Calls kaufen / verkaufen? Calls schreiben?

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03.01.2010 13:29
#1
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Calls kaufen / verkaufen? Calls schreiben?

Hey Jungs!

Ich brauche eure Hilfte Smile Ich habe ziemlich Mühe damit, die Strategie zu verstehen:

Man kauft die Aktie und verkauft zugleich einen Call

-> wann kann man so profitieren?

Immer wieder lese ich die Strategien in Magazinen, verstehe es aber ab und zu nicht, da ich manchmal genau anders agieren würde.

Was ein Call und Put ist, verstehe ich schon :).

Aber was für Strategien wende ich an, wenn ich mit einem Call/Put mein bereits gekauftes Aktienengagement verbessern will:

a) Aktie steigen soll

Call kaufen

b) Aktie sinken soll

Put kaufen

c) Aktie stagniert

??

--> diese Strategien verstehe ich ja (sind ja auch sehr einfach :D).

Was aber, wenn ich selber Optionen verschreiben will, müsste man dann nicht genau das Gegenteil jeweils machen?

a) Aktie steigen soll

Put verkaufen

b) Aktie sinken soll

Call verkaufen

c) stagniert

???

Danke für eure Hilfe

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07.01.2010 09:46
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Calls kaufen / verkaufen? Calls schreiben?

Na klar, ist es sehr schwierig. Doch ein Bekannter von mir kennt jemanden, der bei ABB einen EP unter 0 hat Wink

Short Put auf eine Aktie, die man erwerben möchte ist durchaus eine interessante Strategie. Ich persönliche habe noch nie die Short seite gespielt, obwohl ich es sehr spannend finde und auch das theoretische Verständniss besitze. Doch in der Praxis siehts ein wenig anderst aus und mit meinen bescheidenen Mitteln würde sich so ein Geschäft nicht wirklich lohnen.

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07.01.2010 09:07
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Re: Calls kaufen / verkaufen? Calls schreiben?

Teofillio wrote:

Vontobel wrote:
Chancen des Covered Short Call:

Gleichzeitig reduziert sich das persönliche Engagement im Titel um die kassierte Prämie. Hat man bsp. 1 ABB Aktie zu 20 gekauft und kassiert nun 1Fr Prämie, so beträgt der neue max. Verlust nicht mehr 20 sondern nur noch 19 (exkl. Courtagen).

Das witzige daran ist, wenn dein short call mehrmals aufgeht, sprich du die Prämie kassierst ohne liefern zu müssen, kannst du theoretisch einen EP der Aktie von unter 0 erreichen. Falls dann die Aktie wertlos wird, hast du immer noch einen Gewinn eingefahren Blum 3

Theoretisch ja - wobei es sehr schwierig wird durch Prämien den EP auf 0 zu drücken, wenn der Basiswert laufend sinkt ... im Idealfall schwankt er "berechenbar" um eine gewisse Marke herum. Wie bei meinen PPHN: Als sie bei 48 waren fand ich 4.- viel Prämie - nur dann fiel sie auf 15 ... und plötzlich erhielt ich auf diesem Niveau nicht mehr so viel Prämie ... anständige Prämie bekamst du nur noch, wenn der Strike fast auf dem selben Niveau war wie der Basiswert und dann ist die Gefahr der Ausübung relativ gross.

Aber du müsstest ein sehr gutes Gefühl für die Aktie haben - sprich den Strike nie zu tief setzten. Und das Problem hier: Je weniger volatil eine Aktie ist, desto grösser die Chance, dass man den Strike richtig setzt - desto kleiner jedoch die Prämie aufgrund der niedrigen Vola. Die richtig fetten Prämien gibt es jedoch nur bei sehr hoher Vola ... und da muss man also doch auch eine grosse Portion Glück haben um in einem solchen Fall wirklich richtig zu liegen.

Eine andere Strategie könnte noch sein. Short Put um günstig in die Aktie zu kommen (sofern man ausgeübt wird) und bei Andienung gleich einen Covered Short Call. So reduzierst du deinen EP gleich 2x um die Prämie mit dem Nachteil, dass du die Aktien beim Short Put nicht zwingend kriegst und du beim Short Call auf unbegrenzte Gewinne verzichtest.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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07.01.2010 08:44
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Re: Calls kaufen / verkaufen? Calls schreiben?

Vontobel wrote:

Chancen des Covered Short Call:

Gleichzeitig reduziert sich das persönliche Engagement im Titel um die kassierte Prämie. Hat man bsp. 1 ABB Aktie zu 20 gekauft und kassiert nun 1Fr Prämie, so beträgt der neue max. Verlust nicht mehr 20 sondern nur noch 19 (exkl. Courtagen).

Das witzige daran ist, wenn dein short call mehrmals aufgeht, sprich du die Prämie kassierst ohne liefern zu müssen, kannst du theoretisch einen EP der Aktie von unter 0 erreichen. Falls dann die Aktie wertlos wird, hast du immer noch einen Gewinn eingefahren Blum 3

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06.01.2010 18:01
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Calls kaufen / verkaufen? Calls schreiben?

Wow was für ein Post Vontobel, vielen Dank!!

Danke auch an die anderen!

06.01.2010 14:20
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Re: Calls kaufen / verkaufen? Calls schreiben?

Jodellady wrote:

Hey Jungs!

Man kauft die Aktie und verkauft zugleich einen Call

-> wann kann man so profitieren?

Ich habe diese Strategie des covered short call bei Petroplus angewandt. Ursprünglich kaufte ich die Aktie zu ca. CHF 48. Danach verschrieb ich meine Titel mit Strike 52, kassierte so glaube ich 4.- Prämie pro Aktie. Leider fiel der Titel danach ziemlich Tief wie du weisst. Und hier sehen wir auch schön die Risiken des covered short call: Mit dem covered short call kannst du die Rendite einer bestehenden Position im Depot optimieren. Voraussetzung das diese Strategie funktioniert ist jedoch eine richtige Zukunftserwartung. Sprich: Du erwartest, dass die Aktie NICHT über deinen Strike steigt - tut sie das nicht, so fährst du mit dem covered short call besser als wenn du bloss die Aktie gehalten hättest.

Also zusammengefasst:

Chancen des Covered Short Call:

Wenn der Strike richtig gewählt wird (sprich: Im Idealfall steigt die Aktie bis leicht unter den Strike ... so verfällt die Option wertlos per Verfall und man kann seine Position erneut verschreiben) kann man ein bestehendes Aktienengagement besser bewirtschaften.

Gleichzeitig reduziert sich das persönliche Engagement im Titel um die kassierte Prämie. Hat man bsp. 1 ABB Aktie zu 20 gekauft und kassiert nun 1Fr Prämie, so beträgt der neue max. Verlust nicht mehr 20 sondern nur noch 19 (exkl. Courtagen).

Risiken:

Durch den covered short call wird die bestehende Aktie im Depot gesperrt. D.h bevor man seine Aktien verkaufen kann, muss man seine Optionsposition glattstellen. Dies bedeutet neben den höheren Courtagen auch eine gewisse psychologische Barriere. Wie in meinem Fall mit Petroplus: Der covered short call auf meiner Position "zwang" mich psychologisch eher in der Position drinzubleiben - wohingegen ich vielleicht ohne covered short call früher den Stop Loss gezogen hätte.

Ein anderes Risiko besteht darin, dass man das Potential einer Position falsch eingeschätzt hat. Bsp. Investor X hält 10'000 ABB Aktien EP 20. Nun verschreibt er diese auf März 2010 Strike 22 und erhält dafür eine Prämie. Aktuell beträgt diese CHF 0.41 pro Aktie (Geldpreis):

http://www.eurexchange.com/market/quotes/EQU/OPT/ABBN/201003_C_de.html

Mit anderen Worten: Dieser Investor verzichtet für 0.41 pro Aktie auf einen theoretisch unlimitierten Kursgewinn.

Steigt die ABB Aktie nun auf CHF 1'000, so werden die Risiken dieser Strategie sehr deutlich. Der Investor kassiert zwar 41rp pro Aktie, muss seine

aber inzwischen im Wert von 10 Mio ABB Aktien für CHF 220'000 verkaufen, da er sich verpflichtet hat seine Papiere zu 22 abzustossen (10'000 x 22).

Uncovered Short Call:

Neben dem coverd short call gibt es natürlich noch den uncovered short call, welcher unbegrenzte Risiken enthält. Dies ist eine der riskantesten & gefährlichsten Strategien. Um beim obigen fiktiven ABB Beispiel zu bleiben. Im Fall eines covered Short Call kann sich der Investor über ein paar Millionen verpassten! Kursgewinn ärgern. Im Falle eines uncovered Short Calls handelt es sich jedoch nicht mehr um verpasste Kursgewinne sondern um realisierte! Kursverluste! Also ein relativ wichtiger Unterschied!

Jodellady wrote:

Was aber, wenn ich selber Optionen verschreiben will, müsste man dann nicht genau das Gegenteil jeweils machen?

a) Aktie steigen soll

Put verkaufen

b) Aktie sinken soll

Call verkaufen

c) stagniert

???

Danke für eure Hilfe

Strategie a) habe ich jüngst bei Petroplus angewandt. Vor ein paar Wochen stand PPHN bei ca. 19.8 und ich wollte eigentlich direkt in die Aktie einsteigen - d.h mittels Aktienkauf. Um meine Risiken jedoch etwas zu reduzieren entschied ich mich für einen short PUT Strike 19.5. D.h ich verpflichtete mich PPHN zu 19.5 zu übernehmen. Als Gegenleistung erhielt ich eine Prämie von CHF 1.59 pro Aktie.

Ein Short Put ist somit durchaus angebracht, wenn man steigende Kurse im Basiswert erwartet. Ein short Put kann als Alternative zum Direktkauf angewandt werden. Durch diese Strategie reduziert sich der EP um die kassierte Prämie - mit dem Risiko, dass man gar nie Aktienbesitzer wird, weil die Aktie nie unter den Strike fällt. In einem solchen Fall würde man jedoch immerhin die Prämie kassieren.

Man sieht an dieser Strategie auch gut warum ein Short Put nicht unbedingt geeignet ist, wenn man stark steigende Aktienkurse erwartet. Zwar kassiert man in einem solchen Fall die volle Prämie - aber damit hat es sich. Besser wäre hier einen Call zu kaufen, welchem einem die volle Partizipation an den Gewinnen ermöglicht.

b)

Wenn man glaubt, dass die Aktie XY viel zu hoch notiert, dann kann es schon eine Strategie sein einen Short Call zu schreiben. Liegt man richtig und die Aktie sinkt, kassiert man die volle Prämie. Ich persönlich bin jedoch gegenüber Uncovered Short Calls aufgrund der immensen Risiken äusserst vorsichtig. Denn wenn man hier falsch liegt - kann es sehr schnell sehr teuer werden.

Aber auch hier gilt: Wenn man von stark sinkenden Kursen ausgeht ist ein Short Call suboptimal. Denn man kassiert max. die Prämie. Besser wäre ein Long Put...denn so kann man am vollen Kursverlust teilhaben.

c)

Wenn man eine klare Meinung über eine Aktie hat und wirklich von dieser überzeugt ist - gäbe es. bspw. die Strategie des Short Strangles:

http://www.theoptionsguide.com/images/short-strangle.gif

Bsp. ABB. Ich glaube die Aktie schwankt in den nächsten Monaten zwischen 18-22. Um dies auszunutzen könnte ich einen Short Call bei 22 schreiben und einen Short Put bei 18. Warum? Ich kassiere 2x Prämie und wenn die Aktie bis Verfall innerhalb dieser Spanne bleibt - verfallen beide Optionen wertlos. Diese Strategie ist aber nur für Anleger mit entsprechender Erfahrung geeignet, denn sie ist sehr riskant. Denn man kann auf beide Seite sehr hohe Verluste erleiden. Geht ABB Konkurs - hat man ein Problem - Steigt ABB stark an - hat man auch ein Problem.

Zusammenfassung:

Wer Märkte in allen Phasen traden will, der muss sich klar mit Optionen auseinandersetzen. Kennt man alle möglichen Strategien von Optionen - so hat man für jede Aktienphase eine passende Strategie.

Ich möchte jedoch vor zu grossem Optimismus warnen. 1. braucht es Jahre bis man sich einen genügenden Erfahrungsschatz im Optionsbereich aufgebaut hat und 2. Kann man selbst mit dem grössten Wissen & Erfahrung grosse Verluste erleiden, wenn man falsche Erwartungen an den Markt hatte.

Die wichtigsten Instrumente:

Kauf/Long Put

Recht: Aktie zum Strikepreis verkaufen zu können

Pflicht: Bezahlung des Optionspreises

Der Anleger spekuliert auf mittel bis stark sinkende Kurse & verkauft meistens vor Verfall die Option wieder und spekuliert nur auf die Veränderung im Optionspreis.

Risiko: Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Chance: Max Gewinn, wenn Aktie auf 0 fällt.

Kauf/Long Call

Recht: Aktie zum Strikepreis kaufen zu können

Pflicht: Bezahlung des Optionspreises

Der Anleger spekuliert auf mittel bis stark steigende Kurse & verkauft meistens vor Verfall die Option wieder und spekuliert nur auf die Veränderung im Optionspreis.

Risiko: Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Chance: Theo. unbegrenzter Gewinn - the sky is the limit

Verkauf/Short Put

Recht: Erhalt Optionsprämie

Pflicht: Aktie zum Strikepreis zu übernehmen

Hierzu wird eine spezielle Limite bei der Bank benötigt. Der Anleger glaubt nicht, dass die Aktie unter den Strikepreis fällt und kassiert für sein eingegangenes Risiko eine Optionsprämie. Er erwartet stagnierende bis leicht steigende Kurse.

Risiko: Max Verlust: Strikepreis - kassierte Optionsprämie ... je höher das Engagement desto höher natürlich der potentielle Verlust. Zu erwähnen ist: Es kann gut sein, dass einem die Bank heute Geschäfte machen lässt, die im Worst Case die eigenen Mittel des Kunden übersteigen. Wenn alles richtig gemacht wird - wird der Kunde nicht mehr als sein Vermögen bei der Bank verlieren - aber das Risiko besteht, dass (bei zu langsamer Liquidation bzw. zu volatilen Marktverhältnissen) der Anleger mehr verliert als er an Vermögen hat.

Chance: Max Gewinn = Optionsprämie

Verkauf/Short Call/covered

Recht: Erhalt Optionsprämie

Pflicht: Aktie zum Strikepreis zu liefern

Auch hier wird eine spezielle Limite benötigt. Der Anleger besitzt bereits den Basiswert und hat eine klare Vorstellung über dessen Zukunftsentwicklung. Er setzt den Strike so hoch an, wie er das max. Potential der Aktie über einen gewissen Zeitraum einschätzt.

Risiko: Die Aktie steigt viel höher als der Strike und der Anleger verpasst mögliche Gewinne. Oder aber die Aktie fällt stark und der Anleger fühlt sich durch den covered short call psychologisch an sein Investment gebunden und verkauft dadurch eher zu spät.

Chance: Beim richtigen Einsatz kann man die Rendite eines bestehenden Investments steigern plus sinkt der max. Verlust um die kassierte Prämie.

Verkauf/Short Call/uncovered

Recht: Erhalt Optionsprämie

Pflicht: Aktie zum Strikepreis zu liefern

Auch hier wird eine spezielle Limite benötigt. Der Anleger besitzt den Basiswert nicht - hat aber eine klare Vorstellung über dessen Zukunftsentwicklung. Er glaubt nämlich nicht, dass die Aktie über den Strikepreis ansteigen wird.

Risiko: Es handelt sich hierbei um eines der riskantesten Geschäfter. Der Anleger kann nämlich unbegrenzte Verluste einfahren.

Chance: Wenn der Anleger richtig liegt kassiert er die Prämie.

Anmerkung allg. zu Short Options:

Short Options sind sehr interessante Geschäfte. Sie erlauben nämlich einem, dass die Zeit FÜR EINEM SPIELT. Dadurch werden Strategien möglich, die einem von stagnierenden Märkten profitieren lassen. Short Options verlangen aber noch mehr Wissen und Erfahrung als normale Long Options. Zudem sind die potentiellen Risiken viel höher. Darum Vorsicht!

Und allg. gilt bei uncovered short Options. Unter Umständen kann es sein, dass euch eure Hausbank heute Geschäfte abschliessen lässt, die im Worst Case eure eigenen Mitteln übersteigen. Im Normalfall sollte dies nicht passieren, denn man wird vorher gezwungen die eigenen Positionen glattzustellen, sodass man mindestens flat rauskommt. Aber wenn der Markt zu schnell dreht (siehe 1987) kann es unter Umständen zur hässlichen Situation kommen, dass man mehr verliert als man bei der Bank hat. Somit wird deutlich, dass es viel schwieriger ist die Risiken bei Shorts abzuschätzen als bei Longs.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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06.01.2010 13:40
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Johnny P wrote:

Wir köännen leider nur amerikanische Schreiben :roll: Der Casinovorteil bleibt bei der Bank Lol

Bist du dir da sicher? Was ist z.B mit Optionen auf Indices?

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06.01.2010 11:00
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Ok, vielen Dank kleinerengel!

Gruss

06.01.2010 10:38
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mattrox

Mit einem Call kannst du die Aktien kaufen, in dem Fall die Logiaktien, , die Berechnung, die du gemacht hast, stimmt. Du kannst die Optionen jederzeit "ausüben"... spätestens aber drei Tage vor dem Verfall musst du die Meldung deiner Bank geben.

Ich habe bis jetzt noch nie Ausgeübt, hab auch keine Ahnung, ob sich das überhaupt "lohnen" würde.

06.01.2010 08:08
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@Jodel"lady" *gg*

"Das einzige, was jetzt mehr Sinn macht, ist, dass der jeweilige Autor hofft, dass der Strike nicht erreicht wird bei einem covered Call (er erwartet zwar, dass die Aktie steigt, aber nicht so hoch)."

Naja, das kann man halten wie man will.

Wenn sie ausgeführt werden, hat man wieder Cash und kann über eine neue Investition nachdenken, oder auf denselben Titel z.B. wieder nen Put schreiben?:)

Je nachdem, WO der Kurs natürlich steht! :oops:

Beim Apple Beispiel hat der Verkäufer natürlich die 27 % Prämie "Cash" und die Zeit läuft für ihn, falls der Kurs sich "in der Bandbreite" bewegt.

Wenn er nen Put verkauft hätte, hätte er weniger Prämie kassiert, = weniger Cash.

(oder sehe ich da was falsch, stehe ich auf der Leitung, bin ja leider"Profi". Wink

Stimmt, wegen dem Ausführen, (Eurex) ich wurde da falsch informiert. :evil:

06.01.2010 06:53
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Hallo zusammen

Beginne mich mit Call's zu beschäftigen. Habe schon etwas darüber gelesen. Habe aber noch einige unklarheiten, stimmt das so ??

Siehe auch Grafik:

1. Wenn ich einen Call, nach dem Kauf bei einer Bank ausüben möchte, brauche ich keine "Stammaktien".

2. Die Rechnung für eine "Stammaktien" bei ausübung des (der) Call's wäre (im Moment):

(.22x20)+17 = 21.40 .-

Grüsse

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03.01.2010 16:44
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Johnny P wrote:

Die Empfehlung finde ich echt beschi**en :roll:

Warum verkauft der Autor nicht einfach einen Put? Dann hat er dasselbe Ergebnis mit weniger Kapitaleinsatz und weniger Kapital.

Long Underlying + Short Call = Short Put

Danke, ich dachte schon, ich sei da zu unwissend Biggrin

er geht wahrscheinlich von stagnierenden Kursen aus in einer breiteren Spanne, darum kein Putverkauf

Danke für all eure Antworten!

03.01.2010 15:31
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(P: Preis bei Verfalldatum Option)

immer gilt: dein Gewinn = Verkaufspreis Aktie bei Optionsverfall - Kaufpreis Aktie - Verlust wenn geschriebene Option ausgeübt wird + Optionsprämie

P=211 (wie heute): 211 - 211 - (211 - 180) + 50 = 31 - 50 = 19 (ggü. 0 wenn nur Aktie gekauft)

P=300: 300 - 211 - (211 - 300) + 50 = 19 (auch 19, Gewinn ist also nach oben begrenzt auf 19)

P=200 (Aktie leicht gefallen): 200 - 211 (-200-180) + 50 = 19

P=180 (Option wird nicht ausgeübt): 180 - 211 + 50 = 19

P=170: 170 - 211 + 50 = 9

P=161: 161 - 211 + 50 = 0 (wenn P<161 kommst du in Verlustzone)

03.01.2010 15:22
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Jodellady wrote:

Die Option ist jederzeit auslösbar? Ich dachte, das wäre nur bei den amerikanischen, nicht aber bei den europäischen?

Wir köännen leider nur amerikanische Schreiben :roll: Der Casinovorteil bleibt bei der Bank Lol

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

03.01.2010 15:20
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Die Empfehlung finde ich echt beschi**en :roll:

Warum verkauft der Autor nicht einfach einen Put? Dann hat er dasselbe Ergebnis mit weniger Kapitaleinsatz und weniger Kapital.

Long Underlying + Short Call = Short Put

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

03.01.2010 14:56
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By the way. In der heutigen Zeitung steht, dass der Autor folgendes machen würde:

Apple kaufen (momentaner Kurs 211), Call verkaufen mit Strike 180 (50 Dollar Prämie), gibt eine EP-Reduktion auf 161. Was aber, wenn die Aktie über 261 $ geht, dann macht er ja Verlust, oder?

Genauso Verlust macht er, wenn der Kurs unter 161 geht (da die Aktie ja UNTER den EP verläuft).

Stimmt das so?

03.01.2010 14:16
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Hoi Prise Salz

1. ich bin männlich (angeblich verwirrt das viele Leute, sorry dafür :D, der Nickname kommt halt noch von früher, aus der Kindheit).

2. Danke vielmals für die Erklärung.

Dank deiner ausführlichen Erläuterung weiss ich jetzt, dass ich also doch nicht daneben lag mit meinem bisherigen Wissen (puuuhh).

Das einzige, was jetzt mehr Sinn macht, ist, dass der jeweilige Autor hofft, dass der Strike nicht erreicht wird bei einem covered Call (er erwartet zwar, dass die Aktie steigt, aber nicht so hoch).

Die Option ist jederzeit auslösbar? Ich dachte, das wäre nur bei den amerikanischen, nicht aber bei den europäischen?

Gruess und Danke nochmals

03.01.2010 13:55
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hi Jodellady

Bin auch ne Lady und versuche zu Antworten. Wink

Es gibt zig Möglichkeiten, das hast Du ja schon mal gemerkt.:)

Wenn ich z.B. Aktien im Depot halte, hoffe ich auf steigende Kurse. Wenn aber der Markt "stagniert" (Seitwärtstrend) oder eher wieder fällt kann ich "covered" Calls verkaufen, die Prämie kassieren und somit den EP verbessern.

Steigt die Aktie muss ich meine Aktien ev. liefern, sinkt oder stagniert der Markt läuft die Zeit für mich (Zeitwert). das Ziel ist, dass die Option verfällt, OHNE ausgeübt zu werden, ich nur die Prämie kassiert habe.:)

Klar macht man das nur, wenn man Nahe dem EP oder drüber ist, sonst müsste man ja die Aktien gar unter dem eigentlichen EP liefern.

Oft sind es so um die 10 % welche man rausholen kann.:)

Umgekehrt, wenn ich erwarte (hoffe) dass eine bestimmte Aktie steigt, kann ich Puts schreiben und die Prämie kassieren. Smile

Fällt die Aktie, "muss" ich Aktien übernehmen....................was eigentlich nicht unbedingt das Ziel ist.:)

So habe ich z.B. UBS Put verkauft, Verfall März, Prämie war um die 2.30 (ist jetzt höher!) :evil: , aber ich habe keine Mühe die UBS bei ca. 15.70 ins Depot zu nehmen.

Wichtig ist auf alle Fälle, dass man das Geld beiseite hat, nicht dass man in Not kommt!

Ausgeführt werden kann die Option jederzeit, also aufgepasst!

Man sollte also nicht Puts schreiben Verfall Juni, wenn man erst im Juni über das Bargeld verfügt.

hmmm hilft das Dir weiter?

Kommen sicher noch Profis.:)