Forderung an Politik, Banken zur Verhinderung des Kollaps!

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30.05.2011 10:18
#1
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Forderung an Politik, Banken zur Verhinderung des Kollaps!

"Forderungen an die Politik und Banken zur Verhinderung des Kollaps!" _____________________________________________________

Dank an alle, dass der Beitrag „Kleinanleger / Anleger – Schweiz; Rette sich wer kann, bzw. was er kann“ so sauber und übersichtlich gehalten wurde. So macht es auch mehr Freude Beiträge mitzu-verfolgen und man kann am meisten davon profitieren. Wer nichts dazu schreiben kann/will soll einfach mitlesen und sich seine Gedanken bilden. Wichtig ist doch einfach, dass Beiträge informativ und sachlich sind und schnell auf den Punkt kommen. Klar bei gewissen Themen ist es manchmal nicht einfach so schnell auf den Punkt zukommen, aber man sollte bestrebt sein dies zu versuchen.

Als Nachfolge Frage/Thema zum Beitrag:

Kleinanleger / Anleger – Schweiz; Rette sich wer kann, bzw. was er kann!

stelle ich an marcusfabian nachstehende Frage:

"Unsere Forderungen an die Politik, Staaten und Banken zur Verhinderung eines Kollaps, infolge der schwellenden Finanz- und Schuldenkrise"?

Die Löschung des Brandes der weltweit, schwellenden Finanz- und Schulden-krise ist/wird eine der grössten Herausforderungen von Politik und Wirtschaft. Das Thema ist in aller munde und es wird auch rege nach Ansätzen und Möglichkeiten gesucht, wie ein Zusammenbruch des Finanzsystems verhindert werden kann. Für uns Laien ist das natürlich schwierig zu beurteilen. Aber jeder Einzelne ist davon betroffen, wenn er seine Sparguthaben (Sparkonto, Guthaben Pensionskasse, etc.) den Bach hinunter schwimmen sieht. Was aber soll unternommen werden, damit dieser schlimmste Fall nicht eintritt. Ist es jetzt überhaupt noch möglich, den Zusammenbruch noch aufzuhalten. Viele Länder sind, so scheint es, hoffnungslos überschuldet. Davon eben auch solche (USA, China, Italien, Spanien, Japan, etc.) die relevant sind. Ein Schuldenschnitt sein unausweichlich. Aber das wird Opfer geben.

Frage an marcusfabian:

Was müssen unsere Forderungen an die Politik und Wirtschaft sein, um das grösste Desaster zu verhindern, welches durch die Finanz- und Schuldenkrise entstehen könnte?

Es wäre super, wenn es wieder so funktionieren würde wie beim letzten Beitrag!

Danke.

Karat

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03.08.2014 12:21
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Mit Derivaten gegen «too big to fail»

Die Finanzriesen an der Wall Street und die Aufsichtsbehörden wollen dem «too-big-to-fail-Problem» bei Banken Herr werden, indem sie eine kleine Änderung bei Derivatekontrakten einführen.

Der wichtigste Branchenverband für den 700 Billionen Dollar schweren weltweiten Swaps-Markt überarbeitet in diesem Tagen internationale Protokolle. Ziel dabei ist, Aussetzungs-Klauseln einzuarbeiten. Sie sollen Handelspartner künftig daran hindern, sämtliche Sicherheiten auf einmal einzufordern, wenn eine Bank vor der Pleite steht.

Amerikanische und internationale Aufsichtsbehörden erwägen, die Verwendung dieser neuen Protokolle verpflichtend zu machen, wie Bloomberg News von zwei informierten Personen erfuhr. Den Kreisen zufolge will die Branchenvereinigung International Swaps and Derivatives Association (ISDA) die neuen Leitlinien bis November veröffentlichen.

Die Veränderungen sollen eines der leidigsten Probleme, das während der Finanzkrise von 2008 zu Tage trat, in Zukunft verhindern. Als Lehman Brothers Holdings pleite ging und Gegenparteien versuchten, Derivate-Kontrakte aufzulösen, führte dies zu einer Panik, die letztlich in die internationale Kreditkrise mündete.

Finanzkrisen nicht eskalieren lassen

Das neue Protokoll "schlägt einen weiteren Nagel in den Sarg von ’too big to fail’", sagt Wilson Ervin, leitender Berater bei Credit Suisse und Risikochef bei der Bank während der Krise von 2008. "Die meisten Banken wollen das erledigt haben und arbeiten hart für eine gute Lösung."

Derivate sind komplexe Finanzinstrumente. Ihr Wert hängt von einem anderen Vermögenswert ab - wie etwa einem Kredit oder Aktien. In normalen Zeiten lassen sich damit potenzielle Verluste aus diesen Vermögenswerten absichern. Bei der Krise von 2008 hingegen hatten die Derivate den Effekt, dass sie die Krise vergrösserten und verschärften, die durch den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes ausgelöst worden war.

Die Protokolle der ISDA werden weltweit bei der Erstellung von Verträgen für Derivate-Transaktionen genutzt. Zur Gruppe gehören die global grössten Händler, darunter Goldman Sachs, JPMorgan und Deutsche Bank. Hinzu kommen Vermögensverwalter und andere Firmen, die traditionell Käufer sind - wie BlackRock oder auch die Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co. (Pimco).

In den USA sind die Einlagensicherung Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) und die Notenbank Federal Reserve jene Regulierungsbehörden, die am stärksten in die Aufsicht und Auflösung von grossen Finanzdienstleistern involviert sind. FDIC- Sprecher Andrew Gray bestätigte, dass seine Behörde mit Aufsehern anderer Länder zusammenarbeite, um "vertragliche Lösungen zu erörtern, mit denen die ungeordnete Auflösung von Derivate-Portfolios verhindert werden soll". Weitere Details wollte er nicht nennen. Eine Sprecherin der Fed lehnte einen Kommentar ab.

Ansteckung unterbinden

Die neue Regeln in den ISDA-Verträgen würden eine Firma darin hindern, Swap-Geschäfte mit einer Bank zu beenden, die sich in der Auflösung befindet - und zwar für einen Zeitraum von 24 oder 48 Stunden, in Abhängigkeit vom Land. Das würde den Aufsichtsbehörden Zeit geben, die Kontrakte zu einer neuen Firma zu transferieren und die Ansteckung für das Finanzsystem als Ganzes in Grenzen zu halten.

Den Kreisen zufolge würde das Protokoll anfangs nur für die grössten, global wichtigsten Banken gelten.

"Eine vertragliche Lösung wird entwickelt", sagte Nick Sawyer, ein Sprecher der ISDA.

Die FDIC und Aufsichtsbehörden aus Deutschland, der Schweiz und Grossbritannien hatten die ISDA im vergangenen Jahr in einem Brief aufgefordert, die Verträge zu ändern. Seit damals ist die ISDA in wiederholten Gesprächen mit Regulierern gewesen. Die Organisation will das neue Protokoll fertigstellen, bevor sich Aufseher und Zentralbanker Mitte November im Rahmen des G20- Gipfels in Australien tagen.

 

http://www.cash.ch/news/top_news/mit_derivaten_gegen_too_big_to_fail-322...

 

 

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Benjamin Franklin

07.06.2011 20:49
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Forderung an Politik, Banken zur Verhinderung des Kollaps!

Ramon Lull wrote:

Elias wrote:
Bald wird es wieder mehr Schafe geben und die Preise sinken wieder.

Dazu braucht es aber Investitionen und Kredite....

Was für Investitionen und Kredite?

Eine Herde umfasst 5'000 bis 10'000 Schafe.

Die werden nicht beaufsichtigt.

Es werden einfach weniger geschlachtet.

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07.06.2011 20:47
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MarcusFabian wrote:

... dass UBS und CS im Finanz-Kasino mit einem Einsatz zocken, der fast 600% des Schweizer BSP entspricht. Im Falle eines Dollar-Kollaps wäre es also unmöglich diese beiden Banken zu "retten". Die gingen entsprechend Hopps.

Ist nicht sicher, es kommt darauf an, wie sich deren Bilanzen zusammensetzen.

Fällt der USD gegen Null und die beiden Banken sind heavy in USD verschuldet während die Assets im Preis steigen, dann machen sie einen riesen Gewinn.

Genau das hat ja in die 2008er Krise geführt, dummerweise nahm man an, dass die Assets gegen den USD steigen würden, was sie plötzlich nicht mehr taten.

07.06.2011 20:24
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Re: Welches Land hat wohl das grösste Too-Big-To-Fail Risiko

MarcusFabian wrote:

Ramon Lull wrote:
Ohne Worte:

Du hast recht. Da bleibt einem wirklich das Wort im Mund stecken Sad

Ja, da lobe man die Ukraine oder Bosnien-Herzegovina, deren Bankesysteme sind nicht so überdimensioniert.

07.06.2011 20:20
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Ramon Lull wrote:

Das betrifft nicht nur QE, sondern alle Schulden der USA seit dem Beginn der Depression in 2007. Hatte ich falsch in Erinnerung, aber die Tatsache bleibt, dass es mit jedem QE schwieriger wird die Wirtschaft zu stimulieren.

Eine andere Rechnung die ich gesehen habe, ist dass man davon ausgeht, dass QE2 ingesamt etwa 700,000 Jobs gerettet und/oder geschaffen hat. Das sind US$ 850,000 pro Job!

Das ist aber nicht sauber gerechnet, denn jeder USD der ausgegeben wird, ist ein USD mehr BIP. Ohne die zusätzliche Verschuldung wäre das BIP also viel stärker abgesackt.

Ohne QE's gäbe es auch viel weniger Jobs, weil die ganze Wirtschaft deflationär durchgeschmolzen wäre.

Es findet eben seit 2008 gerade keine Inflation statt, die das investierte Kapital locker zurückspült, sondern es findet ein krampfhafter Versuch statt, die Preise hochzuhalten. Nur noch absolute Draufgänger verschulden sich, um ins Geschäft zu investieren.

Klaro steigen da und dort die Preise, aber nur, weil die Volumen sinken. Man versucht x*p1 = y*p2, wobei x>y und p1

07.06.2011 18:40
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Elias wrote:

Bald wird es wieder mehr Schafe geben und die Preise sinken wieder.

Dazu braucht es aber Investitionen und Kredite....

07.06.2011 18:37
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TeeTasse83 wrote:

(QE1 + QE2) / 7? Wink Bullshit- Antwort, ich weiss.

Woher kommt die Zahl der 7 USD QE für 1 USD BIP?

Gruss

http://www.zerohedge.com/article/guest-post-can-we-please-stop-pretendin...

Das betrifft nicht nur QE, sondern alle Schulden der USA seit dem Beginn der Depression in 2007. Hatte ich falsch in Erinnerung, aber die Tatsache bleibt, dass es mit jedem QE schwieriger wird die Wirtschaft zu stimulieren.

Eine andere Rechnung die ich gesehen habe, ist dass man davon ausgeht, dass QE2 ingesamt etwa 700,000 Jobs gerettet und/oder geschaffen hat. Das sind US$ 850,000 pro Job!

07.06.2011 15:55
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Ramon Lull wrote:

Die Spekulation führte zu grossen Preissteigerungen v.a. bei Rohstoffen. Dies führte zu einer Inflation bei den Inputkosten v.a. bei Lebensmitteln, aber auch fast überall anders via hohe Erdölpreise und in der Industrie wieder über hohe Rohstoffkosten.

das ist schon richtig. Preisschwankungen gibt es aus verschiedenen Gründen. Schafwolle ist knapp, weil der Bestand an Schafen abgenommen hat und die Nachfrage (China) gestiegen ist.

http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/services/nachrichten/ftd/BM/60...

Bald wird es wieder mehr Schafe geben und die Preise sinken wieder.

Wer ein knappes Budget hat, kann sich die teureren Artikel nicht leisten oder muss sie an anderer Stelle einsparen.

Quote:

Deutschland mehr Inflation - weniger Konsum

Dies werde sich dämpfend auf die privaten Konsumausgaben auswirken.

http://www.stock-world.de/ac_analysen/Marktberichte/Deutschland-mehr-Inf...

Quote:

GfK-Konsumklima: Inflation und Schulden drücken die Stimmung

Die deutschen Verbraucher rechnen mit einer schwächeren Konjunktur und niedrigeren Einkommen - die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen, sinkt. Gründe dafür sind die inflationstreibenden Energiekosten und die Schuldenkrise. Der GfK-Konsumklimaindex sank zum dritten Mal in Folge.

http://meta.tagesschau.de/id/49373/gfk-konsumklima-inflation-und-schulde...

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Benjamin Franklin

07.06.2011 14:37
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Elias,

Du hast z.T. schon recht. Es herrscht Deflation bei den Banken. Die Bilanzsummer der UBS hat sich seit 2007 fast halbiert! Und sicher sieht es bei den meisten Grossbanken ähnlich aus.

Die lockere Geldpolitik schafft aber sehr hohe Liquidität, welche über Carry Trades und dergleichen von Hedgefonds für Spekulationszwecke gebraucht wird.

Die Spekulation führte zu grossen Preissteigerungen v.a. bei Rohstoffen. Dies führte zu einer Inflation bei den Inputkosten v.a. bei Lebensmitteln, aber auch fast überall anders via hohe Erdölpreise und in der Industrie wieder über hohe Rohstoffkosten.

Wir sehen i.M. also v.a. einen Angebots seitigen Inflationsschub, der aber i.M. noch zu einem grossen Teil über Kostensparprogramme (sprich im Wesentlichen Entlassungen) kompensiert wird, da die Löhne, z.T. wegen der relativ hohen Arbeitslosigkeit in US/ UK etc. nach hinken.

Ich wohne in England, wo das sehr gut zu beobachten ist. Aber in England ist jetzt auch gut zu beobachten, dass der Angebots seitige Inflationsschub zunimmt und dass trotz relativ stabilen Löhnen, die Endbenutzerpreise jetzt merklich anziehen, was sich in stetig steigenden Inflationszahlen ausdrückt. Ich vermute die Situation in den USA ist ähnlich. Das Potential der Firmen für weitere Effizienzsteigerungen ist zum grössten Teil ausgereizt. Ich sehe das bei den Firmen in meiner Branche.

Die Frage ist jetzt, wie geht es weiter.

Da sich die strukturellen Budget- und Handelsdefizite in UK und USA weiter verschlechtern werden (die geplanten Sparmassnahmen verhindern das nicht), ist davon auszugehen, dass die FED und BoE weiterhin ihre Schulden via "Quantitative Easing" "monetisen" müssen, sprich sie müssen ihre eigenen Schulden kaufen, da sonst nicht genug Nachfrage bestehen würde und die Zinsen dann sehr stark steigen würden. Weder UK noch US können sich das mit Ihren Immobilienblasen erlauben.

Es ist also in UK und US m.M. nach weiter mit einer lockeren Geldpolitik zu rechnen. Die EZB hat ihre eigenen Probleme und wird trotz eingeleiteter Zins-wende, m.M. nicht wirklich eine restriktive Geldpolitik fahren können, ansonsten grosse Verluste in der Bilanz der EZB und der Banken resultieren würden. Die EZB hat bei einer Bilanzsumme von ca. 2 Billionen Euro, wovon ca. 440 Milliarden Euro auf Schulden aus den PIIGS Staaten verfallen und 190 Milliarden Euro davon alleine auf Griechenland und einem Eigenkapital von 80 Millarden Euro, relative wenig Spielraum.

Was denken wir also, wird die Folge sein, wenn die wesentlichen Zentralbanken weiterhin eine lockere Geldpolitik fahren werden?

Ich denke, dass sich der Druck auf die Rohstoffpreise (entweder direkt, und/oder, wie im Fall von USA und UK bereits geschehen, über eine weitere massive Entwertung der Währungen) und damit auf Konsumenten- und Investitionsgüterpreise fortsetzen wird.

Das wird zu steigenden politischen Unruhen führen und über kurz oder lang, trotz relativ hoher Arbeitslosigkeit in den meisten Staaten weltweit, auf höhere Löhne und spätestens dann, wird die Inflation mächtig anziehen.

Man darf auch nicht vergessen, dass in UK und USA die Kaufkraftvernichtung bereits massiv eingesetzt hat, trotz angeblich relativ tiefer Inflationszahlen (diese steigen jetzt allerdings auch schnell an) und zwar über die Abwertung des £ und US$ gegenüber Franken von 50% in nur 4 Jahren! Das Resultat ist als das gleiche wie bei einer (Hyper-)Inflation.

Dieser Trend wird sich m.M. nach fortsetzen.

Das heisst, dass wir trotz einer Deflation im Finanzsektor, in der Realwirtschaft in USA und UK bereits massive Wertvernichtung (sprich Inflation) erlebt haben und m.M. nach wird sich dieser Trend fortsetzen und wahrscheinlich noch beschleunigen. Es zweifelt kaum noch jemand daran, dass die USA und UK seit 2007 in einer tiefen Depression stecken und aus dieser nicht bald wieder herauskommen werden.

Im Gegenteil, die Depression in US und UK wird sich verschlechtern, denn QE2 in den USA hat gelehrt, dass es 7 US$ zusätzlicher Schulden bedarf um 1 US$ zusätzliches BIP zu schaffen! Und dieses Verhältnis verschlechtert sich mit jeder Version von QE. Und trotzdem ist QE der einzige politisch gangbare Weg, denn wer weiss, um wie viel % das BIP der USA und UK kollabieren würden ohne QE ....?

07.06.2011 13:34
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MarcusFabian wrote:

Das Schweizervolk wäre sicher nicht begeistert, wenn nach 80 Mrd. Schrottpapierübernahme nun CS/UBS dennoch den Weg alles irdischen gehen würden.

Quote:

Der Fonds übernahm im Herbst 2008 toxische UBS-Papiere im Wert von über 38 Milliarden Franken. Weil der Rettungsfonds in den vergangenen zwei Jahren unter anderem immer wieder Anteile veräusserte, reduzierte sich das Darlehen massiv.

Von 80 Milliarden auf 38 Milliarden: das nennt man Deflation

MarcusFabian wrote:

Die 2 Billionen, die die FED in den letzten 2 Jahren gedruckt hat - lassen grüssen!

Das Geld hat meines Wissens die Konsumenten immer noch nicht erreicht. Viele Arbeitslose und eine noch grossere Anzahl verarmter Menschen in den USA können die Preise nicht in die Höhe treiben. Und diejenigen, die Geld haben, haben eh schon alles und den Rest im Gold.

Seit 2007 taucht das Wort Hyperinflation über 700 mal auf hier im Forum. Warten auf Godot.

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Benjamin Franklin

07.06.2011 13:00
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Um das in Kontext zu stellen, die Schweiz hat ein BIP von ca. 420 Milliarden Franken.

Die Bilanzsumme von UBS und CS ist zusammen etwa 2.3 Billionen Franken und das Eigenkapital der beiden Banken beträgt zusammen gerade einmal 80 Milliarden Franken oder 3.5% der Bilanzsumme!

Was wir nicht wissen, ist was die Banken ausserhalb ihrer Bilanzen sonst noch für Schrott halten.

Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die Banken weltweit seit 2007 Ihre Aktiven zu einem grossen Teil nicht mehr zu Marktwerten bewerten müssen. Ohne diese neue abstruse Regel, wären die meisten Banken der Welt wahrscheinlich sowieso schon Konkurs.

Es braucht also nur einen Verlust von weniger als 20% im Wert der bilanzierten Aktiven der beiden Banken, und der Verlust entspräche dem BIP der Schweiz.

Es braucht nur einen Verlust von 3.5% der Aktiven der Beiden Banken, und sie wären beide Konkurs und der Staat müsste erneut einspringen und wahrscheinlich wären dann grössere Wertkorrekturen in den Bilanzen unumgänglich.

Und der Bundesrat schlägt vor die neuen Regeln für die Eigenmittel der Banken erst ab 2018 einzuführen.

Ich frage mich auf welchem Planeten diese Damen und Herren leben....?

Tempus fugit!

07.06.2011 11:56
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Genau Wink

Das Schweizervolk wäre sicher nicht begeistert, wenn nach 80 Mrd. Schrottpapierübernahme nun CS/UBS dennoch den Weg alles irdischen gehen würden.

Das Ergebnis wäre - wie überall bei den bailouts und Gelddruckereien - dass der Crash mit künstlichem Geld auf Kosten der Steuerzahler nicht verhindert sondern nur hinausgezögert werden kann. Die 2 Billionen, die die FED in den letzten 2 Jahren gedruckt hat - lassen grüssen!

07.06.2011 11:46
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Oder wie ich in einem anderen Thread als Antwort auf einen Beitrag von Elias geschrieben habe, der folgendes sagte:

Elias wrote:

Sag ich schon lange: Der Franken geht nicht unter

Meine Antwort hierzu war:

Ramon Lull wrote:

Wenn der US$ und/oder der Euro unter gehen würden, was meinst Du, hätte das für Konsequenzen für die UBS und CS und damit für die Schweiz und den CHF?
07.06.2011 11:28
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... Richtig MF, aber das gleiche würde natürlich auch bei einem Euro Kollaps passieren.

In diesem Sinne wäre ein Short auf CHF oder Schweizer Bund Obligationen vielleicht ein guter Hedge gegen Dollar und/oder Euro Kollaps.

P.S. Was die Grafik auch sagt, ist dass es für einen CHF Kollaps reicht wenn die UBS ODER die CS kollabiert.

07.06.2011 09:47
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... dass UBS und CS im Finanz-Kasino mit einem Einsatz zocken, der fast 600% des Schweizer BSP entspricht. Im Falle eines Dollar-Kollaps wäre es also unmöglich diese beiden Banken zu "retten". Die gingen entsprechend Hopps.

07.06.2011 07:04
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Forderung an Politik, Banken zur Verhinderung des Kollaps!

@ramon lull oder marcus fabina

Was genau sagt diese Statistik und was würde passieren wenn es "chlöpft"?

Karat

07.06.2011 02:35
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Re: Welches Land hat wohl das grösste Too-Big-To-Fail Risiko

Ramon Lull wrote:

Ohne Worte:

Du hast recht. Da bleibt einem wirklich das Wort im Mund stecken Sad

06.06.2011 22:10
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Welches Land hat wohl das grösste Too-Big-To-Fail Risiko?

Ohne Worte:

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06.06.2011 11:39
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marabu wrote:

Traum der Europäische Integration

Helmuth Kohl war ein typischer Vertreter der historischen Richtung. Vereinfacht gesehen gehört er zu jenen zahlreichen, vor allem deutschen Politikern, welche wirtschaftliche Konsequenzen als zweitrangig betrachteten. Er war zB. klug genug zu sehen, welchen Einbruch des westdeutschen Lebensstandards die Vereinigung mit der DDR zur Folge hatte.

Eher ein Vertreter derer, die denken, die Schwerkraft sei auszuhebeln.

marabu wrote:

Genau in die gleiche Richtung geht die Denkweise vieler Politiker, welche von einer neuen "Hochblüte" der abendländischen Kultur träumen - ethisch gesehen durchaus legitim. Keine europäischen Kriege mehr, einheitliche ethische Massstäbe in Bezug auf individuelle Menschenrechte, politisches Gewicht auf der internationalen Weltbühne (dank "humaner, wirtschaftlicher und räumlicher Masse"), eine stetig sich akzentuierende multikulturelle Bevölkerung, und nicht zuletzt auch die allmähliche "Globalisierung" dieser abendländisch-humanistisch neu aufbereiteten Kultur...

D.h. man möchte einen prä-WKI/II-Zustand herstellen, als Europa ethnisch extrem heterogen bevölkert war und man ohne Pass oder Ausweispapiere Grenzen überqueren konnte und die Staatshäupter der alten Monarchien miteinander blutsverwandt waren: der englische König, der deutsche Kaiser und der russische Zar waren allesamt Cousins.

Aus diesem Zustand entwickelten sich die zwei blutigsten Metzeleien der Geschichte.

Interessant ist auch, dass ausgerechnet diejenigen, die jedem Kleinstgebiet wie Kosova, Palestina oder Tschetschenien Autonomie zusprechen wollen, gleichzeitig einen europäischen Megastaat bauen wollen.

05.06.2011 11:39
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Fehlender Eckpfeiler

Eure Meinungen bezüglich der Situation auf dem Währungsmarkt sind hinreichend kundgetan und teilweise mehrfach wiederholt. Sicherheiten gegenüber persönlichen Verlusten wie Immobilien- und Rohstoffanlagen (also auch Edelmetalle)sind eine Notwendigkeit.

Den z.T. aber diametral entgegengesetzten politischen Interessen wird jedoch kaum Rechnung getragen. Ich versuche dies anhand eines Beispiels möglichst objektiv darzulegen:

Traum der Europäische Integration

Helmuth Kohl war ein typischer Vertreter der historischen Richtung. Vereinfacht gesehen gehört er zu jenen zahlreichen, vor allem deutschen Politikern, welche wirtschaftliche Konsequenzen als zweitrangig betrachteten. Er war zB. klug genug zu sehen, welchen Einbruch des westdeutschen Lebensstandards die Vereinigung mit der DDR zur Folge hatte. Genau in die gleiche Richtung geht die Denkweise vieler Politiker, welche von einer neuen "Hochblüte" der abendländischen Kultur träumen - ethisch gesehen durchaus legitim. Keine europäischen Kriege mehr, einheitliche ethische Massstäbe in Bezug auf individuelle Menschenrechte, politisches Gewicht auf der internationalen Weltbühne (dank "humaner, wirtschaftlicher und räumlicher Masse"), eine stetig sich akzentuierende multikulturelle Bevölkerung, und nicht zuletzt auch die allmähliche "Globalisierung" dieser abendländisch-humanistisch neu aufbereiteten Kultur...

Natürlich ist dies ein viel zu einfaches Abstract eines äusserst komplexen Sachverhaltes. Wer diesen "Spuren" genauer nachgehen möchte, sollte unbedingt in den Programmen, politischen Statements und Berichten derjenigen Parteien nachforschen, welche treibend sind in Richtung dieses Denkansatzes. In Deutschland scheinen mir "Bündnis 90 - die Grünen" die typischen Vertreter zu sein, zT aber auch die SPD, wenn man von der immer noch starken gewerkschaftlichen Komponente absieht. Eher auf dem seit der Vereinigung absinkenden Anteil klassischer "Althumanisten" eben wie dem erwähnten Altkanzler Kohl ist die CDU.

In der Schweiz findet man gleiche weltanschauliche Strömungen. Ebenfalls am ausgeprägtesten bei den Grünen, etwas weniger akzentuiert bei der SP, noch geringer bei der FDP (zB Markwalder, aber auch des neuen SF-Chefs R. de Weck[Zwar eher SP-nah oder einfach "linksliberal") und sehr diffus bei der CVP.

Nochmals: Obwohl in einem Forum mit klar ausgerichteten, meist kurzfristigen finanziellen Interessen muss diese gewichtige Komponente bei der Beurteilung "unserer" heutigen Politiker mit ins Kalkül gezogen werden. Sieht man diese mit etwas Distanz, überraschen im Hintergrund gezogene Entscheidungen viel weniger.

Zitat Wikipedia: Der Zweck heiligt die Mittel Dieser Satz wurde als vermeintliches Motto des Jesuitenordens bekannt und zeigte sich besonders in der Inquisition und in Eingriffen in die Politik... "…wenn der Zweck erlaubt ist, (sind) auch die Mittel erlaubt" in der „Moraltheologie“ (Medulla IV, cap. 3, dub. 7, art. 2)...Es dürfte sich in der uneingeschränkten Form um ein altes Prinzip der Machtpolitik handeln, das häufig Niccoló Machiavelli zugeschrieben wird, der es aber nicht formuliert hat. Machiavelli habe zur Erreichung politischer Ziele angeblich jedes Mittel für erlaubt angesehen.

05.06.2011 10:45
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Währungssystem

Unser Währungssystem wäre schon ok, wenn man seine Regel beachten würde und der Marktwirtschaft seinen freien lauf lassen würde.

She. EZB und FED. Die Probleme wurden immer grösser als man "kreativ" wurde. Heute sind die beide Institutionen so "manipuliert", dass sie nur noch liquidiert werden können. Und wieder neu anfangen!

Angefangen hat alles mir Greenspän, manipulities.

04.06.2011 19:03
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Einzige mögliche Lösung....

... aber dann müsste sich die westliche Welt sehr beeilen:

Eine Erbschaftssteuer von 100% auf allen Vermögen von mehr als 2 Millionen Franken oder auf jeder einzelnen Erbschaft von mehr als 500,000 Franken.

03.06.2011 23:36
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Zu spät....

Erstaunlich, dass alle davon ausgehen, dass wir diese Finanzkrise überstehen werden. Werden wir nicht.

Ausserdem ist das schon lange keine Finanzkrise mehr, sondern eine globale politische Krise die in globalen Revolutionen enden wird.

Das Finanz- und Wirtschaftssystem wie wir es kennen, wird es nicht mehr geben.

Erstaunlich, wie naiv und gelassen die Schweizer da hinein schlittern....

03.06.2011 22:50
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Haben wir noch genug Zeit vor der Finanzkrise 2?

Bis jetzt ist ja noch gar nichts in diese Richtung passiert. Und einen Konzern wie eine UBS nimmt man nicht von heute auf morgen auseinander.

01.06.2011 19:58
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Initiative geplant

Es ist eine Initiative zur Einführung von Vollgeld geplant.

http://www.monetative.ch/

Vielleicht wird das Thema Geldsystem doch noch zu einem Mainstream-Thema.

01.06.2011 15:36
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Ok, einverstanden. Aber sollten wir uns nicht auf die Fakten, auf die Realität stürzen statt uns in "was wäre, wenn das und das jetzt anders wäre ..." abzustützen?

Genau so könnte ich zu Recht argumentieren: Wenn die SNB nicht die Hälfte unseres Goldes gegen Dollar verkauft hätte, wäre die Diskussion um eine Finanzkrise in der Schweiz ohnehin nicht angesagt.

Stimmt. Ich hätte sogar recht damit. Aber die SNB hat nun mal unser Gold verkauft und sie hat nunmal die Frankenmenge verdoppelt. Also müssen wir uns mit dieser Realität abfinden und schauen, wie wir jetzt dastehen.

Genau so ist es Fakt, dass wir nunmal keine Trennung zw. Geschäfts- und Investmentbanken haben, dass UBS/CS im Finanzcasino weit mehr als das BSP der Schweiz als Spekulationskapital eingesetzt haben, dass sie eben nicht gerettet werden könnten und dass entsprechend auch der Systemrelevante Geschäftsbereich Konkurs gehen würde.

So what?

31.05.2011 20:06
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TeeTasse83 wrote:

Die 2007 / 2008 Krisen haben sich primär deshalb auf die Schweiz ausgewirkt als dass das To Big To Fail Problem noch nicht gelöst war.

Ach nee! Und das ist jetzt gelöst??? :oops:

31.05.2011 01:04
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Ist das nicht ein bisschen zu sehr rosarote Brille?

Schau Dir doch Finanzkrise 1 an: Da crasht in den USA der Immobilienmarkt und Lehman geht Pleite. So what?

Eigentlich Peanuts, könnte man meinen. Hätte man ahnen können, was das für Kreise zieht? Weltweit?

Hätte man damals ahnen können, dass das eine UBS fast in den Bankrott gerissen hat und wir 80 Mrd. Schrottpapiere übernehmen mussten, was so 13% unseres BSP entspricht?

Wie kannst Du da davon ausgehen, dass ein Finanzkollaps des Dollars - was unbestritten um Faktoren dramatischer wäre als Finanzkrise 1 - so unbeschadet an uns vorbeiziehen würde?

30.05.2011 14:23
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Forderung an Politik, Banken zur Verhinderung des Kollaps!

Die wichtigste Forderung lautet: Trennung von Geschäftsbank und Investmentbank. Also gemäss Glass Steagal Act II.

Entsprechend müssten UBS/CS jeweils in zwei getrennte Banken aufgeteilt werden. Und zwar so, dass im Falle der nächsten Krise der Investmentteil Konkurs gehen kann, ohne dass der Geschäftsbankenbereich in Mitleidenschaft gezogen wird.

Zur Erinnerung. Der Geschäftsbanken-Teil von UBS und CS arbeitet ja seriös und mit ausreichendem Eigenkapital. Das Problem sind die Risiken des Investment Bereiches (Schrottpapiere, ABS, MBS, CDS, Zinsderivate), die das Bruttosozialprodukt der Schweiz bei weitem übersteigen und somit einen allfälligen weiteren bailout unmöglich machen würden.

Siehe hierzu Andreas Popp: http://www.wissensmanufaktur.net/interviews

Das Inverview vom 25.1.11, n-tv Live-Interview an der Börse Frankfurt, Themen: Schweiz, Schweizer Franken

Unter dem Strich meine ich, dass die Schweiz nichts oder nur sehr wenig falsch gemacht hat. Wenn also die nächste Finanzkrise in unser Land überschwappt, dann kommen diese Probleme aus dem Ausland nicht dem Inland. Aber diese Erkenntnis nützt uns herzlich wenig.

Egal was wir tun, wir werden uns einem 2. Finanz-Tsunami nicht entziehen können, denn die zweite Finanzkrise wird die erste bei weitem in den Schatten stellen.

Es bleiben uns im wesentlichen zwei Varianten, die beide kein sehr erfreuliches Ende finden. Schaltstelle dabei ist der Wert des Franken:

Wir können den Franken analog zum Dollar und Euro entwerten. Konsequenz ist, dass unsere Sparvermögen und Pensionskassenbeiträge an Wert verlieren, Sparen bestraft wird und wir zuerst indirekt über Inflation und später direkt über eine Währungsreform entreichert werden.

Die andere Variante wäre, den Franken stabil zu halten und zu stärken. Im Extremfall die Goldbindung wieder einzuführen.

Das würde dann dazu führen, dass die Schweiz für ausländische Dollarvermögen ausserordentlich interessant wäre und riesige Dollarbeträge in unser Land fliessen würden.

Das klingt auf den ersten Blick positiv, ist es aber nicht!

Ausländer würden bei uns Firmen, Land, Gold, Immobilien kaufen und dafür mit Dollars bezahlen. Wenn dereinst der Dollar kollabiert, sitzen wir auf einem wertlosen Haufen Dollars während unsere Filet-Stücke in ausländischem Besitz sind! Das können wir auf keinen Fall wollen!

Abgesehen davon, dass die Exportindustrie über einen zu starken Franken lamentieren würde. Wie sie es ja immer tut.

Wie also schützt man sich als Privatmann und als Staat vor den Auswirkungen einer kollabierenden wichtigen Fremdwährung?

Ganz einfach dadurch, dass man diese Fremdwährung wie eine heisse Kartoffel los wird und sich dafür etwas werterhaltendes kauft. Seien es Immobilien, Firmen, Metalle, Rohstoffe etc.