Gulf Oil Spill

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27.05.2010 00:31
#1
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Wie kann es sein dass es nicht geschafft wird - trotz all verfügbaren profis, wissenschaftlern etc - innert geschätzten 6 wochen ein loch in einem ölrohr zu stopfen? und dabei interessiert mich nicht, in welcher tiefe, oder welche umstände mitspielen.

man könnte echt meinen, die menschheit bohre erst seit geschätzten 7 wochen nach öl :!:

kann doch nicht sein, dass keiner dieser profis, wissentschaftlern etc sich je zuvor gedanken gemacht hat, was wäre wenn ein bohrloch leck schlägt - und was würde man dagegen tun?? und zwar egal wie gross, wo, und in welcher tiefe

echt unglaublich (aber wahr?!)

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30.12.2010 00:14
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Quote:

BP erkauft sich Klageverzicht

5000 Dollar für juristisches Stillhalten: Der Energiekonzern BP zahlt Geschädigten der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erstmals Geld, damit sie auf Klagen gegen das Unternehmen verzichten. Kritiker warnen davor, die Einmalzahlungen anzunehmen.

Houston - BP will sich freikaufen: Ein knappes halbes Jahr nach der schwersten Ölkatastrophe in der US-Geschichte hat sich der Energiekonzern mit zahlreichen Geschädigten auf Einmalzahlungen verständigt. Aus dem Ausgleichsfonds seien Anwohnern und Firmen der Golfküste dafür bisher 43 Millionen Dollar bezahlt worden, teilte der britische Konzern am Dienstag mit.

Der Fonds umfasst insgesamt 20 Milliarden Dollar. Kenneth Feinberg, der Verwalter des Geldes, hatte die Option Einmalzahlung gegen Klageverzicht am 13. Dezember angekündigt. Demnach bekommt jede Person, die sich darauf einlässt, pauschal 5000 Dollar. Unternehmen erhalten 25.000 Dollar.

Das BP-Angebot wird von Anwälten und Politikern kritisiert. Sie haben den Geschädigten geraten, sich sehr gut zu überlegen, ob sie sich bereits jetzt abschließend mit BP einigen wollen. Sie verweisen darauf, dass sich manche Schäden aus der Katastrophe erst in der Zukunft zeigen könnten.

BP hat bislang insgesamt 2,6 Milliarden Dollar an 467.889 Antragsteller gezahlt. Dabei ging es aber zumeist um Sofort-Zahlungen als Entschädigung für entgangene Umsätze oder Gewinne. Nur in einem Fall wurde eine Klage bislang beendet. In dem Fall hatte ein Unternehmer zehn Millionen Dollar erhalten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,736913,00.html

PS: Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

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19.10.2010 08:22
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18.10.2010 23:28
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Bisschen kurzfristig: momentan auf SF1

DOK

BP und das Ölleck - Verdienen, Verheimlichen, Verschmutzen

Ps: gibt's danach bestimmt irgendwo als podcast..... :roll:

je länger ich schaue, je grausiger wird mir :shock:

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14.08.2010 09:35
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equity holder wrote:

hispmo wrote:
Lese momentan in verschiedensten Quellen dass sich ein grossteil des Öl's im Golf von selbst Entsorgt hat. Durch Vorgänge wie Verdampfen, natürliche Zersetzung, Ölfressende Bakterien etc...

Vielleicht ist jemand hier drinn Chemiebewanderter als ich. Kann dass wirklich alles in so kurzer Zeit passieren?

Falls Ja finde ich dies Prima - denn dann Plane ich meinen nächsten Ölwechsel am Katzensee 8)

Nein, leider nicht! Ölfressende Bakterien gibt es. Jedoch sind die so klein und stark effektlos, dass dieses Thema für die Allgemeinheit überflüssig ist. Die Zersetzung des Öl`s müsste man genauer betrachten. Das Rohöl zersetzt sich nicht einfach so. Das Erdöl hat sich innert Millionen von Jahren gebildet. Das geht nicht einfach so schnell weg Biggrin

Ich habe auch mehrfach davon gelesen, es scheint tatsächlich, dass grosse Teile des Ölteppichs einfach verschwunden sind.

Gruss

fritz

14.08.2010 05:44
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equity holder wrote:

PowerDau, das Bild ist doch hoffentlich ein Fake?

Das Bild ist kein Fake nur der Text. Der müsste lauten:

"BP - Wir tanken auch Ihren Golf auf."

13.08.2010 18:19
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hispmo wrote:

Lese momentan in verschiedensten Quellen dass sich ein grossteil des Öl's im Golf von selbst Entsorgt hat. Durch Vorgänge wie Verdampfen, natürliche Zersetzung, Ölfressende Bakterien etc...

Vielleicht ist jemand hier drinn Chemiebewanderter als ich. Kann dass wirklich alles in so kurzer Zeit passieren?

Falls Ja finde ich dies Prima - denn dann Plane ich meinen nächsten Ölwechsel am Katzensee 8)

EDIT: Falsch gelesen! In einigen Ostteilen der USA hat es schon "Ölregen" gegeben. Sehr gut möglich, dass ein Teil des Ölteppichs durch die Luft aufs Land getragen wird.

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

13.08.2010 10:48
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Ich hatte mal vor 20 Jahren einen Freund, der hat an der ETH mit ölfressenden Bakterien geforscht, diese waren aber zuwenig effektiv, sie starben zu schnell und vermehrten sich in der Oelumgebung zu langsam, wären ölfressende Bakterien eine Lösung für solche Probleme, würden sich solche Katastrophen nicht ausweiten.

13.08.2010 00:38
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hispmo
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Lese momentan in verschiedensten Quellen dass sich ein grossteil des Öl's im Golf von selbst Entsorgt hat. Durch Vorgänge wie Verdampfen, natürliche Zersetzung, Ölfressende Bakterien etc...

Vielleicht ist jemand hier drinn Chemiebewanderter als ich. Kann dass wirklich alles in so kurzer Zeit passieren?

Falls Ja finde ich dies Prima - denn dann Plane ich meinen nächsten Ölwechsel am Katzensee 8)

11.08.2010 20:28
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bekannter BP-Kritiker tot aufgefunden

Entnahme aus Privatfinanz-letter

Liebe Leser,

heute erreichte mich die Meldung, dass der bekannte US-Ölexperte und BP-Kritiker Matthew Simmons am Sonntag tot aufgefunden worden ist.

Noch ist die Todesursache nicht einwandfrei geklärt: einige Quellen sprechen von einem Herzinfarkt. Bei anderen Quellen heißt es, dass Simmons im Whirlpool ertrunken sei. Simmons wurde 67 Jahre alt.

Simmons war einer der bekanntesten Vertreter der Peak-Oil Theorie, wonach die weltweite Ölproduktion ihren Produktionshöhepunkt schon erreicht hat und es in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit den Produktionszahlen deutlich nach unten gehen wird. Die Folge: ein drastisch steigender Ölpreis.

Mit dieser Ansicht hat er viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Vor einigen Jahren erschien zu diesem Thema sein Buch "Twilight in the Desert", das auf Deutsch unter dem Titel "Wenn der Wüste das Öl ausgeht" erschien. Bei der Buchvorstellung in Frankfurt traf ich Simmons und war von seiner Persönlichkeit und von seinen Prognosen sehr beeindruckt.

Zuletzt war Simmons als lautstarker Kritiker von BP in der Öffentlichkeit aufgetreten. So erklärte Simmons schon sehr früh, dass die offiziellen Zahlen über die Menge des auslaufenden Öls viel zu niedrig seien. Anstatt der zunächst veröffentlichten 5.000 Barrel am Tag hielt Simmons bis zu 120.000 Barrel am Tag für möglich. Und später kam es dann tatsächlich zu einer deutlichen Anhebung der offiziellen Zahlen.

Zudem sprach Simmons dann davon, dass es im Meeresboden zwei Bohrlöcher geben würde, was BP vertuschen würde. Zusätzlich warnte Simmons vor drastischen Folgen der Ölkatastrophe für die Meerestiere im Golf von Mexiko in Folge des massiven Sauerstoffentzugs.

Allerdings war er beim Thema BP-Ölkatastrophe nicht unumstritten. So hat das US-Investmentmagazin Barron`s herausgefunden, dass Simmons mit Short-Positionen auf einen fallenden Kurs der BP-Aktie gesetzt hat. Insgesamt soll Simmons zwei Short-Positionen über insgesamt 8.000 Aktien gehabt haben. Gleichzeitig trat Simmons aber in zahlreichen Talkshows im amerikanischen Fernsehen auf und erklärte noch am 9. Juni, dass "BP wohl in den nächsten vier Wochen Insolvenz anmelden würde." Über die BP-Aktie sagte er öffentlich: "Sie wird auf null sinken."

Ende Juni zog Simmons die Konsequenzen und zog sich aus seiner Firma Simmons & Co, die er 1974 gegründet hatte, zurück. Gleichzeitig distanzierte sich der aktuelle Vorstandsvorsitzende Mike Frazier von den Äußerungen Simmons zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Wegen seiner teils drastischen Meinungen war Simmons ein häufiger Gast in den US-Medien. Und unabhängig von der aktuellen Ölkatastrophe hat Simmons mit seinen Ansichten zur Peak-Oil-Theorie auf jeden Fall eine öffentliche Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Ölmarktes angestoßen.

In seinem wirklich lesenswerten Buch "Wenn der Wüste das Öl ausgeht" analysiert Simmons sehr detailliert die vorliegenden Berichte zu den Ölreserven Saudi-Arabiens, dem größten Ölproduzenten der Welt.

Darin finden sich so prägnante Aussagen wie die folgende: "Die Einschätzung der verbleibenden produktiven Lebenserwartung eines Öl- und Gasfelds ist ebenso problematisch, wie die Prognose, wie lange ein alternder Mensch produktiv bleiben wird."

Zudem schildert Simmons ausführlich die Entwicklung Saudi-Arabiens zur wichtigsten Ölnation der Welt. Zur Zukunft Saudi-Arabiens merkt Simmons an, dass "nicht einmal die unklarste Logik ein plausibles Szenario schaffen kann, in dem die saudische Ölproduktion auf ein Niveau steigen könnte, das der Phantasie der Prognostiker entspricht."

2007 gründete Simmons ein neues Unternehmen - das Simmon`s Ocean Energy Institute. Mit dieser Einrichtung verfolgte er das Ziel, Off-Shore Windparks und andere alternative Energieprojekte zu finanzieren und an den Start zu bringen. Das war nur ein logischer Schritt, da Simmons ja den deutlichen Rückgang der Ölproduktion erwartete. Mit seinem Buch und den Thesen zur Peak-Oil-Theorie hat sich zudem Simmons schon zu Lebzeiten Denkmal gesetzt. Ich habe ihn als charismatische Persönlichkeit der Ölbranche kennen- und schätzen gelernt. Seine tiefschürfenden Analysen werden in Zukunft fehlen.

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

01.08.2010 18:36
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Ölpest mit Unmengen giftiger Chemikalien bekämpft

New Orleans - Eigentlich hat die US-Umweltbehörde Epa den großflächigen Einsatz von Anti-Öl-Chemikalien im Golf von Mexiko verboten. Zu groß schien die Gefahr durch die giftigen Substanzen. Doch jetzt kommt heraus: Das Verbot war offenbar weitgehend wirkungslos - weil der Konzern BP zuhauf Ausnahmegenehmigungen bekam.

Insgesamt sind seit Beginn der Ölpest am 20. April gut 6,8 Millionen Liter Chemikalien eingesetzt worden - etwa 3 Millionen davon nahe dem Leck am Meeresboden. Umweltexperten befürchten ökologische Langzeitschäden insbesondere wegen der Verwendung unter Wasser, daher hatte die Epa die Einschränkungen verfügt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,709541,00.html

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05.07.2010 23:30
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mal was anderes zum thema:

Quote:

Während die Weltöffentlichkeit gebannt auf die BP-Katastrophe im Golf von Mexiko starrt, gehört die Ölpest in Nigeria zum Alltag. Seit 50 Jahren fördern hier ausländische Konzerne das leicht zu raffinierende nigerianische Öl. Nach Schätzung von Umweltschützern sind seither zwei Milliarden Liter davon ins Nigerdelta geflossen - das ist ungefähr einem Tankerunglück wie bei der «Exxon Valdez» jährlich vergleichbar.

Schwarzes Rohöl verpestet die Sümpfe, die Mangroven und Wasserläufe im Nigerdelta, ein Gebiet etwa so gross wie Portugal. Doch wer ist verantwortlich, wer müsste saubermachen? Die Antworten sind so trübe wie das Wasser.

NB: obiger auszug noch eher der 'harmlose' teil des insgesamt recht schockierenden artikels!

..muss einem schon zu denken geben. und ich fürchte, auch nigeria ist kein einzelfall :oops:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-vergessen...

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23.06.2010 14:01
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Alles weit dramatischer?

Washington / Moskau (BoerseGo.de) - Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko könnte noch weitaus dramatischer sein, als gedacht. Russische Wissenschaftler, die im April vom Betreiber der versunkenen Ölplattform an den Ort des Geschehens beordert wurden, berichten Schlimmes: So trete nicht nur aus dem einen allseits bekannten Bohrloch Öl aus, sondern auch aus 18 weiteren Stellen im Meeresboden.  Das Areal rund um die versunkene Bohrinsel „Deepwater Horizon“ sei sehr brüchig und voller Löcher, berichten die einzige Augenzeugen des Desasters unter Wasser. Das gesamte Areal, in dem Öl ins Meer fließt, umfasst demnach einen Radius von mehreren Kilometern. Nach Einschätzung der Wissenschaftler solle sich die Welt auf eine ökologische Katastrophe ungeahnten Ausmaßes vorbereiten. Passend zu diesen düsteren Andeutungen passen auch die jüngsten Lösungsvorschläge: Laut Medienberichten sieht ein führender Verantwortlicher der Ölbranche nur zwei Lösungen: Entweder warten, bis die Ölquelle versiegt – das kann durchaus dreißig Jahre dauern – oder die Ölquelle mit einer Atombombe in die Luft sprengen. Auch US-Ingenieure wie Michael Webber von der Universität Texas hält die Detonation von Atombomben für machbar und im derzeitigen Fall auch für sinnvoll. Sollte die Öl-Katastrophe andauern, scheint also selbst der Einsatz von Atomwaffen nicht ausgeschlossen zu sein.

Quelle erwähnt.

14.06.2010 18:41
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Werbekampagne nächster Teil:

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14.06.2010 17:39
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Biggrin

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

14.06.2010 16:40
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equity holder wrote:

PowerDau, das Bild ist doch hoffentlich ein Fake?

:mrgreen: Ich glaube die Frage hast du schon selber beantwortet!

Greez PowerDau

14.06.2010 15:57
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Nein, das hängt an jeder BP-Tankstelle. :oops:

Gruss

fritz

14.06.2010 15:02
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PowerDau, das Bild ist doch hoffentlich ein Fake?

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

14.06.2010 07:43
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Autsch!!!

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03.06.2010 16:26
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Etwas gutes hat es wenigstens:

Quote:

03-06-2010 16:17 ÖLPEST/Erneuter Rückschlag für BP im Kampf gegen Ölpest (AF)

WASHINGTON (awp international) - Der heftig kritisierte BP-Konzern hat im Kampf gegen die Ölpest einen weiteren Rückschlag einstecken müssen. Der neueste Versuch des Konzerns, das in den Golf von Mexiko strömende Öl aufzuhalten, scheiterte an einer zu stumpfen Säge. Der Konzern müsse einen neuen Anlauf nehmen, sagte Thad Allen, Einsatzleiter der US- Regierung, am Donnerstag. Die Arbeiten verzögerten sich und seien nun weniger erfolgsversprechend.

In der Zwischenzeit strömen weiter tausende Tonnen Rohöl pro Tag unkontrolliert ins Meer. Das schwarze Gift bedroht die Küsten in vier US-Staaten, darunter kurz vor der Hauptsaison die Touristenhochburg Florida. Die US-Wetterbehörde NOAA vergrösserte die Verbotszone für die Fischerei auf.230 000 Quadratkilometer - eine Fläche, mehr als halb so gross wie Deutschland. Inzwischen sind auch Gewässer vor der Südwest-Küste Floridas Sperrgebiet.

BP-Chef Tony Hayward gab mittlerweile zu, dass sein Konzern auf einen solchen Unfall zu schlecht vorbereitet war. Er entschuldigte sich am Donnerstag in den USA in Fernseh-Werbespots und Zeitungsanzeigen.

BP bemüht sich seit Dienstag, das lecke Rohr in 1500 Metern Tiefe abzusägen, um einen Auffangtrichter anzuschliessen und das Öl auf ein Schiff abzuleiten. Eine robotergesteuerte Hightech-Säge sollte einen sauberen Schnitt in das rund 53 Zentimeter dicke Rohr machen, weil der Behälter möglichst lückenlos auf die Öffnung gestülpt werden sollte.

Die Diamantsägeblätter erwiesen sich aber als zu stumpf. Der Konzern benutze jetzt eine Metallschere, die ein eher unebenes Loch schneide, sagte Allen. Dadurch würde auch nach einer gelungenen Operation weiter Öl und Gas am Auffangbehälter vorbei ins Meer strömen, sagte Allen.

Zum Stillstand gebracht werden kann der Ölfluss laut BP erst im August, wenn zwei Bohrungen zum Grund der Quelle vier Kilometer unter dem Meeresboden abgeschlossen sind. Die grösste Ölkatastrophe in der US-Geschichte nimmt ihren Lauf, seit vor mehr als sechs Wochen die Bohrinsel "Deepwater Horizon" nach einer Explosion versank.

Die Ölpest versetzt Floridas 60 Milliarden Dollar schwere Urlaubsindustrie in Angst. Ölflächen hätten sich den weissen Stränden des Badeortes Pensacola bedenklich genähert, hiess es aus Einsatzzentrum in Mobile (Alabama). Auch andere Urlaubsorte in dem Sonnenscheinstaat seien bedroht, weil Teile des Öls in eine Strömung gezogen worden seien, die das Wasser an breite Küstenteile spüle.

In Alabama wurden bereits Ölklumpen an der Küste gefunden, auch der Bundesstaat Mississippi ist unmittelbar gefährdet. Die US- Küstenwache schickte tausende Helfer in die betroffene Region.

Bisher war die Öl-Katastrophe auf Louisiana beschränkt: Dort sind mehr 220 Kilometer Küste verseucht, sagte Gouverneur Bobby Jindal. Die US-Regierung habe dem Staat jetzt erlaubt, insgesamt 70 Kilometer breite Sandbänke im Wasser aufzuschütten, um den Ölteppich vom Land fernzuhalten. Das Weisse Haus habe BP aufgefordert, die Kosten für diese Massnahme zu tragen, die von Umweltschützern wegen der unbekannten Langzeitfolgen skeptisch gesehen wird. Der Ölkonzern erklärte sich am Mittwoch bereit, die 360 Millionen Dollar Kosten (293 Millionen Euro) für die Aufschüttung zu begleichen.

US-Präsident Barack Obama nimmt die Ölpest unterdessen zum Anlass, seinem geplanten Klimagesetz neuen Schwung zu verleihen. Er wolle es in den nächsten Monaten mit "aggressivem" Druck durch den Kongress bringen, sagte Obama am Mittwoch in einer Rede vor Geschäftsleuten in Pittsburgh. Die Katastrophe zeige, dass es höchste Zeit sei, in den USA auf alternative Energien zu setzen.

"Wenn wir nicht die vollen Kosten unserer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen berechnen, dann verpassen wir unsere Chance auf eine Zukunft mit sauberer Energie", sagte Obama. Die Kosten von Ölbohrungen seien zu gross, wenn man Sicherheits- und Umweltrisiken einrechne. Wenige Wochen vor Beginn der Krise hatte der Präsident Tiefseebohrungen noch als sicher und umweltverträglich bezeichnet.

Obama bekräftige, dass er millionenschwere Steuererleichterungen für die Ölindustrie streichen will, die unter der Regierung seines Vorgängers George W. Bush eingeführt wurden.

BP gestand unterdessen, ihm fehlten die technischen Mittel, um ein solches Unglück wie im Golf von Mexiko in den Griff zu bekommen. So wie die Ölindustrie nach dem Unglück des Tankers "Exxon Valdez" 1989 in Systeme zum Einsammeln von Öl auf der Oberfläche investiert habe, müssten nun auch technische Lösungen für Unterwasser-Unfälle geschaffen werden, sagte Hayward der "Financial Times" (Donnerstag). Das Risiko eines solchen Unfalls sei "eins zu einer Million" gewesen. Es müsse aber auf "eins zu einer Milliarde oder eins zu einer Billion" gesenkt werden.

BP steht unter heftiger Kritik und ist auch Ermittlungen der amerikanischen Justiz ausgesetzt. Hayward zeigte laut dem Fernsehsender CNN auch Reue für einen rhetorischen Fehltritt, den er am vergangenen Sonntag gemacht hatte. Er sagte angesichts des wochenlangen Einsatzes gegen die Ölpest vor laufenden Kameras: "Ich will mein Leben zurück haben". Der BP-Chef entschuldigte sich für diesen Satz vor allem bei den Familien der elf Männer, die bei dem Unfall am 20. April ihr Leben gelassen hatten.

BP hat die Bohrplattform von der Transocean Ltd. geleast./mcm/DP/dc

02.06.2010 16:28
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Perry2000 wrote:

Aktuell verröhren die legen oder so Smile

Lol

Die Zukunft ist wichtig, die Vergangenheit ist wichtig, das einzige was zählt ist die Gegenwart.

02.06.2010 16:25
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02.06.2010 16:00
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cHäRäR wrote:

Ist es nicht möglich das Rohr mit einer riesigen "Zange" zusammenzudrücken?

Man könnte das Rohr dazu wärmen damit es weicher wird

Du willst ein Rohr in 1600 Meter Tiefe erwärmen? O.o

Der Druck des Öls ist so riesig, dass dies wohl nicht einmal die stärksten Unterwasserroboter hinkriegen würden. Vielleicht würde es das Rohr dann einfach an einer anderen Stelle sprengen.

Die Zukunft ist wichtig, die Vergangenheit ist wichtig, das einzige was zählt ist die Gegenwart.

02.06.2010 14:55
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Ist es nicht möglich das Rohr mit einer riesigen "Zange" zusammenzudrücken?

Man könnte das Rohr dazu wärmen damit es weicher wird

01.06.2010 17:40
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Bei diesem Versuch können wir mit dem Öl den Meeresspiegel heben :shock:

BP`s Aktie sieht übel aus übrigens!

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

01.06.2010 14:39
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Warum muss es denn eine A-Bombe sein? Die könnten doch zuerst mal mit einer konventionellen üben, oder kann man die nicht in solch einer Tiefe zünden?

Gruss

fritz

01.06.2010 14:01
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Irgend einmal haben doch die Russen eine Lösung gebracht.

Eine kleine hübsche A-Bombe. Wenn bis im August die Quelle sprudelt ist der Vorschlag der Russen event. das kleinere Übel. Immerhin haben die USA in den lezten 60 Jahren soviele A-Bomben hochgehen lassen und die Nachwirkungen sind doch eher klein.

Weiss zwar nicht ob die Amis vor den A-Test auch schon so wie heute waren, bin auch erst 60.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

01.06.2010 10:51
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Das Problem mit einer Glocke bzw. einem neuen Ventil ist ja, dass der Druck des Öls einfach zu hoch ist. Deshalb ist ja auch der aktuelle Versuch so riskant, denn wenn die Roboter das Ventil nicht drüber kriegen, dann wird noch viel mehr Öl austreten.

Absaugen tun sie ja schon, von einem Tanker aus. Jedoch hat man da nur eine viel kleinere Röhre in das Leck eingeführt, die nur Teile des Öls absaugen kann.

Die Zukunft ist wichtig, die Vergangenheit ist wichtig, das einzige was zählt ist die Gegenwart.

01.06.2010 10:03
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equity holder wrote:

Och Man, ich sollte mich bei BP als Ingenieur bewerben. Biggrin

Ich glaube, dass die neue Methode mit der Saugglocke bzw. meine Idee klappen könnte. Man könnte dies über das Loch stülpen und das Öl so absaugen bis es aufhört zu sprudeln. Anschliessend das Loch zu schütten, mit einem Zementgemisch ö.ä.

BP ist für Vorschläge offen; sieh mal unter bp.com:

Do you have ideas to help us?:

+1 281 366 5511

Die lassen sich sicher nicht lumpen, wenn deine Idee funktioniert Biggrin

01.06.2010 09:50
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Würde mich nicht wundern wenn die an den Übertragungsrechten verdienen :oops:

01.06.2010 06:52
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Sieht aus als ob die gerade am arbeiten sind :shock:

http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/BP-muss-Rettungsversuch...

Ziemlich grosse Säge oder etwas in der Art :idea:

Hat ja was geheissen von Steigrohr kürzen vor dem nächsten Versuch. Hoffentlich klapts endlich :?

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