Signale der Frühindikatoren

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Dr.Zock
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Signale der Frühindikatoren

Guter Bericht. Vielen Dank Karat1

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

vagnum
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Signale der Frühindikatoren

ich habe mir auch soeben auch den baltic dry angesehen und es verwundert mich doch das der am fallen ist und die aktien aber noch oben sind. es sieht aus als ob er auf die 2000 marke zurast. obwohl ich nicht sehr viel davon verstehe, stelle ich mir auch die frage ob die aktienmärkte dem baltic dry folgen werden?

das würde ja bedeuten raus aus den aktien..nicht?

bubble gum?

Karat1
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Baltic Index

Hier ist der Baltic - Index genauer umschrieben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Baltic_Dry_Index

http://www.charttec.de/html/lexikon_baltic_dry_index.php

Wie sind die enormen Schwankungen des Baltic - Index zu erklären.

30.12.2008 = 774

03.06.2009 = 4291

10.08.2009 = 2689

Wenn ich davon ausgehe, dass die Unternehmen ihre Lager in den vergangenen 12 - 18 Monaten stark zurückgefahren haben, war wohl die logische Konsequenz,dass bei den ersten zarten Hinweisen auf eine Konjunkturerholung die Lager wieder teilweise aufgefüllt wurden, bevor auch die Rohstoffpreise weiter anziehen. Jetzt ist man wieder leicht verunsichert, ob die Konjunktur im laufe des nächsten Halbjahres wirklich anzieht oder ob der Aufschwung bis mitte oder ende 2010 warten lässt. So mussten die Dampfschiffe wohl ihren Dampf wieder ablassen.

Dass die Konjunktur noch nicht volle Fahrt aufnimmt, zeigen ja auch die Arbeitslosenzahlen, die weiter steigen. Ein erstes Konjunktursignal vom Arbeitmarkt wäre, wenn vorerst mal die Kurzarbeit abgebaut werden kann und diese Phase dann reibungslos in die Phase der Neueinstellungen übergeht.

Damit wir diese Phase frühzeitig erkennen, kann uns der Baltic Dry Index schon nützlich sein, aber es müssen auch andere Frühindikatoren berücksichtigt werden (Zinsen, Dollar, Arbeitslosenzahlen, US-ISM. Als Beispiele u.a.!

Aktuell scheinen mir die Aktienmärkte gegen unten mehr oder weniger abgesichert zu sein. Rückgänge von bis zu 10% könnten aber schon noch möglich sein. Dann könnte es wieder anziehen. Aber auch wenn es dann wieder "läuft", dürften wir eines nicht vergessen. Der Preis für die Überwindung der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht bezahlt. Diese Auswirkungen (Rechnung)werden wir früher oder später präsentiert bekommen.

Karat

Korr. v. 12.8.00 = Stand des Baltic Idx vom 10.8.09 irrtümlich mit 946 statt mit 2689 angegeben.

Elias
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Signale der Frühindikatoren

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Karat1
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Early Bird - Frühindikator

Im Verleich zum Baltic Index, sendet der

Early Bird Frühindikator der Commerzbank Bank

seit Monaten positive Signale!

Beschreibung des Early Brid - Frühindikators

Publikatonen: Monatlich (Commerzbank Research)

Der Index setzt sich aus 3 Komponenten zusammen.

1. Dem realen Dreimonatszins als wichtige monetäre Grösse (Gewichtung 50%)

2. Dem realen EURO-Aussenwert als Signal für die preisliche

Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft (Gewichtung 25%)

3. Dem US-Einkaufsmanagerindex ISM als Barometer für die Weltkonjunktur

(Gewichtung 25%)

Aussagekraft:

Der Indikator hat einen Vorlauf vor der Konjunktur von sechs bis neun Monaten. Nach einer Studie von Ökonomen der Berliner Humboldt-Universität, die 2002 die Qualität verschiedener Frühindikatoren untersuchten, besitzt der von der WirtschaftsWoche publizierte Earlybird die besten Vorlaufeigenschaften.

https://cbcm.commerzbank.com/de/site/research/economic_research/index.jsp

1/09 = -0.22

2/09 = 0.17

3/09 = 0.28

4/09 = 0.86

5/09 = 0.90

6/09 = 1.08

7/09 = 1.38

Karat

börsenakrobat
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Indikatioren - Diversikum

das punktmagazin, punktmagazin.com, gibt es ja elektronisch wie auch als printedition. wie immer ist auch die aktuelle ausgabe lustig und professionell zugleich. die neuste edition zum thema 'wundersam-positiv' hat zig indikatoren aufgeführt inklusvie erklärungen.

lugt rein. kauft eines. bestellt eines oder macht ein probeabonnement. kostet ja nix. empfehlendswert!

MarcusFabian
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Signale der Frühindikatoren

Vagnum wrote:

ich habe mir auch soeben auch den baltic dry angesehen und es verwundert mich doch das der am fallen ist und die aktien aber noch oben sind. ...

obwohl ich nicht sehr viel davon verstehe, stelle ich mir auch die frage ob die aktienmärkte dem baltic dry folgen werden?

das würde ja bedeuten raus aus den aktien..nicht?

Der BDI hat im November 2008 angezogen, die Aktienmärkte sind im März gefolgt. Also 4 Monate später.

BDI ist seit Anfang Juni wieder auf dem Weg nach unten also kann man fürchten, die Aktien würden entsprechend (Juli + 4 Smile Oktober folgen.

Das bedeutet, dass man jetzt (im August) noch nicht zwingend aus Aktien aussteigen muss.

Mein Tip: DJTA (also Dow Jones Transport Index) beobachten als Zwischen Vorläufer:

BDI ist Vorläufer für DJTA, DJTA ist Vorläufer für den DJI

MarcusFabian
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Re: Signale der Frühindikatoren

Karat1 wrote:

Ebenso würde mich interessieren ob ihr gemäss den Indikatoren auf die gleichen Einschätzungen kommt wie ich.

Bedenken habe ich bei der Aussage: "Wenn Rohstoffpreise steigen, deutet das auf Wirtschaftserholung hin".

Einerseits ist das Argument gültig, dass eine sich erholende Wirtschaft vermehrt Rohstoffe nachfragt, deren Preise dann steigen.

Aber es gibt zwei Argumente, die dagegen sprechen:

1. Langfristig verhalten sich Aktien- und Rohstoffmärkte gegenläufig: Der Aktien-Bullenmarkt 1945-1967 war Bärenmarkt bei den Rohstoffen.

Demgegenüber sind in der Baisse 1967-1981 Rohstoffe stark gestiegen während Aktien nominal Nullwachstum hatten, inflationsbereinigt um 56% gesunken sind.

2. Man kann derzeit beobachten, dass vor allem die Chinesen Rohstoffe kaufen und direkt an Lager legen. Das sind lediglich Umschichtungen, um die enormen Dollarbestände in Sachwerte umzuwandeln, solange man für T-Bonds und Dollars noch etwas kaufen kann. Diese Käufe treiben die Rohstoffpreise nach oben haben aber keinerlei Einfluss auf die Wirtschaft.

vagnum
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Signale der Frühindikatoren

MarcusFabian wrote:

Vagnum wrote:
ich habe mir auch soeben auch den baltic dry angesehen und es verwundert mich doch das der am fallen ist und die aktien aber noch oben sind. ...

obwohl ich nicht sehr viel davon verstehe, stelle ich mir auch die frage ob die aktienmärkte dem baltic dry folgen werden?

das würde ja bedeuten raus aus den aktien..nicht?

Der BDI hat im November 2008 angezogen, die Aktienmärkte sind im März gefolgt. Also 4 Monate später.

BDI ist seit Anfang Juni wieder auf dem Weg nach unten also kann man fürchten, die Aktien würden entsprechend (Juli + 4 Smile Oktober folgen.

Das bedeutet, dass man jetzt (im August) noch nicht zwingend aus Aktien aussteigen muss.

Mein Tip: DJTA (also Dow Jones Transport Index) beobachten als Zwischen Vorläufer:

BDI ist Vorläufer für DJTA, DJTA ist Vorläufer für den DJI

thanks :!:

gibts zwischen dem DJTA und dem DJI auch so eine Zeitspanne die man beachten muss wie beim BDI?

bubble gum?

MarcusFabian
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Re: Baltic Index

Karat1 wrote:

Wenn ich davon ausgehe, dass die Unternehmen ihre Lager in den vergangenen 12 - 18 Monaten stark zurückgefahren haben, war wohl die logische Konsequenz,dass bei den ersten zarten Hinweisen auf eine Konjunkturerholung die Lager wieder teilweise aufgefüllt wurden, bevor auch die Rohstoffpreise weiter anziehen.

Das ist zwar prinzipiell richtig aber etwas zu kurz gedacht. (kurz = nicht zeitlich gemeint sondern in der Tragweite der Gedanken)

Ich mag mich erinnern, dass man 2007 für einen Container von China nach Hamburg rund €2600 bezahlte (Unterdeck). Aber für einen Container HBg nach China nur €750.

Waurm? Einfach deshalb, weil vor allem Waren von China nach Europa transportiert wurden und die Reeder froh waren, die halb leer nach China zurückfahrenden Schiffe einigermassen auslasten zu können.

Nun, Baltic Dry ist zwar die Frachtrate für Schüttgut und nicht für Container aber dennoch sind die Warenflüsse ganz interessant:

Während die Warentransporte China->Europa immer noch überwiegen, werden im Gegenzug vermehrt Rohstoffe von Afrika nach China transportiert. Die Chinesen investieren nämlich derzeit massivste Milliardenbeträge in Rohstoffminen in Afrika (Mali, Tansania zum Beispiel) und tauschen auch sonst ihre Dollarreserven in Rohstoffe um.

Dass die Chinesen z.B. im Moment massiv Aluminium kaufen hat also nichts mit der Wirtschaft zu tun, denn das Alu verschwindet zu 50% direkt in Lagern, ist also kein Produktionsfaktor sondern rein eine Devisenreserve.

Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass die Frachtraten deshalb sinken können, weil die Schiffe besser ausgelastet sind: Waren China-->EU und auf dem Rückweg werden spätestens in Afrika Rohstoffe gebunkert.

MarcusFabian
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Re: Signale der Frühindikatoren

Ramschpapierhaendler wrote:

Das müsste doch den Dollar eher drücken? Im Moment steigt er aber relativ deutlich. Warum eigentlich? :oops:

Dahinter steckt folgende Mechanik:

Viele Instis glauben an eine Erholung der Wirtschaft, die in den USA beginnen wird. ERgo kaufen sie US-Aktien.

Aber um die kaufen zu können brauchen sie Dollars. Also müssen zunächst Dollars gekauft werden und somit steigt der Dollarkurs gegenüber anderen Währungen.

MarcusFabian
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Signale der Frühindikatoren

Vagnum wrote:

gibts zwischen dem DJTA und dem DJI auch so eine Zeitspanne die man beachten muss wie beim BDI?

So 4-5 Monate.

Guckste auch: http://www.cash.ch/node/2262#comment-348656

fritz.
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Re: Baltic Index

MarcusFabian wrote:

...dass man 2007 für einen Container von China nach Hamburg rund €2600 bezahlte (Unterdeck). Aber für einen Container HBg nach China nur €750.

Das wäre mir neu, dass man bei Reedereien den Platz auf dem Schiff auswählen kann - die können ja nicht mal garantieren, dass ein Container auf dem gebuchten Schiff befördert wird.

Gruss

fritz

MarcusFabian
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Re: Baltic Index

fritz wrote:

Das wäre mir neu, dass man bei Reedereien den Platz auf dem Schiff auswählen kann - die können ja nicht mal garantieren, dass ein Container auf dem gebuchten Schiff befördert wird.

Selbstverständlich kann man den Platz im Schiff auswählen!

Wenn Du sensible Ware hast (rostanfällig), dann willst Du sicher nicht, dass der Container über Deck Meerwasser und Salzluft ausgesetzt ist. Also hast Du zwei Möglichkeiten: Die Ware im Container extrem gut verpacken oder einen Platz unter Deck bestellen.

Ist dann natürlich auch eine Preisfrage, denn die Containerplätze im Bauch des Schiffes sind entsprechend teurer als jene, die Wind und Wetter ausgesetzt sind.

Karat1
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Signale der Frühindikatoren

Habe mal den Baltic Index, den DJTA und den DJ für die Zeit vom 30.6.2007 bis 31.7.2009 miteinander verglichen.

Nicht einfach,klare Trends nach 4 - 5 bzw. 8 - 10 Monaten festzustellen.

Karat

fritz.
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Re: Baltic Index

MarcusFabian wrote:

Selbstverständlich kann man den Platz im Schiff auswählen!

Okay, das ist neu für mich. Ich habe das auch noch nie gebraucht, ich wäre schon zufrieden, wenn meine Container ohne Verspätung jeweils auf dem gebuchten Schiff reisen würden.

Gruss

fritz

Karat1
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Re: Baltic Index

fritz wrote:

MarcusFabian wrote:

Selbstverständlich kann man den Platz im Schiff auswählen!

Okay, das ist neu für mich. Ich habe das auch noch nie gebraucht, ich wäre schon zufrieden, wenn meine Container ohne Verspätung jeweils auf dem gebuchten Schiff reisen würden.

Gruss

fritz

Aber, aber Fritz!

Du mit Deinen Börsengewinnen wirst Dir doch sicher eine Überfahrt auf einem Luxusdampfer leisten können.

Karat

fritz.
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Re: Baltic Index

Karat1 wrote:

Du mit Deinen Börsengewinnen wirst Dir doch sicher eine Überfahrt auf einem Luxusdampfer leisten können.

Nein, das ist zu teuer, aber immerhin kann ich mir noch Flugtickets leisten, aber nur für mich selber, das Gepäck geht per Schiff, beim letzten Mal waren es 140m³, das ist im Flugzeug ziemlich teuer...:wink:

Gruss

fritz

Karat1
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Vergangenheit und Zukunft!

Habe mal kurz einen Versuch gestartet und eine Indikatoren mit:

Stand 18.08.2009

Stand 09.10.2007

verglichen. Dies um festzustellen, wie sich diese Indikatoren allenfalls bewegen müssten, damit nur mal die Hälfte der Kursdifferenz der damaligen Kurse aufgeholt wären.

Am 09.10.2007 = Dow Jones = 14'164

Am 18.08.2009 = Dow Jones = 9'218

Am 09.10.2007 = UST30Y = 4.87

Am 18.08.2009 = UST30Y = 4.35

Am 09.10.2007 = TRIN = 0.73

Am 18.08.2009 = TRIB = 0.72

Am 09.10.2007 = Baltic Idx = 9860

Am 18.08.2009 = Baltic Idx = 2704

Am 09.10.2007 = DJTA Idx = 4987

Am 18.08.2009 = DJTA Idx = 3636

Interessanterweise zeigen nur die beiden "Transport"-Indexe ein ähnliches Verhalten wie der DJ.

Bevor ich jetzt noch viele Vergleiche anstelle, möchte ich kurz fragen, ob sich für diesen Vergleich von den üblichen, verdächtigen Indikatoren, andere besser für diesen Vergleich eignen würden.

Ev. Stimmungsindexe wie der ZEW, Konsumentenstimmungsindexe, Umlaufrendite, Dollar, Rohstoffe, Gold, oder...............

Karat

Karat1
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Early Bird - Frühindikator

Der Early Bird Index hat im August nochmal kräftig zugelegt und ist auf Rekordhoch.

https://cbcm.commerzbank.com/media/de/documents/research/economic_resear...

Was heisst das nun? Gibt es für den September ein neues Rekordhoch, was zwangsläufig wäre, wenn es weiter obsi geht, oder gibt es eine Verschnaupause?

Karat

Karat1
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Signale der Frühindikatoren

Konjunkturumfrage 2009 und 2010 (Prognosen)des

Bundesverband Deutscher Bank.

http://www.bankenverband.de/pic/artikelpic/092009/090909_prognose.pdf

Zur Info.

Karat

Karat1
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Umlaufrendite Deutschland

Am 10./11.8.2009 lag die Umlaufrendte in Deutschland wieder bei 3.24%.

Gestern 14.9.09 betrug sie noch 2.98%

Entwicklung in der Vergangenheit:

52W Hoch (22.09.2008) 4,32 %

52W Tief (25.03.2009) 2,14 %

1 Woche -0,67%

1 Monat -4,79%

laufendes Jahr +4,20%

1 Jahr -28,71%

3 Jahre -21,37%

Die Umlaufrendite ist der durchschnittliche Renditewert aller inländischen, bereits emittierten Anleihen erster Bonität, insbesondere Staatsanleihen, welche sich aktuell im Umlauf befinden. Dabei werden lediglich auf „Euro“ lautende Anleihen berücksichtigt. Die Umlaufrendite für Deutschland wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt. Hierbei werden die Renditen nach Emittenten sowie Restlaufzeiten gruppiert und veröffentlicht. Die Umlaufsrendite spiegelt das Zinsniveau des Kapitalmarktes wider. Zudem ermöglicht die Umlaufrendite die Einschätzung des Marktniveaus. Die Umlaufrendite gilt daher auch als DAX-Pendant für den Rentenmarkt. Daneben wird die Umlaufrendite auch Sekundärmarktrendite genannt.

SCHLUSSFORGERUNGEN:

Günstigere Zinsen entlasten die Unternehmungen und den Staat. Andernseits signalisiert es, wenn ich das richtig interpretiere, auch eine schwache Wirtschaft, die höhere Zinsen nicht bezahlen kann. Vielleicht will man die keimenden Hoffnungen einer baldigen Wirtschaftserholung auch nicht gleich wieder abwürgen.

Jetzt ist auch der Ölpreis wieder ins rutschen geraten. Für die Aktien, Unternehmen und Konsumenten eigentlich auch eine gute Sache. Dazu noch der Goldpreis der auch wieder unter die 1000-ender Marke gerutscht ist, was ja wieder steigendes Vertrauen in Aktien ankündet.

Soll, kann man jetzt die sinkenden Zinsen und die sinkenden Ölpreise als positive Entwicklung für die Aktienmärkte und somit für die Wirtschaftserholung interpretieren oder sind sie eher negativ auszulegen?

Kurzfristig wird es immer schwieriger zu sagen wohin die Reise geht.

Karat

revinco
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$TRAN

Ein Auge sollte man jetzt auf die T-Bonds und $TRAN behalten in den nächsten Wochen als Vorläuferindikatoren.

Es liegt noch Luft drin bis ca.2300, um den uSKS zu vollenden. Aber wenn die untere Trendlinie zuerst bricht, wird das der Schluss dieses Bearmarketrallyes bedeuten.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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$TRAN

Mist, was ist denn da los :shock:

Firefox hat wohl den Reiter im obigen Bild nicht aktualisiert gehabt! :x

Oder es war effektiv der einen Tag dazwischen...

Bärisch!

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Karat1
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Emerging Markets Index (EMI) der HSBC

Der von der HSBC veröffentlichte HSBC zeigt folgende Entwicklung:

4.Qu.08 = 43.8 Allzeittief

1.Qu.09 = 44.3

2.Qu.09 = 50.7

3.Qu.09 = 55.3

Jede Zahl unter 50 signalisiert eine rückläufige Produktionsleistung innerhalb eines Quartales, während eine Zahl über 50 eine Expansion anzeigt.

Veröffentlichung vierteljährlich.

Lässt also weiterhin hoffen, dass der Aufschwung aus den Emerging Markets erfolgt.

Karat

revinco
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Baltic Dry Index (BDI)

"Der Baltic Dry Index (BDI) wird von der Baltic Exchange in London veröffentlicht und ist ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern (hauptsächlich Kohle, Eisenerz und Getreide) auf Standardrouten."

Dr.Zock wrote:

Aber es gilt natürlich sich auch andere Vorlaufsindikatoren anzuschauen. Der BDI wird sicher von vielen grossen Adressen sehr genau beobachtet. Nur diesen alleine zu "bewerten" oder gar danach zu handeln wäre falsch. Es ist einfach ein wichtiges Puzzleteil im "Gesammtbild".

Brunngass wrote:

der BDI steht etwa 10 mal so hoch,wie vor 12 Monaten.

Er hat jüngst fast 1000 Punkte verloren.Wer von Euch beabsichtigt in dieser heiligen Zeit Getreide, Kohle und Eisenerz zu verschiffen?

Wie wärs mit Streusalz? So müsste unser Zocki wenigstens sein Naturgas nicht im Milchkessel nach Hause tragen.

Ich hätte nichts dagegen,wenn meine Aktien 10 mal so hoch wie vor 12 Monaten stünden.

Schiffsraum ist ja sowieso kein Seich.Vielleicht muss jemand von Euch ja noch eine Ladung gesalzener Schweinsfüsse verschiffen.

marcello wrote:

Den kürzlichen Abschwung im BDI würde ich in Anbetracht des grossen Anstieges auch nicht überbewerten.

Der BDI scheint ein extrem guter Frühindikator für Crude Oil zu sein...

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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Signale der Frühindikatoren

Der US-Transportindex etwa, der dem breiten Markt oftmals voraus läuft, hat vor wenigen Tagen ein zaghaftes Kaufsignal geliefert. Das muss man unbedingt beachten. Der Transportindex liegt mit seinen „Prognosen“ nämlich sehr oft richtig. Achten Sie auf die blaue Linie in der folgenden Abbildung. Viel fehlt nicht mehr bis zu einem nachhaltigen Ausbruch. Sollten jetzt die Umsätze anspringen, ist die Sache klar:

http://www.godmode-trader.de/nachricht/Letztes-Bullengefecht-vor-dem-tot...

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

beat.
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Signale der Frühindikatoren

Und wenn man sich die Divergenzen im Chart anschaut, sind noch andere Szenarien angezeigt...

...failed breakout Szenario, welches als Setup dann - bei gutem R/R - so richtig einschenken könnte.

revinco
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Signale der Frühindikatoren

Der vorherige TRAN-Chart sollte einfach zur Vorsicht mahnen, die Bullen haben die Ueberhand noch nicht abgegeben. Aber das crashartige(?) Bärenszenario, welches Du für ab Ende Dezember/anfangs Januar 2010 schilderst, stelle ich mir ebenfalls durchaus vor! (Man achte auf die rote A/D Linie)

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Karat1
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Early Bird - Frühindikator

Der Early Bird Frühindikator der Commerzbank hat im Dezember 2009 mit einem Stand von 1.85 ein neues Rekordhoch, seit dessen Lancierung erreicht. Der stärkste Schub kam vom Einkaufsmanagerindex der US-Industrie.

https://cbcm.commerzbank.com/de/site/research/economic_research/publicar...

Wie heisst es doch, wenn's am schönsten bzw. am höchsten ist sollte man aufhören oder aufgelaufene Gewinne an der Börse einfahren.

Dass es dieses Jahr an den Börsen zu Rückschlägen kommen wird, steht für mich ausser Frage.

Die Gründe werden und wurden in verschiedenen Quellen und Publikationen immer wieder angeführt.

Nur das wie und wann ist offen.

Der neue Höchststand des Early Bird im Dezember 2009 bestärkt mich in der Annahme, dass der Rückschlag noch vor dem 31.3.2010 kommt und nicht erst im Herbst 2010! Schauen wird mal.

Karat

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