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Ölmarkt droht laut IAE auch

Ölmarkt droht laut IAE auch 2018 ein Überangebot
14.06.2017 12:25

London (awp/sda/reu) - Der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge dürfte der Druck auf den Ölmarkt auch im nächsten Jahr anhalten. Das Angebot werde 2018 wahrscheinlich schneller wachsen als der Bedarf, obwohl der Verbrauch dann wohl erstmals über 100 Millionen Barrel pro Tag (bpd) steige, teilte die IEA am Mittwoch mit.

Auch die bis März verlängerte Förderkürzung der Opec und anderer führender Ölstaaten ändere daran nichts. Hintergrund sei, dass sich die Produktion der Länder ausserhalb des Opec-Kartells im nächsten Jahr wohl verdoppeln werde.

Es werde erwartet, dass sie von schätzungsweise 700'000 bpd in diesem Jahr auf 1,5 Millionen bpd 2018 zulegen und damit das Wachstum der weltweiten Nachfrage leicht übertreffen werde.

Daher dürften die globalen Lagerbestände bis kurz vor Ende der Förderbremse nicht auf die gewünschten Mengen fallen, erklärte die Agentur, die Industrieländer in Energiefragen berät.

Die 13 Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) und elf weitere Staaten wie etwa Russland hatten Ende Mai eine Verlängerung ihrer Förderbremse beschlossen, um den Ölpreis zu stabilisieren.

Er war Mitte 2014 von mehr als 100 Dollar pro Fass bis Anfang 2016 auf unter 30 Dollar abgestürzt und ist nach einem leichten Anstieg inzwischen wieder unter die Marke von 50 Dollar gesunken. Ein Grund für das Überangebot ist der Boom der US-Schieferölproduktion mittels der umstrittenen Fracking-Technik.

(AWP)

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Ölpreise geben weiter nach

Ölpreise geben weiter nach

21.06.2017 07:15

SINGAPUR (awp international) - Die Ölpreise sind am Mittwoch nach der Talfahrt der vergangenen Handelstage weiter gesunken. Allerdings ging es am Morgen nur noch leicht nach unten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 45,95 Dollar und damit sieben Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um zwei Cent auf 43,49 Dollar.

Am Markt schwindet das Vertrauen, dass die Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) das Überangebot an Rohöl eindämmen kann. Dies hat den Preis für Brent-Öl am Vortag noch auf 45,42 Dollar fallen lassen und damit auf den tiefsten Stand seit vergangenen November. Im weiteren Tagesverlauf dürften neuen Daten zu den US-Ölreserven in den Fokus rücken. Experten rechnen mit einem leichten Rückgang der Lagerbestände an Rohöl./jkr/fbr

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22.06.2017 | 16:14

22.06.2017 | 16:14

NEW YORK (Dow Jones)--Das hartnäckig niedrige Niveau der Ölpreise bremst die US-Aktienmärkte auch am Donnerstag. Kurz nach Handelsbeginn sinkt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 21.397 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite geben ebenfalls um je 0,1 Prozent nach. Die vor der Startglocke veröffentlichte Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche stieg geringfügig stärker als erwartet, hat aber keinen Einfluss auf den Markt. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn wird noch der Index der Frühindikatoren veröffentlicht.

Schon am Vortag hatten die Standardwerte im Sog fallender Ölpreise kleine Kursverluste verbucht. Die Nasdaq-Indizes entgingen hingegen dem Ausverkauf und verbuchten deutliche Gewinne. Sie wurden vom Biotechnologiesektor nach oben getragen. Nach Informationen der New York Times hat US-Präsident Trump ein Dekret vorbereitet, das die regulatorischen Vorgaben für die Pharmabranche lockern soll. Dazu hatten einige Technologieunternehmen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt.

Oracle-Aktie auf Rekordhoch - Zahlenausweis überzeugt

Die Serie positiver Quartalsausweise setzt sich mit Oracle fort. Der Softwarekonzern und SAP-Konkurrent hat mit seinen am Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlichten Geschäftstzahlen die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Die Aktie schnellt um gut 10 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch bei 51,85 Dollar.

Die Nachricht von einem bevorstehenden Einstieg der Qatar Airways bei American Airlines schiebt die Aktie der US-Gesellschaft um 3,3 Prozent nach oben. Die arabische Fluggesellschaft will nach Angaben von American Airlines eine Beteiligung von mindestens 10 Prozent kaufen. Das ist insofern bemerkenswert, als andere arabische Länder Qatar die Unterstützung von Terroristen vorwerfen und deshalb die diplomatischen Beziehungen zu dem Emirat abgebrochen haben.

Für die Aktie von Accenture geht es um 3,7 Prozent nach unten. Hohe Pensionsverpflichtungen haben das Ergebnis des Beratungsunternehmens im dritten Geschäftsquartal überraschend stark geschmälert.

Öl verharrt trotz Erholung im Bärenmarkt

Der Ölpreis macht am Donnerstag etwas Boden gut, befindet sich aber nach wie vor in einem sogenannten Bärenmarkt, nachdem die Preise in den zurückliegenden sechs Monaten um über 20 Prozent gefallen sind. Das Barrel Rohöl der US-Sorte WTI verteuert sich aktuell um 0,4 Prozent auf 42,72 Dollar.

Mehr als eine technisch bedingte Gegenbewegung dürfte aber nicht drin sein. Denn auch wenn die US-Regierung am Vortag eine Abnahme ihrer Rohölvorräte gemeldet hat, steigt die Ölförderung in den USA nach wie vor - zuletzt auf ein 22-Monatshoch. Auch in anderen Ländern, darunter Libyen, wird mehr Öl gefördert. Damit bleiben die Förderkürzungen, auf die sich andere große Ölproduzenten im Mai geeinigt hatten, ohne Wirkung auf den Ölpreis. Paul Horsnell, Leiter des Rohstoff-Research der Bank Standard Chartered, spricht von einem "übermächtig bearishen Sentiment".

Gold setzt die am Vortag eingeleitete Erholungsbewegung fort. Der Preis für eine Feinunze steigt um 0,4 Prozent auf 1.252 Dollar. Das Edelmetall profitiert von der Erwartung, dass die Zinsen in den USA letztlich langsamer steigen werden, als die US-Notenbank derzeit noch signalisiert. Am Anleihemarkt legen die Kurse zu. Die Zehnjahresrendite sinkt um 2 Basispunkte auf 2,14 Prozent. Wenig Bewegung gibt es am Devisenmarkt, wo der Euro bei etwa 1,1155 Dollar notiert.

 

 

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Ölpreise gesunken

Ölpreise gesunken

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 47,51 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung fiel um 60 Cent auf 44,92 Dollar.

07.07.2017 07:28

Die vergangene Woche überraschend deutlich gefallenen US-Rohöllagerbestände konnten den Preisen keinen nachhaltigen Auftrieb geben. Das Signal für ein gesunkenes Angebot sei durch den stärksten Anstieg der US-Ölproduktion seit Januar konterkariert worden, hiess es aus dem Handel. Im weiteren Tagesverlauf werden die Anleger am Freitag noch Daten des Ölausrüsters Baker Hughes zur Zahl der US-Ölbohrlöcher im Blick behalten./tos/stb

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Opec kann nur kurz aufatmen

Vor dem Treffen des Ölkartells am Freitag hat sich der Ölpreis deutlich erholt. Doch mittelfristig droht erneut Ungemach.

Die Opec dürfte vor ihrem Treffen am kommenden Freitag in Wien etwas entspannter sein als auch schon. Der Preis für europäisches Rohöl der Sorte Brent (Brent 56.38 2.43%) hat sich in den vergangenen Wochen oberhalb von 55 $ je Fass eingependelt. Weltweit sinkt der Lagerbestand: Die seit gut neun Monaten geltende Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder scheint endlich zu greifen.

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten erste Hinweise auf eine gemeinsame Massnahme der Opec-Staaten und anderer Produzenten wie Russland zur Beschränkung des Produktionsvolumens dem Ölpreis etwas Auftrieb verliehen. Mit der Ankündigung der nationalen Quoten beim Treffen in Wien Ende November folgte die Bestätigung des Vorhabens: Brent verteuerte sich zwischenzeitlich auf knapp 57 $ je Fass.

Tatsächlich setzte das Ölkartell die angekündigte Drosselung auf 32,5 Mio. Fass pro Tag praktisch vollständig um. Doch das weltweite Ölüberangebot hielt sich hartnäckig. Insbesondere die Reaktion der US-Schieferölproduzenten war unterschätzt worden. Zwischen Oktober 2016 und August 2017 stieg das Fördervolumen gemäss der US-Energiebehörde EIA um ein Siebtel auf 9,5 Mio. Fass pro Tag.

 

US-Rohölproduktion

zoomQuelle: EIA

 

Bemühungen zahlen sich kurzfristig aus

Jetzt zahlen sich die Bemühungen doch noch aus – zumindest kurzfristig. Die weltweite Rohölnachfrage ist im dritten Quartal unerwartet stark gestiegen und dürfte das Angebot übertreffen, wie die Internationale Energieagentur (IEA) schreibt. Hinzu kommt, dass die US-Ölindustrie ihre Produktion im Sommer etwas weniger schnell ausgebaut hat. Zuletzt war sie wegen des Hurrikans «Irma» sogar gesunken: Viele Bohrstellen im Golf von Mexiko stellten den Betrieb im Vorfeld des Unwetters aus Sicherheitsgründen ein.

 

Angebot übetrifft Nachfrage im dritten Quartal

zoomQuelle: IEA

 

Damit rückt der angestrebte Fünfjahresdurchschnitt beim Lagerbestand näher. Zuletzt lag er in den Industriestaaten noch knapp 100 Mio. Fass über diesem Referenzwert der Opec. Das sind gemäss der IEA 28% weniger als Anfang Jahr. Für das vierte Quartal erwartet die Agentur einen weiteren Rückgang des Bestands um 20 bis 30 Mio. Fass – wenn das Ölkartell an seinem gegenwärtigen Produktionsniveau von 32,7 Mio. Fass pro Tag festhält.

2018 droht erneut Überangebot

Mittelfristig aber dürfte diese Massnahme nicht reichen, um den Ölmarkt zu stabilisieren. Bereits Anfang 2018 droht gemäss der IEA erneut ein Überangebot. Denn die US-Produzenten könnten sich schnell erholen und im kommenden Jahr Rekordmengen aus dem Boden pumpen. Eine weitere Kürzung der Förderung durch die Opec zeichnet sich angesichts der zuletzt positiven Stimmung vor dem Treffen am Freitag nicht ab.

Damit habe das Ölkartell den Kampf gegen die US-Schieferölförderung endgültig verloren, sagt Ed Morse, Rohstoffexperte von Citigroup (C 71.46 0.44%), gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Potenzial dieser Produzenten sei noch nicht ausgereizt.

Auch Nitesh Shah vom ETF-Anbieter ETF Securities erwartet, dass das US-Fördervolumen im kommenden Jahr nochmals deutlich steigen wird. Derzeit seien viele Vorkommen zwar erschlossen, aber noch nicht angebohrt. Hält sich der Preis für US-Leichtöl West Texas Intermediate noch etwas über 50 $ je Fass, sei es wahrscheinlich, dass auch diese Bohrstellen genutzt würden. Damit könnten die USA ihre Produktion auf knapp 10 Mio. Fass pro Tag ausbauen. Für Optimismus am Ölmarkt ist es wohl noch etwas früh.

https://www.fuw.ch/article/opec-kann-nur-kurz-aufatmen/

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Den Heizöltank jetzt füllen?

Den Heizöltank jetzt füllen? Hausbesitzer dürfen etwas spekulieren

Der Ölpreis befindet sich auf einem Zwei-Jahreshoch. Weshalb dies kein Grund zur Sorge für Hausbesitzer ist.

https://www.cash.ch/news/top-news/oelpreis-den-heizoeltank-jetzt-fuellen-hausbesitzer-duerfen-etwas-spekulieren-1104191

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Das Öl der Lofoten

Norwegen möchte Vorkommen in einem reichen Fischgrund erschließen

Seit den Parlamentswahlen im September 2017 ist es das Streitthema bei Norwegens Koalitionsverhandlungen: die Ölförderung bei den Lofoten.

Die malerische Gegend rund um die Inselgruppe der Lofoten in der Arktis am nördlichen Polarkreis galt bislang als Sperrbezirk für die Ölindustrie: Dort sind die weltweit größten Kabeljaubestände beheimatet. Umweltverbände und die Tourismusindustrie sind strikt gegen jede Erschließung von Rohstoffvorkommen in dem Gebiet.

Norwegen ist weltweit der siebtgrößte Ölexporteur. Die Vorkommen in der Nordsee reichen aber nicht ewig. Deshalb ist das Land darauf angewiesen, sich nach neuen Quellen umzusehen. ShokEs wird vermutet, dass sich beachtliche Ölvorkommen in dem Gebiet rund um die Lofoten befinden.

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/194722/index.html

 

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Ölpreise geben weiter nach -

Ölpreise geben weiter nach - WTI fällt zeitweise unter 50 Dollar

Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gefallen. Zeitweise rutschte der US-Ölpreis unter die Marke von 50 US-Dollar, konnte sich am Morgen aber wieder etwas erholen. Ein Barrel (je 159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im November kostete zuletzt 50,10 Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Vortag. Der Preis der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember fiel um 25 Cent auf 55,75 Dollar.

04.10.2017 08:09

Marktbeobachter erklärten den Rückgang der Ölpreise unter anderem mit der Kursentwicklung des US-Dollars. Zu Beginn der Woche war der Dollar teilweise deutlich gestiegen. Rohöl wird in US-Dollar gehandelt und ein Anstieg der amerikanischen Währung verteuert Öl in Ländern ausserhalb des Dollarraums.

Im weiteren Handelsverlauf dürften neue Daten zu den Ölreserven in den USA stärker in den Fokus rücken, die am Nachmittag auf dem Programm stehen. Am Markt wird erwartet, dass sich der Rückgang der Ölreserven in den USA in der vergangenen Woche abgeschwächt hat./jkr/das

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Sorge vor nächster Ölpreiskorrektur wächst

Der Optimismus am Ölmarkt ist bereits wieder verflogen. Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo unterstreicht mit einer ungewöhlichen Bitte die schwierige Situation.

Die Sorge vor einer weiteren Ölpreiskorrektur treibt die Opec zu einem ungewohnten Schritt: Am Dienstag bat Mohammed Barkindo, Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), die Konkurrenz aus den USA öffentlich darum, das Fördervolumen zu reduzieren. Gleichzeitig mahnte er bei seiner Rede am indischen Energieforum in Neu-Delhi, dass eine Stabilisierung des Markts 2018 Scratch one-s head«aussergewöhnliche Massnahmen» erfordern werde.

Die Warnung Barkindos ist bezeichnend für den Stimmungswandel am Ölmarkt. Der Opec-Generalsekretär ist eher für starren Optimismus als für eine warnende Stimme bekannt. Noch im September betonte er die gute Nachfragesituation und prognostizierte eine Markterholung.

Umso ernster nahmen die Marktteilnehmer Barkindos jüngste Aussage: Die Angst vor einem anhaltenden Überangebot ist zurück. Der Preis für ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent fiel zum Wochenauftakt auf gut 55 $ je Fass. US-Leichtöl kostet nur noch knapp 50 $ je Fass.

Ölpreiserholung gestoppt

Damit ist die Ölpreiserholung gestoppt. Im Sommer hatte sich Brent von 44 $ auf knapp 59 $ je Fass Ende September verteuert. Grund dafür war der unerwartet hohe Bedarf an Rohöl in Europa. Die Internationale Energieagentur (IEA) revidierte die globale Nachfrage nach oben. Zwischen Juli und September resultierte das zweite Quartal in Folge ein leichtes globales Angebotsdefizit.

Lagerüberhang geht zurück

zoomQuelle: IEA; CommerzbankDer Lagerbestand der OECD-Länder nähert sich langsam dem Fünfjahresschnitt, dem Ziel der Förderkürzung, wie aus den Zahlen der IEA hervorgeht. Die seit Anfang Jahr geltende Förderquote der Opec und weiterer Ölförderer zur Stabilisierung des Fasspreises schien endlich zu wirken.

Saudi-Arabien exportiert weniger

Saudi-Arabien, der grösste Produzent innerhalb des Ölkartells, exportierte täglich 1 Mio. Fass weniger Rohöl. Denn obwohl der inländische Bedarf in den Sommermonaten traditionell hoch ist, passte das Königreich die Förderung dieses Jahr nicht an.

Unterstützend auf die Notierung wirkte zudem die Drohung der türkischen Regierung, Ölgeschäfte aus der kurdischen Autonomieprovinz im Nordirak nur noch mit der irakischen Zentralregierung in Bagdad abschliessen zu wollen. Über eine Pipeline werden täglich 0,5 Mio. Fass Rohöl an den türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan geliefert. Am 25. September hatten sich mehr als 90% der Kurden im Nordirak für einen unabhängigen Staat ausgesprochen. Weder Bagdad noch die Nachbarländer Türkei und Iran erkennen dies an.

Kein schneller Lagerabbau

Doch Schätzungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ist das Exportvolumen der Opec-Staaten im September bereits wieder gestiegen. Damit dürfte die Produktion des Ölkartells die Nachfrage nach Opec-Öl im gesamten zweiten Halbjahr fast decken. Dies spricht gemäss den Analysten von Commerzbank gegen einen schnellen Lagerabbau.

Hinzu kommt, dass der höhere Fasspreis die Profitabilität der US-Schieferölförderer erhöht. Zwar hatten die Wirbelstürme «Harvey», «Irma» und zuletzt «Nate» zwischenzeitlich für Produktionsausfälle gesorgt, doch die Infrastruktur scheint nicht beschädigt worden zu sein. Das spricht für einen weiteren Ausbau der Ölproduktion in den kommenden Monaten, glauben die Analysten von Commerzbank: «Mit der üblichen Verzögerung von drei Monaten dürften die Bohraktivitäten, die in den Sommermonaten stagniert hatten, wieder zunehmen.»

Rekordproduktion erwartet

Noch lassen die Zahlen der US-Energiebehörde EIA keine abschliessende Prognose zu, aber verschiedene Rohstoffexperten wie Nitesh Shah von ETF Securities gehen davon aus, dass das Fördervolumen noch diesen Herbst den Allzeitrekord von 9,6 Mio. Fass pro Tag aus dem Jahr 1970 übertreffen wird.

Vor diesem Hintergrund überrascht die Bitte von Opec-Generalsekretär an die Adresse der USA nicht. Dass sie erhört wird, ist angesichts der wirtschaftlichen Lage eher unwahrscheinlich. Zwar leiden auch die US-Förderer unter dem tieferen Ölpreis. In den vergangenen Jahren konnten sie ihre Kosten aber stetig senken. Einige können gemäss Schätzungen des Öldienstleisters Rystad bereits bei einem WTI-Preis von 50 $ je Fass rentabel Öl aus dem Schiefer lösen.

Damit bleibt der Opec wenig Spielraum. Zwar zeigte sich Barkindo optimistisch, dass die Förderquote über März 2018 hinaus weitergeführt werden. Angesichts der Marktprognose der IEA wäre aber eine deutlichere Drosselung der Produktion nötig, um ein stabiles Gleichgewicht bei einem Brentpreis oberhalb von 50 $ je Fass zu erreichen

https://www.fuw.ch/article/sorge-vor-naechster-oelpreiskorrektur-waechst/

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Unruhe im Nahen Osten treibt Ölpreis

(Reuters/GAH) Unter dem Eindruck der innenpolitischen Lage in Saudi-Arabien steigt der Ölpreis weiter. Nordseeöl der Sorte Brent (Brent 64.029 -0.04%) verteuerte sich auf mehr als 64 $ je Fass – das ist der höchste Stand seit Juni 2015. US-Leichtöl WTI (WTI 57.28 -0.07%) kostete mit 57.40 $ und damit ebenfalls so viel wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Angesichts der Regierungskrise in Libanon rückten Fundamentaldaten derzeit in den Hintergrund, erklärte Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Saad al-Hariri, würden die Spannungen im Nahen Osten förmlich sichtbar.

Der grösste Ölförderer des Ölkartells Opec, Saudi-Arabien, sieht sich nachdem Rücktritt vom Libanon herausgefordert. Die libanesische Regierung werde als eine Regierung behandelt, «die Saudi-Arabien den Krieg erklärt», sagte der Golfminister des Königreichs, Thamer al-Sabhan, am Montag dem Sender Al-Arabija.

Zur Begründung verwies er auf die libanesische Hisbollah-Miliz, die von Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran unterstützt wird. Er warf ihr Aggression vor. Hariri hatte seinen Entscheid mit Angst um sein Leben begründet. Er warf dem Iran und der Hisbollah vor, Zwietracht in der Region zu schüren.

Libanesische Regierung reagiert nicht

Sabhan sagte, «es gibt diejenigen, die [Hisbollah] stoppen und dazu bringen werden, in die Höhlen im Süden des Libanon zurückzukehren». Den Libanesen müssten diese Risiken bewusst sein. Sie müssten «die Angelegenheit» richten, «bevor sie an den Punkt gelangen, von dem es keine Rückkehr gibt».

Die libanesische Regierung reagierte zunächst nicht auf Sabhans Worte. Die Hisbollah ist sowohl eine mächtige militärische als auch eine politische Organisation, die im Parlament des Libanon und in der Regierungskoalition vertreten ist, die unter Hariri im vergangenen Jahr gebildet wurde.

Bereits am Wochenende hatte ein politisches Ereignis in der Region dem Ölpreis zu einem Gewinn verholfen. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed baute seine Macht durch die Festnahme zahlreicher Prinzen und Spitzenpolitiker im Rahmen einer Anti-Korruptionskampagne aus.

Unter den Festgenommen soll auch Prinz Alwalid bin Talal sein, einer der wichtigsten Geschäftsmänner des Landes, und Prinz Miteb bin Abdullah, bislang Minister der Nationalgarde.

Zu den Reformplänen des Kronprinzen zählen auch Privatisierungen. So soll der weltweit grösste Ölkonzern des Landes Aramco im nächsten Jahr an die Börse gehen. Für dessen Marktkapitalisierung wäre ein hoher Ölpreis förderlich.

Saudi-Arabien dürfte an Förderbremse festhalten

Analysten erwarten, dass Saudi-Arabien an seiner Opec-Politik festhalten wird. Das Kartell dürfte die Vereinbarung mit Partnerländern wie Russland über eine im März 2018 auslaufende Förderbremse verlängern, erwarten Analysten wie jene von Commerzbank (CBK 11.895 0.34%). Dies ist gemäss Jan Edelmann von der HSH Nordbank aber auch nötig, damit die Ölschwemme eingedämmt werden kann und die Notierung nicht wieder fällt.

Zusätzliche Unterstützung erhielt der Ölpreis auch von den jüngsten Daten aus den USA: Gemäss Angaben des Öldienstleisters Baker Hughes ist die Zahl der aktiven Bohrlöcher erneut überraschend gefallen.

Die Analysten von Barclays (BARC 182.25 0.14%) erhöhten ihre Preisprognose für Brentöl bis Ende Jahr von 54 auf 60 $ je Fass. HSH Nordbank und Commerzbank halten dagegen – angesichts der unveränderten Fundamentaldaten – an ihrer Erwartung fest. Demnach würde der Fasspreis bis Ende Jahr wieder mehr als 10% korrigieren.

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ÖLpreis

Frankfurt, 08. Nov (Reuters) - Nach ersten Abschlägen von mehr als einem Prozent in Reaktion auf den überraschenden Anstieg der Rohölbestände in den USA in der vergangene Woche ziehen die Preise für Brent und WTI wieder an: Brent kostet am Abend mit 64,64 Dollar 1,5 Prozent mehr, WTI mit 57,92 Dollar 1,3 Prozent.

http://de.reuters.com/article/mrkte-idDEL5N1NE88L

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Opec erhöht Nachfrageprognose

Opec erhöht Nachfrageprognose für 2018

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat vor dem Hintergrund einer anziehenden Weltwirtschaft die Prognose für die Nachfrage nach Rohöl aus den Mitgliedsstaaten erhöht.

13.11.2017 15:08

Für das kommende Jahr rechnet das Kartell mit einer Nachfrage nach Opec-Öl in einem Volumen von durchschnittlich 33,4 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag, hiess es in dem am Montag veröffentlichen Monatsbericht. Damit erhöhte die Opec ihre Nachfrageprognose um täglich 0,4 Millionen Barrel.

Ende des Monats steht das nächste Treffen der Opec-Staaten auf dem Programm. Führende Mitglieder des Kartells haben bereits deutlich gemacht, dass sie eine Verlängerung der Förderbegrenzung anstreben. Gemeinsam mit weiteren wichtigen Öl-Staaten wie zum Beispiel Russland haben sie seit Beginn des Jahres ihre Produktion gekürzt. Die Gesamtfördermenge der Opec soll 32,5 Millionen Barrel pro Tag nicht überschreiten. Allerdings gehen Schätzungen davon aus, dass die selbst gesetzte Obergrenze zuletzt überschritten wurde.

Die Begrenzung der Fördermenge zur Stützung der Ölpreise gilt noch bis März kommenden Jahres. Am Markt wird erwartet, dass die Vereinbarung beim Opec-Treffen bis Ende 2018 verlängert werden könnte.

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EU-Börsenaufsicht warnt vor

EU-Börsenaufsicht warnt vor Totalverlust mit Krypto-Währungen

Der Kauf neuer Internet-Währungen ist der europäischen Börsenaufsicht ESMA zufolge hochriskant. Anlegern drohe ein Totalverlust, warnte die Behörde am Montag.

13.11.2017 13:16

Die Börsengänge solcher Währungen - sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs) - seien unreguliert, intransparent und technologisch ungetestet. Ähnlich hatte sich vergangene Woche schon die deutsche Finanzaufsicht BaFin geäussert. China hat ICOs sogar verboten.

Mit Hilfe des Verkaufs sogenannter digitaler Token können Firmengründer binnen Stunden mehrere Millionen Euro an Geldern einsammeln. Allerdings erhalten Investoren anders als bei dem Börsengang eines Unternehmens - dem Initial Public Offering (IPO) - häufig weder Anteile an dem Unternehmen noch andere Sicherheiten. Sie wetten allein auf Kursgewinne der digitalen Währungen.

Hinter diesen steht keine Zentralbank. Sie werden von Computer-Nutzern durch die Berechnung komplexer Formeln aus dem Nichts erschaffen. Derzeit buhlen rund 1000 Internet-Währungen um die Gunst der Anleger.

Die älteste und bekannteste - Bitcoin - verteuerte sich am Montag um elf Prozent auf 6535,40 Dollar. Allerdings war ihr Kurs in der vergangenen Woche zeitweise um rund 2000 Dollar abgestürzt. Zu Jahresbeginn kostete ein Bitcoin noch weniger als 1000 Dollar.

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Wird Benzin noch teurer?

Ölpreis: Wird Benzin noch teurer?

Der starke Ölpreis hat Benzin in der Schweiz teurer gemacht. Für eine Trendumkehr müssen sich Autofahrer wohl noch etwas gedulden.

https://www.cash.ch/news/top-news/oelpreis-wird-benzin-noch-teurer-1136199

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Absturz an Finanzmärkten

Absturz an Finanzmärkten belastet Ölpreise

Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken. Marktbeobachter erklärten die Verluste mit einer allgemein trüben Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Morgen 66,97 US-Dollar. Das waren 65 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im März fiel um 63 Cent auf 63,52 Dollar.

06.02.2018 08:03

Nach starken Verlusten an den US-amerikanischen Aktienbörsen herrschte an den Finanzmärkten am Morgen insgesamt eine Ausverkaufsstimmung, die auch den Ölmarkt mit nach unten zieht. Allerdings hält sich der Rückgang der Ölpreise im Vergleich zur Talfahrt an führenden Aktienbörse in Grenzen.

Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung der Fördermenge in den USA im Fokus der Anleger. Marktteilnehmer sorgen sich, dass die rekordhohe amerikanische Ölproduktion den Bemühungen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) für ein Ende des Überangebots entgegenwirkt. Am Abend werden neue Daten zur Entwicklung der US-Ölreserven des Interessenverbands American Petroleum Institute (API) erwartet. Kennzahlen zu den amerikanischen Lagerbeständen hatten zuletzt mehrfach die Preise am Ölmarkt bewegt./jkr/fba

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Ölpreise sinken - US

Ölpreise sinken - US-Lagerdaten im Fokus

Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Morgen 64,98 US-Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 54 Cent auf 61,14 Dollar.

22.02.2018 07:44

Seit Beginn der Woche sind die Ölpreise tendenziell gefallen. Am Markt wird der Rückgang unter anderem mit der Kursentwicklung des US-Dollar erklärt. Der Dollar hatte zuletzt im Handel mit anderen wichtigen Währungen an Wert gewonnen. Das macht das in Dollar gehandelte Rohöl in Ländern ausserhalb des Dollarraums teurer und bremst somit die Nachfrage.

Ausserdem spielt die Entwicklung der Fördermenge in den USA derzeit eine wichtige Rolle am Ölmarkt. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der US-Interessenverband American Petroleum Institute (API) von einem Rückgang der amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Woche ausgeht. Am Nachmittag stehen die offiziellen Daten der US-Regierung auf dem Programm. Hier rechnen Experten mit einem Anstieg. Sollte es bei den offiziellen Lagerdaten eine Abweichung von den Erwartungen geben, könnte dies für einen starken Impuls im Handel mit Rohöl sorgen./jkr/jha/

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Bahrain: grösstes Ölfeld seiner Geschichte

Seit 1932 wird in Bahrain Öl gefördert. Jetzt gibt es einen Fund, der angeblich alles in den Schatten stellt. Genaue Zahlen werden aber nicht genannt.

Der Golfstaat Bahrain hat vor seiner Westküste nach eigenen Angaben das größte Ölfeld in der Geschichte des Königreichs entdeckt. Dort sollen riesige Mengen an Öl und Gas lagern, teilte die Ressourcen-Behörde mit. Mengen wurden nicht genannt. Es sei die größte Entdeckung seit 1932.

Bahrain ist stark abhängig vom Öl- und Gasexport. 80 Prozent der Staatseinnahmen stammen aus diesem Sektor. Der Inselstaat ist ein enger Verbündeter Saudi-Arabiens, mit dem es sich das Ölfeld Abu Safah teilt.

Quelle: dpa

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Elias
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Schieferöl ist nun bei einem Fasspreis von 40 $ sehr profitabel.

Der Pakt zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und zehn Nicht-Opec-Ländern hat die globale Erdölproduktion seit Januar 2017 um 1,8 Mio. Fass pro Tag reduziert. Dies hat dazu beigetragen, dass sich der Erdölmarkt dem Gleichgewicht nähert und dass der Ölpreis gestiegen ist.

Die Volatilität des Preises je nach Nachrichtenfluss ist eine Funktion davon, dass der Spielraum zwischen Angebot und Nachfrage enger geworden ist. Die geopolitische Prämie ist in die Märkte zurückgekehrt, was sich in der Ernennung John Boltons zum nationalen Sicherheitsberater der USA manifestiert: Der Ölpreis stieg auf über 70 $, weil nun der neue Aussenminister Mike Pompeo wie auch Bolton das Nuklearabkommen mit dem Iran sehr skeptisch beurteilen. Sollte Washington seine Teilnahme daran aufkündigen, könnte das womöglich zu einer Reduktion von bis zu 1 Mio. Fass pro Tag aus dem Iran führen.

Nur eine halbe Woche zuvor ging es talwärts mit dem Preis, als Moskaus Energieminister Alexander Novak feststellte, Russland sei nicht bereit, die Produktion weiter einzuschränken, sobald der Markt sich im Gleichgewicht befinde.

So interessant die Preisfluktuationen auch sein mögen, gibt es doch auch weitere wichtige Entwicklungen. Zum Beispiel fragt sich, welche Auswirkungen neue Machtkonstellationen im Ölmarkt auf die Handelsrouten haben werden.

Der höhere Ölpreis hat die Schieferölproduktion in den USA belebt; die Internationale Energieagentur spricht von einem «explosiven» Wachstum. In der Phase der niedrigen Ölpreise 2015/16 litt dieser Sektor stark. Die Amerikaner nutzten die Krise jedoch, um die Produktivität zu steigern. Schieferöl ist nun bei einem Fasspreis von 40 $ sehr profitabel.

Die Zunahme der Produktion wird die USA gegen Ende des Jahres zum grössten Erdölproduzenten avancieren lassen, vor Russland und Saudi-Arabien. Hinzu kommt, dass die neue Gesetzgebung wieder den Export amerikanischen Öls in die internationalen Märkte zulässt.

Es stellt sich die Frage, wohin dieses  Volumen ausgeführt werden soll und was das für den internationalen Handel bedeutet. Die erste Schieferölrevolution hat Importe in die USA durch inländische Produktion ersetzt.

Vor allem westafrikanisches Öl wurde nach Asien umgeleitet. Die Produktionsdrosselung unter dem Opec-Non-Opec-Deal hat die Verhältnisse weiter verändert. So hat zum Beispiel Saudi-Arabien seinen ersten Platz in Chinas Import an Russland verloren und denjenigen in Indien an den Irak.

US-Schieferöl wird eine geringere Konkurrenz für traditionelle Produzenten bedeuten, als angenommen werden könnte. Schieferöl ist von leichterer Qualität als konventionelle Ölsorten, was die Verarbeitung erschwert.

Dennoch werden die neuen relativen Machtverhältnisse unter den grossen Produzenten zu Veränderungen der Handelsrouten führen. Die asiatischen Märkte werden heiss umkämpft sein, da in den nächsten Jahren die Hälfte des Nachfragewachstums in China und Indien erwartet wird.

https://www.fuw.ch/article/machtverschiebung-im-oelmarkt/

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Rohstoffexperte Duncan

Rohstoffexperte Duncan Goodwin äussert sich im cash-Börsen-Talk zum Ölpreis:

https://bit.ly/2r2Zncw

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Öl-Preis bei 300 Dollar

Öl-Preis bei 300 Dollar «nicht unmöglich»

Pierre Andurand, ein Hedgefonds-Manager im Ölsektor, hält angesichts der Zurückhaltung der Energierfirmen, in neue Produktion zu investieren, einen Ölpreis von 300 Dollar pro Barrel innerhalb weniger Jahre für «nicht unmöglich».

30.04.2018 20:03

Andurand, der oft bullishe Ansichten vertritt, sagte am Sonntag in einer Reihe von Tweets, dass die Sorge über die Auswirkungen von Elektrofahrzeugen auf die zukünftige Nachfrage die Investitionen in Projekte mit langen Vorlaufzeiten dämpfe.

"Daher könnten paradoxerweise diese Nachfrage-Befürchtungen den grössten Angebotsschock aller Zeiten nach sich ziehen", schrieb er. "Wenn der Preis nicht schnell genug steigt, ist ein Ölpreis von 300 Dollar in einigen Jahren nicht unmöglich".

Der Hedgefonds-Manager, der die auf Öl ausgerichtete Andurand Capital Management LLP leitet, widersprach auch der konventionellen Ansicht, dass ein dreistelliger Ölpreis das Nachfragewachstum dämpfen werde.

"Aber nein, ein Ölpreis von 100 Dollar wird die Wirtschaft nicht kaputt machen", schrieb er. "Und wir brauchen einen +100 Dollar Ölpreis, um genügend Investitionen ausserhalb der USA zu fördern."

Ein Sprecher von Andurand wollte die Tweets nicht kommentieren.

Andurands Kommentare zur Nachfrage entsprechen denen des saudischen Ölministers Khalid Al-Falih, der zu Beginn des Monats signalisiert hatte, dass die Preise von ihrem derzeitigen Niveau in der Nähe von 75 Dollar je Barrel weiter steigen könnten, ohne wirtschaftlichen Schaden anzurichten.

"Wir haben in der Vergangenheit deutlich höhere Preise gesehen, doppelt so hohe wie heute", und die Weltwirtschaft habe die Fähigkeit, die Rohöl-Teuerung zu absorbieren, sagte Al-Falih. Im Jahr 2008 war der Preis für die Nordseeölsorte Brent Crude auf fast 150 Dollar pro Barrel geklettert, bevor es zu einem Preis-Kollaps kam.

(Bloomberg)

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Saudi-Arabien deutet

Saudi-Arabien deutet Steigerung der Erdölforderung an

Saudi-Arabien hat die Bereitschaft zur Steigerung seiner Erdölproduktion nach der Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA angedeutet. "Saudi-Arabien fühlt sich der Unterstützung stabiler Öl-Märkte zum Wohle von Produzenten und Verbrauchern sowie der Nachhaltigkeit des weltweiten Wachstums nach der Entscheidung verpflichtet."

09.05.2018 06:33

Dies erklärte ein Vertreter des saudischen Energieministeriums am Mittwoch nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur SPA. Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, werde man mit den grossen Produzenten und Verbrauchern innerhalb und ausserhalb der Opec sprechen, kündigte er an.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und harte Sanktionen gegen das Land angekündigt, ebenso wie gegen alle Staaten, die den Iran beim Streben nach einer Atombombe unterstützten. Ein Ausstieg aus dem Abkommen dürfte weitreichende Folgen für den iranischen Erdölexport haben und zu einer weiteren Verunsicherung im Nahen Osten führen, einer Region, in der ein Drittel des Weltbedarfs an Erdöl produziert wird.

(AWP)

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Ölpreise entfernen sich von

Ölpreise entfernen sich von Mehrjahres-Höchstständen

Die Ölpreise haben sich am Montag etwas von ihren in der vergangenen Woche erreichten Mehrjahres-Höchstständen entfernt. Händler nannten Äusserungen aus den Reihen des Ölkartells Opec als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 76,71 US-Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni fiel um 23 Cent auf 70,47 Dollar.

14.05.2018 08:00

Am vergangenen Donnerstag waren die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit Ende 2014 gestiegen, nachdem am Ölmarkt die Furcht vor Angebotsengpässen die Runde machte. Auslöser war die Aufkündigung des Atomabkommens mit Iran seitens der USA. Iran ist einer der grössten Förderer im Ölkartell Opec. Zu seinen grössten Kunden zählen asiatische Länder wie China und Indien sowie die Europäische Union.

Für etwas Erleichterung sorgten Äusserungen des Energieministers der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Al Mazrouei. Demnach verfügt die Opec über ausreichend Förderreserven, um denkbare Ausfälle seitens Iran auszugleichen. Über die Auswirkungen des US-Austritts aus dem Atomabkommen auf den Ölmarkt gehen die Schätzungen von Analysten weit auseinander. Sie reichen von sehr geringen Folgen bis hin zu einem Förderausfall von deutlich mehr als eine Million Barrel pro Tag./bgf/zb

(AWP)

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Ölpreise fallen - Höhere US

Ölpreise fallen - Höhere US-Ölreserven belasten

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach einem überraschenden Anstieg der Ölreserven in den USA gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostete am Morgen 79,44 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 26 Cent auf 71,58 Dollar.

24.05.2018 07:54

Die Ölpreise stehen seit Mittwochnachmittag unter Druck, nachdem die US-Regierung einen deutlichen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl gemeldet hatte. In der vergangenen Woche waren die amerikanischen Ölreserven um 5,8 Millionen Barrel auf 438,1 Millionen Barrel gestiegen. Analysten wurden auf dem falschen Fuss erwischt. Sie hatten mit einem Rückgang um 2,1 Millionen Barrel gerechnet.

Steigende Ölreserven können ein Hinweis für ein höheres Angebot oder eine niedrigere Nachfrage sein und belasten in der Regel die Ölpreise. Ausserdem hatte die US-Regierung am Vortag gemeldet, dass die amerikanische Fördermenge in der vergangenen Woche auf dem Rekordniveau von durchschnittlich 10,72 Millionen Barrel pro Tag verharrte./jkr/nas

(AWP)

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Ölpreise geben nach -

Ölpreise geben nach - Spekulationen über Förderanhebung

Die Ölpreise sind am Mittwoch moderat gefallen. Am Markt wurde auf Spekulationen über eine bevorstehende Förderanhebung durch grosse Produzenten verwiesen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 75,68 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung fiel um 31 Cent auf 66,05 Dollar.

13.06.2018 08:05

Eine Fördererhöhung durch das Ölkartell Opec und andere grosse Produzenten scheint konkretere Formen anzunehmen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Mittwoch mit Bezug auf eine informierte Person, Russland wolle eine Rückkehr zum Produktionsniveau vom Oktober 2016 vorschlagen. Das würde bedeuten, dass der Grossteil der seit Anfang 2017 geltenden Förderkürzungen wegfallen würde.

Konkret gehe es um eine Anhebung der Tagesförderung um 1,8 Millionen Barrel, die auf die beteiligten Länder aufgeteilt werden soll. Dies würde bedeuten, dass die tatsächliche Förderanhebung etwas geringer ausfallen könnte, falls einzelne Länder ihre Produktion nicht anheben können oder wollen. Bislang haben Irak, Iran und Venezuela Widerstand gegen eine höhere Produktion signalisiert.

Das Ölkartell Opec wird sich in der kommenden Woche in Wien treffen, um über die Angelegenheit zu beraten./bgf/fba

(AWP)

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Russen und Saudis streben

Russen und Saudis streben höhere Ölförderung an

Russland und Saudi-Arabien streben gemeinsam eine leichte Erhöhung der Ölförderung an. Die seit Anfang 2017 gedrosselte Förderung sollte ab Juli wieder um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag angehoben werden, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Donnerstag in Moskau nach Gesprächen mit seinem saudischen Kollegen Khalid Al-Falih. Die sogenannte OPEC+, das Kartell der erdölexportierenden Staaten plus unabhängige Förderländer wie Russland, wird in der kommenden Woche (22./23.6.) in Wien darüber beraten.

14.06.2018 18:49

Mit der bisher geltenden Drosselung ist es der OPEC+ gelungen, den Ölpreis nach oben zu treiben. Russland hat von den gestiegenen Preisen profitiert. Er strebe aber keinen weiteren Anstieg an, sagte Präsident Wladimir Putin vergangene Woche. Einige Mitglieder wie Venezuela, der Irak und der Iran sind aber gegen eine Lockerung. Allein die Opec-Staaten hatten ihre Produktion um 1,2 Millionen Barrel auf 32,5 Millionen Barrel am Tag zurückgefahren. Allerdings haben die USA derweil ihre Förderung immer weiter ausgebaut.

Al-Falih war als Begleitung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Moskau, der sich vor dem Eröffnungsspiel der Fussball-WM mit Putin traf. Dabei lud der Thronfolger Putin zu einem möglichen Gipfeltreffen der OPEC+ nach Saudi-Arabien ein, wie die Agentur Tass meldete./fko/DP/edh

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Ölpreise unter Druck

Ölpreise unter Druck

Die Ölpreise haben am Montag an ihre Kursverluste vom Freitag angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 72,75 US-Dollar. Das waren 69 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 1,23 Dollar auf 63,83 Dollar.

18.06.2018 07:52

Die Anleger blicken gespannt auf ein Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) in der kommende Woche. Es droht ein konfliktreiches Treffen. An diesem Freitag (22. Juni) beraten in Wien die Mitgliedstaaten des Kartells gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern wie zum Beispiel Russland über ihre Anfang 2017 installierte Fördergrenze.

Saudi-Arabien als mächtigstes Mitglied tritt für eine Lockerung der Grenze ein, ebenso das Nicht-Opec-Land Russland. Der Iran will hingegen gemeinsam mit dem Irak und Venezuela ein Veto gegen die Entscheidung einlegen. "Drei Opec-Gründungsmitglieder werden die Ausweitung stoppen", sagte der Vertreter des Irans bei der Opec, Hossein Kazempour Ardebili, der Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag. Für eine Ausweitung sei in der Opec Einstimmigkeit erforderlich./jsl/jha/

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Handelskonflikt belastet auch

Handelskonflikt belastet auch Ölpreise

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,87 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 42 Cent auf 65,43 Dollar.

19.06.2018 07:43

Belastet wurden die Ölpreise durch die Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen China und den USA. Nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump bewegen sich China und die USA auf einen Handelskrieg zu. Peking kündigte am Dienstag Vergeltung an, kurz nachdem das Weisse Haus die Prüfung von weiteren Zöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar (172,3 Milliarden Euro) in Auftrag gab. Sollte die Konjunktur durch den Konflikt belastet werden, dann würde auch die Öl-Nachfrage gedämpft werden.

Am Montag hatten die Ölpreise noch zugelegt. Medienberichten laut denen die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und andere Förderländer wie Russland auf ihrem Treffen an diesem Freitag nur über eine Förderanhebung von 300 000 bis 600 000 Barrel diskutieren werden, hatten die Preise gestützt. Dies wäre deutlich weniger als die von Russlands Energieminister Alexander Nowak ins Spiel gebrachte Grössenordnung von 1,5 Millionen Barrel.

Das sogenannte "Opec+"-Bündnis hat seit Anfang 2017 eine Fördergrenze installiert, mit dem die Ölpreise deutlich angehoben wurden. Seit längerem gibt es jedoch Überlegungen, diese Grenze zu lockern. Der Iran, Irak und Venezuela hatten sich jedoch dagegen ausgesprochen./jsl/jha/

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Ölpreise gefallen - Iran

Ölpreise gefallen - Iran lenkt offenbar bei Fördermenge ein

Die Ölpreise sind am Donnerstag etwas gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,24 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 27 Cent auf 65,44 Dollar.

21.06.2018 08:00

Vor dem Treffen des Ölkartells Opec und anderen wichtigen Förderländer wie Russland an diesem Freitag haben sich die Einigungschancen offenbar verbessert. Vor allem das mächtige Opec-Land Saudi-Arabien will zusammen mit Russland eine höhere Förderung durchsetzen. Die Opec-Länder Iran, Irak, und Venezuela sperrten sich zuletzt dagegen. Der iranische Energieminister Bijan Namdar Zanganeh sagte am Mittwoch jedoch, er sei optimistisch, dass es zu einer Einigung kommen könne. Zuvor hatte er noch mit einem Veto gedroht.

Derzeit werde eine Anhebung der Fördermenge von 300 000 bis 1,5 Millionen Barrel täglich diskutiert, erklärt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. "Ein Anstieg um mehr als eine Million wäre aber völlig unrealistisch."

Hintergrund des Treffens ist die seit Anfang 2017 eingerichtete Fördergrenze durch das sogenannte "Opec+"-Bündnis. Dieses besteht aus den Opec-Ländern und weiteren grossen Ölproduzenten wie Russland. Offenbar gibt es Bestrebungen, das eigentlich auf Zeit angelegte Bündnis zu einem dauerhaften Bund umzuwandeln./jsl/jha/

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Ölpreise fallen - aber

Ölpreise fallen - aber unterschiedlich stark

Die Ölpreise sind am Montag gefallen, wenn auch unterschiedlich stark. Der Preis für Rohöl aus der Nordsee gab deutlich nach, während für amerikanisches Leichtöl nur etwas weniger bezahlt werden musste. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,14 US-Dollar. Das waren 1,41 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank dagegen nur um 23 Cent auf 68,35 Dollar.

25.06.2018 08:07

Marktbeobachter begründeten die unterschiedlich starke Preisreaktion der beiden wichtigsten Ölsorten der Welt mit dem absehbaren Angebot. Am Wochenende hatte das Bündnis Opec+, bestehend aus dem Ölkartell Opec und anderen grossen Förderern wie Russland, eine Ausweitung der Tagesförderung um etwa eine Million Barrel beschlossen. Der Grossteil des zusätzlichen Öls geht aufgrund von Handelsbeziehungen nach Europa und Asien. Der US-Ölpreis ist daher weniger von der Ausweitung betroffen.

Wie viel zusätzliches Rohöl tatsächlich auf den Markt kommen wird, ist selbst Fachleuten nicht ganz klar. Wichtigster Grund dafür ist, dass nur wenige grosse Produzenten dazu in der Lage sind, ihre Ölproduktion kurzzeitig nennenswert auszuweiten. Dazu zählen insbesondere die beiden Ölriesen Saudi-Arabien und Russland, die auch am stärksten auf eine Förderanhebung hingewirkt hatten./bgf/jha/

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USA wollen weltweite

USA wollen weltweite Ölimporte aus dem Iran auf Null reduzieren

(Ausführliche Fassung) - Die USA wollen nach ihrem Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran dem Land mit einem Total-Embargo beim Öl die wichtigste Einnahmequelle nehmen. Es sei richtig, dass die USA mit Hilfe eines strikten Sanktionsregimes Ölimporte anderer Länder aus dem Iran auf Null reduzieren wollen, sagte ein ranghoher Beamter des US-Aussenministeriums am Dienstag in Washington. Ziel sei der 4. November. "Wir werden in etwa einer Woche mit unseren Partnern im Nahen Osten in Kontakt treten, im sicherzustellen, dass das weltweite Ölangebot nicht betroffen sein wird", betonte er.

26.06.2018 20:06

Die USA seien sich im klaren, dass dies bei den US-Verbündeten nicht nur auf Zustimmung stossen werde, besonders bei Öl-Importeuren. "Der Grund, warum sie es dennoch machen werden, ist ihre Beziehung zu uns", betonte er. Grundsätzlich seien alle Länder betroffen, es stünden Gespräche unter anderem mit China, Indien und der Türkei bevor.

Sollte es den USA gelingen, die iranischen Öl-Exporte massiv zu beschränken, würde das Land in eine schwere Krise gestürzt. Rund 70 bis 80 Prozent aller Exporterlöse des Iran stammen aus dem Erdölsektor.

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai den einseitigen Rückzug seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran angekündigt und im Rahmen des Abkommens ausgesetzte Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik wieder eingesetzt. Trump hatte in den vergangenen Tagen von ersten Erfolgen der Politik gesprochen, die der Beamte des Aussenministeriums als "Strategie des maximalen ökonomischen Drucks" bezeichnete.

Die anderen Unterzeichner des Atomabkommens, darunter auch Deutschland, wollen an der Vereinbarung festhalten und sich nicht dem Druck der USA beugen, die wirtschaftlichen Verbindungen zum Iran zu kappen. Das Atomabkommen soll durch Auflagen für den iranischen Atombereich verhindern, dass der Iran Nuklearwaffen entwickelt. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO in Wien hat sich der Iran stets an die Abmachung gehalten.

"Der Iran ist ein anderes Land, seit wir ausgestiegen sind", sagte Trump. Teheran habe sein aggressives Verhalten in der Region bereits geändert. Nach Überzeugung des Aussenministeriums bekommt die Regierung in Teheran auch den Druck aus der eigenen Bevölkerung über die wirtschaftliche Situation zu spüren. Die Menschen im Iran seien es leid, ständig die Folgen der Politik elitärer Kleriker ausbaden zu müssen./dm/DP/he

(AWP)

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