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Bullish
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Elias wrote:

Breite Schichten besitzen Sachwerte, wie Immobilien oder Silber oder Gold.

Der Staat sind wir, wir sind das Volk.

Der Staat (also wir) hat immense Sachwerte, zwar nicht in Gold, aber in Dingen, die Gold verblassen lassen, weil sie uns ganz unbemerkt Ertrag bringen. Allein die Vorzüge unserer Infrastruktur lassen sich in Gold nicht aufwiegen.

Du kannst noch weitergehen. Der Staat kann seine Bürger zu 100% besteuern. Er kann uns auch das Leben nehmen, uns in den Krieg schicken. Wenn wir uns weigern, sind die Konsequenzen hart:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1207304/Deserteur

Denne
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yzf wrote:

Habe Euros gekauft Anfang Januar im Schnitt bei 1.2615.

Schön

Biggrin

Kommt gut, solange Trichet die Zinserhöhungskeule schwenkt und der Markt drauf reinfällt. Angereichert mit der Munibondkrise in USA, die zurzeit gerne gefeatured wird, kommt das sogar sehr gut.

marabu
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Vorsicht!

Da gibt's mittelfristig auch ganz andere Meinungen: Dollar up to 1.20 Fr. Euro pari zum Fr. :idea:

But who knows?

Elias
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Bullish wrote:

Du kannst noch weitergehen. Der Staat kann seine Bürger zu 100% besteuern. Er kann uns auch das Leben nehmen, uns in den Krieg schicken. Wenn wir uns weigern, sind die Konsequenzen hart:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1207304/Deserteur

Quote:

Ich würde die Waffe wegwerfen und rennen

http://www.20min.ch/news/dossier/waffenschutz/story/-Ich-wuerde-die-Waff...

Mit unserer Armee lacht sich der Feind tot.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

yzf
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marabu wrote:

Vorsicht!

Da gibt's mittelfristig auch ganz andere Meinungen: Dollar up to 1.20 Fr. Euro pari zum Fr. :idea:

But who knows?

das wäre auch toll. Habe noch 50000.-- Dollar zu 1.04...

Geht mit Gott, aber geht!

Zyndicate
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Der deutsche Finanzminister Schäuble hat Forderungen nach einer Ausweitung des Euro-Rettungsschirms scharf kritisiert. Wie Bundeskanzlerin Merkel plädiert Schäuble stattdessen für eine solidere Haushaltspolitik der Euro-Staaten.

(Reuters) «Wer die Debatte auf diese Frage konzentriert, verhindert, dass wir zu einer tragfähigen Gesamtlösung kommen», sagte Schäuble dem Magazin «Wirtschaftswoche» am Samstag. Es sei «nicht sinnvoll, die Frage, ob der Fonds eventuell aufgestockt oder besser ausgeschöpft werden kann, isoliert aufzugreifen».

Ausbauwünsche der EU-Kommission

Die EU-Kommission verlangt eine Aufstockung des Schirms, der bisher 750 Mrd. Euro zur Rettung von überschuldeten Euro-Staaten wie Irland enthält. Damit will sie sicherstellen, dass auch weiteren Staaten wie Portugal oder Spanien unter die Arme gegriffen werden kann.

Anzeige:

Wie Bundeskanzlerin erkel plädierte Schäuble stattdessen für eine solidere Haushaltspolitik der Euro-Staaten und eine effektivere Ausschöpfung der bereitgestellten Mittel. Es sei ein wirksamerer Stabilitäts- und Wachstumspakt in der Euro-Zone nötig, «eine bessere Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Strukturreformen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten».

Gläubiger Griechenlands beteiligen

Schäuble bestätigte Pläne, die Gläubiger des hochverschuldeten Griechenlands an einer Entlastung des Euro-Staates zu beteiligen. «Wir denken derzeit darüber nach, ob wir die Laufzeiten der Kredite verlängern sollten», sagte er. Eine Umschuldung lehnte der CDU-Politiker ab. Griechenland sei auf einem guten Weg und könne seinen Schuldendienst schaffen, betonte er.

Sein Amtsvorgänger Peer Steinbrück hält dagegen eine Umschuldung für unvermeidlich. «Man sollte sich dieser Realität rechtzeitig stellen», sagte der SPD-Politiker in einem Zeitungsinterview. «Wie soll Athen weiter die Kredite bedienen, ohne in die Knie zu gehen?», fragte er.

Quelle: www.nzz.ch

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Zyndicate
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«Die Euro-Krise ist aus Anlegersicht beigelegt»

Die Schuldenkrise dürfte sich zwar nicht so rasch entschärfen. Doch für Anleger könnte die Eurokrise ausgestanden sein. Dieses Fazit ziehen die Ökonomen der Credit Suisse in einer Analyse zu den Staatsverschuldungen. Sie sehen den Euro nicht in Gefahr.

tsf. Das Problem der rasant zunehmenden Staatsschulden bleibt eine der grössten Herausforderungen der Weltwirtschaft. Obschon vielfach Pessimismus vorherrscht, gibt es auch optimistischere Stimmen. «Europa steuert auf eine Lösung hin – wenn auch sehr langsam», schreiben Experten der Credit Suisse in einer am Freitag veröffentlichten Studie zur Schuldenproblematik.

«Aus Anlegersicht ist die Krise weitgehend beigelegt», erklärte Oliver Adler, Leiter internationale Volkswirtschaft bei der Credit Suisse, an einer Medienkonferenz. Er stützt seine Zuversicht hauptsächlich auf die Entwicklung in Spanien, wo bis vor wenigen Monaten das Kernrisiko für die Eurozone lag.

In Spanien habe sich seither sehr viel getan. Das Defizit sei kleiner als angenommen, mit tieferen Löhnen sei die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt worden und Reformen der Sozialsysteme würden angegangen. Zudem sei die Rekapitalisierung der Banken verkraftbar. «Wir gehen davon aus, dass Spanien nicht unter dem EU-Rettungsschirm Schutz suchen muss», hielt Adler fest.

USA rücken in den Fokus

Trotzdem dürfte es in den nächsten Jahren wieder zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten kommen. Adler rechnet aber eher damit, dass sich die Märkte auf die Schulden der USA fokussieren werden. In den USA gebe die Schuldendynamik mehr Anlass zur Sorge als in der Eurozone. Eine Insolvenz der USA erachtet er aber als praktisch ausgeschlossen, da das Land hauptsächlich in der eigenen Währung verschuldet ist. Dank ihrer Souveränität können sie ihre Schulden immer bedienen, notfalls mit Hilfe der Notenpresse, Inflation oder einer Abwertung ihrer Währung.

Krisenartige Entwicklungen sind aber auch für die USA nicht auszuschliessen. Sollte zu den Defiziten eine plötzlich anziehende Inflation dazukommen, wären rasch sinkende Obligationenkurse und ein Einbruch des Dollars nicht unwahrscheinlich – mit entsprechenden Konsequenzen für die Weltwirtschaft und die Aktienmärkte, heisst es in der Studie.

Euro kaum in Gefahr

Auch in Europa wird sich das grundlegende Problem der Staatsschulden nicht so rasch entschärfen. Trotz dem grossen Gefälle in Europa gehen die Autoren der Studie nicht von einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone aus. «Eine Auflösung des Euro wäre ökonomisch desaströs und politisch sehr riskant», sagte Adler. Wenn beispielsweise Griechenland aus der Währungsunion austrete, würde seine neue Währung rasant abgewertet, die Schulden verblieben aber weiterhin im härteren Euro. Dies hätte einen unmittelbaren Zahlungsausfall und hohe Verluste für die Gläubiger im Euro-Raum zur Folge.

Auch der umgekehrte Fall, der Austritt eines starken Landes wie Deutschland, sei gefährlich. So würde die neue D-Mark unmittelbar aufgewertet. Die Folgen wären Verluste auf Euro-Guthaben, eine Rezession und der Verlust der Führungsposition in der EU. Adler wies auch auf starke nicht-europäische Interessen am Erhalt des Euro hin, namentlich China wolle einen stabilen Euro.

Auswege aus der Krise

Einen Ausweg aus der Schuldenkrise sehen die Analysten der Credit Suisse in einer Kombination mehrerer Massnahmen. Fiskaldisziplin und Wachstum seien zwar nötig, genügten aber nicht, zumal die benötigten Überschüsse politisch und sozial schwierig umzusetzen seien. Weil Länder wie Griechenland es wohl nicht aus eigener Kraft schafften, sei ein Schuldenerlass ökonomisch sinnvoll - wenn auch politisch sehr schwierig. In der Praxis würden allerdings die grossen Länder eine Schuldenübernahme der kleinen peripheren Länder kaum spüren.

Als wahrscheinliche Massnahmen nannte Adler eine Subventionierung des Schuldendienstes durch eine Senkung der hohen Zinsen, die beim Rettungsschirm EFSF verlangt werden. Die Autoren begrüssen auch die von der EU geplante Regelung, bei künftigen Obligationen von Staaten und Banken Klauseln einzufügen, wonach Gläubiger bei Zahlungsproblemen teilweise auf Forderungen verzichten. Dadurch werde die disziplinierenden Rolle der Finanzmärkte gestärkt.

Die Studie nennt schliesslich auch Massnahmen, mit denen längerfristig die Staatsfinanzen ins Lot gebracht und neue Schuldenberge verhindert werden können. Im Vordergrund stehen die Sozialausgaben, die meist zwischen 15 und 20 Prozent des Bruttoinlandprodukts ausmachen. Dabei sei es wohl leichter beim Rentenalter anzusetzen als bei der Gesundheitsvorsorge. Kernpunkt der Reformen müsse eine Erhöhung des Beschäftigungsgrades sein, schreiben die Autoren. Wichtige Anreize zur längeren Beschäftigung sehen sie in einer Flexibilisierung des Rentenalters, beispielsweise durch Teilzeitarbeit.

Quelle: www.nzz.ch

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philsh
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Schaut euch mal den tageschart EUR/CHF von heute an (sorry, kann grad keinen screenshot machen). Ich finde es ziemlich verdächtig, was da für die Zeit von 9-16 Uhr angezeigt wird. Hat die SNB nicht mal behauptet, kein Geld mehr zu haben für weitere Interventionen? Aber WAS wenn nicht das, kann ein solches Chartbild verursachen? Im letzten Frühling wars zwar noch auffälliger, aber Chart von heute schaut sehr "unnatürlich" aus.

http://www.swissquote.ch/sq_mi/public/market/Chart.action?frequence=live...

MP
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Merkwürdig

Ist mir auch aufgefallen. Kann mir bitte jemand den Verlauf zwischen 0900-1430 erklären?

:shock:

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MarcusFabian
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philsh wrote:

Schaut euch mal den tageschart EUR/CHF von heute an ... Ich finde es ziemlich verdächtig,

Du hast recht: Solche Chartmuster sehen sehr verdächtig nach Zentralbank-Intervention aus. Hab' ich x-mal in den letzten Jahren z.B. bei Dollar/Yen oder Dollar/Euro gesehen.

Interessant ist immer der Spike und wie rasch er danach abverkauft wird.

Daran sieht man, wie wenig Auswirkungen die Interventionen von Notenbanken haben.

MP
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MarcusFabian wrote:

philsh wrote:
Schaut euch mal den tageschart EUR/CHF von heute an ... Ich finde es ziemlich verdächtig,

Du hast recht: Solche Chartmuster sehen sehr verdächtig nach Zentralbank-Intervention aus. Hab' ich x-mal in den letzten Jahren z.B. bei Dollar/Yen oder Dollar/Euro gesehen.

Interessant ist immer der Spike und wie rasch er danach abverkauft wird.

Daran sieht man, wie wenig Auswirkungen die Interventionen von Notenbanken haben.

Falls gestern tatsächlich die SNB intervenierte, frage ich mich, was sie damit überhaupt erreichen wollte. Eine Stabilisierung von wenigen Stunden? Wem nützt das? Die Wirkung verpufft offenbar schon nach ein paar Stunden. Diese Aktion war ja völlig überflüssig. Meiner Meinung nach sollte die SNB Interventionen unter normalen Bedingungen unterlassen.

Gibt es vernünftige Argumente dagegen?

Hugo2901
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ich seh auf meinen charts nichts aussergewöhnliches beim eur/chf?

hab jetzt bei drei quellen geschaut, sieht überall "normal" aus.

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Die Börse von morgen bereits heute: http://www.wavaholic.com/

MarcusFabian
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MP wrote:

Gibt es vernünftige Argumente dagegen?

Nö, natürlich nicht. Aber wir reden ja von der SNB. Also nicht von vernunftbegabten Wesen sondern von pissblöden Zockern.

Mal abgesehen davon spielt's auch keine Rolle. Der SNB kostet das Drucken von Franken ja nichts.

fritz.
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Hugo2901 wrote:

ich seh auf meinen charts nichts aussergewöhnliches beim eur/chf?

hab jetzt bei drei quellen geschaut, sieht überall "normal" aus.

Es sieht doch gleich aus, wie beim anderen Chart. Und genauso sieht es normalerweise aus, wenn die SNB Euronen kauft.

Gruss

fritz

philsh
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Ich meine den Kursverlauf von gestern, 17.2.2011. Hugo2901 hat wohl die charts von heute (18.2.) angeschaut Smile heute ist wieder alles "normal" Smile

ich hab mir die sache nochmal angeschaut. es sieht so aus, als ob die 1.30 verteidigt werden sollte - nicht nur eine runde zahl, sondern gestern auch ziemlich genau mittleres bollinger band.

Hugo2901
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der Chart ist von gestern, selbe Zeitperiode ; )

ich vermute einfach mal, dass SQ da was verbockt hat?^^

Die Börse von morgen bereits heute: http://www.wavaholic.com/

Zyndicate
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Die Stunde der Wahrheit für die Zukunft der Eurzone rückt näher. Am Freitag steht der Sondergipfel auf dem Programm, an dem die Rettung der Eurozone verabredet werden soll. Bleiben Schlüsselfragen ungelöst, droht die Krise abermals aufzubrechen.

(ddp) Hotels für eine Übernachtung sind nicht gebucht. Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Länder am Freitagnachmittag in Brüssel treffen, müssen sie sich rasch einigen. Dabei dürfte es eng werden: Auf dem Euro-Sondergipfel steht die Grundsatzeinigung auf die ultimative Rettung der Eurozone an. Bleiben Schlüsselfragen ungelöst, droht die Krise abermals aufzubrechen.

Die Entscheidung der Ratingagentur Moody's, die Kreditwürdigkeit Griechenlands ein weiteres Mal drastisch herabzustufen, hatte am Montag die Alarmglocken schrillen lassen. Die Anleihen-Experten haben erhebliche Zweifel, dass sich Athen ohne zusätzliche Hilfe vor einer Insolvenz retten kann. Da tauchte es plötzlich wieder auf, das Schreckgespenst der zerfallenden Eurozone.

Mit einem umfassenden Gesamtpaket will die EU dieses Gespenst auf ihrem Gipfel am 25. März ein für alle Male verscheuchen. Das Paket sieht schärfere Haushaltsregeln vor, eine Stärkung des befristeten Schutzschirms European Financial Stability Facility (EFSF) und die Installation eines unbefristeten Hilfsfonds European Stability Mechanism (ESM) ab 2013. Zuletzt hineingekommen ist auf deutsches Drängen auch ein «Pakt für Wettbewerbsfähigkeit», mit dem sich die Euro-Mitglieder zu Strukturreformen verpflichten.

Berlin hat «Koalition der Neinsager» geschmiedet

Am Freitag müssen aber schon erste Teile des Gesamtpaketes gepackt werden. Denn das finnische Parlament wird am 15. März aufgelöst. Damit es der amtierenden Regierung in Helsinki noch ein Mandat erteilen kann, Ende des Monats in Brüssel dem grossen Rettungsdeal zuzustimmen, müssen die Kernelemente rechtzeitig feststehen. Die dafür notwendige Feinarbeit sollen die Finanzminister am kommenden Montag und Dienstag erledigen. Voraussetzung dafür ist eine Grundsatzeinigung am Freitag.

Auf weitere Zugeständnisse will sich Berlin dabei nicht einlassen. So wird es wohl keine «vorsorgliche» Aufstockung des EFSF geben. Laut einem am Mittwoch in Brüssel zirkulierenden sogenannten Nicht-Papier bleibt es bei der Zusage, dem Fonds würden durch höhere Garantien die 440 Mer. Euro zur Verfügung gestellt – aber nur, wenn die verfügbaren 250 Mrd. Euro nicht mehr ausreichten. Setzt sich die Position durch, wäre das ein herber Rückschlag für die Kommission und zahlreiche andere Staaten, die zur Beruhigung der Märkte seit Monaten auf die prophylaktische Stärkung des EFSF pochen. Dagegen wehren sich aber neben Deutschland auch die Niederlande und Finnland. In Brüssel wird über eine «Koalition der Neinsager» geschimpft.

Keine neue Aufgaben für den Rettungsschirm?

Ohne mehr Geld für den befristeten Fonds wäre es nämlich auch kaum möglich, dass Schuldenaufkaufprogramme für marode Länder finanziert werden. Das ist eine weitere Schlüsselforderung von Kommissionschef José Manuel Barroso und von Luxemburgs Ministerpräsident und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker. Geht es nach ihnen, dann sollen die Griechen mit Geld der Euro-Partner unter Wert gehandelte Staatsanleihen zurückkaufen können.

Das Instrument würde zwar den Privatsektor an der Sanierung beteiligen – aber auch nur, wenn Investoren die Anleihen freiwillig mit Abschlag hergäben. Dessen ungeachtet hat die Berliner Regierungskoalition Kanzlerin Angela Merkel (CDU) davor gewarnt, grünes Licht für Schuldenaufkaufprogramme jeder Art zu geben. Und Ärger mit dem eigenen Parlament, das das Gesamtpaket absegnen muss, scheut Merkel angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen weit mehr, als neuen Ärger mit Brüssel oder Luxemburg.

Ein Kompromiss deutet sich im Ringen von Iren und Griechen um günstigere Konditionen für die Hilfe der Euro-Partner an. Merkel hat sich zwar gegenüber der Dubliner Forderung nach einer Senkung des Zinssatzes für die Notkredite bislang reserviert geäussert. Laut Diplomatenkreisen könnte Irland aber ein leichter Nachlass gewährt werden – gegen die Bedingung, dass die neue Regierung ihre Hausaufgaben zur Haushaltskonsolidierung ohne Abstriche erfüllt. Für die Griechen sollen die Kreditlaufzeiten von dreieinhalb auf sieben Jahre verlängert werden. Auch das, heisst es, werde schliesslich wohl zum Gesamtpaket gehören.

Kein Nachtflugverbot in Brüssel

Und doch sehen Insider für Freitag noch grosses «Pulverdampf-Potenzial». Viele seit Monaten schwelende Konflikte könnten in der Stunde der Wahrheit noch mal aufbrechen. So will Italien weiter verhindern, dass künftig neben einer höheren Neuverschuldung auch ein zu hoher Gesamtschuldenstand gegen Sanktionsdrohungen abgebaut werden muss. Andere Staaten pochen auf mehr Automatismus bei der Sanktionsverhängung – oder weniger Automatismus bei der Einbeziehung privater Gläubiger, wenn künftige Pleitestaaten aufgefangen werden müssen.

Und so droht die Nacht am Freitag eine lange zu werden. Zwar haben die Delegationen keine Zimmer gebucht. Aber am Brüsseler Flughafen gibt es kein Nachtflugverbot – Starts zur frühen Morgenstunde sind also nicht ausgeschlossen.

Quelle: www.nzz.ch

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Elias
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Ich horte seit einiger Zeit die eingehenden Euro-Zahlungen und setze auf einen steigenden Euro in den nächsten Monaten.

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Ramschpapierhaendler
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Elias wrote:

Ich horte seit einiger Zeit die eingehenden Euro-Zahlungen und setze auf einen steigenden Euro in den nächsten Monaten.

Welcome to the zocker dome! Lol

Elias
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Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Ich horte seit einiger Zeit die eingehenden Euro-Zahlungen und setze auf einen steigenden Euro in den nächsten Monaten.

Welcome to the zocker dome! Lol

Ich habe mich schon immer als Zocker verstanden.

Euros habe ich noch zu wenig, um Calls darauf schreiben zu können, beim Dollar tue ich das seit bald einem Jahr.

Im April wird es spannend. Die Dollar-Calls verfallen demnächst. Ich wette danach weiterhin auf einen Dollar unter Pari bis Juni 2011.

Unter 1.35 äufne ich weiter Euro, darüber baue ich sie ab

----

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Jungle
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Meine Ansage: EUR/CHF 1.10 :!:

Zyndicate
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Regierungskrise in Portugal

Was heißt das für den Euro?

Der Rücktritt von Regierungschef Socrates stürzt das Land im Westen Europas in eine schwere Krise. Sorgen und Ungewissheit herrschen nun allerdings nicht nur in Lissabon. Auch in Brüssel wächst wieder die Angst um den Euro. Der Druck auf den EU-Gipfel steigt.

Das kleine Portugal sorgt in Europa für große Unruhe. Ausgerechnet am Abend vor dem wichtigen EU-Gipfel in Brüssel löste der Rücktritt von Ministerpräsident Jose Socrates im hoch verschuldeten ärmsten Land Westeuropas den befürchteten politischen Ernstfall aus. Beobachter im In- und Ausland sehen schwarz. Der Präsident des Nationalen Handelsverbandes, João Vieira Lopes, geht wie viele Experten nun davon aus, dass der Druck der internationalen Märkte auf Portugal in den nächsten Wochen zunehmen dürfte. "Nur mit einer starken Regierung entkommen wir der Krise", warnte er. Die ist aber im tief zerstrittenen Land nicht in Sicht.

Gebangt wird aber jetzt nicht nur in Portugal. Das große Zittern setzt nach der Ablehnung des jüngsten Socrates-Sparpakets durch die Opposition und der Aufgabe des Regierungschefs auch beim "großen Nachbarn" Spanien ein. Die Regierung in Madrid schloss zwar sofort Ansteckungseffekte aus. Doch bei der konservativen Opposition sieht man das ganz anders. "Die Ungewissheit in Portugal ist für Spanien nicht gut, da es zwischen beiden Ländern enge Beziehungen gibt (...) Wir hoffen, dass Portugal keine externe Finanzhilfe in Anspruch nehmen muss", sagte Jose Eugenio Azpiroz von der Volkspartei PP der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa noch vor dem Rücktritt.

In Lissabon war es zur Wochenmitte drunter und drüber gegangen: Während die Zinsen für längerfristige portugiesische Anleihen auf die neue Rekordmarke von 8,13 Prozent kletterten, legten die Arbeiter der öffentlichen Verkehrsmittel aus Protest gegen die Sparmaßnahmen wieder einmal die Arbeit nieder. "In diesem Land läuft nichts mehr, das ist eine Schande, wie soll man so seine Familie ernähren?", schimpfte eine ältere Frau vor den TV-Kameras. Ex-Präsident Jorge Sampaio rief alle politischen Akteure zur Vernunft auf und warnte, das hoch verschuldete EU-Land steuere dem Verderben entgegen.

Regierung und Opposition bezichtigen sich zuletzt immer häufiger gegenseitig der Lüge und der Unfähigkeit. Pedro Passos Coelho, Chef der konservativ orientierten Partei der Sozialdemokratie (PSD), lud am Dienstag bereits einige Parteien zur Bildung einer Koalition für die zu erwartenden Neuwahlen ein. Der charismatische Passos Coelho hatte bislang alle Sparmaßnahmen der Sozialisten mitgetragen, wurde beim vierten Sanierungsprogramm innerhalb eines Jahres aber nicht mehr konsultiert und schimpfte daraufhin: "Man kann einem Land nicht Brot und Wasser verordnen."

Portugal hat nicht nur mit Überschuldung zu kämpfen, sondern auch mit gravierenden Strukturproblemen. Die Arbeitslosigkeit erreichte zuletzt die Rekordmarke von 11,2 Prozent, es gibt eine Rezession und die Kreditwürdigkeit des Landes wurde erst vor wenigen Tagen wieder herabgestuft. Immer häufiger kommt es zu Arbeitsniederlegungen und es gibt - noch friedliche - Straßenproteste. Hilfsorganisationen und die Kirche klagen, Hunger und Verzweiflung hätten stark zugenommen. Externe Hilfe schloss die Regierung dennoch bis zuletzt aus.

Socrates war deshalb auch in den eigenen Reihen unter Beschuss geraten. Außenminister Luis Amado klagte, alle Verantwortlichen hätten mit dem Schicksal des Volkes gespielt. Dabei war Socrates aus Brüsseler Sicht sicher ein "Musterschüler". Er konnte im vergangenen Jahr das Haushaltsdefizit nach dem Negativ-Rekord von 9,4 Prozent 2009 wie angepeilt auf rund 7,3 Prozent drücken. Mit nie dagewesenen Sparmaßnahmen soll 2011 ein Niveau von 4,6 Prozent erreicht werden. Die Ausgaben für Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst werden um 5 Prozent gekürzt, die Mehrwertsteuer stieg von 21 auf 23 Prozent. Sozialleistungen werden gekürzt, die Renten eingefroren.

Trotz aller Sparerfolge sind die Portugiesen weder auf Socrates, noch auf Brüssel und Bundeskanzlerin Angela Merkel gut zu sprechen. Der Kragen platzte endgültig, als die Regierung die Einfrierung der Mindestrenten von rund 200 Euro ankündigte. "Die Maßnahmen sind brutal. Man sollte zudem wissen, dass ein Land ohne Wachstum nicht aus einer Schuldenkrise herauskommen kann", sagte PSD-Politikerin Manuela Ferreira Leite, die "Eiserne Lady Portugals". Wenn aber Präsident Anibal Cavaco Silva wie erwartet das Parlament auflöst und für Ende Mai Wahlen ausruft, dann will Socrates wieder ins Rennen gehen.

Unabhängig vom Ausgang der Wahl bleiben die Probleme des Landes bis weiterhin ungelöst. Die Unsicherheit in der Eurozone dürfte weiter anhalten.

Quelle: www.n-tv.de

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Elias
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Quote:

Die Mär von der Euro-Rettung

Hilfsaktionen gefährden Währung mehr als die Krisen in Griechenland und Irland

Weder die Insolvenz irischer Banken noch eine Umschuldung griechischer Staatstitel brächte den Euro in ernste Gefahr. Politiker missbrauchen dieses Argument, um immer grössere Hilfspakete zu schnüren. Wichtig ist die Stabilitätspolitik.

Es gehe darum, den Euro zu retten – mit diesem Argument haben Europas Politiker bei ihren Wählern für die EU-Rettungspakete für Griechenland und Irland sowie für den Europäischen Stabilitätsmechanismus geworben. Besonders Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die in Deutschland umstrittenen Schritte damit begründet, es müsse alles getan werden, um die Einheitswährung zu stützen. Ein Argument, das wirkte – wer will schon die Verantwortung für eine Währungskrise übernehmen?

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_maer_von_der_euro-r...

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Dr.Zock
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@ Elias

Zumindest ist die letzte Aussage einigermassen beruhigend.

"Die grösste Gefahr für den Euro geht daher nicht vom griechischen Staat oder von den irischen Banken aus, sondern von jenen Politikern, die den Euro angeblich um jeden Preis retten wollen. Umso wichtiger wird sein, dass die EZB mit ihrer Zinspolitik unabhängige, klar auf Preisstabilität orientierte Signale setzt".

Gruss und beste Trades

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

BullBear.
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Die Griechen sollen zahlen!

Wer über seinen Verhältnissen lebt soll zahlen, vor allem wenn er bei Bilanzen geschummelt hat. Griechenland hat Assets....also zahlen bitte!!

Der griechische Staat soll Assets im Wert von 300 Milliarden Euro besitzen. Gebäude. Infrastruktur wie Flughäfen, Häfen, Straßen, Eisenbahnstrecken, Kanalisation, Wasser- und Stromnetz, etc.

Ist ein Artikel in der FT heute.

Zyndicate
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Unglaublich, der Euro fast unter CHF 1.22!!!

Wie weit geht dieser noch runter!!!

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Elias
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Quote:

Rogers: «In 15 Jahren ist der Euro verschwunden»

http://www.cash.ch/news/alle/rogers_in_15_jahren_ist_der_euro_verschwund...

Mag ja sein, nur was macht man bis dann?

15 Jahre lang "rette sich, wer kann" macht keinen Spass.

Österreich und die Schweiz müssten doch schon lange bankrott sein, wegen den Ostkrediten.

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Elias
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Quote:

Schweizer ganz wild auf schwachen Euro

Wegen des rekordtiefen Euro kaufen Schweizer die Wechselstuben leer. Da und dort kommt es bereits zu Euro-Engpässen am Schalter. Auch Konten erleben einen Boom.

http://www.cash.ch/news/topnews/schweizer_ganz_wild_auf_schwachen_euro-1...

Was doch etwas erstaunt, wenn man die Stimmung hier im Forum anschaut.

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yzf
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EURO - €

klar doch, ich hab mir sogar einen Wagen importiert

LolLol

Geht mit Gott, aber geht!

MarcusFabian
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Ich finde das absolut nicht lustig,

ich arbeite für eine deutsche Firma :oops:

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