Rohstoffe

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Bester Rohstoff 2015 gerät unter Druck

Der Rohstoff mit der besten Preisentwicklung im vergangenen Jahr könnte zum grössten Albtraum des Marktes werden.

Die Preise für Kakaobohnen waren bei einer vierjährigen Rally bis 2015 um 60 Prozent nach oben geschossen. Das zwang viele Süsswarenhersteller wie Hershey oder Lindt & Sprüngli dazu, mehr für ihre Produkte zu verlangen.

Im vergangenen Jahr hatte trockenes Wetter auf das Erntevolumen gedrückt - auch in Westafrika, von wo rund 70 Prozent des weltweiten Kakaobohnen-Angebots kommt. Im Dezember stiegen die Futures in London auf 2332 Pfund je Tonne - und damit auf den höchsten Wert seit 2011, als ein Bürgerkrieg die Produktion an der Elfenbeinküste unterbrochen hatte.

Kakaobohnen waren damit im vergangenen Jahr eine Besonderheit. Die Preise legten in London insgesamt um 14 Prozent zu, während fast alle anderen Rohstoffe an Boden verloren. Das Plus war das grösste unter den 24 Rohstoffen, die vom Standard & Poor’s GSCI Spot Index - der um mehr als 25 Prozent eingebrochen war - abgebildet werden.

Preise könnten einbrechen

Rabobank International zufolge könnten die Preise allerdings bis zum vierten Quartal des laufenden Jahres in London auf 1800 Pfund je Tonne einbrechen - ein Minus von rund 17 Prozent im Vergleich zum Dienstag dieser Woche. Die Analysten rechnen mit dem grössten Überangebot in sechs Jahren. Farmer würden davor stehen, ihre Produktion wieder hochzufahren, während zugleich die Nachfrage sinken könne.

Hier sind fünf Gründe für den negativen Ausblick:

1. Farmer-Gewinne

Die Regierung der Elfenbeinküste, die hinter fast 40 Prozent der weltweiten Produktion steht, hat die an Farmer gezahlten Preise das dritte Jahr in Folge erhöht. In der Saison 2015-16 erhalten sie teilweise bis zu 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

2. Schwächere Nachfrage

Angesichts der steigenden Kosten für Kakaobohnen zapfen viele Schokoladenhersteller Lagerbestände an. Das reduziert die Nachfrage für neue Lieferungen. Barry Callebaut, der grösste Verarbeiter, schliesst beispielsweise eine Fabrik in Thailand und reduziert die Produktion in Malaysia.

3. Rückkehr von Regen

Die trockenen Bedingungen, ausgelöst von El Nino, werden wohl von einem vorteilhafteren La-Nina-Effekt ersetzt, der mehr Feuchtigkeit in Anbaugebiete bringt. Das geht aus Angaben von MDA Weather Services hervor.

4. Lateinamerika

Zwar wird die Angebotsseite weiter von Afrika dominiert, doch die Produktion in Lateinamerika nimmt zu. Länder in der Region haben Bäume mit hohem Erntevolumen angepflanzt, berichtet die Londoner International Cocoa Organization. Den Angaben zufolge steigt die Produktion in Ecuador, Kolumbien und Peru.

5. Überangebot

Nach einem Produktionsdefizit von 150.000 Tonnen in der Saison von 2015-16, die im Oktober startete, könnte die Welt schon bald ein Überangebot verzeichnen. In der Saison 2016-17 wird dieses bei 93.000 Tonnen liegen, zeigen Schätzungen von Rabobank. Das wäre das höchste Überangebot seit 2010-11.

(Bloomberg)

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Der Rohstoff-Kollaps ist nicht vorbei

Der Absturz der Rohstoffpreise, der den Ölpreis auf ein 12-Jahres-Tief gedrückt hat und Kupfer auf den niedrigsten Stand seit 2009, ist noch nicht vorbei. So zumindest sehen das die Hedgefonds.

Vermögensverwalter haben ihre kombinierte Netto-Baisse-Position bei 18 Rohstoffen auf den bisher höchsten Wert ausgeweitet, womit sich die negativen Wetten in nur zwei Wochen verdoppelt haben. Eine Ertrags-Messgrösse für Rohstoffe ist in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Wert seit 25 Jahren gesunken. Metalle, Agrarrohstoffe und Energie-Terminkontrakte brachen angesichts von Angebotsschwemmen und eines flauen Ausblicks für die Weltwirtschaft ein.

Die Marktturbulenzen in China, dem grössten Rohstoffkäufer, verstärken die Besorgnis zum Konsum. Ein stärkerer Dollar zehrt auch an der Attraktivität von Rohstoffen als Alternativanlagen. Zwar prognostiziert Goldman Sachs Group Inc., dass der längere Preiseinbruch zu mehr Angebotskürzungen führen wird, aber die Bank erwartet keine unmittelbare Erholung der Preise.

"Es herrscht Angst am Markt"

“Es herrscht Angst am Markt", berichtet Lara Magnusen, Portfolio-Managerin bei Altegris Investments Inc. Die Leute sind “sehr besorgt wegen des schwächeren Wirtschaftswachstums, wegen dem, was in China passiert sowie wegen des Ansteckungseffektes", erläutert sie.

Angesichts eines starken US-Dollars und weiteren Zinssenkungsüberlegungen der Federal Reserve “gibt es derzeit nicht sehr viele Möglichkeiten für Investments", sagte sie. "Leerverkäufe von Rohstoffen sind eine recht gute Möglichkeit."

Die Netto-Leerverkaufsposition bei 18 in den USA gehandelten Rohstoffen stieg per 12. Januar auf 202.534 Terminkontrakte und Optionen, geht aus Zahlenhervor, die von der U.S. Commodity Futures Trading Commission drei Tage später veröffentlicht wurden. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Datenreihe 2006 und ein deutlicher Anstieg verglichen mit den 164.203 Kontrakten eine Woche zuvor.

Der Bloomberg Rohstoffindex hat in der vergangenen Woche 4,2 Prozent nachgegeben und erreichte das niedrigste Niveau seit seiner Einführung 1991. Im vergangenen Jahr ist der Index das fünfte Jahr in Folge gesunken.

Preise müssen noch stärker sinken

Das Überangebot ist der wichtigste Faktor für die Baisse bei Rohstoffen, schrieben Goldman-Analysten um Jeffrey Currie in einer Studie am 15. Januar. Die Preise müssen wohl noch weiter fallen, um die für das Ende der Schwemme nötigen Produktionskürzungen herbeizuführen. Jedoch dürfte im späteren Jahresverlauf eine Erholung an den Märkten einsetzen, was die "Geburt einer neuen Hausse einleiten dürfte", sagten die Analysten.

(Bloomberg)

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Elias
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Gold, Silber, Öl – wo Anleger jetzt einsteigen

Nach einem langen Kursverfall zeigen sich Gold, Silber und Öl seit wenigen Tagen oder Wochen von ihrer starken Seite. Wo Anleger jetzt einsteigen.

Der Call auf Gold (ISIN: CH0256319259), den die Redaktion von stocksDIGITAL Mitte Dezember empfohlen hatte, war bisher ein Renner. Das Hebelprodukt liefert aktuell ein Plus von 50 Prozent. Grund für uns, das Edelmetall trotz eines Kurstauchers im Dezember, auf das niedrigste Preisniveau seit 2009, als interessant in den Vordergrund zu stellen, war ein erstaunliches Kursmuster. Es bestand darin, dass in den vorausgegangenen zwölf Jahren Gold in elf Fällen nach dem Einstieg zu Jahresbeginn irgendwann in den folgenden Monaten im Durchschnitt um rund 10 Prozent geklettert war.

Wer auf dieses Kursmuster setzen will, könnte – trotz des seit dem Jahresanfang um rund 5 Prozent erhöhten Goldpreisniveaus und damit bei gestiegenem Risiko – sogar jetzt noch einsteigen.

Silber – wichtige Hürden im Chart sind erreicht, …

Der kleine Bruder von Gold – Silber – scheint da im Moment allerdings sogar noch etwas vielversprechender zu sein. Zwar konnte Silber zusammen mit dem Edelmetall Nummer eins in den letzten Wochen schön zulegen und sich vom tiefsten Level seit 2009 ebenfalls deutlich nach oben lösen, doch beim Industriemetall und Schmuckobjekt hat sich nun sogar eine spannende Charttechnik herausgebildet. Silber notiert nun nämlich an der oberen Begrenzungslinie seines Abwärtstrends.

Zudem sind auch die 100- und 200-Tage-Linie in greifbarer Nähe. Möglicherweise stehen schon viele Spekulanten mit dem Finger auf dem Kaufen-Knopf bereit, um bei Erreichen der Marken einzusteigen. Das könnte eine schnelle Kursdynamik nach oben auslösen. Mit einem Call mit hohem 12er-Hebel (ISIN: CH0256313203, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 13,25 Dollar, Bezugsverhältnis 2:1) wären schon Gewinne von rund 40 Prozent drin, selbst, wenn Silber lediglich einen vergleichsweise kleinen Kurshüpfer um 5 Prozent auf 15 Dollar je Unze machen würde.

… und bei Öl kommt es zur Eindeckung durch Spekulanten, …

Rohstoff Nummer drei – Rohöl – zeigt sich aktuell auch wiederbelebt. Zuerst drückten Ende 2015 hohe Lagerbestände und das Aus der Sanktionen gegenüber dem Iran sowie hohe Ölförderung, insbesondere der OPEC-Staaten, auf den Kurs, jetzt, seit einigen Tagen, zieht es die Notierung nach oben. In den USA herrscht nämlich Eiseskälte, und da steigt die Ölnachfrage, und EZB-Chef Mario Draghi sorgt mit seiner Aussage zur möglicherweise noch weiter verstärkten Geldschwemme im Euroraum ebenfalls für Rückenwind.

Und so stieg der Ölpreis beispielsweise für die Sorte Brent aus der Nordsee in wenigen Tagen um rund 20 Prozent und konnte sich dadurch weit weg vom Vieljahrestief absetzen. Der Schub geht wohl auch auf Eindeckungskäufe von Short-Sellern zurück, die angesichts steigender Notierungen jetzt gezwungen sind, ganz schnell ihre Position glattzustellen, um das Zustandekommen hoher Verluste zu vermeiden oder um Gewinne zu realisieren.

… denn die Shortpositionen waren auf Rekordniveau

Immerhin hatten Institutionelle, insbesondere Hedge Fund Manager, bis Anfang des Jahres mit rund 400 Millionen Barrel die höchste Shortposition in Rohöl aufgebaut, die jemals gesehen worden war. Vor diesem Hintergrund mit möglichen Zwangseindeckungen der Short-Seller könnte es sein, dass Öl auch in den nächsten Tagen oder auf Sicht von wenigen Wochen noch deutlich zulegen wird. Zudem ist beispielsweise bei Brent die obere Begrenzungslinie des Abwärtstrends erreicht. Da könnten neben den Shorties auch technisch orientierte Spekulanten jetzt für eine weitere Kursdynamik sorgen.

Wer dieses Szenario spielen will, setzt ebenfalls auf einen Call (ISIN: CH0307666252, Hebel 4,4, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 27,68 Dollar, Bezugsverhältnis 10:1). Steigt Brent wieder von 35 auf 40 Dollar je Barrel oder gar auf die Dezemberhochs von 45 Dollar, dann wären mit dem Zertifikat mehr als 50 Prozent und sogar bis zu rund 100 Prozent Gewinn drin.

http://www.handelszeitung.ch/invest/stocksDIGITAL/gold-silber-oel-wo-anl...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Welche Rohstoffe 2016 zulegen werden

Im letzten Jahr legten Rohöl, Gold und weitere Rohstoffe eine unerwartete Talfahrt hin. Bei einigen bahnt sich 2016 nun eine leichte Erholung an - sofern die Weltwirtschaft mitspielt.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/welche_rohstoffe_2016_zulegen_werd...

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Goldman Sachs rät trotz

Goldman Sachs rät trotz Handelskrieg zu Rohstoffen

Rohstoff-Optimist Goldman Sachs hält wenig von der Vorstellung, dass ein Handelskrieg zwischen den USA und China eine ernsthafte Bedrohung für Rohstoffe darstellt.

08.07.2018 17:50

Die meisten Rohstoffe würden wahrscheinlich nicht wesentlich davon betroffen sein, und nach den jüngsten Preisrückgängen seit es nun an der Zeit zu kaufen. Die Wall-Street-Bank schrieb in einem Bericht, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen zwischen den USA und China, einschliesslich der Massnahmen, die am Freitag in Kraft treten sollen, gering seien. Goldman erwartet bei Rohstoffen einen Ertrag von zehn Prozent über zwölf Monate, da der Dollar falle, und bekräftigte eine bullische Prognose zu Rohöl.

"Die Auswirkungen eines Handelskriegs auf die Rohstoffmärkte werden sehr gering sein, mit der Ausnahme von Sojabohnen, bei denen eine vollständige Umlenkung der Lieferungen nicht möglich ist", schrieben die Analysten um Jeffrey Currie in einer Notiz vom 4. Juli. "Dies stimmt mit der Ansicht unserer Ökonomen überein, dass die makroökonomischen Auswirkungen des Handelskriegs wahrscheinlich sehr gering sein werden", hiess es, mit besonderem Nachdruck auf den letzten Worten.

Rohstoffe haben unter der wachsenden Besorgnis der globalen Anleger über die möglichen Auswirkungen der von Washington geplanten Handelszölle und der drohenden chinesischen Reaktion gelitten. Im Juni verzeichnete der Bloomberg Commodity Index den grössten monatlichen Einbruch seit Mitte 2016, mit Verlusten bei Kupfer und Sojabohnen. Auch die Energiemärkte standen in diesem Monat im Fokus: Die OPEC-Produzenten und Russland einigten sich, das Angebot zu erhöhen, nachdem die Rohölpreise gestiegen sind.

"Obwohl Rohstoffe ihren Status als Anlageklasse mit der besten Wertentwicklung im Jahr 2018 behalten, gab es im Juni einen erheblichen Rückschlag getrieben von der Schwäche der Schwellenmarktnachfrage, Handelskriegssorgen und dem Ausstieg der OPEC+ aus Förderkürzungen", schrieben die Analysten. "All diese Bedenken wurden überverkauft. Selbst Sojabohnen, die von allen Aktiva am stärksten durch Handelskriege gefährdet sind, sind jetzt ein Kauf. "

(Bloomberg)

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