile Märkte sind keine gute Nachricht angesichts zunehmender Intraday-Ausschläge. Die Fonds ist ein entscheidender Faktor, der dahinter steht."

Der Fonds ist bei Händlern inzwischen populärer als etwa Toyota, Japans grösster Autohersteller. Der durchschnittliche Umsatz pro Tag für den ETF lag in den vergangenen beiden Monaten bei rund 250 Mrd. Yen - das Dreifache von Toyota.

Investoren kaufen zu

Investoren haben in den vergangenen acht Wochen netto 544 Mrd. Yen in den gehebelten ETF gesteckt. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres waren 61 Mrd. Yen in den Fonds geflossen, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Japanische Aktien hatten von Optimismus zu den Unternehmensgewinnen und besserer Unternehmensführung bei den Firmen des Landes profitiert.

Die Zuflüsse kommen hauptsächlich von inländischen Investoren, ist von Brokern zu hören.

Nomura Asset Management, das Unternehmen hinter dem ETF, nutzt Nikkei-225-Futures, um das Doppelte der täglichen Bewegung des zu Grunde liegenden Aktienindexes abzubilden. Ein Grossteil des Handels findet dabei in der Regel kurz vor Börsenschluss statt. Wie alle anderen gehebelten Fonds auch muss der ETF zukaufen, wenn der Markt steigt und verkaufen, wenn der Markt fällt.

"Beim Blick auf die Aufträge in der Vergangenheit beobachten wir in der Tendenz konträres Anlegen", erklärt Tomohisa Hanabata, führender Manager bei Nomura Asset Management. "Wenn der Index steigt, dann sehen wir Aufträge für Abzüge. Wir können nicht sagen, dass wir - nur weil der Markt steigt - mehr und mehr kaufen müssen."

Seinen Worten zufolge ist sich Nomura der Tatsache bewusst, dass das Unternehmen den grössten gehebelten ETF verwaltet.

In der vergangenen Woche schoss der ETF um 8,2 Prozent nach oben. Es war der grösste Zugewinn auf Wochensicht seit dem Juli dieses Jahres.

Suche nach dem schnellen Gewinn

Angesichts der Unsicherheit zu den Konjunkturdaten aus China und zum Zinsanstieg in den USA haben Klein-Investoren es aufgegeben, die langfristige Richtung des Marktes zu prognostizieren - sie versuchen einfach nur, einen schnellen Gewinn zu machen, sagt Marktstratege Ayako Sera von Sumitomo Mitsui Trust Bank in Tokio.

"Wenn man nicht weit in die Zukunft blicken kann, ist es einfacher, kurzfristige Erträge hiermit zu machen", sagt er.

Makoto Shiota, Chef für ETF-Marketing bei Nomura Securities, ist da etwas optimistischer. Die Beliebtheit des ETF zeigt seiner Meinung nach, dass private Investoren in Japan sich sicher sind, dass der Markt einen Boden gefunden hat.

In der vergangenen Woche hatte der Nikkei 225 bei 18'438,67 Punkten geschlossen - zwölf Prozent unter dem Höchststand im bisherigen Jahresverlauf. Shiota: "Sie sagen sich, dass es für den Nikkei 225 nicht allzu schwer sein sollte, die Marke von 20.000 Punkten wieder zu erreichen".

(Bloomberg)

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

12.10.2015 12:14
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Uhu
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ETF! Aber welche?

Hallo Zäme

Dieses Jahr hatte ich kein gutes Händchen mit Einzelaktien.

Viel Auf und Ab. Für mich ein schwieriges Jahr. Kaufen und Verkaufen; meistens Tage zu spät, mit negativen Folgen.

Unsicherheit, viele Transaktionen, viel Spesen, mein Aktiendepot (vorwiegend SPI Schweiz) ist dieses Jahr im Minus.

Aber irgendwo muss man das Geld ja parkieren.

 

Ich habe mir jetzt vorgenommen mehr auf ETF zu setzen und Einzelaktien zu reduzieren.

- mehr Diversifikation, mit weniger Zeitaufwand, weniger Eigenfehlern, weniger Bankspesen.

 

Aber welche ETF sind zu empfehlen?

Eher konservatif, relativ sicher und breit gestreut, mit vernünftigem Ertrag; so stelle ich mir das vor.

 

Ich werde mir glaub ETF in in folgender Richtung suchen.

- ETF auf Schweizer Aktien SPI und SMI

- ETF auf Schweizer Immobilien

Was meint Ihr, liege ich da komplett falsch, oder wäre das eine vernünftige Wahl? 

 

Daneben Habe ich noch Postfinance-Fonds, Aktien Schweiz und Global 

 

Gruss, und für alle viel Erfolg

Uhu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15.07.2015 08:29
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Was haben Schweizer gegen ETF?
 

Börsengehandelte Indexfonds sind weltweit auf dem Vormarsch. Doch Schweizer Privatanleger meiden ETF weitgehend. cash hat sich nach möglichen Gründen umgehört.

Von Ivo Ruch

Wer vor 20 Jahren in den Swiss Market Index (SMI) investiert hat und das Geld einfach liegengelassen hat, konnte eine stolze Summe Geld verdienen. Konkret hätte sich das Investment verdreifacht, pro Jahr wäre es im Durchschnitt um 5,5 Prozent angewachsen. Besonders einfach und günstig umsetzbar sind solche Strategien mit einem an der Börse gehandelten Fonds (ETF), der den SMI 1:1 nachbildet.

Das Kuriose daran: Kaum jemand in der Schweiz investiert auf diese Art und Weise. Denn wie eine aktuelle Studie der Branchenorganisation ETF Ambassadors zeigt, legen erst 7 Prozent der Deutschschweizer mittels ETF Geld an. Viel beliebter sind hingegen Aktien. 31 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, diese Anlageform zu nutzen – noch vor Immobilien (16 Prozent) und klassischen Anlagefonds (14 Prozent).

Aufgrund ihrer breiten Diversifizierung, ihres passiven Managementstils und ihrer transparenten Zusammensetzung werden ETF immer wieder als einfache Anlagevehikel im Fonds-Bereich angepriesen. Wie aber aus der erwähnte Studie hervorgeht, fehlt vielen Privatanlegern das nötige Wissen für einen Kaufentscheid zugunsten von ETF. Das bestätigt auch Claudine Sydler von Hinder Asset Management, eine Vermögensverwaltung, die ganz auf Indexanlagen setzt. "ETF sind noch nicht richtig bei Schweizer Privatanlegern angekommen. Viele Personen sind immer noch auf Einzeltitel fixiert, identifizieren sich auch mit einem Unternehmen", sagt sie zu cash.

Banken im Interessenkonflikt

Herkömmliche, aktiv betreute Anlagefonds sind durch ihre längere Tradition den Leuten ebenfalls bekannter als neuere Produkte wie ETF oder Index-Fonds – und landen somit eher in einem Portfolio. Dass sich viele Anleger aufgrund des mangelnden Wissens in Finanzfragen in erster Linie an den Bankberater wenden, kommt der Beliebtheit von ETF ebenfalls nicht entgegen. Denn die Bank stehe in einem Interessenkonflikt, sagt Anita Rüegsegger, unabhängige Vermögensberaterin von Rüegsegger Vermögensarchitektur.

"Die Bank will Produkte mit einer hohen Marge verkaufen und das sind eben gerade keine ETF, sondern aktiv gemanagte Produkte", so Rüegsegger zu cash. Überhaupt werde dem Bankberater zu viel zugetraut, auch wenn dieser nicht mehr als die Marktperformance garantieren könne.

Beliebt sind ETF hingegen bei institutionellen Investoren. Hauptsächlich sie sorgten dafür, dass der ETF-Umsatz an der Schweizer Börse im ersten Halbjahr 2015 um 11 Prozent auf 54 Milliarden Franken angewachsen ist. Das gesamte, in der Schweiz angelegte ETF-Volumen beläuft sich mittlerweile auf mehr als 70 Milliarden Franken.

"Grösster Feind des Anlegers ist der Anleger selbst"

Auch weltweit ist diese Anlageklasse auf dem Vormarsch. Das via ETF verwaltete Vermögen stieg unlängst auf knapp 3 Billionen Dollar. Doch im Ausland sind es zu einem grossen Teil Privatinvestoren, die ihr Geld in ETF parkieren. In den USA machen diese bereits 65 Prozent des verwalteten Vermögens aus, in Gesamteuropa sind es rund 30 Prozent.

Um in der Schweiz auch an einen solchen Punkt zu kommen, braucht es laut verschiedenen Experten vor allem Aufklärung. Anita Rüegsegger sieht nicht zuletzt die Schulen in der Pflicht, ein Basiswissen für Finanzthemen zu vermitteln. Die Vermögensberaterin erkennt immer wieder, dass Privatpersonen wenig kostensensitiv sind, wenn es ums Anlegen geht. Geht es hingegen um einen Autokauf oder um die Ferienplanung würde viel mehr Zeit aufgewendet, um Preise und Leistungen zu vergleichen. "Der grösste Feind des Anlegers ist also der Anleger selbst", so Rüegsegger.

Schweizer Anleger, die dennoch auf ETF setzen, tun es vor allem aufgrund der tiefen Kosten, wie die Studienautoren von ETF Ambassadors schreiben. Als zweiter wichtiger Faktor wird die Transparenz genannt: Anleger wissen, wo sie ihr Geld investieren und was sie dafür bezahlen.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!