Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel

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30.03.2014 11:21
#1
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Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel

hey jungs und mädels..

letzte nacht habe ich mich wiedermal mit meiner möglichen zukunft beschäftigt.

durch das bin ich auf das thema Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel gestossen.

da gabs 2012 ein neues bundesrundschreiben in diesem zusammenhang.

http://www.taxinfo.sv.fin.be.ch/taxinfo/display/taxinfo/Gewerbsm%E4ssige...

ich arbeite hauptberuflich 120% und finde das eine unmöglichkeit mich als gewerbsmässiger wertschriftenhändler einzuteilen.

ich kann mich gar nicht 100% dem Handel widmen..und ich lebe vom hauptberuf, was über ist, trage ich halt an die börse.

meine "investphilo." dürfte den meisten bekannt sein, ausschliesslich höchstes risiko!

höchstes risiko bedingt viele trades..... ab 100 trades im jahr is man gem bund bereits gewerbs.mäss. Händler!?!?

da komme ich aufgrund des anlagenprinzips gar nicht drum herum.

die punkte des bundes;

Ferner ist gewerbsmässiger Wertschriftenhandel immer ausgeschlossen, wenn die Kriterien gemäss Ziffer 3 des Kreisschreibens Nr. 36der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 27. Juli 2012 kumulativ erfüllt sind:

  1. Die Haltedauer der veräusserten Wertschriften beträgt mindestens 6 Monate [ habe nur leichen und schläfer über 6 monate im depot ]
  2. Das Transaktionsvolumen (entspricht der Summe aller Kaufpreise und Verkaufserlöse) pro Kalenderjahr beträgt gesamthaft nicht mehr als das Fünffache des Wertschriften- und Guthabenbestands zu Beginn der Steuerperiode [schätze das ist auch der fall ]
  3. Das Erzielen von Kapitalgewinnen aus Wertschriftengeschäften bildet keine Notwendigkeit, um fehlende oder wegfallende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen. Das ist regelmässig dann der Fall, wenn die realisierten Kapitalgewinne weniger als 50% des Reineinkommens in der Steuerperiode betragen. [ werde das jahr voraussichtlich mit der börse mehr geld verdienen als im Hauptberuf ]
  4. Die Anlagen sind nicht fremdfinanziert oder die steuerbaren Vermögenserträge aus den Wertschriften (wie z. B. Zinsen, Dividenden, usw.) sind grösser als die anteiligen Schuldzinsen. [ alles eigenes vermögen, hier erfülle die Bedingungen als nicht gwerbs.m.Händler ]
  5. Der Kauf und Verkauf von Derivaten (insbesondere Optionen) beschränkt sich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen. [ nur sehr selten optionen im Depot ]

Sind diese Kriterien nicht kumulativ erfüllt, werden die gesamten Umstände des Einzelfalls beurteilt. Bei der vertieften Beurteilung treten das Transaktionsvolumen, die Fremdfinanzierung und der Einsatz von Derivaten als Indizien zur Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit in den Vordergrund 

 

bin nun etwas planlos. denn sogesehen hätte ich arbeitspensum 220 % nach bund. das wäre ja sowieso verboten.

120% hauptberuf und gem bund gewerbs.m.Händler, somit auch 100%.

hat jmd erfahrung damit? muss man dann gewinne ausweisen? als was wird das versteuert? als vermögen? was heisst das in prozenten? wer teilt einem schlussendlich ein in gewerbe oder nicht? muss ich dann gegebnenfalls eine eigene fa gründen?

 

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31.03.2014 16:31
Bild des Benutzers Elias
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Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel

Das Thema wurde schon mehrfach druchgekaut

 

 

 

Kreisschreiben Nr. 8

 

2. Vorprüfung


Ob in einem konkreten Einzelfall eine selbständige Erwerbstätigkeit, d.h. ein gewerbsmässiger Wertschriftenhandel vorliegt, ist auf Grund sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen.


Um der Mehrheit der Steuerpflichtigen eine angemessene Rechtssicherheit zu gewährleisten, hat die Schweizerische Steuerkonferenz Kriterien ausgearbeitet, anhand derer im Rahmen einer Vorprüfung gewerbsmässiger Wertschriftenhandel ausgeschlossen werden kann. Die Steuerbehörden gehen in jedem Fall von einer privaten Vermögensverwaltung bzw. von steuerfreien privaten Kapitalgewinnen aus, wenn die nachfolgenden Kriterien kumulativ erfüllt sind.


1. Die Haltedauer der veräusserten Wertschriften beträgt mindestens ein Jahr.


2. Das Transaktionsvolumen (betragsmässige Summe aller Käufe und Verkäufe) pro Kalenderjahr beträgt gesamthaft nicht mehr als das Fünffache des Wertschriften- und Guthabenbestands zu Beginn der Steuerperiode.


3. Das Erzielen von Kapitalgewinnen aus Wertschriftengeschäften bildet keine Notwendigkeit, um fehlende oder wegfallende Einkünfte zur Lebenshaltung zu ersetzen. Das ist regelmässig dann der Fall, wenn die realisierten Kapitalgewinne weniger als 50% aller steuerbaren Einkünfte in der Steuerperiode betragen.


4. Die Anlagen bzw. deren Transaktionen sind grundsätzlich allen Anlegern zugänglich und stehen nicht in engem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit bzw. sind nicht auf spezielle Kenntnisse auf Grund einer besonderen beruflichen Stellung zurückzuführen.


5. Die Anlagen sind nicht fremdfinanziert oder die steuerbaren Vermögenserträge aus den Wertschriften (wie z.B. Zinsen, Dividenden, usw.) sind grösser als die anteiligen Schuldzinsen.

 

Link

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&ua...

 

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.03.2014 14:42
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b00n hat am 31.03.2014 - 10:59 folgendes geschrieben:

thx

mein ziel ist es nicht steuern zu hinterziehen, ich möchte eine optimale lösung.

ich möchte solange ich hauptberuflich tätig bin nicht als gewerbsmässiger wertschriftenhändler gelten..

Dazu will ich nicht geraten haben. Biggrin Ich wollte damit sagen, dass Du z.B. ein Sparkonto bei beispielsweise der Raiffeisen Bank hast. Dann überweist Du das Geld zu CMC Markets, wo Du ein Handelskonto bekommst. Die Gewinne wirst Du dann ja wieder zurück auf Dein Sparkonto überweisen. Dieses musst Du dann wohl oder übel versteuern. Wie es genauer aussieht mit Legalität und nicht gewerbsmässiger Wertschriftenhandel, kann ich Dir auch nicht sagen.

31.03.2014 10:59
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thx

mein ziel ist es nicht steuern zu hinterziehen, ich möchte eine optimale lösung.

ich möchte solange ich hauptberuflich tätig bin nicht als gewerbsmässiger wertschriftenhändler gelten..

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30.03.2014 22:04
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b00n hat am 30.03.2014 - 15:38 folgendes geschrieben:

gut gesprochen und danke für deinen comment.

cmc markets werd ich mir anschauen.

Danke.

Habe vergessen einen Link beizufügen. Hier gleich der Link mit den Kommissionsgebühren für die Trades. Der Vorteil für die CMC Markets-Plattform gegenüber anderen wie z.B. Activ Trades ist die breite Produktepalette wie Indices, Aktien, Rohstoffe und Forex und der frei festlegbare Hebel von O bis glaub ich 400, was schon heftig ist. Du hast zwar ein Bankkonto, jedoch auch ein Handelskonto. Somit sieht man auf dem Bankkonto nur die Zu- und Abflüsse. Diese musste Du dann wohl irgendwie versteuern, aber davon weiss ich nichts wie oben gesagt.

Wenn Du also mit 0% Fremdfinanzierung traden willst, kriegst Du z.B. bei Shortpositionen sogar noch den Übernachtzinssatz auf Deinem Konto gutgeschrieben. Das Konto wird allerdings in Euro gehandelt. Für Trades zahlst Du also deutlich weniger Gebühren und auch die Stempelabgabe fällt weg. Die Spreads sind auch in den Hauptmärkten sehr eng. Was natürlich auch praktisch ist, dass man ohne Probleme leerverkaufen kann, gerade bei Aktien. Für die Aktiencharts bezahlst Du meines Wissens jeden Monat 6 Euro an CMC Markets.

 

http://www.cmcmarkets.de/de/cfd-trading/handelskosten

Hier noch eine Video-Einführung

https://www.youtube.com/watch?v=wgxU8-xX4_8&list=PL2C8FC6D951A2DC87

 

Aber sei vorsichtig und machs nicht wie Hoeness! Viel Glück!

http://www.bluewin.ch/de/sport/fussball/teleclub-artikel/2014/03/hoeness...

30.03.2014 16:24
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aprecio hat am 30.03.2014 - 15:44 folgendes geschrieben:

eine eigene firma gründen unter deinen voraussetzungen lohnt sich bestimmt.

ich habe noch keine erfahrungen damit, aber stiftungen und fonds haben spesen, beteiligungen, möglichkeiten und ziele, die steuerlich eingeplant werden können...

da wurdest du von deiner behörde befördert

freue mich auf deine prospekte.

hehe, danke... aber im grunde habe ich keine ahnung von tuten und blasen, ich komme vom Bau!

ich möchte eben möglichst wenig verpflichtungen, möchte wenn ich cash brauche, einfach paar wertschriften mit gewinn verkaufen und gut ist. 

lassen wir den rest.

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30.03.2014 15:46
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stelle  fest dass bei gew.mäss.handel AHV usw fällig wären.

stiftungen als möglichkeit? aber nicht nach ch recht. in panama hätte ich private fundation gefunden... quasi priv. stiftung zum eigenzweck. welche man dann aber wiederum als ch wohnhafter, hier versteuern müsste. wäre man legal gleich weit.

verzwickte sache.

habe nächstens mit meinem treuhänder ein treffen, werde auf dem laufenden halten.

ich denke das wäre etwas, wo sich viele gedanken machen müssten. theoretisch is man huxflux, n gewerbs.mäss. Händler wenns nach bund geht.

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30.03.2014 15:44
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buffet

eine eigene firma gründen unter deinen voraussetzungen lohnt sich bestimmt.

ich habe noch keine erfahrungen damit, aber stiftungen und fonds haben spesen, beteiligungen, möglichkeiten und ziele, die steuerlich eingeplant werden können...

da wurdest du von deiner behörde befördert Smile

freue mich auf deine prospekte.

30.03.2014 15:38
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gut gesprochen und danke für deinen comment.

cmc markets werd ich mir anschauen.

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30.03.2014 13:32
Bild des Benutzers sime
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Hmmm.... Vater Staat will wie überall Pfründe vom kleinen Mann, das möglichst immer mehr... bei der UBS will man ja nichts, weil deren Gewinne könnten ja systemrelevant sein in Zukunft.. hehe.

Wenn ich so durch meine Gegend fahre, bin momentan eigentlich sehr ortsgebunden und ich mir die Bautätigkeiten so anschaue, dann frage ich mich schon, wohin das führen soll? Die kürzlich vom Bund beschlossene Eigenkapitalanhebung von 1% auf 2% und das damit einhergegangene Geraune der Banken, als würde es ihnen das Kreditgeschäft völlig auf den Kopf stellen, hat sich ja erwiesenermassen als Nebelkerze herausgestellt, denn die Fixzinsen auf 10 jährige Laufzeiten sind alleine bei der Luzerner Kantonalbank gestiegen. Auch wird das Problem nicht gelöst werden, solange der Anreiz dadurch genährt wird, dass die variablen Zinssätze höher sind als die fixen. Nur wer die Mittel hat und düster in die monetären Entwicklungen blickt, schliesst variable ab, um bei einer ausbrechenden (Hyper)inflation den Kredit über die Geldentwertung jederzeit glattstellen zu können.

So spreissen in meiner Gegend zur Zeit überall Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen aus dem Boden, viele ansässige Firmen in der Handwerkszunft haben sich die günstigen Konditionen im Hypothekarmarkt zunutze gemacht und investiert, auch mit Risiko der nicht vorhandenen Käuferschaft dieser Wohnungen. Nicht nur stört mich mehr und mehr diese 0815-Einheitsarchitektur und naja Kaninchenstall eben mit immer weniger Grünfläche und keinen Gartenanbaumöglichkeiten, sondern dass sie immer stärker das Dorfbild prägen und völlig abgelöst von der natürlichen Landschaft wie künstliche Objekte eines fernen Ortes eine vage Ahnung vermitteln, wie weit die Menschen sich von der Natur abgekoppelt haben. Die Funktionalität gepaart mit der baulichen Simplizität und Praktikabiliät und einer kurzfristigen wirtschaftlichen Ankurbelung mit Vollbeschäftigung im Baugewerbe, so dass sich die Gewerbler gegenseitig die Aufträge für ihre eigenen Immobilien zuschanzen, um ihre aufgenommenen Kredite gegenseitig in Gewinne und bare Münzen umzuwandeln, da anscheinend die Kosten und Risiken eines Kredits auch im Blick auf die Zukunft von einem verantwortungslosen Kreditvergabegeschäft der Banken, das viel zu wenig reguliert ist, ein neues Dorfbild erschaffen, dessen ökonomisches Funktionieren in einem sehr kurzfristigen Denken stattfindet.

Ich mache den Gewerblern keinen Vorwurf, dass sie diese günstigen Konditionen sich zu Nutze machen, die Heuchlerei kommt von der Politik selbst, indem sie die Eigenkapitalbindung der Banken nicht vernünftig regelt, die Bonität der Kreditnehmer nicht mit einer demographischen, monetären und ökonomischen Avenir Suisse im Sinne des Wortes vernünftig anpasst und zu guter Letzt man verbrecherische Zinssätze zur Bankenstabilität mit der Notenbank als oberstes ausführendes Organ duldet, während man eine Verschandelung der begrenzten Landschaft als Opferlamm auf den Altar des Mammon führt. Die Politik schwadroniert über eine drohende Immobilienblase und gleichzeitig toleriert sie unangesprochen die SNB- Politik der Nullzinsen, ja macht sich zum Komplizen, weil dann das Wort Exportwirtschaft als Synonym für Wachstum, Zuwanderung, AHV-Sicherung und Beschäftigung gilt und gleichzeitig werden Mindestlöhne von bürgerlicher Seite aktiv und verlogen bekämpft, um die inländische Kaufkraft der Exportwirtschaft zu opfern. Jetzt wird vom IWF sogar Negativzinssätze für die SNB empfohlen, um der Frankenaufwertung Einhalt zu gebieten, was bei Umsetzung der letzte Beweis wäre, wie verbrecherisch unser Geldsystem hier und weltweit ist, denn der Mittelstand und die Sparer sollen zum Wohle der Profitbankster und dem System mit einem immer mehr privatisierten und lobbyierten Staat der ständig wachsenden Steuern und Gebühren entrechtet und zerstört werden.

Hey sorry, ich bin völlig abgeschweift. Ich wollte auf etwas völlig anderes hinaus, aber jetzt weiss ich es selber nicht mehr. Biggrin Wie dem auch sei, wollte ich eigentlich nur fragen, wenn Du viel Risiko beim Investieren fährst, nicht auch eine Handelsplattform wie CMC Markets kennst, wo Du in die meisten Märkte, vor allem auch Einzelaktien investieren kannst ganz ohne Leverage und die Anzahl Trades gar nie über ein Bankkonto laufen. Also ich habe ja mal aus Dummheit und Unerfahrenheit so getradet, denn mir fehlte schlicht und einfach das Wissen und die persönliche Disziplin, um damit irgendwie erfolgreich zu werden. Doch für jemand, der Erfahrung und viele kurzfristige Trades macht, könnte das doch gar nicht schlecht sein, vor allem wenn man nicht als gewerbsmässiger Werschriftenhändler gelten will. Aber frag mich nicht, wie genau das mit den Steuern und Erträgen dann steht, weil ich habe ja nur Verluste gemacht... hehe. Es war einfach so eine Idee von mir, dass das vielleicht eine Möglichkeit wäre.

30.03.2014 11:37
Bild des Benutzers b00n
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stelle auch fest, dass kantönligeist auch mitschwingt.

sehe in gew. kantonen z.B. eine obergrenze von 200.000 chf, also darüber, biste dann im regelfall  gewerbsm.h.

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