Börsenschule.ch?

41 Kommentare / 0 neu
04.01.2009 16:17
#1
Bild des Benutzers Anonymous
Anonymous
Börsenschule.ch?

Hallo zusammen! Habe mich erst vor kurzem auf cash.ch registriert, komme ursprünglich aus Deutschland. Mir wurde mitgeteilt, dass cash.ch das wohl beste Forum in der Schweiz sei, um über Aktien, Trading, etc. zu sprechen.

Ich selber handle eher langfristig orientiert, hauptsächlich Aktien aus dem Dax.

Ich hätte hier auch gleich die erste Frage: Auf der Suche nach Seminaren hat mir ein Bekannter Börsenschule.ch empfohlen. Er kenne dort einen der Trader und habe diesen einmal live traden gesehen und sei sehr begeistert gewesen.

War hier schon jemand bei einem von deren Seminaren oder hat andersweitig Erfahrungen mit Börsenschule.ch gesammelt?

Greetz

Andy

Aufklappen
14.01.2009 22:40
Bild des Benutzers orangebox
Offline
Kommentare: 2026
Börsenschule.ch?

Ich versteh dich sehr gut bez. 08/15 Arbeit , ich verdiene mein Hauptteil mit HIV Schnelltests( die ich aus Asien importiere (renomierte Firma die an UN etc liefert)und verkaufe (Webseite)die Tests im gesamten europäischen Markt.

Ich studierte Ewigkeiten herum mit was ich beginnen sollte ich entschied mich für ein Produkt dessen Nachfrage dauernd besteht und aktuell ist.

querschuesse.de

14.01.2009 17:16
Bild des Benutzers Johnny P
Offline
Kommentare: 3970
Börsenschule.ch?

Daytrader1973 wrote:

Interactive Brokers: Cool, nach den Pommesbuden bist du jetzt bei dem Chef der Burgerbuden angelangt. Erstmals muss man dazu schon gratulieren. Merke: IB ist ein „professioneller Broker“ für alle Amateur-Daytrader…

Das ist eine sehr undifferenzierte Ansicht.

Ich denke IB:

Ist ein klasse Broker für Konten bis zu 1 Mio, wenn man alle Märkte traden will.

Wenn ich nur Futures trade gibt es sicher günstigere Anbieter.

Wenn ich Aktien mit hohen Beträgen an der US Börse handeln will, gibt es auch günstigere.

Wenn ich mein Konto möglichst hoch Hebeln will gibt es auch bessere Broker.

Das die Qualität des Datenfeeds nicht die beste ist, weiss ich auch...aber dafür kann ich einen externen Feed abonnieren.

Aber auf die alternative mit einem Broker der einen Universalaccount (Aktien aus aller Welt, Futures, Options, Forex, Bonds), zu diesen Konitionen anbietet, bin ich gespannt.

Wer auf IB nicht erfolgreich traden kann, soll es bitte ganz schnell lassen...dann wirds nämlich nirgendwo klappen.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

14.01.2009 13:16
Bild des Benutzers Daytrader1973
Offline
Kommentare: 4
Börsenschule.ch?

„Das gemeine an der Sache ist jedoch, dass der Alltag eines Traders jedoch ganz anders verläuft...die Freiheit muss der Disziplin weichen. Man muss seine Arbeit leisten: Research, Strategieentwicklung, ständige Weiterbildung, Handelstag vorbereiten...etc..

Während dem Handel muss man sich konsequent an seinen Plan halten. Alles andere führt früher oder später in den Ruin. Tja ist das die Freiheit, die man sich vorstellt wenn man beginnt? Wahrscheinlich nicht. “

Von Johnny P

Mit dem hat Johnny P sicherlich nicht ganz unrecht. Allerdings ist für mich Trading nicht mit Arbeit gleichzusetzen (auch wenn dies hier wahrscheinlich von vielen falsch verstanden werden wird). Trading ist für mich Spass, Freizeit und Herausforderung in einem. Arbeit hat immer einen negativen Beigeschmack, Trading nicht.

Schlussendlich ist es ganz einfach: Finde eine Tätigkeit, die für dich keine Arbeit bedeutet, sondern Selbstverwirklichung und Herausforderung.

Sobald man eine solche Tätigkeit gefunden hat, „muss man nicht mehr arbeiten“ – man will nur „seine Freizeit geniessen“. Wenn jemand Trading über alles liebt, kann er nur ein erfolgreicher Trader werden. Alles andere ist nicht möglich. Wenn man etwas liebt, ist man auch bereit alles dafür zu geben und wird früher oder später sein Ziel erreichen.

Es geht hier oft um das Thema Ziele. Wenn man sich konkrete Lebensziele setzt erreicht man einiges mehr als alle anderen. Über 90% der Menschen haben keine Lebensziele. Somit ist man nur schon dadurch allen anderen um Welten voraus!

Allgemein kann man dem Beitrag von Johnny P aber klar zustimmen, bis auf diesen Satz:

„Tja ist das die Freiheit, die man sich vorstellt wenn man beginnt? Wahrscheinlich nicht“

Doch, es ist genau die Freiheit, die man sich vorgestellt hat. Auch hier entwickelt sich vieles über Jahre. Arbeitet man am Anfang noch 10 Stunden am Tag sind es irgendwann nur noch 30 Minuten effektives Trading und man hat sein Tagesziel erreicht. Klar, bis dahin ist es ein weiter Weg, aber, auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Es lohnt sich!

„Hör doch auf immer aus dem nichts raus falsche Behauptungen zu machen!“

Von Touni

Also, schauen wir uns mal die Fakten an:

„Ich handle vor allem Futures auf Indexen, im Forex und testweise US-Bonds bei Interactive Brokers“

Was für Exen äch Echsen? Smile

Interactive Brokers: Cool, nach den Pommesbuden bist du jetzt bei dem Chef der Burgerbuden angelangt. Erstmals muss man dazu schon gratulieren. Merke: IB ist ein „professioneller Broker“ für alle Amateur-Daytrader…

Futures und Forex = Hebel.

4 500 CHF: Futures und Forex? Wirklich?

„Dein Argument mit dem Overtraden ist doch lächerlich“

„15 !!!!!!!!!!!!!!!!!! Stunden am Tag traden“

Gewinn = Gier = Ruin ???

„testweise US-Bonds“…

„Mein Kontostand schwankt keine - 1.5% pro Tag!“

Würd ich umwandeln in +/- ansonsten sieht das etwas dämlich aus…

„Ich hab mir in meiner jetzt knapp zweijährigen Börsenzeit zwei Bücher gekauft. Murphys Chartanalyse und Handeln mit Optionen

Alles übrige habe ich ehrlich gesagt durch ausprobieren und in diesem Forum gelernt und daraufhin für mich eine geeignete Daytrading-Strategie entwickelt! Vor allem der Weg in die Futures, ins Forex und die geliebte leerverkäufe waren ein Segen! thx @ johnnyP“

Dies ist nur eine kleine Auswahl deiner Postings. Also, ich mache nicht „aus dem nichts raus falsche Behauptungen“. Das Problem ist ganz einfach, dass ich relativ schnell bemerke, was ein professioneller Trader und was blabla ist. Will dich aber damit nicht entmutigen, nur weiter so! Wir alle wissen, welche Leute sich zu 99% in Foren rumtreiben. Und irgendwie scheinst du mir nicht zu den Ausnahmen zu zählen. Aber wie gesagt, mach weiter so, die Belohnung lohnt sich!

@Psytrance

Danke!

Ganz allgemein ist zu sagen, dass das Niveau gerade im Daytrading überall auf dieser Welt unglaublich tief ist. Echte Profis gibt es sehr wenig. Deshalb auch die von mir erwähnten 1-2 %, die tatsächlich damit gutes Geld verdienen.

Gerade in öffentlichen Foren befinden wir uns aber ganz klar im unteren Bereich. Hier wimmelt es von Leuten, welche sich beweisen müssen und Bestätigung suchen. Oft will man Trader werden, wegen der Anerkennung. Ist doch cool, wenn jemand fragt was man beruflich macht: „Ich bin Daytrader“.

Genau diese Art von Leuten findet man in sämtlichen öffentlichen Foren. Man sollte sich gut überlegen, warum man wirklich traden will. Es gibt dazu 1000 Gründe. Wenn ich nicht mit mir selber im Reinen bin, werde ich auch in meinem Trading keinen Erfolg haben.

Nochmals: Die eigene Psychologie, das Wissen über die eigenen Stärken und Schwächen, sich Fehler eingestehen, Selbstverantwortung und Spass an der Sache reichen langfristig aus, um ein erfolgreicher Daytrader zu werden.

Daytrading hängt zu 99% von der Person des Traders ab. Alles andere kann erlernt werden. Leider ist hier halt das Wissen gerade in Europa unheimlich auf einem tiefen Niveau und wird auch über die nächsten Jahre auf diesem Niveau verbleiben.

Eine gute Daytrading-Ausbildung ist unbezahlbar, sind ermöglich es einem, seinen Lebensunterhalt bis ans Ende seiner Tage selbstständig zu verdienen. Welche Furz-Uni oder -FH kann mir dies bieten? Dazu kommt die geographische Unabhängigkeit. Wenn ich als Trader 5000 USD pro Monat verdiene, verdiene ich diese 5000 USD überall auf der Welt. Ich bin nicht an ein einzelnes Land gebunden.

Zudem: Ich rede hier oft von Daytrading. Bei den meisten Profis ist es nach einer gewissen Zeit nicht mehr reines Daytrading. Wenn ich mit einer Position innerhalb einer Woche 5000 USD verdienen kann, warum soll ich mich dann mit Daytrading rumnerven und den ganzen Tag vor dem PC verbringen. Dies dient nur als Anmerkung und soll aufzeigen, dass es nicht unbedingt Daytrading sein muss!

Grüsse

Daytrader 1973

13.01.2009 15:42
Bild des Benutzers Psytrance24
Offline
Kommentare: 11067
Börsenschule.ch?

Daytrader1973 wrote:

Trading ist für Leute, welche Freiheit über alles lieben und auch bereit sind, dafür während evt. langer Zeit auf etwas anderes zu verzichten. Trading bietet 100% Selbstverantwortung und 100% Freiheit. Zudem 100% Herausforderung und 100% Selbsterkennung. !

find ich gut geschrieben; sign

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

13.01.2009 14:23
Bild des Benutzers untouchable
Offline
Kommentare: 1319
Börsenschule.ch?

Touni gib uns doch mal einen Workshop würde dir gerne mal über die Schulter schauen Lol

13.01.2009 13:40
Bild des Benutzers Touni
Offline
Kommentare: 1664
Börsenschule.ch?

@Daytrader1973

Ich handle vor allem Futures auf Indexen, im Forex und testweise US-Bonds bei Interactive Brokers.

Was hast du gedacht..? CFD-Pommesbude? Lol

Mein Gewinn hab ich auch nicht in einem Monat gemacht! Hör doch auf immer aus dem nichts raus falsche Behauptungen zu machen!

Klar hab ich ein Trading-Konzept dass zu 100% konsequent eingehalten wird. Nur Arbeite ich erst knapp 15 Monaten danach und dass ist wohl eine sehr kurze Zeit um klar sagen zu können "das verhebet" egal was kommen mag.

Dein Argument mit dem Overtraden ist doch lächerlich. Wenn ich mein Tagespensum erreicht habe kann ich entscheiden ob ich den Rest des Tages blau mache oder weitertrade und auf meine Handelssignale warte. Nur weil jemand vielleicht Lust und den Spass daran hat den pro Tag 15 Stunden zu traden heisst es noch lange nicht dass derjenige von seinem Konzept abweicht.

Mein Kontostand schwankt keine - 1.5% pro Tag!

Für den normalo 0815-Trader mag dass aber sicherlich zutreffen. Gewinn = Gier = Ruin

@Organgebox

Super posting!

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

13.01.2009 13:24
Bild des Benutzers Johnny P
Offline
Kommentare: 3970
Börsenschule.ch?

Das Thema artet etwas aus...trotzdem mein Senf dazu:

Die treibende Kraft die Trader antreibt, ist meistens der Wunsch nach Eigenständigkeit. Nur zu tun was man will und wann man es will. Kein Chef dem man es recht machen muss, keine Verpflichtung von 08.00 bis 17:00 am Arbeitsort angebunden zu sein und und und...das war sicher auch meine Motivation.

Das gemeine an der Sache ist jedoch, dass der Alltag eines Traders jedoch ganz anders verläuft...die Freiheit muss der Disziplin weichen. Man muss seine Arbeit leisten: Research, Strategieentwicklung, ständige Weiterbildung, Handelstag vorbereiten...etc..

Während dem Handel muss man sich konsequent an seinen Plan halten. Alles andere führt früher oder später in den Ruin. Tja ist das die Freiheit, die man sich vorstellt wenn man beginnt? Wahrscheinlich nicht. Wink

Und dann ist es schlussendlich so wie übverall im Leben: Entweder die Arbeit bereitet einem zumindest ein wenig Freude oder man wird Scheisse darin sein. Wenn man es mag, die Märkte zu analysieren, Strategien, Pläne zu entwickeln...diese Konsequent auszuführen etc...dann steht der Traderkarriere nichts im Weg. Wenn man stattdessen seinen Kopf bei, nur ein paar Stunden pro Tag arbeiten und ein haufen Kohle zum verprassen an den schönsten Stränden der Welt, hat...dann wird es ganz sicher niemals funktionieren.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

13.01.2009 13:13
Bild des Benutzers Daytrader1973
Offline
Kommentare: 4
Börsenschule.ch?

@Ramschdingsda:

Ich sehe schon, wir verstehen uns :-). Nein, sorry, war wohl etwas angriffig. Wie du weiter unten in meinem vorherigen Posting lesen kannst, bin ich auch klar der Meinung, dass deine Aussage durchaus viel Wahrheit beinhaltet. Es ist nur einfach mühsam, wenn man immer dieselben Vorbehalte und Sprüche hört. Deshalb: Ja, 95% der Angebote sind Sch… Aber 5% sind durchaus sinnvoll und sollten nicht immer von oben herab verteufelt werden. Fast alle Vollzeittrader die ich kenne hatten ihre Coaches, nahmen und nehmen immer noch an Seminaren teil etc. Ich selber hatte bzw. habe immer noch zwei Tradingcoaches, mit denen ich mich regelmässig treffe und wir dann gemeinsam über unsere Arbeit und weitere Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren.

@Touni

Also, nur eine Frage: Mit was handelst du? Ich hab da so ne Ahnung… :-).

Weiter: Aus 3‘000 CHF 160‘000 CHF zu machen und ähnliche Aktionen sind kein Trading, hier sind wir im Casino angelangt. Diese Spielereien haben nichts mit ernsthaftem Trading zu tun. Punkt. Diverse Anfänger verwechseln hier irgendwas. Aber klar, mach weiter so, ist sicherlich interessant die täglichen Schwankungen deines Kontostandes mitanzusehen… Sobald es beim Trading darum geht, REGELMÄSSIG bzw. KONTINUIERLICH bestimmte Geldbeträge bzw. %-Sätze aus den Märkten zu ziehen, gehören solche Spielchen der Vergangenheit an und sind was für Pubertierende zwischen 12 und 105… Oh ich seh schon, bin und war leider noch nie fähig die rechten Worte zu finden… Für dies entschuldige ich mich hier gerne gegenüber jedem ernsthaft!

„PS: super Thread für gelangweilte wenns gerade nichts zu traden gibt. Jaja..zum traden gibts immer was. “

Ja klar, diese Sprüche bestätigen alles… Trade am besten so viel als möglich, dein Broker (oder deine Pommesbude: Echt ngeiler Begriff von Johnny, istmir neu! Lol wird’s dir danken… :-). Und freue mich über ne Antwort auf meine Frage... Smile

@ reckefoller

Deine Aussage ist absolut zu 100% richtig. Vor jedem Selbstständig Erwerbstätigen und Unternehmer habe ich mindestens so viel Respekt wie vor jedem selbstständigen Trader. Sorry, dass dies in meiner Aussage nicht so ganz durchkam. Ich habe sehr grossen Respekt vor diesen Personen und mir ist sehr wichtig, dass dies zur Kenntnis genommen wird! Frag mich aber nun bitte nicht, ob ich vor Beamten etc. ähnlich viel Respekt habe… Smile

@Organgebox

Du sagst es! Hier muss man sich einfach fragen, ob dieser 0815-Lebensstil einem gefällt oder nicht. Ich habe mich hier seit jeher gegen diesen Lebensstil entschieden. Ist nicht mein Ding! Ich entscheide, sage und tue gerne was immer ich will. Um dies im Leben zu erreichen muss man unglaublich viel und hart arbeiten, aber das Ganze ist es nun einmal Wert!

„Ob angestellt oder nicht - Für mich ist es wichtiger, dass ich einen kreativen Job habe. Ich möchte niemanden angreifen (jedem das Seine), aber für mich wäre es einfach zu langweilig, ausschliesslich zu Handeln. Egal ob mit Aktien oder was anderem. Etwas zu erschaffen macht einfach mehr spass. Meine Selbständigkeit ist dabei zweitrangig.“

Klare, eindeutige Aussage und mein Respekt dazu!

Grüsse

Daytrader1973

13.01.2009 12:40
Bild des Benutzers orangebox
Offline
Kommentare: 2026
Börsenschule.ch?

Quote:

Am besten machst du irgendein Studium und bist anschliessend Angestellter auf Lebzeiten. Ich selber gäbe mir dann die Kugel…

So ergehts vielen und täglich grüßt das Murmeltier..... :?

querschuesse.de

13.01.2009 11:46
Bild des Benutzers reckefoller
Offline
Kommentare: 1631
Börsenschule.ch?

@daytrader1973

schön, wenn dich deine tätigkeit so enorm fasziniert. allerdings meine ich, es geht auch in deinem fall letztlich doch auch darum, kohle zu machen und davon zu leben, oder etwa nich? und, by the way: ausser daytradern und angestellten gibts auch noch sowas wie unternehmer und selbständige. kann auch ganz spannend und herausfordernd sein. da ists nach oben ebenfalls offen :mrgreen:

13.01.2009 10:17
Bild des Benutzers Touni
Offline
Kommentare: 1664
Börsenschule.ch?

@Daytrader1973

Es sind bedeuten mehr als 10 000.-! Weisst du was das geilste ist? Die hab ich mit genau 4 500.- aufgebaut. Man braucht sicher nicht von Anfang an mehrere 100 000.- um erfolgreich zu sein oder meinst du ich hätte mit meinen 19 Jahren schon auf mehrere 100 000.- zurückgreifen können? Nicht jeder kann auf grosszügige Erbschaften aufbauen! Wink

Klar hat man mit 5 000.- am Anfang nicht die gleichen Möglichkeiten die ich jetzt habe. Was ist falsch daran langsam zu wachsen und damit auch die Möglichkeiten wie man an der Börse handeln kann??

PS: super Thread für gelangweilte wenns gerade nichts zu traden gibt. Jaja..zum traden gibts immer was. Biggrin

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

13.01.2009 08:09
Bild des Benutzers Daytrader1973
Offline
Kommentare: 4
Börsenschule.ch?

@Reckefoller:

Hat hier irgendjemand gesagt, es gibt nur Daytrader? Ist doch schön für dich, wenn du lieber einen anderen Job machst und nebenbei „anlegst“. Ein Trader ist nun mal erst ein Trader, wenn er Vollzeit tradet. Alles andere ist meiner Meinung nach die Amateurliga, diese hat natürlich auch ihre Dahseinsberechtigung…

„es scheint mir jedenfalls wesentlich realistischer, jahr für jahr, sagen wir mal, 120tausend franken in einem job zu erzielen, als mit daytrading.“

Man macht auch kein Daytrading, um damit 120‘000 im Jahr zu verdienen… :-). Klar ist es realistischer. Wie oben gesagt, ist jedem seine Sache. Am besten machst du irgendein Studium und bist anschliessend Angestellter auf Lebzeiten. Ich selber gäbe mir dann die Kugel…

Zudem nur mal so als Input: Mir persönlich und allen anderen wirklich guten Tradern die ich kenne, war IMMER UND JEDERZEIT EGAL wie viel wir mit unserem Trading verdienen. Es geht hier zuerst Mal um die Herausforderung. Die entsprechende Belohnung wird schon folgen und dann gibt es nach oben keine Beschränkungen…

„Aus reiner nächsten Liebe?“

Nächstenliebe??? Da kennst du mich aber schlecht Smile

Nein, es geht um folgendes: Du wirst kein erfolgreicher Daytrader in dem du einen Tag lang neben einem Profitrader sitzt und diesem über die Schulter schaust. Das läuft so nun einmal nicht…

Hier ist alles andere als ein etwas längerfristiges Coaching nicht sinnvoll. Ob es nun 1000, 2000 oder 4000 oder 10000 am Tag sind, hängt wohl etwas von der entsprechenden Vereinbarung ab. Ist aber hier nicht unbedingt das Thema.

„Und wenn dan würde ich auch 4k pro Tag verlangen, denn das wäre es mindestens Wert.“

Das siehst du zu 100% richtig. Siehe weiter unten.

@Ramschdingsda

Was soll man zu solchen Sprüchen sagen? Immer dasselbe… Leider mein lieber Freund gibt es nun einmal Trader, welche tatsächlich die erwähnten 4000 USD am Tag netto verdienen. Allerdings hat diese Diskussion mit Leuten wie dir keinen grossen Wert. Mach dein Ding – lass mich mein Ding machen… Smile Danke.

Der Wert von Schulungen, Coachings etc.:

Wie gesagt, der Grossteil der Angebote ist nun einmal einfach nix. Dies ist sehr schade, aber auch absolut verständlich und so ganz daneben ist Ramschdingsda halt auch nicht. Viele versuchen sich als Trader, erlernen Fachwissen etc. und merken dann, dass es einfach ein verdammt harter Job ist und kontinuierliches Lernen sowie einen Riesenausdauer erfordert. Dann sagt man sich: Warum mache keine Ausbildungen, bringt mir doch weit mehr ein und der Aufwand ist kein Vergleich… Deshalb habe ich auch darauf hingewiesen, dass gerade bei One-to-One Coachings unbedingt getradet werden muss. Wenn jemand immer wieder ausweicht, live mit echtem Geld zu traden, weiss man in etwa was abgeht…

Schlussendlich ist aber auch klar, eine gute Ausbildung beim Trading das A und O darstellt und somit unbezahlbar ist. Eine Ausbildung im Trading ist nicht vergleichbar mit irgendeinem Scheiss-Fakel der Uni. Was mach ich schon mit nem Master und dem DR.? Ich lass mich irgendwo anstellen… Klasse – nicht?

Trading ist für Leute, welche Freiheit über alles lieben und auch bereit sind, dafür während evt. langer Zeit auf etwas anderes zu verzichten. Trading bietet 100% Selbstverantwortung und 100% Freiheit. Zudem 100% Herausforderung und 100% Selbsterkennung. Kein anderer Job auf dieser Welt kann mir dies bieten. Somit kannst du z.B. das Schulgeld eines Studiums (was war das genau, 1000 CHF pro Semester Lol nicht mit der Ausbildung Trader vergleichen. Was mir Trading bietet, bietet mir kein einziges Studium auf dieser Welt. Somit ist es egal, ob ich für ein Studium mit dem Dr. netto 5000 CHF ausgebe und für den Weg zum erfolchreichen Trader 1'000'000 CHF... Diese beiden Dinge kann man nicht vergleichen und das Verhältnis dieser beiden Zahlen kann noch so heftig auseinanderlaufen, der Trader gewinnt immer...

ABER: Um wirklich Trader zu werden (egal ob Daytrader, Swingtrader, blabla) muss man hart an sich arbeiten. Ist ganz klar, einfach ein Seminar besuchen reicht dazu nicht aus. Das Hauptthema ist Kontrolle über sich selber zu erreichen. Dies ist mit Abstand die grösste Herausforderung. Halbe Stunde getradet, 600 USD verdient und anschliessend totales Overtrading, Nettoergebnis -2000 USD… Solche und ähnliche Dinge kommen bei einem Trader immer wieder vor und gehören sehr, sehr lange zum Alltag. Man arbeitet und arbeitet, ohne dass dabei etwas rausschaut…

Wie gesagt, Trading ist nicht der gemütliche Weg, aber Trading ist der interessanteste Weg!

12.01.2009 17:25
Bild des Benutzers Johnny P
Offline
Kommentare: 3970
Börsenschule.ch?

Daytrader1973 wrote:

Nein, der Coach zeigt dem Trader, wie dieser dies selber machen kann und überprüft anschliessend die getane Arbeit. Hauptsächlich ist ein Coach dazu da, live mit seinem Schützling zu traden, u.a. mit echtem Geld. Alles andere ist blabla und kommt von Leuten welche mit Ihrem Trading kein oder zu wenig Geld verdienen.

Hmm...das ist sicher nciht schlecht...aber sind wir mal ehrlich:

Wenn Du es geschafft hast...kontinuierlieches, erfolgreiches Daytrading mit deiner eigenen Strategie...sag mir einen Grund wieso Du jemanden neben Dir sitzen lässt und ihm genau erklärst wie Du das machst :mrgreen:

Aus reiner nächsten Liebe? :roll:

Und wenn dan würde ich auch 4k pro Tag verlangen, denn das wäre es mindestens Wert.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

12.01.2009 14:27
Bild des Benutzers reckefoller
Offline
Kommentare: 1631
Börsenschule.ch?

im forum hat es ja nicht nur daytrader, möchte ich dazu bemerken. ich persönlich halte auf lange sicht nicht viel von daytrading und glaube eher an die kombination eines guten jobs, in welcher branche auch immer, und dem langfristigen einsatz eines teils des ersparten an der börse, vorzugsweise in aktien, und da mit maximal 50% des liquiden bzw. verfügbaren geldes/vermögens (vorsorge, beteiligung an eigener firma, eigenkapital wohneigentum etc sind ja nicht verfügbares geld).

da braucht es dann nicht unbedingt eine börsenschule, da reichen gute bücher von kostolany bis buffet und vor allem die eigene erfahrung.

es scheint mir jedenfalls wesentlich realistischer, jahr für jahr, sagen wir mal, 120tausend franken in einem job zu erzielen, als mit daytrading.

12.01.2009 13:19
Bild des Benutzers Daytrader1973
Offline
Kommentare: 4
Börsenschule.ch?

Nachdem ich mir schon vor 5-6 Jahren geschworen habe, nie mehr ein Forum im Tradingbereich zu betreten, ist es nun wieder soweit und ich muss natürlich zugeben, geht immer noch zu Her wie in den alten guten Zeiten...

Mit ein paar Charts und einigen 0815-Sprüchen aus den Büchern von Tharp und Douglas ist man schon der King des Tradings... (Dennoch beweist allein schon die Feststellung, dass diese Bücher tatsächlich brauchbar sind schon mal ein gewisses Niveau, welches sicherlich höher ist als die anderen 97%...)

Möglichst viele Indikatoren in den Chart rein und dann sieht das Ganze aus wie Kunst und an irgendeinem Widerstand oder an irgendeiner Unterstützung wird das Ding dann schon drehen... Smile

Dazu noch nen Stochastik, nen RSI und am besten noch den SMA von 22 Tagen und den EMA von 6.543 Tagen und ab gehts...

Einfach nur geil!

O.K. nun werde ich wieder sachlicher: Von den Leuten, die es einmal mit Daytrading versucht haben, schaffen es langfristig gerade mal 1-2% Ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen! Entsprechende Statistiken stimmen Hinten und Vorne nirgends. Zum Teil weil jeder sagt er verdiene Geld und zum anderen Teil, weil kein Broker gerne solche „Erfolgsraten“ angibt…

"Wer sich intensiv mit der Börse auseinandersetzt wird sich sehr gut kennen lernen (Gier, Angst). Und wer diesen Prozess wirklich durchmacht, gehört meiner Meinung nach nicht zu den Durchschnittsmenschen. Im Gegenteil."

von Vontobel: 100% Zustimmung!

„Neben geeigneter Fachliteratur und dem Austausch (wie z.B hier im Forum) mit erfahrenen Anlegern - muss man zwingend selbst Erfahrungen machen. Und das heisst am Anfang ganz klar: viel Geld verlieren! ...denn nur wer verliert...lernt wirklich.“

von Vontobel: Klar, nichts geht über Erfahrung. Wirklich gute Fachliteratur gibt es über erfolgreiches Daytrading unglaublich wenig. In den nicht gebührenpflichtigen Foren hier in Europa ist das Niveau so tief, dass Diskussionen oft wenig, öfter rein gar nichts bringen. Als eigentlicher Profi wird man dann von irgendwelchen Amateuren zurechtgewiesen, die einem aufzeigen wollen, wie echtes Daytrading eigentlich vor sich geht…

"...denke ich kaum das die Angebotenen Seminare in Europa Dir irgendetwas bringen können. Es gibt ein paar ganz gute Coachs in der USA und Australien...die kosten so ca. 4000$ pro Tag."

von Johnny P

95% Zustimmung (meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es in jedem Land auf der Welt einige Weltklasse-Daytrader gibt! Man muss sie natürlich finden...). USA ja, aber an wen denkst du in Australien? Lass mich mal raten, Larry Williams? Hierüber kann ich nur lachen, alle meinen Larry Williams sei DER Trader, leider ist dem in der tatsächlichen Realität nicht ganz so...

Van Tharp: Schreibt echt Klasse-Bücher, ist und war aber nie Daytrader. Allerdings wie Johnny P gesagt hat klar lesenswert!

Douglas: Ist Daytrader und schreibt absolute Klasse-Bücher! Unbedingt lesen!

Weiter im Text:

"Ross, Vogt, Murphy oder Schwager"

Ross: Ist Trader und verdient damit sogar Geld. Allerdings verbrennen sich auch hier die meisten Anfänger die Finger mit dem Tradingstil von Ross, da sie beispielsweise damit beginnen, auf 1-Minuten-Charts 1-2-3 zu finden… Totalschaden vorprogrammiert!

Voigt: Von dem was ich so gehört habe sicherlich kein Trader, weiss aber sehr viel über TA, Trend etc. (wie alle Möchtegern-Trader...) und natürlich kommt jeder Id... an seine Schulungen (gerade TA kommt immer gut an...). Ich kennen niemanden der Voigt jemals live traden gesehen hat. Damit ist nicht alles gesagt, aber viel.

Murhpy: Keine Ahnung ob der auch im Trading erfolgreich ist, wohl eher einer der Analen...

Schwager: 3 Absolute Klase-Bücher geschrieben, Chance ist gross dass er mittlerweile auch traden kann!

„Wichtiger wäre es, wenn schon einen Mentor zu haben der einem über die Schultern schaut und vielleicht zwischendurch die gemachten Trades analysiert und mögliche Fehler aufzeigt. Aber an einem eintägigen Seminar und erst noch in der Gruppe kann der Coach ja nur allg. Faseln und nicht auf Dich eingehen. "

Ein guter Coach lässt Dich Deine Strategie selbst entwickeln und begleitet Dich dabei...und zwingt Dir nciht seine Ideen auf, die für ihn vielleicht funktionieren, aber dann bei Dir scheitern!“

Von Johnny P: Also, allgemein ist mal zusagen, dass das allermeiste was Johnny P so herauslässt, tatsächlich nicht so abwegig ist. Klasse, schon mal jemanden gefunden.

Gemachte Trades analysieren, Fehler analysieren etc.

Nein, der Coach zeigt dem Trader, wie dieser dies selber machen kann und überprüft anschliessend die getane Arbeit. Hauptsächlich ist ein Coach dazu da, live mit seinem Schützling zu traden, u.a. mit echtem Geld. Alles andere ist blabla und kommt von Leuten welche mit Ihrem Trading kein oder zu wenig Geld verdienen.

„Alles übrige habe ich ehrlich gesagt durch ausprobieren und in diesem Forum gelernt und daraufhin für mich eine geeignete Daytrading-Strategie entwickelt! Vor allem der Weg in die Futures, ins Forex und die geliebte leerverkäufe waren ein Segen! thx „

Von Touni: Ja genau, dies tönt nun mal so richtig gut. Ausprobieren: JA!!! Forum: ja klar… Weg in die Futures, Forex Leerverkäufe tönt alles klasse. Mit wie viel Kapital arbeitest du in etwa? Nur mal so ne Frage... Hier tönt vieles nach Hebel oder nach dem Moto: Kontogrösse 5000 CHF, handeln für 100‘000 CHF… Die Resultate sind dann: Schlussbestand – 2000 CHF…

Der Einfluss von Courtagen auf die Performance ist langfristig nicht zu unterschätzen.

Von Vontobel: Ja, bei Amateurvereinen ist dies tatsächlich nicht zu unterschätzen. Die Gebühren die mal als Big Boy bezahlt gehen einem Hinten und Vorne am A… vorbei!

„Gebühren & Courtagen sind eigentlich nur bei unserer unterentwickelten Brokerkultur hier in Europa ein so grosses Thema. Aber man ist ja nicht an die Schweizer Pommesbuden gebunden.“

Johnny P: Also, schon wieder ein guter Beitrag von Johnny P, langsam wirst du mir tatsächlich sympathisch! 

„Ich arbeite selber als Vermögensverwalter und habe letztes Jahr tatsächlich im Plus abgeschlossen, also bitte keine Belehrungen.“

„Gerade z.B. Short zu gehen kennt man z.B. bei uns überhaupt nicht, was meiner Meinung nach immer wieder Chancen in den Märkten zu nichte macht“

Von Andy: Hier habe ich nun doch etwas ein Verständnisproblem (ja, kann sogar bei mir vorkommen). Du hast im Jahre 2008 eine positive Performance erzielt und hattest bis vor kurzem keine Ahnung vom Short gehen? Ja klar und Obama kann übers Wasser gehen (was vielleicht tatsächlich stimmen könnte…). Ich bitte hier mal um weitere Erklärungen.

Gesamthaft gesehen ist es interessant, wie schnell vom Thema Short abgelenkt wird und ein neuer Thread eröffnet werden soll… Irgendwoher kenne ich die Dinger... Hier ist zwischendurch mal zu erwähnen, dass auf den Lohnlisten der guten Broker natürlich jeweils auch so einige Personen sind, welche sich in Foren für oder gegen den entsprechenden Broker einsetzen. Dies ist legal, absolut nachvollziehbar und marketingtechnisch auch sinnvoll. Ich brauche hier natürlich nicht zu erwähnen, dass Trading ohne Short so oder so kein Trading ist. Jeder, welche im Jahre 2008 nicht short gehen konnte weiss wohl selber am besten über seine ach so gute Performance Bescheid… Die besten sind übrigens die Daytrader, die nicht shorten können Smile

Einen kleinen Abschluss zur Börsenschule, also zum eigentlichen Thema: Website naja, Inhalte hören sich brauchbar an, auch wenn es bei der spezifischen Schulung wohl eher um Basiswissen geht.

Somit besteht der positive Punkt (aber auch der mit Abstand wichtigste!) beim Seminarleiter. Kilian Schmid ist Daytrader und einer der restlichen oben erwähnten 5%. Ich kenne ihn persönlich, habe ihn auch mehrmals persönlich traden gesehen und arbeite auch teilweise mit Ihm zusammen und kann folgendes garantieren: Dieser Junge kann tatsächlich Daytraden und zwar mit allem was es bei den Amis so zu traden gibt, also mit Futures und Aktien.

Ob seine Seminare für Börsenschule gut sind weiss ich nicht, werde aber mal nachfragen inwieweit er die Seminarinhalte vorgeschrieben bekommt... Hier gibt es leider immer wieder böse Überraschungen...

Dennoch ist klar, über die Qualität des Seminarleiters braucht man sich schon mal keine Sorgen zu machen!

Hoffe mit meinem Posting doch etwas an Mehrwert geschaffen zu haben.

06.01.2009 12:23
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Börsenschule.ch?

@Johnny

Eine interessante Frage ist ja immer:

Warum sind die Märkte in den letzten 100 Jahren immer kontinuierlich gestiegen und werden sie dies auch in den nächsten 100 Jahren tun.

Könnte man davon ausgehen, dass es in den nächsten 100 J gleich läuft wie früher, dann wäre man mit einem ETF (nicht nur einen Index, sondern über die ganze Welt verstreut) sicherlich nicht schlecht.

Doch was mir persönlich zunehmend doch auch zu denken gibt sind folgende Fragen:

-Gibt es in den nächsten 50 Jahren einen WK III? Wenn ja - was wären die Folgen für die Aktienmärkte?

-Schaffen wir es so blöd zu sein, dass wir es doch tatsächlich schaffen in den nächsten 50 Jahren unsere Natur noch vollständig zu zerstören? Wenn ja - dann wäre die Basis zerstört, welche in den letzten 100 Jahren für die stetigen Renditen gesorgt hatte...und in diesem Fall müsste ich dir widerrum recht geben, dass man besser Tradet als einfach nur seine Anlagen liegen lässt.

Fände es cool, wenn sich zu diesem Thema eine Diskussion entwickeln könnte. Am besten würde man wohl einen neuen Thread aufmachen...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

06.01.2009 10:56
Bild des Benutzers Anonymous
Andy 75
Börsenschule.ch?

Deine Frage ist natürlich mehr als berechtigt! Ich kann ganz gut einschätzen, was langfristig in den Märkten geschehen wird, welche Assetklassen zu bevorzugen sind etc. Z.B. gehe ich nun einmal davon aus, dass dieses Jahr mit steigenden Kursen zur rechnen ist u.a. auch oder gerade beim Gold.

Was mich beim kurzfristigen Trading interessiert, ist die Herausforderung. Es muss auch nicht gleich Daytrading sein. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen, mich persönlich im kurzfristigeren Trading weiterzubilden.

Gerade z.B. Short zu gehen kennt man z.B. bei uns überhaupt nicht, was meiner Meinung nach immer wieder Chancen in den Märkten zu nichte macht.

Grüsse

Andy

@Andy

Eines verstehe ich nicht. Einerseits sagst du du seist langfristig an den Märkten engagiert & seist dabei sehr erfolgreich als Vermögensverwalter tätig. Andererseits schreibst du, dass sehr wahrscheinlich noch weniger als meine 12% genannten - als Gewinner au dem Daytrading Geschäft herausgehen.

FRAGE:

Wenn du ja wirklich so gut in der langfristigen Vermögensverwaltung bist und alles andere als überzeugt vom kurzfristigen Trading bist: WARUM willst du dich dann näher über kurzfristige Trading informieren?

06.01.2009 10:07
Bild des Benutzers Johnny P
Offline
Kommentare: 3970
Börsenschule.ch?

Vontobel wrote:

Kennst du die Aussage: Mit 20% Einsatz - 80% des Ertrages erwirtschaften? z.B mit vertretbarem Lernaufwand kann man eine 4.5 holen - aber um den 5er, 5.5 oder gar 6er zu holen braucht es proportional viel mehr Aufwand.

Johnny - du bis ein erfahrener und sicherlich erfolgreicher Trader wie es die wenigsten sind.

Auf einer Notenskala würdest du dich vermutlich in der Gegend von 5.5 bewegen.

Die meisten Anleger haben jedoch nicht die Zeit, Geduld, Motivation, usw. um sich in eine gleiche Ausgangssituation wie du zu bringen.

Darum meine Meinung:

Wenn man wirklich hart an sich arbeitet - und ich meine wirklich hart - dann wird man mit Trading vermutlich mehr herausholen können als wenn man einfach nur passiv mit einem ETF investiert ist. ABER - wenn man nicht die Zeit aufbringen kann/will um wirklich intensiv an sich zu arbeiten - sollte man im Prinzip direkt zu den ETF's wechseln - wo man mit grosser Wahrscheinlichkeit besser fährt als mit dem Trading.

Die Frage ist, ob man es nicht besser sein lässt, wenn man nicht bereit ist die erforderliche Zeit & Arbeit zu leisten bzw. nich leisten kann?

Erzähl das doch mal den Japanern mit den ETFs!

In 224 Monaten 82% vernichtet...und immer brav nachkaufen gell? Das kann mit jedem Index passieren...es ist einfach blauäugig darauf zu setzten, das sich alles mit den Jahren einrenkt. Als kleiner Zock mit 10% des Vermögens kann man das machen...ich würde aber generell sagen Hände weg.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

06.01.2009 09:41
Bild des Benutzers Johnny P
Offline
Kommentare: 3970
Börsenschule.ch?

Andy 75 wrote:

Bezüglich deinem besuchten Seminar zur Charttechnik: Klar, nur bezüglich Charttechnik würde ich nun echt kein Seminar besuchen gehen... Hier kann man das Standardwerk von Murphy lesen und damit hats sich.

Daytrader 10-12% erfolgreich: Glaub mir, es sind weniger...

Murphy sind nur Basics. Im Langfristhandel reicht das...im kurzfristtrading kommst Du an deine Grenze.

Was mir fehlt sind deine genauen Ziele für ein Seminar? Du sagst Du tradest kurzfr. etwa breakeven im Moment...wieso ist nicht mehr draus geworden?

Zuerst müsste man das mal analysieren bevor man nach einer Lösung suchst.

Stichworte zur Analyse:

- Hab ich einen genauen Plan formuliert?

- Wieviele % Trades laufen nach dem Einstieg ins Plus?

- Wie ist das Verhältnis Gewinn/Verlusttrades und wie gross sind die Beiden durchschnittlich?

- Ist das Risk- und Moneymanagement definiert? und vorallem ..habe ich mich stets dran gehalten?

- Gibt es blödsinnige Trades die man rückblickend nicht mehr tätigen würde? Emotionstrading

- Hat meine Tradingidee im Backtest überhaupt einen positiven Erwartungswert?

- Hab ich einen definierten Edge gegenüber anderen Marktteilnehmern?

- Handle ich für meine Zwecke mit dem richtigen Instrument? (Verdammt wichtig)

Da du als Vermögensverwalter sehr erfahren bist, denke ich kaum das die Angebotenen Seminare in Europa Dir irgendetwas bringen können. Es gibt ein paar ganz gute Coachs in der USA und Australien...die kosten so ca. 4000$ pro Tag.

Aber zaubern können auch die nicht! Zuerst sollte man alles andere ausschöpfen.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

06.01.2009 08:14
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Börsenschule.ch?

Andy 75 wrote:

Nun möchte ich auch einen guten Einblick in das eher kurzfristige Trading erhalten. Hierüber habe ich zwar diverse Bücher gelesen und auch einige Erfolg gefeiert,allerdings ist bisher nichts wirklich konstantes dabei rausgekommen.

Vontobel wrote:

Johnny P wrote:
@vontobel

Der Andy schrieb deutlich, dass er eher einen langfristigen Horizont hat, also sind deine Daytrader Statistiken hier fehl am Platz.

Stimmt - das hat er am Anfang gesagt. Aber er hat auch folgendes gesagt:

"Klar kann man Trading erlernen! Habe einen Kollegen der meines Wissens hauptsächlich vom Trading lebt und dies vor allem deshalb, weil schon sein Vater ein erfolgreicher Händler von Optionen war. "

Ich kenne viele Leute die sagen "Ich bin ein langfristiger Anleger". Trotzdem handeln sie in der Praxis dann doch wieder kurzfristig.

Und wenn er quasi als Vorbild den Vater eines Kollegen aufführt, der viel Geld mit Daytrading bzw. Optionenhandel macht - dann schliesse ich daraus, dass er auch interessiert am kurzfristigen Geld ist.

Aber vielleicht liege ich ja falsch.

@Johnny

Na, da war ich mit meiner Einschätzung gar nicht mal so daneben Biggrin

@Andy

Eines verstehe ich nicht. Einerseits sagst du du seist langfristig an den Märkten engagiert & seist dabei sehr erfolgreich als Vermögensverwalter tätig. Andererseits schreibst du, dass sehr wahrscheinlich noch weniger als meine 12% genannten - als Gewinner au dem Daytrading Geschäft herausgehen.

FRAGE:

Wenn du ja wirklich so gut in der langfristigen Vermögensverwaltung bist und alles andere als überzeugt vom kurzfristigen Trading bist: WARUM willst du dich dann näher über kurzfristige Trading informieren?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

06.01.2009 07:58
Bild des Benutzers Anonymous
Andy 75
Börsenschule.ch?

Allgemein kann bezüglich meiner Person also gesagt werden: Als Vermögensverwalter war ich über die letzten Jahre hinweg (ca. 5 Börsenjahre) doch sehr erfolgreich, zumindest sagt man mir das... Smile

Nun möchte ich auch einen guten Einblick in das eher kurzfristige Trading erhalten. Hierüber habe ich zwar diverse Bücher gelesen und auch einige Erfolg gefeiert,allerdings ist bisher nichts wirklich konstantes dabei rausgekommen.

Die Diskussion die hier zustande gekommen ist, finde ich absolut klasse. Muss nun leider gleich weg, werde aber sicherlich im Verlaufe des Tages wieder reinschauen. Danke schon einmal an alle Mitdenker!

06.01.2009 07:45
Bild des Benutzers Anonymous
Andy 75
Börsenschule.ch?

Hier ist ja während meiner Abwesenheit ziemlich was zusammengekommen! Also, erstmals zu meinem eigenen Hintergrund: Ich arbeite selber als Vermögensverwalter und habe letztes Jahr tatsächlich im Plus abgeschlossen, also bitte keine Belehrungen.

Allerdings ist auch klar, dass ich als langfristiger Vermögensverwalter anders arbeite als wenn ich für mich selber trade. Bisher war ich als Vermögensverwalter sehr erfolgreich, als Trader kommt wohl über die letzten 2 Jahre ne knappe 0 dabei raus...

Bezüglich deinem besuchten Seminar zur Charttechnik: Klar, nur bezüglich Charttechnik würde ich nun echt kein Seminar besuchen gehen... Hier kann man das Standardwerk von Murphy lesen und damit hats sich.

Daytrader 10-12% erfolgreich: Glaub mir, es sind weniger...

Vontobel wrote:

Andy 75 wrote:

Klar kann man Trading erlernen! Habe einen Kollegen der meines Wissens hauptsächlich vom Trading lebt und dies vor allem deshalb, weil schon sein Vater ein erfolgreicher Händler von Optionen war.

Vorsicht - laut einer Untersuchung erwirtschaften lediglich 12% aller Daytrader langfristig Gewinne. Das heisst für dich: Immer schön realistisch bleiben. Im Stil von: Gönne es deinem Kollegen, wenn sein Vater wirklich so erfolgreich ist - aber bleib realistisch und gehe darum mal davon aus (rein nach der Wahrscheinlichkeit), dass es dir NICHT gelingen wird.

Andy 75 wrote:

Ich war in Deutschland bereits an mindestens 10 Seminaren, 9 davon waren gar nichts und die Seminarleiter hatten wohl selber nicht so ganz ne Ahnung von was sie eigentlich sprachen.

Und wie viel hast du für alle Seminare ausgegeben? CHF 5000 und mehr?

Was hat dich dazu bewogen ganze 10 Seminare zu besuchen, wenn alleine 9 davon schlecht waren?

Andy 75 wrote:

Bücher sind sicherlich toll, allerdings ist auch hier das meiste Zeug Schwachsinn. Und mir bekannte Trader teilten mir mit, dass du mit Büchern dir zwar Fachwissen aneignen kannst, auf die Dauer jedoch nicht weiter kommst.

Mag sicher teilweise stimmen. Aber da stellt sich bei mir die Frage: Wenn du selbst glaubst, dass du mit Bücher nicht weiterkommst - warum glaubst du dann, dass du von ein paar Stunden Seminar weiterkommst?

Meine Meinung zu Seminaren:

Auch ich war mal an einem Seminar. Dabei ging es um Charttechnik. Das Seminar war sicherlich ok und auch spannend und man hat die eine oder andere interessante Unterlage bekommen. Doch habe ich im Endeffekt viel dabei gelernt? Eigentlich nicht wirklich.

Was mich an Seminaren stört bzw. gewissen Seminarteilnehmern ist die Tatsache, dass wohl viele Teilnehmer glauben kurz ein paar Seminare zu besuchen und danach werden sie rasch Profi.

Es mag sicherlich Seminare geben, die wertvolle Inputs liefern. Doch kein Seminar auf der Welt kann jahrelange Erfahrungen an den Märkten ersetzen. Kein Seminar kann dir das Gefühl von Angst und Gier realistisch vermitteln usw.

DARUM gilt:

Neben geeigneter Fachliteratur und dem Austausch (wie z.B hier im Forum) mit erfahrenen Anlegern - muss man zwingend selbst Erfahrungen machen. Und das heisst am Anfang ganz klar: viel Geld verlieren! ...denn nur wer verliert...lernt wirklich.

06.01.2009 00:11
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Börsenschule.ch?

Johnny P wrote:

Mit einem ETF auf den Index bin ich noch einigermassen Einverstanden, obwohl viel mehr als die Teuerung wird am Schluss auch nicht rausschauen...und einen Ausstieg muss man dann auch noch finden...ob nach 30 oder nach 35 Jahren aussteigen kann evt. heissen nur die Hälfte zu verdienen.

Kennst du die Aussage: Mit 20% Einsatz - 80% des Ertrages erwirtschaften? z.B mit vertretbarem Lernaufwand kann man eine 4.5 holen - aber um den 5er, 5.5 oder gar 6er zu holen braucht es proportional viel mehr Aufwand.

Johnny - du bis ein erfahrener und sicherlich erfolgreicher Trader wie es die wenigsten sind.

Auf einer Notenskala würdest du dich vermutlich in der Gegend von 5.5 bewegen.

Die meisten Anleger haben jedoch nicht die Zeit, Geduld, Motivation, usw. um sich in eine gleiche Ausgangssituation wie du zu bringen.

Darum meine Meinung:

Wenn man wirklich hart an sich arbeitet - und ich meine wirklich hart - dann wird man mit Trading vermutlich mehr herausholen können als wenn man einfach nur passiv mit einem ETF investiert ist. ABER - wenn man nicht die Zeit aufbringen kann/will um wirklich intensiv an sich zu arbeiten - sollte man im Prinzip direkt zu den ETF's wechseln - wo man mit grosser Wahrscheinlichkeit besser fährt als mit dem Trading.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

05.01.2009 23:59
Bild des Benutzers Johnny P
Offline
Kommentare: 3970
Börsenschule.ch?

Da halte ich entschieden dagegen. Diese langfrist Charts sind das schönste Mittel der Fondsindustrie die Schafe bei Laune zu halten und abzukassieren.

Mit einem ETF auf den Index bin ich noch einigermassen Einverstanden, obwohl viel mehr als die Teuerung wird am Schluss auch nicht rausschauen...und einen Ausstieg muss man dann auch noch finden...ob nach 30 oder nach 35 Jahren aussteigen kann evt. heissen nur die Hälfte zu verdienen.

Wieviele Aktien im Dow Jones sind schon über 50 Jahre im Korb? Wo sind die unmengen der restlichen Werten die mal vertreten waren?

Geduld ist wirklich verdammt wichtig im traden...aber ich meine das ganz anders als Vonti. Geduld auf einen sauberen Einstieg und dann diszipliniert den Plan durchziehen...darum gehts. Buy & Hold lässt mann besser gleich bleiben.

Gebühren & Courtagen sind eigentlich nur bei unserer unterentwickelten Brokerkultur hier in Europa ein so grosses Thema. Aber man ist ja nicht an die Schweizer Pommesbuden gebunden.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

05.01.2009 23:54
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Börsenschule.ch?

hugo wrote:

Ich glaube für viele Menschen ist es eine Befriedigung Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen. Scheinbar schon kleine Gewinne machen sehr glücklich oder sie benötigen den Kick, ich weiss es nicht.

Ich bin auch der Meinung wie Vontobel, wahrscheinlich ist die Börse der einzige Ort, wo der Durchschnittsmensch die grösste Belohnung kriegt, wenn er möglichst wenig macht.

Das ist sicherlich in der Tat so, dass ein Motivationsgrund an der Börse zu spekulieren in der Befriedigung des Spieltriebs liegt. Bei vielen Anlegern ist diese Befriedigung womöglich sogar noch wichtiger als effektiv Gewinne zu erwirtschaften.

"wahrscheinlich ist die Börse der einzige Ort, wo der Durchschnittsmensch die grösste Belohnung kriegt, wenn er möglichst wenig macht."

Mit dieser Aussage bin ich nicht ganz einverstanden.

Die Börse ist ein knallhartes Spiel - das dir direkt ins Gesicht sagt, ob du erfolgreich oder eine Niete bist.

Wer sich intensiv mit der Börse auseinandersetzt wird sich sehr gut kennen lernen (Gier, Angst). Und wer diesen Prozess wirklich durchmacht, gehört meiner Meinung nach nicht zu den Durchschnittsmenschen. Im Gegenteil.

Es mag sicherlich Zeiten geben wo man nicht viel machen muss - und dennoch verdient man Geld. ABER ...man darf nicht unterschätzen welche psychischen Belastungen man über die Zeit erfährt - natürlich hängt dies davon ab in welchem Ausmass man an der Börse investiert ist.

Und schlussendlich kann ich ja nur von mir persönlich sprechen...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

05.01.2009 23:48
Bild des Benutzers hugo
Offline
Kommentare: 84
Börsenschule.ch?

Ich glaube für viele Menschen ist es eine Befriedigung Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen. Scheinbar schon kleine Gewinne machen sehr glücklich oder sie benötigen den Kick, ich weiss es nicht.

Ich bin auch der Meinung wie Vontobel, wahrscheinlich ist die Börse der einzige Ort, wo der Durchschnittsmensch die grösste Belohnung kriegt, wenn er möglichst wenig macht.

05.01.2009 23:24
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Börsenschule.ch?

Touni wrote:

@Vontobel

Hab ich mir auch schon gedacht! Wink

Aber Johnny P spielt einen interessanten Punkt an. Wie viele Prozent der "langfristigen" Anleger sind nach 30 Jahren im Plus? Ich würde behaupten, dass die "schlechten" Daytrader gegenüber den "schlechten" langfristigen Anleger keine geringere Chance auf langfristige Gewinne haben.

Wobei ich mich immer frage wo die Schwierigkeit liegt in einem 30 jährigen Bullenmarkt Geld zu verdienen..?

Puhh...wie will man das bloss rausfinden? Das Problem ist wohl, dass es nur eine Minderheit gibt, die wirklich ihre Papiere 30 Jahre halten könnten. Diejenigen die dies tatsächlich schaffen, werden wohl besser abschneiden als die Daytrader, sofern sie nicht irgendwelchen Schrott eingekauft haben.

Was ihre Chance auf höhere Gewinne zudem steigert ist die Tatsache, dass echte langfrist Anleger nicht ständig ihr Depot umschichten. Der Einfluss von Courtagen auf die Performance ist langfristig nicht zu unterschätzen.

Und um nochmals auf die letzte Frage zu kommen:

"Wobei ich mich immer frage wo die Schwierigkeit liegt in einem 30 jährigen Bullenmarkt Geld zu verdienen..?"

Der Mensch ist von Natur aus ungeduldig - zumindest geht es mir so Smile und etwas vom Schwierigsten für die meisten Leute - so behaupte ich - ist es langfristig zu denken.

Ein Beispiel:

Jeder weiss, dass Rauchen Krebs verursacht - und dies mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch wird. NUR liegt das Problem (für den Menschen) darin, dass die Folgen meist erst in ca. 20-30 Jahren auftreten.

Und alles was länger als 1 Jahr in der Zukunft liegt - ist für viele sowieso schwer zu fassen. Und somit ignorieren sie die Langzeitschäden.

An der Börse ist es ähnlich:

Im Prinzip weiss jeder, dass man sich eigentlich bloss ein paar gute ETF's zulegen müsste und diese 30 Jahre lang im Depot belassen müsste - so würde man mit grosser Wahrscheinlichkeit besser als die meisten abschneiden.

Doch auch hier ist der Mensch ungeduldig und glaubt, dass er durch kurzfristige Aktionen (ständiger Kauf und Verkauf) schneller ans Ziel kommt.

Ich persönlich habe für mich inzwischen gelernt - dass man manchmal schneller ans Ziel kommt wenn man gar nichts macht - ...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

05.01.2009 22:44
Bild des Benutzers Touni
Offline
Kommentare: 1664
Börsenschule.ch?

@Vontobel

Hab ich mir auch schon gedacht! Wink

Aber Johnny P spielt einen interessanten Punkt an. Wie viele Prozent der "langfristigen" Anleger sind nach 30 Jahren im Plus? Ich würde behaupten, dass die "schlechten" Daytrader gegenüber den "schlechten" langfristigen Anleger keine geringere Chance auf langfristige Gewinne haben.

Wobei ich mich immer frage wo die Schwierigkeit liegt in einem 30 jährigen Bullenmarkt Geld zu verdienen..? Nach dem Motto: "Heute minus, übermorgen sicher im plus!" damit hat man, wenn man nicht gerade in Exoten investiert hat sicher bestens gefahren. Man siehts ja an den Hedge-Funds die jetzt reihenweise dicht machen...ich viel nicht sagen, dass die Leute eine einfache Aufgabe hätten, aber wenn man sich nur Bullenmärkte gewöhnt ist in denen man mit ein wenig Verstand nichts falsch machen konnte gewöhnt ist muss man jetzt zwangsläufig Verluste einfahren!

@thread

Ich hab mir in meiner jetzt knapp zweijährigen Börsenzeit zwei Bücher gekauft. Murphys Chartanalyse und Handeln mit Optionen Lol

Alles übrige habe ich ehrlich gesagt durch ausprobieren und in diesem Forum gelernt und daraufhin für mich eine geeignete Daytrading-Strategie entwickelt! Wink Vor allem der Weg in die Futures, ins Forex und die geliebte leerverkäufe waren ein Segen! thx @ johnnyP 8)

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

05.01.2009 21:51
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Börsenschule.ch?

Slin wrote:

Weisst Du, dann mache doch diese Seminare. Irgendwann wirst Du mir recht geben....

Gruss SLIN.

Vielleicht ist er ja selbst Veranstalter dieser Börsenschule...wer weiss Biggrin

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

05.01.2009 21:32
Bild des Benutzers Slin
Offline
Kommentare: 1423
Börsenschule.ch?

Andy 75 wrote:

Vielen Dank für deine Antwort. Allerdings bezog sich meine Frage mehr auf die Qualität von Börsenschule.ch und weniger auf allgemeine Ratschläge.

Klar kann man Trading erlernen! Habe einen Kollegen der meines Wissens hauptsächlich vom Trading lebt und dies vor allem deshalb, weil schon sein Vater ein erfolgreicher Händler von Optionen war.

Zu den 500 CHF: Ich finde dies keinesfalls überrissen, schau dir mal die Preise in Deutschland an. Die Frage ist jedoch viel mehr, ob die Inhalte bzw. der entsprechende Trader was taugt. Ich war in Deutschland bereits an mindestens 10 Seminaren, 9 davon waren gar nichts und die Seminarleiter hatten wohl selber nicht so ganz ne Ahnung von was sie eigentlich sprachen.

Bücher sind sicherlich toll, allerdings ist auch hier das meiste Zeug Schwachsinn. Und mir bekannte Trader teilten mir mit, dass du mit Büchern dir zwar Fachwissen aneignen kannst, auf die Dauer jedoch nicht weiter kommst.

Dennoch vielen Dank für deine Meinung.

Weisst Du, dann mache doch diese Seminare. Irgendwann wirst Du mir recht geben....

Gruss SLIN.

Seiten