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15.09.2010 16:50
#1
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Der Gewinn ist der Verlust der Gegenpartei und umgekehrt.

Es soll schlaue Leute geben, die über längen Zeitraum, mit vielen (Intraday-)Trades, konstant Gewinne machen.

Logischerweise muss es auch solche geben die konstant Verluste machen. Oder immer wieder neue Newbies die ein paar Trades machen, verlieren/abgezockt werden und mehr traden.

Aber theoretisch, was wäre wenn jemand ohne Können (ein Newbie/konstanter Verlierer) seine Trades einfach umkehrt, also Short wo er eigentlich Long gehen wollte und umgekehrt?

Dann sollte er doch falls er mit der umgekehrten Strategie verloren hätte hier gewinnen!

Erklärung für das Paradox? (ich hab meine eine, später)

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09.11.2010 20:29
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Meine Überlegung wie von dir schon gepostet war, dass Futures zu grossem Teil nicht direkt zum Profit machen getraded werden (Absicherung, andere Strategien wie Arbitrage zw. Märkten...)

09.11.2010 19:44
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felix.w wrote:

Und es ist keine Kunst ein Chart zu kommentieren wie Einstutz wegen zu wenig Demand blabla wenn man die Fortsetzung kennt.

In einem Artikel geht das meist nicht Realtime...

Es ist auch keine Kunst das Realtime zu machen. Die Blabla Sachen - zusammen mit S/R - sind ja etwa das, was der Trader den ganzen Tag beaugapfelt.

Übrigens hast du im Eingangsposting davon gesprochen deine Erklärung später auch zu bringen. Ist schon später?

09.11.2010 17:51
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Ein Newbie Trade erkennt man nicht am Volumen wie beschrieben meiner Meinung nach. Und es ist keine Kunst ein Chart zu kommentieren wie Einstutz wegen zu wenig Demand blabla wenn man die Fortsetzung kennt.

09.11.2010 15:02
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Eifache Beschreibung wie man die Unterstützung durch den Newbe nutzt...

http://www.mrswing.com/articles/Find_The_Novice_Trader.html

26.09.2010 18:58
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Vom Verhalten der Gegenpartei zu profitieren ist ein wesentlicher Erfolgsbestandteil im Trading. Allerdings ist es nicht ganz so einfach, dass man bloss das Gegenteil eines Mitstreiters machen kann… (Zudem sitzt man nicht einem einzelnen Trader gegenüber, sondern der ganzen Traderpopulation, gegen die man lieber nicht schwimmen sollte…)

Als Orientierung und Hilfe bei der Planung des Trades zieht man in der Regel die Kategorien Institutionelle und Retailer/Amateur herbei. Meist noch mit Unterteilung in konservativ/aggressiv. Da diese Trader nach Mustern handeln, sind ihre Aktionen - oder die Aktionen die sie nicht machen werden - auch teilweise vorhersehbar, was der wesentliche Punkt ist. Man weiss etwa wer long/short ist (oder nicht ist), wo die entsprechenden Stopps und Targets liegen, welche im geplanten Trade ihre Auswirkungen haben werden. Somit profitiert man davon sich in das Marktgeschehen der grossen Masse einzugliedern.

Der Newbe ist ein RandomWalker. Da bringt es wenig sich an ihn zu halten, da man – wenn man ihn aus der Masse isolieren würde - fast keine Muster lesen kann, um daraus Profit zu generieren. Ausser dass er immer etwas spät ist etc. Genauso gut kann man selber den Zufall bemühen. Und wenn seine Richtung nicht deckungsgleich mit der Masse – oder in diesem Falle das Gegenteil davon – ist, dann kommt man bei den Grossen unter die Räder.

Natürlich profitiert man gelegentlich vom Newbe, wenn er auf dem Gipfel in die Höhe springt und den restlichen Tradern einen noch etwas besseren Einstieg zur Abfahrt ermöglicht. Aber das ist Beigemüse.

22.09.2010 21:30
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Master_Sepp wrote:

Eine Lösung für das Ganze wäre, wenn man selbst einen Newbie beobachtet, der regelmässig verliert und dann genau das Gegenteil von ihm tradet.

Wenn man ins Casino geht und im Roulette immer das Gegenteil von einem Newbie macht, gewinnt man dann?

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

22.09.2010 20:15
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Gründe wieso unser Trader auf der Verliererstrasse bleibt, gibt es viele. Er wird abwarten bis seine sieben Indikatoren grünes Licht geben, noch etwas zögern... Oder einem Trade hinterherrennen... Und weil er zu spät war, wird er gleich den reverse Knopf drücken und wieder falsch liegen, weil es nur ein Pullback war... etc. etc. Wenn er genau das Gegenteil macht, dann läuft er auch in einen Verlust hinein, weil er dann nur in einem Pullback sitzt, der dreht, bevor er Gewinne realisiert. Kann sich ja Jeder selber ein Szenario anhand des Charts durchspielen.

Aber der eigentliche Grund liegt darin, dass er keinen Plan und auch nicht die Disziplin hat, diesen durchzuziehen.

Ich lese hier praktisch in jedem Posting, dass man nicht so ganz gegen seine Überzeugung traden könne...

Wenn ihr einen Plan und die nötige Disziplin hättet, dann wäre das kein Problem...

Wenn man ein Reversal tradet, oder einen double Bottom, oder einen Pullback in einem Trend, dann sieht das im entscheidenden Moment meist nicht einladend und gegen die Natur des kleinsten Widerstandes aus. Aber man muss trotzdem abdrücken. (obige Beispiele im angehängten heutigen ES-Chart)

Nachfolgend ein Text (den ich geklaut und etwas überarbeitet habe), der als Intro für all meine Tradingpläne dient und sich mit dieser Problematik befasst:

Rule 1-Only execute trades according to your rules. Yeah you hear this ALL the time. Then why don’t you do this? You cannot and should not enter or exit the market without a specific rule.

Rule 2-It is not a rule unless you have written it down in a list with the heading “Trading Rules”. You must read and memorize these rules as if they were your mantra. These are your keys to profitability.

Rule 3-If you do not have a rule for what you see in the markets at any particular moment then do not enter a trade. Do not exit a trade. Do not move to break even.

Stop. Watch. Learn. Make a rule for next time. Execute your trades according to your rules. If you do not then you cannot be consistent and profitable over the long term.

McDonalds makes hamburgers EXACTLY the same in EACH restaurant and they do this for a reason. They also have rules for making hamburgers and these rules are followed exactly every time. This is a key example of how important simple rules are when performing any job. If you need rules to be consistent making a hamburger what do you think you need to do to be consistent at trading?

Rule 4-Grade yourself each day. Keep track of the Days Trades. You should track MARKET TRADES and YOUR TRADES. Market Trades is what the market would have given you if you were emotionless and executed your rules at 100% perfection.

YOUR TRADES are the trades you executed for the day, including wrong entries and mis-managed trades.

If you are trading at less than 75 to 80% of the MARKET TRADES then you are NOT FOLLOWING YOUR RULES or you DO NOT HAVE YOUR RULES PROPERLY DEFINED.

The key to being profitable is making rules and following them. I guarantee every profitable trader has properly defined rules and follows them with passion. Traders who “wing it” or have sloppy execution do not stay traders, but become janitors!

If you think you can approach this occupation with anything less than IRON DISCIPLINE then you are sadly mistaken. If you cannot execute discipline over yourself and properly create your rules and write them down then how can you execute a trade and properly exit or let it ride without running amuck of your emotions.

Stop kidding around and MAKE A PLAN and TRADE YOUR PLAN. These are not just words; they are a MANTRA to live by. If you cannot do this then you have no business attempting to trade.

It is one of the most mentally demanding professions in the world. This is not a video game.

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22.09.2010 17:21
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Moin ihr Nasen Wink

So, ich versuch hier mal zu erklären, wieso das nicht aufgeht, bin aber sehr auf beat's Ausführung gespannt.

Also, folgendes: man kann gar nicht komplett gegen sich traden. Denn die Entscheidung, die man fällt beim Eröffnen einer Position (long/short) ist nur dann 100% die eigene, wenn man sie dann auch eingeht. Wenn man schon im Vornherein weiss, dass man genau das Gegenteil traden wird, kann die Entscheidung selbst ebenfalls gegenteilig werden, wodurch schlussendlich genau die gleiche Position eingegangen worden wäre, wie wenn man normal getradet hätte.

Eine Lösung für das Ganze wäre, wenn man selbst einen Newbie beobachtet, der regelmässig verliert und dann genau das Gegenteil von ihm tradet. Dadurch kann der Newbie seine eigenen (tatsächlichen) Entscheidungen treffen und wir können das Gegenteil davon traden Smile

Hier schwirrte auch einmal ein Beispiel herum, dass zeigte, dass UBS-Analysten lediglich zu 20% richtige Prognosen stellen. Dadurch hätte man theoretisch ein System, mit dem man in 80% der Fälle richtig liegt 8)

So, hoffe das Ganze ist nicht allzu schwer erklärt worden, habe gerade nicht allzu viel Zeit Wink

Gruss

Sepp

15.09.2010 20:21
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Re: Futures

felix.w wrote:

Logischerweise muss es auch solche geben die konstant Verluste machen. Oder immer wieder neue Newbies die ein paar Trades machen, verlieren/abgezockt werden und mehr traden.

Das stimmt natürlich. Vergiss aber nicht, dass ein wesentlicher Teil der Furures zu Absicherungszwecken benutzt werden. Wenn die dann im Verlust landen, ist das ja bloss die Versicherungsprämie und nicht ein eigentlicher Verlust.

felix.w wrote:

Dann sollte er doch falls er mit der umgekehrten Strategie verloren hätte hier gewinnen!

Der Verlierer wird auch verlieren wenn er den Trade umkehrt. Wieso erklär ich vielleicht mal bei Zeit und falls Bedarf. Aber eigentlich ist das ja aus diversen Gründen klar.

Ein Neuling sollte zuerst mal die Hausaufgaben machen und sich dann auf die Setups mit ca. 80% wahrscheinlichkeit beschränken.

(Wie z.B. gestern im ES-Futures die beiden 123 Setups. Zur Ausgewogenheit sogar mal long und mal short)

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15.09.2010 18:58
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omega
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Wenn man nur veliert, sollte man sich Zeit nehmen die Indikatoren zu interpretieren lernen.

Es gibt viel an der Börse zu lernen und trotzdem läuft es vielfach gegen einem. Aber nur etwas anderes zu tun als man überzeugt ist, zeugt nicht grad von viel Selbstüberzeugung.

Da sollte man das Böresele gleich sein lassen.

15.09.2010 18:43
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Gegen seine eigene Überzeugung zu handeln ist meiner Meinung nach nicht zu 100% machbar. Im entscheidenden Moment reagiert man zaghaft, Deshalb würde diese Strategie in der Realität wohl auch nicht funktionieren.

Zudem verlieren viele ihr Geld in Gebühren, in Wechselkursen, mit dem Zeitwertverlust oder durch schlecht gesetzte KO's oder SL's. Da nützt dann auch die entgegengesetzte Richtung nichts.

15.09.2010 17:15
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Die Idee gefällt mir. Jemand, der ständig verliert, sollte den Spiess umdrehen und auf das Gegenteil spekulieren. Ich finde jedoch sowieso, dass es einfacher ist, zu shorten. Ein Wachstum an Interesse einer Wertschrift ist schwerer zu erlangen, als eine Abnahme an Interesse.

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU