Ethische Bedenken bei Aktien

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03.03.2014 10:18
#1
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Ethische Bedenken bei Aktien

Hallo

 

wenn ich Dividende kassiere, ist das ja (ausser bei Sonderdividende) Teil des Unternehmensgewinns, der wiederum von den Sklaven äh Mitarbeitern erarbeitet wurde.

Jetzt hat mich ein Freund darauf hingewiesen, dass sei ja unethisch: Ich nehme den Arbeitern Geld weg. Weil statt Dividende zu zahlen, könnte man einfach die Löhne erhöhen, damit die Gewinne sinken. Dem Geschäft gings ja nicht wirklich schlechter und die Mitarbeiter wären zufriedener.

Weil ich erschrack vor 10 Jahren auch, als ich erfuhr, dass Gewinne an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Weil es wird dem Unternehmen seine Energie entzogen.

(Wieso nutzt zB Apple seine 159'000'000'000 Dollar nicht zur Lohnerhöhung bzw. zur Verschiebung der Produktion von China in die USA?)

 

 

Eure SVP Bremgarten

 

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05.03.2014 10:27
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Pesche hat am 05.03.2014 - 10:12 folgendes geschrieben:

 

Also Tim Cook ist nicht Pestalozzi, sondern ein knallharter Rechner, wo keine Probleme hat in Billiglohnländer die Arbeiter auszubeuten.

 


 

ja weil bisher war es einfach so, dass jeder sich alle paar monate ein neues handy kaufen wollte (will), da kann man als europäer nicht jedes mal chf 10'000 ausgeben.

vielleicht schrumpft die wachstumsrate wenn man in asien fabriken schliesst. http://www.focus.de/digital/handy/das-baukasten-handy-google-projekt-ara...

wenn man den alternative-energien-aktien einen mindestkurs vorgibt, zeigen sich die fossile-magnaten vielleicht böse, anstatt eine enorme sparte innerhalb des eigenen betriebs zu pflanzen oder zumindest finanziell mit zu haften.

05.03.2014 10:12
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Elias hat am 05.03.2014 - 07:45 folgendes geschrieben:



Tim Cook hat genug von Investoren, die ausschliesslich auf den Gewinn achten. Bei der Aktionärsversammlung liess er seiner Wut freien Lauf.


http://www.20min.ch/finance/news/story/Apple-Chef-rechnet-mit-geldgierig...


 


 Na Ja; Tim Cook hat das als Show gebracht. Tatsache ist das, dass Apple die Geräte bindentauglich machen muss, wenn Apple nicht eines Tages vor dem Richter stehen will, mit der Anklage dass Apple Blindenfeindlich ist.


Apple muss dann beweisen können dass alles unternommen wurde die Geräte blindentauglich zu machen. Sonst könnte Apple zu Milliarden $ verknurrt werden.


Also Tim Cook ist nicht Pestalozzi, sondern ein knallharter Rechner, wo keine Probleme hat in Billiglohnländer die Arbeiter auszubeuten.


 


 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

05.03.2014 07:45
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Apple-Chef rechnet mit geldgierigem Aktionär ab

Tim Cook hat genug von Investoren, die ausschliesslich auf den Gewinn achten. Bei der Aktionärsversammlung liess er seiner Wut freien Lauf.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Apple-Chef-rechnet-mit-geldgierig...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.03.2014 20:58
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Pesche hat am 04.03.2014 - 20:30 folgendes geschrieben

 


Der Kapitalismus ist nicht immer schlecht


 


 

Was den Kapitalismus betrifft; In der heutigen Form ähnelt er Monopoly am Schluss besitzen einige wenige alles und der Rest nichts. Die Massen werden wohl oder übel nach Sozialismus schreien. Ich pers. will nicht in einem Sozialistischen System leben. Leider sind die lieben Hardcorekapitalisten vor lauter Gier nach Geld so verblendet, dass sie die kommenden Veränderungen nicht wahrhaben wollen.

04.03.2014 20:30
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Mehr Lohn ergibt höhere Preise.


Ergibt weniger Umsatz und Gewinn


Die Firma lagert in Billiglohnländer aus


Hier werden die Arbeiter entlassen


Die können nichts mehr kaufen


Andere Firmen verdienen weniger


Weitere Firmen produzieren in Billiglohnländer


Die 4000 Fr min. werden Tatsache


Jeder Idiot bekommt 4000 Fr


Weitere Firmen ziehen aus


Weitere Sozialfälle gibt es wo die Gemeinde bezahlen muss


Steuererhöhung


Die Reichen ziehen aus


Der Staat ist Bankrott


Wir wandern aus die die Billiglohnländer und sind glücklich wenn wir für 10 Std Arbeit 10€ verdienen.


 


Der Kapitalismus ist nicht immer schlecht


 


 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

04.03.2014 19:40
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Gerard hat am 04.03.2014 - 17:56 folgendes geschrieben:

Pesche hat am 04.03.2014 - 13:05 folgendes geschrieben:

 

Es ist mir schnurz wenn jemand Ethische Bedenken wegen den Dividenden hat.

 

Ich musste mein Geld auch verdienen und ich habe dieses Geld in Firmen gesteckt und Aktien gekauft. Ich habe das Risiko dass die Firma hops geht und des Geld verloren ist. Aber wenn die Firma (Mitarbeiter) gut arbeiten krieg ich Dividende.

 

Es bringt nichts wenn man den Mitarbeitern immer wie mehr bezahlt, schussendlich würden die auf der faulen Haut liegen.

 

Aber Mitarbeitern welche Millionen bringen soll man ruhig Boni ist Millionenhöhe bezahlen. Wichtig ist nur dass ich meinen Teil abkriege denn dafür habe ich schwer gearbeitet.

 

 

 

 

Sehr richtig Pesche, ich habe unter Null angefangen und gekrampft. Wer es nicht von den Eltern hat soll es auch so erwerben.

Danke für eure Beiträge.

Aber wenn zB eine Firma Gewinne macht:

Firma XYZ

1 Milliarden ausstehende Aktien

Reingewinn 2013: 1 Milliarde CHF.
Umsatz 2013:  12 Mrd.
Lohnsumme: 5 Mrd.
Bilanzsumme 31.12.2013: 20 Mrd.
Eigenkapital: 5 Mrd.

Aktienkurs heute: 20 CHF.
Dividende: 0,50 CHF (50% des Gewinns)
KBV: 4 (5 CHF pro Aktie)
KGV: 20 (1 CHF pro Aktie)

Was spricht dagegen, dass die Firma, anstatt 0,50 CHF (total 500 Mio. CHF) Dividende auszuschütten, statt dessen sagt:

"Wir behalten den Gewinn in der Firma, und dafür

  • werden alle Löhne um 20% erhöht ab 1.4.2014 (Kosten 1 Mrd. CHF)";
  • unsere Produktpreise sinken um 8,33% (=1 Mrd. weniger Umsatz, 1 Mrd. weniger Reingewinn)";
  • erhöhen wir langfristig alle Löhne der Mitarbeiter um jährlich 5%."

(Eines davon könnte die Firma auswählen).

1. Wieso wird keine dieser Möglichkeiten gewählt?

2. Was bringt es der Firma, die Aktionäre mit einer Dividende zu beglücken?

3. Was bringt es dieser Firma, jährlich mehr Gewinne zu Handen der Aktionäre zu machen?
(Wer gut verdient oder gar ein Monopol hat, mag ja die Preise erhöhen, könnte dies aber für Lohnerhöhungen nutzen).

 

Jesus

 

04.03.2014 17:56
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Pesche hat am 04.03.2014 - 13:05 folgendes geschrieben:

 

Es ist mir schnurz wenn jemand Ethische Bedenken wegen den Dividenden hat.


Ich musste mein Geld auch verdienen und ich habe dieses Geld in Firmen gesteckt und Aktien gekauft. Ich habe das Risiko dass die Firma hops geht und des Geld verloren ist. Aber wenn die Firma (Mitarbeiter) gut arbeiten krieg ich Dividende.


Es bringt nichts wenn man den Mitarbeitern immer wie mehr bezahlt, schussendlich würden die auf der faulen Haut liegen.


Aber Mitarbeitern welche Millionen bringen soll man ruhig Boni ist Millionenhöhe bezahlen. Wichtig ist nur dass ich meinen Teil abkriege denn dafür habe ich schwer gearbeitet.


 


 

Sehr richtig Pesche, ich habe unter Null angefangen und gekrampft. Wer es nicht von den Eltern hat soll es auch so erwerben.

04.03.2014 13:05
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Es ist mir schnurz wenn jemand Ethische Bedenken wegen den Dividenden hat.


Ich musste mein Geld auch verdienen und ich habe dieses Geld in Firmen gesteckt und Aktien gekauft. Ich habe das Risiko dass die Firma hops geht und des Geld verloren ist. Aber wenn die Firma (Mitarbeiter) gut arbeiten krieg ich Dividende.


Es bringt nichts wenn man den Mitarbeitern immer wie mehr bezahlt, schussendlich würden die auf der faulen Haut liegen.


Aber Mitarbeitern welche Millionen bringen soll man ruhig Boni ist Millionenhöhe bezahlen. Wichtig ist nur dass ich meinen Teil abkriege denn dafür habe ich schwer gearbeitet.


 


 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

03.03.2014 19:14
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SVP Bremgarten hat am 03.03.2014 - 10:18 folgendes geschrieben:


wenn ich Dividende kassiere, ist das ja (ausser bei Sonderdividende) Teil des Unternehmensgewinns, der wiederum von den Sklaven äh Mitarbeitern erarbeitet wurde.

Jetzt hat mich ein Freund darauf hingewiesen, dass sei ja unethisch:

 

Man kann es viel einfacher formulieren: Eine Firma generiert einen Überschuss an Ressourcen, den es zu verteilen gilt. Zwischen jenen, die diesen Überschuss durch Fleiss generiert haben und jenen, die durch Kapital dazu beigetragen haben.

Für Staaten gilt exakt dasselbe.

In den USA wurden in den letzten Jahren die Gewinne ausschliesslich zu Gunsten der Kapitalgeber verwendet. Die Reallöhne stehen auf den Niveau von 1978.

Diese Entwicklung ist gefährlich. Nicht nur für die Wirtschaft und den sozialen Frieden sondern auch für die Gewinnentwicklung der Unternehmen. Denn schlussendlich sind es die breiten Massen der Arbeiter und Angestellten, die durch ihren Konsum den Umsatz und Gewinn überhaupt erst ermöglichen.

Ergo muss man diese Massen mit Einkommen versorgen, damit sie auch brav konsumieren!

Überspitzt formuliert: Eine Gesellschaft mit wenigen Superreichen und einem Heer von Sklaven kann nicht funktionieren. Zumindest dann nicht, wenn die Gewinne der Reichen vom Konsum der Sklaven abhängig sind.

Da beisst sich die Katze so fest in den Schwanz, dass es weh tut Wink

 

03.03.2014 17:15
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Elias hat am 03.03.2014 - 14:29 folgendes geschrieben:


 

Schon mehrfach gepostet: die 10 Lederstücke http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA

 

 

 

 http://www.cash.ch/comment/514097#comment-514097

 

weico

03.03.2014 14:29
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Jeder Art von Zins oder Dividende ist eigentlich unethisch. Auch das Spekulieren an der Börse.

Mein Gewinn geht immer auf Kosten eines anderen. Wir versuchen uns gegenseitig zu beklauen.

Das Zinssystem basiert darauf, dass es Verlierer geben MUSS.

 

Schon mehrfach gepostet: die 10 Lederstücke http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA

 

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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