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f423
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Ramschpapierhaendler wrote:

f423 wrote:
Bugatti wrote:

Wie ordnet ihr das ein ?

Sind Aktien von Immobiliengesellschaften (z.B. PSP; SPS; Allreal, u.s.w. ) als Immobilen oder einfach als Aktien einzuordnen?

Etwa fifty-fifty.

Ich würde auch Bugatti's Aussage etwas relativieren.

Als langfristige Investition bewegt man sich bei den Immobilien wahrscheinlich auf einem sehr hohen Preisniveau. Wie Bugatti, rechne auch ich mit einer Korrektur.

Sehr kurzfristig hab' ich jedoch weniger Bedenken. Wer z.B. in ein Bauprojekt investieren möchte, um die Immobilie danach gleich wieder abzustossen, geht zur Zeit immer noch wenig Marktrisiken ein.

Daraus würde ich für Immo-Aktien ableiten: für eine kurz- bis mittelfristige Anlage eher ja, langfristig eher nein.

Wer ein EFH oder eine Eigentumswohnung kaufen möchte, der soll sich vor allem seine persönliche Situation z.B. bei steigenden Zinsen überlegen. Ansonsten ist selbstbewohntes Eigentum eine feine Sache.

Danke bestens für Ihre Antwort.

Bezüglich hohem Preisniveau; war das in den letzten ca. 40 Jahren einmal anders ?

CrashGuru
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Ramschpapierhaendler wrote:

In der Schweiz haben wir im Vergleich zu den meisten Ländern generell hohe Immobilienpreise bezogen auf das Einkommen. Dies hängt u.a. mit den hohen Landpreisen (Bauland ist in der CH knapp) und dem Wohlstand zusammen

u.a. = Bauqualität ?

CrashGuru
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Ramschpapierhaendler wrote:

CrashGuru wrote:
Ramschpapierhaendler wrote:
In der Schweiz haben wir im Vergleich zu den meisten Ländern generell hohe Immobilienpreise bezogen auf das Einkommen. Dies hängt u.a. mit den hohen Landpreisen (Bauland ist in der CH knapp) und dem Wohlstand zusammen

u.a. = Bauqualität ?

u.a. ja u.a. BV.

(unter anderem ja und auch Bauvorschriften Lol )

ak (alles klar) Wink

f423
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Ramschpapierhaendler wrote:

f423 wrote:

Um die gestellte Frage zu beantworten:

Ja, es gab vor 20 Jahren eine grössere Korrektur auf dem schweizer Immobilienmarkt. Siehe angehängtes PDF.

http://www.bf.uzh.ch/publikationen/pdf/publ_1994.pdf

Vielen Dank für die Antworten, schätze das sehr.

Möchte mir noch eine Frage erlauben.

Bei einer selbst bewohnten Eigentumswohnung: Was ist besser? Eine Hypothek oder einfach kaufen ? Immer vorausgesetzt, die eigegen Mittel genügen vollauf für einen Kauf z.B. 30% der eigenen Finanzmittel sind erforderlich für den vollen Kauf.

Mit Zinsen,Eigenmietwert, Steuer, Risiko kann ich rechnen wie ich will. Das Ergebnis lautet immer : keine Hypothek. Die Bank sagt : falsch gerechnet !

Frage ich jedoch befreundete Banker wie sie das selber machen sagen diese: selbst bei Vorzugskonditionen der Bank rechnet sich die Hypothek nicht; also keine Hypothek.

Vielleicht kann ich einfach zu wenig gut rechnen ?

f423
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Ramschpapierhaendler wrote:

Schwierig, dir so aus der ferne zu helfen. Hängt von zu vielen Faktoren ab. Es kommt z.B. bei den Steuern auch darauf an, in welchem Kanton du wohnst. Im konkreten Fall würde ich dir empfehlen, nach Möglichkeiten deinen Kollegen zum nächsten Bankgespräch mitzunehmen und zu schauen, worauf sich die Bänker einigen können. Wink

Vielleicht gibt's auch irgendwo im Internet einen guten Rechner? - Kenne bisher keinen.

Was ich persönlich neben der Liquidität ebenfalls berücksichtige:

Rechne ich mit einer steigenden Inflation, so sitze ich gerne auf einer günstigen, langjährigen Hypothek, denn diese wird für mich dann immer günstiger (bleibt im Betrag, aber ich verdiene immer mehr). Bedingung ist allerdings, dass ich mit dem nicht gebrauchten Eigenkapital auch etwas Gescheites anzufangen weiss.

Danke bestens für Ihre Beurteilung.

Scheint offenbar definitiv ein Nullsummenspiel zu sein. Dann wohne bzw. sitze ich doch lieber auf meinem Eigenkapital. Etwas wesentlich Gescheiteres werde ich wohl mit diesem Kapital in den nächsten Jahren wohl kaum anzufangen wissen.

Elias
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Bugatti wrote:

Die Niedrigzinspolitik der SNB, die lockere Kreditvergabe der Banken, der starke Einwandererzuwachs und steigende Einkommen Mitte der achtziger Jahre verursachten die Entstehung der Immobilienblase in der Schweiz. Der darauf folgende drastische Zinsanstieg seitens der SNB sowie die Bundesbeschlüsse zum Bodenrecht seitens der Fiskalpolitik im Jahr 1989 führten zum Preiszerfall auf dem Immobilienmarkt, wodurch die Immobilienkrise entstand.

Was als Ingredienz heutzutage noch fehlt ist eine hohe Inflationsrate.

Ich mag mich noch gut erinnern an die 80er Jahre erinnern.

Der technologischer Wandel, die Computer kamen auch in den KMUs zum Einsatz.

Die Löhne stiegen damals nicht nur in der Informatikbranche.

Wie sieht es heute mit den Löhnen aus?

Scheinbar sind alle zufrieden damit.

Damals gab es keinen Euro und keine Globalisierung, Schwellenländer wie China und Südamerika spielten kaum ein Rolle. Kein Währungskrieg...

Das Umfeld wird nie genau gleich sein, auch wenn die Geschichten sich wiederholen.

----

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CrashGuru
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Elias wrote:

Wie sieht es heute mit den Löhnen aus?

Scheinbar sind alle zufrieden damit.

Hm, von wegen alle ?

Ich meine eher, es ist schon seit vielen Jahren so, dass die Arbeiterschaft einfach am kürzeren Hebel sitzt, oder nicht? Es gab über die Jahre gesehen kaum einen Real-Lohnanstieg für Ottonormalverdiener. Ganz im Gegensatz zu den "Gradurierten", bei welchen volle Kanne ausgeschüttet wurde.

Ganz nach dem Prinzip der Marktwirtschaft. Das Sozial wurde immer kleiner geschrieben und ist auf dem Weg ganz eliminiert zu werden. :cry:

Bugatti
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Gründe für steigende bzw fallende Immobilienpreise

14 Gründe (kein Anspruch auf Vollständigkeit) wieso die Immobilienpreise in der Schweiz in den nächsten Monaten, ev. Jahren, noch weiter steigen werden:

Nachfrage übersteigt das Angebot

Bauboom hält vorderhand an (Baubranche gut beobachten, guter Vorlaufindikator)

Zuwanderung hält an, oder nimmt sogar noch zu

Zinsen sind und bleiben tief, Bereitschaft sich (hoch) zu verschulden

Staat mischt sich vorderhand nicht ein (PFZ, fiskalpolitische Massnahmen -> Steuern, etc)

Konjunktur ist stabil, steigendes BIP, nicht zu letzt dank der Baubranche

Je höher der Wert der Immobilien steigt, desto „vermögender“ fühlen sich die Eigentümer und konsumieren dadurch mehr und sparen weniger

Arbeitslosenquote ist tief

Inflation, bzw. Teuerung im vertretbaren Rahmen ca. 2%

(Noch) keine Verdoppelung der Immobilienpreise seit dem letzten Tiefpunkt im Jahre 2000, im Vergleich zur Zeitspanne 1980 - 1990

(Japan 1980 - 1990 Faktor 2,5x, anschliessend Wertverlust während 20 Jahre unter das Niveau von 1980)

(Spanien Verdreifachung!!! zwischen 1990 - 2008)

Wettbewerb unter den Banken normal

Auf Grund des starken Frankens fliesst Kapital aus dem Ausland in die Schweiz, das angelegt werden möchte

Solvente Hypothekarschuldner

wenig renditeträchtige Investitionsalternativen

Demografische Entwicklung? -> eher vernachlässigbar im “kurzfristigen“ Betrachtungszeitruam (Überalterung, Stadt-Land-Gefüge, etc.)

Was aber in den nächsten Monaten / Jahre passieren könnte und in Folge dessen die Immobilienpreise unter Druck bringen würde:

Meistens führt nicht nur EINE Ursache zum Beginn einer Katastrophe (Analogie Flugzeugabsturz)

Nachfrage bricht (langsam) ein wegen Verteuerung der Kapitalkosten

Bauboom reduziert, Überkapazitäten müssen abgebaut werden

Zuwanderung reduziert

Zinsen steigen zur Inflationsbekämpfung (Diskontsatz 1988 3,5%, 1990 7%, Verdoppelung in nur 2 Jahren)

Staat passt PFZ an, führt neue Steuern ein, etc

Konjunktur wird abgewürgt 

wobei dann die Zinsen wohl kaum steigen würden, wie auch die Inflation, bzw Teuerung

Sobald der Wert der Immobilien stagniert oder sinkt, desto weniger wird konsumiert und mehr gespart

Arbeitslosenquote beginnt zu steigen, auf Grund der nachlassenden Nachfrage im Bausektor und den Nebenbranchen

Immobilienpreise erreichen Verdoppelung seit dem letzten Tiefpunkt im Jahre 2000

Wettbewerb unter den Banken verschärft sich

Franken verliert an Attraktivität und Kapital fliesst aus der Schweiz

Am Schluss bleiben nur noch die wenig solvente Hypothekarschuldner übrig

renditeträchtigere Investitionsalternativen ziehen Investoren ab


Die Probleme beginnen ca. 2 Jahre vor der Krise und die Auswirkungen einer Immobilienkrise werden erst zeitverzögert nach ca. 2 Jahren deutlich sichtbar.

Horror-Szenario:

Immobilienpreise verlieren an Wert -> ungenügende Deckung (Fremdkapital 80%) -> Bank verlangt Aufstockung des Eigenkapitals -> Hypothek läuft aus und man sieht sich mit hohen Zinsen konfrontiert bei Neuabschluss -> Ev. Veräusserung zum schlechtesten Zeitpunkt -> Haus weg, Schulden bleiben.

So kann der Wohntraum zum Alptraum werden!

Ein guter Investor setzt seine klare Strategie konsequent um, behält die Nerven, begrenzt Verluste, korrigiert Fehler rasch, hat Erfahrung, beherrscht das Handwerk, ist gut informiert, stressresistent, emotional stabil, unabhängig und ... geduldig.

Elias
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Der Schweinezyklus.

Früher oder später wird es ein Überangebot geben.

Die Baufirmen werden bauen, wenn sie einen Auftrag bekommen. Wenn die Auftragslage dünn wird, unterbieten sie sich gegenseitig, Hauptsache man hat Arbeit. Es ist noch nicht lange her, als es massenhaft leerstehende Büro- und Gewerberäume gab.

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CrashGuru
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Interessanter FAZ Artikel zum Thema
MarcusFabian
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Bugatti wrote:

Die Frage die ich mir stelle, ist die ähnlich wie bei Gold: Lohnt es sich auf diesem (hohen) Niveau noch einzusteigen? Oder ist das Risiko, die letzten 20% mitnehmen zu wollen, nicht zu gross,

Mich würde mal interessieren, wie Du "hohes Niveau" bzw. "Teuer" definierst:

Gold kostet heute etwa doppelt so viel (in $) wie vor 30 Jahren. Silber gleich viel, der Dow ist um Faktor 12 gestiegen.

Was also ist für Dich Teuer? Und in bezug auf was?

Darf ich Dir unterstellen, dass es nicht der Preis an sich ist, der Dich beunruhigt sondern die Geschwindigkeit, in der Rohstoffe und Edelmetalle in letzter Zeit gestiegen sind?

Bullish
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Karat1 wrote:

Vor 4 Wochen habe ich mit einem Plattenleger einen Termin abgemacht damit er bei mir eine kleine Reparatur machen würde. Ohne auch nur ein Anruf, ist er aber zum Termin nicht gekommen.

Theoretisch würde ich seit Dezember 2010 darauf warten, um nach bereits mehrfachen Anrufen einen Termin wegen eines kaputten Abflussrohres zu erhalten... praktisch habe ich schnell begriffen, dass da nie jemand kommen wird und habe das Ding selber repariert.

Ähnliches hörte ich von verschiedensten Kollegen.

Bullish
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Elias wrote:

Wie sieht es heute mit den Löhnen aus?

Scheinbar sind alle zufrieden damit.

Eher das Gegenteil:

Lehrer fordern 20% mehr Lohn: http://bazonline.ch/schweiz/standard/Lehrer-fordern-20-Prozent-mehr-Lohn...

Polizei mit Bussenstreik, wegen Überlastung (wollen also zum gleichen Lohn weniger harte Arbeitsbedingungen): http://www.20min.ch/news/zuerich/story/31211938

Trämmler Streik (wollen mehr Pausen): http://www.20min.ch/news/zuerich/story/28049537

Da geschieht also was.

MarcusFabian
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Bullish wrote:

Polizei mit Bussenstreik, wegen Überlastung

Endlich mal eine gute Nachricht Wink

Elias
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Quote:

Steuerparadies: Zenit überschritten?

Büros in den Höfen stehen inzwischen länger leer

Im Bezirk Höfe werden noch immer fleissig Bürotürme gebaut. Nun gibt es aber Anzeichen dafür, dass eine Immobilienblase entsteht, die bald einmal platzen könnte. Stellt sich also die Frage: Braucht es die vielen Neubauten überhaupt noch?

Der Aufstieg der drei Höfner Gemeinden Freienbach, Wollerau und Feusisberg zum Steuerparadies begann vor vielen Jahren, als die ersten Wohlhabenden die schöne Gegend am linken Zürichseeufer für sich entdeckten. Es folgten Gewerbetreibende und Finanzunternehmen, die noch mehr Geld in die Höfner Kassen spülten. Die Steuern wurden gesenkt, was weitere Zuzüge zur Folge hatte. Das Baugewerbe boomte, weil all diese finanzstarken Unternehmen auch ein Domizil brauchten. Bis heute ist der Bauboom ungebremst. Viele mehrstöckige Gebäude befinden sich im Bau oder sind geplant. Doch sie könnten möglicherweise leer bleiben. Anzeichen verdichten sich Seit einiger Zeit sieht man vor allem in Pfäffikon vor Bürogebäuden da und dort «Zu vermieten»-Schilder. Auch die Immobilieninserate sind zahlreicher geworden. Noch vor wenigen Jahren fand man nur vereinzelt Büroräume. Heute sind beispielsweise auf Homegate 48 Anzeigen für zu vermietende Büros aufgeschaltet – viele an der Churerstrasse in Pfäffikon, eben dort, wo im Moment Neubau um Neubau hochgezogen wird. Aber auch im Rohrbüel-Park in Wollerau, einem grossen Gewerbegebiet, sind Büroräume ausgeschrieben. Eine Mieterin vermutet gar, dass mehr als die Hälfte der Räume seit Monaten leersteht.

Fortsetzung auf Seite 5

http://v2.suedostschweiz.ch/epaper/pdf/blaettern_detail_fs.cfm?page=01_o...

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Karat1
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Werden Hypotheken wieder zu grosszügig vergeben?

Eine Studie, welche von der Hochschule Luzern zusammen mit dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG durchgeführt wurde zeigt, dass die Banken bezüglich Hypothekenvergabe wieder (zu) grosszügig geworden sind. Untersucht wurden 20 Institute, die zusammen 60% des schweiz. Hypothekenvolumens von 900 Mrd. Franken abdecken. Die Studie kann also als sehr repräsentiv angesehen werden. Ich kann hier nur die wichtigsten Ergebnisse, Kennzahlen anführen. Diese zeigen aber, dass starke Hyp.-Zinserhöhungen sehr schnell zu Turbulenzen führen könnten/würden. Also ein Deja-Vu wie auch schon.

Hier einige Fakten aus der Studie:

Die meisten Banken belehnen Privatliegenschaft bis zu 80% des Verkehrswertes.

Mit Zusatzsicherheiten sind Beleihungen bis zu 100% möglich.

Die Tragbarkeitslimite reicht von 22% bis 38% des Einkommens. Zwei Drittel der Banken nehmen aber als Basis den Bruttolohn!!

Zwei Drittel der Banken rechnen mit einem Zins von 5%, die übrigen begnügen sich mit 4,5%.

In den letzten drei Jahren hat auch der Anteil an den Neuhypotheken ohne Amortisationsverpflichtung zugenommen.

Bis zu 30% der Neuschuldner decken ebenfalls das notwendige Eigenkapital mit dem Vorbezug oder der Verpfändung von aus der zweiten Säule.

Das höchste Schulder- bzw. Objektrisiko haben Hypothekennehmer, die erstmals eine Liegenschaft zu einem hohen Preis mit hoher Beleihung gekauft haben.

Die Studienverfasser sehen keine Anzeichen einer Immobilienblase!!!!

(Anmerkung von Karat: Wenn ich das lese drückt mich meine Blase und ich frage mich, wurde die Studie vom Blinden- und Sehbehindertenverband durchgeführt?)

Die Studienverfasser räumen allerdings ein, dass sie regional eine Überhitzungsgefahr sehen.

Die nächste Korrektur im Immobilienmarkt werde kommen und in den Bankbilanzen ihre Spuren hinterlassen. (Anmerkung Karat: Wenn schon keine Blase wird mindestens eine Korrektur zugestanden).

Im weitern wird eingeräumt, dass die Banken noch genügend Zeit hätten sich vorzubereiten, würden doch die Zinsen auf absehbare Zeit vergleichsweise tief bleiben. (Anmerkung Karat: Wenn auf absehbare Zeit ein paar Jahre gemeint sind, würde mich das als Hypothekarschuldner natürlich persönlich auch sehr freuen. Insbesondere weil ich in den nächsten 2 - 3 Monaten eine Flex-Roll-Over (Libor-) Hypothekt abschliessen will. Basis 1-Monats-Libor mit der Möglichkeit mtl. in eine Festhypothek zu swichen!

Ich denke die Banken tun gut daran, die Hyp.-Zinsen noch lange tief zu halten, sonst müssen sie sehr schnell und unfreiwillig viele Immobilien übernehmen. Aber bei den Banken bin ich mir nicht wirklich sicher ob sie aus Schaden klug geworden sind. Jedenfalls bleibt es interessant die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt zu verfolgen. Natürlich nicht ohne einen gewissen Eigennutz.

Ganz persönlich habe ich auch bei meiner Bank festgestellt, dass wieder ein anderes Klima herrscht. Noch vor ca. 3 Monaten hatte ich ein Gespräch mit meinem zuständiger Berater wegen der Hyp.-Verlängerung. Damals lies er durchblicken, dass die neuen Zinsen nicht mehr so günstig sein werden.

Vor einigen Tagen habe ich nun aber eine Offerte erhalten bei der ich zuerst dachte es seinen Druckfehler bei den offerierten Zinsen. Ja, so schnell kann es gehen. Man muss nur mal im Gespräch andeuten, dass man natürlich auch die Zinsangebote anderer Anbieter verfolge. Allerdings stehe ein Wechsel nicht zur Debatte wenn man auch mit ihnen über die Konditionen sprechen darf/kann. Ich bin sicher, im Moment kann man das, wenn man ein guter Schuldner ist. Achtung: Nie drohen gegenüber der Bank. Subtile Andeutungen genügen.

Karat

waspch
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Chinesische Immobilien

Marc Faber empfiehlt den Kauf von Chinesischen Immobilien.

Ich suche nun eine Aktie / Fond, welche in Chinesische Immobilien investiert.

Kann mir jemand eine Aktie / Fond empfehlen ?

Goldman Sucks !

MarcusFabian
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Hat sich einer von Euch Immo-Fritzen schon Gedanken darüber gemacht, was für Auswirkungen die evtl. für 2013 geplante Zwangshypothek für deutsche Immobilien (gem. Art. 14, Abs. 3) auf CH-Immobilien haben könnte?

Ich meine, wenn in Deutschland die Immopreise 20-25% einbrechen: Hätte das Auswirkungen auf den CH-Immobilienmarkt?

Elias
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MarcusFabian wrote:

Hat sich einer von Euch Immo-Fritzen schon Gedanken darüber gemacht, was für Auswirkungen die evtl. für 2013 geplante Zwangshypothek für deutsche Immobilien (gem. Art. 14, Abs. 3) auf CH-Immobilien haben könnte?

Ich meine, wenn in Deutschland die Immopreise 20-25% einbrechen: Hätte das Auswirkungen auf den CH-Immobilienmarkt?

Kann sein, dass deswegen die Preise hier auch fallen oder dass die Fluchtgelder hier z.T. auch in Immobilien fliessen und sie deswegen steigen.

Wie auch immer, die Immopreise werden auch aus anderen Gründen wieder mal runter kommen, damit muss man immer rechnen. Dann ist eine 100%ige Belehnung ein Nachteil, weil die Bank zusätzliche Sicherheiten bei Unterdeckung fordert.

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JusDePomme
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@RPH Der genaue Wortlaut des Absatzes ist folgender:

Quote:

(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Und die Vermutung die es jetzt gibt, ist das der Staat bevor er Bankrott geht sich über eine Zwangshypothek neue Mittel beschafft (geht schliesslich um das Wohl der Allgemeinheit).

Soweit in der Kurzfassung.

JusDePomme
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Anlagetipp

Habe mal noch eine grundsätzlich andere Frage:

Ich habe mir überlegt rund 5000.- in CH-Imobillienaktien zu investieren.

1. Was haltet ihr von: PSP Swiss Property, SPS Swiss Prime Site und BFW Liegenschaften?

2. Lohnt es sich jetzt überhaupt noch in Immo-Aktien einzusteigen und gibt es gute Alternativen zu obengenannten?

3. Alles in Eine oder verteilt auf 2-3?

4. Eventuell Espace Real Estate Holding AG von der BX Berne?

Ist momentan ein reines Gedankenspiel von mir und mich würde die Meinung von anderen interessieren.

Elias
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Falls es zu einer jährlichen Abgabe käme:

Wer ein Haus kauft und Kinder hat, zahlt am Anfang weniger. Je mehr Kinder ausziehen, desto teurer wird es für die Eltern....

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Elias
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Der Libor steigt heute wieder um 22,20% auf 0,0183%.

Ich werde Anfang Oktober meine Festhypo fixen.

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cassiopeia75.
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Re: Anzahl Inserate auf Homegate und Immoscout24

Bugatti wrote:

Ich verfolge schon seit Jahren jeden ersten des Monats die Anzahl Inserate auf Homegate und Immoscout24.

Diesen Monat markieren beide Portale die höchste Anzahl publizierter Inserate bei

- Verkauf Wohnungen

- Verkauf Häuser

Ich beobachte auch einen markanten Preisrückgang bei renditeorientierten Immos. Deshalb glaube ich nicht an eine Blase, da die Käufer schlichtweg nicht mehr bereit sind exorbitante Preise zu zahlen.

Anders sieht es bei den Zweitwohnngen/Châlets aus, die durch reiche Ausländer gekauft werden. Man stelle sich vor, ein Erbe eines deutschen Stahlproduzenten hat im Berneroberland ein Häuschen für 21 Mio gekauft. Das sind Bubbles ...

Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu. - Danny Kaye

Bullish
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Re: Anzahl Inserate auf Homegate und Immoscout24

Bugatti wrote:

Ich verfolge schon seit Jahren jeden ersten des Monats die Anzahl Inserate auf Homegate und Immoscout24.

Cool und danke für die Meldung.

Bugatti wrote:

Wir werden nicht unmittelbar mit dem Platzen einer Immobilienblase konfrontiert werden, ABER in absehbarer Zeit, Zeitpunkt, wie immer unmöglich genau vorherzusagen, circa 2-3 Jahre, sehe ich die Schweiz, zeitverzögert zu anderen Länder, ebenfalls in eine Immobilienkrise rutschen.

Es kommt dann auch auf die Reaktion der SNB draufan... erst die Bekämpfung der harten Landung einer Immokrise würde die befürchtete Inflation in der Schweiz auslösen.

Deshalb habe ich auch ein paar Goldbarren.

Bullish
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Re: Aktion oder Re-aktion der SNB

Bugatti wrote:

Es gibt x-verschiedene Szenarien und es sind verschiedene Faktoren, die wechselseitig miteinander verbunden sind und je nach dem entsprechende Auswirkungen entfalten. Es gilt das wahrscheinlichste Szenario versuchen zu erkennen...

Ja, von Bankenseite hörte ich folgendes:

- in 2 Jahren höhere Zinsen

- bald 10 Mio Einwohner

Ich denke, das Hauptrisiko beim Immo-Kauf in der Schweiz liegt nicht bei crashenden Preisen sondern, in der Inflexibilität, die man sich aufhalst.

Beispiel:

Wenn der Immopreis ein Vielfaches des Einkommens beträgt, dann kann man nicht so schnell einen Verlust mit einem besseren Einkommen kompensieren. Bei einem Arbeitsortswechsel muss man dann über längere Zeit pendeln, bis man einen Käufer hat. Einen 25000 Verlust hätte man vielleicht hingenommen, um nicht pendeln zu müssen, bei 75000 sieht es dann anders aus.

Dass die Preise signifikant sinken könnten (ausser an einigen out-of-space locations), ist schwer vorstellbar, das würde das ganze Bankensystem gefährden.

Was z.B. in Zürich und Genf zu berücksichtigen ist, sind die Auswirkungen der Staatsverträge auf die in der Vermögensverwaltung Tätigen.

Brunngass
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Denk ich an die SVP - Plakate in der Nacht

frage ich mich, ob wir nicht eher eine Abwanderung und Bevölkerungsschwund erleben werden.

Warum soll sich einer in der Schweiz niederlassen,wenn er von Ausländer raus Plakaten empfangen wird?

Karat1
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Schweizer Immobilienblasenindex!

UBS Wealth Management Research publiziert neu vierteljährlich den UBS Swiss Real Estate Bubble Index.

Gemäss Indexstand vom 2.Qu.2011 befindet sich der Wohnimmobilienmarkt in der Schweiz im Boom-Bereich und nicht bereits in einer Blase.

Der Index kann in Abhängigkeit des aktuellen Wertes folgende fünf nach Risiken aufsteigend geordnete Stufen einnehmen:

Baisse

Balance

Boom

Risiko

Blase

Ende 2.Qu.2011 stand der Index bei 0,65, was der Stufe Boom entspricht.

Bei diesem Stand besteht (noch) kein erhöhtes Risiko einer gesamtschweizerischen Korrektur.

Der CH-Immobilienmarkt wird erst ab einem Indexstand von grösser als 1,0 als riskant eingestuft.

Den Höchstwert von 2,5 Punkte erreichte der Index zu beginn der 1990er-Jahre, auf dem Höhepunkt der letzten Immobilienblase in der Schweiz.

Gleichzeitig mit dem UBS Swiss Real Estate Bubble Index wird auch eine regionale Risikokarte publiziert. Daraus gehen Risikoregionen und potenzielle Risikoregionen hervor. Dies aufgrund ihrer relativen volkswirtschaftlichen Bedeutung und des Korrekturpotenzials im Schweizer Immobilienarkt.

Als potenzielle Risikoregionen gelten:

- Gemeinden rund um den Genfersee

- Gemeinden rund um den Zürichsee

- Region Walensee, Schwyz u. Umgebung

- Region im südlichen Teil vom Kt. GR

Quellen: Wüest & Partner, UBS WMR

Anmerkung Karat

Wenn ich mich in meiner Region "Aargau" so umsehe, bin ich eher dazu geneigt zu sagen, dass die Immobilienblase mindestens schon zu 50% aufgeblasen ist, und rundum alle daran sind, die Blase weiter aufzupusten. Den Knall, wenn sie dann platzen sollte (wird), hören wir sicher ohne Hörgerät von Sonova.

Karat

Elias
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Immobilien

Das BVG ist seit den 80ern obligatorisch.

Wer schlau war, hat zusätzlich in 3a eingezahlt.

Sollte die Blase platzen und es zu Unterdeckung kommen, müsste in den meisten Fällen genügend Kapital vorhanden sein. Wer nicht knapp kalkuliert hat, dem macht das Platzen nichts aus.

----

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Benjamin Franklin

Ventus2cxt
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Immobilien

Elias wrote:

Das BVG ist seit den 80ern obligatorisch.

Wer schlau war, hat zusätzlich in 3a eingezahlt.

Sollte die Blase platzen und es zu Unterdeckung kommen, müsste in den meisten Fällen genügend Kapital vorhanden sein. Wer nicht knapp kalkuliert hat, dem macht das Platzen nichts aus.

Voilà, genau auf diesen Moment warte ich. Wenn die Blase platzt, werde ich mir günstig etwas schönes kaufen und kann gleichzeitig das BVG deblockieren.

Ich wohne selber in einer "Blasengegend" (Wollerau) und bin am Wochenende oft im Berner Oberland. An beiden Orten gibt es bereits eine Blase - meiner Meinung nach. Die Blase wird momentan nicht als solche deklariert, weil die Preis noch nicht zu übertrieben sind. Ich betrachte es aber als eine Blase, weil die Nachfrage auf wackligen Beinen steht.

Man stelle sich z.B. vor eine Gemeinde senkt die Steuern noch tiefer als Wollerau. Dann sinkt die Nachfrage rasant. Oder die Finanzindustrie zahlt nicht mehr so gut und/oder viele Banker und Fundmanager gehen wieder nach England zürück....dann zahlt keiner mehr so viel für die Villen dort.

Man stelle sich vor, Gstaad ist nicht mehr so *bling bling*....dann brauchen die Millionäre auch kein Prestigechalet

Wollerau und Gstaad mögen sicher extreme Beispiele sein aber vor etwa vier Wochen wurde in Wettingen ein Stück Land für 1450 pro Qudratmeter verkauft.....wir sprechen hier nicht vom schönen Teil von Wettingen.....

Wenn ich ein Objekt in Wollerau oder Gstaad hätte, würde ich es jetzt verkaufen. Leider gehören mir nur Landstücke, die auf eine Umzonung warten Sad

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