Alles zum Thema Haus (Immobilien)

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08.01.2009 18:35
#1
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Alles zum Thema Haus (Immobilien)

Ich bin sehr daran interessiert in den nächsten 2-3 Jahren ein Haus zukaufen.

Es wird kein neues sein sondern so im Bereich von 15-35 Jahre alt, an dem nicht alles perfekt ist aber Potential hat zum Umbau und Renovieren.

Nun zu meinen Fragen:

20% ist ja das Eigenkapital das man mitbringen sollte?

Was zählt zum Eigenkapital und wie wird das gerechnet und das Kapital der Lebensgefährtin kann man 1 zu 1 mit meinem zusammenzählen? (2.Säule,3.Säule?)

Was muss man bei Hypotheken beachten? Was sind Vor- und Nachteile?

Mit welchen weiteren Kosten muss man allgemein gesehen neben der Hypothek die man abbezahlt rechnen?

Z.B Heizöl mit wieviel (Franken) muss man durchschnittlich pro Jahr rechnen?

Strom? Wasser? Sonstige Ausgaben rund ums Haus?

Klar kommt es auf die Grösse des Hauses und wie viel Personen darin Leben drauf an.

Ich würde gerne Erfahrungen von Hausbesitzern hören die das plus/minus wissen.

Bei und wird es momentan sicherlich (so noch 5 Jahre) ein 2 Personenhaushalt sein.

Die Grösse des Hauses wird sich so ca. auf 5.5 Zimmer belaufen.

Danke für eure Meinungen und Anregungen

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12.03.2009 18:52
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Aus aktuellem Anlass habe ich gedacht hole ich den Tread wieder mal aus der Versenkung.

Die neue Immostudie der CS ist online....meiner Meinung nach immer Wert zum lesen.

https://marketdataresearch.credit-suisse.com/cs/mdr/p/d/qrr/research/files/getfiles.do?fileName=F090310000047.pdf

22.01.2009 01:09
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Daniel_Gygax wrote:

Zu unterst bei Gesamt Jahreskosten kommt man ja mit einer Luft WP am günstigsten?

Die Jahreskosten belaufen sich auf ca. 3400 Chf.

In einem früheren Beitrag hast du was von 1200 Chf geschrieben, für deine jährlichen gesamt Energiekosten.

Die LuftWP ist gemäss Beispiel am günstigsten.

Zudem: Man kann wegen gewissen Vorschriften wir z.B. Grundwasser nicht überall Erdsonden einsetzen.

Ich zahle pro Jahr im Schnitt Fr. 1'200 dem EW für sämtliche Energiekosten. Dafür habe ich beim Bau erheblich mehr investieren müssen, habe auf der anderen Seite wiederum einen Raum für den Öltank gespart.

Wie im Link aufgeführt, müsste ich die dort aufgeführten Beiträge in meine Kostenrechnung miteinbeziehen.

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Benjamin Franklin

19.01.2009 20:19
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Haus

@RH

Klar mache ich mir viele Gedanken ist ja für meine Zukunft und ich finde es optimal wie du und auch die anderen hier im Forum mich informieren.

Ein gewisses Grundwissen kann ich mir schon mal aneignen, bevor es dann wirklich soweit ist.

Kannst du mir evtl. die Position im Link von Elias erklären?

http://www.ewjr.ch/pdf/Jahreskostenvergleich%20Mai%202008.pdf

Annuität Investition 30 Jahre 6.51 %

Annuität Investition 30 Jahre 6.51 %

Danke das du mich auch auf die Idee mit dem Passiv Haus gebracht hast. Von öffentlich Gebäuden habe ich schon mal ghöhrt die dieses System verwenden, aber ein EFH noch nie.

Dazu braucht man auch ein super Lüftung sehe ich das richtig?

@all

Eine Frage zum Thema Fasade und Fenster, ist es zwingen bei schlechter Isolation die Fasade von aussen zu Isolieren, was sind Vor- und Nachteile wenn man alle Aussenwände im Haus drin würde isolieren. Vorteil: Für mich wäre das einiges einfacher zu bewerkstelligen. Installationen wie z.b Elektrisch könnte über diese Wände installiert werden. Nachteil: Der Raum wird kleiner im Innern je nach Isolation 60mm/120mm.

@Hellboy

Danke für deine erklären zum Thema Gas

19.01.2009 08:48
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Re: Flüssiggas

Ramschpapierhaendler wrote:

Du sagst, dass Ihr selbst viel am Haus machen könntet. Je nach Objekt würde sich für mich dann auf jeden Fall die Frage stellen, ob ich nicht richtung Passiv-Haus gehen möchte. Das würde heissen:

- gute Fenster

- super gedämmte Aussenhülle (Dach / Fassade / Boden)

- keine Heizung!

- das Haus wird über Körperwärme und Elektrogeräte (Lampen / Computer etc.) geheizt

- als Notheizung (oder um ein gutes Gefühl zu haben) wären ein Schwedenofen oder Elektroradiatoren in den Badezimmern (Handtuchradiatoren) möglich

Ich denke man kann sicher sehr viel machen um Heizkosten in einem normalen Rahmen zu halten um nicht unnötig Wärme zu verlieren. Aber aus einer alten Hütte ein Passiv-Haus machen ist doch etwas optimistisch. Die Frage stellt sich für mich schon ob sich das dann wirklich noch rechnet. Wäre ja auf Deine offerte gespannt? Smile Damit das Haus zum Selbstversorger wird, braucht es ja einige Sachen mehr als Du jetzt aufgezählt hast. Aber grundsätzlich ist das schon eine tolle Sache. Wie sieht es eigentlich mit einer Zertifizierung aus. Ist es schwer diesen Stempel zu bekommen, würde mich wunder nehmen du bist ja auf diesem Gebiet versiert.

19.01.2009 07:08
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Also man sollte differenzieren.

Flüssiggas ist ein Abfallprodukt aus der Erdölförderung und wird meistens abgefakelt vor Ort, gemeint sind die Gase Propan und Buthan die man vom Camping her kennt. So viel ich weiss werden sie meist in roten oder grauen Flaschen transportiert. Ich habe noch kein Haus gesehen das mit Flüssiggas läuft, verwendet wird es eigentlich nur in Häusern in der Wildnis(Berge, weit ab von Ortschaften) oder im Gewerbe in der Küche von Restaurants, Metzgereien zum abfackeln von Haaren, etc.

Erdgas wird privat nicht gelagert und kommt aus dem Netz.

Da du ja arbeiten möchtest und nicht faul bist, wäre ideal eine Kombiheizung die mit Holzspalten und Erdöl betrieben wird. Mit Holz bist du relativ unabhängig und der KwH Stundenpreis unterbietet alle anderen Heiz-Modelle.

18.01.2009 10:23
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@Elias

Danke für deine Antwort und deine Links.

Nun eine Frage die du mir evtl. beantworten kannst zum ersten Link Jahreskostenvergleich?

Zu unterst bei Gesamt Jahreskosten kommt man ja mit einer Luft WP am günstigsten?

Die Jahreskosten belaufen sich auf ca. 3400 Chf.

In einem früheren Beitrag hast du was von 1200 Chf geschrieben, für deine jährlichen gesamt Energiekosten.

Klar das sind nur Basiswerte für 220m2 Haus wie ich gesehen habe.

Was bedeuten diese zwei Positionen in der Tabelle, die werden ja zusammen gerechnet und zu den Jahreskosten hinzugerechnet? Muss ich das bezahlen, für was ist das?

Annuität Investition 30 Jahre 6.51 %

Annuität Investition 30 Jahre 6.51 %

17.01.2009 15:31
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Daniel_Gygax wrote:

Danke für deine Antwort, darf ich nach dem Jahrgang des Hauses fragen?

Hast du das Haus mit Erdsonde gekauft oder nachträglich aufgerüstet?

Wenn ja darf ich nach den ungefähren Investitionskosten fragen?

Jahrgang 2002 Neubau inkl. Wärmepumpe

Die Kosten für die Wärmepumpe (EFH) betrugen im Jahr 2002 Fr. 10'430 (Förderbeitrag Fr. 3'000 schon abgezogen)

Die Bohrungen etc. finde ich nirgends separat aufgeführt

Gemäss folgendem Link ca 20'000

http://www.ewjr.ch/pdf/Jahreskostenvergleich%20Mai%202008.pdf

Förderbeitrag 2009

http://www.ewjr.ch/pdf/Foerderungen2009.pdf.

http://www.ewjr.ch/produkte/anwend.htm

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Benjamin Franklin

17.01.2009 14:19
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Quote:

Ich denke am Gasnetz angeschlossen, Patronen habe ich noch nie etwas gehöhrt.

Ja, das ist schon klar. Funktioniert aber nur, wenns Leitungen gibt (also die Ortschaft am Gasnetz angeschlossen ist).

Zumindest da wo ich wohne gibts das nicht, deswegen frage ich. Patronen ist vielleicht das falsche Wort, es handelt sich um Tanks, die aufgefüllt werden können.

Ich denke das ist beim Flüssiggas nicht anders, irgendwoher muss es kommen (wenn nicht aus der Leitung).

Edit: Ok habe gerade deinen Beitrag gelesen. Dann lag ich nicht so falsch mit "Patronen" :o)

Quote:

Wenn Russland den Gashahn mal komplett zudreht wird das auch ein Problem und unendlich wird dieses Gas auch nicht strömen.

Den Tank kannst du immerhin auffüllen und kannst den Anbieter wechseln. Der Gasstreit hat sein Comeback eigentlich immer in den Wintermonaten... Und man ist von den Leitungen abhängig.

Klar, auch Gas gibts nicht "unendlich" bzw. der Preis steigt. Um eine Beratung kommst du bei einem neuen Heizungssystem nicht herum. Da bekommst du vielleicht auch Klarheit über die Kosten, das dürfte ja auch relevant sein bei der Entscheidung.

17.01.2009 14:06
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Flüssiggas

Habe so eben auf der Herstellerhomepage folgendes gelesen.

"Durch die Umstellung der Heizanlage von Öl auf Flüssiggas fällt der Öltank im Keller weg. Das Flüssiggas wird ausserhalb des Hauses in einem Tank gelagert, die Gasheizung selbst braucht nur wenig Platz. Im Keller entsteht somit ein Freiraum, der auf verschiedene Weise genutzt werden kann".

Nur wird hier evtl. mal das gleiche wie beim Öl der fall sein da es Gasfelder aus dem Osten kommt und bei uns einfach der Tank vor dem Haus gefüllt wird.

Wenn Russland den Gashahn mal komplett zudreht wird das auch ein Problem und unendlich wird dieses Gas auch nicht strömen.:-)

17.01.2009 13:58
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@AND2k8

Ich denke am Gasnetz angeschlossen, Patronen habe ich noch nie etwas gehöhrt.

Habe gestern in der Zeitung vom Hauseigentümerverband HEV darüber gelesen.

Heizung mit Flüssiggas in Kombination mit einer Solaranlage.

War ein Bericht vom führenden Anbieter für Flüssiggas ViTOGAZ .

Pluspunkt nach Bericht: Tiefe Investitionskosten, niedrige Servicekosten, Platzvorteil (da sich Energielager nicht im Gebäude befindet, gegenüber Öl), verringerter CO2 Ausstoss,

Flüssiggas ist nicht mit Erdgas zu verwechseln, ist unabhängiger und kann überall in der Schweiz eingesetzt werden auch ohne Erdgasanschluss.

@Elias

Danke für deine Antwort, darf ich nach dem Jahrgang des Hauses fragen?

Hast du das Haus mit Erdsonde gekauft oder nachträglich aufgerüstet?

Wenn ja darf ich nach den ungefähren Investitionskosten fragen?

17.01.2009 13:22
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AND2k8 wrote:

Ich habe keine Ahnung, inwiefern sich eine Wärmesonde in die Erde preislich für ein Einfamilienhaus lohnt

Wir heizen mit Erdsonde.

Die gesamten Stromkosten (kochen, heizen, waschen, Licht, Kühlschrank, TV, Computer, etc etc.

Fr. 1'200 pro Jahr für ein Haus mit 3 Etagen und 6 Zimmern.

wichtig ist auch die Einteilung.

Der Wohnraum sollte zuoberst sein, weil man es dort wärmer braucht. Schlafzimmer in den unteren Etagen. Da kann man auch im Winter nachts mal das Fenster einen Spalt offen lassen, ohne dass alles abgekühlt wird.

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Benjamin Franklin

17.01.2009 11:42
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Quote:

Zum Thema Energie und Heizsystem, wie funktioniert eine Luft Wärmepumpe?

Auch wenn die Luft kalt ist - man kann immer noch Wärme aus ihr "ziehen" - und zwar mit einem Kompressor, ähnlich wie der Kühlschrank, da arbeitet auch nur eine Wärmepumpe, du brauchst sie für die Wohnung einfach "umgekehrt" (beim Kühlschrank sammelt man die Kaltluft und die Wärme strömt meist einfach hinten weg, bei der Pumpe fürs Haus strömt die Kaltluft zurück in die Umwelt und die Wärme wird ins Heizungssystem gespeist).

Quote:

Wenn man eine Wärmepumpe oder Solaranlage besitzt wie wir das abgerechnet, bezieht man da Gratis Wärme/Strom/Energie für sein Haus?

Ja, du bezahlst ja die Solarzellen oder die Wärmepumpe, um das Stromnetz kommst du natürlich nicht herum... Und nicht vergessen: Auch die Wärmesonde braucht Strom, ein gewisser Betrag muss also immer noch einberechnet werden.

Ich habe keine Ahnung, inwiefern sich eine Wärmesonde in die Erde preislich für ein Einfamilienhaus lohnt, da müsstest du einen Berater fragen. Wenn man aber allgemein von steigenden Energiekosten ausgeht und ein bisschen Geld hat, lohnt sich eine Kombination von Erdwärme und Solar sicherlich.

Wenn du in die Erde bohrst, brauchst du zudem eine Bewilligung (wegen Grundwasser, Geologie etc).

Quote:

Was haltet ihr von Flüssiggas oder Erdgas?

Am Gasnetz oder mit "Patronen"? In der Schweiz ist ja Gas nicht so populär... Keine Ahnung. Ist das nicht ähnlich wie Öl? (Gas ist wohl umweltfreundlicher).

17.01.2009 10:46
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Energie und Heizsystem

@RH

Danke für deine Meinungen zur Region ZH Oberland.

@all

Zum Thema Energie und Heizsystem, wie funktioniert eine Luft Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe mit Erdsonde ist mir klar, ein Loch wird gebohrt (Tiefe je nach Region) in das dann die Erdsonde reinkommt.

Was für Kosten enstehen eigentlich jährlich bei einer Wärmepumpe?

Was haltet ihr von Flüssiggas oder Erdgas?

Vorteile und Nachteile?

Bei Flüssiggas zum Beispiel ist der Anschaffungspreis sicher unter einer Wärmepumpe, zudem kann eine Flüssiggasheizung mit Solarkollektoren kombiniert werden auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Für mich wichtig, da Solarstrom für mich Zukunft hat.

Wenn man eine Wärmepumpe oder Solaranlage besitzt wie wir das abgerechnet, bezieht man da Gratis Wärme/Strom/Energie für sein Haus?

Viele Fragen auf einmal ich weiss:-)

Gruss Roger

16.01.2009 11:29
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das heisst für manche langes Warten

ich wohne in dem Kanton, der von Lausanne eines auf den Deckel bekommen hat

Ein Steuerberater hat von mir nix bekommen, ich habs selbst hin gekriegt

lg

Rhia

16.01.2009 11:24
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@ Rihanna

Ich frage mich ohnehin ob es nicht besser bis zur def. Abschaffung der Dumont Praxis einfach nur das nötigste zu machen. Zumindest für jemanden die Daniel_Gygax der ein älteres Objekt kauft könnte das intressant sein.

Mit den Gesetzesänderungen wird eine langjährige bundesgerichtliche Rechtsprechung (die so genannte «Dumont-Praxis») aufgehoben. Nach dieser Praxis durfte ein Eigentümer während der ersten fünf Jahre seit dem Erwerb einer stark vernachlässigten Liegenschaft die Unterhaltskosten für bisher unterlassene Unterhaltsarbeiten steuerlich nicht in Abzug bringen. Aus steuerlicher Sicht ist naheliegend, dass schon die Begriffe «vernachlässigt» und «unterlassener Unterhalt» zu verschiedensten Interpretationen Anlass gaben. Die daraus resultierende unterschiedliche Praxis der Kantone sowie die schwankende Rechtsprechung dienten nicht der Rechtssicherheit, sondern beschäftigte nur die Steuerberater.

Die neue Regelung

Sowohl dem Bund wie auch den Kantonen wird im geänderten Steuerharmonisierungsgesetz vorgeschrieben, dass die «Kosten der Instandstellung von neu erworbenen Liegenschaften» bei Liegenschaften im Privatvermögen vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden können (Art. 9 Abs. 3 Einleitungssatz StHG). Während bei der Direkten Bundessteuer die Gesetzesänderung unmittelbar in Kraft tritt, haben die Kantone zwei Jahre lang Zeit, ihre Gesetze anzupassen. Es ist davon auszugehen, dass der Bundesrat die neue Regelung auf Anfang 2010 in Kraft setzt, sodass sie spätestens im Jahre 2012 gesamtschweizerische Gültigkeit hat.

http://www.hev-zuerich.ch/ms-zeitschrift/jahr-2008/ms-art-200810-13.htm

16.01.2009 10:54
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Daniel

erkunde Dich mal in Deiner Umgebung nach der Möglichkeit den werterhaltenden Umbau von der Steuer abziehen zu können. Nicht unbedingt bei der Behörde selber

Ich wusste das nicht und konnte so nicht planen. Sonst hätte ich den Umbau in zwei Tranchen bezahlt Dez/Feb.

So habe ich alles im darauf folgenden Jahr bezahlt und konnte nur einmal Null versteuern.

Einerseits hatte ich mich über den unerwarteten Zustupf gefreut, andererseits natürlich geärgert, weil es doppelt soviel hätte sein können

lg

Rhia

14.01.2009 12:40
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Hallo RH

Danke für deine ausführlichen und ehrlichen Antworten.

Komme aus der Region Zürcher Oberland.

Meines erachtens sind die Preis meistens noch okay, wobei man natürlich auch hier völlig überteuerte Häuser/Wohnungen findet.

Denke die Region wird auch an Wert gewinnen wenn die Zürcher Oberland Autobahn mal gebaut wird:-) den Zusammenschluss zwischen Hinwil und Uster.

13.01.2009 20:03
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Daniel_Gygax wrote:

Das wichtigste scheint mir dass, das Haus eine gut funktionirende Heizung hat. Den das kann schnell mal teuer werden.

Gibt es gute Zeitschriften zum Thema Hauskauf, Immobillien etc. die ich am Kiosk erhalte und ihr mir empfehlen könntet?

Gruss Roger

Bei der Heizung würde ich immer mal einen Blick auf den Jahrgang des Boilers werden. Auch wie regelmässig dieser gewartet wurde.

Empfehlen kann ich

http://www.hausbau-forum.ch/

Anstatt Zeitschriften würde ich Dir mal einen Besuch an einer Messe empfehlen. BAUEN & MODERNISIEREN und EIGENHEIM-MESSE SCHWEIZ. Dort kriegst Du auch alles was Dein Herz begehrt.

13.01.2009 19:37
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Danke für eure Antworten, ist alles sehr hilfreich für mich als Immobilienneuling. Bei mir wird es frühstens in einem Jahr so weit sein. Aber ich muss mich jetzt schon informieren.

Hier mal ein Haus das ich gesehen habe, wie Ihr gesagt habt wird bei einem fast 40jährigen Haus mit 1% Nebenkosten gerechnet.

Kaufpreis: CHF 559'000

Verkaufswert: CHF 559'000

20% Eigenmittel: CHF 111'800

80% Finanzierung: 1. Hypothek CHF 368'940

2. Hypothek CHF 78'260

Jährliche Amortisationen: CHF 3'913

Jährliche NK (1%): CHF 5'590

Was noch zu sagen ist ich bin gelernter Elektromonteur, und mein Vater ist Schreiner/Zimmermann nur darum will ich ein älteres Haus. Weil ich selber viel Arbeiten und Renovationen erledigen möchte.

Das wichtigste scheint mir dass, das Haus eine gut funktionirende Heizung hat. Den das kann schnell mal teuer werden.

Elektroinstallationen, Badezimmer, WC, Küche, Zimmer, etc. kann und will ich fortlaufend selber renovieren (je nach Geld, Aufwand und Zeit)

Gibt es gute Zeitschriften zum Thema Hauskauf, Immobillien etc. die ich am Kiosk erhalte und ihr mir empfehlen könntet?

Gruss Roger

13.01.2009 10:30
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Das liegt aber wohl eher an den verschiedenen Finanzierungskriterien unter den Banken. Die Tragbarkeit ist ja nur ein Kriterium, du weisst nicht welche weiteren Faktoren und Überlegungen noch mitspielen und du weisst auch nicht ob der gleiche Hypothekarspezialist dahinter steckt. Der eine geht mal etwas mehr Risiko ein, der andere weniger.

Gehen wir davon aus ich wäre Hypothekarspezialist. Dann würde ich eher mal von den Richtlinien abweichen wenn die Lage der Liegenschaft stimmt, als wenn Du ein in den Nebenkosten etwas günstigeres Objekt in Besenbüren finanzieren lassen möchtest.

13.01.2009 10:02
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Basel II sagt Dir etwas oder?

Jeder Kunde kriegt bei einern Finanzierungsbestätigung ein Rating. Das basiert auf den Ratingmodellen der Banken die auf den Vorgaben von Basel II basieren. Dementsprechend funktioniert die Konditionierung. Doch von dem kriegst Du als Kunde nichts mit das wäre zu komplex.

Die CS umschreibt es so auf Ihrer Homepage

Die aufgeführten Zinssätze verstehen sich als Richtwerte. Diese gelten für erstklassige Wohnobjekte und Kreditnehmer mit einwandfreier Bonität. Die abgebildeten Zinssätze betreffen die 1. Hypothek mit einer Belehnung bis 66% des Verkehrswertes der Immobilie. Die Zinssätze der 2. Hypothek sind jeweils 0.75% höher. Die Zinssätze können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

Dein Rating setzt sich aus dem Einkommen, Vermögen und Verschuldungsgrad zusammen. Je nach Rating hat die Bank nach Basel II deine Hypothek mit Eigenmittel zu hinterlegen für allfällige Ausfälle.

Das heisst konkret, Du wirst nie wissen wieviel die Bank an dir verdient weil du die Marge nicht kennst. Für gute Schuldner gibt es deshalb auch die Möglichkeit für Sonderkonditionen.

Intern werden Liegenschaften mit aufgestautem Unterhalt oder veraltetem Standard sehr wohl mit mit mehr als 1% Nebenkosten gerechnet, das wird Dir aber so nicht kommuniziert. Ist beispielsweise eine Finanzierung so knapp und die Liegenschaft nicht Top, kann es auch mal einen Risikoaufschlag auf den Konditionen geben.

13.01.2009 08:55
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@Daniel_Gygax

Die 3. Säule wird bei Auszahlung nachbesteuert, diese Steuer ist progressiv, erkundige dich frühzeitig in welchen Tranchen sie zu investieren Sinn macht.

12.01.2009 10:40
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Ramschpapierhaendler wrote:

Bei einem Alter von 15 - 35 Jahren werden 1% für die Nebenkosten wohl kaum reichen. Die Banken rechnen zwar einfachheitshalber immer damit (da sie selbst keine Ahnung von der Materie haben). Ich hab noch selten einen Banker gesehen, der für ein neues Minergiehaus andere NK einsetzt als für eine uralte Energieschleuder...

Du meinst wohl auch die Banker sind auf den Kopf gefallen Smile Glaub mir im Hintergrund werden bei Altliegenschaften entsprechend höhere Nebenkosten angerechnet. Minergiehäuser werden teilweise auch günstiger gerechnet, aber irgendwo muss man halt einen Massstab ansetzen und der ist nun mal bei 1%.

Das gleiche gilt auch für aufgestauten Unterhalt etc. Offiziell wirst Du das aber nicht sehen, aus dem einfachen Grund weil der Kunde sonst wieder das Gefühl hat das Ganze wirkt sich auf seinen Konditionen aus, was es im Endeffekt aber auch tut.

09.01.2009 11:35
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reckefoller wrote:

auch bei der renovation ist das ein wichtiger aspekt: wie werden die wertvermehrenden investitionen/arbeit angerechnet? da gilt es präzise abmachungen zu treffen.

Das ist richtig! Ohnehin empfiehlt es sich immer das Haus durch einen Schätzer der Bank schätzen zu lassen. Dann kann man genau abschätzen was ist wertvermehrend und was ist werterhaltend. Wieviel aufgestauter Unterhalt ist vorhanden und mit was für einen finanziellen Aufwand kann dieser circa beseitigt werden.

Was ich noch erwähnen wollte und da drum gibt es auch immer wieder Diskussionen beim Kauf. Die Grundstückgewinnsteuer!! Gerade bei älteren Objekten. Diese sollte wann immer möglich durch den Verkäufer sichergestellt werden und nicht aufgeschoben werden, denn wenn diese dann nicht bezahlt wird bleibt sie am neuen Eigentümer hängen.

09.01.2009 11:16
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ich würde hier mal ganz allgemein noch eine grundsatzfrage in den raum stellen: wie solide ist die partnerschaft? was passiert, wenn die partnerschaft auseinandergeht? kann sich dann eine der beiden parteien das haus auch alleine leisten? das wäre für mich eine grundvoraussetzung, ansonsten sind im falle einer trennung die schwierigkeiten vorprogrammiert...und allenfalls ein zwangsverkauf zu einem ungünstigen zeitpunkt unvermeidbar.

auch bei der renovation ist das ein wichtiger aspekt: wie werden die wertvermehrenden investitionen/arbeit angerechnet? da gilt es präzise abmachungen zu treffen. ebenso bezüglich der finanzierung: wer ist hypothekarschuldner, von wem kommt wieviel geld? sind beide als eigentümer im grundbuch eingetragen?

diese fragen scheinen mir fundamental.

09.01.2009 10:52
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Rechnen wir mal einfach durch.

Haus kostet 500'000.--

100'000 benötigst du an Eigenmittel, wobei die hälfte Cash sein solle (ohne 2. 3. Säule verpfänden; bei vorbezug wirds als cash angesehen)

wenn du verpfändest erhöht sich natürlich der Kreditbetrag, da du deine Mittel nur Pfändest und nicht einzahlst. Nehmen wir mal an du pfändest nicht, tätigst einen Vorbezug.

Kosten 500'

EM -100'

Kreditbetrag: 400'

So viel Hyp. benötigst du.

Hier wird zwischen 1. und 2. Hypo noch gerechnet. Zumindest kalkulatorisch in der praxis könnte es sein dass du für beide den gleichen Zins zahlen musst.

65% von 400' sind di 1. Hypo. Also 260' welche mit 5% kalkulatorisch verzinst werden.

Die 2 Hyp. 140' werden mit 5.75 kalkulatorisch dazu.

Zins 1. Hyp im Jahr= 13000

Zins 2. Hypo im Jahr= 8050

Amortisation 20 Jahre 2. Hyp = 402.50

Nebenkosten 1% von Kaufpreis: 5'000.--

Total: 26'452.50.

Du musst mindestens (mit deinem Partner zusammen)

79'357.50 im Jahr verdienen.

An der Börse kauft man eine Vision, verkauft man jedoch ist es bloss die Realität

greetz wookiee

09.01.2009 09:44
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Auf http://www.gis.zh.ch gibt es für den Kanton Zürich intressante Infos. Einfach die Adresse seines Hauses eingeben und schon kann man viele Intressante Dinge abfragen.

- Lageklassen

- Erdwäresondekarte

- Altlastenkataster

etc.

Gibt es mittlerweile auch schon für viele weitere Kantone.

08.01.2009 21:24
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Aus meiner Sicht ist Eigenmittel das, was du einzahlen kannst für den Hauskauf. Wenn du also noch 50'000 hast die du aber nicht für das Haus einsetzen willst, dann zählt das halt nicht dazu.

3a Säule kannst du zu 100% rauslösen für selbst bewohnte Immoblilie.

BVG kannst du je nach Alter und angespartes Kapital ein Teil für selbstbewohntes Wohneigentum beziehen. Das finde ich jedoch nicht wirklich schlau. Mit dem Bezug fällt die Vorsorgeleistung. Und wenn du ein Haus kaufst und dir etwas passiert, genau dann ist es wichtig, dass der Partner gut abgedeckt ist. Ein Bezug von BVG geht halt zulasten Sicherheit...

Du kannst aber Lebensversicherungen und BVG auch an die Bank verpfänden. Dann bleibt der Versicherungsschutz bestehend, aber die Konditionen werden besser.

08.01.2009 20:21
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bvg wird normalerweise nicht voll angerechnet. oder wenn, dann nur in kombination mit einer todesfallrisikopolice. je nach bank unterschiedlich.

hab aber schon gesehen, dass je nach konkurrenzofferte sogar NUR auf bvg-eigenmitteln eine finanzierung gemacht wurde. kulanz -.-

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

08.01.2009 20:11
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Danke für deine Berechnung

Wie sieht es den mit der 2.Säule und 3.Säule aus?

Wenn ich z.B. bei der 2. Säule ein Alterguthaben ohne Zins von 180'000 habe und bei der 3. Säule ohne Zins 140'000 sind dan 320'000 Eigenkapital wobei mit dem Zins wird ja sicherlich noch mehr da sein, aber das ohne Zins ist ja das garantierte Alterguthaben.

Oder wie wird das berechnet?

Und wie wird das mit der 2.Säule und 3.Säule der Lebenspartnerin, wenn man das Haus zusammen kauft?

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