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26.03.2010 19:49
#1
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Schon seit langem verliert das Britische Pfund immer mehr gegenüber dem Schweizer Franken, den man auch als stabil ansieht.

Diese Abwertung hat verschiedene Gründe, diese möchte ich hier mit euch diskutieren.

GB hat in jüngster Zeit zwar die Presse nicht auf sich gezogen, dafür hat Griechenland gesorgt, trotzdem fällt in einem Vergleich auf, das auch Grossbritannien verhältnismässig recht unten durch ist, was die Verschuldung angeht.

Glaubt ihr das hier in nächster Zeit vermehrt Gerüchte aufkommen, diese Gerüchte könnte man gut mit Spekulationen ausnutzen..

Wie sind eure Meinungen und wo seht ihr das Britische Pfund in einem Jahr? Gibt es Ähnlichkeiten mit der Euro Entwicklung?

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04.10.2016 08:19
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Pfund Sterling auf tiefstem Stand seit drei Monaten

Am Devisenmarkt ist die Brexit-Angst zurückgekehrt.

Die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May, Großbritannien werde bis spätestens Ende März den Antrag zum Austritt aus der Europäischen Union (EU) stellen, brachte das Pfund Sterling unter Druck. Es verlor am Dienstag zeitweise 0,2 Prozent auf 1,2814 Dollar und hielt sich damit nur noch knapp über seinem im Juli erreichten Tief von 1,2796 Dollar. gegenüber dem Franken liegt ds Pfund bei 1,2530.

Am 23. Juni hatten die Briten in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, aus der EU auszutreten. Das hatte zu einem Kurssturz beim Pfund geführt.

Unter Börsianer schürten Mays Pläne die Ängste vor einem "harten" Brexit. "Für Unsicherheit unter Investoren sorgt vor allem das feste Bekenntnis der britischen Regierung, bei den Austrittsverhandlungen auf eine Beschränkung der Zuwanderung zu bestehen", schrieben die Experten der Commerzbank in einem Kurzkommentar. Dies werde kaum ohne wirtschaftlichen Folgen bleiben und damit einen Einfluss darauf haben, wie attraktiv Anlagen in das Pfund Sterling künftig seien.

"Solange sich in dieser Frage keine gütliche Einigung abzeichnet, bleibt das Pfund unter Druck."

(Reuters/cash)

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07.07.2016 08:20
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Das Pfund sinkt und sinkt – erstmals seit 1985 unter 1.28 Dollar

Die Furcht vor den Folgen des Brexit-Votums für die Finanzstabilität und Wirtschaft hat die Anleger wieder erfasst.

Am Devisenmarkt wurde dadurch vor allem das britische Pfund stark geschwächt. Am Mittwoch kostete die Währung des Vereinigten Königreichs erstmals seit 1985 weniger als 1,28 US-Dollar.

Zeitweise kostete ein Pfund nur noch 1,2798 Dollar und damit rund 22 Cent oder 15 Prozent weniger als kurz vor der Mehrheitsentscheidung der britischen Bevölkerung, aus der EU austreten zu wollen. Am Nachmittag erholte sich die Währung etwas und näherte sich wieder dem Wert von 1,30 Dollar. In den ersten Tagen nach dem Votum war das Pfund bis auf 1,31 Dollar abgesackt.

Angst am Immobilienmarkt

Für Unruhe an den Märkten sorgten am Mittwoch schlechte Signale vom britischen Immobilienmarkt. Gleich drei grosse Immobilienfonds gaben diese Woche bekannt, dass sie ihren Kunden die angelegten Gelder vorerst nicht zurückzahlen können. Insgesamt wurden circa neun Milliarden Pfund (10,5 Mrd Euro) eingefroren. Experten warnen vor Ansteckungseffekten. "Die Dominosteine beginnen zu fallen", sagt Laith Khalaf, Analyst beim britischen Finanzdienstleister Hargreaves Lansdown.

Der britische Notenbankchef Mark Carney hatte am Dienstag zudem vor Gefahren für die Finanzstabilität und vor einer erheblichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Grossbritannien gewarnt. Zudem sind zuletzt die politischen Unsicherheiten gewachsen. Führende Brexit-Befürworter haben das politische Feld geräumt.

Suche nach Cameron-Nachfolge

Unterdessen läuft bei den konservativen Tories die Suche nach der Nachfolge David Camerons weiter. Da die britische Innenministerin Theresa May und damit eine Brexit-Gegnerin inzwischen vorne liege, gebe es Unsicherheit, ob es am Ende überhaupt tatsächlich zum Brexit kommt, sagte Thu Lan Nguyen, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Die anhaltende Unsicherheit bleibt somit ein wesentlicher Belastungsfaktor für die britische Konjunktur und folglich für das Pfund", so die Analystin. May hatte angekündigt, sie würde in harte Verhandlungen mit der EU treten.

(AWP)

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26.02.2016 09:18
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Schwaches Pfund Alarmsignal statt Omen für die «Brexit-Ängste»

Ökonomische und Finanzmarkt-Daten sind mit Vorsicht zu geniessen. Sobald aber die Währung eines bedeutenderen Landes stark fällt, ist meist Feuer im Dach.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/alarmsignal-statt-omen-fuer-die-...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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22.02.2016 11:24
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Pfund schwächelt wegen Brexit-Sorgen

Die Währung des Vereinigten Königsreichs fiel in der Spitze um 1,2 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 1,4235 Dollar. Für Verunsicherung sorgte vor allem, dass der einflussreiche Londoner Bürgermeister Boris Johnson trotz der Einigung auf ein EU-Reformpaket ankündigte, sich für den Brexit stark zu machen. Cameron, der die Bürger am 23. Juni in einem Volksentscheid abstimmen lassen will, hatte zuvor um die Stimme Johnsons geworben. Seinen Ministern hatte der Premier freigestellt, sich auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Sechs Minister, darunter Justizminister Michael Gove, erklärten daraufhin, sich für einen Brexit einzusetzen. Die Ungewissheit wegen des Ausgangs des Referendums dürfte weiter auf dem Pfund lasten, sagte Elias Haddad, Stratege bei der Commonwealth Bank.

(Reuters)

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13.05.2010 22:42
Bild des Benutzers Poor_Banker
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Schon fündig geworden. Habe mich auch mal im den Bereich umgeschaut, gibt's was gutes, dass Off-Ex handelbar ist? - Achtung bei Mini-Futures sollte ein unerwarteter Move in die falsche Richtung kommen, wirst Du mit wenig Geld abgespeisst.

Hab' auf die Schnelle den hier gefunden: GBPCE (Short) Stopp Loss bei 1.88, was wohl genug weit weg sein dürfte (15%).

Börsenkurse sind wie Stöckelschuhe, je höher desto besser.

12.05.2010 18:48
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denke aktuell hat sich das Pfund bereits erholt.. grosses Potential sehe ich nicht mehr - denke es kommt vlt eher mehr Publik wie schlecht es um Grossbritannien wirklich steht..

suche mir gerade paar Optionen raus, oder wie wärs mit Mini Futures?

11.05.2010 20:00
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Was meint ihr: GBP kurzfristig nochmals stärker, nach (vielleicht) erfolgreicher Koalitionsbildung? - Um danach erneut zu fallen -> Fundamentaldaten?

Börsenkurse sind wie Stöckelschuhe, je höher desto besser.

02.04.2010 10:47
Bild des Benutzers Ramon Lull
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Vielen Dank Hutch. Das ist ja der Wahnsinn, das sind fast CHF 15k pro Haushalt in der CH in einem Jahr ???!!!! Natürlich kann sie diese EUR (und andere Währungen) wieder verkaufen, aber das würde den CHF ja wieder aufwerten und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der CHF innerhalb der nächsten 10 Jahre oder so gegenüber den Hauptwährungen (USD, GBP, Yen) "schwächeln" wird, es sei denn UBS und/oder CS gehen unter und in dem Fall hätten wir dann noch ganz andere Probleme.

Glaubt wirklich jemand, dass der EUR nachhaltig je wieder über 1.50 CHF steigen wird?

Wie gesagt, ich bin kein Spezialist, aber gibt es Beispiele dafür, dass es einer Zentralbank je gelungen ist den Wert einer Währung nachhaltig durch direkte Interventionen am Markt zu beeinflussen? Ich bezweifle das auf Grund der Grösse der Forex Märkte sehr. Gemäss folgendem Dokument der BIZ aus dem Jahre 2007 ( http://www.bis.org/publ/rpfxf07t.pdf ) betrug das durchschnittliche TAGESvolumen des EUR/CHF Forex Marktes ca. USD 54 Mrd (siehe Tabelle Seite 10). Das OTC TAGESvolumen (siehe Tabelle Seite 16) betrug USD 29 Mrd. Da wirken die Interventionen der SNB doch eher wie ein Tropfen (weniger als 0.5% des Marktvolumens von 2007 verteilt über ein Jahr) auf einen Heissen Stein.

02.04.2010 09:10
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SNB Fremdwährungsreserven

Quelle: Handelszeituhng 31.3

"

Vor einem Jahr lagen die bei 46 Mrd Fr. Ende Feb. warens 108 Mrd Fr.

"

Also verdoppelt. Ein schöner Teil wird dovon Euro sein.

Aber dies ist ja nur Papier, das gegen anderes Papier getauscht wird . Und wer weiss, Euro gekauft für 1.20 könnte zum Geschäft werden und in mehr Franken papier resultieren.

01.04.2010 21:24
Bild des Benutzers Ramon Lull
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Es sei denn, die SNB verpufft weiterhin wertvolle CHF gegen wertlose EUR, was sich dann auch auf das GBP auswirkt. Die SNB gegen den Rest der Welt? Das ist doch verrückt. Der EUR ist und bleibt schwach, ob das die SNB nun wahrhaben will oder nicht. Was macht sie eigentlich mit all den EUR? Weiss jemand wie viele EUR die SNB schon erworben hat, seit der EUR unter 1.50 CHF gefallen ist?

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27.03.2010 12:18
Bild des Benutzers Smith2000.
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ja, bisher wurde das ganze durch andere Länder abgedeckt und recht gut "unter Verschluss" gehalten, doch wenn das Problem erkannt wird, denke ich folgen weitere Abwertungen..

Gibt es geeignete Derivate? Habe bisher nur sehr spärlich gefunden..

26.03.2010 22:38
Bild des Benutzers Ramon Lull
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Ich bin kein Forex Händler, aber ich wohne seit vielen Jahren in London und habe den Zerfall des Pfundes (speziell gegenüber dem CHF) hautnah miterlebt. Ich vermute solange die Zinsen in England tief bleiben, wird das Pfund gegenüber dem CHF weiter an Wert verlieren. Und ich vermute weiter, dass selbst wenn die Zinsen in UK in den kommenden Monaten steigen sollten, das Pfund weiter unter Druck bleiben würde, weil steigende Zinsen wahrscheinlich mehr von einem Vertrauensverlust der Gilt Käufer her rühren würden, als sie Ausdruck einer erstarkenden Wirtschaft wären. Steigende Zinsen werden auch der Auslöser für das längst überfällige Platzen der Immobilienblase sein. Ich vermute das Pfund wird dann weiter unter Druck geraten.

Die anstehenden Wahlen werden sicher auch einen Einfluss haben, wobei ich heute wenig Unterschiede in der zu erwartenden Wirtschaftspolitik zwischen den beiden führenden Parteien ("Labour" und "Conservatives") ausmachen kann. Beide tun sich i.M. noch schwer, massgebliche und konkrete Sparmassnahmen zu nennen. Das wird sich nach den Wahlen wahrscheinlich schlagartig ändern.

Grossbritannien ist eigentlich schon seit dem 2. Weltkrieg bankrott und nun sieht es endlich so aus, als würden ihm die Ideen und Mittel ausgehen, mit denen es Gilt Investoren über Jahrzehnte an der Nase herumgeführt hat. Des Kaisers neue Kleider!