Palladium

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Ramschpapierhaendler
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Palladium

:evil:

Peter Lustig
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Palladium

Wink Kein Grund Jemanden eifersüchtig zu machen.

Ich glaube vor einem Jahr haben einige hier im Forum physisches Gold (nach)gekauft. Die Rally damals war einfach zu verführerisch... :roll:

Ich habe einfach (noch) immer das typische Ungeduld-Trader-Profil:

- Gewinne verkaufe ich zu früh

- Einsteigen tue ich meistens auch zu früh

...nur die Verluste, wenigstens die realisiere ich konsequent. Ich hatte anno 2007 z.B. mal Cytos (CYTN) zu 158CHF gekauft und nach Beginn der Finanzkrise mit -25% Verlust geschmissen. Heute steht der Kurs bei 8 CHF... :twisted:

fritz.
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Palladium

Peter Lustig wrote:

Ich glaube vor einem Jahr haben einige hier im Forum physisches Gold (nach)gekauft.

Ich habe damals aus einer Art Torschlusspanik gekauft, ich hatte irgendwie das Gefühl, dass das Sommerloch entgegen seinen üblichen Gepflogenheiten ausfallen würde. Das war aber falsch, trotzdem habe ich jetzt wieder das gleiche Gefühl...

Im Moment habe ich bei Palladium den Finger wieder direkt vor der Kaufen-Taste....

NACHTRAG: Jetzt habe ich bei 810 gekauft - ein klares Zeichen, dass es abwärts gehen wird...

Gruss

fritz

Peter Lustig
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Palladium

Wir werden sehen Smile

Bis jetzt sieht dein einstiegszeitpunkt gut aus.

fritz.
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Palladium

Heute ist mal wieder so ein Tag, wo Palladium und andere Metalle gehandelt werden, ich aber tatenlos zuschauen muss, weil meine ETFs nur zu Schweizer Börsenzeiten gehandelt werden.

Hoffentlich gibt es heute keinen Crash. :roll:

Gruss

fritz

Meerkat
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Palladium

@fritz

Hast du mir einen Link wo die Edelmetallpreise zu sehen sind (bin in Platin)

Thanks

"Das Fass ist übergelaufen"

fritz.
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Palladium

Zum Beispiel bei http://www.kitco.com/charts/liveplatinum.html

oder

http://www.godmode-trader.ch/platin/platinpreis

Ich glaube, der Zweite ist sogar Echtzeit, jedenfalls immer etwas schneller als der Erste.

Gruss

fritz

Meerkat
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Palladium

Besten Dank fritz.

Weiss eigentlich nicht so recht, ob mich mich das echt interessieren muss, da es eine langfristige Investition sein soll(te). Aber das tägliche sich etwas freuen oder ärgern macht eben einen Unterschied zum Sparkonto aus.

"Das Fass ist übergelaufen"

fritz.
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Palladium

fritz wrote:

Heute ist mal wieder so ein Tag, wo Palladium und andere Metalle gehandelt werden, ich aber tatenlos zuschauen muss, weil meine ETFs nur zu Schweizer Börsenzeiten gehandelt werden.

Da werden die Nerven mal wieder strapaziert. Hoffentlich bleibt der Tagesschluss über 800.-... wobei es ja in diesem Falle gar keinen Schluss gibt, bald beginnt ja im Osten der neue Tag... :roll:

Gruss

fritz

Peter Lustig
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Palladium

ich nutze meistens folgenden Link für Edelmetall Charts:

http://www.boerse-go.de/Palladium/Palladiumpreis/Profichart

fritz.
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Palladium

Seit ein paar Tagen sieht der Palladiumchart wieder deutlich gesünder aus.

Dabei ist mir aufgefallen, dass er angestiegen ist, als Gold und Silber runterging, heute ist es umgekehrt.

Dadurch habe ich Mühe festzustellen, ob sich jetzt Palladium wie ein Edelmetall oder wie ein Industriemetall verhält...

Gruss

fritz

fritz.
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Palladium

Auch heute zeigt Palladium wieder sein Eigenleben, und ein Erfreuliches: zeitweise 4% im Plus. Biggrin

Gruss

fritz

fritz.
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Palladium

Heute das gleiche Bild - Gold und Silber geht runter, gleichzeitig steigt Palladium.

Da kann man sich mal über das eine, dann über das andere freuen - Biggrin - insgesamt ist es (natürlich nur kurzfristig) eine Nullnummer... Lol

Gruss

fritz

fritz.
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Palladium

Gar kein guter Wochenstart... Sad :

http://www.kitco.com/charts/livepalladium.html

Gruss

fritz

Sallatunturi
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Palladium

@ fritz

Palladium ist wie Rhodium, Oridion etc ein Industrieprodukt.

Wenn nun in der Wirtschaft von Sparen die Rede ist, und Abbau von Leistungen, respektive die Märkte ein schwächeres Wachstum prognostizieren (event Deflation), werden diese Metalle weniger nachgefragt = Rückgang des Preises

PnF market student
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Pall

fwiw:

http://stockcharts.com/freecharts/gallery.html?$PALL

am 3.8. gabs ein Verkaufsignal im pnf-chart "bullish signal reversed", etwas support um 700

PnF market student
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update...

PnF-Chart: Pall reversed... nun in einer X-Kollonne...

würde bei 750 im pnf-chart ein double-top buy-signal geben..

fritz.
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Palladium

Ich bin mir immer noch nicht klar, wie es weiter geht. Wird Palladium dem Trend eines Industriemetalles folgen (wie Sallatunturi meint) oder dem Trend eines Edelmetalles (wie ich hoffe!!). Oder ein wenig von beidem...

In den letzten Jahren hat Palladium von allen Edelmetallen den saubersten Aufwärtstrendkanal gezeigt, bis es dann Mitte Februar eingebrochen ist und seither in einem breiten Seitwärtskanal liegt.

Wahrscheinlich war dieser Aufwärtstrendkanal so schön, weil zu der Zeit Rohstoffe UND Edelmetalle gestiegen sind.

Aber wie geht es weiter?

Was meint MF dazu (und natürlich auch andere)?

Gruss

fritz

MarcusFabian
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Palladium

fritz wrote:

Ich bin mir immer noch nicht klar, wie es weiter geht. Wird Palladium dem Trend eines Industriemetalles folgen (wie Sallatunturi meint) oder dem Trend eines Edelmetalles (wie ich hoffe!!). Oder ein wenig von beidem...

Eher Industriemetall, ähnlich wie Silber.

Hatte Palladium denn schon jemals monetäre Bedeutung? Ich glaube nicht.

PnF market student
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Palladium

genau, Industriemetall,

zeitweise hat Palladium in den letzten Jahren besser performed, neulich ist jedoch Gold relativ stärker (Safe-Haven).

richtet sich nach Angebot und Nachfrage.

Hauptlieferanten m.W. Russland und Südafrika.

Verbrauch: Automobilindustrie und Elektronik.

etc. es gibt 40x-mal(?) weniger Palladium als Gold.

Chart (Rel.Str. bzw. Ratio Gold/Pall.)

http://tinyurl.com/3j674h5

fritz.
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Palladium

MarcusFabian wrote:

Eher Industriemetall, ähnlich wie Silber.

Und was schliesst du daraus betreffend dem zu erwartenden Kurs?

Gruss

fritz

MarcusFabian
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Palladium

Gar nichts. Ich verfolge Palladium nicht.

fritz.
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Palladium

Hier gibt es eine Antwort auf meine Frage:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Weshal...

Laut diesem Bänkler wird Palladium zu 84% von der Industrie verwendet.

Gruss

fritz

bengoesgreen
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Palladium

Danke fritz, ist auch interessant was er zum grossen Bruder von Palladium sagt. Dort liegt überproportional was drin denke ich.

3) Φιλαργυρία

Elias
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Auto-Rekord vergrössert Palladium-Engpass

Die Nachfrage nach Palladium liegt bereits das zweite Jahr in Folge höher als das Angebot. Schuld ist der Absatz bei den Autoherstellern. Der Preis des Metalls dürfte weiter zulegen.

Der Abbau in den Bergwerken stagniert, während der Absatz bei den Autoherstellern - den größten Abnehmern - Rekordzahlen erreicht. Palladium hat im vergangenen Quartal die beste Entwicklung unter zehn Industriemetallen und den Edelmetallen verzeichnet, und der Preis des silberweißen Metalls dürfte im laufenden Jahr weiter zulegen.

Der Palladium-Bedarf wird die Produktion in diesem Jahr um 511'000 Unzen übertreffen, schätzt Barclays. Das entspreche in etwa der Menge, die die Autoindustrie innerhalb von sieben Wochen benötige. Morgan Stanley geht davon aus, dass der Engpass bis mindestens 2017 anhalten wird, und prognostiziert für 2014 im Jahresschnitt einen Rekordpreis.

Palladium wird im vierten Quartal 2013 einen Preis von wenigstens 770 Dollar je Unze erreichen, erwarten die drei Top- Prognostiker für Edelmetalle, die Bloomberg Rankings im Laufe der vergangenen zwei Jahre beobachtet hat. Der Palladium-Preis würde damit um 14 Prozent zulegen. Auch Hedgefonds wetten so stark auf steigende Preise wie seit mindestens drei Jahren nicht mehr. Im Jahresschlussquartal hatte der Preis um 10 Prozent zugelegt, während Platin, Silber und Gold sich verbilligten.

“Palladium sieht sehr gut aus”, sagt John Stephenson, Portfoliomanager bei First Asset Investment Management in Toronto. “Die Nachfrage der Anleger nach Palladium ist ziemlich stark. Außerdem gibt es den Autonachfrage-Kick.”

Ein Großteil des Palladiumbedarfs entstammt der Autoherstellung, weil das Metall für den Bau von Abgaskatalysatoren verwendet wird. Ein Autokatalysator enthält laut Kat-Hersteller Johnson Matthey Plc in London im Schnitt etwa 4 Gramm Palladium, Platin oder Rhodium. Morgan Stanley erwartet in den kommenden fünf Jahren eine Rekordnachfrage nach Katalysatoren.

Wetten fast verdreifacht

Der weltweite Autoabsatz hat 2012 erstmals die Marke von 80 Millionen durchbrochen und dürfte im laufenden Jahr um 2,4 Prozent auf 82,7 Millionen Fahrzeuge anziehen, erwartet LMC Automotive, ein Analysehaus in Oxford, England. Die Amerikaner werden demnach das vierte Jahr in Folge mehr Fahrzeuge kaufen - das wäre die längste Serie seit den 1940er Jahren. In China wird mit 2013 mit einem Anstieg der Autoverkäufe um etwa 10 Prozent gerechnet, sagte Xu Changming vom staatlichen Informationszentrum, das Teil der obersten Wirtschaftsplanungsbehörde ist.

Das Angebot aus der Minenproduktion und Vorratsverkäufen wird Barclays zufolge in diesem Jahr um 0,3 Prozent steigen, nachdem 2012 ein Rückgang um nahezu 11 Prozent verzeichnet worden war. Die Proteste gegen die Lohnpolitik der Bergwerke in Südafrika, die im August 2012 in den Platinminen begonnen haben, werden in diesem Jahr wohl zu weiteren Betriebsstörungen führen, erklärte Tim Murray, ein General Manager von Johnson Matthey, im November bei einer Konferenz in New York.

Die Verkäufe aus den staatlichen russischen Vorräten werden in diesem Jahr auf 200'000 Unzen sinken, schätzt Barclays. Im Jahr 2010 hatten sie sich noch auf eine Million Unzen belaufen. Die Reserven - ein wohl gehütetes Staatsgeheimnis - sind nach Einschätzung von Johnson Matthey nahezu aufgebraucht.

Hedgefonds und andere Großinvestoren haben ihre Wetten auf steigende Preise seit Anfang November fast verdreifacht. Das geht aus Daten der US-Optionsmarktaufsicht CFTC hervor, die bis Dezember 2009 zurückreichen. Im Verlauf dieser Datenreihe waren die Hedgefonds mit Blick auf die Preisentwicklung nie optimistischer. Der US-Markt für Palladium-Futures wird der New York Mercantile Exchange zufolge mit rund 2 Mrd. Dollar bewertet.

Risiko für die Nachfrageentwicklung

Der erwartete Preisanstieg für Palladium stellt allerdings auch ein Risiko für die Nachfrageentwicklung dar. Zwischen 1999 und 2002, als der Preis ein Rekordhoch erreicht hatte, schränkten die Autobauer ihren Verbrauch um 48 Prozent ein. Die im Jahr 1999 verzeichnete Menge wurde Daten von Johnson Matthey zufolge erst 2011 wieder erreicht.

Die laut Bloomberg-Daten treffsichersten Prognostiker gehen allerdings nicht davon aus, dass sich diese Entwicklung 2013 wiederholen wird. Chef-Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank AG in Frankfurt erwartet für das vierte Quartal einen durchschnittlichen Palladiumpreis von 950 Dollar, während Michael Widmer von Bank of America in London 800 Dollar je Unze prognostiziert. Tom Kendall, Leiter der Edelmetallanalyse bei Credit Suisse Group AG in London, rechnet mit 770 Dollar.

Zuletzt kostete Palladium am Kassamarkt 695,43 Dollar je Feinunze. Der Preis liegt noch immer um 40 Prozent unter seinem Rekordhoch von 2001 bei 1125 Dollar.

“Die Erwartungen für Palladium sind sehr optimistisch”, sagt Frank Holmes, Chef von U.S. Global Investors Inc. in San Antonio. “Die Lagerbestände an Palladium in Russland sind geschrumpft, und auf der Nachfrageseite haben wir die Schwellenländer und die Autoverkäufe.” http://www.cash.ch/news/top_news/autorekord_vergroessert_palladiumengpas...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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Elias
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«Palladium bietet mehr Potenzial als Gold»

Christian Beerli, Executive Director Securities Division bei Goldman Sachs, und Robin Lemann, Public Distribution Team Schweiz bei UBS, im Interview mit Swissquote.

 

Swissquote: Wie sehen Sie die Entwicklung der Edelmetalle für die nächsten Wochen?
Goldman Sachs: Geopolitische Entwicklungen und die Verfassung der US-Konjunktur waren in der ersten Jahreshälfte die entscheidenden Treiber der Goldpreisentwicklung. Während Krisen wie in der Ukraine den Goldpreis steigen liessen, sorgten gute Wirtschaftsdaten aus den USA für rückläufige Notierungen. Beide Einflussfaktoren führten dazu, dass der Goldpreis zuletzt um die Marke von 1300 $ je Feinunze schwankte. Unsere Analysten von Goldman Sachs Global Investment Research (GIR) gehen davon aus, dass die guten Konjunkturnachrichten aus Übersee anhalten könnten, und sehen daher eher rückläufige Goldpreise. Auf Sicht von zwölf Monaten ist durchaus ein Preisrückgang auf 1050 $ je Feinunze denkbar.

UBS: Bei der Betrachtung von Gold, Silber, Palladium und Platin sehen wir kurz- bis mittelfristig am meisten Potenzial für Palladium. UBS CIO WM Research gewichtet das Edelmetall in einem breiten Rohstoffportfolio, das neben Edelmetallen auch die restlichen Rohstoffsektoren umfasst, aktuell mit 7,5%. Der neben der Schmuckindustrie hauptsächlich in der Automobilindustrie verwendete Rohstoff hat seit Jahresbeginn bereits mehr als 21% zugelegt und steht aktuell bei 870.75 $ pro Unze. Im selben Zeitraum ist Gold knapp 11% gestiegen. Die Analysten von UBS CIO WM Research sehen trotz dieser bereits anschaulichen Entwicklung weiterhin Potenzial nach oben. Das Dreimonats-Kursziel von UBS CIO WM Research für Palladium steht aktuell bei 875 $ und das Zwölfmonats-Kursziel bei 900 $ pro Unze. Bei Gold erwarten die UBS-Analysten für die nächsten zwölf Monate eine Korrektur mit Kursziel 1105 $ pro Unze.

Swissquote: Werden Edelmetalle immer noch als sicherer Hafen angesehen?
Goldman Sachs:
Betrachtet man den Rohstoffsektor als Ganzes und bezieht vor allem auch den Ölpreis mit ein, so werden Rohstoffe gerne als eine Art «Hedge» gegen geopolitische Risiken angesehen. Aus diesem Grund stuft Goldman Sachs den Rohstoffbereich auch insgesamt mit «Neutral» ein, obwohl von einem Preisrückgang ausgegangen wird.

UBS: Aus Anlegersicht hat diese These nach wie vor Gültigkeit. Wobei nicht alle Edelmetalle in einen Topf geworfen werden sollten. Aufgrund verschiedener Verwendungszwecke der Metalle gibt es unterschiedliche Einsatzgebiete und damit verbundene Nachfrageaufkommen. Würde man die verschiedenen Edelmetalle mit Schachfiguren vergleichen, dann käme Gold die Rolle des Königs zu. Der König bringt während einer Schachpartie zwar nicht viel Nutzen, trotzdem braucht man ihn, um die Partie überhaupt gewinnen zu können. Das gelbe Edelmetall ist wohl die einzige Anlage, die auch noch in Hunderten von Jahren eine gewisse Wertbeständigkeit aufweisen wird.

Swissquote: Wie werden die Rohstoffpreise reagieren, falls es eine starke Marktkorrektur gibt?
Goldman Sachs: Es kommt immer darauf an, was der Auslöser der Marktkorrektur ist. Wenn der Kursrückgang die Folge von politischen Spannungen war, so kam es in der Vergangenheit mitunter zu einem Kursanstieg bei Rohöl oder auch bei Gold.

Swissquote: Wie können Anleger in diesem Zusammenhang die Swiss-Dots-Produkte nutzen?
Goldman Sachs: Auf Swiss Dots bietet Goldman Sachs aktuell mehr als 12’700 Warrants an. Davon beziehen sich jeweils mehr als 400 auf Gold und auf Silber. Bei beiden Basiswerten sind in etwa die Hälfte Calls, die sich prinzipiell bei Erwartung steigender Gold- oder Silbernotierungen eignen. Die Puts hingegen eignen sich für die Spekulation auf rückläufige Notierungen des jeweiligen Edelmetalls. Auch auf Platin und Palladium finden Anleger ein grosses Angebot.

UBS: UBS bietet auf Swiss Dots eine vielseitige Auswahl von Hebelprodukten auf Gold, Silber, Palladium und Platin an. Dabei stehen den Investoren sowohl Call als auch Put Warrants mit verschiedenen Laufzeiten zur Verfügung. Anlegern, die es bevorzugen, mit grösserem Hebel zu investieren, stehen zudem sowohl Mini-Futures als auch Warrants zur Verfügung.

http://www.fuw.ch/article/palladium-bietet-mehr-potenzial-als-gold/

 

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Zyndicate
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Der Run auf Palladium wird

Der Run auf Palladium wird immer absurder

Der starke Preisanstieg von Palladium lässt nicht nur alle anderen Edelmetalle alt aussehen. Er hat auch Auswirkungen auf den Handel mit gestohlenen Autoteilen.

13.02.2019 15:00

Von Ivo Ruch

Was haben Autodiebe und die Rohstoffmärkte gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts. Auf den zweiten Blick jede Menge. Denn Palladium ist das Edelmetall der Stunde. In den letzten 52 Wochen hat sich sein Preis pro Unze um 40 Prozent verteuert. Allein in diesem Jahr beträgt die Performance mehr als 10 Prozent, das Allzeithoch bei 1437 Dollar wurde am 17. Januar erreicht.

Somit ist Palladium wertvoller als Gold, das in den letzten Monaten ebenfalls von erhöhter Nachfrage profitiert hat und aktuell bei 1311 Dollar pro Unze steht. Das wiederum bringt uns zurück zu den Autodieben. Weil Palladium zur Herstellung von Katalysatoren in Automobilen verwendet wird, werden nun offenbar vermehrt Auspuffanlagen gestohlen. Wie das "Wall Street Journal" schreibt, bekommt man auf dem US-Schwarzmarkt für eine Auspuffanlage zwischen 150 und 450 Dollar - je nach Modell.

Hinter dem Palladium-Boom steckt die grosse Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Als Folge der Diesel-Krise nimmt die Beliebtheit von Benzinmotoren und alternativen Antrieben laufend zu. Palladium – wie auch Rhodium und Platin – kommt gerade bei Benzin-Katalysatoren zum Einsatz. Und auch Hybrid-Elektroautos benötigen zur Senkung des Schadstoffausstosses diese wertvollen Metalle.

Gleichzeitig herrscht auf dem Palladiummarkt seit Jahren Knappheit. Produzenten aus Russland und Südafrika scheinen nur sogar ihre Palladium-Bestände zu horten, in der Hoffnung auf noch höhere Preise. Zuletzt sorgten auch die zunehmenden politischen Spannungen zwischen Russland und den USA für Preisanstiege.

Preise bald an der Decke?

Diese Knappheit dürfte sich laut Beobachtern auch 2019 fortsetzen. Die Rohstoffexperten der UBS rechnen mit einem Defizit von rund 5 Prozent der globalen Nachfrage. "Trotz eines grösseren Altmetallangebots dürfte das vorhandene Angebot beschränkt bleiben. Gleichzeitig dürfte das Minenangebot nur begrenzt wachsen", schreiben sie in einer Analyse.

Auch auf der Nachfrageseite gibt es indes Risiken. So zeichnen sich in zwei der grössten Märkte, China und Europa, rückläufige Autoverkäufe ab. Zumal die Verwendung in Katalysatoren rund 80 Prozent der gesamten Palladiumnachfrage ausmacht.

Und noch etwas könnte den Palladiumpreis unter Druck setzen: Die mittlerweile hohen Kosten für Palladium könnten Autohersteller zum Umdenken zwingen. Es ist durchaus vorstellbar, dass das viel günstigere Platin – wie schon früher – wieder in Benzin-Katalysatoren verbaut wird, auch wenn diese Umrüstung Zeit bräuchte. Deshalb ein Tipp an die Auspuff-Diebe: Verkaufen Sie Ihre Beute lieber heute als morgen.

Preisveränderungen von Edelmetallen

Metall* Performance 2019, in % Perf. 52 Wochen, in %
Palladium +11,3 +40,7
Gold +2,6 -2,8
Silber +1,4 -7,6
Platin -0,7 -20,7

*Angaben in Dollar und Unze (Quelle: cash.ch)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
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Analysten warnen vor Blase

Analysten warnen vor Blase beim heissestem Rohstoff 2019

Angesichts des raschen, defizitgetriebenen Anstiegs von Palladium warnen einige Analysten vor einer wachsenden Korrekturgefahr.

03.03.2019 19:03

Innerhalb von vier Monaten ist der Preis für das silbrig-weisse Metall um 40 Prozent geklettert und hat wiederholt Rekordhochs erreicht, da sich das Angebotsdefizit verstärkt und die Nachfrage zunimmt. Palladium wird beispielsweise in Katalysatoren für Schadstoffemissionen in Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor verwendet. Unter den von Bloomberg verfolgten Rohstoffen weist es in diesem Jahr die beste Performance auf, und die Gefahr eines Streiks durch eine Bergbaugewerkschaft beim wichtigen Produzenten Südafrika hat diese Woche zusätzlichen Auftrieb gebracht.

Während Palladium seinen Vorsprung gegenüber anderen Metallen ausweitet - einschliesslich einer Differenz von fast 700 Dollar gegenüber dem Schwestermetall Platin -, sagen Banken wie Saxo Bank und die Commerzbank, dass die Zugewinne zunehmend unhaltbar erscheinen. Die beiden Metalle sind möglicherweise als emissionsmindernde Katalysatoren in Fahrzeugen austauschbar, jedoch erfordert ein Wechsel Zeit und Geld für Forschung.

"Palladium hat den Bereich einer Blase erreicht", sagt Ole Hansen, Leiter Rohstoffstrategie der Saxo Bank, per E-Mail. "Aber solange sich die Aussichten für ein knappes Angebot oder eine veränderte Nachfragedynamik der Verbraucher nicht ändern, könnte der Preis weiter steigen." Das Metall hatte im Wochenverlauf ein neues Rekordhoch erreicht.

Anzeichen, dass Palladium zunehmend von traditionelleren Faktoren wie Konjunkturdaten und Anlegerstimmung getrieben wird, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, „dass schliesslich die rosarote Brille abgenommen wird und die Preise wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren“, sagte Georgette Boele , Koordinator der Devisen- und Edelmetallstrategie der ABN Amro Bank. „Sollte dies passieren, könnte der Ausverkauf sehr dramatisch ausfallen, da die Preise auf ein fast exponentielles Niveau gestiegen sind. Also würde ich sagen, schnallen Sie sich gut an. “

Die Commerzbank warnte ausserdem, dass der Rohstoff "immer mehr Anzeichen für eine Blase zeigt." Joni Teves, Stratege bei der UBS, sagte, es bestehe die Möglichkeit erheblicher Rückschläge, auch wenn die Marktteilnehmer jetzt davon sprechen, dass der Preis des Metalls 2.000 Dollar erreichen kann.

Eignung von Platin als Ersatzmaterial wird heruntergespielt

Anglo American Platinum erwartet, dass die drei wichtigsten Metalle der Platingruppe - einschliesslich Rhodium - 2019 wieder insgesamt ein Defizit aufweisen werden, da die Nachfrage aus der Automobilindustrie steigt, selbst bei wenig oder gar keinem Wachstum des Autoabsatzes, da die durchschnittliche Fahrzeuggrösse zunimmt und die Emissionsvorschriften verschärft werden.

Mehr als 80 Prozent des Palladiums entsteht als Nebenprodukt aus dem Nickelabbau in Russland und dem Platinabbau in Südafrika, daher hängt das Angebot vom Förderniveau der anderen Mineralien ab. Die Eignung von Platin als Ersatzmaterial wurde ebenfalls heruntergespielt - Untersuchungen haben ergeben, dass technologische Fortschritte erforderlich sind, bevor die gleiche Leistung wie bei Katalysatoren auf Palladiumbasis erreicht werden kann, sagt Johnson Matthey, der Hersteller der Produkte.

Palladium erhielt weitere Impulse von einem geplanten Streik in Südafrika, sagte Gavin Wendt, leitender Rohstoffanalyst bei MineLife Pty. „Endverbraucher und Händler werden sich zunehmend um das Angebot sorgen. Zudem hat die Aufwärtsbewegung von Palladium weniger mit kurzfristigen spekulativen Faktoren zu tun, als vielmehr mit einem fundamentalen Ungleichgewicht bei Angebot und Nachfrage in dem Markt."

(Bloomberg)

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