Neokapitalismus

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06.09.2011 10:17
#1
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Neokapitalismus

Ich möchte in diesem Thread ein paar Gedanken formulieren, hoffentlich auch auf andere Gedanken stossen.

Es geht dabei um die Zukunft.

Mein Ansatz ist utopischer Natur. Meine Gedanken sind sprunghaft.

Mein Eindruck ist, dass die Weltgemeinschaft in einem sehr gefährlichem Zustand ist.

Noch nie war sie so vernetzt und verstrickt. Der Kapitalismus ist das vorherrschende und bestimmende System, welches den ganzen Globus beherrscht. Das Individuum, als Abstrakt, steht dabei im Fokus.

Als Konsument, als Arbeitskraft, als Stimmbürger in den Demokratien, als Empfänger von Renten ect.

Doch hat sich eine Ideologie gebildet, die fast unsichtbar, das Handeln und Denken des Kollektiven, bestimmt. Diese Ideologie zu analysieren, wäre eines der Themen hier. Denn ich glaube, der Kern fast aller Probleme, mit welcher die Gesellschaften konfrontiert sind, finden da eine der Wurzeln.

Der Thread "Geldsysteme" und MFs Analysen, haben mich auf den Gedanken gebracht, dass diese Ideologie, aus dem Zinseszinssystem entstanden sein muss. Somit nicht eine von menschlicher Vernunft geleitete Ideologie ist.

Somit habe ich für mich eine Erklärung gefunden, wie es sein kann, dass eine so fortgeschrittene und kluge Zivilisation, so tatenlos bleibt, gegenüber den gravierenden Problemen, auf welche sie zusteuert. ZB. Klimawandel.

Man kann hier geteilter Meinung sein. Doch die grosse Mehrheit von Wissenschaftlern, die sich damit abgeben, sehen da ernsthaftere Probleme, als uns lieb sein kann.

CO2 ist nur ein Aspekt von unzähligen Aspekten, welche wir den kommenden Generationen schultern.

:arrow:

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25.09.2011 22:35
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Neokapitalismus

Man stelle sich vor: Hitler hätte den Krieg nicht verloren.

Oder Stalin hätte nach dem Zusammenbruch des Nazireiches, Europa besetzt.

Unter Hitler wäre die Schweiz vielleicht noch gnädig davongekommen. Wir wären mittlerweile sicher integriert im Herrenmenschen-Volk.

Im Osten würden Ostsklaven für uns schuften. Wir hätten vielleicht Autos und Autobahnen, aber keine Freiheit.

Das Regime wäre verblödet und degeneriert. Das geschieht bei Diktaturen in der Regel.

Die Todes-Maschine wäre sicher, nach der Ausrottung der Juden, weitergelaufen. Zur Zeit würde man vielleicht Asiaten oder Afrikaner vergasen. Oder wäre gerade der 3.Weltkrieg im Gange gegen Amerika?



Doch sind wir etwas viel besseres geworden als Herrenmenschen.

Wir sind Teil der Menschheit. Und wir sind geistig frei. Theoretisch.


 

11.09.2011 20:49
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the jobless future

es wird zwar schon in einem anderen thread thematisiert, aber trotzdem finde ich hierzu erwähnenswert, dass bereits 1994 etwas wie das bedingungslose einkommen erwähnt wird und auch in der universität harvard berücksichtigt wurde.

http://understandingsociety.blogspot.com/2011/09/jobless-future.html?utm...

die anzahl und qualität der jobs wird nie wieder auf das level der 50er und 60er jahre ansteigen, um den zufluss des mittelstands aufrecht zu erhalten.

"The future will involve work -- but not enough jobs to ensure a low unemployment rate. Here is their assessment in 1994:

For there is no doubt that we have yet to feel the long-term effects on American living standards that will result from the elimination of well-paid professional, technical, and production jobs. At the same time, nearly everyone admits that many of these jobs are gone forever."

11.09.2011 19:36
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zustände

hier wird gemeldet, dass die eismenge am nordpol dieses jahr auf ein rekordtief fallen wird.

manche erhoffen sich dadurch kürzere seefracht-wege und ein vereinfachtes bohren nach öl :idea:

http://nsidc.org/arcticseaicenews/

http://thinkprogress.org/green/issue/

11.09.2011 19:24
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Re: Neokapitalismus

melchior wrote:

es geht dabei um die Zukunft.

Mein Ansatz ist utopischer Natur. Meine Gedanken sind sprunghaft.

Mein Eindruck ist, dass die Weltgemeinschaft in einem sehr gefährlichem Zustand ist.

Noch nie war sie so vernetzt und verstrickt. Der Kapitalismus ist das vorherrschende und bestimmende System, welches den ganzen Globus beherrscht. Das Individuum, als Abstrakt, steht dabei im Fokus.

Als Konsument, als Arbeitskraft, als Stimmbürger in den Demokratien, als Empfänger von Renten ect.

Doch hat sich eine Ideologie gebildet, die fast unsichtbar, das Handeln und Denken des Kollektiven, bestimmt. Diese Ideologie zu analysieren, wäre eines der Themen hier. Denn ich glaube, der Kern fast aller Probleme, mit welcher die Gesellschaften konfrontiert sind, finden da eine der Wurzeln. :arrow:

ein video das meinerseits keine weiteren kommentare braucht:

http://www.youtube.com/watch?v=dRhFnLeDdzM&feature=related

08.09.2011 21:30
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Ich glaube wir können vielleicht beides nicht mehr essen, wir sollten die Ernährung ganz umstellen. Der Doktor stirbt als erstes.


..........ich bin nicht durchgeknallt.....tu nur so

 

08.09.2011 20:59
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melchior wrote:

Schon in den 70er Jahren gab es Warnungen von verschiedenen Seiten, dass die Wachstumsgesellschaft auf Kollisionskurs ist.

...

Gut möglich, dass wir noch einige Jahre oder sogar Jahrzehnte so weitermachen können.

Nein, wir werden nicht mehr Jahrzehnte lang so weitermachen können. Das ist schon mathematisch (s. Exponentialfunktion) unmöglich: Exponentialfunktionen starten ja friedlich, bis sie irgend wann in einer "Hockey-Stick"-Kurve nach oben rennen und dann kollabieren.

Wir haben bei der Weltbevölkerung, beim Energieverbrauch und bei den Schulden diesen Punkt bereits überschritten.

Werden wir nach dem Kollaps das aktuelle System ändern?

Wahrscheinlich schon, denn:

Du gehst zum Arzt, weil Du krank bist: Er sagt Dir, Du seist krank, weil Du in den letzten Jahren zu viele Bananen und zu wenig Orangen gegessen hast. Ergo wirst Du (vorausgesetzt, beides schmeckt Dir) in Zukunft mehr Orangen essen und auf Bananen verzichten.

Auf das Geldsystem übertragen: Von Fiat-Money auf Goldstandard.

Vielleicht wirst Du nach ein paar Jahren wieder krank, weil Du nun zu viele Orangen und zu wenig Bananen gegessen hast und wirst Deine Diät wieder umstellen. Natürlich diesmal nicht so krass. Du wirst versuchen, einen ausgewogenen Mix aus Bananen und Orangen zu konsumieren.

Geldystem ==> Partielle Golddeckung oder andere Art von Deckung.

08.09.2011 20:42
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Angst vergiftet das Denken.
 

08.09.2011 15:47
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H:angel:

08.09.2011 15:25
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melchior wrote:

Stella wrote:
armen sind arm ,weil sie wie die reichen leben/leben wollen.

Da gibt es ja viele Beispiele von Leuten, die sich verschulden, um sich Dinge zu leisten, die sie nicht brauchen. Der Mainstream will heute so sein wie Paris Hilton oder sonstige Promis. Das nenne ich Armut.

da gebe ich dir recht.

08.09.2011 15:06
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Behauptung:

Im Zentrum der Konsum-kapitalistischen Ideologie stehen die Interessen des Kapitals. Dieses gaukelt uns vor, im Interesse des Individuums zu handeln. Doch wird das Individuum vor allem als Konsument und als Arbeitskraft gesehen.

Als Konsument funktioniert die Masse nur, wenn unbefriedigte Bedürfnisse vorhanden sind, denn in unseren Breitengraden sind die Grundbedürfnisse schon lange nicht mehr ausreichend, um ein Wachstum zu generieren.

So müssen ständig neue Bedürfnisse geschaffen werden.

08.09.2011 11:56
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Die Welt in der wir leben, wurde auf Gedanken aufgebaut.

Natürlich brauchten wir auch unsere Hände und Herzen. Aber die hatten schon unsere Urahnen, die Primaten.

Wir sollten nie vergessen, dass deren Blut noch immer durch unsere Adern fliesst, wenn wir wissen wollen, wer wir sind.

In der Geschichte von uns Menschen, haben wir schon unzählige Kulturen aufgebaut. Die Idee, stand dabei immer am Anfang. Jedem Schritt, den wir machten, gingen immer Gedanken voraus.

Gedanken einzelner Individuen, bekamen erst einen Wert, im Austausch mit Gedanken Anderer.

Die Welt in der wir leben, ist nur eine Möglichkeit von vielen.

Die Geschichte der Kulturen zeigt, es gibt verschiedene Wege, wie wir uns entwickeln können. Doch müssen wir uns an das Mögliche halten. Wenn wir diese Leitplanke durchbrechen, so droht der Zusammenbruch der Kultur.

07.09.2011 21:38
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Was zeichnet uns Menschen aus?

Wir sind modifizierte Affen. Herdentiere, lustig und gemein. Wir sind Raubtiere, gefährlich und brutal. Wir wollen geliebt werden und wir sind fähig zu lieben.

Wir wollen wichtig sein und geraten dabei auch in Gier. Wenn wir lange alleine sind, werden wir traurig manchmal auch krank. Wir können böse sein, doch eigentlich sind wir gut. Im Innersten streben wir nach dem Guten. Das war nicht immer so und ist es auch jetzt nicht. Die Abgründe unserer Seele können tief und grausam sein. Wer nie im Schatten lebte, kennt oft nur die halbe Wahrheit und will die andere nicht kennen.

Doch was uns vor allem auszeichnet, ist unser Gehirn.

07.09.2011 15:40
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Stella wrote:

armen sind arm ,weil sie wie die reichen leben/leben wollen.

Da gibt es ja viele Beispiele von Leuten, die sich verschulden, um sich Dinge zu leisten, die sie nicht brauchen. Der Mainstream will heute so sein wie Paris Hilton oder sonstige Promis. Das nenne ich Armut.

07.09.2011 15:25
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die reichen sind reich, weil sie wie die armen leben. armen sind arm ,weil sie wie die reichen leben/leben wollen.

07.09.2011 14:23
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Im Moment bin ich auch sehr oft draussen und mache mir Gedanken wie das ganze noch gut gehen kann und was alles geschen muss & kann damit sich die Lage bessert.

Und in einem Punkte gehe ich mit melchior überein. Solang in der Schule gelernt wird, dass Schulden "gut" sind wirds nicht besser. Wir müssen uns daran erinnern das Schulden nichts gutes sind und eigentlich nur mit dem vorhandenen Geld gewirtschaftet werden kann. Das Leben auf "pump" muss aufhören. Daran verdienen einzig die Banken und wenns schiefläuft werden sie gerettet.

Auch die vielen Währungen und ihre Unterschiede werden wohl langfrstig wegfallen. Die Welt braucht eine Einheitswährung! Es kann nicht sein, dass eine Arbeit in der Scheiz 10x Wert ist wie die selbe in Malaysia etc... Und es wird Zeit brauchen, aber ich glaube fest daran dass dies passieren wird.

Was wir in den USA und Europa zusätzlich für ein Problem haben ist wohl die "Sättigung" wir sind satt vom Erfolg und streben nicht nach mehr. Deshalb werden wir wohl zwangsläufig von den neuen Märkten (Bsp Indien) überholt.

Aber man darf gespannt sein wie sich das ganze weiter entwickelt.

07.09.2011 14:06
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SOOO ÄN OBER OBER SEICH!!!!! Lol

07.09.2011 08:39
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Fiktion:

Planet Erde, ich werde dich nie verlassen.

Du bist eine einsame Insel im unendlichen All.

Ein winziges Staubkorn im weiten Raum.

Tödliche Einsamkeit und Kälte, wohin wir auch blicken.

Du bist Heimat und Schutz.

Du bist Mutter und Vater.

Du bist gütig und reich.

Du gibst uns Speisen und Trank.

Du schenkst uns Liebe und Hoffnung.

Neokapitalistisches Gebet von 2025

06.09.2011 15:02
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Über die Ideologie nachzudenken, halte ich für wichtig, weil sich jeder ein Bild machen soll, über die Wahrheit in der wir leben.

Die Lehre von der Idee :?: oder ein Gebäude zur Verschleierung und Rechtfertigung der wahren Machtverhältnisse :?:

Welche Zielsetzung stellt sich diese Gesellschaft?

Wenn man das Handeln der Politik anschaut, so dreht sich fast alles um das Wachstum. Welches ja dem Individuum zugute kommen soll.

Der moralische Unterbau für das Zusammenleben und die Gesetzgebung, ist die Christliche Religion. Diese hat sich seit der Reformation nicht mehr weiterentwickelt. (Glaubt ja auch fast niemand mehr an das, was die Kirche erzählt) Das Bewusstsein hat sich aber sehr viel weiterentwickelt.

Es ist gewissermassen ein Moral-Vakuum entstanden. Was ist gut und was ist böse? Ist etwas gut, weil es für mich gut ist? Ist etwas gut, weil es für das Wachstum gut ist? Ist etwas gut, weil es die Lebensgrundlagen verbessert?

06.09.2011 11:02
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Wenn ich hier Fakten zitiere, so kommen sie von einem Halbwissenden (od auch Halbschlauen). Ich habe im Laufe der Jahre Dinge aufgeschnappt und sie irgendwo im Hirn ab-gespeichert. Doch werde ich nur Dinge zitieren, die mir plausibel erscheinen. Wenn jemand zu Details mehr weiss als ich, bitte ich um Einsprache.

Etwas zu CO2.

Woher kommt es?

Das CO2, welches wir heute in die Atmosphäre blasen, war schon einmal in dieser.

Es stammte aus dem Erdinneren und wurde durch Vulkanausbrüche ausgestossen.

Vor ca. 250 millionen Jahren, war die Konzentration an CO2 viel höher als heute.

Doch waren die klimatischen Bedingungen auch völlig andere.

CO2 wirkt auf das Wachstum von Pflanzen und Algen, wie ein Dünger.

So wuchsen über Millionen von Jahren gigantische Algen in den Meeren.

Diese sanken nach ihrem Absterben an den Meeresgrund. Unter dem enormen Druck und auch wieder über Millionen von Jahren, verwandelten sie sich zu den fossilen Brennstoffen, welche wir verbrennen.

Man könnte also sagen, fossile Brennstoffe sind auch grün.

Man könnte also sagen fossile Brennstoffe sind auch erneuerbar.

Aber wird es Millionen von Jahren in Anspruch nehmen.

Es gibt Versuche unter Laborbedingungen, welche das CO2 wieder in feste Materie binden. Dies ist also machbar!