Signale der Frühindikatoren

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Karat1
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Signale der Frühindikatoren

Signale der Frühindikatoren

Der Baltic Dry Index (Stand 3.1.09 = 774.00) hat sich im Vergleich zur Vorwoche von 3809.00 wieder leicht auf 3583.00 zurückgebildet. Was anzeigen könnte, dass die sich leicht verbessernden Wirtschaftsnachrichten noch zarte Pflänzchen sind. Allerdings ist die Verbesserung seit anfangs Jahr schon beträchtlich.

Signal für Aktienkurse: positiv!

Die 30YUS-TB-Zinsen (Stand 3.1.09 =141.42) haben sich im Vergleich zur Vorwoche von 114.67 auf 115.78 leicht erhöht. Sie sind immer noch hoch und signalisieren ein Misstrauen in den Staat.

Signal für Aktienkurse: neutral/negativ.

Der Goldpreis (Stand 3.1.09 = 931.30) hat sich nach Auf und Ab’s im Vergleich zur Vorwoche von 954.70 auf 939.20 ermässigt.

Signal für Aktienkurse: neutral/positiv.

Der GSCI IndMetals (Stand 3.1.09 = 195.62) hat sich im Vergleich zur Vorwoche von 269.60 auf 285.16 erhöht. So weit das auf einerachfragebelebung basiert, ein eher gutes Zeichen für eine leichte Wirtschaftsverbesserung.

Signal für Aktienkurse: positiv.

Der DAX-Sentiment-Index (Stand 15.5.09 = 52 bullish / 30 baerish / 18 neutral) zeigt wieder oder immer noch, eine unentschlossene eher baerische Haltung der Anleger. Im Vergleich zur Vorwoche mit 35/44/21 ergab die Umfrage ein leicht pessimistischeres Ergebnis von 33/42/25

Signal für die Aktienkurse: neutral.

Der Zinsspreed von Anleihen (Bund zu ausl. BBB-Schuldner) (Stand 15.5.09 = 4.23%) zeigt weiter-hin einiges Misstrauen in ausl. BBB-Schuldner. Dies lässt den Schluss zu, das die Anleger noch vor-sichtig sind „unsicheren“ Schuldner günstiges Geld zu leihen. Das spiegelt natürlich ein weiterhin bestehendes Misstrauen dass der Wirtschaftsauf-schwung in kürze sichtbar wird. Im Vergleich zur Vor-woche von 5.46% auf 5.20% hat sich der Spreed leicht reduziert. Ob das schon ein Signal für nach-haltiges Vertrauen spiegelt ist mit Vorsicht zu geniessen.

Signal für die Aktienkurse: neutral/negativ

Zusammenfassung

Man könnte sagen, dass sich die einzelnen Früh-indikatoren neutralisieren. Anderseits,signalisieren aber die für mich hier wichtigsten Indikatoren, wie der Baltic Dry Index und der GSCI IndMetals,dass man leicht zuversichtlich sein darf für die Aktienkurse in den(r) nächsten Woche(n)!

Gerne nehme ich Eure Vorschläge zur Ergänzung meiner Frühindikatoren entgegen. Ebenso würde mich interessieren ob ihr gemäss den Indikatoren auf die gleichen Einschätzungen kommt wie ich.

Karat1

Dr.Zock
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Signale der Frühindikatoren

Hallo Karat1

Ein wirklich gutes Posting. Hierfür mal ein dickes Dankeschön !!!!

Auch ich schaue mir den BDI an. Gemäss Dr.Gloom Doom MF steigen die Märkte noch bis rund Juli - August. Dann dürfte eine Konsolidierung in der Grössenordnung von ca. 10% ( SMI ) stattfinden. In der Summe sieht er eher eine Seitwärtstendenz für die nächsten 18 Monate. Bis dann dürfte es den USA noch wesentlich schlechter gehen, und dafür Asien um einiges besser dastehen.

Beste Grüsse und schönes WE

Dottore Zöcky Lol

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

Karat1
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Marc Faber

Hallo Dottore

Ich höre Marc Faber gerne zu. Er kommt schnell auf den Punkt und hatte in der Vergangenheit einige Treffer. Das ist aber keine Versicherung für zukünftige Voraussagen. MF ist mir etwas zu marktschreierisch und oft stecken bei solchen Propheten auch Eigeninteressen dahinter. Die von Dir zitierten Aussagen von FM können zutreffen aber auch nicht. Wetten würde ich nichts drauf. Ende Jahr wissen wir mehr. Persönlich denke ich, dass es auf Sicht bis Ende 2010 zaghaft aufwärts geht. Das allerdings nicht am einem Stück sondern immer wieder durch Rückschläge. Jedenfalls dieses Jahr wird das so sein. Wenn sich dann mal die Basisdaten der Unternehmen etwas stabilisieren und das Vertrauen nachhaltig zurückkehrt, dann sieht die Welt wieder besser aus.

Allerdings können solche Despoten wie in Nordkorea und im Iran wieder alles über den Haufen werden. Und, der nächste Despot wartet auch schon irgendwo.

Karat1

fritz.
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Re: Marc Faber

Karat1 wrote:

Allerdings können solche Despoten wie in Nordkorea und im Iran wieder alles über den Haufen werden. Und, der nächste Despot wartet auch schon irgendwo.

Rein börsentechnisch sind solche Despoten und die Kriege, die sie auslösen können, doch ein Segen. Meistens gibt es vor Kriegen einen ziemlichen Absturz und dadurch das Potential für einen grösseren Anstieg, sobald der Krieg los geht. So war das auch bei den beiden Irak-Kriegen. Und für Anleger ist das doch viel interessanter als ein langweiliger Seitwärtstrend.

Das soll aber nicht heissen, dass ich Kriege befürworte.

Die Aufstellung der Frühindikatoren ist interessant. Auch ich glaube, dass nach dem jetzigen Seitwärtstrend auf (der aktuellen Situation entsprechend) hohem Niveau nochmals ein Rutsch nach unten kommen wird, der in einem mehrjährigen Seitwärtstrend auf tiefem Niveau enden könnte.

Gruss

fritz

Vontobel
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Übersicht

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

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Denne
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Signale der Frühindikatoren

Mit Verlaub, diese ganzen technischen Frühindikatoren sind meiner Meinung nach in der mittel- und längerfristigen Betrachtung (1 Jahr + )kein Schuss Pulver wert. Die staatlichen Eingriffe sind so enorm und verzerrend, dass zwischen Markt und Manipulation gar nicht mehr unterschieden werden kann. Ausserdem reicht vermutlich eine einzige überraschende Pleite eines globalen Unternehmens und die Frühindikatoren sehen innert weniger Stunden völlig anders aus.

Es werden politische Entwicklungen und Entscheidungen sein, die über wirklichen Aufschwung oder Agonie bestimmen. z.B.

- Wie schnell ziehen sich die Regierungen aus den Zombie-Märkten zurück? (Banken, Versicherungen, Immobilien, Automobilindustrie usw usf.) Sprich: Wie schnell platzt die Bailout-Bubble, und wann erwacht wieder der Markt?

- Wie schnell und wie weit kann sich Eurasien ökonomisch und politisch von den USA abkoppeln?

- Wie können die enormen Staatsschulden unter Kontrolle gebracht werden, ohne das Volk und damit die Wirtschaft über horrende Steuererhöhungen und Inflation ins Elend zu treiben?

- Wie hoch wird die Last der Arbeitslosigkeit für Staat und Unternehmen?

- Gehen die USA den eingeschlagenen Weg zur Abwendung der Misere konsequent weiter, indem sie einen "wirklichen" Krieg vom Zaun reissen?

Der BDI in Ehren, aber das sind meiner Meinung nach Fragen (von Zinsen, Dollar und Saugrippe noch gar nicht gesprochen), deren Antworten als Indikatoren für einen wirklichen Aufschwung bedeutender sind als Containerschiffe, die defizitär über die Ozeane schippern. Noch gibt es die Antworten nicht.

Aber da wir hier ja in einem Börsenforum sind und nur die nächsten paar Tage und allenfalls Wochen interessieren, bin ich wohl ziemlich off topic geraten. Sorry. Schönen Samstach allerseits.

polysix
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Signale der Frühindikatoren

Karat1 - sehr gutes Posting - vielen Dank.

Bin auch Fan von Faber, Rogers und Co. - wobei diese

Voraussagen nur ein warscheinliches grobes Szenario beschreiben können. Als Marktteilnehmer treiben wir in der Südsee, ohne Wind und vermuten dass uns die Strömung in die gewünschte Richtung treibt. Faber und Co. haben die Gabe, das Naheliegende verständlich zu beschreiben.

Bin der Ansicht, dass wir langsam Wiederstandskraft gegen die Weltuntergangsstimmung entwickeln. Es wird weiter konsumiert und investiert, Neues erfunden und Erfahrungen werden (hoffentlich) umgesetzt.

Cheers. Wink

It dont mean a thing

(If it aint got that swing)

Denne
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Signale der Frühindikatoren

polysix wrote:

(...) Erfahrungen werden (hoffentlich) umgesetzt.

Nope, es geht so weiter (für kurze Zeit).

Finanzkrise? Welche Finanzkrise?

(Link geklaut von orangebox, thx)

Denne
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Signale der Frühindikatoren

Denne wrote:

Der BDI in Ehren, aber das sind meiner Meinung nach Fragen (von Zinsen, Dollar und Saugrippe noch gar nicht gesprochen), deren Antworten als Indikatoren für einen wirklichen Aufschwung bedeutender sind als Containerschiffe, die defizitär über die Ozeane schippern. Noch gibt es die Antworten nicht.

... ok ok, Containerfracht ist im BDI nicht erfasst, ich geb´s zu. Hingegen hier:

https://www.sekundaermarkt.de/DSM/CMS/harpex.htm#harpex

Karat1
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Saisonale Performance der Aktienmärkte

Saisonale Performance der Aktienmärkte

Historisch betrachtet weist die Periode:

November - April

die bessere Performance an den Aktienmärkten aus.

Das würde nun heissten, dass wir im Moment

Mai - Oktober

im 1. Drittel der schwächeren Börsenperiode stecken.

Bis jetzt ist davon allerdings noch nichts spürbar. Dass vorsichtig investiert wird hat andere Gründe.

Bleibt also die Frage, ob wir den, mindestens von mir, nochmals erwarteten Rückschlag von 5% - 15% in den nächsten Monaten (Juni - Oktober) auch wirklich noch erleben werden. Vieles wird wohl auch von den Geschäftszahlen des 2. Quartals abhängen. Sind sie gut oder mindestens mit einem positiven Ausblick garniert, könnte der Einbruch diesmal durchaus ausbleiben. Im umgekehrten Fall, könnte es aber auch zu grösseren, als von mir erwarteten Rückschlägen kommen. Ich rechne tendenziell eher mit schlechten Zahlen und "gemischten" Ausblicken. Ganz allgemein werden die Konjunkturdaten Beachtung finden und es wird branchenmässig grosse Unterschiede geben.

Kann es sein, dass man im Moment gut beraten ist, nicht alles "Pulver" zu verschiessen oder es dem Regen auszusetzen?

Sicher kann es nicht ganz falsch sein, wenn man gegen Ende 2009 - anfangs 2010 noch etwas liquide ist, um einige dazumal günstigere (als jetzt) "Perlen" einzukaufen.

Karat1

el Toro
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Re: Marc Faber

@Karat1: nette Auflistung der Frühindikatoren! NZZamSonntag vom vergangenen Weekend gabs eine ähnliche Übersicht darüber - und gestern kam die Bestätiung vom Philly-FED-Index. Die Lage hat sich stabilisiert.

Karat1 wrote:

Persönlich denke ich, dass es auf Sicht bis Ende 2010 zaghaft aufwärts geht. Das allerdings nicht am einem Stück sondern immer wieder durch Rückschläge. Jedenfalls dieses Jahr wird das so sein.

Eine Korrektur ist überfällig - und sie wäre auch zu wünschen. Gerade in Asien würden sich super Chancen bieten, denn die Welt wartet darauf, was kurzfristig zu stark steigenden Kursen führen würde (Calls).

run rabbit, run...

Karat1
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Signale der Frühindikatoren

Signale der Frühindikatoren vom 28.6.2009

_________________________________________________________________

Der Baltic Dry Index Stand 3.1.2009 = 774.00) hat sich im Vergleich zur Vorwoche wieder von 4070 auf 3703 zurückgebildet. Das Auf und Ab dieses Indexes in den letzten Wochen, muss als Signal wohl so gedeutet werden, dass der wirtschaftliche Aufschwung noch einige Zeit auf sich warten lässt. Allerdings muss auch zur Kenntnis genommen werden, dass der BDI seit Jahresanfang doch einiges gutgemacht hat.

Die 30Y US-TB-Zinsen (Stand 3.1.09 = 141.42) haben im Vergleich zur Vorwoche von 116.00 auf 118.02 wieder etwas zugelegt. Auch hier kein klares Signal, ob dem Staat wieder mehr oder weniger vertraut wird.

Der Goldpreis (Stand 3.1.2009 = $870.00) hat sich ggü. der Vorwoche minimal von $934.50 auf $939.90 erhöht. Signal für die Aktienkurse weiterhin unklar!

Der GSCI IndMetals (Stand 3.1.2009 = 195.62) hat sind ggü. der Vorwoche nicht verändert $278.48 auf $ 277.88! Also kein Signal, dass Industrierohstoffe stärker nachgefragt würden.

Der DAX-Sentiment (Stand 15.5.2009 = 52 Bull / 30 Bär / 18 neutral) hat sich ggü. den Vorwochen deutlich verbessert und die Zuversicht ist ungefähr wieder auf dem Stand von Ende Mai 2009. Ob das schon als erste Zeichen für die Rückkehr der Optimisten gedeutet werden kann ist schwer zu sagen. Die Mehrheit ist auf jeden Fall noch immer pessimistisch oder mindestens unentschlossen. Dazu kommt, dass eine Umfrage nach dem Verhalten an der Börse immer noch ganz was anderes ist, als dann das tatsächliche Verhalten.

Der Zinsspreed von Anleihen (Bund / Ausl. BBB-Schuldner) Stand 15.5.2009 = 4,23%, hat sich ggü der letzten beiden Wochen weiter erhöht und liegt jetzt bei 5.38%! Je höher der Zinsspreed, desto höher wird das Risiko von den Anleger eingeschätzt, es könnte zu Ausfällen bei den Anleihensrückzahlungen kommen.

Die Indikatoren Zinsen, CRB, Öl, Dollar, Saison gibt ein 2 : 3 Signal für die Fortsetzung der Baisse.

Im Gegensatz zeigt die Nasdaq-DowUtility-DAX-Methode ein Kaufsignal für Aktien.

Die 6-Wochen-Indizes-Methode lässt auch nicht gerade viel Zuversicht aufkommen. Das Signal zeigt 2 : 16 für die Fortsetzung der Baisse.

Die Anzahl der Aktienindizes, welche über dem 200-Tage-Durchschnitt stehen, liegt bei 97%! Dies könnte durchaus als positiv gewertet werden, ist aber sicher auch noch nicht in Stein gemeiselt.

NEU:

Am 23.6.2009 habe ich eine Beobachtungsliste mit Frühindikatoren-Aktien angelegt, welche meiner Meinung nach, schnell auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektiven anspringen „sollten“.

Es sind dies im Moment: ABB, Adecco, Lufthansa, Geberit, Holcim, Implenia, Kühne & Nagel, Panalpina und Valora

Seit dem Start (23.9.09) haben sich 9 Aktien positiv und 1 Aktie (Lufthansa) negativ entwickelt. Der Zuwachs dieses PF betrug nach einer Woche 1.89 %. Nach so kurzer Beobachtungszeit ist diese Entwicklung natürlich noch wenig aussagekräftig. Der weitere Verlauf dieser Aktien erscheint mir aber interessant zu werden. Ich erhoffe mir aber, dass diese Aktien in Zukunft frühzeitige Signale für die Wirtschaftsentwicklung signalisieren.

Zusammenfassung und Interpretation

Ich interpretiere die verschiedenen Indikatoren für die Aktienkursentwicklung wie folgt:

3 positiv, 3 negativ und 4 neutral! Für mich heisst das, dass sich die Investoren noch unschlüssig sind und das nötige Vertrauen nach wie vor fehlt. Mit Aktienkäufen scheint es vorläufig nicht zu eilen. Bessere Einstiegskurse sind in den nächsten Wochen/Monaten wahrscheinlicher als das Szenario dass der „Zug“ schon nächste Woche volle Fahrt aufnimmt. Aber eben, wann kommt das ultimative Signal für die Abfahrt des Schnellzuges?

Karat1

Dilemma
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Re: Signale der Frühindikatoren

Karat1 wrote:

Signale der Frühindikatoren vom 28.6.2009

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-

Karat1

@Karat1

Kompliment und Dankeschön für solche Beiträge.

Das sind Beiträge die ich gerne lese und schätze.

Bitte auch in Zukunft....

SmileSmileSmile

Dilemma

fritz.
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Signale der Frühindikatoren

Gut so, Karat1, Neue Analysen gleich mit der letzten Version verglichen. Das kann man brauchen.

Danke

fritz

börsenakrobat
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Indikatoren ...

investchannel.ch hat gerade auch im hinblick auf die positiven indikatoren ein interview mit chefstratege thomas härter (swisscanto) geführt.

http://www.investchannel.ch/investtalk/Allgemeine-Markteinschaetzung.aspx

klickt doch diesen link an. :idea:

Karat1
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Die Realität der Produktion (Import/Export) vom Mal 2009

Schaut man sich die Statistik der Eidg. Zollverwaltung der CH-Importe - Exporte an, bekommt man allerdings eine etwas realistischer Meinung i.S. Zustand unserer Wirtschaft:

http://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/de/attachments/27...

Ganz besonders zeigt es sich auch, wie wir als Exportland von erschreckend wenig Länder abhängig sind. Geht es z.B. in Deutschland nicht oppsi, bleiben auch wir auf der Strecke. Um es mal etwas überspitzt zu sagen.

Karat1

börsenakrobat
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Wirtschaftlicher Rundumschlag

http://www.investchannel.ch/investtalk/Wirtschaftsaussichten.aspx

hier seht ihr noch alles dazu in einem videointerview. dies jungs haben es drauf. es ist einfach verständlich, nie langweilig und sogar mit kapiteln versehen. klicken und lernen und geniessen quasi leicht gemacht. empfehlenswert. :!:

Karat1
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Signale der Frühindikatoren vom 4.7.2009

Signale der Frühindikatoren vom 04.07.2009

(Die Signale sind im Verhältnis zu den Aktienmärkten zu verstehen)

_________________________________________________________________

Baltic Dry Index (Stand 3.1.2009 = 774.00) hat sich im Vergleich zur Vorwoche weiter von 3703 auf 3520 zurückgebildet. Ungefähr auf den Stand von Ende Mai.

Signal: ↓

10Y + 30Y US-TB-Zinsen sind weiter leicht gesunken. 3.53%/3.49% bzw. 4.32/4.31.Zwar kein klares Signal aber ein kleiner Schritt in die richtige Richtung für die Aktienmärkte. Signal: ↔

Goldpreis (Stand 3.1.2009 = $870.00) hat sich ggü. der Vorwoche minimal von $939.90 auf $929.50 reduziert. Signal für die Aktienkurse weiterhin unklar! ↔

GSCI IndMetals (Stand 3.1.2009 = 195.62) hat sind ggü. der Vorwoche nicht verändert $277.88 auf $ 278.39! Kein Nachfragemarkt. Signal: ↔

DAX-Sentiment (Stand 15.5.2009 = 52 Bull / 30 Bär / 18 neutral) hat sich ggü. der Vorwoche stark 34/36/30 abgeschwächt. Vermutlich sind die Optimisten der letzten Woche auf dem falschen Fuss erwischt worden und überreagieren jetzt auf die andere Seite. Signal ↓

VIX-Index (Stand 3.1.09 = 33.12) steht nach Auf/AB der letzten Wochen aktuell bei 27.95. Übersteigt der VIX die Marke von 35 signalisiert er die Bodenbildung des Marktes. Aktuell scheint er den Boden noch nicht gefunden zu haben. Signal ↓

Call/Put-Ratio S&P 100 (Stand 26.6.09 = 1.06) Eine Call/Put-Ratio über 0.70 bedeutet einen steigenden Markt. Die Erhöhung der C/P seit Ende der letzten Woche

von 1.06 auf 1.53 ergibt also ein klares Signal. ↑

Zinsspreed Anleihen (Bund / Ausl. BBB-Schuldner) Stand 15.5.2009 = 4,23%, zeigt mit 4.81% diese Woche ein 5-Wochentief. Das Vertrauen, dass die BBB-Schuldner ihre Anleihen zurückzahlen können steigt also wieder. Signal: ↑

Die Indikatoren Zinsen, CRB, Öl, Dollar, Saison ergeben mit 3 : 2 für die Hausse (VW = 2 : 3 B) ein wichtiges Zeichen für die Märkte. Signal: ↑

Die wichtige Nasdaq-DowUtility-DAX-Methode senden weiterhin positive Impulse

und ein klares Signal für die Aktienmärkte. ↑

Die 6-Wochen-Indizes-Methode zeichnet weiterhin (3.Wo.) ein pessimistischeres Bild. Wie in der Vorwoche tendiert die Methode mit 2 : 16 weiterhin auf Baissemärkte. Signal: ↓

Die Anzahl der Aktienindizes, welche über dem 200-Tage-Durchschnitt stehen, hat sich wieder auf 97% (VW 91%) verbessert! Noch ist aber nichts in trockenen Tücher und Vorsicht ist angebracht. Signal: ↔

Die Empfehlung für die Aktien im Depot lautet für die kommende Woche keine Verkäufe. Signal ↔

Das Frühindikatoren-Aktien-Depot mit den Titeln ABB, Adecco, Lufthansa, Geberit, Holcim, Implenia, Kühne & Nagel, Kuoni, Panalpina und Valora hat sich ggü. der Vorwoche (9 : 1 pos. Perform.) leicht auf 6 : 4 pos. Perform. verschlechtert. Signal ↔

Die Branchen-Stoxx-Indizes haben sich ggü. der Vorwoche wie folgt verändert:

5 pos./3 gl./10 neg.! Signal: ↓

Der Konsumentenstimmungsindex hat sich bei der letzten Erhebung im April 2009 ggü. dem Stand vom Januar 2009 von -23 auf -38 verschlechtert. Damit wurde im

April der tiefste Stand seit 2003 bzw. 1996 erreicht. Das lässt fast die Ansicht zu, dass es schlimmer wohl nicht mehr geht. Signal: ↓

Der Konsumentenpreisindex (Basis 5/2000) pendelt seit anfangs Jahr zw. 107.8 (Mrz.) und 109.1 (Juni). Ein Anstieg dieses Indexes signalisiert eine anziehende

Konsumnachfrage, was dann ja meistens mit einer steigenden Inflation einhergeht.

Signal: ↔/↑

Das KOF-Konjunkturbarometer (Stand 1/09 = -1.29) hat sind nach einem Tief im April u. Mai (-1.86 /-1.85) um 0.20 auf -1.65 verbessert. Signal: ↑

Der Konjunkturausblick BIP (Prognose) verschlechterte sich vom April (-2.2%) auf

-2.7% im Juni. Das BIP wird Quartalsweise erhoben. Signal: ↓

Das „reale BIP“ betrug im März 09 (quartalsweise Erhebung). Signal: ↔

Die Arbeitslosigkeit betrug Ende April 136'709 Personen was einer Quote von 3.50% entspricht. Eine leichte Verbesserung zeigte sich Ende Mai mit 135'128 Personen, was einer Quote von 3,40% entspricht. Signal: ↓

Der ifo Geschäftsklima-Index der BRD entwickelte sich 2009 wie folgt:

Klima (Mittel aus Lage u. Erwartung): 83.1, 82.6, 82.2, 83.7, 84.3, 85.9

Lage (eff.): 86.7, 84.3, 82.7, 83.5, 82.5, 82.4

Erwartung: 79.6, 81.0, 81.7, 84.0, 86.0, 89.5

Die Zahlen zeigen, dass die Erwartungen immer etwas höher waren als die eff. Lage.

Bei der Erhebung zeigt sich da wohl immer auch ein Wunschdenken. Signal: ↔

Zusammenfassung, Kommentar und Interpretation

Ich interpretiere die verschiedenen Indikatoren (23) für die Aktienkursentwicklung wie folgt:

↑ = 6

↔ = 9

↓ = 8

Das heisst, dass wir uns weiterhin in einer Pattsituation befinden und die Aktien-märkte und deren Akteure noch keine eindeutige Richtung einschlagen können.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Anleger gerne eine positive Aktienkurs-entwicklung hätten. Leider fehlen den Märkten aber die wichtigen Impulse. Die Verunsicherung wird also auch weiter anhalten. Schon rein von der Saison her, darf wohl kurz- u. mittelfristig, nicht mit nachhaltig steigenden Kursen gerechnet werden.

Sollten sich die zarten, aber positiven Signale weiter verbessern, wäre es durchaus möglich, dass sich die Märkte im Spätherbst verbessern könnte. Beschleunigt würde das positive Szenario, wenn wir in den kommenden Wochen, gute bis sehr gute 2.Quartalszahlen bzw. Halbjahreszahlen der Unternehmen sehen werden. Meiner Meinung nach wird das vereinzelt möglich sein. Aber der grosse Teil der Unter-nehmen wird schlechte Zahlen ausweisen müssen. Daher wäre es für den weiteren Ausblick um so wichtiger, wenn durch alle Branchen hinweg für 2010, 2011 wieder optimistische Perspektiven aufgezeigt werden könnten. Dies wird wohl dank der vielen, weltweiten Konjunktursteigerungsprogrammen erreicht werden können. Man sollte aber auch erkennen, dass sich die Wirtschaft bald wieder ohne Krücken und staatliche Massnahmen wieder behauptet. Glaube nicht, dass die Regierungen immer weitere Milliarden in die Wirtschaft pumpen können. Wer soll das am Ende bezahlen. So müsste es im schlimmsten Fall zu einer natürlichen und sehr, sehr schmerzlichen Gesundschrumpfung kommen. Die Folgen wären für mich nicht wirklich auszurechnen. Ich bin aber auch Optimist genug, und ich glaube man darf ohne jetzt auf Zweckoptimismus zu machen, wieder positiver in die Zukunft schauen. auch optimistisch sein,

In eigner Sache:

Ich nehme gerne Kritik, Vorschläge, Verbesserungen, Anregungen entgegen:

- Gibt es Indikatoren die sich beissen (also das Gleiche „messen“ z.B.)

- Andere „stärkere“ und interessante Frühindikatoren für die Aktienmärkte

- Ev. Gewichtung der Indikatoren für das Schlussresultat

- Die Info’s müssen aber leicht zu beschaffen sein.

Karat1

Karat1
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Wenn sich alle wieder lieb haben!

Da werden die Frühindikatoren wieder ausser Gefecht gesetzt.

Wenn sich wieder alle ganz fest lieb haben, muss es ja aufwärts gehen.

Die Analysten lieben die Banken, weil sie wieder gute Zwischenabschlüsse vorlegen. Müssen sie ja, wenn sie wieder fette Boni wollen. Abschlüsse lassen sich beinahe beliebig optimieren. Das will aber jetzt gar niemand so richtig wissen. Hauptsache es wird Optimismus verbreitet.

Die Anleger lieben die Banken und die Analysten,weil diese wieder gute Stimmung verbreiten und so die Frabe grün in den Indizes wieder dominiert.

Wie lange?

Wenn die Märkte aber jetzt schon wieder voll Euphorie nach oben laufen, stimmt einfach etwas nicht. Entweder jetzt oder dann, als man alles hat zusammenbrechen lassen!

Mein Eindruck aber ist weiterhin der, dass die Realwirtschaft noch längere Zeit darben wird. Auch eingerechnet, dass die Börsen natürlich in der Entwicklung einen Vorlauf haben von 3 - 9 Monaten auf die Realwirtschaft.

Karat

el Toro
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Re: Wenn sich alle wieder lieb haben!

Karat1 wrote:

Mein Eindruck aber ist weiterhin der, dass die Realwirtschaft noch längere Zeit darben wird. Auch eingerechnet, dass die Börsen natürlich in der Entwicklung einen Vorlauf haben von 3 - 9 Monaten auf die Realwirtschaft.

Karat

Wie die Börsen, so kennt auch die Realwirtschaft NICHT nur EINE Richtung. Auch wenn die Wirtschaftszahlen (Frühindikatoren, Unternehmenszahlen) zur Zeit besser als erwartet ausfallen - Banken wieder Milliardengewinne verbuchen - heisst das noch lange nicht, dass das im nächsten Quartal auch wieder so sein muss, oder dies nun die Trendwende ist. Solange bei jeder positiven Meldung so viel Misstrauen à la "wie denn das..." oder "manipulierte Zahlen" oder ähnlich das ganze kommentiert wird, solange ist dies gut für die Börsen. Erst wenn dieses Misstrauen verstummt und gute Zahlen Normalität werden, erst dann...

run rabbit, run...

fritz.
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Signale der Frühindikatoren

Ich freue mich schon jetzt auf Karats nächste Zusammenfassung am Wochenende.

Mal sehen, ob diese Zwischeneuphorie an den Signalen was ändert.

Gruss

fritz

Karat1
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Signale der Frühindikatoren vom 19.7.2009

Signale der Frühindikatoren vom 19.7.2009

Die Frühindikatoren sollen Signale zur möglichen Entwicklung der Aktienmärkte geben.

Weltindizes (03.07.09 = 15/25) Alle der 40 beobachteten Weltindizes, zeigten sich ggü. der Vorwoche, geschlossen im positiven Bereich. Werden nicht sofort Gewinne realisiert, sind die Chancen gut, auch nächste Woche so weiterzufahren. ↑

DJ Utility-Index (03.07.0’9 = 351) hat sich nach einem kleinen Rücksetzer per 10.7.09 wieder hochgearbeitet. Er zeigt in die „richtige“ Richtung. ↑

Baltic Dry Index (03.01.09 = 774) entwickelte sich, ausser dem Rückfall per 10.7.09/2985, ebenfalls wunschgemäss. 17.7.09 = 3542! Der nachhaltige Trend fehlt aber auch hier. ↑

Erfreulich entwickelten sich die Renditedifferenz Bund/Ausl. BBB-Schuldner. Nach einer Renditedifferenz von 5.39%/26.6.09 reduzierte sie sich diese in den letzten 3 Wochen über 4.81%, 4.85% auf 4.70% am 17.7.09! Das Vertrauen, auch Schuldnern von nicht erstklassiger Qualität „günstiger“ Geld anzubieten, steigt zaghaft. ↑

Der Euro in Dollar verteuerte sich in der abgelaufenen Woche (17.7.09 = 1.4092) wieder leicht ggü. dem Stand der Vorwoche von 1.3927. (3.7.09 = 1.3973)! Für den Export aus der Schweiz und den Eurolanden wäre ein starker US$ von Vorteil. Aber wie alles hat ein starker Doller auch Nachteile. ↑

Die Deutsche Umlaufrendite, welche die durchschnittliche Rendite, aller im Umlauf befindlichen Anleihen erster Bonität (vor allem Staatsanleihen) anzeigt, reduzierte sich in den letzten Wochen sukzessive von 3.35% am 12.6.09 auf 3.00% am 17.7.09.

Dies signalisiert ein Vertrauensanstieg der Anleger in Schuldner wie den Staat. Also auch ins Vertrauen, dass der Staat mit den getroffenen Massnahmen mithilft, die Wirtschaft wieder voranzubringen. Damit die Massnahmen wirksam werden braucht es aber noch einige Monate. ↑

Die Rendite der 10-jährigen US-Bonds hat dagegen von 3.50% am 3.7.09 über 3.34% am 10.7.09 wieder zugelegt auf 3.61% am 17.7.09. Kommen da wieder Zweifel aus, die USA könnten von ihren Schulden erdrückt werden? ↓

Die 1-jährigen Geldmarktzinsen in Euro haben sich seit dem 3.7.09 von 1.50% auf 1.36% am 17.7.09 reduziert. In die gl. Richtung tendieren diese Zinsen im Dollar. Von 1.56% am 3.7.09 auf 1.47% am 17.7.09. ↑

Öl (Brent $/Barell) verteuerte sich per 17.7.09 auf 65.30$ wieder auf den Stand vom

3.7.2009. Zwischendurch eine Verbilligung von 60.60 $ am 10.7.09. Richtung unklar.

Zieht die Wirtschaft an wird sich der Ölpreis wieder deutlich verteuern. Alles eine Frage der Zeit (3 – 6 Mte.)? Teureres Öl wird die Aktienkurs jedoch bremsen, ausser die Kurse werden von wirklich guten Wirtschaftsaussichten flankiert. Leider spielt beim Ölpreis auch immer wieder die Spekulation eine Rolle! ↔

Das gleiche Bild wie der Ölpreis, zeigt der CRB-Rohstoff-Index./b] 244.64/17.7.09 232.85/10.7.09 und 245.91/3.7.09. Steigen die Rohstoffpreise nachfragegetrieben durch eine sich erholende Wirtschaft wäre das ein gutes Signal für die Aktienmärkte. Sind es Spekulationen, ja dann..….!

Die [b]Put-Call-Ratio S&P100 hat sich von 0.98/10.7.09 auf 0.78/17.7.09 zurück-gebildet. Eine Zahl von über 0.70 deutet auf steigende Kurse hin. In diesem Fall wäre die Veränderung so zu verstehen, dass immer noch steigende Kurse erwartet werden aber nicht mehr so gradlinig. Dieser kurzfristige Indikator hat den Nachteil,dass diese Zahl am Montag schon Schnee von gestern war.

Der VIX ging von 29.02 / 10.7.09 auf 25.42 / 17.7.09 zurück. Eine Zahl von 35 signalisiert eine Bodenbildung. Der Boden ist also wieder etwas mehr in die Ferne gerückt. Aber auch diesen Index betrachte ich eher als kurzfristigen Indikator. Kann mir vielleicht jemand diesen Indikator noch etwas näher erklären. Spez. seine Aussagekraft und welche Stände Veränderungen in die einte oder andere Richtung andeuten. Danke.

Beim DAX-Sentiment-Index ist seit der letzten Woche (36 Bull / 45 Bär/ 19 Neutral) ein starkes Umdenken in Fahrt gekommen. Die Bullen haben sich zurückgemeldet.51 Bull / 23 Bär / 26 Neutral signalisiert eine deutlich optimistischere Meinung der Anleger. Ich interpretiere es so, dass sich vor allem die neutralen/unentschlossenen Investoren nun meinungsmässig auf die Seite der Bullen geschlagen haben. Jetzt müssen sie es nur noch in der Realität umsetzen. Wetten dass………? Sicher in der nächsten Woche, aber dann? Geht es so weiter oder folgen schnelle Gewinnmitnahmen?

Der Early Bird Index zeigt nach Meinung sehr gut wie das 1. Halbjahr an der Börse so verlaufen ist. Das 09er-Monatstief war 1/09 = -0.22! Ab 2/09 war er jedes weitere Monatsende höher (-0.22/0.17/0.27/0.85/0.89/1.07). Die letzte Berechung (der EBI wird mtl. ermittelt) per 30.6.2009 zeigt nun einen Stand von 1.07! ↑

Beschreibung des EBI:

Der Index setzt sich aus 3 Komponenten zusammen.

1. Dem realen Dreimonatszins als wichtige monetäre Grösse (Gewichtung 50%)

2. Dem realen EURO-Aussenwert als Signal für die preisliche Wettbewerbsfähigkeit

der Exportwirtschaft (Gewichtung 25%)

3. Dem US-Einkaufsmanagerindex ISM als Barometer für die Weltkonjunktur

(Gewichtung 25%)

Aussagekraft:

Der Indikator hat einen Vorlauf vor der Konjunktur von sechs bis neun Monaten. Nach einer Studie von Ökonomen der Berliner Humboldt-Universität, die 2002 die Qualität verschiedener Frühindikatoren untersuchten, besitzt der von der WirtschaftsWoche publizierte Earlybird die besten Vorlaufeigenschaften.

Der stark beachtete Shiller-Index läuft dem Markt immer 2 Monate hinterher. Der letzte Stand von 139.15 ist von Ende April 2009 wurde aber erst im Juni publiziert.

Die letzten vier bekannten Monate inkl. Dez. 2008 ist er jeden Monat rückläufig gewesen. Positive Zahlen wären ein starkes Signal für die Entwicklung der US-Wirtschaft (Häusermarkt, Konjunktur und Vertrauen). ↓

Ein weiterer stark beachteter Index ist der Baltic-Index. Er erfasst die weltweiten Transporte auf dem Seeweg. Der weltweite Warenhandel wird zu einem ganz grossen Teil auf dem Seeweg abgewickelt. Vielleicht weiss hier jemand wie viel Prozent des gesamten Welthandel das sind? Der Baltic-Index wird täglich berechnet und ist ein ausgezeichneter Frühindikator in beide Richtungen! Nachdem der Index in diesem Jahr von 1070/30.01.09, 1986/28.2.09, 1615/31.3.09, 1786/30.4.09, 5349/31.5.09 und 3757/30.6.09 gestiegen ist, lag er die letzten 3 Wochen bei 3672/03.07.09, 2985/10.07.09, 3542/17.7.09. Also nach einem stetigen Anstieg, ist er auf einem deutlich höheren Stand als anfangs Jahr wieder in Fahrt gekommen.

Volle Fahrt, dürfte aber wohl noch etwas auf sich warten lassen. Die Entscheidung könne aber innerhalb der nächsten 6 – 9 Monate fallen. ↑

Die Arbeitslosenzahlen in der Schweiz sind vom April – Juni mehr oder weniger stabil geblieben. Apr. = 3.5%, Mai = 3.4% und Juni = 3.6%. Leichte Zunahme. Meine Befürchtungen gehen aber dahin, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten noch weiter steigen wird. ↓

Wichtig für die Schweiz sind die Exportzahlen. Diese können aber gar nicht optimistisch stimmen. Die Veränderungen der letzten bekannten Monaten 2009 (ggü. Vormonat)

3/09 = -11.9, 4/09 = -17.5%, 5/09 = -19.1%. Diese Zahlen sind ja schon fast bedrohlich für ein Land das vom Export lebt. Die nächsten Monate werden wohl noch nicht besser aussehen. Ich hoffe, dass ich mich irre! ↓

Der ifo-Geschäftsklimaindex entwickelte sich 2009 bei jeder mtl. Erhebung immer positiv. Juni – Jan. = 89.5 / 86.0 / 84.0 / 81.7 / 81.0 / 79.6! Die Erwartungshaltung

ist intakt. Die realen Zahlen müssen es noch bestätigen. ↑

Saison Oktober – März gilt als gute Börsenperiode. April – September bleibt dann

noch als schlechtere Periode. Seht ihr das auch so? Ist dem so, sind wir immer noch eine zeitlang in der angeblich eher schwachen Periode. ↓

Zusammenfassung, Kommentar, Interpretation

Ich interpretiere die verschiedenen Indikatoren (20) wie folgt:

↑ = 13

↔ = 02

↓ = 05

Es zeigt sich, dass einige gewichtige Indexe eher eine positive Woche signalisieren. Meiner Meinung nach aber bleiben meine Einschätzungen in der Vorwoche bestehen. Trotz vielen kleineren Lichtblicken, die mich auch langsam auf die positive Seite ziehen, bleiben noch gewaltige Probleme bestehen. Diese weltweiten Probleme werden noch einige Zeit zwischendurch Spielverderber spielen. Langsam ok, aber immer wieder eines auf den Deckel.

Würde mich interessieren wie ihr die Indikatoren beurteilt. Vielleicht seit ihr der Meinung der eine oder andere Indikator sei nicht wirklich aussagekräftig oder unnötig. Vielleicht kennt ihr andere, bessere Indikatoren. Bin gerne bereits die Zusammensetzung der Indikatoren weiter zu optimieren. Bedingung ist aber,

dass die Informationen zu den Indikatoren bequem abzurufen sind.

Karat

beat.
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Re: Signale der Frühindikatoren vom 19.7.2009

Karat1 wrote:

Der VIX ging von 29.02 / 10.7.09 auf 25.42 / 17.7.09 zurück. Eine Zahl von 35 signalisiert eine Bodenbildung. Der Boden ist also wieder etwas mehr in die Ferne gerückt. Aber auch diesen Index betrachte ich eher als kurzfristigen Indikator. Kann mir vielleicht jemand diesen Indikator noch etwas näher erklären. Spez. seine Aussagekraft und welche Stände Veränderungen in die einte oder andere Richtung andeuten. Danke.

Hier hat es eine aktuelle Betrachtung zum VIX. Ich weiss, dass du nichts mit English anfangen kannst. Aber vielleicht bist du ja dafür versierter mit Übersetzungstools.

http://www.schaeffersresearch.com/commentary/observations.aspx?ID=94143&...

Für mich ist, wie im Artikel auch erwähnt, die Differenz zwischen den verschiedenen Futures (also nahe zu fern) wichtig. Das ist ja für die meisten dieser sog. Indikatoren aussagekräftiger als der momentane Wert (der sich mit der Vergangenheit misst), da dies die Zukunftserwartung der Investoren ist.

Erklärungen zu VIX wirst du wahrscheinlich auch in der Wiki oder Googl finden.

Karat1
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Frühindikatoren

Wie sind der US-$ und der Ölpreis als Frühindikatoren zu interpretieren?

Ob sie steigen oder fallen, können ja beide Indikatoren die zukünftige Aktienmarktentwicklung negativ oder positiv beeinflussen. Es kommt auf die sichtweise an. Oder welche Rückschlüsse sind aus den Veränderungen des Dollar- und Ölpreises richtig?

Karat

Karat1
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Baltic Dry Index

Der Baltic Dry Index, welcher als bedeutsamter Frühindikator gilt, ist seit dem 31.7.09 bis zum 6.8.09 von 3350 auf 2907 zurückgefallen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dies u.a. ein Vorbote, des von vielen "Fachleuten" in den nächsten Wochen nochmals erwarteten Rückschlag, ist.

Unter Beachtung anderer Vorboten (Zunahme Arbeitslosigkeit, steigender Ölpreis, etc.), sollte nun mit der nötigen Vorsicht an der Börse investiert werden. Aber eben, jeder interpretiert die Signale anders.

Karat

Elias
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Signale der Frühindikatoren

Das ist das, was mir immer wieder zum Verhängnis wird.

Den wichtigen Marktteilnehmern sind diese Informationen bekannt. Also müsste es eingepreist sein. Ist es aber scheinbar nicht, oder doch?

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Karat1
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Das Problem der ........................

Das Problem der Frühindikatoren ist, dass "man" sie eben nur interpretieren kann. Man kann sich daraus eine Meinung bilden, was sich aus vergangenen- und vorangegangenen Tendenzen, in der Zukunft entwickeln könnte. Aber eben, die Quelle liegt wie gesagt in der Vergangenheit und die Zukunft kennen wird nicht. Allerdings weiss man aus früheren Perioden, welche Frühindikatoren zuverlässiger sind als andere. Dabei darf man sich natürlich nicht nur auf einen Indikator verlassen.

Die sogenannten Erwartungsindikatoren sind ja alleine auch nicht zuverlässig genug. Sie signalisieren zwar was man (z.B. Häuserverkäufer, Einkäufer, etc.) in den folgenden Wochen und Monaten erwarten, aber Erwartungen sind auch keine harten Tatsachen und oft schwingt wohl in diesen Erwartungen auch etwas Wunschdenken.

Der Mix aus verschiedenen Indikatoren ist vermutlich das Aussichtsreichste. Aber ich denke dass man mit keinen "Superindikatorenmix" in Zukunft an den Börsen voraussagen kann. Auf eine längere Sicht sind Frühindikatoren aber sicher schon sehr zuverlässig.

Allerdings gibt es viel Arbeit, die Indikatoren täglich, wöchentlich oder monatlich nachzuführen und sie dann noch richtig zu interpretieren. Dann braucht es auch noch den Mut das an der Börse nachzubilden was die Indikatoren orakeln.

Ich bastle ja schon lange an so einem "allzweck" Multi-Frühindikator, aber irgendwo klemmt es dann immer wieder. Meistens am zu grossen Zeitaufwand.

Schön wäre es, wenn man eine Exceltabelle so programmieren könnte, dass da die akutellen Daten ab den verschiedenen Internetinfo-Quellen automatisch nachgetragen werden könnten und die verschiedenen Daten direkt in eine Indexzahl umgerechnet würde. Diese Zahl könnte man dann z.B. mit einem Aktienindex oder einer Aktie vergleichen. Da müsste man dann feststellen können mit welcher zeitlichen Verschiebung der betr. Aktienindex auf unseren Multi-Frühindikator reagiert.

Ich bleibe am Ball

Karat

beat.
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Re: Das Problem der ........................

Karat1 wrote:

Der Mix aus verschiedenen Indikatoren ist vermutlich das Aussichtsreichste.

Wer seine Signale durch viele Indikatoren generiert, kommt meist nur zu sehr schlechten Resultaten. Spezifisch auf das konkrete Thema ausgerichtet bringt mehr...

Karat1 wrote:

Schön wäre es, wenn man eine Exceltabelle so programmieren könnte, dass da die akutellen Daten ab den verschiedenen Internetinfo-Quellen automatisch nachgetragen werden könnten und die verschiedenen Daten direkt in eine Indexzahl umgerechnet würde.

Eine solche Funktion hat Excel schon lange. Und es gibt auch diverse Scripts um Yahoo, etc. anzuzapfen. Einfach in Google nachschauen.

Daten/Externe Daten importieren/Neue Abfrage erstellen

fritz.
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Re: Das Problem der ........................

Karat1 wrote:

Ich bleibe am Ball

Du schaffst das schon!

Gruss

fritz

Karat1
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Re: Das Problem der ........................

beat wrote:

Eine solche Funktion hat Excel schon lange. Und es gibt auch diverse Scripts um Yahoo, etc. anzuzapfen. Einfach in Google nachschauen.

Daten/Externe Daten importieren/Neue Abfrage erstellen

Gut, für den der sie kennt.

Karat

Karat1
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Woche 3.8. - 7.8.2009; Frühindikatoren

Der FITI-K1 in Woche 3.8.(31.7.) - 7.8.09

Im Vergleich zum Dax-Index (Basis 100) zum FITI-K1 (Basis 100) ergab sich folgende Veränderung.

Dax (100) neu 102.38

FITI-K1 (100) neu 94.25

Der FITI-K1 besteht aus folgenden Einzelindikatoren

(Baltic-Index, Euro/US$, DJ Utility Idx, Brent Crude

Oil)

In der Beobachtungswoche gab es markante Veränderungen. So fiel z.B. der Baltic Idx. von 3350 auf 2772. Ein Euro kostete noch 1.4182 US-$ ggü. 1.4247 vor einer Woche. Der DJ Utility Idx blieb praktisch unverändert. Der Ölpreis legte in der Berichtswoche weiter zu und stieg von 69.97 auf 74.52

(Höchst in der Woche war 74.78)

Fazit:

Der Dax stieg weiter, der FITI-K1 zeigt in die andere Richtung. So klare Signale von einem Frühindikatorenidx. ist ja sehr zu begrüssen. Aufgrund des Resultates könnte man nun davon ausgehen, dass sich der DAX-Trend verlangsam bzw. umkehren könnte in den nächsten Wochen. Klar nur eine Woche als Basis ist natürlich nicht aussagekräftig. Es muss auch genau hingeschaut werden, ob ich die Entwicklungen auch richtig interpretiere.

Bei Baltic Indx. ist es klar. Da gibt es nichts das man falsch verstehen kann. Wenn es sinkt, heisst das einfach dass weniger Konsum- und Industriegüter auf dem Seeweg transportiert wurden. Der Rückgang des Baltic Idx. schafft nicht wirklich Zuversicht.

Die doch erhebliche Zunahme des Ölpreises ist schwieriger zu interpretieren. Ist er Nachfrage- oder

Spekulationsgetrieben. Werden einfach mal die Lager gefüllt in Erwartung einer anziehenden Konjunktur oder steigender Ölpreise. Glaubt man einfach, dass die Unternehmen und Konsumenten durch die möglicherweise bald anziehende Konjunktur wieder höhere Preise zahlen kann und daher die Ölstaaten ihre Schatullen wieder äuffnen wollen.

Meine Meinung:

Ich traue dem Braten noch nicht. Ich glaube einfach dass die gute Stimmung an den Aktienmärkten noch nicht mit der Realität übereinstimmt. Anderseits signalisiert es auch, dass man doch der Ansicht ist, dass das Schlimmste vorbei ist und es doch vielleicht nach einigen kleineren Korrekturen wieder nachhaltig aufwärts gehen könnte. Allerdings ist diese mögliche Zeitspanne, wo es wieder anfängt zu "grünen" noch nicht richtig zu fassen. Aus Fachkreisen werden da für den Zeitpunkt einer nachhaltigen wirtschaftlichen Besserung alle fast möglichen Daten genannt. Zwischen dem 2. HJ. 2009 bis 2. HJ. findet man fast alle Vorschläge. Da bist jetzt ja schon "einiges" aufgeholt wurde, hoffe ich, dass die Erwartungen für weitere Kursanstiege nicht zu optimistisch sind. Realität und Wunschdenken muss im Auge behalten werden.

Karat1

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