Gold

Gold 1 Uz 

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Karat1
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Gold

Die Frage ist ja eigentlich ganz einfach.

Was ist teuer, was ist billig?

Da ich nicht den Überblick über alle Anlagekategorien habe, kann ich das auch nicht abschliessend beurteilen. Gefühlsmässig scheint mir aber klar, dass

Gold und Silber

historisch sehr teuer sind.

Was mir aber gar nicht klar ist,

Was ist aktuell billig?

Wie heisst doch eine Börsenweisheit:

Billig einkaufen, teuer verkaufen!

So einfach ist Börse.

Aber niemand hier im Forum kann mir das sagen! Alle wissen zwar soooooooo viel über Börse, aber was billig oder teuer ist an der Börse weis niemand. Vielleicht macht das die Börse auch so interessant.

Es ist fast so spannend wie das Herausfinden eines totsicheren Lottosystem für einen garantierten 6-er!

Jetzt ist aber Börsenschluss für heute und ich höre mir noch eine CD von der Andrea Berg und den Amigos an. Ich höre schon den Aufschrei, das lässt sich doch mit dem harten Geschäft an der Börse nicht verbinden. Ich finde das geht sehr gut. Den die Börse ist nicht mein Leben.

Karat

Ramschpapierhaendler
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Gold

felix.w wrote:

Der SMIC ist der Total Return Index vom SMI, also inkl. Dividenden. Hier als Grafik:

Danke! Wusste nicht, dass es sowas gibt. Jetzt müsste man noch die ETF-Gebühren und die Lagerkosten für Gold einrechnen, und dann wär's sehr genau. Ich denke aber, man erkennt die Richtung auch so, wenn man nicht gerade absichtlich von Highs und Lows aus rechnet.

felix.w wrote:

Natürlich war Gold besser in den letzten 10 Jahren. Aber warum soll es desshalb langfristig so bleiben? Rückblickend war Gold langfristig vor allem flach und Gold hat keine Dividende abgeworfen.

Kein Chart sagt uns die Zukunft voraus. Er hilft nur dabei, zu sehen, in welchem Zyklus man sich befindet.

Wie gesagt: Ich hab keine Ahnung wo Gold in einem Monat oder in einem Jahr steht. Nur eine Vermutung. Kurz- und langfristige Charts helfen mir neben Fundamentaldaten dabei, meine Vermutungen anzustellen.

Wenn sich jemand schon die Vergangenheit zurechtbiegen muss, dann wird er wohl nie zu einer nützlichen Erkenntnis für die Zukunft gelangen. DAS ist der Punkt, den ich bei Elias kritisiert habe. Sonst nichts. Klar kann man aus jedem Chart, der steil nach oben zeigt, schliessen, dass es bald runter geht. Und? Soll man deswegen gegen den Trend verkaufen? Und später, wenn die Kurse fallen zukaufen? Wohl eher nicht!

felix.w
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Gold

Agree, mich stört einfach die Ansicht dieser die behaupten Gold sei das absolute Überinvestment das nur steigen kann. Die Geschichte beweist das Gegenteil.

Ramschpapierhaendler
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Gold

felix.w wrote:

Agree, mich stört einfach die Ansicht dieser die behaupten Gold sei das absolute Überinvestment das nur steigen kann. Die Geschichte beweist das Gegenteil.

Würde mich auch stören. Aber hier hab ich eigentlich noch niemanden getroffen, der das behauptet. Nicht mal MF, der wohl am überzeugtesten von seiner Vermutung ist. Auch er nimmt an, dass Gold noch eine beschränkte Zeit lang steigen wird und danach gegen anderes "eingetauscht" werden sollte.

Schönes WE! Muss jetzt den Sonntagsbraten in den Hals stecken gehen. Lol

MarcusFabian
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Gold

felix.w wrote:

Natürlich war Gold besser in den letzten 10 Jahren. Aber warum soll es desshalb langfristig so bleiben?

Niemand behauptet, dass das langfristig so bleiben wird.

Wobei man definieren müsste, was Du unter langfristig verstehst.

Man kann den Vergleich Gold/Aktien ganz einfach betrachten, indem man die Währungen ausklammert und Dow jones direkt in Gold misst:

(Lesebeispiel: Für wieviele Unzen Gold kriege ich den Dow Jones. Derzeit bei Dow 11800 und Gold 1410 liegt das Verhältnis bei 8 Unzen für den Dow)

Hier sieht man sehr schön die Zyklen: Ab 1945-1967 Aktien-Hausse, Bärenmarkt bis 1981, Hausse bis 2000, Bärenmarkt bis ... nun vermutlich bis der Dow wieder für 4 Unzen zu haben ist. Das entspricht ab jetzigem Niveau also einer Verdoppelung des Goldpreises, der Halbierung des Dow oder irgend etwas dazwischen.

MarcusFabian
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Karat1 wrote:

Was ist aktuell billig?

Kommt immer drauf an, was Du Dir kaufen kannst, was die Gegenleistung ist:

Du kriegst für eine Unze Gold einen feinen Anzug. Denselben Preis hast Du vor 100 jahren für einen Anzug bezahlt. Also hat sich am Preis eines Anzuges bzw. am Wert von Gold nichts geändert.

Du kannst auch argumentieren, dass der Preis eines Anzuges in den letzten 100 Jahren von $17 auf $1400 gestiegen ist, Anzüge heute also teuer sind.

Ich kann und werde entgegenhalten, dass nicht die Anzüge teurer geworden sind sondern der Dollar billig geworden ist, an Kaufkraft verloren hat.

Wenn man - wie Du und die meisten Menschen - alles in Geld bemisst, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass alles teurer wird. Anzüge, Aktien, Öl, Gold.

Nur! Ist das wirklich die richtige Betrachtungsweise?

Elias
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MarcusFabian wrote:

Wenn man - wie Du und die meisten Menschen - alles in Geld bemisst, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass alles teurer wird. Anzüge, Aktien, Öl, Gold.

Nur! Ist das wirklich die richtige Betrachtungsweise?

Interessant. Wenn ich schreibe, dass es billiger wird, schreibst du, es werde teurer.

Du weisst einfach nicht mehr, was du schon alles zu einem Thema gepostet hast

Zur Erinnerung http://www.cash.ch/forum/viewtopic.php?p=358787&highlight=teurer#358787

Wozu führst du eigentlich deine gesammelten Postings :?:

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MarcusFabian
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Gold

Elias wrote:

Interessant. Wenn ich schreibe, dass es billiger wird, schreibst du, es werde teurer.

Ich schreibe ja nicht, dass irgendwas teurer wird!!!

In Gold gerechnet haben wir auch tatsächlich eine Deflation. Nur in Papiergeld gerechnet haben wir eine Teuerung.

Meine Postings findest Du im Link in meiner Unterschrift.

Elias
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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Interessant. Wenn ich schreibe, dass es billiger wird, schreibst du, es werde teurer.

Ich schreibe ja nicht, dass irgendwas teurer wird!!!

In Gold gerechnet haben wir auch tatsächlich eine Deflation. Nur in Papiergeld gerechnet haben wir eine Teuerung.

Natürlich schreibst du das.

Nochmals zur Erinnerung

Du schreibst es hier http://www.cash.ch/forum/viewtopic.php?p=358787&highlight=teurer#358787

und gerade vorhin

MarcusFabian wrote:

Wenn man - wie Du und die meisten Menschen - alles in Geld bemisst, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass alles teurer wird. Anzüge, Aktien, Öl, Gold.

Für mich wird es auch in Papiergeld unter dem Strich nicht teurer.

In Immobilien gerechnet haben wir demnach schon seit geraumer Zeit eine Hyperdeflation, analog deiner Definition zu Gold. Die haben nicht nur an Wert zugelegt, sondern werfen bei diesen Hypothekarsätzen eine satte Rendite ab.

Seit ich an der Börse bin (1978) wäre Gold als reine Anlage und zur Werterhaltung eine Fehlinvestition gewesen.

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Ramschpapierhaendler
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Elias wrote:

Seit ich an der Börse bin (1978) wäre Gold als reine Anlage und zur Werterhaltung eine Fehlinvestition gewesen.

Wie das? In Anzügen gerechnet?

Lag der Goldpreis damals über 42'000/kg?

Bei den Immos geb ich dir recht. Die waren rentabler. Allerdings nur unter 2 Bedingungen:

1. Man musste die richtigen Immos aussuchen. Das gelingt nicht allen, auch wenn es in den letzten Jahren relativ einfach war.

2. Man braucht das nötige Kleingeld. Nur die wenigsten in diesem Forum besitzen genug, um sinnvoll in Immos investieren zu können. Immofonds waren in der letzten Zeit nämlich nicht gerade der Hit. Bei Gold kann man schon in Kleinmengen investieren.

MarcusFabian
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Elias wrote:

In Immobilien gerechnet haben wir demnach schon seit geraumer Zeit eine Hyperdeflation,

Tja, so hat halt jeder seine bevorzugte Ausgangsbasis an der er die Teuerung misst Wink

Elias
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Ramschpapierhaendler wrote:

Wenn ich mir das mal ganz genau überlege:

Elias hat in DIE Superblase investiert! :shock: Wink

Gold hat in den letzten 5 Jahren enorm zugelegt.

Dort wird allgemein schon von einer Blasenbildung geschrieben. Bei den Immobilien wird an einzelnen Orten von Überhitzung geschrieben. Ich würde genau so wenig in eine zu teure Immobilie investieren wie in zu teures Gold.

Wenn man es sich wirklich mal genau überlegt:

Ich lebe nicht vom Wert der Immobilien. Genau so wenig wie vom Wert der Goldvrenelis. Der Unterschied: die Immobilien werfen Ertrag ab und das aktuell nicht zu knapp. Zugegeben: Dieses Zinsumfeld war nicht vorhersehbar und absolutes Dusel. Pech für diejenigen, die langfristige Hypotheken abgeschlossen haben und nicht davon profitieren können.

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MarcusFabian
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Elias wrote:

Ich würde genau so wenig in eine zu teure Immobilie investieren wie in zu teures Gold.

Wobei wir wieder beim Ausgangspunkt wären: Was ist teuer?

Ist Gold teuer, oder hat Papiergeld an Wert verloren?

Denke an das Beispiel des Anzuges, der vor 100 Jahren genau so viel gekostet hat wie heute - in Gold.

Oder war Brot während der Weimarer Hyperinflation bei einem Preis von 1 Billion teuer?

Nein, man hätte jederzeit ein Brot für drei Eier bekommen. Vor, während und nach der Hyperinflation.

Elias
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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Ich würde genau so wenig in eine zu teure Immobilie investieren wie in zu teures Gold.

Wobei wir wieder beim Ausgangspunkt wären: Was ist teuer?

Ist Gold teuer, oder hat Papiergeld an Wert verloren?

Denke an das Beispiel des Anzuges, der vor 100 Jahren genau so viel gekostet hat wie heute - in Gold.

Oder war Brot während der Weimarer Hyperinflation bei einem Preis von 1 Billion teuer?

Nein, man hätte jederzeit ein Brot für drei Eier bekommen. Vor, während und nach der Hyperinflation.

Der Goldpreis hat sich in den letzten 5 Jahren verdoppelt.

Der Franken hat sicher nicht 50% verloren

Entweder hat sich das billige Gold dem Wert des Franken angeglichen oder es ist zu teuer.

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MarcusFabian
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Elias wrote:

Der Franken hat sicher nicht 50% verloren

Eben. Noch nicht. Kommt aber noch:

In den letzten 10 Jahren hat sich die Frankenmenge verdoppelt, die Goldmenge der Schweiz halbiert.

Das Verhältnis Franken:Gold hat sich also um einen Faktor 4 verschoben.

Der Goldpreis in Franken hat sich aber nur gerade (etwas mehr als) verdoppelt. Da herrscht also noch Potenzial: Für Gold in Franken nach oben bzw. Franken in Gold nach unten.

weico
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MarcusFabian wrote:

Denke an das Beispiel des Anzuges, der vor 100 Jahren genau so viel gekostet hat wie heute - in Gold.

Aha..

http://www.quelle.ch/anzug-studio-coletti/pref-AKL5534800@Quelle-QuelleC...

weico

Elias
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Gold

Kleider machen Leute. Auch in einem teuren Anzug kann man schlecht aussehen.

Das mit dem Maasanzug ist doch müssig.

Wir kennen weder die Art des Anzuges, noch die Qualität von damals. Zudem kann man heutzutage enorm viel günstiger einkaufen, wenn man denn will. Das war damals nicht möglich.

Für Strom zahlt man nominal immer noch weniger als in den 90er Jahren (wohl aber nicht mehr lange) Die Gratiszeitung kriegt man umsonst, also weder für Geld noch für Gold, Platin oder Silber.

Gold ist heute zu teuer.

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weico
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Ramschpapierhaendler wrote:

@ Weico:

Nennst du das Massanzug?

..Massanzug:

http://www.youtailor.ch/massanzug

P.S..in Hongkong,Manila,Bangkok,Neu-Delhi dann nochmals etwa (Erfahrungswerte..) mindestens 50% billiger...

weico

weico
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Gold

Elias wrote:

Gold ist heute zu teuer.

Keineswegs !

Gold wird zurzeit halt einfach ,vom "Markt",schlicht so bewertet.

P.S:.Wenn den "Goldbugs" zuviel an "Neuem" ist,dann gleich mit Seite 13 "beginnen"...

http://www2.uni-erfurt.de/finanzwissenschaft/konf/Beitr%E4geHistSchools/...

weico

Jungle
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Gold

Für meine Freunde des "Güldenen"; man darf weiterhin bullisch sein, in der Tat seit kurzem sogar richtig bullisch...:

Viel Spass & weiterhin viel Erfolg mit dem "Güldenen".

LG, Jungle

Elias
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weico wrote:

Elias wrote:
Gold ist heute zu teuer.

Keineswegs !

Gold wird zurzeit halt einfach ,vom "Markt",schlicht so bewertet.

P.S:.Wenn den "Goldbugs" zuviel an "Neuem" ist,dann gleich mit Seite 13 "beginnen"...

http://www2.uni-erfurt.de/finanzwissenschaft/konf/Beitr%E4geHistSchools/...

An der Börse wird gewettet

Alle Anlagen sind wie brennende Streichhölzer. Wer sie als letzter hält, verbrennt sich die Finger.

Bei Anlagen, die Rendite abwerfen und/oder auf die man Calls schreiben kann, kann man den Schaden mildern.

----

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Angry
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Wie bitte..?

Hab ihr mal mit anderen Rohstoffen verglichen...?

Der Franken hat locker 50% in 10 Jahren abgewertet! Eher mehr.

Kupfer, Öl, usw.

Beim Tabak sogar bald 100%.

Die Deflation (Eindämmung der Inflation) gibt es nur bei den Löhnen.

China, Personenfreizügigkeit sei dank. Ich sage dazu "moderne Sklaverei".

Klar gibt es auch Bereiche mit Preissenkungen. Computer, Elektronik, ...

CH-Immobilien sind nur dank supertiefem Zins, der Einwanderungspolitik, vielen reichen Rentnern und ebensolchen Steuerflüchtlingen gut gelaufen.

Um die Schweiz herum haben die Immos im Vergleich zum Gold schlecht performt. Dort schichten die Ersten um. Würde ich auch, wenn hier keine Blase bestehen würde.

Die SNB scheint ja die CHF-Schuldner schützen zu wollen.

Einerseits warnt sie vor der Immoblase. Andererseits wertet sie aktiv den Franken ab und entschädigt die Gläubiger viel zu wenig.

Ich sehe momentan eine Immo oder CHF-Blase.

Die SNB hat die Wahl welche "Blase" platzen wird. :roll:

MarcusFabian
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Gold

Dass wir eine Geldentwertung, eine Inflation haben (und zwar sowohl im Sinne der Geldmengenausweitung als auch der Teuerung) dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Die Reihen der Deflationisten, die gegenüber der Realität eine hartnäckige Resistenz zeigen und allen Fakten zum Trotz davon ausgehen, dass Papiergled gegenüber Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen an Wert gewinnen wird, ist mittlerweile praktisch inexistent.

Aber darum geht es auch gar nicht, wenn man nach der Motivation fragt, warum einige wenige Menschen begonnen haben, Gold und Silber zu entdecken. Die meisten Menschen auf diesem Planeten sind sich durchaus bewusst, dass Papiergeld laufend an Wert verliert. Wieviele? 99.9% der über 10 jährigen sicherlich. Aber dennoch werden derzeit nur geschätzte 0.7% (Sprott) bis 3% (BIZ) der Vermögen in Gold gehalten. Es muss also andere Motivationen geben, Edelmetalle zu kaufen.

Das wichtigste Argument ist die reale Rendite. Also die Rendite von Staatsanleihen abzüglich der Teuerung. Wenn die Teuerung höher ist als die Rendite auf Obligationen, wird die reale Rendite negativ.

Wird die reale Rendite negativ, wie dies in den 70er Jahren bei sehr hoher Teuerung geschah oder wie jetzt, wo die Renditen auf Staatsanleihen historisch niedrig sind, fliehen Investoren gerne in Gold. Denn Gold zahlt zwar keine Renditen, bewahrt aber die Kaufkraft.

Wenn dann mehrere Investoren Gold kaufen, steigt der Preis über den Werterhalt der Kaufkraft hinaus, wie wir das seit 10 Jahren erleben dürfen.

Ein weiterer Punkt ist das Vertrauen in Papierwährungen und die Art und Weise, wie Zentralbanken damit umgehen. Wir wissen aus historischer Erfahrung, was mit einer ungedeckten Papierwährung passiert, wenn Staaten ihre eigenen Schulden mit der Druckerpresse bekämpfen.

Da hinein spielt auch die Schuldenlast der Staaten von USA bis Griechenland. Die Schuldenlast ist so hoch, dass die Schulden auf legalem Wege nicht mehr abgestottert werden können.

Hier ein relativ neuer Chart der FED: BSP im Vergleich zu den Schulden:

Es ist also nicht verwunderlich, wenn sich Anleger vermehrt Sorgen um ihr Sparkapital machen und befürchten, einige hochverschuldete Länder, angeführt von den USA, GB, Portugal, Spanien, Griechenland, könnten sich ihrer Schulden einfach entledigen, indem sie sie nicht mehr bedienen. Island hat's vorgemacht.

Neben der aktuell negativen Realzinsen und der Angst vor einem Schuldenkollaps gibt es drittens auch noch psychologische Gründe, die für Gold sprechen: Schliesslich hat Gold die Menschheit als zuverlässiges und stabiles Geld über 3000 Jahre durch gute und schlechte Zeiten begleitet und ge-leitet.

Es ist das einzige Geld, dass man nicht beliebig drucken und vermehren kann. Das Verhältnis Angebot zu Nachfrage zwischen Gold und Papier hat sich bekanntlich in den letzten Jahren und Jahrzehnten extrem ausgeweitet. Wie weiter oben beschrieben alleine um Faktor 4 in der Schweiz während der letzten 10 Jahre.

Es gibt also immer mehr Papier im Verhältnis zu Gold und somit dürfte jedem 1. Semester BWL'ler klar sein, dass auch weiterhin Papier im Wert gegen Gold sinken wird.

Das wird auch so lange so bleiben, bis die Geldmenge zurückgefahren wird. Sich das Verhältnis Papiergeld zu Gold wieder annähert.

Sei es durch Staatsbankrotte, Haircuts, Währungsreformen und die anderen typischen Verdächtigen, die in der Vergangenheit jedes ungedeckte Papiergeldsystem in den Untergang begleitet haben.

Ob Gold auf dem aktuellen Niveau teuer oder billig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich meine, es hat viel mit Gewöhnung zu tun: Hätte man vor 5 Jahren, als die Unze Gold noch $625 kostete mal was von einem Goldpreis von $1000 erzählt, hätte man diese $1000 als teuer empfunden.

Aus heutiger Sicht würde man einen Goldpreis von $1000 aber eher als billig einstufen.

Genau so wird man noch an die billigen Zeiten von 2011 zurückdenken, als Gold noch unter $1500 zu haben war, wenn der Preis dereinst in 2 Jahren über $2000 festgesetzt ist.

Elias
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Re: Wie bitte..?

Angry wrote:

Hab ihr mal mit anderen Rohstoffen verglichen...?

Der Franken hat locker 50% in 10 Jahren abgewertet! Eher mehr.

Kupfer, Öl, usw.Beim Tabak sogar bald 100%.

ich verstehe das einfach nicht, wie man zu einer solchen Aussage kommen kann. Da jammern alle über den starken Franken und dann kommen solche Postings.

Die Rohstoffe sind dank den aufstrebenden Ländern, vorallem durch China in die Höhe geschnellt. Angebot und Nachfrage.

Die Kaufkraft des Franken hat in den letzten 10 Jahren zugelegt und wird durch die Angleichung an das europäische Preisniveau weiter zulegen.

MarcusFabian wrote:

Dass wir eine Geldentwertung, eine Inflation haben (und zwar sowohl im Sinne der Geldmengenausweitung als auch der Teuerung) dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

Und täglich grüsst das Murmeltier. Siehe Thread Deflation/Inflation

Das ausgeweitete Geld befindet sich nicht im Wirtschaftskreislauf und kann auch wieder entzogen werden. Die Mittel dazu hat die SNB.

Die Prognose für die Teuerung in der Schweiz für 2011 und 2012 liegt bei 1%. Das Geld verliert also kaum an Wert, während die Kaufkraft dank sinkender Preise steigt.

Motivation im Allgemeinen

Die Motivation zum Kauf eines Produktes kommt dadurch zu Stande, dass der Konsument das Produkt als geeignetes Mittel wahrnimmt, d.h. weil er es (dringend) braucht oder einfach nur darum, um angenehme Gefühle zu verwirklichen und seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Motivation an der Börse:

Gewinn machen oder wenigstens keine Verluste,

Alles andere macht keinen Sinn.

Wer von euch hält den Staatsanleihen? Ich jedenfalls nicht.

Und selbst wenn, warum muss man DAMIT seinen EM Anlageentscheid begründen?

Wenn etwas gut ist spricht sich das herum, wenn alle davon sprechen, ist es Zeit zum Aussteigen.

Wenn man schon der Meinung ist, dass man mit Gold für einen Massanzug gleich viel bezahlt wie Anno dazumal, müsste man logischerweise zur Einsicht kommen, dass der Preis jetzt korrekt bewertet ist.

Es gibt kein ewiges Wachstum.

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Ramschpapierhaendler
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Ich hab zum Glück noch nie auf andere gehört, die selbst nicht investieren (weder long bei tiefen, noch short bei hohen Kursen), obwohl sie felsenfest von ihrer Meinung überzeugt sind. Denn es zeigt mir eines: entweder sie müssen total verblödet sein, sichere Gewinne nicht einzukassieren, oder sie sind sich gar nicht so sicher wie sie sich geben, können es aber nicht zugeben. Um das Fantasiegebilde am Leben zu halten greift man zu Lügen à la "mit Gold hätte man seit 1980 keinen Gewinn gemacht", interpretiert Statistiken absichtlich falsch, indem man immer von Extremwerten aus rechnet und Währungen bunt durcheinander mischt oder verkennt schlicht Tatsachen ("Mein Cumilus-Zuwachs ist stärker als der Anstieg bei Kupfer, Zucker und Kaffee, folglich haben wir Deflation!").

Das gute daran, abgesehen davon, dass man nicht hinhören muss:

Für den, der sich selbst belügt, ist die Welt immer in Ordnung.

Elias: "Es gibt kein ewiges Wachstum."

Beim Gold nicht, beim Geld schon.

MarcusFabian
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Re: Wie bitte..?

Elias wrote:

Die Kaufkraft des Franken hat in den letzten 10 Jahren zugelegt und wird durch die Angleichung an das europäische Preisniveau weiter zulegen.

Zumindest in einem Punkt sind wir uns einig. Nämlich, was das Ziel betrifft: Kaufkrafterhalt.

Wenn Du der Überzeugung bist, dass Du das mit Franken erreichst, empfehle ich

a) Halte Franken in bar

b) Lass die Finger von Gold

Viel Glück.

Elias
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Ramschpapierhaendler wrote:

Elias: "Es gibt kein ewiges Wachstum."

Beim Gold nicht, beim Geld schon.

Auch beim Geld nicht. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

Ramschpapierhaendler wrote:

Ich hab zum Glück noch nie auf andere gehört, die selbst nicht investieren (weder long bei tiefen, noch short bei hohen Kursen), obwohl sie felsenfest von ihrer Meinung überzeugt sind.

Ich höre grundsätzlich nicht auf andere. Zumal ich immer short gehe, egal wie der Kurs ist. Gäbe es einen Short-Put auf EM, wäre ich beim Gold mit dem Trend richtig gelegen. Nur auf sinkende oder steigende Kurse setzen (long gehen), mache ich zur Zeit bei ABB mit QLABB und liege grottenfalsch.

Das ist der einzige Grund warum ich bei EM nicht investiert bin. Ich kann nicht short gehen. Die SGKB-Aktie ist der einzige Nicht-Eurex-Titel, bei dem ich die Titel halte und somit long gehen muss, wegen dem Aktionärssparkonto.

Ich war beim Silber ab 1978 bei den Gebrüder Hunt dabei.

http://www.silberinfo.com/silber/gebrueder-hunt.html

Muss man denn bei allem Mist immer selber dabei sein, um mitreden zu können :?: Oder darf man auch mal aus eigener Erfahrung klug werden :?:

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Benjamin Franklin

MarcusFabian
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Elias wrote:

Gäbe es einen Short-Put auf EM, wäre ich beim Gold mit dem Trend richtig gelegen.

Wann? Würde mich mal interessieren. In den letzten 10 Jahren hatten Gold-Shorties eine rauhe Zeit. Blum 3

Ramschpapierhaendler
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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Gäbe es einen Short-Put auf EM, wäre ich beim Gold mit dem Trend richtig gelegen.

Wann? Würde mich mal interessieren. In den letzten 10 Jahren hatten Gold-Shorties eine rauhe Zeit. Blum 3

Wahscheinlich vom soundsovielten um xx.xxh bis zum dannunddannten um yy.yyh.

@ Elias:

Gratuliere dir übrigens noch zu deinem Silberdeal! Da du ja immer die Peaks erwischst, bist du davon sicher steinreich geworden.

Elias
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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Gäbe es einen Short-Put auf EM, wäre ich beim Gold mit dem Trend richtig gelegen.

Wann? Würde mich mal interessieren. In den letzten 10 Jahren hatten Gold-Shorties eine rauhe Zeit. Blum 3

Ich rede von Short-Put und nicht von Long-Put. Ich bin einer der wenigen hier im Forum, der wirklich short geht. ich bin ein Schreiber / Stillhalter. Das Thema hatten wir doch auch schon x-mal.

Bis 2005 wäre es bestens gelaufen. Ab dann hätte ich mich im Glücksfall mit Short-Call durchangeln müssen (wenn die Puts ausgeübt worden wären) und sonst weiterhin mit Short-Put. Aber es gibt meines Wissens keine Short-Put und Short-Call auf Gold, sonst wäre ich auch dabei und dürfte ungestraft meine tiefe Weisheit weitergeben.

Quote:

Mein Anlagetipp des Tages:

Goldbrasse im Salzteig im Liguria in Zug ist eine feine Sache.

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