Rohstoff-Investments aus Sicht eines CH-Anlegers!

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07.06.2011 10:22
#1
Bild des Benutzers Karat1
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Rohstoff-Investments aus Sicht eines CH-Anlegers!

Rohstoffe

7.6.2011

Die immer weiter wachsende Weltbevölkerung, verlangt immer mehr nach Rohstoffen wie:

Kupfer, etc.

Gold / Silber

Wasser

Rohöl

Agrarprodukte

Das Problem ist, dass Rohstoffe jeglicher Art nicht beliebig verfügbar sind. Die Preise für bestimmte Rohstoffe werden also unweigerlich steigen. Die einten mehr, andere weniger. Für die Anleger ist es nicht immer einfach, heraus zu spüren, welches gerade der richtige Rohstoff für eine gewinnbringende Anlage ist. Wichtig ist auch, das geeignete Anlagevehikel zu wählen. Im weitern spielt bei Rohstoffanlagen auch meistens das Währungsrisiko mit. Bestimmte Rohstoffe (Gold, Silber, Kupfer)haben ja auch bereits angezogen und da stellt sich die Frage, ob man diesen Kursen noch nachlaufen soll.

Meine Fragen:

Welche Rohstoffe werden in den nächsten Monaten für einen CH-Anleger die

beste Performance hinlegen?

In welche Rohstoffe soll ein Normalanleger wie ich investieren?

Welche Anlageprodukte (Fonds, ETF, etc.? eignen sich am besten für einen „normalen“ Anleger wie mich?

Wie kann sich der Anleger sinnvoll gegen die Währungsrisiken beim Kauf solcher Anlagen absichern?

Welche Ereignisse bewegen die Rohstoffmärkte im positiven wie im negativen Sinn.

Wie immer besten Dank für Deine Ansichten und Ausführungen.

Den übrigen Teilnehmern danke ich für eine angeregte aber "geordnete" Diskussion.

Karat

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

08.06.2011 08:47
Bild des Benutzers Elias
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Rohstoff-Investments aus Sicht eines CH-Anlegers!

Quote:

Den Fallen im Rohstoff-Boom ausweichen

Die einfache Rechnung, dass Preise steigen, weil sich Angebots- und Nachfragekurven verschieben, geht auf dem Papier auf. Im Markt aber nicht immer:

Seltene Erden sind beispielsweise gar nicht so selten, sie werden nur nicht gefördert. Neue Anbieter können das Preisgefüge völlig verändern. Ebenso neue Technologien: Der Preis für das Edelmetall Ruthenium notierte mit kurzen Ausnahmen bis 2006 unter der 100-Dollar-Grenze pro Unze bis eine neue Anwendung in Computer-Laufwerken den Preis innert eines Jahres auf 850 Dollar schnellen liess. Als die Ruthenium-Förderer dann die Nachfrage wieder befriedigen konnten, kollabierte der Preis.

http://www.cash.ch/news/alle/den_fallen_im_rohstoffboom_ausweichen-10434...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.06.2011 11:31
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Re: Rohstoff-Investments aus Sicht eines CH-Anlegers!

Karat1 wrote:

Welche Ereignisse bewegen die Rohstoffmärkte im positiven wie im negativen Sinn.

Schocks wie Naturkatastrophen, politische Entscheide uä

Rohstoffe unterliegen dem Schweinezyklus, wenn die Preise steigen, wird investiert und je länger es dauert, bis "geerntet" werden kann, desto grösser wird dann das Überangebot werden.

Beispiel Öl und Gas: es dauert Jahrzehnte, um von Enteckung neuer Vorkommen eine "Ernte" an den Märkten einzufahren. Denk nur daran, wie schwierig es ist, eine Pipeline durch verschiedene Staaten zu bauen.

Schauen wir, was kürzlich/derzeit bezüglich Gas für Europa gebaut wird: North-Stream u. South-Steam (russ. Gas), Nabucco (kaspisches Gas).

Diese Projekte sind BIG und wenn sowiel Gas geliefert wird, braucht es auch Abnehmer (zB Gaskraftwerke). Vor dem Bau muss aber gesichert sein, dass es diese Abnehmer gibt, die Gaskraftwerke betreiben wollen und nicht zB Atomkraftwerke.

Gaskraftwerke benötigt man auch, wenn man auf Windräder oder Solar setzt, die manchmal Ausfälle haben; dann wird richtig eingeheizt (was ökonomisch keinen Sinn macht, denn ökonomischer wäre es, die Gaskraftwerke richtig auszulasten).

Öl/Gas sind sicher Extrembeispiele, aber auch für die Agrarprodukte kann Zeit vergehen, wenn neue Anbauflächen gewonnen werden sollen.

Das Gequatsche von "Erschöpfung der Resourcen" sollte nicht die Grundlage für Investitionsentscheidungen sein, denn diese Resourcen werden nicht so schnell ausgehen. Wichtig sind die Investitionszyklen.