strukturierte Produkte - eine gute Sache?

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26.09.2008 14:44
#1
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

hoi zäme

In Kürze laufen ein paar meiner Anlagen aus, die ich wieder reinvestieren möchte... (Betrag: ca 5 bis 8000.-, bin ein kleiner Fisch)

Bin mir nun am überlegen, ob ich in ein "strukturiertes Produkt" investieren soll; der in Frage kommende Titel würde sich an ABB, Roche und Swiss Re beteiligen, Laufzeit 1 Jahr...

Risikobereitschaft: ohne Risiko kein Gewinn, einen Totalverlust möchte ich aber tunlichst vermeiden; die Laufzeit von einem Jahr entspricht auch meinen Vorstellungen, da es gut sein kann, das ich dann über das Geld froh sein werde...

Mein Problem nun: ist jetzt ein guter Zeitpunkt in Strukturierte Produkte zu investieren? (ich hoff ja immernoch das so Frühjahr/Sommer 09 die Finanzkriese überstanden ist) Oder empfiehlt sich eine andere Anlageform?

(meine Situation: bin zurzeit Arbeitslos, Geld momentan noch verfügbar, in ca. einem Jahr kann es aber sein das ich das Geld benötige (hoff jedoch auf eine Verbesserung), und möchte mit dem zu reinvestierenden Kapital einen möglichst hohen Ertrag einfahren; für Aktien hab ich jedoch in der momentanen Situation des Marktes zuwenig Nerven)

Lohnt sich die Investition in ein solches Produkt oder würde sich was anderes empfehlen?

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20.01.2016 12:51
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SVSP: Umsatz mit strukturierten Produkten im Dezember und 2015 auf tiefem Niveau
20.01.2016 11:46

Zürich (awp) - Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Derivatebörse SIX Structured Products Exchange hat sich im Dezember im Vergleich zu den schwachen Vormonaten kaum verändert. Das Volumen im letzten Monat 2015 betrug 1,42 Mrd CHF, dies nach 1,40 Mrd im November bzw. 1,41 Mrd im Oktober. Das mit Abstand höchste Volumen wurde 2015 im Juni mit 5,89 Mrd erzielt.

Wie aus dem neuesten Quartalsbericht des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) vom Mittwoch hervorgeht, wurden im Berichtsmonat rund je gut 40% des Umsatzes mit Hebelprodukten und mit Partizipationsprodukten gemacht, der Rest fiel vor allem auf Renditeoptimierungsprodukte.

Auch im Gesamtjahr 2015 war das Volumen mit 26,9 Mrd CHF schwach, wobei die beiden Jahre davor mit 26,8 Mrd und 30,3 Mrd ebenfalls tiefe Umsätze verbucht hatten. Klare Spitzenjahre waren 2007 und 2008 mit 75,4 bzw. 60,4 Mrd CHF. Nach der Finanzkrise sank das Volumen dann aber stark ab, einzig 2011 zeigte mit knapp 52 Mrd nochmals etwas bessere Umsätze.

Die Anzahl kotierter Produkte belief sich per Ende 2015 auf 31'837 und war damit praktisch gleich hoch wie ein Jahr davor (-0,5%). Dieses Niveau ist allerdings deutlich höher als vor der Finanzkrise, als erst rund 20'000 solcher Produkte an der SIX gelistet waren.

Die fünf grössten Emittenten kotierter strukturierter Produkte waren im Berichtsmonat Dezember die UBS mit 31,9% (Vormonat 33,1%), die Bank Vontobel mit 22,1% (26,5%), die ZKB mit 19,9% (13,1%), Julius Bär mit 9,2% (5,3%) und die Credit Suisse mit 3,6% (5,5%). Der Anteil der restlichen Emittenten sank auf 13,3% von 16,5%.

Gemäss Zahlen der SNB lag der Anteil der strukturierten Produkte am Gesamtvermögen in den Kundendepots der Banken Ende Oktober 2015 - neuere Zahlen liegen nicht vor - bei 2,97% (Vormonat 2,99%). Der Gesamtwert der Produkte erreichte 165,1 Mrd CHF (-24% gegenüber Höchststand 2015).

uh/cp

(AWP)

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16.10.2015 10:47
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SVSP: Umsatz mit strukturierten Produkten im September deutlich unter Vormonat

16.10.2015 10:40

Zürich (awp) - Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Derivatebörse SIX Structured Products Exchange ist im September 2015 geschrumpft. Gegenüber dem Vormonat sank er um etwa ein Drittel auf 1,31 Mrd CHF und erreichte damit auf 12-Monatssicht den schwächsten Wert. Das Hoch wurde im Juni mit 5,89 Mrd CHF erreicht.

Wie aus dem Monatsbericht des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) vom Freitag hervorgeht, wurde im Berichtsmonat mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Hebelprodukten gemacht, der Rest fiel vor allem auf Partizipations- und Renditeoptimierungsprodukte.

Die Anzahl gelisteter Produkte belief sich per Ende September auf 34'225 und lag damit 8,0% tiefer als Ende August. Insgesamt gab es im September 2'707 Neuemissionen nach 3'520 im Monat zuvor.

Die fünf grössten Emittenten kotierter strukturierter Produkte waren die Bank Vontobel mit einem Marktanteil von 31,1% (Vormonat 25,5%), UBS mit 25,7% (32,4%), ZKB mit 16,1% (17,2%), Credit Suisse mit 7,3% (3,9%) und Julius Bär mit 6,2% (7,8%). Der Anteil der restlichen Emittenten legte auf 13,5% zu (12,9%).

Gemäss den vorliegenden Zahlen lag der Anteil der strukturierten Produkte am Gesamtvermögen in den Kundendepots der Banken Ende Juli 2015 - neuere Zahlen der SNB liegen nicht vor - bei 3,84% (Juni 3,97%). Der Gesamtwert dieser Produkte betrug wie im Vormonat rund 217 Mrd CHF.

cp/yr

(AWP)

 

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14.07.2015 13:33
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Umsatz mit strukturierten Produkten im Juni deutlich über Vormonat

14.07.2015 12:00

Zürich (awp) - Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Derivatebörse SIX Structured Products Exchange ist im Juni 2015 aufgrund der Entwicklung bei den Partizipationsprodukten mit 5,89 Mrd CHF stark gestiegen. Verglichen mit dem April-Wert von 1,94 Mrd ist dies mehr als eine Verdreifachung. Vor allem in der Kategorie der Partizipationsprodukte haben die Umsätze mit 4,60 Mrd nach 0,65 Mrd sehr stark zugenommen, während sie bei den Hebelprodukten als bislang grösster Einzelkategorie mit 0,91 Mrd stabil blieben, wie aus dem Monatsbericht des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) am Dienstag hervorgeht.

Die Kategorie der Hebelprodukte hält dabei einen Anteil von 15,5% des Umsatzes. Bei den Anlageprodukten, zu denen auch die Partizipationsprodukte zählen, stieg der Anteil auf 84,5% an.

Die Anzahl der kotierten Produkte war per Ende Berichtsmonat mit 35'208 etwas niedriger als im Monat davor. Insgesamt gab es im zweiten Quartal 9'567 Neuemissionen.

Klar der grösste Emittent kotierter strukturierter Produkte war im Juni die UBS mit einem Marktanteil von 78,4% (Vormonat 37,0%). Demgegenüber verloren die übrigen Emittenten deutlich an Boden. Auf Platz zwei folgt die Bank Vontobel mit 8,4% (20,3%), die ZKB mit 5,3% (11,9%), Julius Bär und die Credit Suisse mit jeweils 2,1% (VM 11,2 bzw. 6,7%). Der Anteil der restlichen Emittenten betrug 4,1% (12,8%).

Gemäss den vorliegenden Zahlen lag der Anteil der strukturierten Produkte am Gesamtvermögen in den Kundendepots der Banken Ende April 2015 - neuere Zahlen liegen von der SNB nicht vor - bei 3,90% (Vormonat 3,37%). Der Gesamtwert dieser Produkte betrug 219 Mrd CHF nach 188 Mrd im Monat davor.

yr/cf

(AWP)

 

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08.04.2015 08:24
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«Pröblen» mit Strukis am Computer
 

Strukturierte Produkte sind oft schwer verständlich. Ein Tool der Universität Zürich will Klarheit schaffen und lässt Anleger ihr eigenes Produkt kreieren. Damit kann gleich auch die Marktperformance gemessen werden.

Von Pascal Züger

Laufen, Radfahren, Schwimmen: Viele Dinge lernt man am besten, indem man sie einfach ausprobiert. Warum also nicht auch Strukturierte Produkte so verstehen lernen?

Dies dürfte sich ein Team um Finanzprofessor Thorsten Hens vom Schweizerischen Bankeninstitut der Universität Zürich gedacht haben, als es anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Universität Zürich 2008 - ironischerweise mitten im Ausbruch der Finanzkrise - ein Learning Tool zum "Pröbeln" am Computer entwickelte.

In der Banken- und Finanzkrise und in den Jahren danach gerieten Strukturierte Produkte zunehmend negativ in die Schlagzeilen, da es damals zu hohen Verlusten bei Anlegern kam. Juristische Streitereien dauern bis heute an. Der Ruf der Produkte litt darunter enorm. Zu komplex und undurchsichtig, lautete das Verdikt vieler Anleger. Nicht nur zahlreiche Private, auch viele Banken lassen deshalb ihre Finger ganz davon.

Doch was taugt das Tool der Uni Zürich heute? Verschiedene Produktvarianten können im Tool durchgespielt und auf Kursveränderungen getestet werden. Strukturierte Produkte verhalten sich anders als "normale" Kursbewegungen etwa einer Aktie. Die Proportionalität zwischen Rendite und Wert der Aktie beziehungsweise eines anderen Basiswertes ist nicht mehr gegeben.

Es gibt Produkte für jeden Anlegertypen, egal ob risikofreudig oder risikoavers. Zocker können beispielsweise mit Hebelprodukten überproportional an Kursgewinnen partizipieren, während auf Sicherheit bedachte Seelen eher in Kapitalschutzprodukte investieren, die den Verlust begrenzen. Produkte können auch so gestaltet werden, dass Anleger von seitwärts bewegenden oder sinkenden Märkten profitieren.

Ihr eigenes strukturiertes Produkt

Dann folgt das eigentliche Herzstück des Tools: Das Entwickeln eines eigenen Strukturierten Produkts mittels Mausklick beziehungsweise Touchscreen per Hand. Als Basiswert des Produkts dient der Swiss Market Index (SMI). Der Benutzer kann nun selbst wählen, welche Auswirkungen Kursveränderungen des SMI auf das eigene Produkt haben sollen. Wann will ich profitieren? Bei starken Kursanstiegen, oder bei geringen? Oder gar bei Kursverlusten? Vieles ist möglich, auch äusserst komplexe, ja gar wirre Konstellationen.

Auch wenn das Tool keine tiefgehende Kenntnisse der Materie übermittelt, eignet es sich ganz gut als spielerischen Einstieg, ohne die dahinterliegende Mathematik verstehen zu müssen. Dabei wird die grosse Flexibilität Strukturierter Produkte deutlich: Für alle möglichen Risikotypen und Zukunftsentwicklungen gibt es ein passendes Produkt. Das Tool zeigt aber auch, dass ein Strukturiertes Produkt schnell einmal undurchsichtig werden kann. Und: Da die Zukunft immer wieder Überraschungen birgt, kann sich ein in der Vergangenheit erfolgreiches Produkt künftig auch plötzlich als Flop erweisen.

Finanzkrise liess Hype abflachen

Trotz der Kritik konnten sich Strukturierte Produkte halten. Die Schweiz gilt als international führende Kraft in dieser Produktekategorie. Fast vier Prozent der insgesamt in der Schweiz verwalteten Vermögenswerte sind in strukturierte Produkte investiert. Dieser Anteil ist über die letzten Jahre konstant geblieben.

Seit 2006 gibt es den Schweizerischen Verband für Strukturierte Produkte (SVSP), der das Ansehen strukturierter Produkte und deren Bekanntheit fördern will. Für ein tieferes Verständnis Strukturierter Produkte empfiehlt sich neben dem Tool der Universität Zürich auch ein Blick auf diese Seite.

CASH

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12.01.2015 13:09
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Umsatz mit strukturierten Produkten im Dezember höher, im GJ 2014 aber tiefer

12.01.2015 12:29



Zürich (awp) - Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Derivatebörse SIX Structured Products Exchange ist im Dezember 2014 mit 2,16 Mrd CHF um 23% höher ausgefallen als im Vormonat. Vor allem in den Kategorien Partizipationsprodukte (+37%) und Hebelprodukte (+25%) fiel er deutlich höher aus, wie aus dem neuesten Monatsbericht des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) vom Montag hervorgeht.

Im Vergleich zum Rekordmonat des letzten Jahres (Januar mit 3,59 Mrd) lag der Berichtsmonat allerdings um fast 40% zurück. Im Gesamtjahr 2014 wurde ein Umsatz von 26,83 Mrd CHF erzielt, was gegenüber 2013 einem Minus von gut 11% entspricht. Produkte mit Referenzschuldnern (+23%) konnten ihre Nachfrage steigern, während vor allem Partizipationsprodukte (-13%) und Hebelprodukte (-10%) weniger gefragt waren. Gemessen am sehr erfolgreichen Jahr 2007 (75,4 Mrd) entspricht der Gesamtumsatz 2014 einem Rückgang von fast zwei Dritteln. 2014 war somit das schwächste Jahr der letzten 10 Jahre, zuletzt war der Umsatz 2004 mit 25,1 Mrd tiefer.

Die Anzahl der kotierten Produkte nahm im vergangenen Jahr und rund 7% ab und lag bei 31'989, wobei vor allem Kapitalschutzprodukte (-12%) Rückgänge verzeichneten. Neuemissionen gab es letztes Jahr 39'312, gegenüber 46'082 im Jahr davor.

Die fünf grössten Emittenten kotierter strukturierter Produkte waren im Dezember die UBS mit einem Marktanteil von 33,5%, die Bank Vontobel mit 19,8%, die ZKB mit 15,4%, Julius Bär mit 12,3% und die Credit Suisse mit 5,3%. Der Anteil der restlichen Emittenten betrug 13,8%. Im vierten Quartal konnten von den fünf grössten Emittenten die Bank Julius Bär und die UBS ihre Marktanteile zu Lasten der ZKB, der Bank Vontobel und der Credit Suisse erweitern.

Gemäss den aktuellsten vorliegenden Zahlen lag der Anteil der strukturierten Produkte am Gesamtvermögen in den Kundendepots der Banken im Oktober bei 3,69% (September 3,63%). Der Gesamtwert dieser Produkte betrug 201,8 Mrd CHF.

uh/rt

(AWP)

 

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05.12.2014 13:24
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Umsatz mit strukturierten Produkten sinkt im November

05.12.2014 11:06



Zürich (awp) - Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Derivatebörse SIX Structured Products Exchange war im Oktober mit 1,76 Mrd CHF rund ein Viertel tiefer als im Vormonat. Der Rückgang ist vor allem auf ein Minus bei der grössten Kategorie Hebelprodukte sowie weniger Umsatz mit Partizipationsprodukten zurückzuführen. Im Vergleich zum Rekordmonat Januar, als der Umsatz 3,59 Mrd CHF erreichte, hat sich der Umsatz in etwa halbiert.

Die Anzahl der kotierten Produkte nahm um knapp 9% auf aktuell rund 37'110 zu, wobei im Vergleich zum Vormonat vor allem deutlich mehr Hebelprodukte (rund 25'400) kotiert sind. Neu emittiert wurden im November insgesamt 2'886 Produkte (Vormonat 4'686), wie aus dem neuesten Monatsbericht des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) vom Freitag hervorgeht.

Die fünf grössten Emittenten kotierter strukturierter Produkte waren im Berichtsmonat die UBS mit einem Marktanteil von 27,6%, die Bank Vontobel mit 24,0%, die ZKB mit 18,1%, Julius Bär mit 9,4% und Credit Suisse mit 4,1%. Der Anteil der restlichen Emittenten betrug 16,8%.

Gemäss den aktuellsten vorliegenden Zahlen lag der Anteil der strukturierten Produkte am Gesamtvermögen in den Kundendepots der Banken im September bei 3,63% (August 3,62%). Der Gesamtwert dieser Produkte betrug 197,9 Mrd CHF.

ra/yr

(AWP)

 

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08.11.2013 11:34
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SVSP/Umsatz mit strukturierten Produkten steigt im Oktober auf 2,09 Mrd CHF

08.11.2013 11:28



Zürich (awp) - Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Derivatebörse Scoach hat sich im Oktober 2013 gegenüber dem Vormonat positiv entwickelt: Er belief sich auf 2,09 Mrd CHF und lag damit um rund 5,5% über dem September-Wert. Anziehende Volumen wurden vor allem in den beiden grössten Produktkategorien Hebelprodukte (+2,7% auf 1,11 Mrd) und Partizipationsprodukte (+10% auf 440 Mio) ausgemacht.

Per Ende Oktober waren 37'513 Produkte kotiert und damit 4,7% mehr als einen Monat zuvor, wie dem Monatsbericht des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) zu entnehmen ist. Davon entfiel auf die Hebelprodukte mit 25'795 Stück die klare Mehrheit. Die zweitgrösste Kategorie waren die Renditeoptimierungs-Produkte mit 7'695. Neuemissionen gab es im Berichtsmonat insgesamt 3'570, was einer Abnahme gegenüber dem Vormonat von rund 19% entspricht. Der mit Abstand grösste Teil der Neuemissionen entfiel auf die Hebelprodukte (2'804).

Die fünf grössten Emittenten kotierter strukturierter Produkte im Berichtmonat waren die UBS (Marktanteil: 29,3%), die ZKB (22,3%), die Bank Vontobel (19,8%), die Bank Julius Bär (6,7%) und die Credit Suisse (5,2%). Der Anteil der restlichen Emittenten betrug 16,7%.

AWP

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14.04.2011 14:22
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

strukturierte produkte selbst konstruieren, und gut ist...

14.04.2011 11:05
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Re: Strukturierte Anlageprodukte - Ein Minenfeld!

Karat1 wrote:

Ich schlage deshalb vor, dass die Banken in Zukunft ihre Produkte von einer völlig unabhänigen Stelle mit einem Fairness-Label zertifizieren lassen müssen!

Die Idee ist zwar gut, aber wahrscheinlich nicht durchführbar, weil keiner völlig unabhängig ist. Das ist dann so ähnlich wie die Bankenaufsichtskommission... :oops:

Das ist ja auch bei vielen anderen Labels so, sei es jetzt Bio, Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, FSC (Holz), etc.

Das einzige, was wir als Anleger gegen solche Produkte machen können, ist auf deren Kauf zu verzichten und nur direkt in Aktien oder Edelmetalle investieren (bei Rohstoffen ist das etwas schwieriger).

Aber solange die institutionellen Anleger weiter davon einkaufen, können wie Kleinen natürlich nichts ausrichten. Und diese Institutionellen sitzen doch wieder mit den Emittenten in einem Boot.

Gruss

fritz

14.04.2011 10:12
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

Dreister wrote:

Ich frage mich, welchen ETF mit "Hackentrick" du meinst?

Alle "Schlaumeiereien" der Banken und ETF-Anbieter kann ich Dir aus dem Stand heraus auch nicht aufzählen, aber glaube mir, die Banken sind da sehr, sehr kreativ. Besonders wenn es um ihren Vorteil geht.

Ich kann Dir aber sagen was ich von einem ETF erwarte.

Nehmen wir mal an wir haben einen ETF auf den SMI. Da will ich, dass mit dem Geld, welches die Anleger in diesen ETF einzahlen, im Verhältnis die Aktien kaufen wie sie im SMI enthalten und gewichtet sind und Dividenden reinvestiert werden oder ausgeschüttet werden. Nicht mehr und nicht weniger erwarte ich!

Ich will nicht, dass die erworbenen Aktien für irgendwas hinterlegt werden oder damit etwas für die Bank sichergestellt wird. Ich will auch kein Währungsrisiko, was im Fall des SMI und für Anleger welche in CHF denken und handeln, ja nicht der Fall ist.

Wenn das nicht der Fall ist, verlange ich vom Emittenten, dass er das in Grossbuchstaben im Verkaufsprospekt angibt und je nach Risiko zw. 1 - 8 explodierende Minen dazu malt. Ich will auch nichts Kleingedrucktes sehen und lesen müssen!

Karat

14.04.2011 07:40
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Strukturierte Anlageprodukte - Ein Minenfeld!

Strukturierte Produkte - Mienenfelder!

Ich wollte gerade mal mit einem neuen Beitrag die Problematik der strukturierten Produkte zur Diskussion anstossen und habe festgestellt, dass dieses Problem schon mal im Jahr 2008 angestossen wurde. Wurde dann aber nicht mehr weiter geführt.

Seither hat aber das Angebot an strukturierten Produkten um ein Vielfaches zugenommen und ist für den Anleger schlicht weg nicht mehr überschaubar.

Eines haben die meisten dieser Produkte aber gemeinsam, wenn das Produkt einen oder mehrere Hacken hat, sind diese immer zu ungunsten des Anlegers.

Diese Unschönheiten (Hackentricks)haben jetzt auch vermehrt auf die ETF's! Schade, sind (waren) doch die ETF's eine sehr gute Möglichkeit für einen Kleinanleger ohne das Risiko eines Einzeltitels in Aktien zu investieren. Aber auch hier können es die durchtriebenen "Produkteerfinder" der Banken nicht lassen fair zu bleiben und haben angefangen wieder hintenrum ihr undurchsichtiges Spiel zu treiben.

Für den Kleinanleger ist es nicht möglich, all diese durchtriebenen Schlaumeiereien der Produkteerfinger zu durchschauen. Viele oder die meisten verlassen sich auf ihren Bankberater und haben keine Ahnung auf welche Mienenfelder sie da setzen.

Ich schlage deshalb vor, dass die Banken in Zukunft ihre Produkte von einer völlig unabhänigen Stelle mit einem Fairness-Label zertifizieren lassen müssen! Dieses Label muss dann gut sichtbar auf dem Verkaufsprospekt angebracht werden. So, dass der Käufer/Anleger dann Gewissheit hat, das wenn auf einem Produkt etwas von Sicherheit geschwafelt wird auch Sicherheit (Kapitalschutz) enthalten ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Cash oder ev. auch eine FuW könnten dieses Fariness-Label doch herausgeben. Nur, sind die auch unabhängig genug? Die Banken inserieren ja auch in diesen Zeitschriften. Nur, wenn die Banken ja "seriöse" Produkte anbieten haben sie ja nichts zu befürchten.

Was meint ihr dazu?

Karat

26.09.2008 23:44
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

um nochmals aufzuzählen was bereits jeder weiss

bei jedem emitierten produkt verdient der herausgeber kohle - szenarien, wahrscheinlichkeitsberechnungen usw wurden von geübten experten berechnet und alsdann die konditionen festgelegt. so erstaunt es auch nicht, hattest du eine faule pflaume im korb.

strukies, warrants, andere hebelzertis, sprinter und wie die dinger alle heissen haben einen output für die bank, welcher sich nach der laufzeit des produkt positiv auswirken wird - ansonsten würde man es ja nicht anbieten. selbst wenn es vorderhand so aussieht als dass die bank dir was schenkt ists nicht so. denn es werden dividenden einbehalten, aktien gehalten um short posis abzusichern, strategische positionen aufgebaut usw usw. dies ist viel zu komplex als dass wir nicht eingeweihten den durchblick hätten.

insofern musst du deine bestrebungen so lenken, dass du zu den 20% glücklichen gehörst, welche entweder flat oder mit gewinn rauskommen und nicht zu den 80% welche (zumindest im ersten effekt) geld verlieren.

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

26.09.2008 23:20
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

Also ich würde da auch zum Sparkonto tendieren. Ansonsten etwas transparentes, nicht so was kompliziertes, das nicht mal der Herausgeber richtig versteht. Also besser z.B. einen ETF auf einen Index.

Gruss

fritz

26.09.2008 16:17
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

Lass den scheiss!!!

Diese strukturierten Produkte sind nur zum Nachteil des Kunden ausgelegt...beim Gewinn wirst DU beschnitten und wenn die Barrieren geknackt werden bekommst Du den Müll ins Depot gespült und muss selber mit dem Verlust zurechtkommen.

In deinem Fall würde ich das Geld effektiv auf dem Sparkonto lassen...es ist nicht gut mit Druck zu spekulieren als Anfänger...ich würde es sein lassen!!!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

26.09.2008 16:02
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

Danke für deinen Beitrag Vontobel; gibt einiges zu denken...

Leider hast du recht was das Risiko im Verbund mit der AL betrifft; jedoch hoff ich, dass ich nicht ewig AL bleiben werde, und ich bin mind. 1 Jahr lang noch nicht auf das Geld was bald (pikanterweise andere Vontobel-Produkte, ich zittere schon Wink "frei" wird angewiesen; könnte es also nochmal riskieren... (Aber eben - wenn's dann wie UBS in einen langfristigen Horizont wechselt, könnte es böse ausgehen)

Mein "Gedanke" hinter meiner Anlagestrategie: bei der jetzigen Teuerung fahre ich auf dem Sparkonto einen klaren Verlust ein (1,125% Zins bei Teuerung von 2,9% - da kann ich mich genausogut in eine PK einkaufen, hab ich gleich viel von)... Kassenobligationen haben zwar eine etwas bessere Verzinsung und garantierte Kapitalrückzahlung zu 100%, aber mind. 2 Jahre muss man die laufen lassen...

Da ich eh grad etwas zuviel Freizeit habe: gibt es irgendwo (wenn möglich kostenlos Wink Online-Lesematerial zum Thema Anlage & Produkte? (also Abseits von deinem Blog, Vontobel Wink

26.09.2008 15:57
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

sicher nicht der schlechteste rat. bei der cs würde man vemrutlich noch einen lombardkredit mitvertschutten und zum doppelten einsatz raten :mrgreen:

26.09.2008 15:45
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Re: strukturierte Produkte - eine gute Sache?

werwolf wrote:

Mein Problem nun: ist jetzt ein guter Zeitpunkt in Strukturierte Produkte zu investieren? (ich hoff ja immernoch das so Frühjahr/Sommer 09 die Finanzkriese überstanden ist) Oder empfiehlt sich eine andere Anlageform?

(meine Situation: bin zurzeit Arbeitslos, Geld momentan noch verfügbar, in ca. einem Jahr kann es aber sein das ich das Geld benötige (hoff jedoch auf eine Verbesserung), und möchte mit dem zu reinvestierenden Kapital einen möglichst hohen Ertrag einfahren; für Aktien hab ich jedoch in der momentanen Situation des Marktes zuwenig Nerven)

Lohnt sich die Investition in ein solches Produkt oder würde sich was anderes empfehlen?

In Anbetracht dessen, dass du derzeit Arbeitslos bist & tendenziell auf dein Geld angewiesen bist, würde ich dir von dieser Anlage abraten.

Denn bei einer Investition muss man immer den Worst Case betrachten und das wäre in deinem Fall eine Zuteilung einer dieser Aktien. Würde eine dieser Aktie in deinem Depot landen, so wäre es eine typische Aktieninvestition, die einen Anlagehorizont von min 5 Jahren (besser mehr) verlangt. Diese Zeit hast du jedoch nicht.

Das trügerische ist halt, dass dieses Produkt (solange es nicht ausgeknockt wird) ähnlich wie eine Obligation erscheint. Doch das wäre falsch anzunehmen.

Bezüglich der Frage ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist... hmmm....kommt halt immer darauf an was uns noch erwartet. Grundsätzlich sind die Märkte dieses Jahr bereits stark eingebrochen. Dies ist für ein Strukturiertes Produkt insofern vorteilhaft, weil die Barrieren nun noch tiefer angesetzt werden können.

Aber...die andere Frage ist: Wenn wir wirklich langsam auf den Boden zusteuern...würde man mit einem Direktinvestment nicht besser fahren?

...eine Swiss Re beispielsweise kann im aktuellen Umfeld bei einer Erholung schnell 10% zulegen...was vermutlich etwa deinem Coupon entsprechen würde.

Würde ich es persönlich tun? Nein. Weil, wenn ich schon Aktienrisiken aufnehme, dann möchte ich auch vom "unlimitierten" Ertrag profitieren können und nicht nur max 10% erhalten.

Eine Ausnahme für mich persönlich wären sogenannte Callable Yield Notes, die anstatt Aktien, Indices als Basiswerte zugrunde haben und damit etwas "sicherer" sind.

Aber nochmals: In der Arbeitslosigkeit lässt man besser die Finger von "riskanteren" Produkten. Besser du lässt das Geld auf deinem Sparkonto.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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26.09.2008 15:44
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

kenne die details dieses produkts nicht. aber das risiko ist generell sicher akzeptabel. mit abb, roche und swiss re ist eine gute branchendiversifikation gegeben (industrie mit akzent auf energie/ pharma / finanz). als globale players ist der schweizer fokus akzeptabel. alle sind vom handelvolumen her sehr liquid. der riskanteste, swiss re, ist auch der am stärksten herabgestufte und bietet insofern auch erholungspotenzial. emittentenrisiko scheint bei vontobel äusserst gering.

26.09.2008 15:34
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

Naja mein Problem: hatte im Frühjahr 2007 (oder war's 2006? egal) ein "Strukturiertes" von Raiffeisen/Vontobel gezeichnet, welches 2008 im Frühling (glaube April/Mai) ausgelaufen ist... Leider (wie sich ein paar Monate nach der Zeichnung ja rausstellte) war UBS mit drin, seitdem hab ich von denen ein paar Aktien mehr im Depot... (war nicht so toll; vor allem weil noch zwei andere Titel mit drin waren, deren Kurse weitaus stabiler verliefen)

Aber machen wir's konkreter: der in Frage kommende Titel ist von Vontobel, Zeichnungsfrist 3.10... Der Anlageberater meiner Bank hat mir den empfohlen...

Aber eben; ich bin ein gebranntes Kind, und bez. Optionen ist mein Wissen zu gering, als das ich da Einsteigen würde... Bezüglich Swiss Re kann ich nur sagen: die Versicherungen kommen ja langsam in die Schusslinie, aber ich hoffe das im Sommer 09 die Finanzkriese langsam überwunden wird... (Wird ja hoffentlich nicht ewig dauern, und wenn's zum Kollaps kommt ist sowiso jede Anlage nichts mehr wert)

Meine Befürchtung: ABB und Roche stabil, Swiss Re volatil, konzentration auf Swiss Re und wenn's mit der Kriese länger dauert fahr ich den Verlust ein... (Handkehrum: ist die Kriese heute in einem Jahr soweit überstanden oder nicht schlimmer, ... oder)

Von daher meine Frage: strukturierte Produkte (von Vontobel) für ein Jahr - Risiko akzeptabel (war der Fall "Pleite wegen UBS-Anteil" ein Einzelfall), oder eher Finger weg...

Bez. Optionen:

angenommen ich kauf nen Call, lass den ein Jahr ruhen... Mach ich dann "die Kohle" durch den Verkauf vom Call, oder calle ich dann die Aktie und verkauf sie gleich wieder?

26.09.2008 15:01
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

reckefoller wrote:

ich persönlich halte rein gar nix von diesen strukturierten - sind typische produkte der finanzindustrie, oft sehr kompliziert, und der bei vielen vorhandene kapitalschutz entpuppt sich bei ausfall des emittenten wie aktuell bei lehman brothers als farce.

wenn überhaupt, dann nur ein strukturiertes von einem soliden schweizer emittenten (raiffeisen / vontobel als beispiel). da müsstest du deinen einsatz zurückerhalten. aber achtung laufzeit: wenn du das geld bereits in einem jahr brauchst, darfst du auf keinen fall keine längere laufzeit wählen - vorzeitiger ausstieg kann teuer werden. für aktien ist ein jahr auch sehr knapp - da käme für mich nur ein liquider, grosskapitalisierter titel in frage, zum beispiel abb.

oder du riskierst einfach nur 10%, aber das dann als option, z.bsp. auf abb (call). swis re wär mir jedenfalls aktuell zu heiss, wenn die mit drin sind in dem von dir angedachten produkt (1 jahr, swiss re, roche, abb).

26.09.2008 14:59
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strukturierte Produkte - eine gute Sache?

hmmmmm