Diplomarbeit

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05.01.2008 11:56
#1
Bild des Benutzers schubert
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Diplomarbeit

Hallo zusammen,

aufgrund meines Studiums (BWL) muss ich mir langsam Gedanken über das Thema meiner Diplomarbeit machen.

Zur Zeit fehlt es mir aber an eigener Kreativität, um auf ein wirklich gescheites und interessantes Thema zu stossen.

Momentan habe ich zwei Favoriten;

1. ich könnte etwas über Apple schreiben, mit Schwerpunkt auf den Brand und das Image. Wieso bezahlen die Leute soviel mehr für einen Ipod, weshalb warten sie stundenlang in der Kälte auf ein Iphone usw.

Ich würde in dieser Arbeit dem Hype um Apple und den Lifestyle-Bedüfrnissen der Konsumenten auf die Ursache gehen. Auch

ist es interessant, das Apple praktisch ohne Werbung solche Erfolge feiern kann.

Pro: Einfaches Thema, viel vorhandenes Material

Kontra: evt. zu eintönig, irgendwie nicht wirklich ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund.

2. Eine Arbeit über den SMI, Erfolg der letzten Jahre, abhängigkeit anderer Indexe (z.B. vom DJ, weshalb das so ist usw.), wie sieht die Zukunft des SMI aus, bezogen auf die neuen, starkaufkommenden Schwellenländer. Usw.

Pro: Spannendes Thema, starkes eigenes Interesse für diese Arbeit.

Kontra: zu wenig eigenes Know-How.

Kennt jemand gute Bücher, wo man sich ausreichen Grundinformationen ansammeln kann, um so eine Arbeit erfolgreich durchzuführen?

Da hier sicher schon einige ihr Studium abgeschlossen haben, oder auch gerade noch dabei sind, erhoffe ich mir, evt. den einten oder anderen Tipp oder Anstoss zu erhalten.

besten Dank für eure Anregungen.

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10.01.2008 23:17
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sunny
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pn for you

10.01.2008 23:06
Bild des Benutzers schubert
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sunny, vielen dank für deine inputs, schätze dies sehr!

mit den lifestyle produkten hast du schon recht, das war unter anderem auch ein punkt, welcher meiner meinung nach gegen so eine arbeit spricht. es gibt definitiv schon einige dazu.

das bwl studium mache ich nebenberuflich und bin zur zeit im 3ten Semester. Ich weiss ich bin noch früh dran, allerdings haben uns unsere Dozenten empfohlen, bereits im 2. Jahr damit anzufangen, da wir im 3. Jahr nicht mehr viel Zeit dazu haben.

momentan arbeite ich noch in der telco branche, schnelllebiges und spannendes gebiet, habe bei mir in der abteilung auch erkundet obs eine möglichkeit gäbe, eine arbeit über ein bestimmtes thema zu schreiben. allerdings bin ich leider auf kein grosses interesse gestossen, und ausserdem arbeite ich nur noch bis mitte februar dort, da ich gekündet habe.

bei meinem neuen arbeitgeber (bank, ab 1. märz) habe ich mich noch während des vorstellungsgespräches erkundet, obs evt. material und themenfelder für eine arbeit gäbe. und dies wurde auch bejaht, habe ein kurzen überblick erhalten, aber da ich noch branchenfremd bin, hab ich noch nicht wirklich viel verstanden, und ich weiss auch nicht wie interessant und herausfordernd dies wirklich ist!;)

deshalb habe ich mir mal gedanken gemacht, was mich sonst noch interessiert und über was ich schreiben könnte.

Aber ich glaube ich werde mal bis zum märz warten und je nach thema die arbeit von der bank verfassen. denke dies hätte am meisten vorteile, für den arbeitgeber aber natürlich auch für mich!;)

halte euch auf dem laufenden und bedanke mich für die erhaltenen tipps und freue mich auf weitere inputs!:)

07.01.2008 00:29
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...die inputs von sunny find ich super !

möchte als ergänzung noch folgenden tip geben: du hast geschrieben:

Quote:

Zur Zeit fehlt es mir aber an eigener Kreativität, um auf ein wirklich gescheites und interessantes Thema zu stossen.

nimm dir zeit, herauszufinden was dich wirklich interessieren würde. wenn du mit herzblut bei der sache sein kannst, wird das resultat lichtjahre von einer 08:15 pflichtübung entfernt sein !

Wer andern eine selbst hinein !

06.01.2008 23:23
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sunny
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ich finde das thema lifestyle produkte und ihr erfolgsgeheimnis als solches für die diplomarbeit eher ungeeignet. warum? es gibt schon genug arbeiten und studien aus dem marketing-bereich, die diesen sachverhalt schon untersucht haben.

bei diplomarbeiten sollte ja nur ein kleiner teil, aber etwas neues und nicht stark untersuchtes thema gewählt werden. ich denke du solltest also ein thema wählen, dass noch nicht intensiv untersucht wurde. da bei solchen globalen und allgemeinen themen sehr schwer sein dürfte, ein passendes thema zu finden, gilt es ein kleines teilthema zu finden. also z.b. irgend ein winziger aspekt bei lifesience produkten.

einfacher, da mehr material zur verfügung stehen dürfte, ist es, ein thema zu wählen, dass ein lokales problem zum inhalt hat. also z.b. die optimierung des preise, einer lokalen bergbahn oder die nutzen und gefahren eines börsenganges eines lokalen unternehmens. oder wie produkt eines lokalen prodzuenten zu einem lifestyle produkt werden könnte.

der vorteil einer solchen arbeit wäre natürlich, dass man zusammen mit einem unternehmen diese arbeit machen könnte, dies ist sehr interessant und bringt kontakte (networking!) und vertiefte einsichten in die praxis eines unternehmens (evtl. erfahrung von unschätzbarem wert).

ich hatte letztens kontakt zu zwei personen (gruppen), die wahrscheinlich auf gleicher stufe (welche stufe/schule/arbeit machst du) wie du, ihre diplomarbeit schreiben mussten (und mich wegen informationen anschrieben). eine gruppe untersuchte die möglichkeit, wie man brand-names als sicherheit bei der kreditaufnahme einsetzten könnte (inkl. versicherung des wertes des brand). die andere person arbeitete mit einer versicherung zusammen und untersuchte, wie die versicherung ihr anlageportfolio mit dem einbezug von investments in hedge funds bzw. funds of HF's optimieren könnte (chancen, gefahren, welcher prozentsatz, wie machens andere versicherungen). wie du siehst: das eine ist ein thema, dass nicht oft untersucht wurde, bzw. ein kleiner ausschnitt/teilaspekt eines themas (brand name als sicherheit - wie versichern?). das andere ist ein thema, dass in zusammenarbeit mit einem lokalen unternehmen gemacht wurde (der vorteil gegenüber dem ersten - sehr viel literatur und praktische erfahrung anderer versicherungen).

grüsse

06.01.2008 10:39
Bild des Benutzers schubert
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hallo rascalino,

besten Dank für deinen Beitrag, sind einige interessante Punkte dabei. Ich glaube wenn ich das Thema Lifestyle-Produkte relativ breit halte, und mich nicht nur auf ein Unternehmen konzentriere, könnte wirklich was sehr interessantes dabei herauskommen.

vielen Dank für deine konstruktive Anregung.

Freue mich natürlich weiterhin über zusätzliches Feedback von anderen Usern.

05.01.2008 13:52
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Meine bescheidene Meinung dazu:

"Direkte" Themen zur Börsenlage würde ich meiden. Das ist ein Gebiet, dem der Nimbus des "Pseudwissenschaftlichen" sehr stark anhaftet. In einer wissenschaftlichen Arbeit begibst Du Dich hier auf sehr wackliges Terrain. Zudem kann Dich die Realität sehr rasch Lügen strafen und dann stehst Du relativ schlecht da. Vom Thema Technische Analyse würde ich Dir im übrigen ganz dringend abraten, das hat einen extrem pseudowissenschaftlichen Anstrich.

Würde also sicher nichts zur Börse schreiben. Höchstens ev. allg. zur Börsenpsychologie wenn Dich das interessiert.

Das Thema Lifestyle-Produkte (Apple) finde ich hingegen nicht so unspannend. Ich würde das Thema aber dringend ein wenig ausweiten und mich nicht nur auf Apple oder itunes/iphone beschränken, denn auch bei Apple kann Dich die Realität rascher als man denkt, einholen.

Ich würde allgemein über den neuen Trend zu Lifestyle-Produkten schreiben (Apple kann dabei ein Teilaspekt sein), über die Bereitschaft, eine Zusatzprämie für die Marke zu zahlen, über die neuen Käuferschichten aus dem asiatischen Bereich bei Lifestyle/Luxusgütern. Als krassen Gegensatz dazu kannst Du auch noch über die Billiglinien von Migros und Coop (M-Budget), die sich sehr grosser Beliebtheit erfreuenden M-Budget-Parties (das sind auch Lifestyle-Parties!) schreiben als starken Kontrast.

Es gibt auf der einen Seite also einen Trend zu Lifestyle-Produkten, die sehr teuer sind und wo die Konsumenten gerne einen Mehrpreis zahlen um "dazuzugehören", auf der anderen Seite einen ebensolchen Trend zu no-name-brands wie M-Budget, Price Garanti, Aldi, Billigairlines etc.

Fände das noch eine spannende Arbeit. Sicherlich müsstest Du am Thema noch ein wenig rumschrauben, um vermehrt betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte etc. reinzubringen aber soviel wie das Börsenthema oben hat es allemal mit Wirtschaft zu tun.

Es gibt übrigens auch einen alljährlich veröffentlichten Index der stärksten "Brands" weltweit. Wenn ich mich richtig erinnere, sind dort UBS (trotz Subprime-Krise) und Nespresso in den vorderen Rängen dabei.

Dies mal so als Input meinerseits.