Signale der Frühindikatoren

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13.06.2009 10:39
#1
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Signale der Frühindikatoren

Signale der Frühindikatoren

Der Baltic Dry Index (Stand 3.1.09 = 774.00) hat sich im Vergleich zur Vorwoche von 3809.00 wieder leicht auf 3583.00 zurückgebildet. Was anzeigen könnte, dass die sich leicht verbessernden Wirtschaftsnachrichten noch zarte Pflänzchen sind. Allerdings ist die Verbesserung seit anfangs Jahr schon beträchtlich.

Signal für Aktienkurse: positiv!

Die 30YUS-TB-Zinsen (Stand 3.1.09 =141.42) haben sich im Vergleich zur Vorwoche von 114.67 auf 115.78 leicht erhöht. Sie sind immer noch hoch und signalisieren ein Misstrauen in den Staat.

Signal für Aktienkurse: neutral/negativ.

Der Goldpreis (Stand 3.1.09 = 931.30) hat sich nach Auf und Ab’s im Vergleich zur Vorwoche von 954.70 auf 939.20 ermässigt.

Signal für Aktienkurse: neutral/positiv.

Der GSCI IndMetals (Stand 3.1.09 = 195.62) hat sich im Vergleich zur Vorwoche von 269.60 auf 285.16 erhöht. So weit das auf einerachfragebelebung basiert, ein eher gutes Zeichen für eine leichte Wirtschaftsverbesserung.

Signal für Aktienkurse: positiv.

Der DAX-Sentiment-Index (Stand 15.5.09 = 52 bullish / 30 baerish / 18 neutral) zeigt wieder oder immer noch, eine unentschlossene eher baerische Haltung der Anleger. Im Vergleich zur Vorwoche mit 35/44/21 ergab die Umfrage ein leicht pessimistischeres Ergebnis von 33/42/25

Signal für die Aktienkurse: neutral.

Der Zinsspreed von Anleihen (Bund zu ausl. BBB-Schuldner) (Stand 15.5.09 = 4.23%) zeigt weiter-hin einiges Misstrauen in ausl. BBB-Schuldner. Dies lässt den Schluss zu, das die Anleger noch vor-sichtig sind „unsicheren“ Schuldner günstiges Geld zu leihen. Das spiegelt natürlich ein weiterhin bestehendes Misstrauen dass der Wirtschaftsauf-schwung in kürze sichtbar wird. Im Vergleich zur Vor-woche von 5.46% auf 5.20% hat sich der Spreed leicht reduziert. Ob das schon ein Signal für nach-haltiges Vertrauen spiegelt ist mit Vorsicht zu geniessen.

Signal für die Aktienkurse: neutral/negativ

Zusammenfassung

Man könnte sagen, dass sich die einzelnen Früh-indikatoren neutralisieren. Anderseits,signalisieren aber die für mich hier wichtigsten Indikatoren, wie der Baltic Dry Index und der GSCI IndMetals,dass man leicht zuversichtlich sein darf für die Aktienkurse in den(r) nächsten Woche(n)!

Gerne nehme ich Eure Vorschläge zur Ergänzung meiner Frühindikatoren entgegen. Ebenso würde mich interessieren ob ihr gemäss den Indikatoren auf die gleichen Einschätzungen kommt wie ich.

Karat1

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08.07.2014 15:02
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Schweiz: Detailhandelsumsatz geht zurück

Umsatzrückgang als Tendenz?

Bereits in den vergangenen Monaten haben die Detailhandelsumsätze teilweise abgenommen. Auf ein nominales Minus von 0,9% im Januar folgte ein kleines Plus von 0,1% im Februar. Einzig im März gab es ein sattes Plus von 2,6%, worauf im April (-0,1%) und nun im Mai wieder Rückgänge verzeichnet wurden.

Der Konsum ist die bedeutendste Komponente des Bruttoinlandproduktes.

Einige Konjunkturauguren haben im Juni ihre BIP-Prognosen für das laufende Jahr unter anderem mit Verweis auf das schwächere Konsumwachstum etwas zurückgenommen. Die meisten Prognosen liegen nun bei rund 2%.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweiz_detailhandelsumsatz_geht_zuruec...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.04.2014 17:08
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US-Frühindikatoren steigen im März

In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im März stärker als erwartet gestiegen.

Zum Vormonat kletterte der Indikator um 0,8 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet. Im Vormonat legte der Indikator wie zuvor ermittelt um 0,5 Prozent zu.

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen.

http://www.cash.ch/news/top_news/usfruehindikatoren_steigen_im_maerz_-31...

 

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05.03.2014 07:39
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Die acht wichtigsten Börsenindikatoren

Börsianer stehen auf Indikatoren aus der Wirtschaftswelt, welche die Trends der Aktienmärkte bestimmen. Doch wie verlässlich sind diese Indikatoren? cash befragte Anlageprofis nach den besten «Börsen-Kristallkugeln».

Die Kardinalfrage, die jeden Börsianer permanent umtreibt, lautet: Wohin gehen die Bösen? Steigen oder sinken sie? Oder entwickeln sie sich seitwärts? Wer zu wissen glaubt, wohin die Reise geht, kann entsprechend seine Wetten platzieren und wird innert kurzer Zeit steinreich. Doch die sichere Wette, die gibt es an der Börse nicht.

Dennoch versuchen die meisten Anlageprofis, mit Hilfe von Indikatoren die Entwicklung an den Aktienmärkten vorherzusagen. Allerdings fällt die Auswertung der Ergebnisse oft ernüchternd aus. Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass die meisten Indikatoren nur die aktuelle Lage oder eine Einschätzung widerspiegeln - während an den Märkten quasi Erwartungen gehandelt werden und der Fokus sich immer wieder von einem Thema zum nächsten Thema verlagert.

Die Auswahl an Prognose-Instrumenten ist gross und nimmt laufend zu. cash fragte diverse Anlageprofis nach ihrer "Geheimrezeptur" und nach Indikatoren, die sich als Prognoseinstrumente weniger gut eignen.

PMI (Purchasing Manager Index) USA: Die Analyse-Abteilung der Privatbank Rahn & Bodmer zum Beispiel setzt auf Indikatoren, die statistisch aussagekräftig sind: "Verwertbare Erkenntnisse haben wir aus den Subindizes des PMI gewonnen", sagt Urs Brunner, Leiter der Finanzanalyse. Der Index basiert auf einer monatlichen Umfrage unter den Einkaufsmanagern von mehr als 400 Unternehmen in 20 Branchen des verarbeitenden Gewerbes in den USA.

Besonders aus der Konstellation Bestellungseingänge/Fertigwarenlager kann laut Rahn & Bodmer eine einigermassen verlässliche Indikation für die zukünftige Produktion beziehungsweise der zukünftigen Gewinne abgeleitet werden. "Steigen die Auftragseingänge bei tiefen oder gar sinkenden Fertigwarenlager, muss die Produktion angekurbelt werden. Diese aktuelle Konstellation stimmt uns zuversichtlich, dass das Wachstum für einige Zeit nachhaltig sein könnte", sagt Brunner.

Leading-Indicator: Caroline Hilb, Leiterin Anlagestrategie der St.Galler Kantonalbank, setzt auf ein Dreigespann: Den Leading-Indicator des Conference Board, den bereits erwähnten PMI und den Ausblick der Unternehmen im Rahmen einer Berichtssaison. Der Leading-Indicator setzt sich aus insgesamt zehn Komponenten zusammen wie Baugenehmigungen, Auftragseingänge oder den Aktienpreisen der 500 bekanntesten Unternehmen. Dieser Indikator wird für mehrere Länder separat erhoben. Am wichtigsten sei aber jener für die USA, so Hilb. "Derzeit sieht das Bild positiv aus", sagt Hilb. Die Anlagestrategin verweist aber auf externe Faktoren wie die Krim-Krise, die das Bild eintrüben könnten.

Fear & Greed Index: "Dieser Index funktioniert relativ gut, wenn Panik im Markt ist", sagt Thomas Della Casa, Anlagechef bei der Neuen Helvetischen Bank. Der Index wird von CNNMoney erhoben und geht von der Prämisse aus, dass die primären Antriebsemotionen der Investoren Angst und Gier sind. Er basiert auf sieben Subindikatoren wie dem Put/Call-Ratio, der Marktvolatilität, der Nachfrage nach Junk Bonds beziehungsweise sicheren Häfen.

Werte nahe null zeigen eine übermässige Angst, Werte nahe 100 hingegen eine mögliche Überbewertung der Aktien an. Der Januar war ein Panik-Monat. "In der Regel sind solche Extremsituationen ein Kaufsignal", sagt Thomas Steinemann, Anlagechef bei der Privatbank Bellerive, der ebenfalls diesen Index in seine Prognosen miteinbezieht. Interessant: Trotz der Krise auf der Krim notiert der Index derzeit im neutralen Bereich.

Risk-Appetite-Index: Della Casa setzt desweitern auf den Global Risk-Appetite-Index der Credit Suisse. Der Index wird seit 1998 erhoben und misst die Risikoprämien in Bond- und Aktiensektoren weltweit. "Der Index eignet sich, um allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten einzufangen. Für Anlageentscheidungen hingegen ist er kein gutes Instrument", so Della Casa.

So zeigte der Index nach den Kursrückschlägen an den Aktienmärkten bis 2003 Panik bei den Anlegern an. Sie verloren die Geduld und verkauften ihre Aktien. Doch Kurz nach der Dotcom-Blase 2003 zogen die Märkte wieder stark an. Dasselbe Muster wiederholte sich nach der Finanzkrise 2009. Auf der anderen Seite bieten solche Paniksituationen Langfristinvestoren die Gelegenheit einzusteigen, da auch bei gesunden Unternehmen Unterbewertungen eintreten können. Im Moment liegt der Index im neutralen Bereich.

Gewinnrevisionen von Sektoren und Regionen: Ein gängiges Mittel unter Marktbeobachtern ist die Einschätzung der Börsenentwicklung anhand der Gewinnrevisionen auf der Ebene der Regionen und Sektoren. Der statistische Zusammenhang zwischen Gewinnrevisionen und Börsenentwicklung war bis etwa Mitte 2011 recht stark. Seither werden deutlich mehr Gewinne nach unten als nach oben revidiert - und die Börse steigt trotzdem.

Gewinnrevisionen der Analysten: Obwohl man weiss, dass Analysten als Gesamtheit nicht gut prognostizieren, gibt es immer wieder ein paar Experten, die ins Schwarze treffen. Steinemann macht eine simple Rechnung: Er summiert alle Kaufempfehlungen und subtrahiert davon die Summe aller Verkaufsempfehlungen. Das Resultat dividiert er durch das Total aller Empfehlungen. Je höher der Wert ausfällt, desto "bullisher" ist das Momentum. "Von allen Indikatoren zeigte nur dieser den Wendepunkt an den Börsen im März 2009 an", sagt Steinemann.

Russell 2000: Dieser Index umfasst die 2000 kleinsten US-Unternehmen punkto Marktkapitalisierung. Dabei handelt es sich laut Steinemann um ein sensibles Barometer, das eine vorausliegende Kurskorrektur an den Märkten sehr früh anzeigt - und zwar früher als die Indizes, welche grosskapitalisierte Unternehmen abbildet. "Der Aufwärtstrend ist immer noch intakt", sagt Steinemann.

Dow Transportation Index: Einige Marktbeobachter verweisen in ihren Prognosen auch gerne auf die Entwicklung des Transportwesens. Der Dow Jones Transportation Index zum Beispiel gilt vorlaufender Indikator der US-Konjunktur und damit auch der Aktienmärkte. Ein Kursrutsch deutet auf eine konjunkturelle Schwäche an – ein Warnsignal für Anleger. Besonders technische Analysten befassen sich mit dem Index. Der Dow Transportation Index bildet die 20 an der Wall Street kotierten Transportunternehmen ab.

Vorsicht bei diesen Indikatoren

Es gibt auch Indikatoren, die sich für Prognosen nicht eigenen. Hervorzuheben ist das so genannte Fed-Modell, das den Unterschied zwischen Obligationenrendite und Aktienrendite als Indikator für oder gegen Aktien verwendet.

"Dieser Indikator wird von vielen Analysten immer wieder als Argument für Aktien im aktuellen Umfeld tiefer Zinsen herangezogen, obwohl der Indikator völlig unzuverlässig ist", sagt Joachim Klement, Anlagechef bei Wellershoff & Partner.

Dieser Indikator zeigte in der Finanzkrise an, dass Aktien viel attraktiver als Obligationen sind. Er hat damit viele Anleger ins Verderben gestützt. Zudem hat der Indikator gemäss einer historischen Analyse ausser in den 1980er und 1990er Jahren nicht funktioniert. Insbesondere in Zeiten steigender Zinsen wie wir sie zuletzt in den 1960er und 1970er Jahren hatten hat der Indikator komplett versagt.

Wenig hilfreich seien auch Makrodaten wie BIP oder Arbeitsmarkdaten, so Steinemann. Diese Kennzahlen beziehen sich immer auf die Vergangenheit. "Anleger, welche ihre Anlagestrategie einzig auf solche Daten beziehen, hätten erst 2010 in die Börse investiert und dabei über ein Jahr Börsenhausse verpasst."

http://www.cash.ch/news/top_news/die_acht_wichtigsten_boersenindikatoren...

 

 

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21.02.2014 08:54
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Unterstützende Indikatoren

Doch begründet Hilb ihren optimistischen Ausblick? Wie viele andere Anlageexperten stützt auch sie sich auf Indikatoren wie beispielsweise Volatilitäts- oder Einkaufsmanagerindizes. Aus diesen Daten versucht sie, die künftige Entwicklung der Aktienpreise zu lesen.

http://www.cash.ch/news/top_news/der_weg_zum_gipfel_wird_steiniger_-3175...

 

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03.02.2014 17:46
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Schlechte Aussichten für US-Industrie

Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hat sich im Januar unerwartet kräftig eingetrübt.

Der Frühindikator fiel auf 51,3 Zähler von 56,5 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mitteilte. Bankökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 56,0 Punkte gerechnet.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

http://www.cash.ch/news/front/schlechte_aussichten_fuer_usindustrie-3168...

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30.01.2014 09:46
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Frühindikator weist auf verlangsamtes Wachstum Chinas hin

Chinas Industriesektor neigte im Januar zum ersten Mal seit sechs Monaten zu Schwäche. Der privat erhobene HSBC-Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index, PMI) fiel von 50,5 im Dezember auf 49,5 im Janaur. Das ist der definitive Wert, die erste Schätzung (Flash PMI) vor einer Woche ergab 49,6. Ein Wert unter 50 weist auf einen schrumpfenden Industriesektor hin.

Der Frühindikator – basierend auf einer Umfrage unter Chefeinkäufern von Unternehmen – lässt darauf schliessen, dass die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft Mühe haben könnte, das offizielle Wachstumsziel von 7,5% zu erreichen. Auch wies der Arbeitsmarkt im Januar den schwächsten Wert seit März 2009 auf. «Der enttäuschende Jahresauftakt der verarbeitenden Industrie geht auf den lustlosen Auftragseingang im Exportsektor wie auch die sich verlangsamende Binnenwirtschaft zurück», erklärt Hongbin Qu, Chinaökonom der Grossbank HSBC.

http://www.fuw.ch/article/fruhindikator-weist-auf-verlangsamtes-wachstum...

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16.08.2013 13:17
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Der Chart des Tages

Der vom japanischen Finanzhaus Nomura erfasste Frühindikator zeigt für das dritte Quartal eine deutliche Belebung der Exportindustrie an.

Quelle: Nomura Economic Research

Jüngste Daten weisen darauf hin, dass die asiatischen Exporte dank der allmählichen Konjunkturerholung in den reifen Industrienationen in der ersten Jahreshälfte 2013 ihre Schwächphase hinter sich gelassen haben. Nachdem die Ausfuhren der asiatischen Schwellenländer im Juni noch 2.5% unter dem Vorjahresstand lagen, bewegten sie sich im Juli mehrheitlich klar im Plus. Der vom japanischen Finanzhaus Nomura erfasste Frühindikator zeigt für das Ende September endende Quartal eine deutliche Belebung der Exportindustrie an.

Dieser Trend wurde bereits im Juli von China, Südkorea und Taiwan bestätigt. Chinas Exporte lagen im Juli im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres 5,1% höher, nachdem sie im Juni lediglich ein Plus von 3,3% aufgewiesen hatten. Südkoreas Ausfuhren legten im Juni karge 1,1% zu, doch lagen sie im Juli bereits mehr als doppelt so hoch. Überraschend gute Exportzahlen wies auch Indien auf, die drittgrösste asiatische Volkswirtschaft. Hier betrug das Plus im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat gar 11,6%. Einzig Taiwan entwickelt sich gegen diesen Trend. Nachdem die Exporte im Juni noch 8,7% höher lagen als vor einem Jahr, fiel das Plus im Juli auf 1,6% zurück. Nach Meinung von Nomura weisen die jüngsten Daten auf eine baldige Rückkehr zu einem jährlichen Exportwachstum von über 10% hin. In einem Kommentar heisst es, dass dies mit einer Erholung der globalen Wirtschaft verbunden wäre.

http://www.fuw.ch/article/der-chart-des-tages-120/

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10.08.2013 13:14
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Crash-Gefahr am Aktienmarkt steigt

Die Kurse an der Wall Street zeigen eine Überbewertung der US-Konzerne. Erste Warnsignale für einen Absturz.

Alles scheint derzeit von einem allumfassenden, beständigen Hoch erfasst, sei es das Wetter, seien es die Meinungsumfragen Angela Merkels oder die Börsen. Der Deutsche Aktienindex hält sich seit Wochen über 8000 Punkten, macht keine großen Anstalten für weitere Gewinne, zeigt aber eben auch keine Zeichen von Schwäche. Ganz so wie auch der Sommer und die Bundeskanzlerin. Doch zumindest was die Aktienmärkte angeht, trügt dieser Schein. Denn es gibt Hinweise, dass die schöne Welt der Rekordkurse vor einem Ende steht. Wer genauer hinsieht, erkennt das Menetekel an den Kurstafeln. Er sieht Warnsignale, die es in der Vergangenheit immer wieder gab – und auf die dann ein fulminanter Crash folgte.

Ob es auch diesmal so kommt, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Aber eine "erhöhte Gewitterwahrscheinlichkeit" sieht Markus Reinwand, Aktienstratege bei der Landesbank Hessen-Thüringen, in jedem Fall. Dazu trägt seiner Ansicht nach beispielsweise die überaus optimistische Stimmung vieler Anleger bei, oder die Tatsache, dass andererseits viele Anlage-Profis derzeit eher an der Seitenlinie stehen. Sie scheinen etwas zu ahnen. Vor allem jedoch sorgen Reinwand die hohen Bewertungen vieler Aktien.

Dabei klingt gerade dies für deutsche Ohren zunächst seltsam. Ja, der Dax ist wieder da, wo er 2008 und 2000 war. Damals folgten dramatische Abstürze. Doch im Gegensatz zu jenen Zeiten, machen die Konzerne heute wesentlich höhere Gewinne. Hinzu kommt, dass der Dax Dividenden, die in der Vergangenheit gezahlt worden sind, einrechnet. Lässt man diese weg, nimmt man also nur die Aktienkurse zur Grundlage, dann steht der Index heute rund 18 Prozent unter dem Hoch von Ende 2007. Folglich halten in einer aktuellen Umfrage der DAB Bank denn auch 80 Prozent der unabhängigen Vermögensverwalter deutsche Aktien für fair bewertet, kein einziger hält sie für überbewertet. Wo also soll die Übertreibung sein?

Die Antwort: In Amerika. Denn dort dümpeln die Aktienkurse nicht, wie in Deutschland, seit Monaten, auf dem gleichen, hohen Niveau vor sich hin. Dort steigen sie immer höher, von Rekord zu Rekord. Seit Jahresbeginn hat der S&P 500 rund 20 Prozent zugelegt, beim Dax sind es nur sieben. Im April hüpfte der US-Index, in den die Dividenden nicht einberechnet werden, über sein Allzeithoch von 2007, seither hat er weitere zehn Prozent zugelegt. Dies hat inzwischen erhebliche Auswirkungen auf jene Kennziffern, die für Börsenprofis die wichtigsten Alarmsignale sind.

Dazu gehört das so genannte Tobin Q. Dieses setzt den Marktwert der Unternehmen ins Verhältnis zum Wiederbeschaffungswert ihrer Vermögensgegenstände. Liegt das Verhältnis bei 1, dann kosten die Firmen an der Börse genau so viel wie beispielsweise all ihre Maschinen, Gebäude oder auch Marken wert sind. Aktuell liegt das Tobin Q bei 1,08. Das bedeutet: Die Börsen bewerten die US-Firmen im Schnitt acht Prozent höher als die Summe ihrer Vermögensgegenstände. Das klingt vernünftig.

Entscheidend ist jedoch stets der historische Vergleich, und für das Tobin Q liegen Datenreihen seit dem Jahr 1900 vor. Dabei zeigt sich: Ein Wert von 1,08 wurde in der Vergangenheit nur vier Mal erreicht, beispielsweise 1929. Und jedes Mal wenn die Kennziffer diese Höhen erreichte, ging es anschließend an den Börsen abwärts. Im Durchschnitt lag der Wert über die vergangenen 113 Jahre nämlich nur etwa bei 0,7. Folglich steht er aktuell 55 Prozent über dem Schnitt.

Nicht viel besser sieht es aus, wenn man das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) betrachtet. Dabei wird der Kurs einer Aktie ins Verhältnis zu den Gewinnen gesetzt. Profis betrachten aber meist das so genannte Shiller-KGV. Dieses nimmt als Basis die Gewinne der vergangenen zehn Jahre, nicht jene, die aktuell erwartet werden. Auch das Shiller-KGV für US-Aktien ist derzeit weit über dem langjährigen Durchschnitt. Die aktuellen Höhen wurden sogar nur zwei Mal, einmal 1929 vor dem großen Crash, und in jener Phase von der Internet-Blase Ende der 90er-Jahre bis zur Finanzkrise.

Schließlich deutet auch eine dritte Kennzahl auf heftige Überbewertungen hin: Die Dividendenrendite, also die Höhe der Dividenden im Vergleich zu den Aktienkursen. Diese beträgt für US-Aktien inzwischen weniger als zwei Prozent, über die vergangenen 130 Jahre betrug der Durchschnitt dagegen 4,4 Prozent. Sprich: Die Kurse sind inzwischen viel zu hoch im Vergleich zu den gezahlten Dividenden.

Mancher mag all dies vielleicht für Zahlenspielereien halten. "Phasen der Über- oder Unterbewertung können mehrere Jahre anhalten", sagt Doug Short, ein emeritierter US-Professor, der sich ganz der Analyse derartiger Zahlen auf seiner Internetseite dhsort.com widmet. Das Tobin Q sei daher auch nicht geeignet, um kurzfristige Marktentwicklungen vorherzusagen. "Es ist aber nützlich, um langfristige Markterwartungen zu formulieren." Und diese sind derzeit nicht positiv.

Andere wenden ein, dass all diese Zahlen für den US-Markt zwar korrekt sein mögen. Für Europa sehen sie jedoch ganz anders aus. Und in der Tat ist hier das KGV noch im mittleren Bereich und die Dividendenrendite sogar noch recht hoch. Doch Europa ist nicht der Taktgeber für die Finanzmärkte. Das ist nach wie vor die Wall Street. Und wenn es in zu einem Kurseinbruch kommt, dann treffen die Schockwellen auch Europa und andere Regionen, egal, wie dort die Bewertungen sind.

Das einzige Argument, das gegen einen Crash spricht, liefert die US-Notenbank (Fed). Sie hat die Kurse durch ihr billiges Geld auf die aktuellen Niveaus getrieben. Sie würde im Falle eines Crashs die Notenpressen dann noch schneller laufen lassen.

http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article118878122/Crash-Gefahr...

 

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

09.08.2013 23:27
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«Europas Börsen werden anziehen»

In der Eurozone kündigt sich der Aufschwung an. Damit werden neue Investments interessant. Aktienanalyst Thomas Kaufmann von der Credit Suisse sagt, welche Länder und welche Titel Gewinne versprechen.

Herr Kaufmann, der Aufschwung kündigt sich nun auch in Europa an. Was bedeutet das für die Börse?
Diesen Sommer haben sich die makroökonomischen Vorlaufindikatoren in Europa merklich verbessert. Für viele Beobachter kommt dies überraschend: Bis vor kurzem war man stets davon ausgegangen, dass die Rezession in Europa noch länger anhält. In nächster Zeit dürfte Europa stärker in den Fokus der Anleger kommen.

Während andere Märkte dieses Jahr zulegen konnten, hinkten Europas Börsen hinterher.
Entsprechend gibt es Aufholpotenzial. Zwar braucht es nach wie vor mehr Risikofreudigkeit, um in Europa anzulegen. Aber wenn die Wirtschaftsindikatoren ihren positiven Trend beibehalten, dann dürften auch die Börsen in Europa anziehen.

Zumal auch global ein Umdenken stattgefunden hat.
Auch wenn China und die Schwellenländer insgesamt gut dasstehen, so weisen diese Regionen doch eine geringere Wachstumsrate auf als noch vor ein paar Jahren. Andererseits hat sich der amerikanische Markt bereits über längere Zeit sehr gut entwickelt. Europa wird in nächster Zeit zwar kein Wahnsinnswachstum erleben, aber es besteht doch Anlass zu einem verhaltenen Optimismus. Mittel- bis langfristig könnte dies den Börsen zugutekommen.

In Spanien bleibt die Arbeitslosigkeit hoch.
Natürlich werden die Probleme der Krisenländer nicht von heute auf morgen aus der Welt geschafft. Trotzdem haben wir Spanien jetzt von «untergewichten» auf «neutral» gestuft. Das liegt einerseits am kompetitiveren Lohniveau, andererseits hat sich das Leistungsbilanzdefizit in einen Überschuss verwandelt. Im Verhältnis zum erwarteten Ertrag sind die Risiken unserer Meinung nach gesunken.

Welche Firmen und Sektoren sind in Spanien interessant?
Der spanische Markt ist grundsätzlich stark von Finanztiteln getrieben, das heisst von Banken und Versicherungen. Diese Branche gehört zu den Sektoren, die von einem Stimmungsaufschwung am meisten profitieren. Der Bankensektor dürfte dieses Jahr allerdings noch unter Kreditabschreibungen leiden. Daher empfehlen wir Telefonica als defensiveren Titel. Das Unternehmen erwirtschaftet rund 25 Prozent der Erlöse in Spanien und hat daneben eine starke Präsenz in Lateinamerika.

Welche anderen Länder stechen noch heraus?
Die Indikatoren verbessern sich aktuell eigentlich überall. Deutschland erscheint uns mit seiner starken Exportindustrie, wie etwa der Autoindustrie, attraktiv. Deshalb empfehlen wir innerhalb von Europa auch eine Übergewichtung. In Frankreich gibt es Anzeichen der Stabilisierung, das Hinausschieben der Defizitziele gibt Raum zum Manövrieren. Interessant sind Titel wie Axa, BNP Paribas. Wichtig wird sein, dass Reformen tatsächlich angepackt werden. Als Risiko bleibt eine weitere Herabstufung durch die Ratingagenturen. Das schwächste Glied in der Kette ist unseres Erachtens Italien.

Wegen der politischen Wirren um Silvio Berlusconi?
Eher wegen der Gewinnschätzungen der italienischen Unternehmungen, die nach wie vor sehr tief sind und sich kaum verbessern. Wenn sich die allgemeine Stimmung in Europa verbessert, dürfte das aber auch dem italienischen Markt zugutekommen.

Einer Ihrer Tipps ist Siemens. (SIN 83.54 0.47%) Warum?
Siemens ist ein deutsches Unternehmen und im Kapitalgüterbereich tätig. Beide Aspekte sind derzeit positiv einzustufen. Trotz einigen Schlagzeilen in jüngster Zeit bleibt Siemens ein Qualitätsunternehmen: Es ist das grösste Industrieunternehmen in Europa und dürfte entsprechend von einem Anstieg der Wirtschaftstätigkeit profitieren. Der jüngste CEO-Wechsel ist der künftigen Entwicklung ebenfalls förderlich.

Geht der Boom auch in der Schweiz weiter?
Die Börse hat hierzulande bereits sehr stark zugelegt. Das ist auch eine Konsequenz davon, dass der Schweizer Markt von seiner Zusammensetzung her sehr defensiv ist, mit Titeln wie Nestlé, Roche und Novartis. Diese haben von der Attraktivität ihrer Dividendenrenditen im heutigen Tiefzinsumfeld profitiert. Die Schweizer Titel dürften aber global gesehen in nächster Zeit nicht die stärkste Performance hinlegen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Europas-Boersen-werden-anzie...

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19.07.2013 09:32
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«Wie wir die nächste Finanzkrise erkennen können»

Der an der ETH Zürich lehrende Physiker Didier Sornette spricht im Video über sein Finanzkrisen-Observatorium.

Didier Sornette hat sich ein grosses Ziel gesetzt. Der an der ETH Zürich lehrende Physiker geht der Frage nach, wie Risiken und extreme Ereignisse in komplexen Systemen rechtzeitig erkannt werden können. In seiner akademischen Vergangenheit hat er sich unter anderem bereits mit tektonischen Faltenbildungen und Erdbeben befasst.

Seit Jahren untersucht er zudem das Finanzsystem; Spekulationsblasen und Crashes sind seine bevorzugten Themengebiete. «Risiko ist Leben, das Leben ist Risiko. Nur der Tod entspricht einem nachhaltigen Gleichgewichtszustand», schreibt er auf seiner Homepage. Im Jahr 2008 hat er an der ETH das Financial Crisis Observatory gegründet, mit dem er seine Hypothese beweisen will, dass Spekulationsblasen an den Finanzmärkten erkannt und der Zeitpunkt ihres Platzens vorhergesagt werden kann.

In diesem Beitrag und Interview mit Sornettes Mitarbeiter Ryan Woodard hat mein Redaktionskollege Gregor Mast das Financial Crisis Observatory bereits vorgestellt.

Vor wenigen Wochen hat Sornette an einer TED-Konferenz in Edinburgh seine Gedanken präsentiert. Das folgende Video zeigt seinen Vortrag. Er dauert siebzehn Minuten. Es lohnt sich!

http://www.fuw.ch/article/wie-wir-die-nachste-finanzkrise-erkennen-konnen/

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29.06.2012 14:42
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Dow-Theorie weist auf beunruhigende Divergenzen hin

Krise und kein Ende. Die Teilnehmer an den Aktienmärkten sind weiterhin angespannt. In Europa fokussiert sich alles auf den Fortgang der Schuldenkrise im Euro-Raum. Dabei richten sich derzeit die Augen auf den kommenden EU-Gipfel, obwohl von diesem nichts zu erwarten ist, was die Aktienmärkte kurzzeitig beflügeln könnte. Im Gegenteil: Manche Beobachter führten die zu Wochenbeginn sinkenden Kurse an den Aktienbörsen darauf zurück, dass bereits im Vorfeld des EU-Gipfels die aus der Perspektive der Marktteilnehmer voraussichtlich unzureichenden Ergebnisse in die Kurse eingearbeitet wurden.

Schwache Frühindikatoren

In den USA scheint sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer dagegen in Richtung Konjunkturdaten zu verschieben. Zwar sorgt auch in Übersee die Schuldenkrise für Nervosität, doch drückten jüngst auch Wirtschaftsdaten stark auf die Stimmung. Die Frühindikatoren für die amerikanische Konjunktur trübten sich ein, womit die Gefahr einer Rezession in der grössten Volkswirtschaft der Welt in den letzten Wochen wieder gestiegen ist. Auch die wirtschaftlichen Frühindikatoren sowie die harten Konjunkturdaten aus China, der Wirtschaftslokomotive der Welt in den letzten Jahren, sorgten bei vielen Marktteilnehmern für Ernüchterung. Können Aktienkurse in einem solchen Umfeld wirklich steigen?

«Last man standing», kommentierten Marktteilnehmer auf dieser Basis den Verlauf der amerikanischen Leitindizes in den letzten Monaten. Im Vergleich mit der Entwicklung von Börsenbarometern in Europa und Asien kann man nämlich den Verlauf in den USA noch als Seitwärtsbewegung charakterisieren, obwohl sich auch Dow Jones Industrial, S&P 500 und Nasdaq von ihren Jahreshochs deutlich entfernt haben. In Europa und in Asien befinden sich zahlreiche Indizes bereits wesentlich klarer im Abschwung, wenngleich noch nicht überall die herkömmliche Definition einer Baisse erreicht wurde, nämlich ein Kursverlust von 20% vom letzten zyklischen Hoch aus gesehen.

Divergenzen beim Dow Jones

Doch auch in den Vereinigten Staaten von Amerika wird die Lage an der Wall Street immer bedrohlicher. Aus Sicht der sogenannten Dow-Theorie besteht inzwischen eine massive Divergenz zwischen dem Dow Jones für Industriewerte und dem Dow Jones für Transportfirmen. Gemäss Dow-Theorie müssen sich beide Indizes bestätigen, damit ein stabiler Aufwärts- oder Abwärtstrend besteht. Ist dies nicht der Fall, wird dies als Signal für eine kommende Trendwende gewertet. Im Idealfall sollten dabei die Transportwerte den Industrietiteln vorauslaufen.

Während der Dow Jones Industrial sein zyklisches Hoch vom Mai 2011 bei rund 12 900 Punkten im Frühjahr 2012 mit einem Anstieg auf knapp 13 400 Zähler überbot, gelang dies dem Transportwerte-Index nicht. Der Dow Jones Transportation erreichte sein zyklisches Hoch im Vorjahr Anfang Juli bei rund 5600 Zählern. Dieses konnte er 2012 nicht mehr überbieten, da die Kurse heuer kaum die 5400 Punkte erreichten. Insofern hat sich aus Sicht der Dow-Theorie eine Divergenz gebildet, die für weiter fallende Kurse auch im Industrie-Index spricht (vgl. Grafik 1).

Negativ beurteilen Beobachtern zudem, dass sich der Dow Jones Industrial von seinem Jahrestief bei rund 12 000 Punkten, das Anfang Juni erreicht worden war, nur mit einem schwachen Volumen erholt hat. Zudem deuteten verschiedenste Indikatoren darauf hin, dass das Tief von Juni noch nicht das Jahrestief gewesen ist. Für ein längerfristiges zyklisches Tief vermissen technisch orientierte Analytiker noch mehr Extremwerte, beispielsweise einen Tiefpunkt, der mit einem sehr hohen Handelsvolumen einherginge.

Rally im zweiten Halbjahr?

Ferner erreichte der sogenannte McClellan-Oszillator, ein Trendfolge-Indikator, mit rund 90 Punkten bereits wieder ein Niveau (vgl. Grafik 2), das auf einen kurzzeitig überkauften Zustand des Marktes hindeutet. Insofern sollte die Luft nach oben derzeit dünn sein, was für tendenziell weiter fallende Kurse spricht. Aus fundamentaler Sicht werden die Investoren zudem immer wählerischer bei risikobehafteten Anlagen (wie eben Aktien oder auch Rohstoffen), und zyklische Sektoren am Aktienmarkt zeigten ebenfalls Schwäche. Insofern spricht derzeit einiges dafür, dass das seit Oktober laufende Rally in diesem März sein Hoch erreichte und nun mit einem zyklischen Abschwung zu rechnen ist, dessen Tiefpunkt noch nicht erreicht wurde.

Es gibt jedoch auch Gegenargumente. So bildete sich Ende Mai bzw. Anfang Juni bei verschiedensten Anlageklassen entweder ein wichtiges Hoch (beispielsweise bei den Anleihenkursen) oder ein wichtiges Tief (beispielsweise bei Aktienindizes und einigen Rohstoffen). Zudem zeigt der durchschnittliche Jahresverlauf des Dow Jones für Industriewerte in Wahljahren des US-Präsidenten einen Tiefpunkt für Ende Mai bzw. Anfang Juni an (vgl. Grafik 3) – und ein solcher wurde auch tatsächlich erreicht. Nach diesem Fahrplan sollte sich nun Ende Juli bzw. Anfang August ein höheres Tief bilden, von dem aus es dann ein Rally in der zweiten Jahreshälfte geben müsste. Zwar können solche Durchschnittsverläufe nur einen Hinweis auf mögliche Hochs und Tiefs während eines Jahres geben, doch funktionierte der Fahrplan 2012 bisher nicht schlecht.

Etliche Beobachter rechnen wegen der Konstellationen vorerst weder mit einem grösseren Abschwung noch einem Aufschwung, sondern erwarten vorerst eine volatile Seitwärtsbewegung.

Gute Saisonalität für Gold

Interessant ist auch das Geschehen beim Goldpreis. Sehr langfristig gesehen ist der Aufwärtstrend intakt. Allerdings nähert sich Gold wieder der kritischen Marke bei rund 1530 $ pro Unze (vgl. Grafik 4). Auf diesem Niveau stoppte die seit vergangenem Jahr laufende Korrektur des Aufwärtstrends dreimal in den vergangenen zwölf Monaten. Sollte diese Schwelle nachhaltig unterboten werden, ergibt sich weiteres Abwärtspotenzial, und der Aufwärtstrend würde ernsthaft infrage gestellt. Der Goldpreis entwickelt sich ausserdem vor allem dann besonders gut, wenn negative Realzinsen herrschten. Dies ist zwar vor allem in den USA und auch in Deutschland noch knapp der Fall, allerdings sind die Realzinsen nicht mehr so stark negativ wie noch 2011. In der Schweiz herrschen sogar positive Realzinsen.

Die Saisonalität spricht derzeit für einen steigenden Goldpreis, denn historisch gesehen entwickelte sich Gold in der zweiten Jahreshälfte stets wesentlich besser als in der ersten. Häufig legte der Goldpreis ein Rally vom Sommer bis zum Jahreswechsel hin.

http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/boerse_und_maerkte/dow-theorie-wei...

 

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Benjamin Franklin

03.02.2012 06:55
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Gebert-Index 1.02.2012

 

Der Gebert-Index bleibt auch per 1.2.2012 weiterhin auf 3,  was weiterhin als Kaufsignal gilt!


Die genaue Zusammensetzung siehe in einem früheren Beitrag in diesem Thema.


Karat


 

01.02.2012 16:35
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„Der Baltic Dry Index

„Der Baltic Dry Index funktioniert als Frühindikator für die Weltkonjunktur nur dann, wenn sich der Markt einigermaßen im Gleichgewicht befindet. Im Moment ist das nicht der Fall.“


Warum der Baltic Dry Index diesmal lügt01.02.2012, 14:02 Uhr, aktualisiert 14:36 Uhr

Der Transportkostenindex Baltic Dry gilt als aussagekräftiges Signal für die Entwicklung der Weltwirtschaft. In den vergangenen Wochen ist er um 60 Prozent eingebrochen. Experten warnen jedoch vor Panik.

xperten sehen die Entwicklung allerdings gelassener. Burkhard Lemper vom Bremer Institut für Seewirtschaft und Logistik (ISL) führt die kurzfristigen Schwankungen vor allem auf das Verhalten chinesischer Produzenten zurück. „Bis Dezember hat es einen Sondereffekt gegeben,  weil die Chinesen vor allem ihre Eisenerz-Lager aufgefüllt haben,“ sagt er. „Dieses antizyklische Verhalten hat dazu geführt, dass die Preise für Frachtraten bis Dezember 2011 überraschend gestiegen sind. Seit Januar ist dieser Zwischenboom zu Ende,“ sagt er.

Der Effekt ist vor allem bei großen so genannten Capesize-Schiffen zu spüren - mit einem Ladevolumen von über 80.000 Tonnen. Gerade in diesem Segment hat sich der Baltic Dry Index im Jahresverlauf 2011 überraschend positiv entwickelt. Die schlechtere Stimmung durch die Verschärfung der Euro-Krise machte sich hingegen bis Dezember nicht bemerkbar.

Für Lemper kommt der abrupte Absturz des Index nicht überraschend. „Es war absehbar, dass der Baltic Dry Index fallen würde. Die Angebotsseite macht im Moment den Markt kaputt. Durch den starken Zubau von Tonnage gibt es massive Überkapazitäten im Markt,“ sagt er. Neue Schiffe lassen sich nicht in wenigen Monaten bauen. Oft liegen zwischen dem Auftrag und der Auslieferung eines Schiffs Jahre. Wenn eine Reederei wegen voller Auftragsbücher ein neues Schiff bestellt, kann die Wirtschaftslage zum Zeitpunkt der Auslieferung schon wieder ganz anders aussehen - und dies bringt dann den Markt durcheinander. Allein 2012 sollen 20 Prozent zusätzliche Schiffraumkapazitäten hinzu kommen. Demgegenüber steht ein geschätztes Wachstum der Nachfrage nach Frachtraum von drei bis fünf Prozent.

Damit stellt sich die grundsätzliche Frage nach der Aussagekraft des Baltic Dry Index als Frühindikator für die Weltwirtschaft. Lemper sieht dies im Moment kritisch: „Der Baltic Dry Index funktioniert als Frühindikator für die Weltkonjunktur nur dann, wenn sich der Markt einigermaßen im Gleichgewicht befindet. Im Moment ist das nicht der Fall.“ Auch Eric Heymann von der Deutschen Bank Research kommt zu einem ähnlichen Fazit.„Auf kurze Sicht ist der Baltic Dry Index viel zu volatil um daraus Aussagen über die Weltkonjunktur abzuleiten. Auf lange Sicht folgt er aber ungefähr dem Trend,“ sagt der Analyst. http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/konjunkturbar...

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01.02.2012 08:15
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MarcusFabian hat am 01.02

MarcusFabian hat am 01.02.2012 - 03:37 folgendes geschrieben:

Absturz von 2200 auf 702 in nur 4 Monaten

 

Korrektur: Jetzt bereits 680 Punkte

01.02.2012 03:37
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Elias hat am 31.01.2012 - 15

Elias hat am 31.01.2012 - 15:50 folgendes geschrieben:

 

Hauptschuldiger für diese Fehlentwicklung war der Baltic Dry Index. Die zusätzlichen Fracht-Kapazitäten nach der Krise sorgten für erheblichen Druck auf die Frachtraten. Diese Fehlentwicklung setzte sich auch bis zuletzt fort.

Das ist sicher richtig. Aber ein Absturz von 2200 auf 702 in nur 4 Monaten ist schon happig und kann mit Überkapazitäten alleine nicht erklärt werden. Schliesslich existieren diese Überkapazitäten ja schon seit 2008.

Siehe auch: http://wellenreiter-invest.de/WellenreiterWoche/Wellenreiter120128.htm

 

31.01.2012 15:50
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Karat1 hat am 31.01.2012 - 15

Karat1 hat am 31.01.2012 - 15:31 folgendes geschrieben:

 

Der Baltic Dry Index ist gewaltig eingebrochen. 30.12.2011: 1735!  Aktuell (30.1.12) 702!!!      Der DJTA (Transportindex) 5019 am 30.12.11 und 5322 am 30.1.2012.                                        Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg von 107,2 am 20.1.211 auf 108.3 am 25.1.2012! In den nächsten 2 - 3 Tagen dürfte dann noch der viel beachtete Gebert-Index folgen.


Dass der Baltic Dry Index so massiv eingebrochen ist, macht mich schon nachdenklich.        

HARPEX und HRCI sind näher am Konsum und nicht frühzyklisch wie die Baltic Indices. Während der Baltic Dry Index als Frühindikator für konjunkturelle Entwicklungen angesehen wird, sind die Container-Indizes Indikatoren für den aktuellen Zustand des Welthandels. http://de.wikipedia.org/wiki/Baltic_Dry_Index

Hauptschuldiger für diese Fehlentwicklung war der Baltic Dry Index. Die zusätzlichen Fracht-Kapazitäten nach der Krise sorgten für erheblichen Druck auf die Frachtraten. Diese Fehlentwicklung setzte sich auch bis zuletzt fort. Während Rohstoffpreise und Börsen von Hoch zu Hoch eilen, hat der Baltic Dry weiter an Terrain verloren. Aufgrund dessen notiert der WB-Index sogar unter dem Niveau vom Frühjahr. http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/investor/der-wb-index-hat-sei...

Karat1 hat am 31.01.2012 - 15:31 folgendes geschrieben:

PS: Warum sieht mein Beitrag so aus als sei er "Vom Winde verweht?"   

Die HTML-Formatierungen werden zumt Teil nicht richtig erkannt. Gleich unterhalb des Editors kann mann zwischen Plain-Text und HTML wechseln und selber formatieren, wenn man sich in HTML auskennt. Danach unbedingt wieder auf HTNL wechseln, sonst sieht man den HTML-Code

Alternative: Copy-Paste zuerst in einen Editor  (in XP unter Programme --> Zubehör --> Editor). Dadurch verschwinden die HTML-Tags. Von dort aus wieder Copy-Paste in den Cash-Editor

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.01.2012 15:31
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BDI, DJTA, IFO

Der Baltic Dry Index ist gewaltig eingebrochen. 30.12.2011: 1735!  Aktuell (30.1.12) 702!!!      Der DJTA (Transportindex) 5019 am 30.12.11 und 5322 am 30.1.2012.                                        Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg von 107,2 am 20.1.211 auf 108.3 am 25.1.2012! In den nächsten 2 - 3 Tagen dürfte dann noch der viel beachtete Gebert-Index folgen.


Dass der Baltic Dry Index so massiv eingebrochen ist, macht mich schon nachdenklich.            Karat


 


PS: Warum sieht mein Beitrag so aus als sei er "Vom Winde verweht?"


 

02.01.2012 17:28
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Gebert-Index mit Kaufsingal

Gebert-Index mit Kaufsingal für Aktien!


Der Gebert-Index wechselt von 2 auf 3 gibt per 2.1.2012 ein Kaufsignal!


https://spreadsheets.google.com/spreadsheet/pub?key=0AtZCEaGy965OdC0ySWVDYlN6MGFZb3FRRF9zQmdZS3c&single=true&gid=0&output=html


 


Treffsicherer Börsenindikator (DAX) von Thomas Gebert:


Bestandteile:


1. EZB-Hauptrefinanzierungszinssatz
2. Inflationsrate
3. Dollar
4. Jahreszeit


Folgende Regeln werden angewandt:


1. Ist der Hauptrefinanzierungszinsatz gesenkt worden ist der Wert 1
1a) Ist er erhöht worden, ist der Wert 0


2. Ist die Inflationsrate unter dem Wert von vor 12 Monaten ist der Wert 1
2a) Ist die Inflationsrate nicht unter Vorjahreswert ist der Wert 0


3. Ist der Dollar höher als vor 12 Monaten ist der Wert 1
3a) Ist er niedriger als vor 12 Monaten ist der Wert 0


4. Ist die Jahreszeit 1.11. - 30.4. ist der Wert 1
4a) Ist die Jahreszeit 1.5. - 30.10 ist der Wert 0


Interpretation:


Ist die Summe der Punkte drei oder vier ist das ein Kaufsignal, welches solange bleibt, bis ein Verkaufssignal auftritt.


Ein Verkaufssignal tritt bei 0 oder 1 Punkt auf. Dies bleibt solange in Kraft bis ein Kaufsignal auftritt.


2 Punkte sind neutral und ändern das aktuelle Signal nicht.


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Jetzt ist wirklich ein guter Zeitpunkt um festzustellen, ob der Gebert-Index weiterhin so gute Signale gibt wie in der Vergangenheit. Wenn jetzt ein Kaufsignal generiert wird, wo alle für Aktien doch grösstenteils pessimistisch sind, ist das doch sehr interessant. Aber wie heisst es doch so schön in der Baisse wird die Hausse geboren. Schauen wir mal.


Karat


 



 


 


 

15.06.2011 01:05
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TRAN verhält sich nicht als Vorläufer

TRAN verläuft 1:1 zum SP500 (seit Mai/Juni)

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

14.06.2011 10:25
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Re: Early Bird nimmt Sinkflug auf, oder.............?

Early Bird:

Sept10/2.24

Okt.10/2.18

Nov.10/2.39

Dez.10/2.36

Jan.11/2.55

Feb.11/2.45

Mrz.11/2.28

Apr.11 / 2.20

Mai 11 / 1.62

https://cbcm.commerzbank.com/media/de/documents/research/economic_resear...

Der Frühindikator Earl Bird weiter im Sturzflug. Das lässt nichts "GUTES" erahnen.

Karat

11.04.2011 15:45
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Early Bird nimmt Sinkflug auf, oder.............?

Setzt der Early Bird, als relativ zuverlässiger Frühindikator, den Sturzflug fort? Mit weiteren Zinserhöhungen in der Euro-Zone bekäme der Early Bird wohl unangenehme Luft welche ihn nach unten drücken würde. Ungewiss ist wann die nächsten Zinsschritte kommen. Daher wird wohl auch der gewünschte Höhen-flug der Aktien vorderhand ausbleiben. 2, 3 Zinserhöhungen in der nächsten Zeit sind nicht ausgeschlossen, wenn sie kommen, wären sie aber Gift für die Aktien. Von den Problemen der verschuldeten Staaten nicht zu reden. Der Euro würde anziehen was schlecht für den Export wäre (DAX!)

Early Bird:

Sept10/2.24

Okt.10/2.18

Nov.10/2.39

Dez.10/2.36

Jan.11/2.55

Feb.11/2.45

Mrz.11/2.28

Apr.11/?.??(Mein Tipp,es folgt eine weitere Erhöhung)

https://cbcm.commerzbank.com/media/de/documents/research/economic_resear...

Karat

12.02.2011 16:54
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Signale der Frühindikatoren

Erstaunt eigentlich nicht, dass der ISM bei steigenden Rohstoffpreisen steigt Wink

Es wird ja nicht mehr eingekauft. Es wird nur mehr dafür bezahlt Blum 3

12.02.2011 14:49
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Early Bird - Index auf Allzeithoch!

Der Eary Bird-Index auf einem neuen Allzeithoch!

In Deutschland läuft es wie geschmiert. Die Unternehmensführungen sind sehr zuversichtlich. Wenn es Deutschland gut geht, geht es uns (CH) auch gut.

Jan 11 = 2.49

Dez 10 = 2,26

Nov 10 = 2,27

Okt 10 = 2,17

Sept 10 = 2.17

Aug 10 = 2,24

Jul 10 = 2,17

https://cbcm.commerzbank.com/media/de/documents/research/economic_resear...

Karat

13.01.2011 16:12
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Signale der Frühindikatoren

Deutschland: Early Bird deutet auf starkes Jahr 2011

Der Early-Bird-Index signalisiert ein starkes Deutschland. Davon könnte die Schweiz nur profitieren, ist doch Deutschland der grösste Handelspartner für das Exportland Schweiz.

https://cbcm.commerzbank.com/media/de/documents/research/economic_resear...

Trotzdem bleiben aber Zweifel an der Nachhaltigkeit der Wirtschaftserholung. Im Moment ist alles noch in der Schwebe. Erfüllen sich die Hoffnungen der Optimisten und alle schwebenden Probleme lösen sich in Wohlgefallen aus, könnte es ein überraschend gutes Börsenjahr geben. Erfüllen sich die Bedenken der Pessimisten, dann gute Nacht. Im Moment steht es für mich immer noch 50 : 50, dass beide Varianten eintreffen könnten. Anderseits, aber das ist eher natürlich Wunschdenken, erwarte ich, dass es noch einmal gut geht. Aber wenn man sieht wie weltweit gewurstelt wird und auf Pump gelebt wird, macht es mir auch wieder Angst und Bange.

Karat

10.08.2010 09:11
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Early Bird - Index im Sinkflug (v. 9.8.2010)

Der Early Bird - Index der Commerzbank ist den 2. Monat in Folge gefallen.

2010

Jan 2,11

Feb 1,99

Mär 2.39

Apr 2.34

Mai 2.50

Jun 2.29

Jul 2.12

Dabei haben sich alle Teilkomponenten verschlechtert. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich eingetrübt, der Euro hat aufgewertet und die Geldmarktzinsen sind gestiegen. Insgesamt sollen die konjunkturellen Rahmenbedingungen zwar gut bleiben, allerdings scheinen aber die besten Zeiten zu Ende zu gehen. Der Early Bird - Index verspricht eine geringere konjunkturelle Dynamik. Ein Ende der Erholung soll allerdings noch nicht drohen.

Der Rückenwind für die Konjunktur weht zwaz noch immer, aber von einer Flaute kann noch nicht gesprochen werden.

Mehr unter: https://cbcm.commerzbank.com/de/site/research/economic_research/publicar...

____________________________________________________

Mit in die Anlageüberlegungen sollte allenfalls einbezogen werden, dass mit dem September der durchschnittlich schwächste Börsenmonat des Jahres vor der Türe steht.

Karat

____________________________________________________

18.07.2010 21:23
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Signale der Frühindikatoren

revinco wrote:

Oder hast Du diese Statistiken etwa als Frühindikatoren interpretieren können um von der Frühlingsrallye zu profitieren?

Ich bin Daytrader. Habe somit jeden Tag irgendeine Rallye. Die letzte war Freitag ;-). Zudem trade ich bei 99% meiner Trades rein technisch. Konnte somit für die Frühjahrsrallye null profitieren.

Aber das sieht man ja im Chart eh schon viel früher... Bin nur mal drauf gestossen, weil ich auf der Hudson-Seite oft gute tiefergehende Artikel konsumiere.

Mir gefällt die Publikation. Wenn sie jeweils rein kommt, überfliege ich sie und habe so eine ganzheitliche Übersicht/Zusammenfassung, und muss die Sachen nicht zusammensuchen.

Wenn die einzelnen dieser Daten während des Tages reinkommen (dazu nehm ich Forexfactory), interessiert mich ja nur ob sie bewegen - wie das ConsumerSentiment letzten Freitag Wink - und fertig.

Man sieht bei so einem weiter gefassten Datensatz natürlich schon, wo es etwa anstellen könnte, wobei "Frühindikatoren" bei solchen Wirtschaftsdaten natürlich nicht ganz die zutreffende Bezeichnung ist. Die hinken ja weit hinterher.

Rein aus Interesse mache ich seit Jahren bei www.sentix.de aktiv mit. Dort hat es einige Sachen, die ich schon eher als Frühindikatoren bezeichnen würde. Allerdings ist die Interpretation dieser Daten teilweise etwas eine Kunst für sich. Auch nach Jahren...

Als aktives Mitglied hat man dort auch einen Memberberich wo man seine wöchentlichen Einschätzungen der letzten Jahre in Charts mit den diversen Kursen und nach unterschiedlichen Kriterien auswerten kann. Manchmal führt das zu fruchtbarem Nachdenken, wenn man die Welt so ganz anders sieht. Und man hat das über all die Jahre schön archiviert...

18.07.2010 17:35
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Signale der Frühindikatoren

beat wrote:

Aktuelle Zusammenstellung einiger Wirtschaftsindikatoren:

http://www.hudson.org/files/documents/Hudson_Econ_Rpt_03.12.10.pdf

Interessant aber nicht wirklich wegweisend.

Oder hast Du diese Statistiken etwa als Frühindikatoren interpretieren können um von der Frühlingsrallye zu profitieren?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

18.07.2010 17:26
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Re: Early Bird Index

Massgebende Aussage:

Quote:

Der Early Bird signalisiert somit unverändert auf eine spürbare Erholung der deutschen

Wirtschaft in den kommenden Quartalen. Zusammen mit den zuletzt sehr starken Zahlen aus

der Industrie spricht dies dafür, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr deutlich stärker

wachsen wird als derzeit vom Konsens erwartet. Deshalb haben wir unsere

Wachstumsprognose für 2010 auf 2,5% angehoben. Ein großes Risiko bleibt allerdings die

Schuldenkrise im Euroraum. Sollte diese eskalieren, würde der folgende Unsicherheitsschock

wohl ähnlich wie der nach der Lehman-Pleite alle Konjunkturprognosen obsolet machen

Deshalb gebe ich diesem Indikator unter diesen Wirtschaftsbedingungen keine allzu grosse Bedeutung, dieser könnte so schnell wieder sinken wie der ECRI:

http://www.cash.ch/node/4189#comment-262643

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

18.07.2010 14:35
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Early Brid Index

Ein auf und Ab des Early Bird Index der Commerzbank.

Im Juni wieder leicht rückläufig.

https://cbcm.commerzbank.com/media/de/documents/research/economic_resear...

Karat

16.03.2010 19:07
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Signale der Frühindikatoren

Aktuelle Zusammenstellung einiger Wirtschaftsindikatoren:

http://www.hudson.org/files/documents/Hudson_Econ_Rpt_03.12.10.pdf

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