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Elias
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Unruhe im Nahen Osten treibt Ölpreis

(Reuters/GAH) Unter dem Eindruck der innenpolitischen Lage in Saudi-Arabien steigt der Ölpreis weiter. Nordseeöl der Sorte Brent (Brent 64.029 -0.04%) verteuerte sich auf mehr als 64 $ je Fass – das ist der höchste Stand seit Juni 2015. US-Leichtöl WTI (WTI 57.28 -0.07%) kostete mit 57.40 $ und damit ebenfalls so viel wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Angesichts der Regierungskrise in Libanon rückten Fundamentaldaten derzeit in den Hintergrund, erklärte Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Saad al-Hariri, würden die Spannungen im Nahen Osten förmlich sichtbar.

Der grösste Ölförderer des Ölkartells Opec, Saudi-Arabien, sieht sich nachdem Rücktritt vom Libanon herausgefordert. Die libanesische Regierung werde als eine Regierung behandelt, «die Saudi-Arabien den Krieg erklärt», sagte der Golfminister des Königreichs, Thamer al-Sabhan, am Montag dem Sender Al-Arabija.

Zur Begründung verwies er auf die libanesische Hisbollah-Miliz, die von Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran unterstützt wird. Er warf ihr Aggression vor. Hariri hatte seinen Entscheid mit Angst um sein Leben begründet. Er warf dem Iran und der Hisbollah vor, Zwietracht in der Region zu schüren.

Libanesische Regierung reagiert nicht

Sabhan sagte, «es gibt diejenigen, die [Hisbollah] stoppen und dazu bringen werden, in die Höhlen im Süden des Libanon zurückzukehren». Den Libanesen müssten diese Risiken bewusst sein. Sie müssten «die Angelegenheit» richten, «bevor sie an den Punkt gelangen, von dem es keine Rückkehr gibt».

Die libanesische Regierung reagierte zunächst nicht auf Sabhans Worte. Die Hisbollah ist sowohl eine mächtige militärische als auch eine politische Organisation, die im Parlament des Libanon und in der Regierungskoalition vertreten ist, die unter Hariri im vergangenen Jahr gebildet wurde.

Bereits am Wochenende hatte ein politisches Ereignis in der Region dem Ölpreis zu einem Gewinn verholfen. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed baute seine Macht durch die Festnahme zahlreicher Prinzen und Spitzenpolitiker im Rahmen einer Anti-Korruptionskampagne aus.

Unter den Festgenommen soll auch Prinz Alwalid bin Talal sein, einer der wichtigsten Geschäftsmänner des Landes, und Prinz Miteb bin Abdullah, bislang Minister der Nationalgarde.

Zu den Reformplänen des Kronprinzen zählen auch Privatisierungen. So soll der weltweit grösste Ölkonzern des Landes Aramco im nächsten Jahr an die Börse gehen. Für dessen Marktkapitalisierung wäre ein hoher Ölpreis förderlich.

Saudi-Arabien dürfte an Förderbremse festhalten

Analysten erwarten, dass Saudi-Arabien an seiner Opec-Politik festhalten wird. Das Kartell dürfte die Vereinbarung mit Partnerländern wie Russland über eine im März 2018 auslaufende Förderbremse verlängern, erwarten Analysten wie jene von Commerzbank (CBK 11.895 0.34%). Dies ist gemäss Jan Edelmann von der HSH Nordbank aber auch nötig, damit die Ölschwemme eingedämmt werden kann und die Notierung nicht wieder fällt.

Zusätzliche Unterstützung erhielt der Ölpreis auch von den jüngsten Daten aus den USA: Gemäss Angaben des Öldienstleisters Baker Hughes ist die Zahl der aktiven Bohrlöcher erneut überraschend gefallen.

Die Analysten von Barclays (BARC 182.25 0.14%) erhöhten ihre Preisprognose für Brentöl bis Ende Jahr von 54 auf 60 $ je Fass. HSH Nordbank und Commerzbank halten dagegen – angesichts der unveränderten Fundamentaldaten – an ihrer Erwartung fest. Demnach würde der Fasspreis bis Ende Jahr wieder mehr als 10% korrigieren.

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Benjamin Franklin

Elias
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Sorge vor nächster Ölpreiskorrektur wächst

Der Optimismus am Ölmarkt ist bereits wieder verflogen. Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo unterstreicht mit einer ungewöhlichen Bitte die schwierige Situation.

Die Sorge vor einer weiteren Ölpreiskorrektur treibt die Opec zu einem ungewohnten Schritt: Am Dienstag bat Mohammed Barkindo, Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), die Konkurrenz aus den USA öffentlich darum, das Fördervolumen zu reduzieren. Gleichzeitig mahnte er bei seiner Rede am indischen Energieforum in Neu-Delhi, dass eine Stabilisierung des Markts 2018 Scratch one-s head«aussergewöhnliche Massnahmen» erfordern werde.

Die Warnung Barkindos ist bezeichnend für den Stimmungswandel am Ölmarkt. Der Opec-Generalsekretär ist eher für starren Optimismus als für eine warnende Stimme bekannt. Noch im September betonte er die gute Nachfragesituation und prognostizierte eine Markterholung.

Umso ernster nahmen die Marktteilnehmer Barkindos jüngste Aussage: Die Angst vor einem anhaltenden Überangebot ist zurück. Der Preis für ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent fiel zum Wochenauftakt auf gut 55 $ je Fass. US-Leichtöl kostet nur noch knapp 50 $ je Fass.

Ölpreiserholung gestoppt

Damit ist die Ölpreiserholung gestoppt. Im Sommer hatte sich Brent von 44 $ auf knapp 59 $ je Fass Ende September verteuert. Grund dafür war der unerwartet hohe Bedarf an Rohöl in Europa. Die Internationale Energieagentur (IEA) revidierte die globale Nachfrage nach oben. Zwischen Juli und September resultierte das zweite Quartal in Folge ein leichtes globales Angebotsdefizit.

Lagerüberhang geht zurück

zoomQuelle: IEA; CommerzbankDer Lagerbestand der OECD-Länder nähert sich langsam dem Fünfjahresschnitt, dem Ziel der Förderkürzung, wie aus den Zahlen der IEA hervorgeht. Die seit Anfang Jahr geltende Förderquote der Opec und weiterer Ölförderer zur Stabilisierung des Fasspreises schien endlich zu wirken.

Saudi-Arabien exportiert weniger

Saudi-Arabien, der grösste Produzent innerhalb des Ölkartells, exportierte täglich 1 Mio. Fass weniger Rohöl. Denn obwohl der inländische Bedarf in den Sommermonaten traditionell hoch ist, passte das Königreich die Förderung dieses Jahr nicht an.

Unterstützend auf die Notierung wirkte zudem die Drohung der türkischen Regierung, Ölgeschäfte aus der kurdischen Autonomieprovinz im Nordirak nur noch mit der irakischen Zentralregierung in Bagdad abschliessen zu wollen. Über eine Pipeline werden täglich 0,5 Mio. Fass Rohöl an den türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan geliefert. Am 25. September hatten sich mehr als 90% der Kurden im Nordirak für einen unabhängigen Staat ausgesprochen. Weder Bagdad noch die Nachbarländer Türkei und Iran erkennen dies an.

Kein schneller Lagerabbau

Doch Schätzungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ist das Exportvolumen der Opec-Staaten im September bereits wieder gestiegen. Damit dürfte die Produktion des Ölkartells die Nachfrage nach Opec-Öl im gesamten zweiten Halbjahr fast decken. Dies spricht gemäss den Analysten von Commerzbank gegen einen schnellen Lagerabbau.

Hinzu kommt, dass der höhere Fasspreis die Profitabilität der US-Schieferölförderer erhöht. Zwar hatten die Wirbelstürme «Harvey», «Irma» und zuletzt «Nate» zwischenzeitlich für Produktionsausfälle gesorgt, doch die Infrastruktur scheint nicht beschädigt worden zu sein. Das spricht für einen weiteren Ausbau der Ölproduktion in den kommenden Monaten, glauben die Analysten von Commerzbank: «Mit der üblichen Verzögerung von drei Monaten dürften die Bohraktivitäten, die in den Sommermonaten stagniert hatten, wieder zunehmen.»

Rekordproduktion erwartet

Noch lassen die Zahlen der US-Energiebehörde EIA keine abschliessende Prognose zu, aber verschiedene Rohstoffexperten wie Nitesh Shah von ETF Securities gehen davon aus, dass das Fördervolumen noch diesen Herbst den Allzeitrekord von 9,6 Mio. Fass pro Tag aus dem Jahr 1970 übertreffen wird.

Vor diesem Hintergrund überrascht die Bitte von Opec-Generalsekretär an die Adresse der USA nicht. Dass sie erhört wird, ist angesichts der wirtschaftlichen Lage eher unwahrscheinlich. Zwar leiden auch die US-Förderer unter dem tieferen Ölpreis. In den vergangenen Jahren konnten sie ihre Kosten aber stetig senken. Einige können gemäss Schätzungen des Öldienstleisters Rystad bereits bei einem WTI-Preis von 50 $ je Fass rentabel Öl aus dem Schiefer lösen.

Damit bleibt der Opec wenig Spielraum. Zwar zeigte sich Barkindo optimistisch, dass die Förderquote über März 2018 hinaus weitergeführt werden. Angesichts der Marktprognose der IEA wäre aber eine deutlichere Drosselung der Produktion nötig, um ein stabiles Gleichgewicht bei einem Brentpreis oberhalb von 50 $ je Fass zu erreichen

https://www.fuw.ch/article/sorge-vor-naechster-oelpreiskorrektur-waechst/

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schidan
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weico wrote:

Man liest zwar in westlichen Medien wenig über die baldige Eröffnung der Ölbörse im Iran :oops: aber Auswirkungen auf den Ölpreis wird es langfristig sicherlich haben.

http://tinyurl.com/39ul5n

Ich denke China,Russland usw.freuen sich schon mächtig darauf..

http://de.rian.ru/business/20080215/99306251.html

weico

was denkst du wird das für Auswirkungen haben?

weico
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Sicherlich Positive, im Sinne von einem höherem Ölpreis bzw. einem weiteren sinken des Dollars..!

weico

Murphy
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Der Ölpreis ist an der New Yorker Rohstoffbörse erstmals seit dem 3. Januar wieder auf mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) gestiegen. Der Preis für das Barrel der Sorte Light Sweet Crude kletterte auf bis zu 110,10 Dollar.

Quelle: 20min.ch

Der amerikanischen Indizes reagieren komischerweise überhaupt nicht drauf, ist an der Meldung überhaupt was dran? Der Preis auf cash.ch ist noch unter 100.

Freundliche Grüsse

Die Börse ist ein Haifischbecken, und ich bin der weisse Hai darin!

http://market-trade.blogspot.com

Dr.Zock
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@ Murphy

Verwende diesen Link:

http://tools.boerse-go.de/commodities/

Da siehst Du dass der Ölpreis die 100.-- noch nicht einmal erreicht hat.

Das Hoch lag um 20.23h bei 99.45

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

alpenland
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bin leider nicht dabei...

wollte erst Rückschlag abwarten.

Ölpreis über 97 Dollar - Opec denkt an Förderkürzung

Dienstag, 19. Februar 2008

Frankfurt (Reuters) - Spekulationen auf rückläufige Lieferungen aus Venezuela und Russland haben den Ölpreis am Dienstag weiter nach oben getrieben.

Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um zwei Prozent auf 97,40 Dollar. Die in Europa führende Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 96,37 Dollar je Fass.

Der Streit zwischen Venezuela und dem US-Ölkonzern Exxon Mobil um die Verstaatlichung von Ölfeldern schwelt trotz eines Gesprächsangebotes des Unternehmens weiter. Der Präsident des südamerikanischen Landes, Hugo Chavez, hatte kürzlich mit einem Lieferstopp in die USA gedroht. Für Unsicherheit am Markt sorgte Experten zufolge auch, dass die russische Lukoil zeitweise ihre Lieferungen nach Deutschland eingeschränkt hatte, um höhere Preise durchzusetzen.

Die Organisation Ölexportierender Staaten (Opec) erklärte, die Fördermengen nicht auszuweiten. Da genügend Öl im Markt angeboten werde, sei sogar eine Kürzung der Produktion denkbar. "Offensichtlich will die Opec einen Aufbau der Lagerbestände aufgrund einer fallenden Nachfrage verhindern", stellte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg fest.

KIM
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Lehman Brothers zu Ölpreis

New York (boerseGo.de) - Rohstoffanalyst Edward Morse vom Investmenthaus Lehman Brothers revidiert sein Kursziel von 86 Dollar für das erste Quartal für ein Barrel der Sorte Light Sweet Crude nach oben. Laut Morse hat mehr die Euphorie der Spekulanten die Notierungen für das flüssige Gold auf diese historische Höhe getrieben als irgendwelche fundamentale Angebot-und Nachfrage Konstellationen. Weiter hält der Experte es für äußerst unwahrscheinlich, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) im Rahmen ihres nächsten Treffens am 5.März eine Drosselung ihrer Förderquoten beschließen wird. Ein Ölpreis von 100 Dollar ist nicht im Sinne der Vertreter der Ölindustrie Saudi-Arabiens. Ein hoher Ölpreis werde laut Morse negative Effekte für die globale Wirtschaft haben, der sich auch die wachstumsstarken Schwellenländern nicht entziehen können.(© BörseGo AG 2007

"Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft."
André Kostolany
 

weico
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Auch Russland will langsam vom Dollar wegkommen ..!

http://www.gata.org/node/6038

weico

Emil
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Öl

:oops: Ich muss euch was fragen, vielleicht ja etwas naiv, aber ich frag halt jetzt trotzdem:

Als der Ölpreis so um die $80.- war überlegte ich mir noch den Kauf von einem ÖLfond. Der Bankberater meinte, es sei jetzt halt schon etwas teuer. Wir sprachen dann noch darüber, ob das nur so eine Blase sei und er meinte eher ja. Ich nahm dann einen gemischten Aktienfond, das war auch nicht schlecht.

Seither ist einige Zeit vergangen. Wäre es jetzt definitiv zu spät, wenn ich noch in einen Ölfond einsteigen würde? Danke euch für einen Rat.

Euer

Emil

Dr.Zock
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@ Emil

Es kommt vermutlich auf den Anlagehorizont an. Es kann gut sein dass der Ölpreis demnächst bis zu -20% nachgibt. Aber langfristig steigt der Ölpreis eher. Somit würde ich zuwarten und bei der nächsten Korrektur stufenweise einsteigen, wenn denn Du an steigende Ölpreise glaubst.

Gruss

Dr.Zock

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Emil
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Öl

Danke. Der Horizont wäre so etwa 5 Jahre.

Es ist halt etwas wie verhext. Bei $80.- dachte man offfenbar auch an Korrektur. Und jetzt auch. Und doch ging der ÖLpreis immer höher. Ich habe damals auch nicht so richtig daran geglaubt. Jetzt scheint es mir auch unglaublich, dass er in einem Jahr vielleicht bei $130.- sein könnte.

Aber was würde denn für eine Korrektur sprechen :?: Wenn der $ wieder anzieht?

Emil

Dr.Zock
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@ Emil

Hier vorerst ein Link:

http://www.esyoil.com/s5_news.php#Jetzt+wird+weniger+%D6l+gebraucht%0A

Kurzum hiereinige Gründe welche den Ölpreis drücken würden:

- Beendigung des Bürgerkriegs in Westafrika

- OEPEC beschliesst überraschend die Fördermenge zu erhöhen

- Spekulative Verkäufe

- warmer Winterverlauf in den USA

- Nachweisliche Fakten welche beweisen dass sich die USA in einer Rezession befindet

- Iran macht auf "Schmusekurs"

Gruss

Dr.Zock

PS: Die höher ausfallenden Lagerbestände genügen nicht als Grund für einen sinkenden Ölpreis. Dieser Fakt ist nur von kurzer Dauer !!!

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Grizzly
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langfristig sinkt der ölpreis.

es wird jeden tag neues ölgefunden, soviele ölbohrungen wie heute gemacht werden, gabs noch nie. die technik wird immer besser, bessere leistung, und höhere tiefen auf dem meer. die förderzulieferer sind masslos ausgebucht für die nächsten 6-10 jahre. jeder versucht soviel wie möglich zu diesem preis veil zu geben, dazu kommen noch die spekulanten die gut 30% des ölpreises ausmachen. es ist dür die schwellenländer ( china, indien) nicht möglich in 5 jahren das 5 fache vom ursprung zu zahlen. das selbe gilt auch für andere rohstoffe. ( weizen).

der verbrauch von öl ging in europa und den staaten zurück, was heute niemand zur kenntnis nimmt. wir werden sehen, habe 1998/99 gesagt das öl kostet bald das 3 fache, habe gelogen es kostet heute das 6 fache.

selekta
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Now that's just gross!

short 105.13 Brent crude.

I don't wanna change the world, I only wanna stop pretending.

ecoego.
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Saudi Arabia Reaffirms Pledge Meet Global Crude Oil Demand

March 24 (Bloomberg) http://tinyurl.com/2ukazv

uebersetzt :

Wir werden pumpen wie die Wilden damit es unserem Beschuetzer nicht an den Kragen geht – economically.

bye

NB: Hier die longterm futures: http://tinyurl.com/326mgu Wie oben mal gesagt http://tinyurl.com/2s3bcn Oel ist schon lange in backwardation, wie uebrigens Weizen, Kupfer, die verschiedenen Soja.

Pers Meinung, e & o moeglich

wildhund
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Ölpreise gefallen - Ende des Raffinerie-Streiks in Schottland

New York/London/Wien. sda/dpa/baz. Nach einem zweitägigen Streik haben rund 1200 Mitarbeitende der schottischen Ölraffinerie Grangemouth ihre Arbeit am Dienstag wieder aufgenommen. Die Ölpreise haben prompt reagiert: sie gingen zurück.

Wegen des Streiks sei die Ölförderung in der Nordsee fast zum Erliegen gekommen, berichtete die britische BBC. Dies habe zu dem Anstieg der Preise für Rohöl beigetragen. Der Energiekonzern BP hatte bereits vor Streikbeginn die Nordsee-Pipeline Forties geschlossen, über die ein Drittel der Versorgung Grossbritanniens mit Rohöl läuft.

Der britische Wirtschaftsminister John Hutton rief beide Parteien zu Kompromissbereitschaft auf. «Es gibt eine Kluft zwischen den beiden Seiten, die sie überbrücken müssen», sagte Hutton am Dienstag bei einem Besuch in Grangemouth.

Unterdessen wurden in Schottland weitere Öllieferungen vom europäischen Festland erwartet. Trotz des Streikendes wird es etwa zwei bis drei Wochen dauern, bis der Betrieb in der Ölraffinerie wieder normal läuft.

Preise entspannen sich

Die Preise haben aber bereits reagiert. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni kostet noch 117.97 Dollar. Das sind 78 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

Am Montag hatte der US-Ölpreis bei seiner Rekordjagd fast die Marke von 120 Dollar durchbrochen und bei 119.93 Dollar notiert. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent gab am Dienstag um 90 Cent auf 115.85 Dollar nach.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen erneut auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Fass Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Montag 111.66 Dollar.

Das waren 1.65 Dollar mehr als am Freitag. Damit wurde der bisherige Rekordstand von 111.14 Dollar vom vergangenen Mittwoch übertroffen. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der Organisation.

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wildhund
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Öl

Wann platzt die Blase?

Ölreserven noch lange nicht erschöpft

Hamburg. ap/baz. Trotz des international hohen Energieverbrauchs sind die Ölreserven so schnell nicht erschöpft. Energie-Experten zufolge sind die explodierenden Preise für Rohöl nicht auf eine fundamentale Unterversorgung, sondern vor allem auf Spekulationen an den Finanzmärkten zurückzuführen. Auch die Energieträger Kohle und Gas reichen nach Expertenschätzung noch einige Zeit. Allerdings mahnen sie auch zu mehr Sparsamkeit und weiterer Forschung an modernen Technologien.

Die Menge der bestätigten Ölreserven liegt laut Mineralölwirtschaftsverband (MWV) bei etwa 181 Milliarden Tonnen, was bei heutigem Verbrauch etwa zwischen 40 und 50 Jahre reicht. Dazu kommen weitere Ölmengen, die vermutet werden, aber noch nicht durch Bohrungen bestätigt sind. Als Beispiele gelten zum Teil die kanadischen Ölsande und Öl aus schwer zu erschliessenden Tiefseeregionen. Die Reichweite beim Gas liegt bei heutigem Verbrauch demnach etwa noch bei 60 Jahren und die von Kohle deutlich darüber.

Erschliessung von Vorräten Problem

Die hohen Preise machen die Förderung von schwer zu erschliessendem Öl wieder attraktiv, sagte der Chefredakteur des Energie-Informationsdienstes, Rainer Wiek, der Nachrichtenagentur AP am Dienstag. Dazu seien allerdings technische Innovationen erforderlich, zu denen in erster Linie die privaten internationalen Ölgesellschaften in der Lage seien. Deren Problem sei allerdings, dass sie nur selten auf die grossen Vorkommen der Welt Zugriff hätten. Ein Grossteil der weltweiten Reserven befinden sich demnach in der Hand staatlich kontrollierter Öl- und Gasfirmen, die ausländische private Investoren nur selten zum Zuge kommen lassen.

Das Kernproblem sind laut Wiek daher nicht die Reserven, sondern die Investitionen zu deren Erschliessung: «Öl ist noch genug da. Die Frage ist nur, ob wir es der Entwicklung des Bedarfs entsprechend rechtzeitig und ausreichend dem Markt zur Verfügung gestellt bekommen.»

Die weltweit grössten Forderstaaten waren 2007 laut MWV Saudi-Arabien und Russland. Diese beiden Staaten haben einen Anteil von jeweils knapp 13 Prozent am weltweiten Rohölangebot. Dann folgen die USA und Iran.

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Simona
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Öl

@wildhund: Finde deinen obigen Beitrag ganz interessant und habe gerade heute auch noch was zum Thema gefunden.

Das 'Spiel' mit der Existenzangst - wie weit wird es wohl letztendlich getrieben werden können?

Quelle:

http://www.finanznachrichten.de/suche/oelpreis.asp?d=60&l=

OPEC-Ölpreis verharrt auf Rekordniveau

WIEN. Auch am Donnerstag hat der OPEC-Ölpreis einen Rekordwert erreicht. Der Preis für das Fass (159 Liter) stieg auf 116,93 Dollar (76,19 Euro) nach 116,03 Dollar am Vortag, gab das OPEC-Sekretariat in Wien am Freitag bekannt.

In New York kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Light Sweet Crude am Nachmittag erstmals mehr als 124 Dollar, zwischenzeitlich lag der Preis bei 124,49 Dollar. An der Londoner Börse kletterte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent erstmals über den Preis von 123 Dollar und erreichte zeitweise den Rekordpreis von 123,27 Dollar. Damit stieg der Ölpreis an den Börsen in New York und London innerhalb einer Woche um zwölf beziehungsweise fast 13 Dollar.

Experte sieht Ölpreis bald wieder bei 100 Dollar

Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich der Ölpreis fast verdoppelt. Als einen Grund nennen Analysten die schwächelnde US-Währung. Weil Öl in Dollar gehandelt wird und die US-Währung derzeit niedrig notiert, ist der Rohstoff für ausländische Käufer derzeit besonders attraktiv. Ein weiterer Grund sind demnach Krisen im Förderland Nigeria, dem wichtigsten Ölproduzenten Afrikas, und der Konfrontationskurs der Regierung des Iran.

Während zuletzt mehrere Experten von einem Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar je Barrel sprachen, sagte der Wirtschaftsexperte Thomas Straubhaar am Freitag mittelfristig einen Preis unter 100 Dollar je Barrel voraus. „In der mittleren Frist werden diese Preise eher nach unten als nach oben gehen“, sagte der Chef des Hamburger Instituts für Weltwirtschaft am Freitag im Deutschlandfunk. „Vielleicht nicht mehr auf die 60 Dollar, die wir mal hatten, aber vielleicht eher unter 100 als über 100 Dollar pro Barrel.“

Kurzfristig gebe es zwar Spielraum für einen weiteren Preisanstieg. Unter anderem entstehe durch den hohen Preis aber Druck zum Energiesparen und zur Erschließung weiterer Ölvorkommen, so dass durch mehr Angebot der Preis sinken werde.

vom 09.05.2008

Gruss,

Simona

wildhund
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@ Simona

Danke für die Ergänzung

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Vontobel
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Beitrag von alpenland

Spekulation = 60% des Preises

NEWS ANALYSIS: Perhaps 60% of Today’s Oil Price is Pure Speculation

By F. William Engdahl

The price of crude oil today is not made according to any traditional relation of supply to demand. It’s controlled by an elaborate financial market system as well as by the four major Anglo-American oil companies. As much as 60% of today’s crude oil price is pure speculation driven by large trader banks and hedge funds. It has nothing to do with the convenient myths of Peak Oil. It has to do with control of oil and its price. How?

First, the crucial role of the international oil exchanges in London and New York is crucial to the game. Nymex in New York and the ICE Futures in London today control global benchmark oil prices which in turn set most of the freely traded oil cargo. They do so via oil futures contracts on two grades of crude oil—West Texas Intermediate and North Sea Brent.

A third rather new oil exchange, the Dubai Mercantile Exchange (DME), trading Dubai crude, is more or less a daughter of Nymex, with Nymex President, James Newsome, sitting on the board of DME and most key personnel British or American citizens.

Brent is used in spot and long-term contracts to value as much of crude oil produced in global oil markets each day. The Brent price is published by a private oil industry publication, Platt’s. Major oil producers including Russia and Nigeria use Brent as a benchmark for pricing the crude they produce. Brent is a key crude blend for the European market and, to some extent, for Asia.

WTI has historically been more of a US crude oil basket. Not only is it used as the basis for US-traded oil futures, but it's also a key benchmark for US production.

‘The tail that wags the dog’

All this is well and official. But how today’s oil prices are really determined is done by a process so opaque only a handful of major oil trading banks such as Goldman Sachs or Morgan Stanley have any idea who is buying and who selling oil futures or derivative contracts that set physical oil prices in this strange new world of “paper oil.”

With the

Continued..

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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wildhund
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Der Ölpreis fällt nach Höhenflug deutlich

Singapur/New York. ap/dpa/baz. Nach dem Höhenflug der vergangenen Tage ist der Ölpreis wieder deutlich gesunken. Im asiatischen Handel der New Yorker Rohstoffbörse sank die Notierung für US-Leichtöl am Dienstag um über 1 Dollar auf 123,20 Dollar je Barrel (159 Liter). Damit hat sich der Ölpreis deutlich von seinem Höchststand bei über 126 Dollar je Fass entfernt. Händler begründeten dies mit einer überfälligen Korrektur des Marktes nach dem rasanten Anstieg des Ölpreises in der jüngsten Vergangenheit.

"Die Ölpreise sind in jüngster Zeit zu schnell gestiegen", sagte Analyst Victor Shum von der Energieberatungsdienst Purvin and Gertz. Für den jüngsten Höhenflug habe es eigentlich keine fundamentalen Gründe gegeben. Nun erfolge eine technische Gegenreaktion. Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis um rund ein Viertel gestiegen. Insbesondere in den vergangenen Wochen hatte sich der Höhenflug rasant beschleunigt.

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Slin
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Öl

Warum ich glaube dass der Ölpreis noch keine Korrektur einleitet und zuerst die Bären und danach die Bullen bestrafen werden….

1. Immer wieder sieht man in Ölpreis Analysen und auch in diesem Forum, den Chart “Crude Oil Seasonal 26 Years“. Dieser Chart zeigt ab Mitte Mai bis in den Juni hinein einen stark abfallenden Ölpreis. Aber trift dies auch dieses Jahr zu?

Wenn ich den Ölpreis dieses Jahr mit diesem Chart Vergleiche, dann sieht man vor allem, dass die zeitliche Korrelation teilweise erheblich abweicht, so geschehen Anfang Februar als der Anstieg theoretisch ca. 3 Wochen zu früh geschah.

Wenn man den Saisonalen Charts glauben schenken würde, könnte man auch genauso gut den “Wahljahre Chart“, der besagt dass der Ölpreis noch bis Ende Juni weiter steigt, hinzunehmen.

Ich denke mir, dass Saisonale Charts durchaus eine Entscheidungshilfe sein können, diese Charts aber nicht auf die Goldwaage gelegt werden sollten! Für mich deshalb keinen Grund an eine jetzt beginnende größere Korrektur des Ölpreis zu denken…

2. Die amerikanischen Benzin und Rohölvorräte (Zahlen von letzter Woche!) waren im Gegensatz zur Vorwoche angestiegen. Bei einem völlig überverkauften Markt und einer Spekulations- Blase, hätten diese Zahlen eigentlich eine stärkere Korrektur einleiten müssen. Stattdessen hat am Freitag der Ölpreis die Marke von 126USD erreicht!

3. Die Cot-Daten: Die Abwärtsbewegung von ca.120 auf 110 USD wurde von den Commercials genutzt um ihre Long Positionen auszubauen. Die Netto-short Positionen beträgt somit nur noch 24'000 Kontrakte. In der Vergangenheit wurden solche Werte bei kurzen und mittelfristigen Preistiefs registriert. Damit möchte ich auf keinen Fall sagen dass wir noch einen Monatelangen ununterbrochenen Preisanstieg haben werden, aber von einer Netto-Short Positionierung von ca.100'000 Kontrakten, was in der Vergangenheit bei einer beginnenden Korrektur zu verzeichnen war, sind wir noch ein ganzes Stück entfernt!

4. Gerade weil das Thema “Sinkender Ölpreis nach Pfingsten“ und im Allgemeinen das Saisonalitäten Geflüster überall zu lesen und hören ist, mag ich daran zweifeln ob genau jetzt der Ölpreis zu Sinken beginnt. Genauso gut wage ich zu bezweifeln dass der Ölpreis die 180-200USD Marke mehr oder weniger in einem Durchlauf erreichen wird, was in der Presse immer wieder lang und breit geschlagen wird. Gerade diese Konträre Sicht gegenüber den Pressemeldungen und allgemeinen Erwartungen hat sich in der Vergangenheit meistens bewährt!

Fazit: Ich glaube dass der Ölpreis zunächst noch auf 130-135USD steigen wird (die Bären werden bestraft) und nachher eine starke Korrektur unter 100USD stattfinden wird (die Bullen werden bestraft). Eine kurzzeitige Konsolidierung auf 120 USD ist jedoch nicht auszuschließen zumal eine erhöhte Volatilität zu einem Topbildungs- Prozess gehört.

Den Zeitraum bis zur Einleitung der Korrektur schätze ich ca. 2 Wochen.

(Mit Bullen und Bären meine ich nicht die kurzfristig Trader die 5-10USD Veränderung traden sondern die, die mit 180USD bzw. 100USD rechnen, also mittelfristig…)

Na, dann schauen wir mal! Good trades…

Gruss SLIN.

MarcusFabian
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Öl

@Slin,

Was ich Dich schon immer mal fragen wollte: Was hälst Du von der Theorie, dass Erdöl nicht - wie wir allgemein annehmen - aus vor Millionen Jahren gestorbener Tiere entstanden ist sondern abiotisch im Erdinneren erzeugt wird?

Die Frage ist insofern wichtig, denn wenn das Erdöl fossilen Ursprungs ist, ist es nicht ersetzbar und wird eines Tages versiegen. Wenn es aber regelmässig aus dem Erdinneren aufsteigt, gibt's Öl für alle Zeiten zum Abwinken.

Einige Punkte, die für die abiotische Theorie sprechen:

* Warum findet man Öl in Norwegen, Alaska, Sibirien? Dort gabs zu Urzeiten keine Urwälder.

* Leere Ölfelder regenerieren sich und füllen sich manchmal wieder mit Öl auf. Warum?

* Alle grossen Ölfelder befinden sich an der Grenze zweier tektonischer Platten. Das spricht für die abiotische Theorie.

Link als Einstieg: http://www.earthfiles.de/artikel/Oelschwindel.pdf

Slin
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Öl

Dies habe ich auch schon vor ca. einem Jahr gehört und rumgegoogelt, jedoch nur sehr wenig darüber gefunden.

Die abiogenetischen Theorie giebt es bereits seit den fünfziger Jahren. Die Russen haben aufgrund dieser Theorie die grossen Ölfelder in Sibirien entdekt. Wenn da allerdings wirklich was dahinter stecken würde, hätte diese Theorie nicht weitaus weniger Vertreter als die der Biogenetischen Theorie.

Ich weiss es auch nicht und habe mich dann auch nicht mehr weiter darüber informiert.

Gruss SLIN.

MarcusFabian
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Öl

Slin wrote:

Wenn da allerdings wirklich was dahinter stecken würde, hätte diese Theorie nicht weitaus weniger Vertreter als die der Biogenetischen Theorie.

... es sei denn, es stecken politische oder wirtschaftliche Gründe dahinter, dass uns die Verantwortlichen die Wahrheit verschweigen.

Der Ölpreis wäre schliesslich nicht so hoch und nicht so politisch brisant, wenn bekannt wird, dass das Zeugs praktisch "nachwächst".

Übrigens: alle Vorkommen im Meer wurden nach dieser Methode ermittelt. Oder käme jemand auf die Idee, Kilometer unter dem Meeresboden fossile Überreste zu vermuten?

MarcusFabian
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Abiotische Öltheorie

Eine interessante Zusammenfassung hier:

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=1412

Ein Auszug:

Quote:

Die Alternative zum Vorgehen der Ölmultis

Während sich die amerikanischen Ölmultis in den sechziger Jahren bemühten, die einfach zugänglichen, großen Felder in Saudi-Arabien, Kuwait, im Iran und anderen Gegenden mit billigem, reichlich vorhandenem Öl zu kontrollieren, erprobten die Russen ihre alternative Theorie. Sie begannen, in einer mutmaßlich öden Region Sibiriens zu bohren. Auf Grundlage ihrer tiefen "abiotischen" geologischen Schätzungen entdeckten sie dort elf Ölfelder, die als "Major" und eines, das als "Giant" klassifiziert wurde.

Wenn man nach "abiotisch erdöl" googelt, findet man tonnenweise Material zum Thema.

MarcusFabian
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Öl

Der Ölpreis steigt immer schneller!

Ich habe hier mal die jeweiligen Lows miteinander verbunden. Ergebnis: Die Unterstützungslinien werden immer steiler.

Theoretisch ist bei knapp unter 90° Schluss und da müsste eine massive Korrektur erfolgen.

Im untersten Indikator-Fenster (Moving Average Gap) wird die Differenz zwischen MA20 und MA50 aufgezeichnet.

Mitte Februar hat der MA20 den MA50 nach oben durchkreuzt. Seither weitet sich die Lücke aus. Irgendwann werden die beiden wieder zusammenkommen müssen. Nur wann???

Ansonsten gibt es leider nichts bärisches im Öl-Chart ausser der Erwähnten Übertreibung, die geradezu nach einer Korrektur schreit!

Mit Dollarschwäche lässt sich der aktuelle Ölpreis leider nicht erklären. In Schweizer Franken sieht's nämlich nicht besser aus:

Slin
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Öl

Ich sehe ganz deutlich dass sich das Forum bezüglich Öl, sentimenttechnisch innerhalb von einer Woche stark verändert hat. Wink

Gruss SLIN.

alpenland
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gute Grafiken, danke Marcusfabian

auch bei >Bull and Bear< stehen wir auf seltenen Höhen. !

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