Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

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11.05.2008 22:48
#1
Bild des Benutzers Yankee
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Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

mal etwas, was wir schweizer jedes jahr entscheiden müssen, nämlich was wir alles angeben bei der steuererklärung.

was sind die vorteile und nachteile, wenn ich alle meine konti angebe oder eben nicht.

einer meiner verwandten ist nun gestorben und ich weiss das er nicht alle konti angeben hat. da ist jede menge geld drauf, was ist aber der grund für einen 0815 person mit durchschnittlichem einkommen ein konto nicht anzugeben?

betreffs edelmetalle:

die usa und soviel ich weiss deutschland auch, haben doch mal die bevölkerung aufgefordert das EM abzugeben. also hat man denn leuten auch ihr letztes hab und gut mit wert genommen...

wieso sollte ich also mein gold oder silber angeben?? denn wenn ich pech habe, nehmen mir "die sieche" auch das noch weg im schlimmsten fall, oder?

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Gold ist kitschig, Platin glänzt nicht genug, aber Silber, es strahlt und ist elegant, kühl und sportlich...
13.05.2008 01:46
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Re: Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

weico wrote:

Der Goldpreis würde über Nacht "abstürzen".. Wink

Kommt auf den Preis an, den der Staat für Gold festlegt. Der kann höher oder niedriger sein als der Einstandspreis.

Ein Goldverbot macht aus Sicht des Staates nur dann Sinn, wenn man einen Goldstandard hat oder einführen möchte. Dass es soweit kommt, ist theoretisch denkbar aber recht unwahrscheinlich.

Im Falle der Schweiz ist das ohnehin undenkbar. Einerseits wird die Hälfte des nationalen Goldschatzes im Schnitt zu $400 verhökert und ein paar Jahre später will man auf einmal Gold horten und sogar von den Bürgern einziehen? Dazu müssten unsere pissblöden Politiker erstmal den Wert des Goldes verstehen lernen.

Wie dem auch sei: Würden die USA den Goldstandard wieder einführen, müsste der Goldpreis neu festgelegt werden. Und zwar im Verhältnis der existierenden Dollars zum existierenden Gold.

Das wäre demnach ein Preis von $200'000 pro Unze nach heutiger Kaufkraft!

Zu diesem Preis würde ich meine Gold-Unzen und Barren liebend gerne verkaufen. Da müsste man mich nicht einmal dazu zwingen Wink

12.05.2008 17:02
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Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

Verflixt, was soll das?

Das gleiche Land setzte mal auf die Prohibition.

Sollen wir uns jetzt deswegen prophylaktisch das Saufen abgewöhnen?

Die Frage wegen den Konti angeben oder nicht:

Quote:

Ehrlich währt am längsten.

Das heisst, wer ehrlich reich werden will, braucht am längsten.

Ernsthaft:

Für die Steuerämter ist es nichts neues, dass im Todesfall Konti auftauchen. In aller Regel sind sie sehr umgänglich, wenn man nicht wie ich zuoberst auf der schwarzen Liste steht.

Und sonst die üblichen Fragen:

- wer weiss sonst noch von den Konten?

- Ist es überhaupt so viel, dass es sich lohnt?

Wenn du der einzige bist, hast nur du einen Erbschein.

Dann kann man vielleicht unauffällig "La Paloma" pfeifen und sich Gedanken machen.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

12.05.2008 15:54
Bild des Benutzers Yankee
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Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

Quote:

Und wieso um himmels willen sollte ein Staat seinen Bürgern verbieten, Edelmetalle zu besitzen? Schmuck würde dort ja auch dazu zählen...

Damit nicht genug: Am 1.1.1975 wurde es für Amerikaner nach 42 langen Jahren endlich wieder legal, Gold zu kaufen.

http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/artikel.php?storyid=185

Gold ist kitschig, Platin glänzt nicht genug, aber Silber, es strahlt und ist elegant, kühl und sportlich...

12.05.2008 15:09
Bild des Benutzers Master_Sepp
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Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

Und wieso um himmels willen sollte ein Staat seinen Bürgern verbieten, Edelmetalle zu besitzen? Schmuck würde dort ja auch dazu zählen...

12.05.2008 14:24
Bild des Benutzers weico
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Re: Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

MarcusFabian wrote:

Fazit: Wenn es zum Verbot kommt, EM zu besitzen, hast Du Pech gehabt. Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass es zu so einem Verbot jemals kommen wird.

Und auch wenn, so dürfte so ein Verbot nicht global sein. Verkauft wird das Gold dann halt an den Meistbietenden.

Wer will aber schon etwas Teuer kaufen, dass er nur mit grossem Aufwand und Risiko (Schmuggel,Geldstrafe ,Haftstrafe) gewinnbringend weiterverkaufen kann..??

Der Goldpreis würde über Nacht "abstürzen".. Wink

weico

12.05.2008 12:57
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Re: Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

Yankee wrote:

die usa und soviel ich weiss deutschland auch, haben doch mal die bevölkerung aufgefordert das EM abzugeben.

Das waren die USA von 1945 (Abkommen von Bretton Woods) bis 1971.

Aber es ist nicht so, dass der Staat den Bürgern das Gold weggenommen hat. Er hat den offiziellen Betrag von $35/oz bezahlt.

Ein Bankschliessfach würde in diesem Fall auch nichts nützen, denn es würde die Vorschrift erlassen, dass man sein Schliessfach nur in Anwesenheit eines Steuerbeamten öffnen darf!

Selbst wenn Du Dein Gold zu Hause lagerst: Wo willst Du es verkaufen, wenn es keinen freien Markt gibt?

Klar, wenn Dir die Schweiz Fr. 50'000 für das Kilo zahlt und in Italien kein Verbot herrscht und der Marktpreis dort Fr. 100'000 beträgt, kannst Du Dein Gold nach Italien schmuggeln.

Fazit: Wenn es zum Verbot kommt, EM zu besitzen, hast Du Pech gehabt. Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass es zu so einem Verbot jemals kommen wird.

Und auch wenn, so dürfte so ein Verbot nicht global sein. Verkauft wird das Gold dann halt an den Meistbietenden.

12.05.2008 00:53
Bild des Benutzers Adrian Roba
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Angeben oder nicht angeben, das ist hier die frage...

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer:

Art. 178 Verheimlichung oder Beiseiteschaffung von Nachlasswerten im Inventarverfahren

1 Wer als Erbe, Erbenvertreter, Testamentsvollstrecker oder Dritter Nachlasswerte, zu deren Bekanntgabe er im Inventarverfahren verpflichtet ist, verheimlicht oder beiseite schafft in der Absicht, sie der Inventaraufnahme zu entziehen, wer zu einer solchen Handlung anstiftet oder dazu Hilfe leistet, wird mit Busse bestraft.

2 Die Busse beträgt bis zu 10 000 Franken, in schweren Fällen oder bei Rückfall bis zu 50 000 Franken.

3 Der Versuch einer Verheimlichung oder Beiseiteschaffung von Nachlasswerten ist ebenfalls strafbar. Die Strafe kann milder sein als bei vollendeter Begehung.

Ein Person macht sich strafbar, falls sie bestimmte Steuerobjekte nicht angibt.

Falls die Vermögenswerte in das eigene Vermögen überwandern und nicht angegeben werden, liegt ein Tatbestand der versuchten oder vollendeten Steuerhinterziehung vor:

Art. 175 Vollendete Steuerhinterziehung

1 Wer als Steuerpflichtiger vorsätzlich oder fahrlässig bewirkt, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterbleibt oder dass eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, wer als zum Steuerabzug an der Quelle Verpflichteter vorsätzlich oder fahrlässig einen Steuerabzug nicht oder nicht vollständig vornimmt, wer vorsätzlich oder fahrlässig eine unrechtmässige Rückerstattung oder einen ungerechtfertigten Erlass erwirkt,

wird mit Busse bestraft.

2 Die Busse beträgt in der Regel das Einfache der hinterzogenen Steuer. Sie kann bei leichtem Verschulden bis auf einen Drittel ermässigt, bei schwerem Verschulden bis auf das Dreifache erhöht werden.

3 Zeigt der Steuerpflichtige die Steuerhinterziehung an, bevor sie der Steuerbehörde bekannt ist, so wird die Busse auf einen Fünftel der hinterzogenen Steuer ermässigt.

Bei den kantonalen Steuern kommen zusätzlich die entsprechenden Gesetze zu Einkommens- und Vermögenssteuern u.a. Steuern der Kantone zur Geltung.

"Große Dinge werden durch Mut errungen,

größere durch Liebe,

die größten durch Geduld. " Peter Rosegger