Anlagestrategie

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11.07.2010 11:47
#1
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Anlagestrategie

Hallo Zusammen

Ich lese im Forum von Cash seit rund 2 Jahren passiv mit, nun kann ich nach diversen Ausbildung erstmals etwas Geld sparen.

Pro Monat kann ich etwa CHF 1000.- zur Seite legen und möchte diese möglichst gewinnbringend investieren.

Mich interessiert wie und wo Ihr diesen Betrag anlegen würdet?

Besten Dank zum voraus!

Smile

PS: Mein Anlagehorizont ist 5 - 10 Jahre mit einem Risikoprofil von etwa 30% (z.B. Aktien)

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11.04.2012 12:46
Bild des Benutzers Elias
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Anlagenotstand bei den Bankkunden

Die Privatkunden der Credit Suisse halten sich beim Kauf von Aktien und Anleihen zurück 

Laut CS-Vermögensverwalter, Gerhard Fusenig, sitzen die Kapitaleigner auf rekordhohen Bargeldbeständen. Diejenigen Kunden, welche anlegen, investieren zunehmend in asiatische Märkte und Währungen

 

Das Geld fliesst nicht in den Konsum und nicht in die Börse

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.08.2010 16:25
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Die Anlagestrategie der Stunde

Dieser eben erschienene Artikel könnte vielleicht von Interesse sein:

http://www.derbund.ch/wirtschaft/geld/Die-Anlagestrategie-der-Stunde/sto...

Gruss, aktienfreund

20.07.2010 21:16
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Merci fürs Feedback, ok werde darauf achten. Hab so an 5 bis max 10 Titel gedacht welche ich im Portofolio haben möchte.

Mit Fonds habe ich in letzter Zeit auch eher schlechte Erfahrungen gemacht, 2 Fonds welche ich bis vor kurzem hielt wurden automatisch umstrukturiert. Vorher war der Anlageempfehlung jeweils 1-3 Jahre, jetzt sind es 2-5 Jahre. Wenn man sich den Kursverlauf ansieht wird auch schnell klar warum.

16.07.2010 10:10
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Wie ich bereits geschrieben habe, ich halte nicht viel von kaufen und vergessen. Wir sind in einem Zockermarkt bis die Schulden weg sind.

@Alois Bei Warrants, Optionen, Minis etc.. muss jederzeit mit einem Totalverlust gerechnet werden. Und das passt klar nicht ins beschriebene Risikoprofil. Bei Aktien ist dieses Risiko äusserst gering. Bei Novartis gehst Du nicht ins Bett und wachst am nächsten Tag mit einem Totalverlust auf.

Fonds sind sicher gut in einem Bullenmarkt und daran glaube ich derzeit nicht. Für einen Fonds würde ich einen Markt ausserhalb Europa, USA bevorzugen. Aber auch da warten bis zum nächsten Crash. Und damit meine ich Crash, kein 10 bis 15% Absacker. Alternative Anlagen sind da vielleicht besser, in der FuW werden immer wieder "gut" Fonds vorgestellt die sicher Zukunft haben. Nur besitzen die meisten nicht das benötigte minimale Spielgeld. Also äusserst harte Zeiten für den Kleinanleger.

15.07.2010 10:55
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monk3yisland wrote:

Mich würde in diesem Zusammenhang noch interessieren, ob es sinnvoller ist in viele unterschiedliche Titel zu investieren (-> Risikostreuung ?!), oder in ein paar wenige?

Ja, ich würde das Risiko streuen - aber trotzdem nur ein paar wenige Aktien kaufen, damit der Überblick noch gewährleistet ist. Du musst immer alles unter Kontrolle haben, also ständig die Kurse analysieren und dann brauchst du auch noch die Möglichkeit z.B. bei einem Crash rechtzeitig reagieren zu können.

Es hängt also auch davon ab, wieviel Zeit du investieren willst. Ich kenne jemanden, der hat etwa 30 verschiedene Titel, das finde ich eindeutig zu viel.

Ansonsten bin ich gleicher Meinung wie MarcusFabian, jetzt ist nicht unbedingt der beste Moment dafür...

Gruss

fritz

15.07.2010 04:58
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monk3yisland wrote:

Mich würde in diesem Zusammenhang noch interessieren, ob es sinnvoller ist in viele unterschiedliche Titel zu investieren (-> Risikostreuung ?!), oder in ein paar wenige?

Die klassische Antwort auf diese Frage lautet: JA, Risiko streuen und Diversifizieren.

Demgegenüber:

"Diversifikation ist ein Schutz gegen Ignoranz. Sie macht sehr wenig

Sinn für diejenigen, die wissen was sie tun".

(Warren Buffet)

Wie dem auch sei. Vermögensbildung mit Aktien solltest Du im Moment sofort vergessen! Das kannst Du gerne wieder machen, wenn die Aktienmärkte am Boden sind und der nächste Bullenmarkt beginnt aber jetzt ins fallende Messer hinein Aktien zu kaufen ist schlicht und ergreifend finanzieller Selbstmord!

14.07.2010 19:31
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Bisher habe ich mit Aktien die besten Erfahrungen gemacht, der Gewinn war zwar im Vergleich zum Aufwand meistens moderat, aber ich konnte einiges dazulernen.

Mich würde in diesem Zusammenhang noch interessieren, ob es sinnvoller ist in viele unterschiedliche Titel zu investieren (-> Risikostreuung ?!), oder in ein paar wenige?

Ausländische Aktien interessieren mich auch, allerdings haben mich bisher die hohen Gebühren abgeschreckt, besonders bei wenig Kapital erscheint es mir schwierig dort kurzfristig Gewinne zu machen.



Die alternativen Produkte wie von euch genannt werde ich jede im einzelnen prüfen, dazu vorab ein grosses Dankeschön an alle!

Momentan stehe ich am Anfang der Vermögensbildung, daher werde ich mich wohl für 2 verschiedene Anlageprodukte entscheiden. Mit steigendem Alter wird sicherlich auch die Risikobereitschaft sinken aber hier und heute habe ich das Gefühl das ich mit dem vorhandenen Risiken noch keine schlaflosen Nächte habe.

14.07.2010 12:53
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Re: Derivate nicht so kompliziert

Alois wrote:

Viel einfacher ist es da, eine Option auf den SMI zu kaufen, zudem kann man auch auf sinkende Kurse setzen. Wichtig ist natürlich, dass man die Grundregeln von Optionspricing versteht.

Und diese Regeln sind für einen Anfänger nicht so einfach zu verstehen, ausserdem setzt man sich da zu einem gewissen Grad der Willkür der Emittenten aus.

Und Hebel machen auch nur Freude, solange man auf der richtigen Seite steht, was gerade bei Anfängern auch nicht selbstverständlich ist.

Für einen Anfänger würde ich dann eher einen ETF auf einen Index empfehlen - natürlich nur bei steigenden Kursen - also nicht jetzt... Wink

Gruss

fritz

14.07.2010 11:46
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Derivate nicht so kompliziert

Das finde ich nicht unbedingt. Aktien sind nur vermeintlich einfacher. Oder wer kann mir erklären, wieso die Novartis Aktie jetzt so und so viel wert ist. Die meisten wissen ja nicht einmal, was Novartis genau alles macht.

Viel einfacher ist es da, eine Option auf den SMI zu kaufen, zudem kann man auch auf sinkende Kurse setzen. Wichtig ist natürlich, dass man die Grundregeln von Optionspricing versteht. Mit einem Mini-Future muss man nicht mal das wissen, man tradet einfach mit einem Hebel, that's it! 8)

14.07.2010 11:44
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Re: Erfahrung sammeln mit Derivaten

Merendil wrote:

Alois wrote:
Ich empfehle dir, mit ganz kleinen Beträge zu starten und so Erfahrungen zu sammeln.

Am besten eignen sich Derivate dazu, da man dort mit wenig Geld was ausrichten kann und so die Gebühren nicht alles wegfressen.

Bevor man mit Derivaten anfängt, sollte man zuerst einmal seine Erfahrung mit Aktien machen und das ganze Börsengeschehen ein bisschen kennenlernen.

Das denke ich auch. Schon am Anfang auf Derivate zu setzen finde ich doch ein wenig Riskant.

Aktien sind schon kompliziert und dann noch komplexere Derivate, ich weiss ja auch nicht.

Aber ich würde schon auf Aktien setzen, wenn man einigermassen einen interessanten Gewinn machen will. Es gibt zwar auch interessante Fonds für deinen Anlagehorizont aber mit Aktien macht man schnell seine Erfahrungen und man lernt auch immer viele Sachen.

Bin auch noch eher ein ein Neuling mit meinen 3 Jahren Börsenerfahrung.

Viel Glück bei deinen Trades.

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.07.2010 11:38
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Re: Erfahrung sammeln mit Derivaten

Alois wrote:

Ich empfehle dir, mit ganz kleinen Beträge zu starten und so Erfahrungen zu sammeln.

Am besten eignen sich Derivate dazu, da man dort mit wenig Geld was ausrichten kann und so die Gebühren nicht alles wegfressen.

Bevor man mit Derivaten anfängt, sollte man zuerst einmal seine Erfahrung mit Aktien machen und das ganze Börsengeschehen ein bisschen kennenlernen.

14.07.2010 11:03
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Erfahrung sammeln mit Derivaten

Ich empfehle dir, mit ganz kleinen Beträge zu starten und so Erfahrungen zu sammeln.

Am besten eignen sich Derivate dazu, da man dort mit wenig Geld was ausrichten kann und so die Gebühren nicht alles wegfressen.

14.07.2010 10:51
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equity holder wrote:

Finanztitel sind sehr interessant.

...

Nicht allzu volatil und mehr oder weniger stabil.

Ist das nicht ein Widerspruch? Ich würde Bankentitel eher zu den risikoreichen und sehr volatilen Werten zählen, so war es in den letzten Jahren und ich sehe keinen Grund, warum sich das ändern sollte.

Gruss

fritz

13.07.2010 22:55
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Ich würde momentan auf grosse US-Firmen setzen. Finanztitel sind sehr interessant. Das sollte was für den Anfang sein. Nicht allzu volatil und mehr oder weniger stabil. Ausserdem sehe ich jetzt eine Aufwärtsphase diverser Aktien. Eine Hälfte auf Aktien und die andere auf Fonds oder auch 70/30 wie du willst.

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

13.07.2010 22:48
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Da empfehle ich lieber einen oder mehrere ausgewogene Fonds.

Ca. 70% Prozent meines Vermögens sind auf 4 verschiedene Fonds verteilt (die ich nicht einmal selber verwalte :shock:)

Ich empfehle nur mit Geld an die Börse zu gehen bei dem man von Anfang an sagen kann "Ich habs bereits verloren"

Ich würde zuerst eine gesunde/sichere Basis aufbauen und erst dann handeln.

Hauptsache Gewinn...

13.07.2010 21:52
Bild des Benutzers Perry2000
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Ohne Risiko und mit mehr oder weniger gutem Zins, gehts auch so:

http://www.swissquote.ch/index/index_saving_services_d.html

Ich "parke" mein Börsengeld immer mal wieder so Lol

13.07.2010 18:07
Bild des Benutzers monk3yisland
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@Frischling

Danke für deine Tipps! Ich werde wohl mit deiner Strategie die nächste Zeit fahren und mir überlegen wo und wann ich investieren werde.

Den Risiken dabei bin ich mir bewusst.

11.07.2010 19:45
Bild des Benutzers Speki
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Frischling wrote:

...z.Bsp.: Beobachte 2 bis 3 volatile SMI-Titel wie UBS oder CS - ab welchem Kurs sind die jeweils wieder gestiegen? Nun warte bis alles runterrutscht, dabei genügt ein Blick auf die Gesamtbörse. Ist der SMI z.Bsp. 10 bis 15% gefallen muss auf die Bodenbildung gewartet werde und dann die Kandidaten gekauft werden - falls die genügend gefallen sind........[/b]

Diese Empfehlung freut mich, ist genau meine Strategie die ich seit bald zwei Jahren erfolgreich fahre. Habe mich auf CS und SwissRe eingeschossen. Ich kaufe und verkaufe dann jeweils gestaffelt. Kann natürlich sein dass ich am "Boden" nicht voll investiert bin und beim "Top" zuwenig verkauft habe. Aber eben hier spielt immer die verdammte Gier mit Wink

Nur eben, man soll sich an dem freuen was man gemacht hat und sich nicht über das ärgern was man verpasst hat. Wink

Dem Geld darf man nicht nachlaufen - man muss ihm entgegengehen.(Henry Ford)

11.07.2010 17:32
Bild des Benutzers Frischling
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Eine "relativ" risikoarme Strategie für eine einstellige Rendite ist z.Bsp.: Beobachte 2 bis 3 volatile SMI-Titel wie UBS oder CS - ab welchem Kurs sind die jeweils wieder gestiegen? Nun warte bis alles runterrutscht, dabei genügt ein Blick auf die Gesamtbörse. Ist der SMI z.Bsp. 10 bis 15% gefallen muss auf die Bodenbildung gewartet werde und dann die Kandidaten gekauft werden - falls die genügend gefallen sind. Nun Kursziel setzten ca. 5% höher und ab dann mit Stopp-Loss arbeiten. Dies hat in letzter Zeit funktioniert - nur geduldig auf die Gelegenheit warten. Jedoch kann dir niemand die Bodenbildung garantieren. Vielleicht geht das ganze eine Etage tiefer und das kann schnell gehen.

11.07.2010 17:01
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Ohne mehr Risiko als Dir lieb ist, sind die 3 bis 4% nicht zu machen. Die Schuldenberge müssen weg und jemand muss dafür zahlen. D.h. mit der CH-Mentalität von 0 Risiko ist bestenfalls der Werterhalt möglich. Im Prinzip haben für mich die Anleger in den nächsten Jahren zwei Möglichkeiten:

a. Werterhalt

b. Risiko-Anlagen mit entsprechenden Verlust-, Gewinnrisiko.

11.07.2010 16:34
Bild des Benutzers monk3yisland
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Besten Dank für eure Informationen!

@Frischling

Das aktuelle Risikoprofil entspricht etwa dem Betrag, welchen ich bereit bin zu verlieren.

@equity holder

Mit den 30% Aktienkapital möchte ich eine Rendite von mindestens 5% erzielen. Mit den restlichen 70% währe ich mit 3-4% zufrieden.

Was verstehst Du unter dynamisch anlegen?

11.07.2010 16:04
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Wie die nächsten 10 Jahre verlaufen ist nicht vorhersehbar. Jedenfalls glaube auch ich, dass die nächsten 10 Jahre mehr etwas für Trader sein werden, als für Investoren.

Monkeyisland, darf ich mal anders fragen; Was für eine prozentuale Rendite möchtest du erzielen? (höhere Rendite = höheres Risiko)

Das was ich machen würde ist traden. Das wäre am möglichst rentabelsten und man fährt da evtl. sogar noch "sicherer". Beim investieren würde ich einfach darauf achten, dass man dynamisch anlegt.

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

11.07.2010 15:28
Bild des Benutzers Frischling
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Bei allem mit Zins verlierst Du. Mit Gebühren und Inflation bist Du im Minus. D.h. alles was Deinem Risikoprofil entspricht bringt nichts. Eine alternative wären Aktien mit hoher und sicherer Dividende. Bsp. Roche und Novartis, aber beachte einmal den 10-Jahres-Chart. Je nach Einstiegspunkt kannst Du auch da genug verlieren. Nach Deinem Risikoprofil zu investieren ist im Moment schwierig.

Ich denke die nächsten 10 Jahre sind etwas für Zocker. Wer da richtig liegt kann auch mit wenig Startkapital viel herausholen oder in kürzester Zeit alles verlieren.