Weinhandel / Investition?

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21.11.2011 06:34
#1
Bild des Benutzers carro4
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Weinhandel / Investition?

Ich bin kein Weinkenner, beschäftige mich aber seit kurzem etwas mehr mit diesem Thema. Da meine Frau einen Tourismusbetrieb führt, habe ich am Rande schon seit Jahren die Weinpreise "aufgeschnappt". Mir ist aufgefallen, dass der ausländische Wein günstiger geworden ist. Mir ist klar, dass der EURO Kurs auch damit zu tun hat. Nur wenn ich die Preise vor dem grossen Rutsch vergleiche, ist die Differenz bei einigen sehr guten Weinen deutlich grösser als die diff. EURO. Das ist das eine. Nun bekommen wir sehr, sehr viele Angebote per Fax,Internet und sogar per Telefon von hochstehendem Burgunderwein. Gute Jahrgänge 2000, 2005,2009 sind darunter. Der Preis bis zu 30 % vom Listenpreis. Diese Weine wurden die meisten aber schon vor der Finanzkrise in die Schweiz importiert. Ebenfalls wurden soche Weine uns schon mit 100 % WIR angeboten. Ich habe schon von ganzen Sammlungen gehört, welche zu guten Preisen verkauft wurden. Dabei soll doch gerade guter Burgunder von Geniessern aus den Schwellenländern aufgekauft werden.

Da ich auch in Kunst investiere, schaue ich im Inernet bei einigen deutschen Auktionshäusern vorbei. Bei den Zuschlagslisten ist mir aufgefallen, dass auch dort Spitzenweine keine Abnehmer gefunden haben. Bei einem Auktionshaus wurde fast kein einziger Wein verkauft. Auf meine Frage bei dem Auktionshaus hat mir die verantwortliche Person bestätigt, dass so etwas erst seit dieser und der letzten Auktion vorgekommen sei.

Nun meine Frage. Kennt sich da jemand hier mit diesem Thema gut aus?

Selber sehe ich von einem Weininvest als solches ab, da man schon ziemlich in die Lagerung dieses Investes investiern muss und auch ein wenig das Flair dazu haben muss.

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Auf dem einzigen Mist, wo nichts wächst, ist der Pessimist.

21.11.2011 09:30
Bild des Benutzers Ventus2cxt
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Re: Weinhandel / Investition?

carro4 wrote:

Nun meine Frage. Kennt sich da jemand hier mit diesem Thema gut aus?

Selber sehe ich von einem Weininvest als solches ab, da man schon ziemlich in die Lagerung dieses Investes investiern muss und auch ein wenig das Flair dazu haben muss.

Die Lagerung ist eben genau das Problem und auch der kostspielige Teil dieser Investition. Wenn man natürlich über einen tollen Weinkeller im Haus verfügt, ist das kein grosses Problem. Aber wenn man zuerst noch einen Weinkühler kaufen muss, hat man einen hohen Break-Even.

Ich selber investiere nur in Wein für deren Vernichtung Wink aber mein Bruder hat es kurz probiert und schnell wieder aufgehört. Man braucht viel Geduld, viel Wissen, viel Raum und ein positiver Return ist gar nicht so sicher, wenn man die Gesamtkosten betrachtet. Ich denke das eignet sich eher für einen Weinliebhaber, der auch damit leben kann die Flasche mit "Verlust" dann selber zu trinken, wenn sich kein Käufer findet.