Rohstoffe

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23.10.2007 13:52
#1
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Rohstoffe

Gemäss Jim Rogers sollte man nun Soft-Commodities kaufen. http://www.investchannel.ch/investtalk/Interview-Jim-Rogers.aspx

Wie ist Eure Meinung bezüglich Rohstoffen generell? ich meine die meisten Preise sind massiv angestiegen. Ist es nicht zu spät. Weizen notiert auf dem Höchst, Gold sowieso, Crude Oil ebenfalls, Kupfer auch. Ich meine, wenn China mal ein schwächeres Wachstum aufweist, dann werden doch auch die Rohstoffpreise ins Rutschen kommen, oder?

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13.03.2008 15:03
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Re: hi

weico wrote:

...die Börse eine kurzfristige Rally hinlegen wird und die Rohstoffe und Edelmetalle darunter (kurz aber heftig) leiden werden.

Genau das ist ja in den letzten Tagen schon eingetroffen...

Die Frage ist nur: War's das schon, oder gibt es nochmals einen Schub?

Ich behalte mein Silber im Moment mal noch.

Gruss

fritz

12.03.2008 19:45
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Re: hi

callerputter wrote:

Ich denke, dass es für Rohstoff-Investments noch lange nicht zu spät ist.

Dito.

Habe mich heute von meinem Rogers-Rohstoff-Index und Silber-ETF getrennt und bin jetzt wieder VOLL in Bargeld und zwar aus folgender Überlegung:

Ich denke,dass durch die FED-Milliarden,die Zentralbankunterstützungen,die kommende Zinssenkung (und vielleicht auch noch durch eine "überraschende Handlung" von Herrn Trichet die den Dollar "steigen lassen würde :oops: ) die Börse eine kurzfristige Rally hinlegen wird und die Rohstoffe und Edelmetalle darunter (kurz aber heftig) leiden werden.

Besonders mein geliebtes Silber hat so einen steilen Anstieg hingelegt,dass eine solche kurze "Börsenrally" einen heftigen und übertriebenen Kurzsturz möglich werden lässt.

http://news.silverseek.com/CliveMaund/1205128680.php

Ein schöner Artikel über die Rohstoffhausse:

http://zeitenwende.ch/ronald-gehrt/die-woelfe-kommen-naeher/

Nach diesen (meinen erwarteten...) übertreibungen nach Unten, ist dann mein Zeitpunkt gekommen um wieder erneut in Rohstoffe und Silber einzusteigen und auf neue Hochs zuzusteuern Lol 8)

P.S: .mal schauen ob mein Szenario aufgeht und Ich wieder einsteigen darf oder es bei dem jetzigen Jahresplus bleiben wird... :oops:

weico

08.03.2008 14:13
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hi

Ich denke, dass es für Rohstoff-Investments noch lange nicht zu spät ist. Die Bevölkerung wird 2050 auf 9mrd geschätzt. Alle diese Menschen müssen gefüttert werden. Das wird einfach nicht reichen.

Es ist eine einfache logische Überlegung, die aber von niemandem bestritten werden kann.

Freundliche Grüsse

Tobias

An der Wall Street gibt es viele Millionäre. Nicht wenige von Ihnen haben als Multimillionäre begonnnen.

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11.02.2008 01:15
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Rohstoff-Trends in 2008: Was Analystenhäuser erwarten

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

25.11.2007 17:51
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Chancen für den Anleger?

Was tun die Chinesen mit ihrem 1'000 Milliarden Dollar-Bestand? :roll:

1. Werden sie europäische oder amerikanische Unternehmensbeteiligungen suchen? Wenn ja, welche?

2. Um wie viele Prozentwerte werden sie ihren noch kleinen Goldbestand erhöhen?

3. Werden sie weitere, langfristige Rohstoffverträge abschliessen?

4. Wann und in welchem Umfang wird der Renminbi (Yuan) aufgewertet?

Auf jeden Fall werden sie behutsam vorgehen, um nicht ihre goldene Henne (USA) eingehen zu lassen. Dessen darf man gewiss sein. :idea:

29.10.2007 00:10
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Rohstoffe

Endspurt wrote:

Was passiert, wenn China seinen Yuan aufwerten muss? Werden die chinesischen Exporte teurer und die Importe für die Chinesen günstiger. Muss China seine zu kaufenden Rohstoffe weiterhin in Dollars bezahlen oder ist der Yuan schon eine anerkannte "weltweite" Währung und die Importe werden durch den aufgewerteten Yuan billiger?

Das Durchschnittseinkommen eines chinesischen Arbeiters liegt bei monatlich etwa $220. Wenn wir eine sehr hohe Aufwertung von 40% des Remimbi (die Währung heist Remimbi, wird aber in Yuan gezählt) kalkulieren käme der chinesische Arbeiter bei gleichem Lohn in Yuan auf ein Einkommen von etwa $300. Vergleichen wir dieses Einkommen mit dem Mindestlohn in den USA von $5.15 pro Stunde, so bleiben die Chinesen nach wie vor sehr konkurrenzfähig.

Ich meine, dass die USA einfach einen Schuldigen suchen, den sie für ihre hausgemachten Strukturprobleme an den Pranger stellen können. Wirtschaftlich sind das nunmal die Chinesen.

Konkurrenzfähigkeit ist also nicht der Grund für das Zögern der Chinesen. Was also dann?

Eine Aufwertung um 40% würde gleichzeitig die Dollarvermögen um 40% abwerten. Genau das dürfte der Grund sein, dass die Chinesen den Remimbi noch nicht freigeben. Sie werden sicherlich versuchen (siehe oben), ihre Reserven in Sicherheit zu bringen.

Weiterhin muss China erst noch den Binnenmarkt in Schwung bringen.China ist sich bewusst, dass Amerika als Absatzmarkt für chinesische Produkte nicht unbeschränkt zur Verfügung steht. China weiss, dass die USA sich in Zukunft weniger leisten können und dass die Absatzmärkte schrumpfen. Aber an wen sollen die Chinesen sonst ihre Milliarden billiger Turnschuhe und T-Shirts verkaufen, wenn die Amis weniger einkaufen? Richtig, an Chinesen! China hat den grössten Binnenmarkt der Welt. Es fehlt nur noch an Kaufkraft in der breiten Masse.

Muss China weiterhin in Dollars zahlen?

Who cares? Die Chinesen haben mehr als genug Dollars, um ihre Rohstoffe zu bezahlen. Aber das wäre nicht nötig. In den Tigerstaaten erfreut sich der Remimbi bereits grosser Akzeptanz und würde sicherlich bald auch weltweit eine etablierte Währung werden. Allerdings verfügt China noch über kein Finanz- und Bankensystem, dass diesen Namen verdient. Es bedarf also noch einiger Anstrengung und ein paar Jahren harter Arbeit bevor China auch auf finanziellem Sektor als vollständiger Partner akzeptiert wird. Hinzu kommen strittige Fragen über Copyright und Markenschutz.

Das alles sind aber lösbare Probleme.

Chinesische Exporte würden sich natürlich entsprechend der Aufwertung verteuern. Analog verbilligen sich Importe für die Chinesen. Sie kriegen ja nun mehr Dollars und Euros für ihre Yuan und entsprechend auch mehr Öl und Stahl.

Wie können davon ausgehen, dass die chinesischen Führer in erster Linie den Vorteil Chinas im Auge behält. Und das bedeutet, Rohstoffreserven anlegen, Dollarvermögen abbauen und den eigenen Binnenmarkt stärken. Entsprechend weicht China dem amerikanischen Druck aus und spielt auf Zeit bis diese Ziele erreicht sind. Wer kann es ihnen verdenken?

28.10.2007 11:06
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Rohstoffe

Endspurt wrote:

@MarcusFabian: Einmal mehr ein hervorragender "chinesischer" Beitrag.

Ich als Laie frage mich: Was passiert, wenn China seinen Yuan aufwerten muss? Werden die chinesischen Exporte teurer und die Importe für die Chinesen günstiger. Muss China seine zu kaufenden Rohstoffe weiterhin in Dollars bezahlen oder ist der Yuan schon eine anerkannte "weltweite" Währung und die Importe werden durch den aufgewerteten Yuan billiger?

Du überlegst richtig. Die "alten" Industriestaaten würden es ausserordentlich begrüssen, wenn die Chinesen den Yuan frei gäben (Ich hätte ohnehin sehr gerne ein Konto in dieser Währung Wink ). Dies würde der dynamischen, aufstrebenden Wirtschaftsmacht Rechnung tragen. Der Yuan würde rapid vor allem gegenüber Dollar, aber auch gegenüber dem Yen und dem Euro ansteigen. Seine Exporte würden verteuert (zur grossen Freude vor allem der amerikan. Wirtschaft). Die gestiegene chinesische Kaufkraft liesse andererseits die Importe billiger werden. China könnte seine Zinsen wieder senken. Die Tourismusindustrie auch bei uns würde sich die Hände reiben...

Dies hätte aber nicht nur Vorteile: Der "billige" Arbeitsplatz China, von dem auch unsere Industrie profitiert, würde teurer. Das übrige Ausland schickt dann weniger Güter zur Zwischenverarbeitung dorthin.

Ich denke, dass der lenkende Staat diese Entwicklung zwar längerfristig zulassen muss. Zur Zeit will er jedoch dem Aufbau einer machtvollen Industrie, dem rasanten Wachstum, Priorität einräumen.

28.10.2007 10:52
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Rohstoffe

@MarcusFabian: Einmal mehr ein hervorragender "chinesischer" Beitrag.

Ich als Laie frage mich: Was passiert, wenn China seinen Yuan aufwerten muss? Werden die chinesischen Exporte teurer und die Importe für die Chinesen günstiger. Muss China seine zu kaufenden Rohstoffe weiterhin in Dollars bezahlen oder ist der Yuan schon eine anerkannte "weltweite" Währung und die Importe werden durch den aufgewerteten Yuan billiger?

28.10.2007 08:46
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Rohstoffe

@MarcusFabian

Hervorragender Text!

Auch meinerseits danke ich dir herzlich für deine überdurchschnittliche Arbeit auf diesem Board.

Ich gehöre zu den "Profiteuren" und sehe meine "Aufgabe", sprich meinen Beitrag darin, manchmal auf den Überschiessenden Mut und die Ungeduld junger Akteure hinzuweisen und die Derrivatelastigkeit dieses Forums zu "korrigieren". Ich bin eher mittelfristiger Anleger und konservativ, beruflich völlig anderweitig tätig, also kein Profi.

27.10.2007 23:44
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Re: Rohstoffe

warrantman wrote:

Ich meine, wenn China mal ein schwächeres Wachstum aufweist, dann werden doch auch die Rohstoffpreise ins Rutschen kommen, oder?

Ja, kurzfristig

Nein, mittel- und langfristig.

Stell Dir vor, Du bist der chinesische Finanzminister. Da Dein Land massive Handelsüberschüsse mit den USA erwirtschaftet hat, sitzt Du auf einem Berg von US-Dollars in Höhe von $700 Mrd. Oder - weil Du ja Chinese bist - auf 5.6 Billionen Yuan.

Nun siehst Du folgendes: Den Verlauf des US-Dollars:

(Das ist der Dollar im Vergleich zu einem gewichteten Korb wichtiger Währungen: Euro, Yen, Can$, Schwedischen Kronen und Schweizer Franken).

Seit Anfang 2006 ist der Dollar von 92 auf 78 Punkte gesunken. Das sind rund 15%, die der Dollar an Kaufkraft verloren hat. Mit Deinen Reserven von 5.6 Billionen Yuan kannst Du Dir heute nur noch soviel kaufen wie mit etwa 4.76 Billionen Yuan Anfang 2006.

Noch schlimmer: Der Dollar-Index gibt ja nur den Verlust des Dollars gegenüber anderen Papierwährungen an. Doch haben auch EZB, BoJ und SNB in den letzten Jahren massiv Geld gedruckt. (Inflation zwischen 8-12%). Deine Dollars haben alles in allem also eher 20-25% an echter Kaufkraft eingebüsst.

Gibt Dir das zu denken?

Wenn Du Dein Geld wert bist, dann sicherlich. Die Frage ist nun, was kannst Du tun, um den Verfall des Volksvermögens aufzuhalten?

Du musst den Dollar-Berg loswerden, denn Du erkennst, dass Dollars keine Reserve mehr sind sondern vielmehr eine Hypothek. Eine heisse Kartoffel, die man möglichst rasch in haltbarere Werte eintauscht, bevor sie zuviel an Wert eingebüsst hat.

Die Dollars (bzw. US-T-Bills, die Du als Zahlung genommen hast) einfach auf den Markt werfen, geht leider nicht. Dazu ist die Geldmenge einfach zu gross.

Würdest Du $700 Mrd auf den Markt werfen, um damit zum Beispiel Euros und Yen zu kaufen, würdest Du eine Dollar-Panik auslösen. Der Dollar würde sehr schnell abstürzen und zwar schneller als Du ihn loswerden kannst.

Du kannst auch nicht einfach alles Gold und Silber oder allen Stahl und Blei aufkaufen, denn damit würden die Preise dieser Metalle sofort in den Himmel schiessen.

Was also tun? Du musst sehr vorsichtig vorgehen. Du musst die Dollars in homöopatischen Mengen loswerden. Du wirst ganz vorsichtig alle möglichen haltbaren Rohstoffe kaufen. Sei es Silber oder Koks oder Schrott. Wichtig ist einfach, dass möglichst niemand etwas davon erfährt und die Marktpreise einigermassen im Rahmen bleiben.

Ganz klappt das natürlich nicht, denn Deine Kollegen in Japan, Taiwan und Indien tun dasselbe.

Zum Glück gibt's ja auch die pissblöden europäischen Nationalbanken, die die Goldreserven ihrer Länder gegen Dollars verhökern und sich dabei noch besonders schlau vorkommen. Aber auch wenn Du die gesamten 500 Tonnen Gold pro Jahr aufkaufen könntest, das würde den Berg der Dollars auf denen Du sitzt noch nicht drastisch schmälern.

Wenn wir von einer Schwächung des Wachstums Chinas sprechen, dann meinen wir einen Rückgang von 19% Produktionssteigerung auf gesundes Wachstum unter 10%. Das bedeutet aber nicht, dass China weniger Rohstoffe braucht. Wenn das Wachstum in China von 19 auf 6% sinkt und heute 100 Tonnen Eisen benötigt werden, dann bedeutet das, dass nächstes Jahr halt 106 statt 119 Tonnen benötigt werden. Es ist also weiterhin eine Steigerung im Verbrauch. Nur eben eine flachere Steigerung.

Abgesehen davon: Als chinesischer Finanzminister könnte es Dir gut und gerne in den Sinn kommen, dass es sinnvoll wäre, Rohstofflager anzulegen. Metalle lassen sich ja über Jahre lagern. Warum also nicht im Wert sinkende Dollars in an Wert zunehmende Rohstoffe umtauschen solange Du dazu noch Gelegenheit hast?

Die Frage, die uns interessiert, die wir aber kaum beantworten können lautet: Wieviel kauft China ein. Wieviel wird davon wirklich gebraucht und wieviel wird als Inflationsschutz gelagert?

Und China ist ja nur eines der Länder, die auf enormen Dollarbergen sitzen. Japan, Taiwan, Süd-Korea, Indien und die Tigerstaaten sind in einer ähnlichen Situation.

Nicht alle erklären so offen wir Russland oder der Iran, dass sie ihre Dollarreserven abbauen.

27.10.2007 23:17
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Rohstoff Momentum-Screening für den 29.10.2007
23.10.2007 21:09
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Kurzfristig

ist der PUT auf OEL aktuell - siehe dort

23.10.2007 19:30
Bild des Benutzers marabu
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Re: Rohstoffe

warrantman wrote:

Gemäss Jim Rogers sollte man nun Soft-Commodities kaufen. http://www.investchannel.ch/investtalk/Interview-Jim-Rogers.aspx

Wie ist Eure Meinung bezüglich Rohstoffen generell? ich meine die meisten Preise sind massiv angestiegen. Ist es nicht zu spät. Weizen notiert auf dem Höchst, Gold sowieso, Crude Oil ebenfalls, Kupfer auch. Ich meine, wenn China mal ein schwächeres Wachstum aufweist, dann werden doch auch die Rohstoffpreise ins Rutschen kommen, oder?

China: Die Börse muss früher oder später einen Dämpfer erhalten. Aber Börse ist nicht gleich Wirtschaft: In China ist dieser Motor zum Laufen gekommen und er ist nicht mehr zu bremsen. Dasselbe gilt auch für Indien, Brasilien und Vietnam. Der stark ansteigende Konsum (auch wenn leider nicht alle Menschen profitieren werden) macht die Nachfrage nach Rohstoffen grösser.

Wenn du langfristig denkst (fünf bis zehn Jahre im Minimum), kannst du viel Geld verdienen. Smile

23.10.2007 17:42
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Rohstoffe

Ich finde commodities sehr interessant.. Jedoch habe ich den Einstieg auch verpasst.. Laut Rogers befinden wir uns jedoch erst im Aufschwung, noch länger nicht am Ende (er vergleicht es mit dem Aktienboom in den letzten Jahren, wobei wir uns erst in den Ende 90er Jahren befinden würden)..

Ich habe von mehreren Experten nun positive Signale von Zucker erhalten... Werde dies beobachten...

Laut Rogers sollten eher Rookies in Index-Investing (bspw. ETF Rogers Agriculture .. Index) investieren.. Dadurch hält sich das Ganze in Balance und man kann dennoch profitieren..