11.09.2001 - wenn die Börse auf dem Kopf steht

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11.09.2009 17:09
#1
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11.09.2001 - wenn die Börse auf dem Kopf steht

Liebe CashForum Besucher

Wir alle erinnern uns bestens an das Jahr 2001, ca. 15:00 als das Attentat auf die TwinTowers die Welt, vor allem aber auch die FINANZwelt auf den Kopf stellte.

Da ich in diesem Jahr noch anständig die Schule besuchte und mich Geld nur gerade interessierte, wenns wieder alle war und ich Haribo Sauerringe kaufen wollte, habe ich von den Vorkomnisse an den Finanzmärkten an diesem Datum und den folgenden Tagen keine Ahnung.

Da es mich aber interessieren würde, wie die erfahrenen Hasen (ich habe extra nicht alt gesagt Lol ) diesen Tag miterlebt haben, eröffne ich diesen Beitrag.

Wie habt ihr das erlebt, wie habt ihr unter diesem extremen Stress gehandelt (Long Strategie, verkaufen, halten etc.), ev hat sich ja einer ein schickes Auto verdient mit puts etc. erzählt doch eure persönliche Geschichte zu diesem unvergesslichen Datum...

mich würds uf jede Fau wunder nä Smile 8)

Danke und gutes Weekend schon im Voraus.

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Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

11.09.2009 21:25
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yzf
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11.09.2001 - wenn die Börse auf dem Kopf steht

Ich habe erst kurz nach den Anschlägen mit Trading begonnen, und herbe Verluste gemacht

Lol

Geht mit Gott, aber geht!

11.09.2009 19:56
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11.09.2001 - wenn die Börse auf dem Kopf steht

Ich kann mich an diesen Tag noch gut erinnern. Die Börsen hatten so ihre Probleme. Doch es machte den Anschein, dass alles wieder ins Lot kommt. Dann Wuamm, der erste Flieger, der in den Tower krachte. Zu diesem Zeitpunkt dachte man noch nicht an einen Anschlag. Ich betrachtete die Bilder im Fernsehen. Und dann plötzlich der zweite Knall.

Die Verluste, die ich dann in den folgenden Wochen eingefahren hatte, waren enorm. Ich verbrachte einige schlaflose Nächte. Ich dachte, da kommst Du nie wieder auf die Beine. Doch die darauf folgenden Jahre liefen für mich wieder sehr gut, so dass ich finanziell wieder auf die Beine kam.

Im Nachhinein betrachtet, brachte mir diese Lektion sehr viel. Ich habe aus der damaligen Krise viel gelernt und bin in meinen Einschätzungen viel realistischer geworden. 09/11 habe ich es auch zu verdanken, dass ich die aktuelle Krise unbeschadet überstanden habe. Ich bin mir sicher, dass ich die selben Fehler wie Anfang 2000 nie wieder machen werde.

Investiere nur gerade so viel, dass Du auch noch gut schlafen kannst, wenn die Märkte gegen Dich laufen.

11.09.2009 17:42
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11.09.2001 - wenn die Börse auf dem Kopf steht

Das war mein erstes Börsenleben, damals habe ich noch viel weniger verstanden als heute..., das Cash-Forum gab es noch nicht, dafür jeden Tag einen Borsalino-Tages-Tipp.

Ausser 9/11 fiel auch das Platzen der .com-Blase in die gleiche Zeit.

Ich habe alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und habe nichts verkauft. Meine Aktien waren zwischen -30% und -99.5%. Erst als ich nach ein paar Jahren gemerkt haben, wieviel Depotgebühren ich für diese Leichen bezahlen musste, habe ich die schlimmsten verkauft. Es waren aber auch Totalverluste dabei, Jomed und EMTS. Nur zwei Titel habe ich danach noch behalten, Novartis und Swatch, die ich einige Jahre später sogar noch mit kleinem Gewinn verkaufen konnte.

Diese grossen Verluste schmerzen mich noch heute, aber ich habe einiges daraus gelernt und habe mein zweites Börsenleben damit angefangen, dass ich zuerst Mal ein paar Bücher gelesen und von der teuren CS zu Swissquote gewechselt habe.

Jedenfalls habe ich von den Verlusten soviel gelernt, dass ich in der aktuellen Krise nicht mehr die gleichen Fehler gemacht und auch praktisch nichts verloren habe.

Die Ereignisse am 9/11 habe ich live am Fernsehen verfolgt. Ich sass in einer Bar irgendwo im Urwald und habe auf dem Fernseher rumgezappt (was ich dort sonst nie gemacht habe) und habe durch puren Zufall alles von Anfang an miterlebt. Am Anfang hat noch keiner richtig verstanden was los war, Flugzeugabsturz in New York, nein, in Washington, aber das ist doch Manhattan, dann wieder Pentagon, usw....

Die Barmädels waren am Billard spielen und konnten meine Aufregung nicht verstehen, warum ich ihnen erzähle, dass sich heute die Welt verändert. Sie haben mir zur Beruhigung ein kaltes Bier hingestellt und den Rücken massiert...

Gruss

fritz