Gold

Gold 1 Uz 

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bonobolio
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Barrick Gold (GOLD) mit Dividenden-Tag nächste Woche

Barrick Gold (GOLD) Aktien-Inhaber per Dienstag, 31. August 2021 (!) erhalten am 15. September 2021 die nächste Dividende / Sonderdividende von $0,23/Aktie gutgeschrieben. Dabei sein lohnt sich.......

Mit dem Optionen-Verfall letzte Woche dürfte im GOLD-Chart (Barrick Gold) ein klassischer Doppel-Boden geschaffen worden sein (vgl. 1-Jahres-Chart):

https://finance.yahoo.com/quote/GOLD?p=GOLD

Das Drehen des GOLD-Charts eröffnet massives Aufwärtspotenzial (durchschnittliches Analysten-Kursziel für Barrick von $29 = Aufwärtspotenzial von über 50%).

Fact Sheet 2021 (q4cdn.com)

bonobolio
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Inflation steigt rasant => Gold => Barrick Gold (GOLD)
Bellavista
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@bonobolio

Der starke Dollar und die Aussicht auf eine Veränderung bei den Zinsen lassen den Kurs von Barrick nochmals zurückgehen, obschon eigentlich sonst sehr viel für eine Anpassung der Minenaktien an den Goldpreis sprechen würde. 

Wann kommt diese Reaktion endlich? Wie ich gelesen habe, würden alleine die von Barrick gehaltenen Goldreserven einen höheren Kurs rechtfertigen...

Aber solange der Markt nicht will, will er halt nicht. Mir egal, ich stocke weiter auf

Bellavista

Carpe Diem
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Ratlos

Bei all der Gelddruckerei, Inflation, Schuldenkrise etc. müsste Gold doch längst solide über USD 2'000 sein pro Unze. 

Verstehe das nicht. 

Oder hat Gold (bislang unbemerkt) seinen Nimbus als Krisenwährung verloren? 

Carpe Diem
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PS

Gibt's eigentlich den alten Gold-Guru Marcus Fabian noch?!

Carpe Diem
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Gold passé?

Man kann wohl auch die Intensität der Posts in diesem Thread als Indikator dafür nehmen, dass Gold einfach nicht mehr so interessant / relevant ist. 

Ob das dauerhaft so bleibt oder eine temporäre Erscheinung ist, wird die Zeit zeigen.

 

waspch
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Carpe Diem hat am 24.09.2021

Carpe Diem hat am 24.09.2021 19:00 geschrieben:

Gibt's eigentlich den alten Gold-Guru Marcus Fabian noch?!

Ja, aber nicht mehr im cash.

5G Sucks !

waspch
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Ich finde dass die Beiträge

Ich finde dass die Beiträge von 'Barrik Gold' in die Rubrik 'Aktien Ausland' gehören und nicht jedes mal noch in diesen Thread kopiert werden müssen.

Wer sich für die Aktie 'Barrik Gold' interessiert https://www.cash.ch/forum/boerse/aktien-ausland/barrick-gold-gold .

Was meint ihr dazu ?

5G Sucks !

Elias
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waspch hat am 09.10.2021 18

waspch hat am 09.10.2021 18:31 geschrieben:

Ich finde dass die Beiträge von 'Barrik Gold' in die Rubrik 'Aktien Ausland' gehören und nicht jedes mal noch in diesen Thread kopiert werden müssen.

Wer sich für die Aktie 'Barrik Gold' interessiert https://www.cash.ch/forum/boerse/aktien-ausland/barrick-gold-gold .

Was meint ihr dazu ?

bin gleicher Meinung (und die meisten wohl auch). Er wird sich davon nicht beeinducken lassen.

Die gleichen Beiträge verbreitet er auch in anderen Foren wie z.B. Barrick Gold | aktiencheck.de

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Carpe Diem
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Gold ist tot!

Oder wie lässt sich sonst erklären, dass Gold im aktuellen Umfeld nicht deutlich mehr kostet? 
Die Unze müsste doch längst über USD 2'000 stehen. 

waspch
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bonobolio hat am 14.10.2021

bonobolio hat am 14.10.2021 21:38 geschrieben:

Danke für die obigen Hinweise, welche ich gerne so berücksichtigen werde. Einen letzten aktuellen Artikel zu Barrick (GOLD) habe ich aber noch:

Barrick Gold: Ein Lichtblick - DER AKTIONÄR (deraktionaer.de)

Und der Goldpreis spurtet endlich wieder über die psychologisch wichtige Marke von $1'800:-)

Nun zum Thema Gold (das Edelmetall) etwas spannendes. Jefferies erwartet mittelfristig einen Goldpreis von $5'500:

Geldpolitik im Fokus: Goldpreis-Prognose: Jefferies ist mega-bullish für Gold - auch Bitcoin ein Investment wert | Nachricht | finanzen.net

*i-m_so_happy*

5G Sucks !

Zyndicate
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Geldpolitische Trendwende? -

Geldpolitische Trendwende? - Jefferies sieht Verdreifachung beim Goldpreis

Die steigenden Anleiherenditen lasten auf dem Goldpreis. Zusätzlich rückt mit dem Tapering die geldpolitische Trendwende immer näher. Warum Jefferies trotzdem an eine Kursexplosion beim Edelmetall glaubt.

18.10.2021 19:32

Von Manuel Boeck

Goldbullen haben dieses Jahr einen schweren Stand. Das glänzende Edelmetall kommt dieses Jahr nicht in die Gänge und steht seit Anfang Januar 7 Prozent im Minus. Insbesondere die ansteigende Rendite für US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit hat den Goldpreis in den vergangenen Wochen zurückgehalten - diese ist innerhalb von vier Wochen von 1,3 auf 1,6 Prozent gestiegen.

Denn Anleihen mit geringem Risiko - im Normalfall Staatsanleihen - sind traditionellerweise die Alternative zur Krisenwährung Gold. Anleihen werfen im Gegensatz zu Gold Zinsen ab. Steigt die Rendite der Anleihen, verringert sich daher für Anleger die Attraktivität von Gold als Investment. Umgekehrt ist dies genauso der Fall.

Doch wie bei vielem an den Börsen liegt die Krux im Detail. Zwar ist die negative Beziehung zwischen Gold und der Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit zwar gegeben. Doch sollte man vielmehr die Realzinsentwicklung beachten. Bei dieser wird auch die goldpreistreibende Inflation berücksichtigt.

Der Realzins hat sich dann auch im letzten Monat nicht bewegt und liegt bei minus 0,97 Prozent. Der Realzins ergibt sich, indem von den Renditen der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit die Inflationsrate abgezogen wird. Das bedeutet, dass die Inflationserwartung am Markt gegen oben korrigiert wurde. Dies hat den negativen Einfluss der steigenden Renditen auf den Goldpreis egalisiert.

Vorzeichen für Gold auf den ersten Blick negativ

Auf den ersten Blick sind aber die Vorzeichen für den zukünftigen Kursverlauf beim Goldpreis negativ. Die US-Wirtschaft hat sich inzwischen von ihrem Corona-Einbruch erholt und wächst kräftig. Gleichzeitig ist die Inflationsrate stark gestiegen. Deshalb wird die US-Notenbank Fed vermutlich schon im Dezember den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik mit dem Rückfahren der Anleihenkäufe – auch Tapering genannt - einleiten und im kommenden Jahr die Zinswende vollziehen. 

Das dürfte die Nominalzinsen nach oben treiben und die Inflation schlussendlich dämpfen, woraus steigende Realzinsen hervorgehen würden. Das wäre nicht gut für den Goldpreis. Doch es gibt berechtigte Zweifel, dass dieses Szenario eintreten wird.

Derzeit kauft die Federal Reserve noch jeden Monat Wertpapiere im Volumen von 120 Milliarden Dollar auf, um die Märkte mit Liquidität zu versorgen. Das Zurückfahren dieser Käufe hat der US-Notenbankchef Jerome Powell an die Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt gekoppelt. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten für den September fielen zweideutig aus, weshalb es nun einige Marktteilnehmer für möglich halten, dass die Fed das sogenannte Tapering verschieben wird.

Gelingt die geldpolitische Trendwende?

Dieser Meinung sind auch die Analysten von Jefferies. Sie glauben nicht, dass die geldpolitische Trendwende reibungslos verlaufen wird. Vor diesem Hintergrund gehen sie davon aus, dass die Nachfrage nach Gold stark steigen wird. Das Edelmetall gilt historisch gegeben als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten.

"Die langfristige Sichtweise bleibt hier die gleiche wie seit vielen Jahren. Das heisst, dass die Zentralbanken der G7-Staaten, darunter vor allem die Federal Reserve, nicht in der Lage sein werden, aus der unkonventionellen Geldpolitik wohlwollend auszusteigen, und dass sie letztlich an der kontinuierlichen Ausweitung der Zentralbankbilanzen in der einen oder anderen Form festhalten werden", schreiben die Experten von Jefferies. 

Die Unmöglichkeit, sich von der Politik der Geldschwemme abzuwenden, hat für die Analysten von Jefferies tiefgreifende und weitgehende Konsequenzen: "Eine solche Politik wird die Zentralbanken, die eine unkonventionelle Geldpolitik verfolgt haben, zunehmend in Misskredit bringen und die Stabilität und sogar die Integrität des derzeitigen Papiergeldsystems bedrohen."

Vertrauensverlust in staatliches Finanzsystem lässt Goldpreis ansteigen

Da bei den Anlegern das Vertrauen in das staatliche Finanzsystem allmählich schwindet, werden sich diese anderen sicheren Anlagemöglichkeiten wie beispielsweise Gold zuwenden. Zudem dürfte das immer realistischer werdende Stagflations-Szenario - eine Mischung aus steigender Inflation und fehlendem Wirtschaftswachstum - den Goldpreis nach oben treiben (cash.ch hat hier über das Thema berichtet).

Die Analysten von Jefferies schliessen zwar nicht aus, dass der Goldpreis wegen des Tapering kurzfristig noch weiter unter Druck geraten wird. Doch mittel- bis langfristig würden die Chancen deutlich die Risiken überwiegen.

Jefferies versieht Gold langfristig mit einem Kursziel, das exorbitant erscheint: 5500 Dollar. Damit würde er sich gegenüber seinem aktuellen Niveau von 1761 Dollar mehr als verdreifachen - plus 212 Prozent. Der höchste jemals erreichte Preis für Gold wurde Anfang August 2020 bei 2063 Dollar ausgewiesen.

Sicherlich mag das Kursziel von Jefferies abschreckend hoch wirken. Doch das Argument, dass die Realzinsen wohl noch über Jahre tief bleiben werden, überzeugt. Kommt ein Vertrauensverlust in das staatliche Finanzsystem hinzu, wird der Goldpreis deutlich ansteigen. Das aktuelle Kursniveau und der Tapering-Verkaufsdruck laden dazu ein, die Goldposition im Portfolio zu stärken.

Neben Gold sehen die Jefferies-Analysten auch Bitcoin als Profiteur dieser Entwicklung. Dieser sei neben Gold ein gutes Absicherungsgeschäft gegen die Gefahr einer Stagflation. Die Befürworter von Bitcoin argumentieren schon seit jeher, dass die weltweit grösste Kryptowährung, die als dezentrales, staatlich unabhängiges und nicht-inflationäres Zahlungsmittel entworfen wurde, eine gute Alternative zu Gold sei. Den Beweis, dass Bitcoin ein sicherer Hafen ist, muss die Kryptowährung jedoch noch erbringen.

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Zyndicate
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WWF fordert strengere

WWF fordert strengere Bestimmungen im Goldhandel

Die Umweltorganisation WWF hat schärfere Bestimmungen für den Goldhandel durch Unternehmen in der Schweiz verlangt. Es brauche verbindliche Regelungen, damit die Lieferketten nachvollzogen werden könnten.

08.11.2021 07:09

Der Goldabbau sei oft mit schlechten Arbeitsbedingungen, Sklaverei und Kinderarbeit verbunden, schrieb der WWF am Montag gestützt auf eine neue Studie. Zudem führe er zu hohen CO2-Emissionen und dazu, dass Flüsse vergiftet würden.

Die Schweiz spiele im internationalen Goldhandel eine wichtige Rolle, so die Organisation. Dies unter anderem, weil vier der sieben weltweit grössten Goldraffinerien und fünf der zehn grössten Uhrenunternehmen ihren Sitz in der Schweiz hätten. Der WWF sieht deshalb auch diese Unternehmen in der Pflicht. Sie müssten sofort für Transparenz darüber sorgen, woher die von ihnen verwendeten Rohstoffe stammten.

Heute stamme ein grosser Teil der Goldimporte offiziell aus Ländern, in denen gar kein Gold abgebaut werde, kritisierte der WWF. Was es insbesondere brauche, sei eine Sorgfaltspflicht bei Einfuhren von Gold, das ursprünglich in Konfliktgebieten abgebaut worden sei. Gemäss der Studie passieren 50 bis 70 Prozent des weltweit abgebauten Goldes die Schweiz - andere Quellen setzen diesen Anteil tiefer an.

Bereits 2018 hatte der Bundesrat in einem Bericht anerkannt, dass die Schweiz eine wichtige Drehscheibe des internationalen Goldhandels ist - und dass nicht immer klar sei, woher das Gold stamme. Einfuhrverbote hatte er damals aber abgelehnt und sich stattdessen für freiwillige Massnahmen der Branche und mehr Transparenz ausgesprochen.

Im September 2020 hatte die Schweiz zudem einen Antrag zum Thema bei der Weltzollorganisation eingereicht. Ziel ist, dass bei Goldeinfuhren künftig zusätzliche Angaben gemacht werden müssen. Auf diese Weise soll künftig etwa unterschieden werden können, ob es um Minen- oder Bankgold geht. Die Schweiz selbst setzt den Vorschlag bereits seit Anfang des laufenden Jahres um.

(AWP)

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Carpe Diem
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Nix Durchbruch

Eigentlich herrscht der perfekte Sturm für eine Explosion des Goldpreises, und was macht dieser: kurz nachdem eine erneut hohe US-Inflation vermeldet wird, steigt der Preis um läppische 0.3 % und liegt immer noch unter USD 1'800. 

 

Zyndicate
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Ausblick 2022: Goldpreis

Ausblick 2022: Goldpreis bleibt gefangen zwischen Inflation und Zinsanstieg

Hohe Inflation und steigende Zinsen: In diesem Umfeld sollten sich Goldfans laut Experten im neuen Jahr keine allzu grossen Hoffnungen auf einen deutlich steigenden Goldpreis machen.

20.12.2021 20:30

Das Gold-Rekordhoch von 2075 Dollar aus dem Sommer 2020 bleibt wohl erst einmal in der Ferne. Zumindest so lange sich die Corona-Krise nicht noch einmal deutlich zuspitzt. Analysten sehen den Preis Ende 2022 im Durchschnitt um die 1700 Dollar. Im Vergleich zum Preis von rund 1800 Dollar am 20. Dezember entspricht das einem Minus von knapp 6 Prozent. In Euro notierte der Goldpreis am 20. Dezember bei knapp 1.600 Euro und damit etwa 50 Euro mehr als zum Jahresstart.

Rohstoffexperte Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg hat seine Prognose hingegen deutlich höher angesetzt. Seiner Einschätzung nach könnte die Feinunze Ende 2022 bei 1900 Dollar gehandelt werden. "Fundamental sieht es für den Goldpreis gar nicht so schlecht aus", erklärt der Experte. Er sieht den Goldpreis unter anderem wegen der hohen Inflation auf Erholungskurs. Der Experte verwies auf einen starken Anstieg der Nachfrage nach Goldschmuck sowie nach Münzen und Goldbarren.

Wichtige Impulse für den Goldpreis werden 2022 die zuletzt hohe Inflation und die Reaktion führender Notenbanken auf diese liefern. Zuletzt hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) davor gewarnt, die Inflation könne sich als "hartnäckiger" erweisen als gedacht, sollten Lieferengpässe in weiten Teilen der Industrie andauern. Eine Ansicht, die sich auch bei den Notenbanken langsam durchsetzt, nachdem monatelang von einem temporären Phänomen die Rede gewesen war.

EZB gibt sich gelassen

So beschleunigt die US-Notenbank Fed ihren Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik mittlerweile und die britische Notenbank stemmte sich jüngst mit ihrer ersten Zinserhöhung in der Pandemie gegen die hohe Inflation. Nur die Europäische Zentralbank gibt sich - zumindest nach aussen - noch gelassen. Sie sendete zwar ein erstes Signal für ein Auslaufen ihrer ultralockeren Geldpolitik, steckt aber weiterhin viele Milliarden in den Kauf von Staatsanleihen und Unternehmenspapieren. Zinserhöhungen wird es unter der EZB-Präsidentin Christine Lagarde so schnell nicht geben.

Viele Volkswirte sind sich zwar sicher, dass sich die Inflation im Verlauf des Jahres 2022 abschwächen wird. Allerdings ist unklar, ob sie auf ein Niveau fällt, mit dem sich die Notenbanker wirklich wohlfühlen.

Neben der Inflation spielt unverändert die Corona-Krise eine wichtige Rolle. Die Pandemie sei eine "ständig präsente Quelle der Unsicherheit", heisst es im jüngsten Monatsbericht des Branchenverbandes World Gold Council (WGC). Nach Einschätzung des Verbands wird der Druck durch die Omikron-Variante des Coronavirus noch verstärkt. Die WGC-Experten weisen darauf hin, dass zahlreiche jüngst veröffentlichte Prognosen für das Jahr 2022 die möglichen Auswirkungen von Omikron noch gar nicht erfasst hätten.

Wichtiger Bestandteil der Zentralbankreserven

Generell werde die Corona-Krise für Unsicherheit sorgen, was eine stärkere Nachfrage nach Gold als sicherer Anlagehafen wahrscheinlich mache, heisst es vom WGC. Ausserdem geht der Branchenverband davon aus, dass der Goldpreis durch die Käufe durch Zentralbanken gestützt werde, auch weil "Gold nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Zentralbankreserven ist."

Goldexperte Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus ist sich sicher, dass der "langfristige Aufwärtstrend weiterhin intakt ist". Bei Heraeus werde seit Anfang November ein kontinuierlicher Anstieg der Nachfrage beobachtet, sagte Zumpfe. "Dabei nutzen Privatkunden zunehmend die Möglichkeiten des Online- und Versandhandels." Dennoch wollte der Heraeus-Experte nicht ausschliessen, dass der Goldpreis wegen steigender Zinsen Ende 2022 bei 1700 Dollar notieren könnte.

Die stärkste Triebfeder für einen steigenden Goldpreis sehen Fachleute bei der hohen Inflation. Nach Einschätzung des Chefvolkswirts Klaus Bauknecht von der IKB Deutsche Industriebank dürfte aber nur eine anhaltend hohe Inflationsrate gekoppelt an eine Konjunkturflaute dem Goldpreis Auftrieb geben. Es sei ein "Stagflationsszenario" notwendig, bei dem die Notenbanken steigende Zinsen trotz hoher Inflation vermeiden, um die Konjunktur zu stützen. Zwar sei eine solche Entwicklung "nicht völlig von der Hand zu weisen", räumte Bauknecht ein. Er sieht beim Goldpreis dennoch "im Verlauf des Jahres 2022 kaum bedeutendes Anstiegspotenzial".

(AWP)

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Goldschatz von Anlegern bei

Goldschatz von Anlegern bei Deutscher Börse auf Rekordhoch

Die Goldbestände von Anlegern bei der Deutschen Börse haben im vergangenen Jahr auf die Rekordmenge von 237,6 Tonnen zugelegt. 20,7 Tonnen des Edelmetalls kamen im Laufe des Jahres hinzu, wie die Deutsche Börse am Mittwoch mitteilte.

05.01.2022 09:44

Neues Gold legt der Frankfurter Marktbetreiber immer dann in seinen Tresor, wenn Anleger die Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Ein solches börsengehandeltes Wertpapier auf Gold-Basis bietet auch die Börse Stuttgart an ("Euwax Gold").

"Entgegen des allgemeinen Trends bei Gold-Investment-Produkten konnten wir uns beim Xetra-Gold-Bestand gut behaupten", bilanzierte Michael König, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities GmbH, der Emittentin von Xetra-Gold.

Unter anderem als Schutz vor Inflation greifen Anleger zu Gold. Das Edelmetall verliert seinen Wert auch in Krisenzeiten nie ganz. Der für Anleger von der Deutschen Börse verwahrte Goldschatz hatte Ende des Jahres 2021 einen Gesamtwert von 12,2 Milliarden Euro. Allerdings gibt es für Gold weder Zinsen noch Dividenden.

Xetra-Gold-Anleger, die ihr Gold anderweitig aufbewahren wollen, können sich ihre Bestände ausliefern lassen. Seit der Einführung von Xetra-Gold im Jahr 2007 haben Anlegerinnen und Anleger nach Angaben der Deutschen Börse von dieser Möglichkeit 1604 Mal Gebrauch gemacht, insgesamt 7,2 Tonnen Gold seien ausgeliefert worden./ben/DP/mis

(AWP)

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Bolsonaro erlässt Dekret zum

Bolsonaro erlässt Dekret zum Goldabbau im Amazonasgebiet

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat ein Dekret erlassen, um den Goldabbau im Amazonasgebiet voranzutreiben. Ein damit geschaffenes Programm soll die Weiterentwicklung von Bergbaumethoden vor allem im Amazonasgebiet fördern, wie aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung am Montag (Ortszeit) hervorging. Mit einem zweiten Dekret soll die Bestrafung von Goldsuchern erschwert werden. "In der Praxis zielen die Dekrete darauf ab, eine räuberische Praxis zu legalisieren, die fortschreitet und die Umwelt zerstört", kommentierte die Umweltorganisation Greenpeace.

15.02.2022 06:33

Der Goldabbau ist im Amazonasgebiet weit verbreitet. Der brasilianische Präsident Bolsonaro ist ein Befürworter der wirtschaftlichen Nutzung des Amazonasgebiets und will auch den bisher illegalen Goldabbau in indigenen Gebieten erlauben. Kritiker werfen ihm vor, ein gesellschaftliches Klima geschaffen zu haben, in dem sich Goldgräber und andere Eindringlinge ermutigt fühlen.

In den Dekreten der Regierung ist von handwerklichem Kleinbergbau die Rede; tatsächlich investieren finanziell starke Unternehmer in die Ausbeutung der indigenen Gebiete mit professionellem Gerät. Der illegale Goldabbau - in Brasilien "garimpo" genannt - steht häufig am Anfang einer Kette, bei der Holzfäller, Viehzüchter und Agrarunternehmer auf die Goldsucher folgen. Die "garimpeiros" schlagen tiefe Schneisen in den Wald; das Quecksilber zur Auslösung des Goldes verschmutzt das Wasser, Fische sterben./mfa/DP/zb

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Goldpreis steigt auf höchsten

Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit Mitte 2021

Inmitten der Ukraine-Krise ist Gold als sicherer Anlagehafen wieder stärker gefragt. Am Dienstag stieg der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) des Edelmetalls bis auf 1879 US-Dollar. Damit wurde der höchste Stand seit Juni 2021 markiert. Seit vergangenen Freitag hat der Goldpreise um etwa 50 Dollar zugelegt, kurz vor der Jahreswende hatte das Edelmetall noch etwa 100 Dollar weniger gekostet.

15.02.2022 09:11

Gold sei derzeit als sicherer Hafen stark gefragt, heisst es in einem Marktkommentar der Commerzbank. Hintergrund sind die Spannungen an der ukrainisch-russischen Grenze. Marktteilnehmer steuern in ungewissen Zeiten vermehrt Sachwerte wie Gold an, während riskantere Anlagen wie Aktien eher an Wert verlieren.

Gebremst wird das Edelmetall jedoch durch vielerorts steigende Kapitalmarkzinsen, die das zinslose Gold im Vergleich zu zinstragenden Anlagen weniger lukrativ erscheinen lassen. Hinzu kommt der zuletzt aufwertende US-Dollar, der ein Hemmnis für die Nachfrage aus Ländern ausserhalb des Dollarraums darstellt. Gold wird in der Regel in der US-Währung gehandelt./bgf/jha/

(AWP)

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Goldpreis steigt auf 7

Goldpreis steigt auf 7-Monatshoch knapp unter 1900 Dollar

Der Goldpreis ist am Donnerstag auf den höchsten Stand seit sieben Monaten gestiegen. Zeitweise kletterte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London bis auf 1893 Dollar und erreichte damit die höchste Notierung seit dem vergangenen Juli. Im Verlauf des Monats hat sich das gelbe Edelmetall um etwa fünf Prozent verteuert. Als Preistreiber gilt vor allem die zugespitzte Krise an der russisch-ukrainischen Grenze, die Anleger verstärkt in sichere Anlagehäfen wie Gold treibt.

17.02.2022 11:27

Auch in Euro gerechnet legte der Goldpreis am Donnerstag kräftig zu und erreichte bei 1666 Euro je Feinunze die höchste Notierung seit September 2020. Zuletzt hatten Zweifel am Rückzug russischer Truppen aus dem Grenzgebiet zur Ukraine für eine stärkere Nachfrage nach Gold gesorgt.

Nach Einschätzung von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg gibt es bisher keine Anzeichen für einen Rückzug russischer Truppen oder eine Deeskalation der Lage. Ein ranghoher Beamter des Weissen Hauses sagte vielmehr, dass Russland in den "zurückliegenden Tagen" rund 7000 zusätzliche Soldaten in die Nähe der ukrainischen Grenze gebracht habe. Russland hatte dagegen am Dienstag mitgeteilt, dass nach Manövern mit dem Abzug von Truppen begonnen worden sei, was für Erleichterung an den Finanzmärkten sorgte und den Goldpreis zeitweise belastet hatte.

"Der Ukraine-Konflikt hält die Märkte weiterhin in Atem und die Anleger sind auf der Suche nach sicheren Häfen", erklärte Edelmetallhändler Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus den aktuellen Anstieg des Goldpreises. Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank verwies in diesem Zusammenhang auf stärkere Zuflüsse in Wertpapiere, die mit Gold hinterlegt sind (ETFs).

Nach Einschätzung des Experten Zumpfe hat aber auch die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed den Goldpreis gestützt. Die Mitschrift liefere Hinweise, wonach im März mit einer ersten Zinserhöhung in der Coronakrise um 0,25 Prozentpunkte zu rechnen sei. An den Finanzmärkten war zuvor wegen der hohen Inflation teilweise auf einen stärkeren Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte spekuliert worden. Höhere Zinsen bremsen in der Regel die Nachfrage nach Gold./jkr/bgf/stk

(AWP)

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Carpe Diem
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Da marschiert Putin ganz

Da marschiert Putin ganz offiziell mit Panzern in ukrainisches Territorium ein, und der Goldpreis gibt nach? Manchmal ist die Börse für mich ein grosses Rätsel. 

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Gold profitiert nur

Gold profitiert nur vorübergehend von Zuspitzung im Ukraine-Konflikt

Der Goldpreis hat nur vorübergehend von der Zuspitzung im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine profitiert. In der Nacht zum Dienstag erreichte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) mit 1914 US-Dollar den höchsten Stand seit Juni 2021. Der Goldpreis gab seine Gewinne jedoch rasch wieder ab. Am Vormittag wurde eine Feinunze an der Börse in London bei 1897 Dollar gehandelt. Sie notierte damit unter dem Niveau vom Montagnachmittag.

22.02.2022 12:39

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montagabend zwei von Separatisten besetzte Regionen in der Ostukraine als unabhängige Staaten anerkannt. Zudem will er Truppen in diese beiden Regionen schicken, die er als "Friedenstruppen" bezeichnet. Die Lage könnte sich jetzt noch weiter zuspitzen.

Die EU-Kommission hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unterdessen Sanktionen gegen Russland vorgeschlagen. Ein am Dienstag den Mitgliedstaaten präsentierter Entwurf sieht Angaben von Diplomaten zufolge vor, den Handel mit russischen Staatsanleihen zu verbieten, um eine Refinanzierung des russischen Staats zu erschweren. Zudem sollen mehrere Hundert Personen und Unternehmen auf die EU-Sanktionsliste kommen.

Von dieser Zuspitzung hat das als sicheres Investment geltende Gold zunächst profitiert. Am Dienstagmorgen setzte jedoch eine Gegenbewegung ein. Alexander Zumpfe, Edelmetallhändler beim Handelshaus Heraeus, verweist auf Gewinnmitnahmen. Zudem gebe es Goldverkäufe, um Verluste in anderen Vermögensklassen auszugleichen. So sind die Aktienmärkte zeitweise merklich unter Druck geraten./jsl/la/jha/

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Ich denke dass die Invasion

Ich denke dass die Invasion von den Russen schon lange geplant ist und auch dessen Sanktionen.

In den letzten Jahren wurden unter einem anderen Vorwand von den Russen massive Golbbestände aufgebaut, um genau in dieser Phase die Reichsten mit Gold versorgen zu können. Nach einem Russischen Financial Reset sind somit die Reichen immer noch gleich reich und alle anderen wurden durch die Hyperinflation enteignet.

Die meisten von uns werden die Hyperinflation in Europa leider auch noch erleben.

Schützen könnt ihr Euch nur mit Aktien, Immobilien oder Gold.

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Zyndicate
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Goldpreis klettert weiter -

Goldpreis klettert weiter - Rekord gemessen in Euro

Die weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs treibt den Goldpreis weiter an. In Dollar gemessen stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) erstmals seit dem Sommer 2020 auf mehr als 2000 Dollar - zumindest zeitweise. Zuletzt lag der Kurs wieder etwas darunter, aber mit 1997 Dollar immer noch etwas mehr als ein Prozent über dem Niveau vom Freitag. Zum Rekordhoch von etwas mehr als 2075 Dollar fehlen allerdings noch knapp vier Prozent. In Euro gemessen ist Gold wegen der gleichzeitigen Schwäche der Gemeinschaftswährung bereits so teuer wie noch nie.

07.03.2022 09:42

Gold ist bereits seit einigen Wochen gefragt, als sich eine immer weitere Verschärfung der Ukraine-Krise abgezeichnet hatte. Der Kursanstieg hat sich dann mit der Invasion Russlands in die Ukraine am 24. Februar beschleunigt - seitdem beläuft sich das Plus beim Dollar-Kurs auf knapp fünf Prozent; seit Jahresanfang sind es rund neun Prozent./zb/mis

(AWP)

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Gegen den Krieg kann man

Gegen den Krieg kann man leider nichts tun, gegen die Inflation / Hyperinflation schon.

 

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Goldman Sachs sieht Goldpreis

Goldman Sachs sieht Goldpreis in sechs Monaten bei 2500 Dollar

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat angesichts der globalen politischen Verunsicherung die eigenen Vorhersagen für den Goldpreis deutlich angehoben.

08.03.2022 10:50

Die Goldnachfrage von Investoren, Konsumenten und Zentralbanken werde in diesem Jahr angesichts der geopolitischen Unsicherheiten zunehmen, schreibt Goldman Sachs als Begründung für die hausinterne Prognoseerhöhung des Goldpreises.

Die Bank erhöht die Goldpreisziele für drei Monate auf 2300 Dollar pro Feinunze, auf Sicht von sechs Monaten auf 2500 Dollar und für zwölf Monate ebenfalls auf 2500 Dollar. 

Der Goldpreis steht derzeit bei 2010 Dollar. In den letzten zwölf Monaten hat der Preis 17 Prozent zugelegt. Allein in den letzten vier Wochen betrug der Zuwachs über 10 Prozent.

"Das letzte Mal, als sich alle wichtigen Nachfragetreiber gleichzeitig beschleunigten, war in den Jahren 2010-2011, als Gold eine Rallye von fast 70 Prozent hinlegte", schreibt die Bank.

Gold-ETF bauen ihre Bestände erstmals seit 2020 wieder deutlich auf. Die Entwicklung könnte sich noch beschleunigen, wie die Strategen von Goldman Sachs weiter ausführen. Denn der Markt habe eine Verlangsamung des US-Wachstums noch nicht eingepreist. Diese werde notwendig sein, um die Inflation einzudämmen.

Die Goldnachfrage der Zentralbanken wird zudem voraussichtlich  im zweiten Halbjahr 2022 ihren historischen Höchstwert erreichen aufgrund von Diversifizierungsbemühungen und der geopolitischen Unsicherheiten. Die Gold-Nachfrage auf Konsumentenseite sollte aufgrund der wirtschaftlichen Erholung in Asien ebenfalls anziehen.

(Bloomberg/cash)

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Goldpreis nähert sich

Goldpreis nähert sich Rekordstand an

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine treibt den Goldpreis immer weiter nach oben. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg am Dienstag in der Spitze bis auf 2021 US-Dollar. Gold nähert sich damit immer mehr seinem Rekordhoch vom August 2020 an. Damals war der Goldpreis bis auf 2075 Dollar gestiegen. Zuletzt fiel der Goldpreis ein wenig zurück und wurde mit 2005 Dollar gehandelt.

08.03.2022 11:41

Gold bleibt angesichts des Ukraine-Kriegs und der hohen Verunsicherung als sicherer Hafen gefragt. So haben Gold-ETFs massive Zuflüsse erfahren. Schon im Vorfeld des Kriegs hatte der Goldpreis zugelegt. Seit Beginn der Invasion Russlands beschleunigte sich der Anstieg noch.

Die Krise schürt die Angst vor einer noch stärker steigenden Inflation. Russland ist ein wichtiger Lieferant für Erdöl, Erdgas und andere Rohstoffe. Sanktionen des Westens oder Ausfuhrbeschränkungen von Russland könnten die Preise noch weiter nach oben treiben. Viele Anleger erhoffen sich von Gold einen Inflationsschutz. Dies gilt umso mehr, da die Situation für die Notenbanken immer schwieriger wird. Schliesslich treibt der Krieg nicht nur die Inflation nach oben, sondern belastet auch das Wirtschaftswachstum.

In Euro gerechnet erreichte der Goldpreis am Dienstag mit 1861 Euro einen neuen Rekordstand. Der Preis wird jedoch auch durch die jüngste Schwäche des Euro zum Dollar getrieben./jsl/bgf/stk

(AWP)

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So wie es aussieht möchte

So wie es aussieht möchte China ebenfalls anfangen Länder kriegerisch zu adaptieren.

Da China vom Westen mit den neusten und besten Waffen ausgerüstet wurde, sind sie auch in der Lage dazu.

Daher auch der moralisch verwerfliche Rückenwind seitens China für Russland.

Wenn nun die muslimischen Länder auch loslegen haben wir den dritten Weltkrieg.

Die EU schaut zu und ist empört, mehr aber auch nicht, denn sie sind abhängig von den Gaslieferungen aus Russland.

Wir stehen kurz vor einer riesigen Eskalation und aus diesem Grunde habe ich diese Woche meine Goldbestände verdoppelt.

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Russland sucht neue

Russland sucht neue Vertriebswege für 20-Milliarden-Goldproduktion

Die riesige russische Goldindustrie sucht wegen der Wirtschaftssanktionen nach neuen Absatzmärkten. Vor allem in China und dem Nahen Osten könnte der zweitgrösste Goldproduzent der Welt fündig werden.

04.04.2022 20:30

Die Sanktionen der westlichen Staaten verbieten den traditionellen Abnehmern in Europa und den USA den Kauf von neu produziertem russischen Gold. Und selbst das erlaubte Einschmelzen von Altbarren verweigern einige Raffinerien aus Sorge um ihre Reputation.

Damit stellt sich für Russland das Problem, die rund 340 Tonnen im Wert von rund 20 Milliarden Dollar an den Mann zu bringen, die das Land jährlich fördert. Nur wenige nicht-sanktionierte Banken können solche Mengen praktisch abwickeln. Und bisher exportieren nur wenige Minenbetreiber direkt - eine Möglichkeit, die seit zwei Jahren besteht.

Direktexporte in die Emirate?

Das könnte sich jetzt ändern. Die in London börsenotierte Polymetal und andere grosse Goldproduzenten ziehen Direktexporte in die Vereinigten Arabischen Emirate und China in Erwägung, berichten mit der Situation vertraute Personen.

Die russische Zentralbank war einst der grösste Goldkäufer und übernahm bis 2020 fast die gesamte Goldproduktion des Landes. Ihre Zusage, die Käufe wieder aufzunehmen, wird einen Teil des Angebots absorbieren, das nicht exportiert werden kann.

"Es gibt sehr gute Budgeteinnahmen", sagte Natalia Orlova, Ökonomin bei der Alfa-Bank. "Sie können jetzt nur noch in Goldkäufe gesteckt werden."

Die Zentralbank limitiert ihren Ankaufpreis auf 5'000 Rubel pro Gramm, was beim aktuellen Wechselkurs etwa 1880 Dollar pro Unze entspricht und damit unter dem internationalen Marktpreis liegt. Die Ankäufe sollen laut Zentralbank-Kreisen vor allem die Goldminen unterstützen, da die Sanktionen den Export erschweren und der Inlandsmarkt die Mengen nicht aufnehmen kann.

Abschaffung der Mehrwertsteuer

Mehr Geschäft könnte auch vom inländischen Endkundenmarkt kommen, etwa durch die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Gold, die Moskau nach Kriegsbeginn verordnete. Auch wenn der Goldpreis tendenziell nicht so direkt auf Angebot und Nachfrage reagiert wie andere Rohstoffe, würde die Aussicht auf geringere russische Exporte das globale Angebot schmälern.

"Der Goldmarkt hat normalerweise einen Angebotsüberhang", sagte Suki Cooper, Analystin bei Standard Chartered. "Wenn Russlands Nachfrage wächst, seine Produktion nicht auf den internationalen Markt kommt und das Überangebot durch ETFs aufgefangen wird, könnte der Goldmarkt zum ersten Mal seit 2015 näher an einem Gleichgewicht sein."

(Bloomberg)

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