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melchior
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Meinungen

Meinungen sind Meinungen und keine Wahrheiten...... ist meine Meinung.

In so einem Forum gibt es die verschiedenen Meinungen zu lesen und die eigene zu formulieren.

Gerade auch in Bezug auf die Börsen können Meinungen sich als total falsch herausstellen. Sie können sich noch so sehr an Tatsachen orientieren. Informationen werden ja selektioniert in der Wahrnehmung. Eine Meinung kann somit entstehen aufgrund harter Fakten und trotzdem falsch sein. 

Ist eine Meinung nicht ähnlich wie Glaube. Auch wenn die Mehrheit etwas meint oder glaubt, macht es dies nicht richtiger. Extreme Beispiele sind vielleicht der NSFaschismus oder die Inquisitionen, wo Dogmen zur Wahrheit stilisiert wurden, welche wir heute als fast nicht mehr nachvollziehbar sehen. 

Ein Forum ist ja interessant, wenn verschiedene Meinungen aufeinander Treffen. Dies, so meine Erfahrung und Beobachtung, kann dann im "Recht haben wollen" versanden. Doch was für eine Sinn macht es sich mit anderen Ansichten zu befassen, wenn man die eigene nie ändert? Wenn es nur darum geht andere zu überzeugen wie recht man selber hat, dann muss man eigentlich gar keine anderen Meinungen mehr lesen, da ja diese dann immer falsch bleiben. Ich bin Skeptiker. Das heisst ich traue keiner Meinung wirklich, auch nicht meiner eigenen. Ich habe gerade an der Börse auch gelernt, dass ich eben kein Warren Buffet oder sonst ein Genie bin, sondern ein Durchschnittsanleger der mal irrt und mal recht bekommt. Meine Lösung war und ist bis auf weiteres eine Diversifikation zu wahren. Was natürlich nicht in jeder Periode dann ausserordentlich erfolgreich sein kann aber gerade in den turbulenten letzten 13 Jahren sich als für mich richtig herausstellte. Es zwang mich zu nichts während den zwei crashs. Ich musste nicht in Panik geraten und meine Positionen im grossen Stil alle über den Haufen werfen, was im Nachhinein gesehen auch falsch gewesen wäre.

Warren Buffet hätte kaum seine Ideen in Foren geschrieben, behaupte ich mal. Wir sind doch diesbezüglich alles Stümper. Oder etwa nicht? Nimmt mich ja mal Wunder ob dies jemand hier widerspricht. Crazy

Auch ich will recht haben. In der Auseinandersetzung in die ich mich eingemischt habe, da habe ich mich nie als Gutmensch bezeichnet, doch wurde mir dies "vorgeworfen". Ich bin nicht gut ( aber will es werden ). Doch was ist gut? Für mich sicher nicht, allen über jeden "Bullshit" zu streicheln und zu bestätigen wie gut ich irgendjemanden hier finde. Ich finde ja niemanden gut hier. Wie auch, ich kenne ja niemanden persönlich. Es gibt user die können gut schreiben und argumentieren. Aber auch die haben nicht recht deswegen. Interessantes Beispiel sind ja die Threads zu Biotechs. Da wurden kritische STimmen teilweise fast als querulantisch nieder-gepostet und mit sogenannten Fakten überschwemmt. Doch die Kritiker hatten dann doch nicht so unrecht.

Was ich suche ist Inspiration. Nicht Bestätigung und auch nicht Überzeugungen. Informationen hole ich zur Hauptsache aus dem täglichen lesen von Zeitungen. ( für Börse... NZZ, FuW )

Würde mich interessieren was für andere denn so ein Forum sein soll? Was andere suchen darin?

Elias
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Wahrheit

Dem Begriff Wahrheit werden verschiedene Bedeutungen zugeschrieben, wie Übereinstimmung mit der Wirklichkeit, einer Tatsache oder einem Sachverhalt, aber auch einer Absicht oder einem bestimmten Sinn bzw. einer normativ als richtig ausgezeichneten Auffassung („Truism“ oder Gemeinplatz) oder den eigenen Erkenntnissen, Erfahrungen und Überzeugungen (auch „Wahrhaftigkeit“).

http://www.cash.ch/comment/reply/200583#comment-form

 

Aktuell sieht man im Fall der Ukraine, wie jede Seite über ihre Sicht der Wahrheit berichtet und die Meinungen via Medien manipuliert werden.

 

Warren Buffet fällt zuerst seine Entscheide, bevor er sie irgendwo kommunizieren lässt, um Trittbrettfahrer anzulocken. Ein Forum wäre für ihn Zeitverschwendung.

 

Mich interessieren die Einschätzungen der anderen Forumsteilnehmer. Bei zu euphorischen Beiträgen befällt mich ein Schreibzwang, was dann halt als Bashing angesehen wird.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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Elias
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melchior hat am 05.05.2014 - 11:03 folgendes geschrieben:

Leben wir in einer Dauereuphorie? Wachstum für immer und ewig. Ohne Wachstum und Anstieg der Vermögenswerten " Assetinflation ", könnte z.B. eine Deflation.....Konsumeinbruch und Arbeitlosigkeit.....eine ungemütliche Realität schaffen auf die es keine angenehmen Antworten gäbe.....Na ja, Gelddrucken vermutlich, was denn sonst... 

 

Ich bin eigentlich ein Zweckpessimist. Kommt es besser als befürchtet, bin ich zufrieden und sonst habe ich es schon immer gewusst (ironisch gemeint).

Dauereuphorie: Ich habe mit der Zinsentwicklung einfach nur Glück gehabt und bin darum in einer guten Situation. Sie war in diesem Ausmass nicht absehbar und dass sie so lange andauert, habe ich auch nicht erwartet.

 

Wachstum: Ab 2015 werden in der Schweiz mehr Menschen in Rente gehen, als ins Arbeitsleben eintreten. In anderen europäischen Ländern hat es schon begonnen. Niemand weiss wirklich, wie es sich in den kommenden Jahren auf die Wirtschaft auswirken wird. Für die AHV rechnet man ab 2019 mit roten Zahlen.

Sicher ist eines: auch die Baby-Boomer sterben irgend wann. Europaweit. Und dann muss es freie Wohnungen geben. Denn die Reproduktionsrate der jungen Generation ist nicht höher geworden.

 

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Elias
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melchior hat am 06.05.2014 - 08:11 folgendes geschrieben:

Die Finanzierbarkeit dieser Rentnerwelle wird zusätzliche Mittel brauchen, oder die Rentner müssen gegenüber den heutigen, mit tieferen Zahlungen auskommen müssen. 

Geplant ist eine Erhöhung des Renteneintrittsalters

Weitere Vorschläge

Mehr Geld für die AHV

Bei der AHV erwartet der Bund ohne Vorkehrungen bis 2030 ein Defizit von 8,6 Milliarden Franken. Davon will der Bundesrat 1,4 Milliarden mit Abstrichen bei den Leistungen einsparen. Für den grossen Rest schlägt die Regierung die Mehrwertsteuer als Finanzierungsquelle vor. Weil mit dieser Variante auch Rentner in die Pflicht genommen werden, wird sie gegenüber höheren Lohnbeiträgen bevorzugt. Mit Inkrafttreten der Reform um 2020 erhöht sich die Mehrwertsteuer um einen Prozentpunkt. Ein zweiter Aufschlag um maximal einen Prozentpunkt ist – je nach Bedarf – in den folgenden Jahren geplant, aus heutiger Sicht kurz vor 2030.

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/konsumenten-bezahlen-die-ahv-reform-1....

 

Das heisst, man muss den Rollator vor der MwSt-Erhöhung kaufen.

 

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marabu
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melchior hat am 09.0510:13 folgendes geschrieben:

Meiner Meinung nach.....

hier unter user zu user da postet nun fast niemand mehr was seit der user nich mehr hier is, der viele so störte.

 

Hmmm....

 

Bei was hat er gestört? Er hat ja hier auch für "Unterhaltung" gesorgt und auch Themen angestossen und somit Diskussionen mindestens mal ermöglicht.

Alle die, die sich störten, wo sind die jetzt?

Ach ja, die Störung war wohl ihr Gebiet und sonst gar nichts.

Also wäre es besser gar niemand postet hier mehr was? Oder wie?

Was is ein guter Beitrag und was is ein Schlechter?

Meinungssache. 

Ich beantrage die Sperrung aller user, die bei user zu user überhaupt was posten. smiley

Dann is Ruhe. Niemand muss sich mehr gestört fühlen. Wäre das nich wunderbar.

So könnte man dies dann ausdehnen auf die anderen Bereiche im Forum. Is ja eh alles Mist. Je nach Meinung. Der eine stinkt wie Rosenwasser und der Andere wie Gülle, doch die Geschmäcker sind verschieden. Nein nein, ich liege damit natürlich völlig daneben. Hier sind ja nur die absoluten Top-Spezialisten am Werk. Vollprofis mit Durchblick.

Obercool. Mega-Klasse. Oberliga. Die Liga der Superhirnis und Besserwissis. 

 

Ein Beitrag zum Weltfrieden, schreibt nix mehr, lest nix mehr, kommentiert nix mehr. 

Meine Qualitäten als Störefried sind leider nich ausreichend um jemanden auch nur zu kitzeln.. 

Haltet dieses Forum frei von Menschen. Roboter sollen hier schreiben. Aber nur solche welche geprüft wurden und den Elchtest bestanden haben. Dieser testet bei Robotern, ob sie fähig sind sich als normal darzustellen, auch wenn sie 100 Macken haben. 

Ich habe diesen Test scheinbar hier bestanden. Niemand stört sich genug um mich zu bashen. Meine Macken konnt ich verbergen in dem ich lüge die ganze Zeit. Sowas lernt man in einer Robotergesellschaft. Denn wir sollen ja so sein we ein Roboter. Genormt und gleich. Marsch.

 

 

Es koennte das fehlende Interesse an diesem "philosophischen Geplauder" sein!? Aber wenn ich mich dazu aeussere?... Ich will da nicht als arrogant wirken.

Ist dir zu langweilig? Es scheint, dass du die Postings nicht richtig gelesen hast. Bezueglich des armen Teufels - wer haette hier viel gegen ihn gehabt, waeren eben all die Dinge nicht geschehen, die mit Taeuschung, Betrug, Unterstellungen zu tun hatten?  Und speziell fuer mich stand der Schutz unerfahrener "Neuboerseler" im Vordergrund. Bin ich doch selbst vor vielen Jahren auf solche Scharlatanerie hereingefallen und habe einiges Geld dabei verloren.

Also, alles klar?

Elias
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nüt gseit isch ja gseit

Ich interpretiere "keine Reaktion" als stillschweigende Zustimmung.

Natürlich kann man antworten mit:
- richtig
- ja, bin gleicher Meinung
- gutes Posting, dass wollte ich auch schon immer sagen

 

Es bringt aber inhaltlich keine neue Erkenntnis, ausser dass man sieht, dass andere mit jemandem gleicher Meinung sind.

 

 

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aprecio
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royalisten

"Myths about who the rich really are and how they make their money"

http://www.nytimes.com/2014/05/09/opinion/krugman-now-thats-rich.html

es gibt nur 1 königklasse: siehe

sime
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aprecio hat am 10.05.2014 - 13:08 folgendes geschrieben:

"Myths about who the rich really are and how they make their money"

http://www.nytimes.com/2014/05/09/opinion/krugman-now-thats-rich.html

es gibt nur 1 königklasse: siehe

 

Der Artikel von Krugmann gefällt mir wirklich gut. Vor allem der Satz, wo er meint, dass wir früher tatsächlich mal geglaubt haben, dass Finanzspekulanten viel zur produktiven Gesellschaft und Wirtschaft beitragen. Scheinbar ging es nicht nur mir so. Doch die Zeiten haben sich schon etwas geändert, wenn auch nur unter der Oberfläche, zumindest im Volksmund der Jargon? Vielleicht nannte man sie früher Investoren, heute nennt man sie Spekulanten. Zumindest in der Nomenklatur solcher Akteure gab es eine realitätsbezogenere Anpassung der Typologie, wenn auch sonst sich noch nicht viel geändert hat. Interessant auch die Erwähnung, dass erst unter Reagan dieser Typus von Superreichen ihren Ursprung hat. Reagan hat die derivative und ungedeckte Spekulation massgeblich initialisiert auf Geheiss der Wallstreet. Krugmann spricht auch die Erbschaft an, hast Du deshalb den Titel "Royalisten" gewählt oder wolltest Du auf etwas anderes hinweisen?

aprecio
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keine ahnung

sime hat am 10.05.2014 - 13:57 folgendes geschrieben:

hast Du deshalb den Titel "Royalisten" gewählt oder wolltest Du auf etwas anderes hinweisen?

das wort ist irgendwie hängengeblieben heute morgen : ) :

je mehr antworten ich suche desto mehr widersprüche tauchen auf.

  1. Das Prinzip der Geistigkeit: „Das All ist Geist; das Universum ist geistig.“
  2. Das Prinzip der Analogie (Entsprechung): „Wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie der Geist, so der Körper“. Die Verhältnisse im Universum (Makrokosmos) entsprächen demnach denen im Individuum (Mikrokosmos) – die äußeren Verhältnisse spiegelten sich im Menschen und umgekehrt. Veränderungen im mikrokosmischen Bereich wirkten sich folglich auch auf die Gesamtheit aus (Magie).
  3. Das Prinzip der Polarität: „Alles ist zweifach, alles ist polar; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur in ihrer Ausprägung verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung gebracht werden.“
  4. Das Prinzip der Schwingung: „Nichts ruht; alles ist in Bewegung; alles schwingt (siehe 5.).“
  5. Das Prinzip des Rhythmus: „Alles fließt – aus und ein (siehe 4.); alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt, der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus.“
  6. Das Prinzip der Kausalität (Ursache und Wirkung): „Jede Ursache hat ihre Wirkung; jedes Phänomen hat seine Ursache; alles geschieht gesetzmäßig; Zufall ist nur ein Begriff für ein unerkanntes Gesetz; es gibt viele Ebenen von Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.“
  7. Das Prinzip des Geschlechts: „Geschlecht ist in allem; alles trägt sein männliches und sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Kybalion

keine werbung für homosexualität!

was geht sonst ab..???

:help:

ist es gut wie es ist?

wohin gehts?

was???

Lol

ich sollte lieber meine sms kontakte checken.

Wacko

was meinst du?

alles klar

fffffff***

*dampf*

aprecio
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transmutation

melchior hat am 11.05.2014 - 09:35 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 10.05.2014 - 14:50 folgendes geschrieben:

 

  1. Das Prinzip der Polarität: „Alles ist zweifach, alles ist polar; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur in ihrer Ausprägung verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung gebracht werden.“

 

Also Reich wäre auch Arm

und Gut wäre auch Böse

und Hässlich wäre auch Schön

Oder Alles kann es nur geben in der Definition weil es auch das Gegenteil gibt.

Zu den Amerikanischen Steuern will ich anmerken. Die USA haben sehr hohe Erbschaftssterern und sie haben ebenfallls Kapitalgewinnsteuern. Im Gegensatz zur Schweiz. Doch haben sie keine Vermögenssteuern. Wie es nun gerade in USA zu einer so starken Anhäufung von Vermögen kommen konnte zugunsten von der obersten Schicht muss ja den Ursprung in den Steuern haben. Doch müssten ja gerade die hohen Erbschaftssteuern dies eigentlich fast verunmöglichen. Die USA sind da fast schon als sozialistisch zu bezeichnen im Vergleich zur Schweiz, denn dort werden grosse Vermögen bis zu 50% besteuert beim Erbgang. Trotzdem kam es zu einer Umverteilung gerade auch im Zusammenhang mit der Finanzkrise und den Gegenmassnahmen der Fed. Das Gleiche gilt auch für Europa und auch die Schweiz. DIe Zunahme der grossen Vermögen aufgrund der Assetinflation fand statt auf Risiko der Allgemeinheit, da die Folgen der ganzen Lockerungen der ZBs ja ungewiss sind und die gedrückten Zinsen z.B. das Sparkapital der Allgemeinheit treffen welche über Pensionskassen direkt an den Zinsen beteiligt ist und an den Risiken einer Untergrabung der Preisstabilität durch Ausweitung der Geldmengen.

 

Aber der Ursprung der Ungerechtigkeit liegt in der Definition von Gerechtigkeit.

Eine gerechtere Verteilung von Wohlstand weltweit ist eine Illusion.

Meiner Meinung nach. 

Gerecht zu sein ist ja verdammt schwer.

Man merkt die eigene Ungerechtigkeit ja oft selber gar nicht und ist selbstgerecht.

Gott ist gerecht indem er ungerecht ist....... smiley

Wird die Welt nun besser oder schlechter durch den Aufstieg in der Vermögensleiter von Gesellschaften die traditionell und bis vor Kurzem in kleinbäuerlichen Selbstversorgungswirtschaften lebten, die Lebensform, welche wohl die verbreitetste war seit es Menschen gibt. Es sind oft die Kleinbauern welche die Opfer sind und verarmen wenn eine Gesellschaft sich wandelt. War auch so in der Schweiz vor 100Jahren. Aus Bauern werden Arbeiter. 

Aus unserer Optik ist dies gut, denn gerade der Wohlstand der Schweiz kann nur aufrecht erhalten werden in dem die Armut expotiert bleibt. Ausbeutung ist der Grundstein von Wohlstand...... oder?

 

"Der Besitz von Wissen, wenn er nicht tätig zu Ausdruck und Handlung kommt,ist gleich dem Aufhäufen kostbarer Metalle - ein nutzloses und törichtes Ding.Wissen ist wie Reichtum dazu bestimmt, gebraucht zu werden. Dieses Gesetz derAnwendung ist universal, und derjenige, der es verletzt, leidet durch seinenKonflikt mit den Naturkräften."Das Kybalion

melchior hat am 11.05.2014 - 09:35 folgendes geschrieben:

Also Reich wäre auch Arm

und Gut wäre auch Böse

und Hässlich wäre auch Schön

falsch. es sind zweierlei dinge, die irgendwo existieren. "alles ist zweifach, alles ist polar"

ob der schöpfer eines erschaffen hat, um dem anderen eine existenz zu gewähren, musst du ihn selber fragen.

melchior hat am 11.05.2014 - 09:35 folgendes geschrieben:

Aber der Ursprung der Ungerechtigkeit liegt in der Definition von Gerechtigkeit.

Eine gerechtere Verteilung von Wohlstand weltweit ist eine Illusion.

alles ist mental, da hast du gemäss kybalion recht.

scheisse gibt es überall. ein marketingfachman würde ein wunderschönes MILF model engagieren, sie in einer braunen creme baden, die haare schwingen und am früstückstisch mit einem löffel in der hand "ich benütze scheisse jeden tag" sagen lassen.

voilà eine geldbringende mentale transmutation.

"Die Weisen dienen auf dem Höheren, aber sie herrschen auf dem Niederen. Sie gehorchen den Gesetzen, die von oben kommen, aber auf ihrem eigenen Plan und auf den Plänen unter ihnen herrschen und befehlen sie. Und doch, wenn sie dies tun, opponieren sie nicht dem Prinzip, sondern bilden einen Teil des Prinzips. Der Weise macht sich das Gesetz zu eigen; dadurch, dass er es versteht, bedient er sich des Gesetzes, statt sein blinder Sklave zu sein. Wie ein gewandter Schwimmer, der sich hin und her wendet, hierhin und dorthin, wie er will, im Gegensatz steht zu einem Stück Holz, das der Strömung folgen muss, so steht der Weise im Gegensatz zum gewöhnlichen Menschen - und doch, Schwimmer und Holzklotz, sie alle sind dem Gesetz untertan. Wer dies versteht, ist weit auf dem Pfade der Meisterschaft."

Das Kybalion

Solche Personen "weigern sich" einfach, vom Pendelder Stimmungen und Gemütsbewegungen zurückgeschwungen zu werden; sie behaupten ihre Überlegenheit standhaft und bleiben dadurch auf dem positiven Pol polarisiert. Natürlich erlangt der Meister einen weit höheren Grad von Fertigkeit, weil er das Gesetz kennt, das er durch ein höheres Gesetz bezwingt.

melchior hat am 11.05.2014 - 09:35 folgendes geschrieben:

Ausbeutung ist der Grundstein von Wohlstand...... oder?

 eine sehr gutes sinnbild für armut Good

oder eben am handelsplatz genf: jemand investiert geld in einen berüchtigten militärführer in afrika, damit dieser leute aus den dörfern holt, um edelsteine und andere rohstoffe aus den minen zu holen. damit der händler in genf seine marge vervielfachen kann, installiert er ein immer strengeres regime. funkelnde und glitzernde prospekte, teure karrossen und das immage des roten kreuzes schaffen eine blitz-saubere illusion.

gratuliere, bald werden wir erkennen, wo der pendel steht.

aprecio
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ich hab einmal den weihnachtsmann in zürich beschenkt.

Dale, dale, dale
No pierdas el tino
Porque si lo pierdes
Pierdes el camino
Ya le diste una
Ya le diste dos
Ya le diste tres
Y tu tiempo se acabó

http://de.wikipedia.org/wiki/Pi%C3%B1ata

aprecio
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melchior hat am 11.05.2014 - 11:22 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 11.05.2014 - 10:22 folgendes geschrieben:

 bald werden wir erkennen, wo der pendel steht.

Der Kapitalismus ist nicht das Gegenteil von Kommunismus und umgekehrt.

Darin liegt meiner Meinung nach ein verbreiteter Irrtum.

Der Kapitalismus in seiner Form kann nur durch ewiges Wachstum/Innovation fortbestehen. 

Insofern eine "gute Sache" da diese Entwicklung zur Befreiung des menschlichen "Geistes" hin zu Selbstbewusstsein des Individuums führte.

Gerechtigkeit setzt vielleicht voraus, dass auch das "schwache" Individuum sich seines Wertes bewusst ist. Erst dann kann es zum Einfordern von besseren Bedingungen kommen. Der Sklave konnte wohl dieses Bewusstsein nicht entwickeln oder selten und fügte sich seiner Position. Wobei ich mir jetzt selber widerspreche......die Sklaverei wurde ja nicht von den Sklaven abgeschafft. Also muss der Wandel vom Weltbild doch von der "stärkeren" Seite ausgehen.

Der Kapitalismus ist keine von Gott gegebene Wahrheit. 

Ungerechtigkeit schon. Denn die Natur is nirgendwo gerecht. Leben zehrt vom Leben anderer. Es gibt Lebensformen die ja vor allem Futter sind für andere Lebensformen. Und der Mensch ist eher ein Raubtier als eine Blume.

Na ja.... smiley

Freiheit ist nur eine Idee da sie unbegrenzt sein müsste. Könnte ich meinen Tod bestimmen so wäre von einem Tier gefressen zu werden nicht zuunterst auf meiner Wunschliste. Weit vor....von einem Lastwagen überrollt zu werden, von einem Unbekannten niedergestochen zu werden etc.....

Gerechtigkeit ist nur eine Idee, denn würde sie die Gleichheit aller Menschen voraussetzen. Alle sind gleich schön, gleich klug, gleich begabt. Dann wären wir schon lange ausgestorben...... Wir sind Herdentiere und brauchen Ungleichheit.

Religionen versuchen ja eine Brücke zu schaffen indem sie an das Gewissen appellieren des Stärkeren und die Demut fordern des Schwächeren. Der Kapitalismus regelt dies durch Gesetze welche die Moral ersetzen. Doch müssen sich ja nicht alle gleich an die Gesetze halten, denn nicht alle können sich teure Anwälte leisten......usw.....

 

wenn du ein tier bist, welche rechte hast du dann?

lehnst dich weit aus dem fenster, mit dem wort "wir".

sime
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aprecio hat am 10.05.2014 - 14:50 folgendes geschrieben:

sime hat am 10.05.2014 - 13:57 folgendes geschrieben:

hast Du deshalb den Titel "Royalisten" gewählt oder wolltest Du auf etwas anderes hinweisen?

das wort ist irgendwie hängengeblieben heute morgen : ) :

je mehr antworten ich suche desto mehr widersprüche tauchen auf.


was geht sonst ab..???

smiley

ist es gut wie es ist?

wohin gehts?

was???

smiley

ich sollte lieber meine sms kontakte checken.

smiley

was meinst du?

alles klar

fffffff***

*dampf*

 

Naja, so genau wollte ich es nun auch nicht wissen. Wink

 

 

MarcusFabian
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Gerechtigkeit

Gerechtigkeit in einer Gesellschaft ist ein schwieriges Thema. Die Bandbreite der Menschen reicht von faul und unfähig bis fleissig und genial. Es macht durchaus Sinn, dass die genialen im Kapitalismus weitaus mehr Möglichkeiten haben, sich zu entfalten und auch zu profitieren als beispielsweise im Kommunismus, wo Leistung nur marginal belohnt wird.

Entsprechend ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn geniale Köpfe wie Warren Buffet oder Bill Gates einen entsprechenden Reichtum anhäufen. Nun gut, man kann darüber streiten, ob die Gründung von Microsoft der Menschheit so viel Gutes gebracht hat, dass man die Gründung mit einem zweistelligen Milliardenbetrag vergüten muss aber lassen wir das mal so stehen.

Es ist also meiner Meinung nach gerecht, wenn ein genialer Erfinder für seine Leistung eine Milliarde an Vermögen anhäufen kann.

Der Sündenfall beginnt aber mit der nächsten Generation: Nehmen wir an, der Erfinder stirbt und hinterlässt seinem Sohn eine Milliarde. Bei einem Zins von 3.65% (was weit unter dem langjährigen Durchschnitt liegt), bekommt der Sohn pro Jahr 36.5 Mio oder 100'000 pro Tag rein an Zinsen und ohne das Stammkapital angreifen zu müssen. Er führt also ohne jegliche Leistung ein Luxus-Leben in Saus und Braus. Diese 100'000 pro Tag müssen selbstverständlich von irgend jemandem erarbeitet und bezahlt werden. Und das ist der Mittelstand.
Vermutlich wird es dem Sohn gar nicht gelingen, 100'000 pro Tag auszugeben und somit wird das Stammkapital täglich mehr und somit auch die Zinsen. Und so kann er vielleicht nach seinem Leben seinem Sohn 2 Milliarden vererben ...

Während sein Vater also noch etwas sehr sinnvolles leisten musste, um eine Milliarde zu verdienen, bekommt der Sohn ohne die geringste Leistung ein Luxusleben auf Kosten der Gesellschaft und 1 Milliarde geschenkt.

Hier hört es für mich mit der Gerechtigkeit endgültig auf!

Ich habe bisher auch noch keine Begründung gelesen, warum das sinnvoll oder gerechtfertigt sein soll.

Cambodia
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Der Vater lebt in diesem Beispiel als genetischer Teil nach seinem Tod im Körper seines Sohnes somatisch weiter, also hat der Sohn, die Tochter resp. die gesetzlichen und blutverwandten Erben zu 100% Anrecht auf das Geerbte.

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

sime
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MarcusFabian hat am 11.05.2014 - 22:15 folgendes geschrieben:


Ich habe bisher auch noch keine Begründung gelesen, warum das sinnvoll oder gerechtfertigt sein soll.

 

Im Kapitalismus ist das Privateigentum und somit auch die Nachfolgeregelung dessen im Sinne des Verstorbenen geschützt. Wenn der Erfinder der Gesellschaft dank seines Genies eine weitere innovative Errungenschaft in der Entwicklung gebracht hat, er dafür zeitlebens auch eine Milliarde angehäuft hat, ist es schon statthaft, dass sein Wille nach seinem Hinschied berücksichtigt wird. Wenn er darüber nichts zu entscheiden hätte, der Staat ihm das Vermögen gegen seinen Willen pfändet, dann landen wir zwangsläufig wieder beim Kommunismus. Dieser Gedanke fängt ja schliesslich nicht erst beim Milliardär an, sondern beginnt schon bei 10 000.-, es geht um die Freiheit des Individuums und die Unveräusserlichkeit des Willens. Warum sollte jemand ein Vermögen aufbauen können, aber am Ende nicht darüber verfügen können? Sie dürfen ihre Erben ja auch enterben, wie zuletzt dieser Gurlitz, welcher seine Kunst lieber dem Kunstmuseum Bern vermachte, als seinen Erben. Ich finde es aber auch fair, dass die Erben die Freiheit haben, das Erbe anzunehmen, oder es auszuschlagen, egal ob Schulden oder Vermögen.

Wenn jemand zeitlebens also eine Milliarde Vermögen durch Fleiss und Genie zustande brachte, warum sollten seine Kinder nicht davon profitieren dürfen, wenn dieser jemand seine Kinder auch wirklich geliebt hat. Doch nicht immer gilt, reich macht glücklich.

Das mit den Zinsen ist ja schliesslich ein ganz anderer Hut.

Ich finde es gerechtfertigt, dass der Wille des Individuums geachtet wird und somit auch die Freiheit eines Reichen über sein Vermögen nach seinem Tode in seinem letzten Willen zu verfügen.

 

aprecio
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sime hat am 11.05.2014 - 22:51 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 11.05.2014 - 22:15 folgendes geschrieben:

 

Ich habe bisher auch noch keine Begründung gelesen, warum das sinnvoll oder gerechtfertigt sein soll.

 

Im Kapitalismus ist das Privateigentum und somit auch die Nachfolgeregelung dessen im Sinne des Verstorbenen geschützt. Wenn der Erfinder der Gesellschaft dank seines Genies eine weitere innovative Errungenschaft in der Entwicklung gebracht hat, er dafür zeitlebens auch eine Milliarde angehäuft hat, ist es schon statthaft, dass sein Wille nach seinem Hinschied berücksichtigt wird. Wenn er darüber nichts zu entscheiden hätte, der Staat ihm das Vermögen gegen seinen Willen pfändet, dann landen wir zwangsläufig wieder beim Kommunismus. Dieser Gedanke fängt ja schliesslich nicht erst beim Milliardär an, sondern beginnt schon bei 10 000.-, es geht um die Freiheit des Individuums und die Unveräusserlichkeit des Willens. Warum sollte jemand ein Vermögen aufbauen können, aber am Ende nicht darüber verfügen können? Sie dürfen ihre Erben ja auch enterben, wie zuletzt dieser Gurlitz, welcher seine Kunst lieber dem Kunstmuseum Bern vermachte, als seinen Erben. Ich finde es aber auch fair, dass die Erben die Freiheit haben, das Erbe anzunehmen, oder es auszuschlagen, egal ob Schulden oder Vermögen.

Wenn jemand zeitlebens also eine Milliarde Vermögen durch Fleiss und Genie zustande brachte, warum sollten seine Kinder nicht davon profitieren dürfen, wenn dieser jemand seine Kinder auch wirklich geliebt hat. Doch nicht immer gilt, reich macht glücklich.

Das mit den Zinsen ist ja schliesslich ein ganz anderer Hut.

Ich finde es gerechtfertigt, dass der Wille des Individuums geachtet wird und somit auch die Freiheit eines Reichen über sein Vermögen nach seinem Tode in seinem letzten Willen zu verfügen.

 

kommunismus - wie definiert man es?

für mich sehe es so aus: es gibt eine arbeiterklasse und eine führungsklasse. alles gehört der führungsklasse.

im kapitalismus bestimmt das kapital. da gibt es eine arbeiterklasse und... eine führungsklasse. das kapital bestimmt wieviel ein mensch wert ist.

ich sehe da keinen unterschied. abgesehen von den gesetzen, die manchmal ersetzt oder ergänzt werden. wenn sich das volk, erzwungen oder freiwillig, aus der bestimmung entzieht, dann führt es automatisch in die aktuelle lage, da nur das geld bestimmt, wird der bürger immer weniger berücksichtigt (alle macht der wirtschaft und der politik).

ich missgönne keinem wirtschaftskäptn seinen erfolg, auch keinem politiker. es stellt sich einfach die frage was mit dem kapital angestellt wird. diese leute dürfen eine privatsphäre haben, sie tragen aber eine besondere verantwortung gegenüber dem wirtschaftssystem, ZU DEM WIR ALLE BEITRAGEN!

man kann doch nicht einen menschen, der keine geeignete arbeit findet, als parasiten hinstellen und einen anderen, der den tag mit golfen, lunch, jetten und gemeinschaftlichen puffbesuch verbringt, als held der nation?! die wirtschaftsführer bestimmen über politische entscheide, ohne gewählt zu werden und ohne öffentlich rechenschaft zu beziehen. wo bleibt da der wille der gemeinschaft?

in der computerbranche gab es mehrere genies, die sich über die gestaltung einer benutzerfreundlichen bedienung gedanken machten. die entwicklung war ein logischer schritt.

ich wäre damit einverstanden, wenn die obersten, die nichts für die allgemeinheit leisten, <0% zinsen bekommen und die untersten >10% p.a..

ausserdem kommt mir die möglichkeit in den sinn, dass eine portion des kapitals - ab einer bestimmten geerbten summe - automatisch in staatsnahe betriebe fliesst.

der milliardär hätte dadurch ein begründetes mitspracherecht, das öfftentlich beurteilt wird.

MarcusFabian
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aprecio hat am 12.05.2014 - 12:01 folgendes geschrieben:


ich missgönne keinem wirtschaftskäptn seinen erfolg,

Ich auch nicht. Habe ich ja so auch geschrieben. Es geht mir auch nicht um den Sohn, der den Bauernhof oder den Handwerksbetrieb des Vaters erbt und den Betrieb weiterführt.

Es geht mir um die riesigen Vermögen (konkret, die 0.1% der Supperreichen Amerikaner, die ein Drittel der USA besitzen) und deren Söhne ein Leben lang genau so wenig zur Gesellschaft beitragen wie der ebenfalls arbeitslose Penner unter der Brücke.

Das Problem mit der "normalen Erbschaft in vernünftigem Rahmen" wäre ohne weiteres durch eine Progression zu lösen.

So als Phantasiebeispiel: Die ersten 100k sind Erbschaftssteuerfrei, bis 500k zahlt man 10%, ab 50 Mio 50%, ab 100 Mio 80% ... etc, was auch immer.

 

aprecio
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MarcusFabian hat am 12.05.2014 - 19:05 folgendes geschrieben:

aprecio hat am 12.05.2014 - 12:01 folgendes geschrieben:

 

ich missgönne keinem wirtschaftskäptn seinen erfolg,

Ich auch nicht. Habe ich ja so auch geschrieben. Es geht mir auch nicht um den Sohn, der den Bauernhof oder den Handwerksbetrieb des Vaters erbt und den Betrieb weiterführt.

Es geht mir um die riesigen Vermögen (konkret, die 0.1% der Supperreichen Amerikaner, die ein Drittel der USA besitzen) und deren Söhne ein Leben lang genau so wenig zur Gesellschaft beitragen wie der ebenfalls arbeitslose Penner unter der Brücke.

Das Problem mit der "normalen Erbschaft in vernünftigem Rahmen" wäre ohne weiteres durch eine Progression zu lösen.

So als Phantasiebeispiel: Die ersten 100k sind Erbschaftssteuerfrei, bis 500k zahlt man 10%, ab 50 Mio 50%, ab 100 Mio 80% ... etc, was auch immer.

 

ok. wollte nur meine meinung auch profilieren.

ich mag steuern nicht. nur die "profitierenden" mögen sie, nehme ich an.

kann ein normaler bürger fragen, wozu die steuern im detail verwendet werden?

ich fände es unfair, wenn der staat den superreichen mit dem steuerrecht (man könnte sagen) enteignet.

der trend zeigt eindeutig zum automatischen informationsaustausch. mit diesem (aus meiner sicht sinnvollen) instrument, hätte eine vertrauensperson einsicht in das vermögen aller leute.

übrigens, fragt einmal befreundete bankangestellte, ob sie die details sehen, woher der kunde geld erhält und wohin er es weiterleitet. ich habe keinerlei angst vor dem automatischen informationsaustausch. selbstverständlich kann auch dieser missbraucht werden. dazu bräuchte es nicht einmal den beitritt in die EU.

der vorteil mit der zins-lösung wäre also, dass der staat gesetzlich vorgeben kann, wieviel zins die banken an wen verteilen: von weniger als nix bis x%. schliesslich sind es ja die banken, welche druck ausüben müssen.

bestechungsversuch: der staat müsste auch nicht unbedingt auf eine erbschaftssteuer verzichten. nah? Wink

bei diesem vorschlag ist die exportierung natürlich pflicht. also internationales übereinkommen.

nichts wegnehmen - nur regulieren (new american style).

MarcusFabian
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aprecio hat am 12.05.2014 - 19:52 folgendes geschrieben:


ich fände es unfair, wenn der staat den superreichen mit dem steuerrecht (man könnte sagen) enteignet.

Ich kann Deine Bedenken sehr gut nachvollziehen.
Die Crux ist halt, dass unser Zinseszinssystem so ausgelegt ist, dass sich zwangsläufig gegen Ende alles Geld bei einigen wenigen sammelt. Also haben wir nicht viele Möglichkeiten, das Geld wieder von oben nach unten zu holen:
* Vermögens- und Erbschaftssteuer
* Negativzinsen
* Schuldenschnitt und somit einmalige Vernichtung von Vermögen.

Ansonsten könnten wir irgend wann enden wie das römische Reich oder Frankreich kurz vor der Revolution. Da hatte sich jeweils das ganze Geld bei wenigen Familien konzentriert und das hungernde Volk ging auf die Strasse.

Davon sind wir in der Schweiz zum Glück noch weit weg. Aber in einigen Nordafrikanischen Ländern gab es bereits Hungeraufstände und die USA und Griechenland sind auf dem besten Wege in diese Richtung.

 

 

aprecio
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HEAVY CHECK MARKVermögens- und Erbschaftssteuer

HEAVY CHECK MARK Negativzinsen für höchste vermögen und maximalzins für kleinste vermögen

ROMAN NUMERAL TEN Schuldenschnitt und somit einmalige Vernichtung von Vermögen. “Dignity is to have a dream, a strong dream that gives you a vision, a world where you have a place, where your contribution, however small it may be, will change things.”  "On top of that, continuously low inflation brings additional risks," Lagarde was quoted as saying. "Monetary policy in Europe should therefore provide further growth stimulus." https://finance.yahoo.com/news/imfs-lagarde-calls-more-ecb-075943979.html es scheint mir klar, dass die reichsten ihr geld weder verteilen noch darauf verzichten möchten. vermutlich wäre es das beste, von unten herauf geld zur verfügung zu stellen.

MarcusFabian
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melchior hat am 12.05.2014 - 23:31 folgendes geschrieben:

Ich weiss nich wen du meinst wenn du über abstrakte Milliardäre schreibst. Sollen sie doch an ihrem Reichtum ersticken, was geht mich das an.

Es geht Dich insofern etwas an als Du ja denen ihre Zinseinkommen erarbeitest und finanzierst.
Im Schnitt sind in jedem Produkt, das wir kaufen etwa 42% Zinsen. Guckst Du hier

Weiterhin habe ich nicht behauptet, die USA stünden derzeit analog französicher Revolution in einer Situation, wo verarmte, hungernde Massen auf die Strasse gehen.
Aber es geht in die Richtung, wie z.B. die steigend wachsende Zahl der Menschen aufzeigt, die von Lebensmittelmarken abhängig sind oder die Ausdünnung des Mittelstandes, der ja die Gesamtlast tragen und sowohl die armen als auch die reichen Arbeitslosen durchfüttern muss.


Dass sich Vermögen von unten nach oben verschieben, vom Mittelstand zu den reichsten 10% ist systembedingt. Das liegt also nicht daran, dass die Reichen böse oder gierig wären. Es ist einfach so und wir müssen das als Tatsache hinnehmen. In den USA ist diese Verschiebung halt schon weiter fortgeschritten als in der Schweiz.

Dass wir daran nichts ändern können, ist mir auch bewusst. Aber hey, diskutieren wird man doch wohl noch dürfen, oder? Wir sprechen ja an anderer Stelle auch über die Preisentwicklung von Nestlé oder die Ukraine-Krise, ohne dass wir daran etwas ändern könnten.

 

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melchior hat am 17.05.2014 - 12:08 folgendes geschrieben:


Die Theorie von MF, soweit von mir verstanden, dies sei den Zinseszinseffekt zuzuschreiben, dass sich Vermögen so ansammeln, dem widerspricht meiner Ansicht nach, dass die grossen Vermögen fast immer in Aktien/Firmenbeteiligungen und Immobilien zustandekamen und gehalten werden und nicht in Zinspapieren.

Du hast es offensichtlich nur teilweise verstanden: Es geht nicht (oder nur am Rande) um Zinsen, die wir bewusst bekommen oder bezahlen. Es geht um die versteckten Zinsen:
Wenn Du für Fr. 1.- ein Päckchen Gummibärchen kaufst, dann zahlst Du etwa 58 Rappen für die Gummibärchen und 42 Rappen für die Zinsen auf dem Ladenlokal des Detailhändlers, der Zinsen auf Krediten für Maschinen bei Haribo etc. etc.

Und wenn Du eine Wohnung gemietet hast, beträgt der Anteil der Zinsen an Deiner Miete wohl gut über 70%

Nimm als Basis diese Grafik der deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2000, die ich hier auch weiterführend erklärt habe:

Lesebeispiel: Die deutschen Haushalte haben €1182 Mrd. ausgegeben, dabei €500 Mrd. Zinsen bezahlt und €420 an Zinsen erhalten. Die Differenz von €80 Mrd. stellt entsprechend die Zinseinnahmen der BuBa dar.
Wir können also behaupten: In Ausgaben von 1182 Mrd. stecken 500 Mrd. an Zinsen. Entsprechend zahlen wir (bzw. die Deutschen im Jahr 2000) rund 42% Zinsen in jedem Produkt.

Wir bekommen also einerseits Zinsen aus unseren Investments, PK-Beteiligungen, zahlen andereseits aber Zinsen durch direkte Schulden oder indirekt über Produktepreise.

Der Punkt ist, dass das reichste Dezil (=10%) netto mehr Zinsen kassiert als es bezahlt. Die sind also die Profiteure des Systems.

Beim zweitreichsten Dezil (in der Grafik Gruppe 9) sind die Zinseinnahmen mit 21.4 Mrd und Zinsausgaben von 21.5 Mrd nahezu ausgeglichen. Sie kassieren ebensoviel an Zinseinnahmen wie sie bezahlen. Die Dezile 1-7 hingegen (Unterschicht bis obere Mittelschicht) zahlen im Schnitt mehr an Zinsen als sie bekommen.

Die Verschiebung des Geldes von unten nach oben zeigt die unterste Zeile (Zinssaldo): Pro Jahr werden von den Dezilen 1-9 rund 36.5 Mrd Euro an das reichste Dezil 10 transferiert.
Dies wie gesagt der Stand Deutschland im Jahr 2000. Mittlerweile hat sich allerdings die Geldmenge Deutschlands verdreifacht.

Nochmals: Du bist Dir nicht bewusst, dass in der Packung Gummibärchen, für die Du 1.- bezahlst 0.42 an Zinsen drin stecken. Gäbe es keine Schulden und somit keine Zinsen, würdest Du also nur 0.58 für die Gummibärchen bezahlen müssen. Und - wohlgemerkt - dies bei gleichem Lohn.

Du kannst jetzt natürlich argumentieren: "Tja, das ist Deutschland".
Ich werde darauf kontern: "Tja, das war das Jahr 2000".
Seit dem Jahr 2000 hat sich nämlich auch die Geldmenge (Vermögens- und Schuldenmenge) der Schweiz verdreifacht. Und die Schweiz steht mit Gesamtschlulden von 300% BSP sowieso schlechter da als Deutschland. Die Schweiz steht etwa auf vergleichbarem Niveau mit Italien, das ebenso 300% BSP Schulden hat.
Der Unterschied ist allerdings, dass in Italien der Staatsschulden-Anteil höher ist. In der Schweiz der Anteil an Firmen- und Privatschulden.

 

MarcusFabian
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melchior hat am 18.05.2014 - 00:51 folgendes geschrieben:


Nun du hast dich scheinbar festgelegt die ultimative Lösung von Ungerechtigkeit liegt in einer WR = Vernichtung sämtlicher Schulden und der Kredite, Sparguthaben, Pensionsansprüche usw.


 

 

 

Nicht zwingend. Es gibt insgesamt 4 Lösungsansätze: Austeritär, Wachstum, Inflation und Schuldenschnitt (WR).

Schön in Detail auseinander genommen und erklärt von Daniel Stelter, Boston Consulting Group. (20 min, englisch)

https://www.youtube.com/watch?v=1igqxr5Bfqk

 

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melchior hat am 23.05.2014 - 09:08 folgendes geschrieben:

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt mehr.

Das Verschwenden von Steuergeldern ist in der Schweiz (noch) nicht strafbar

Fotostrecke http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-verschwendung-von-steuerge...

Das Schwarzbuch / Der Bund der Steuerzahler deckt auf http://www.schwarzbuch.de/

 

Strafen für Steuer-Verschwender gefordert
Wegen IT-Millionengräbern und Kostenüberschreitungen bei Bauprojekten: SVP-Nationalrat Lukas Reimann fordert Strafen für Politiker, die Steuern verschwenden.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Strafen-fuer-Steuer-Verschwender-...

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MarcusFabian
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melchior hat am 23.05.2014 - 09:08 folgendes geschrieben:

Doch um Schulden nachhaltig abzubauen,

Die Schulden können nicht abgebaut werden. Das lässt das System einfach nicht zu. So lange die Zinsen positiv sind, muss sich die Geldmenge zwangsläufig um mindestens die Zinsen erhöhen.
Von den drei grossen Gruppen Staat, Unternehmen, Private, kann eine - z.B. der Staat - seine Schulden nur dann reduzieren, wenn eine der anderen Gruppen höhere Schulden macht.
 

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MarcusFabian hat am 23.05.2014 - 23:26 folgendes geschrieben:

melchior hat am 23.05.2014 - 09:08 folgendes geschrieben:

Doch um Schulden nachhaltig abzubauen,

Die Schulden können nicht abgebaut werden. Das lässt das System einfach nicht zu. So lange die Zinsen positiv sind, muss sich die Geldmenge zwangsläufig um mindestens die Zinsen erhöhen.
Von den drei grossen Gruppen Staat, Unternehmen, Private, kann eine - z.B. der Staat - seine Schulden nur dann reduzieren, wenn eine der anderen Gruppen höhere Schulden macht.

So ein Nonsens.  Aktiven und Passiven gleichen sich aus. Würden die Vermögen verteilt, wären die Schulden weg. Die Vermögen auch.

Die Schweiz baut seit mehr als 10 Jahren Schulden ab.

Ich baue auch Schulden ab.

 

Jubeljahr

Das jüdische Jubeljahr begann immer an Jom Kippur, am 10. Tag des Tischri, und wurde mit Posaunen im ganzen Land verkündigt. Nach sieben Sabbatjahren[1] (sieben mal sieben Jahre = 49) musste für ein ganzen Jahres alle Feldarbeit ruhen, auch wurden die hebräischen Sklaven ohne Unterschied freigelassen; verkaufte und verpfändete Grundstücke (Häuser in ummauerten Städten und dem Heiligtum gelobte Äcker ausgenommen) kamen ohne Entschädigung aus fremden Händen wieder an den ursprünglichen Besitzer oder seine rechtmäßigen Erben zurück, und alle Schulden wurden erlassen.

Der Hauptzweck dieser Einrichtung war, die von Moses beabsichtigte Gleichheit unter den Güterbesitzern zu erhalten: Das Jubeljahr sollte gewissermaßen eine Wiedergeburt des ganzen Staats bewerkstelligen.

http://de.wikimannia.org/Jubeljahr

 

 

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 24.05.2014 - 10:36 folgendes geschrieben:


So ein Nonsens.  Aktiven und Passiven gleichen sich aus. Würden die Vermögen verteilt, wären die Schulden weg. Die Vermögen auch.


 

 

 

Richtig. Also Vernichtung der Schulden über Inflation (Vernichtung von Kaufkraft) oder Schuldenschnitt (freiwillig) oder über Konkurse (unfreiwillig).
Auch negative Zinsen würden die Geldmenge langfristig verringern.

So lange die Geldmenge steigt haben wir die Situation mit den 10 Lederstücken, wo A seine Schulden nur abbauen kann, wenn B seine Schulden erhöht.

aprecio
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ich bin auch noch da

Elias hat am 24.05.2014 - 10:36 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 23.05.2014 - 23:26 folgendes geschrieben:

melchior hat am 23.05.2014 - 09:08 folgendes geschrieben:

Doch um Schulden nachhaltig abzubauen,

Die Schulden können nicht abgebaut werden. Das lässt das System einfach nicht zu. So lange die Zinsen positiv sind, muss sich die Geldmenge zwangsläufig um mindestens die Zinsen erhöhen.
Von den drei grossen Gruppen Staat, Unternehmen, Private, kann eine - z.B. der Staat - seine Schulden nur dann reduzieren, wenn eine der anderen Gruppen höhere Schulden macht.

So ein Nonsens.  Aktiven und Passiven gleichen sich aus. Würden die Vermögen verteilt, wären die Schulden weg. Die Vermögen auch.

Die Schweiz baut seit mehr als 10 Jahren Schulden ab.

Ich baue auch Schulden ab.

 

Jubeljahr

Das jüdische Jubeljahr begann immer an Jom Kippur, am 10. Tag des Tischri, und wurde mit Posaunen im ganzen Land verkündigt. Nach sieben Sabbatjahren[1] (sieben mal sieben Jahre = 49) musste für ein ganzen Jahres alle Feldarbeit ruhen, auch wurden die hebräischen Sklaven ohne Unterschied freigelassen; verkaufte und verpfändete Grundstücke (Häuser in ummauerten Städten und dem Heiligtum gelobte Äcker ausgenommen) kamen ohne Entschädigung aus fremden Händen wieder an den ursprünglichen Besitzer oder seine rechtmäßigen Erben zurück, und alle Schulden wurden erlassen.

Der Hauptzweck dieser Einrichtung war, die von Moses beabsichtigte Gleichheit unter den Güterbesitzern zu erhalten: Das Jubeljahr sollte gewissermaßen eine Wiedergeburt des ganzen Staats bewerkstelligen.

http://de.wikimannia.org/Jubeljahr

 

 

 

der ausdruck nonsens trifft es gut, wenn man sich nie in der lage fand, sich gedanken darüber machen zu müssen.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Wer-arm-ist--bleibt-es-meist-ein-L...

elias, dein posting ist widersprüchlich und regt deshalb zum nachdenken an:

die wohlhabenden gewinner, werden in der heutigen zeit lügen und töten, um das system aufrecht zu erhalten, welches sie reich gemacht hat. unterstützung werden sie von schlafwandelnden aspiranten bekommen.

sie, als wohlhabende, kontrollieren den staat, der staat und ihre bürger stellen eine armee und diese dienen dem system, welches mehr arme als reiche produziert.

die argumentation von markus ist sowas von sonnenklar evident, empirisch belegt - nähmlich, dass grosse vermögen viel zinsen produzieren, die von der arbeitenden bevölkerung erwirtschaftet werden müssen und deshalb nicht zwingend dem staat und der welt dienen, sondern durch den erzwungen übermässigen konsum zu zerstörung der umwelt führt.

du kannst dich also glücklich schätzen, aber deshalb nicht intelligenter. die erwähnung des jubeljahres als probates mittel widerlegt die sinnhaftigkeit des ersten abschnitts deines postings. aber als sprachrohr der minderheit kann es dienen.

die hervorhebung des zweckes des jom kippur sollte wohl so aussehen: "Das Jubeljahr sollte gewissermaßen eine Wiedergeburt des ganzen Staats bewerkstelligen."

und "gleichheit" im wirtschaftlichen sinne sei nicht, als forderung am charakter eines individuums zu verstehen, wie es der eingefügte link beispielsweise zu erklären versucht:

«Harmonie ist Zusammenklang von Ungleichem. Ein einziger gleicher Ton, gesungen aus tausend Kehlen, ergibt keine Melodie, sondern einen eintönigen Schrei. Erzwungene Gleichheit tötet jede Lebendigkeit, zerstört jede Kreativität und zerreißt die Bande des harmonischen Miteinanders. Erst aus der fruchtbaren Zusammenarbeit von Ungleichen ergibt sich der Fortschritt, dem wir unseren Wohlstand verdanken. Wie aber sieht die Realität aus? Alle Kinder werden in eine Einheits­schule gezwungen, müssen dort dasselbe lernen; alle Erwachsenen sollen dasselbe verdienen und besitzen; alle Welt soll mit demselben Gelde bezahlen; jeder Mensch soll zugleich Inländer und Ausländer sein, zugleich Mann und Frau, zugleich Mutter und Vater, zugleich Arbeitstier und Freizeit­gourmet; jede sinn­stiftende Konkurrenz zwischen Ungleichen wird im Ansatz als böse dargestellt und von vornherein unterbunden.» - Karin Pfeifer-Stolz

sondern am wohlstand und wohlergehen des ganzen staates - durch solidarisches wirken und gleichen voraussetzungen für alle lebewesen.

daraus folgt: "fortschritt oder zerstörung". selbstverständlich verfügt die minderheit heute über mehr mittel zum eigenschutz.

deshalb wird in der bibel "der zorn gottes" und die manipulation durch die mächtigen und falschen propheten erwähnt.

der teufel erscheint als lamm und das lamm erscheint als teufel.

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aprecio hat am 24.05.2014 - 12:13 folgendes geschrieben:

elias, dein posting ist widersprüchlich und regt deshalb zum nachdenken an:

Mit Absicht.

Ich wollte damit ausdrücken, dass das Problem schon seit Jahrtausenden bekannt ist und das z.B. mit den Jubeljahren versucht wurde, es zu entschärfen. Wo anders steht: Wer hat, dem wird gegeben.....

 

Ein paar Gedanken zum Reichtum: http://de.wikiquote.org/wiki/Reichtum#Materieller_Reichtum

 

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melchior hat am 24.05.2014 - 12:21 folgendes geschrieben:

1. Die Geldmenge hat sich aber in letzter Zeit stärker erhöht als die Zinsen. Dass diese zus. Geldmenge eines Tages wieder reduziert würde, war von den ZBs ja wiederholt zu hören.....?? Ob dies sehr realistisch?

2. Die Staatsschuldenquote der Schweiz wurde abgebaut. Aber die Gesamtschulden (inkl. Hypotheken) wohl eher nicht.

zu 1.
Wer hat denn das Geld? Unter anderem die Banken und die geben es nur widerwillig weiter.
Passend dazu: die  wundersame Notenschwemme http://www.20min.ch/finance/news/story/Die-wundersame-Notenschwemme-2313...

 

zu 2.
Das Hypothekarvolumen hat sicher zugenommen. Dem gegenüber stehen als Sicherheiten (Vermögen) die Immobilien. Die 2. Hypothek MUSS zurückbezahlt werden

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