Fundamental oder Charttechnik?

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31.12.2007 18:03
#1
Bild des Benutzers rascalinho
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Fundamental oder Charttechnik?

Hallo zusammen,

ich wollte hier einmal ganz allgemein fragen, ob Ihr in Euren Anlageentscheiden eher fundamental oder charttechnisch vorgeht? Wenn beides, zu welchem Lager zählt Ihr Euch tendenziell eher?

Rein vom Gefühl her denke ich, dass hier die meisten mit der Charttechnik und dem Marktsentiment relativ kurzfristig traden. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen. Und natürlich gibt es auch Mischformen zwischen diesen beiden Polen.

Ich selber bin ganz klar fundamental orientiert und halte von Charttechnik nicht viel (diese funktioniert meines Erachtens nur wenn viele Marktteilnehmer daran glauben und demnach "richtig" reagieren gem. Erkenntnissen der Charttechnik). Dies hauptsächlich, da mein Anlagehorizont sehr lange ist und ich eh nicht kurzfristig traden will. In diesem Sinne versuche ich eher Titel mit tiefer Bewertung zu kaufen, von denen ich überzeugt bin, dass sie für die Zukunft noch Potenzial haben. Rückschläge bei ansonsten soliden Titeln sehe ich als gute Einstiegschance unabhängig davon, was der Chart sagt.

Also:

Fundamental: 1

Charttechnik: 0

Wie seht Ihr das?

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03.01.2008 08:39
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sunny
Fundamental oder Charttechnik?

Fundamentals (@psytrance wer auf fundamentals achtet ist nicht gleich ein value-investor - value-strategie ist nur eine mögliche strategie)

Charttechniken benütze ich nicht.

03.01.2008 08:15
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Fundamental oder Charttechnik?

Vontobel wrote:

@Elias

Kannst du mal deine Strategie zu deinen Stillhaltergeschäften bekannt geben?

Welche Laufzeiten wählst du jeweils? Wie bestimmst du den Strike? Auf welche Titel beschränktst du dich...?

Laufzeiten:

Neugeschäfte 1 Monat

Rollover (close & open) auf 3 - 6 Monate, andernfalls übernehme ich die Titel.

Ich überlege mir, ob ich die Strategie ändern soll. Im letzten Jahr wurde zu oft ausgeübt und ich musste oft rollen. Ausgerechnet die Titel, die ich rollte (z.B. UBS, Clariant) machten in den 3 Monaten noch einen Taucher. Das war wirklich heftig.

Beim Strike bleiben mir bei der kurzen Laufzeit keine grossen Möglichkeiten.

Tageskurs + Chart + Fundamentals x Pi Wink

In den letzten Monaten bin ich selten weit weg vom Tageskurs.

Das Börsenumfeld ist mir zu unsicher.

Aktuell sind es folgende Titel

100 Put Ciba 52 Januar

20 Put Zurich 360 März (rollover)

10 Put Novartis 64 Januar

5 Call Roche 200 Januar

20 Put Credit Suisse 70 Januar

10 Put Adecco 72 März (rollover)

20 Put Clariant 14 März (rollover)

75 Put Swiss Re 110 März (rollover)

17 Put UBS 64 März (rollover)

23 Call UBS 52 Januar

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.01.2008 09:41
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Fundamental oder Charttechnik?

Elias wrote:

Ich mache überwiegend Short-Geschäfte mit 1 bis 3 Monate Laufzeit.

Bin Stillhalter und harre der Dinge, die da kommen.

Da sind Charts nur bedingt hilfreich.

Für die Bestimmung des Strikes zum Beispiel, oder ob ein Titel gerollt oder übernommen werden soll.

@Elias

Kannst du mal deine Strategie zu deinen Stillhaltergeschäften bekannt geben?

Welche Laufzeiten wählst du jeweils? Wie bestimmst du den Strike? Auf welche Titel beschränktst du dich...?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

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www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

02.01.2008 09:23
Bild des Benutzers Elias
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Fundamental oder Charttechnik?

Ich mache überwiegend Short-Geschäfte mit 1 bis 3 Monate Laufzeit.

Bin Stillhalter und harre der Dinge, die da kommen.

Da sind Charts nur bedingt hilfreich.

Für die Bestimmung des Strikes zum Beispiel, oder ob ein Titel gerollt oder übernommen werden soll.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.12.2007 20:03
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Fundamental oder Charttechnik?

Reiner Charti

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

31.12.2007 19:39
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Re: Fundamental oder Charttechnik?

rascalinho wrote:

Ich selber bin ganz klar fundamental orientiert und halte von Charttechnik nicht viel (diese funktioniert meines Erachtens nur wenn viele Marktteilnehmer daran glauben und demnach "richtig" reagieren gem. Erkenntnissen der Charttechnik). Dies hauptsächlich, da mein Anlagehorizont sehr lange ist und ich eh nicht kurzfristig traden will. In diesem Sinne versuche ich eher Titel mit tiefer Bewertung zu kaufen, von denen ich überzeugt bin, dass sie für die Zukunft noch Potenzial haben. Rückschläge bei ansonsten soliden Titeln sehe ich als gute Einstiegschance unabhängig davon, was der Chart sagt.

Also bist du eher der Value Invester wie Warren Buffett? Wenn man langfristig orientiert ist, ist das sicher eine gute Sache - wenn die entsprechende Firma nicht Pleite geht. Schau mal AMD an, der Kurs ist sehr stark eingebrochen, die Frage ist mittlerweile ob die Firma Konkurs machen kann, oder ob dieser Titel in ein paar Jahren wieder das 2-5 Fache wert ist. Wäre dies ein Value Titel für dein Depot?

Charttechnik funktioniert nicht erst seitdem es bekannter geworden ist, wobei ich würde sagen dieser Selffullfilling Effekt verstärkt dies nur noch. Es geht aber darum, das die Anlageentscheidungen der Menschen meist in Trends verlaufen, und die sind nicht völlig zufällig (Random Walk Theorie ist imho völliger Blödsinn). Aber wenn ich so den Minutenhandel (v.a. Dow Jones über quote.com) anschaue und es kommt während des Tages (Intraday) zu einer Formation dann sehe ich immer wieder bei heiklen Situation wie die Kurse chartmässig gepusht werden - ich denke grössere Adressen handeln nur noch nach Charttechnischen Aspekten, bzw. nachdem was ihre Experten ihnen sagen, allerdings nur im ganz kurzfristigen Zeitfenster.

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.