Gedanken zum Jahreswchsel & Ausblick 2010

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24.12.2009 11:47
#1
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Gedanken zum Jahreswchsel & Ausblick 2010

Sehr geehrter Investoren, sehr geehrte Leser

Das Jahr 2009 neigt sich zu Ende, man lässt das Jahr und die getroffenen Entscheidungen Revue passieren, versucht Lehren und Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen und macht sich Gedanken über die Eigenarten der Finanzbranche.

Eine auffallend negative Eigenart sind die immer kürzeren Abstände, mit denen Erfolg oder Misserfolg von Anlageentscheidungen bestimmt werden. Vor einigen Jahren war das Ziel, über einen ganzen Wirtschaftszyklus, besser als der Markt abzuschneiden. Vermögensplanung wurde langfristig und zielgerichtet vorgenommen. Dank moderner Technik sind Informationen immer besser verfügbar und es besteht die Möglichkeit, fast rund um die Uhr, zu vergleichsweise günstigen Konditionen zu handeln. Dies und der Wunsch der Banken möglichst hohe, provisionerzielende Umschlagszahlen zu erreichen haben dazu geführt, dass der Anlagehorizont in den letzten Jahren deutlich geschrumpft ist. Die Folgen der Finanzkriese hat die Volatilität noch zusätzlich erhöht, so dass ein aktives und kurzfristiges Traden für ein erfolgreiches Investieren fast unumgänglich geworden ist.

Verständlicherweise wollen Anleger immer das beste Produkt und damit auch die höchste Rendite haben. Bei der Auswahl der Produkte verlassen Sie sich jedoch zu oft auf die Empfehlungen ihrer Hausbank oder orientieren sich an den Produkten, die in der letzten Periode am besten abgeschnitten haben. Durch die Orientierung an eine Vergangenheitsperformance laufen Sie jedoch tendenziell den Marktbewegungen hinterher und steigen in Märkte via Fonds ein, wenn diese schon die beste Entwicklung hinter sich haben.

Die Fondgesellschaften sind hochgradig bemüht, die Performance über der entsprechenden Benchmark zu halten. Die logische Folge ist, dass Fondmanagern, die sich an den Benchmark halten, fast jeglicher Spielraum zur Umsetzung einer langfristigen Strategie fehlt. Es werden überwiegend nur noch Standardstrategien verfolgt. Ein Anleger ist dazu verdammt, auch die Abwärtsbewegung der Märkte mit zu machen. Die Kosten für Transaktionen, Management Gebühren und andere Auf- und Abschläge führen zu unatraktiven Renditen und machen deshalb Fonds zur einer aussterbenden Rasse.

Der moderne Anleger deckt langfristige Engagements mittels ETF’s ab. Kurzfristige Zyklen der Märkte werden oft mittels Futures oder Minifutures (auch als CFD bekannt) abgedeckt. Wir bevorzugen jedoch Optionen, da diese ein kalkulierbares Risiko haben und nicht wie CFD’s oder Futures unberechenbare Verluste verursachen können!

Ein Erfolgreiches Anlegen muss frei von Benchmarkdenken sein und orientiert sich an Chancen und kurzfristigen Entwicklungen. Deckt langfristige Marktorientierungen durch ETF’s ab, verkauft und kauft diese jedoch öfters, um die Abwärtsbewegungen in Grenzen zu halten.

Aus diesen Gründen stehen für 2010 deshalb folgende Entwicklungen im Vordergrund, da Sie die Chancen beeinflussen werden.

Liquidität und Zinsentscheide

Nachdem die FED Anfang November im Rahmen ihrer Zinsentscheidung nochmals versichert hat, dass sie noch für längere Zeit dem Markt eine hohe Liquidität zur Verfügung stellt. Ähnlich äusserte sich auch die EZB. Die Zentralbanken liessen auch verlauten, dass sie den Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik behutsam vorbereiten. Eine weiterhin gute Versorgung scheint somit für die nächsten Monate gewährleistet. Danach muss mit leicht steigenden Zinsen gerechnet werden. Von dem Zeitpunkt und der Geschwindigkeit der Liquiditätszurückführung wird abhängen, wie stark Aktien und Anleihen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Arbeitsmarkt

Der US-Arbeitsmarkt lässt zwar eine leichte Stabilisierung erkennen, von einer echten Erholung ist jedoch noch lang keine Rede. Dasselbe gilt für Europa. Ein grosses Problem in den USA ist, dass die Zahl der Arbeitslosen die länger als 6 Monate arbeitslos sind, mit 40% den höchsten Stand seit dem 2. Weltkrieg erreicht haben. Ohne eine Entspannung an dieser Front ist eine Zinserhöhung der FED schwer möglich.

Konsumverhalten

Der amerikanische Verbraucher hat in den letzten Jahren durch sein ungezügeltes Konsumverhalten für ein anhaltend hohes Wachstum gesorgt. Die Geldmaschine Immobilienboom und Hypothekenaufnahme, welche die dazu nötigen Mittel bereitstellte, gibt es nicht mehr.

Dieser Umstand wird zu einem ernsthaften Belastungsfaktor für die US Wirtschaft.

Stabilisierung des US-Immobilienmarktes

Gegenwärtig zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Die Preise haben aufgehört zu fallen. Stützend wirkte sich auch die Steuergutschrift von $ 8‘000 für erstmalige Hauskäufer. (Ähnlich der Abfrackprämie bei Autos). Wer bislang noch keine Immobilie besass, profitiert dank niedriger Preise und Zinsen und einer nicht unbeachtlicher Steuergutschrift keinen besseren Zeitpunkt zum kaufen.

Preisentwicklung / Inflation

Geringe Kapazitätsauslastungen und hohe Arbeitslosigkeit dürften noch einige Zeit dämpfend wirken. Auch die Nachfrage nach Öl wird in den nächsten zwei Quartalen kaum gross ansteigen, so sollte auch von dieser Seite eher wenig Gefahr für eine Basisinflation auftreten.

Ausblick 2010

Als Anleger sollte man nicht den Fehler begehen, eine Erhohlungstendenz mit einem nachhaltigen Aufschwung zu verwechseln. Überall auf der Welt wurde die Wirtschaft mit zum Teil erheblichen Mitteln gestützt, dafür wurden riesige Haushaltsdefizite in Kauf genommen und die Staatsverschuldungen sind gigantisch geworden. Defizite sind nur kurzfristig möglich und eine Lösung für die Schuldentilgung ist noch in weiter Ferne.

Auch wenn sich die US-Wirtschaft und der Häusermarkt stabilisiert haben, haben die Vermögensschäden beim einzelnen Bürgern gravierende und andauernde Folgen für den Konsum.

Es ist zu befürchten, dass restriktive Kreditvergabe infolge tiefer Immobilienpreisen und das angespannte Arbeitsumfeld, gewollt oder ungewollt zu Genügsamkeit und Sparsamkeit führt. Damit würde ein wichtiger Motor für einen nachhaltigen Aufschwung stottern. Die Schwellenländer füllen diese Lücke zum Teil, trotz allem ist die US-Wirtschaft noch immer der Leitwolf.

Sollte die überbordende Liquidität durch die Zentralbanken zu rasch zurückgeführt werden, werden die Märkte mit ausgeprägten Korrekturen reagieren.

Solange Anlagealternativen fehlen (aktuell niedrige Zinsen) und die enorme Liquidität für Käufe an den Aktienmärkten bereitsteht, können die Aktienkurse im ersten Quartal weiter steigen. Ob die Kurse dann noch gerechtfertigt sind oder überteuert, sei jedem selbst überlassen.

Eine Langfristige Ausrichtung auf Schwellenländer (schnelleres nachhaltiges Wachstum) mittels ETF’s scheint eine interessante Anlagealternative. Marktkorrekturen sollten jedoch beachtet werden (Gewinne sichern, Korrekturen zur Liquidität nutzen und auf tieferem Niveau wieder einsteigen)

Kurzfristiger Positionsaufbau mittels Optionen (am / im Geld mit moderater Laufzeit) um Chancen zu nutzen und das Verlustrisiko zu minimieren.

In diesem Sinne wünschen wir eine besinnliche Weihnachtszeit und freuen uns auf ein erfolgreiches 2010

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30.12.2009 17:45
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Re: Gedanken zum Jahreswchsel & Ausblick 2010

Johnny P wrote:

Was haben MiniFutures mit CFDs zu tun?

Ja, das würde mich auch interessieren Smile

Einige Merkmale der beiden Instrumente sind zwar ähnlich, aber damit hat sich schon.

28.12.2009 14:19
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Re: Gedanken zum Jahreswchsel & Ausblick 2010

US-Optionen wrote:

Kurzfristige Zyklen der Märkte werden oft mittels Futures oder Minifutures (auch als CFD bekannt) abgedeckt. Wir bevorzugen jedoch Optionen, da diese ein kalkulierbares Risiko haben und nicht wie CFD’s oder Futures unberechenbare Verluste verursachen können!

Was haben MiniFutures mit CFDs zu tun?

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

24.12.2009 13:09
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Gedanken zum Jahreswchsel & Ausblick 2010

Wir ist ein Netzwerk von unabhängigen Vermögensverwaltern Wink

betreffend optionen muss ich sagen, dass ich keine optionen schreibe. (Bewusst)

natürlich bieten Futures gewaltige chancen, keine frage, aber auch unter profis gilt der auspruch

sudden death!

Frohe Festtage, schau doch mal auf der Webseite nach, wir suchen immer gute Netzwerkpartner

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24.12.2009 12:01
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Re: Gedanken zum Jahreswchsel & Ausblick 2010

US-Optionen wrote:

Wir bevorzugen jedoch Optionen, da diese ein kalkulierbares Risiko haben und nicht wie CFD’s oder Futures unberechenbare Verluste verursachen können!

Besten Dank erstmal für dein Text.

Zwei Fragen habe ich dazu:

1. Wer ist "Wir"?

2. Du schreibst, dass Optionen ein kalkulierbares Risiko haben. Was ist mit Short Call Optionen (uncovered)?

Letztlich kannst du vieles kalkulieren (auch bei Futures) - die Frage ist nur ob deine Kalkulation auch praxistauglich ist ...

Klar haben die Produkte (Futures, CFD's, Optionen usw.) unterschiedliche Risikoprofile - sie verfügen somit über Eigenschaften, die manchmal geeignet, manchmal eher weniger geeignet sind.

Beispiel: Der SMI verliert plötzlich -10%. Wenn du mittels Calls nun auf eine Gegenbewegung spekulieren möchtest, dann bezahlst du aufgrund der hohen Vola relativ viel Prämie. Mittels Future kannst du jedoch in einem solchen Moment wohl günstiger auf steigende Kurse spekulieren.

Wichtig ist einfach, dass ein Anleger nur Geschäfte tätigt die er zu 100% versteht & gleichzeitig über ausreichend finanzielle Mittel verfügt um alfällige Verluste abfedern zu können.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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