Milliardengewinne aus dem Investmentbanking!

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12.08.2009 08:40
#1
Bild des Benutzers Karat1
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Milliardengewinne aus dem Investmentbanking!

Die Banken weisen bereits wieder Milliardengewinne aus. Das ist natürlich sehr schön, konnten sich doch weltweit, viele Banken nur durch massive Staatshilfen vor dem Kollaps retten. Leider sind diese Gewinn aber nicht aus den Geschäften, welche eine Bank eigentlich machen sollte. Die Bank soll als Drehscheide zwischen Anleger und Kreditnehmer agieren und so die Wirtschaft mit dem nötigen Kapital versorgen. Dies hätte oder muss besonders in der aktuellen Konjunktur und Wirtschaftslage Priorität haben. Aber was passiert, die Gewinne werden vor allem mit dem Investmentbanking gemacht. Das heisst die Bank geht mit unseren Einlagen und den staatlichen Hilfsgelder ins Spielkasino und Haifischbecken der unüberschaubaren Spekulationen mit den verschiedensten Anlagekonstrukten. Wenn hier aber jemand gewinnt muss es ja auch Verlierer geben.

Die Banken gehen als mit Geld das sie nicht selber verdient haben, sondern nur vom Staat und den Kleinkunden mal geliehen haben ins Casino. Aber was passiert mit den Verliereren? Bekommen die dann einfach wieder Geld damit sie weiter ihrem Spieltrieb nachgehen dürfen und wir A......... richten es dann ja schon wieder. Man darf ja eine Bank, die eine so wichtige Funktion im Dienste der Allgemeinheit ausübt nicht Konkurs gehen lassen. Und selbstverständlich müssen auch die üppigen Boni weiter bezahlt werden. Wer soll sonst die Luxusauto's spazieren fahren.

Für mich ist einmal mehr klar geworden, dass unsere Welt von wenigen Leuten beherrscht wird. Egal wo auch immer (Staat, Industrie, Banken, Politiker) alle Führungskräfte sind Machtmenschen und die meisten nutzen diese Macht für ihren Vorteil. Wenn's dann schief läuft wird aber zusammengehalten. Dies im Unterschied zu den "kleinen, normalen Bürger", da

ist keine wirkliche Solidarität mehr vorhanden. Das wird in den Frührungsetagen gleich wo auch immer ausgenutzt.

Das zeigt ein kleines, zwar unbedeutendes Beispiel. Die deutsche Bundesministerin Ulla Schmidt, welche ihr vom Staat zur Verfügung stehendes Auto mit nach Spanien in die Ferien nahm. Da wurde nun alles so hin und her gebogen bis man es dem Bürger schon fast wieder als gute Tat verkaufen konnte. Als Belohnung darf sie jetzt auch wieder im Wahlkampfteam vom Herrn Steinmeier mitspielen.

Die Welt hat, gerade in den oberen Etagen, die Bodenhaftung längst verloren und ich sehe keine Anzeichen, dass sich das ändert. Dafür müssten wir nochmals bei Adam und Eva anfangen. Ob die allerdings nochmals zur Verfügung stehen kann ich nicht sagen.

Karat

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

12.08.2009 13:46
Bild des Benutzers fritz.
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Milliardengewinne aus dem Investmentbanking!

Ja, du hast recht, in den Chefetagen und in der Politik gibt es schon lange keine Moral mehr (ein paar Ausnahmen gibt es vielleicht schon). Noch schlimmer, mit etwas Moral und Verantwortungsbewusstsein wird man gar nie soweit kommen.

Eine deutsche Ministerin verdient zwar nicht soviel wie die Top-Shots in Banken und Industrie, aber immerhin weit mehr, als dass sie es nötig hätte, in den Ferien Steuergelder zu verschwenden.

Auch ich habe schon öfters Firmenfahrzeuge zur Verfügung gehabt, die ich auch privat nutzen konnte. Dann habe ich aber wenigstens grob geschätzt, wieviel Benzin ich privat verfahren habe und habe den entsprechenden Anteil selber bezahlt.

Und das war immer in sehr schlecht bezahlten Positionen.

Aber darum werde ich wohl (finanziell) auch nie auf einen grünen Zweig kommen...

Was ich von den Managern der grossen Banken halte, will ich hier nicht noch mal wiederholen...:cry:

Gruss

fritz