Forderung an Politik, Banken zur Verhinderung des Kollaps!

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30.05.2011 10:18
#1
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Forderung an Politik, Banken zur Verhinderung des Kollaps!

"Forderungen an die Politik und Banken zur Verhinderung des Kollaps!" _____________________________________________________

Dank an alle, dass der Beitrag „Kleinanleger / Anleger – Schweiz; Rette sich wer kann, bzw. was er kann“ so sauber und übersichtlich gehalten wurde. So macht es auch mehr Freude Beiträge mitzu-verfolgen und man kann am meisten davon profitieren. Wer nichts dazu schreiben kann/will soll einfach mitlesen und sich seine Gedanken bilden. Wichtig ist doch einfach, dass Beiträge informativ und sachlich sind und schnell auf den Punkt kommen. Klar bei gewissen Themen ist es manchmal nicht einfach so schnell auf den Punkt zukommen, aber man sollte bestrebt sein dies zu versuchen.

Als Nachfolge Frage/Thema zum Beitrag:

Kleinanleger / Anleger – Schweiz; Rette sich wer kann, bzw. was er kann!

stelle ich an marcusfabian nachstehende Frage:

"Unsere Forderungen an die Politik, Staaten und Banken zur Verhinderung eines Kollaps, infolge der schwellenden Finanz- und Schuldenkrise"?

Die Löschung des Brandes der weltweit, schwellenden Finanz- und Schulden-krise ist/wird eine der grössten Herausforderungen von Politik und Wirtschaft. Das Thema ist in aller munde und es wird auch rege nach Ansätzen und Möglichkeiten gesucht, wie ein Zusammenbruch des Finanzsystems verhindert werden kann. Für uns Laien ist das natürlich schwierig zu beurteilen. Aber jeder Einzelne ist davon betroffen, wenn er seine Sparguthaben (Sparkonto, Guthaben Pensionskasse, etc.) den Bach hinunter schwimmen sieht. Was aber soll unternommen werden, damit dieser schlimmste Fall nicht eintritt. Ist es jetzt überhaupt noch möglich, den Zusammenbruch noch aufzuhalten. Viele Länder sind, so scheint es, hoffnungslos überschuldet. Davon eben auch solche (USA, China, Italien, Spanien, Japan, etc.) die relevant sind. Ein Schuldenschnitt sein unausweichlich. Aber das wird Opfer geben.

Frage an marcusfabian:

Was müssen unsere Forderungen an die Politik und Wirtschaft sein, um das grösste Desaster zu verhindern, welches durch die Finanz- und Schuldenkrise entstehen könnte?

Es wäre super, wenn es wieder so funktionieren würde wie beim letzten Beitrag!

Danke.

Karat

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03.08.2014 12:21
Bild des Benutzers Elias
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Mit Derivaten gegen «too big to fail»

Die Finanzriesen an der Wall Street und die Aufsichtsbehörden wollen dem «too-big-to-fail-Problem» bei Banken Herr werden, indem sie eine kleine Änderung bei Derivatekontrakten einführen.

Der wichtigste Branchenverband für den 700 Billionen Dollar schweren weltweiten Swaps-Markt überarbeitet in diesem Tagen internationale Protokolle. Ziel dabei ist, Aussetzungs-Klauseln einzuarbeiten. Sie sollen Handelspartner künftig daran hindern, sämtliche Sicherheiten auf einmal einzufordern, wenn eine Bank vor der Pleite steht.

Amerikanische und internationale Aufsichtsbehörden erwägen, die Verwendung dieser neuen Protokolle verpflichtend zu machen, wie Bloomberg News von zwei informierten Personen erfuhr. Den Kreisen zufolge will die Branchenvereinigung International Swaps and Derivatives Association (ISDA) die neuen Leitlinien bis November veröffentlichen.

Die Veränderungen sollen eines der leidigsten Probleme, das während der Finanzkrise von 2008 zu Tage trat, in Zukunft verhindern. Als Lehman Brothers Holdings pleite ging und Gegenparteien versuchten, Derivate-Kontrakte aufzulösen, führte dies zu einer Panik, die letztlich in die internationale Kreditkrise mündete.

Finanzkrisen nicht eskalieren lassen

Das neue Protokoll "schlägt einen weiteren Nagel in den Sarg von ’too big to fail’", sagt Wilson Ervin, leitender Berater bei Credit Suisse und Risikochef bei der Bank während der Krise von 2008. "Die meisten Banken wollen das erledigt haben und arbeiten hart für eine gute Lösung."

Derivate sind komplexe Finanzinstrumente. Ihr Wert hängt von einem anderen Vermögenswert ab - wie etwa einem Kredit oder Aktien. In normalen Zeiten lassen sich damit potenzielle Verluste aus diesen Vermögenswerten absichern. Bei der Krise von 2008 hingegen hatten die Derivate den Effekt, dass sie die Krise vergrösserten und verschärften, die durch den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes ausgelöst worden war.

Die Protokolle der ISDA werden weltweit bei der Erstellung von Verträgen für Derivate-Transaktionen genutzt. Zur Gruppe gehören die global grössten Händler, darunter Goldman Sachs, JPMorgan und Deutsche Bank. Hinzu kommen Vermögensverwalter und andere Firmen, die traditionell Käufer sind - wie BlackRock oder auch die Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co. (Pimco).

In den USA sind die Einlagensicherung Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) und die Notenbank Federal Reserve jene Regulierungsbehörden, die am stärksten in die Aufsicht und Auflösung von grossen Finanzdienstleistern involviert sind. FDIC- Sprecher Andrew Gray bestätigte, dass seine Behörde mit Aufsehern anderer Länder zusammenarbeite, um "vertragliche Lösungen zu erörtern, mit denen die ungeordnete Auflösung von Derivate-Portfolios verhindert werden soll". Weitere Details wollte er nicht nennen. Eine Sprecherin der Fed lehnte einen Kommentar ab.

Ansteckung unterbinden

Die neue Regeln in den ISDA-Verträgen würden eine Firma darin hindern, Swap-Geschäfte mit einer Bank zu beenden, die sich in der Auflösung befindet - und zwar für einen Zeitraum von 24 oder 48 Stunden, in Abhängigkeit vom Land. Das würde den Aufsichtsbehörden Zeit geben, die Kontrakte zu einer neuen Firma zu transferieren und die Ansteckung für das Finanzsystem als Ganzes in Grenzen zu halten.

Den Kreisen zufolge würde das Protokoll anfangs nur für die grössten, global wichtigsten Banken gelten.

"Eine vertragliche Lösung wird entwickelt", sagte Nick Sawyer, ein Sprecher der ISDA.

Die FDIC und Aufsichtsbehörden aus Deutschland, der Schweiz und Grossbritannien hatten die ISDA im vergangenen Jahr in einem Brief aufgefordert, die Verträge zu ändern. Seit damals ist die ISDA in wiederholten Gesprächen mit Regulierern gewesen. Die Organisation will das neue Protokoll fertigstellen, bevor sich Aufseher und Zentralbanker Mitte November im Rahmen des G20- Gipfels in Australien tagen.

 

http://www.cash.ch/news/top_news/mit_derivaten_gegen_too_big_to_fail-322...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin