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soulrider
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@Touni

Hier ein Bericht aus dem aktuellen Magazin, über deinen zukünftigen Chlapf (Tesla S)! Wink

http://dasmagazin.ch/index.php/tesla/

Mal noch was zu General Motors und einem Projekt aus den 90er Jahren...

Da hatte GM 1996 mit dem EV1 bereits ein Elektroauto auf den Markt gebracht, das für die damalige Zeit eigentlich ganz ordentliche Fahrdaten hatte. Optisch sicher nicht gerade ein Leckerbissen, aber ist ja immerhin schon so einige Jahre her!

Quote:

Das EV1 war ein in Serie gebautes Elektroauto von General Motors. Es wurde als Reaktion auf ein 1990 in Kalifornien erlassenes Gesetz zur Emmissionssenkung geplant und 1996 auf den Markt gebracht. Es wurden insgesamt 1117 EV1 hergestellt, davon wurden 800 an Kunden mit dem Recht der sofortigen Rückgabe an GM verleast.

Trotz des großen Erfolges stoppte GM die Fertigung und forderte alle Fahrzeuge zur Verschrottung zurück. Lediglich 3 Fahrzeuge, welche späteren Ausstellungszwecken dienen sollen, wurden von der GM-Verschrottungsaktion verschont. Eines dieser Kultautos steht nun erstmalig in Europa im Museum Autovision in Altlussheim, Deutschland.

Angetrieben wurde das EV1 von einem 3-Phasen-Wechselstrom-Induktionsmotor mit 102 kW (139 PS), welcher im Zusammenspiel mit der leichten Aluminium-Karosserie und den superleichten Magnesiumrädern für sehr gute Beschleunigungswerte von unter 9 Sekunden von 0 auf 100km/h sorgte. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von Cw 0,19 galt es zudem als das stromlinienförmigste Serienfahrzeug aller Zeiten und schaffte eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Heute bei Hybridfahrzeugen längst Standard ist die Energie-Rekuperation beim Bremsen. Das EV1 nutzte diese Technologie schon 1996 und erreichte somit eine noch heute für Elektroautos als beachtlich geltende Reichweite von bis zu 240 Kilometern.

General Motors schloss mit den EV1-Kunden Verträge ab, die es ermöglichten, das EV1 nach drei Jahren wieder zurückzurufen. Und genau dies geschah dann auch mit der Begründung, es könne aufgrund der geringen Nachfrage keine Ersatzteilproduktion weitergeführt werden. Somit sei langfristig die Fahrtüchtigkeit bzw. die Straßentauglichkeit dieser Fahrzeuge nicht garantiert.

Dazu gibt es auch ein Dokumentarfilm, mit dem Namen "Who killed the electric car?"...

http://www.youtube.com/watch?v=m3rw9MsHB8Y (Englisch)

Touni
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Oekowagen

@Ramschpapierhaendler

Ich hab mal auf gut Glück reserviert.

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

mach3
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mini im ethanolbetrieb -- outsch
mach3
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mindset

was denkt ihr, wird das was, würdet ihr investieren?

soulrider
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Oekowagen

Bald zehnfache Akku-Speicherkapazität?

Eine von der britischen Universität St. Andrews entwickelte Methode verspricht eine Verzehnfachung der Speicherkapazität von Lithium-Ionen-Akkus. Das Forschungsprogramm ist bereits im Jahr 2007 an den Start gegangen.

«Unsere Forschungsergebnisse übertreffen bislang alle Erwartungen», sagt Peter Bruce, wissenschaftlicher Projektleiter an der Universität St. Andrews. Elektroden aus porösem Kohlenstoff sollen bisher gebräuchliche Lithium-Kobalt-Oxid-Elektroden ersetzen. Sauerstoff aus der Umgebung könnte auf diese Weise als Reagenz an der Kathode dienen. Für diesen Zweck müssten keine zusätzlichen Chemikalien in der Lithium-Ionen-Zelle verbaut werden. Die elektrochemischen Eigenschaften der Interkalations-Komponente Lithium-Kobalt-Oxid waren bisher ein Mitgrund für die begrenzte Speicherkapazität solcher Akkus. Der Einsatz von Kohlenstoff würde zudem die Produktionskosten deutlich reduzieren. Lithium-Kobalt-Oxid war Bruce zufolge bis dato für 30 Prozent der Herstellungskosten verantwortlich. Kohlenstoff sei wesentlich günstiger und könne weitestgehend unabhängig von den Materialien an der Anode eingesetzt werden.

«Metall-Luft-Batterien finden etwa bei Hörgeräten schon Verwendung. Im Falle von Lithium müsste dafür gesorgt werden, dass der Sauerstoff komplett wasserfrei ist, um an der positiven Elektrode als Reagenz zu funktionieren», erklärt Stefan Koller, Wissenschaftler am Institut für chemische Technologie von Materialien an der österreichischen TU Graz. Bis zur Marktreife müssten jedoch noch weitere Probleme gelöst werden, die sowohl in der Brennstoffzellen- als auch in der Batterienforschung auftreten. Demnach sei es unwahrscheinlich, dass solche Akkus bald auf dem Markt erhältlich sein werden.

Das Forschungsprogramm an der Universität St. Andrews läuft noch bis 2011. Zunächst wird an der Entwicklung eines Prototypen für Kleingeräte gearbeitet, langfristig sollen aber auch Elektroautos mit neuartigen Akkubatterien ausgestattet werden. Sowohl konstantere Entladungen als auch eine leichtere Bauweise sollen möglich sein. «In Anbetracht des aktuellen Forschungsstands ist davon auszugehen, dass die Speicherkapazitäten von Lithium-Ionen-Akkus mittelfristig um weitere 30 bis 50 Prozent ausgebaut werden können», sagt Koller. Dies gelte jedoch nur für Kleingeräteakkus.

http://www.bluewin.ch/de/index.php/406,151329/Bald_zehnfache_Akku-Speicherkapazitaet/

Ramschpapierhaendler wrote:

Weiss man eigentlich, was ein kompletter Satz neue Batterien beim Tesla S kosten? Soll ja nach etwa 100'000km oder 5 Jahren ausgewechselt werden.

Hier steht was dazu, betrifft aber den Tesla Roadster...

Quote:

Tesla Motors stated in February 2009 that the current replacement cost of the ESS (Energy Storage System) is slightly under USD$36,000, with an expected life span of 7 years/100,000 mi (160,000 km), and began offering owners an option to pre-purchase a battery replacement for USD$12,000 today with the replacement to be delivered after seven years. The ESS is expected to retain 70% capacity after 5 years and 50,000 miles (80,000 km) of driving (10,000 miles (16,000 km) driven each year).

http://en.wikipedia.org/wiki/Tesla_Roadster

mach3
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Damit ein Hybridauto der Golfklasse

bei rein elektrischer Fahrweise eine Reichweite von 50 Kilometern hat und den Netzdiensten noch genug Spielraum für die Regelenergie lässt, bräuch- te es eine Batterie mit einer Leistung von rund 20 kWh. «Eine solche Batterie kostet heute 30 000 Franken», sagt Boulouchos. Erst in zehn Jahren könnte deren Preis auf rund 7500 bis 9000 Franken sinken, was immer noch beträchtlich ist.

http://www.sonntagszeitung.ch/wissen/

ETH-Forscher Boulouchos ist vorsichtig optimistisch. «Abgesehen vom Sonderfall Bornholm wird V2G erst in vielen Jahren langsam eine signifikante Rolle spielen», sagt Boulouchos. «Wir glauben aber an das grundsätzliche Potenzial der elektrischen Mobilität. Denn langfristig stellt sie die einzige klimafreundliche Möglichkeit dar.»

Publiziert am 12.07.2009

mach3
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[quote="soulrider"][b]Bald zehnfache Akku-Speicher

The ESS is expected to retain 70% capacity after 5 years and 50,000 miles (80,000 km) of driving (10,000 miles (16,000 km) driven each year

Is expected, was soviel heisst wie: IM BESTEN FALL.

Die Batterien scheinen mir zu wenig zuverlässig zu sein. Gut, ich bin auch ein Car-User, der damit grössere Ausflüge macht (ganze Schweiz, 400 km/ Tag im Sommer keine Seltenheit). Aber für den Shopper oder den Pendler mit ein paar 10 km Arbeitsweg (Pendlerin nat. eingeschlossen)ist das durchaus eine lohnenswerte Sache. Speziell im Stau und an Ampeln ist ein E (lektrobatterie) Fahrzeug natürlich energetisch am sinnvollsten.

Solange das Benzin nicht so CHF 2.5 bis 3 und darüber kostet, wird sich das E- Auto wohl nicht rentieren. Da fährt man mit einem Kleinwagen für 10 bis 15k am billigsten.

Man braucht schon eine gehörige Portion Enthusiasmus, schon in den nächsten Jahren ein E- Auto zu kaufen.

Was ich auch als Problem sehe, ist die Heizung im Winter.

Und wenn man keine Garage hat, ist man auch verloren. Gut, easy, ne Kabelrolle ausrollen, vom Allgemeinstrom des Wohnblockes abzapfen und endlich gratis getankt!

Go KKW Go, third generation.

mach3
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230 MPG

60 km Akkureichweite.. 40k $

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,641825,00.html

Dadurch steigert sich die Reichweite mit einem 55-Liter-Tank GM-Angaben zufolge auf bis zu 1000 Kilometer. Zu Hause kann die Batterie zum Aufladen an die Steckdose. Im Stadtverkehr komme der Wagen auf 100 Kilometern im US-Fahrzyklus mit einem Liter Benzin aus.

Für Stadtpendler ideal, sonst nicht so das Verbrauchswunder.

soulrider
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Oekowagen

Elektroautobauer Tesla wagt Börsengang

30.01.2010

Erstmals seit über 50 Jahren wagt ein US-Autobauer den Gang an die Börse. Der US-Elektroautobauer Tesla Motors meldete gestern seine Pläne bei der US-Börsenaufsicht SEC an. Insgesamt soll die Emission bis zu 100 Millionen Dollar (71,6 Mio. Euro) in die Kassen des Daimler-Partners spülen. Zum Ausgabepreis der Papiere oder Datum des ersten Handelstages äußerte sich das in Kalifornien ansässige Unternehmen nicht.

Aufsehen mit Roadster

Als letzter US-Autobauer war Ford 1956 an die Börse gegangen. Mit der Ausgabe von Tesla-Aktien war bereits seit längerem gerechnet worden. Die Autoschmiede ist vor allem mit seinem 109.000 Dollar teuren Roadster mit Elektroantrieb bekanntgeworden. Seit der Gründung von sechs Jahren verkaufte Tesla 937 Roadster in 18 Länder. Für ein geplantes zweites, preiswerteres Elektroauto liegen den Angaben zufolge 2.000 Reservierungen vor.

Google-Gründer beteiligt

Jährlich rollen bei Tesla derzeit rund 1.000 Autos vom Band. Das Unternehmen hat 450 Beschäftigte. Zu seinen Anteilseignern gehören unter anderem die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page. Daimler hält weniger als zehn Prozent und arbeitet mit Tesla beispielsweise an der Entwicklung von Fahrzeugbatterien auf Lithium-Ionen-Basis.

http://futurezone.orf.at/stories/1637827/

http://www.marketwatch.com/story/tesla-motors-files-for-ipo-to-raise-up-...

mach3
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Jedenfalls die meisten von ihnen

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Autofa... Lol

:?:

:roll:

:cry: :?:

So gehts es denkt nicht jeder an das Weltklima. Auto = Leben. PS= Spass am Leben.

Gibt es Alternativen?

chuecheib
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Oekowagen

also der einzige grund weshalb ich mehr ps kaufe ist damit ich jeweils noch überholen kann... mit den vielen verkehrshindernissen z.b. inseln oder sonstigen verengungen hat man jeweils nur sehr wenig platz zum überholen... auch stehen die busse nicht mehr wie früher in den einbuchtungen am strassenrand so das man gefahrlos vorbeifahren kann sondern sie bleiben immer mehr direkt auf der strasse stehen und daneben eine fussgängerinsel ... da komm ich nur mit viel ps vorbei ... ist leider so .. selbiges gilt auch für die immer grössere lastwagen ... die kann man am besten nach einer kurve oder einem kreisel überholen wenn sie langsam anfahren auch da sind viele ps nötig ... gäbe es weniger diskriminierung der autofahrer würden die leute auch mit weniger ps rumfahren da bin ich überzeugt (mal abgesehen von den paar machos die damit ein anderes kleines defizit kompensieren müssen) :twisted: :twisted:

START! Time to play the Game !!!!!

bscyb
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mach3
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auch krass (als 1. Welt Teilnehmer Sicht)

Spanien: Tempolimit wegen hohem Ölpreis

http://www.cash.ch/news/topnews/spanien_tempolimit_wegen_hohem_oelpreis-...

nur noch 110 statt 120 Stundenkilometer fahren, um Benzin oder Diesel zu sparen

bscyb
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Oekowagen

Am Autosalon Genf 2011 wird es auch einige Alternativautos zu sehen geben:

Quote:

Für den Auto-Salon 2011 wurde der Pavillon Vert an einen zentralen Ort, nämlich an einem der bestgenützten Besucher-Eingänge, verlegt. So ist er neu in einem eigens für den Anlass errichteten rund 3'000 m2 grossen Zelt auf dem Durchgang zwischen den Hallen 6 und 7 zu finden. Rund 20 Aussteller, darunter Serienhersteller, Start-ups und wissenschaftliche Institute, stellen dort ihre neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse vor.

Direkt neben der Zelthalle, auf der Esplanade der Halle 6, stehen rund 12 alternativangetriebene Fahrzeuge zur Verfügung. So können die umweltfreundlichen Autos regelrecht «live erfahren» werden. Vertreten an den Essais Verts sind u.a. die Marken Chevrolet, Mercedes, Mitsubishi, Nissan, Renault, Tata, Think mit M-Way und Smart.

CrashGuru
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Re: auch krass (als 1. Welt Teilnehmer Sicht)

mach3 wrote:

Spanien: Tempolimit wegen hohem Ölpreis

http://www.cash.ch/news/topnews/spanien_tempolimit_wegen_hohem_oelpreis-...

nur noch 110 statt 120 Stundenkilometer fahren, um Benzin oder Diesel zu sparen

Und soeben gelesen: In Spaniens Städten sollen alle Einbahnstrassen (und da gibt es sehr viele davon, in Barcelona gibt es fast nichts anderes) auf 30 Kmh beschränkt werden. Nur noch die Durchgangsstrassen und Stadt-Autobahnen sollen höhere Limits erlauben.

bscyb
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Oekowagen

Interview: Elektrisch betriebene Automobile wie das E-Mobil von Migros sollen den weltweiten Automarkt erneuern. In Deutschland fördert die Regierung die Entwicklung mit Milliardenbeträgen. Gut für die Umwelt? Greenpeace sagt: Nein!

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Es-gib...

kleinerengel
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Oekowagen

Elektrofahrzeuge sind ja recht und gut und viele haben das Gefühl die Umwelt zu schonen, nur vergessen sie, dass der Strom ja auch produziert werden muss und wo kommt der Strom her? Ach ja, von den Kernkraftwerken...soviel zu öko :roll: :roll:

bscyb
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Oekowagen

kleinerengel wrote:

Elektrofahrzeuge sind ja recht und gut und viele haben das Gefühl die Umwelt zu schonen, nur vergessen sie, dass der Strom ja auch produziert werden muss und wo kommt der Strom her? Ach ja, von den Kernkraftwerken...soviel zu öko :roll: :roll:

Stimmt, aber Strom lässt sich auch auf andere Weise produzieren (schon jetzt und besonders in Zukunft wenn Oel noch teurer wird als heute).

Im Falle des Karma macht die Kombination (Range Extender) Sinn: Rein Elektro für Kurzstrecken und für weitere Strecken ab ca. 50 Meilen an die Tankstelle, zudem haben Elektromotoren einen sehr guten Wirkungsgrad.

Gemäss Wikipedia für den Karma in Zahlen:

Quote:

Laut der Website des Herstellers kommt der Wagen im rein elektrischen Betrieb auf einen Benzin-Äquivalent-Verbrauch von nur 2,4 l/100km. Für die 80km elektrischer Reichweite würden bei aktuellen Ökostrompreisen von ca. 0,18 €/kWh weniger als 4€ Kosten anfallen.
AmaZe
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Oekowagen

kleinerengel wrote:

Elektrofahrzeuge sind ja recht und gut und viele haben das Gefühl die Umwelt zu schonen, nur vergessen sie, dass der Strom ja auch produziert werden muss und wo kommt der Strom her? Ach ja, von den Kernkraftwerken...soviel zu öko :roll: :roll:

Hallo kleinerengel,

ich arbeite in dieser Branche. Unser Strom in der Schweiz kommt ungefähr zu 60% aus erneuerbarer Energie wie Wasser, Wind und Photovoltaik.

Ein Elektroauto hat zudem einen viel höheren Wirkungsgrad. Normale Benzinmotoren haben einen Wirkungsgrad von 25-35%. Ein modernes Elektroauto fährt mit ungefähr 90% Effizienz.

Auf 100km ausgerechnet verschleudert ein Benzinmotor also viel mehr Energie. Der Vorteil ist man kann ein Teil dieser Energie nutzen um die Fahrerkabine zu heizen. Beim Elektro benötigt man eine seperate Elektroheizung :roll:

Es wird noch ein paar Jahre dauern bis die Leute auf Elektro umsteigen. Ich und meine Kollegen sind schon jetzt voll dabei. Elektroautos machen Spass Smile

Gruss

Ramschpapierhaendler
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Oekowagen

Bin sonst absolut einverstanden.

AmaZe wrote:

Unser Strom in der Schweiz kommt ungefähr zu 60% aus erneuerbarer Energie wie Wasser, Wind und Photovoltaik.

Man könnte jedoch auch behaupten, dass die Elektroautos komplett mit nichterneuerbarer Energie betrieben werden, da die 60% erneuerbarer Energie auch ohne E-Fahrzeuge produziert und verbraucht werden.

MarcusFabian
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Oekowagen

AmaZe wrote:

Ein Elektroauto hat zudem einen viel höheren Wirkungsgrad. Normale Benzinmotoren haben einen Wirkungsgrad von 25-35%. Ein modernes Elektroauto fährt mit ungefähr 90% Effizienz.

Hierzu hätte ich eine Frage, die ich mir schon lange stelle:

Beziehen sich die 90% Effizienz eines Elektromotors auf den Wirkungsgrad des Stroms? Ich nehme mal an: Ja.

Deshalb: Wie hoch ist die Effizienz der Erzeugung dieses Stroms?

Oder blöd gefragt: Was ist effizienter: Öl (Benzin) zu verheizen oder aus Öl erst Strom zu produzieren, um dann einen E-Motor anzutreiben?

AmaZe
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Oekowagen

MarcusFabian wrote:

AmaZe wrote:

Ein Elektroauto hat zudem einen viel höheren Wirkungsgrad. Normale Benzinmotoren haben einen Wirkungsgrad von 25-35%. Ein modernes Elektroauto fährt mit ungefähr 90% Effizienz.

Hierzu hätte ich eine Frage, die ich mir schon lange stelle:

Beziehen sich die 90% Effizienz eines Elektromotors auf den Wirkungsgrad des Stroms? Ich nehme mal an: Ja.

Deshalb: Wie hoch ist die Effizienz der Erzeugung dieses Stroms?

Oder blöd gefragt: Was ist effizienter: Öl (Benzin) zu verheizen oder aus Öl erst Strom zu produzieren, um dann einen E-Motor anzutreiben?

Beim Elektroauto gibt es eine ganze Reihe von Wirkungsgraden welche sich multiplizieren.

Ein Beispiel wenn man Komponenten von der Firma wo ich arbeite verwendet:

Motor: 95%

Umrichter: 97%

Ladegerät: 93%

DC-DC Wandler: 93%

Das sind sehr hohe Werte, weil wir auch hocheffiziente Elektronik entwickeln. Normal sind die Wirkungsgrade etwas schlechter.

Auf jeden Fall ist man mit dieser Berechnung noch bei knapp 86% wenn man den Verlust vom DC-DC Wandler ignoriert. Dieser Versorgt das Boardnetz (12V), Licht, Radio, etc.

Was für einen Wirkungsgrad bei der Erzeugung des elektrischen Stroms entsteht kann ich dir nicht genau sagen. Die Generatoren haben natürlich auch einen Wirkungsgrad sowie das fördern und raffinieren vom Öl Energie benötigt.

Mit Benzin verbrennen Strom gewinnen und damit einen Elektromotor zu betreiben ist ökonomisch sinnvoll und wird auch gemacht, der Begriff "Range Extender" steht dafür. Das Prinzip: Man kann den Benzinmotor im optimalen Arbeitspunkt betreiben und erreicht einen Wirkungsgrad von ungefähr 40%. Der Verbrauch auf 100km liegt hier bei 3-4l.

Ich hoffe ich konnte dir deine Frage beantworten.

Gruss

AmaZe
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Oekowagen

Ein weiterer Vorteil ist die Rekuperation, die Umrichter können bidirektional wirken und beim bremsen die Akkus aufladen... Vorallem beim Bergfahren sehr nützlich.

MarcusFabian
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Oekowagen

Habe ich das soweit richtig verstanden?

AmaZe wrote:

Motor: 95%

Umrichter: 97%

Ladegerät: 93%

DC-DC Wandler: 93%

Gesamter Wirkungsgrad = 0.95 * 0.97 * 0.93 * 0.93 = 0.8 = 80%?

AmaZe wrote:

Was für einen Wirkungsgrad bei der Erzeugung des elektrischen Stroms entsteht kann ich dir nicht genau sagen. Die Generatoren haben natürlich auch einen Wirkungsgrad sowie das fördern und raffinieren vom Öl Energie benötigt.

Einverstanden, dass das ein idiotisches Beispiel war (= Storm aus Erdöl), wobei ja teilweise auch Kohle verbrannt wird, um Strom zu erzeugen. Wir sind uns sicher einig, dass es am sinnvollsten ist, "Gratis"-Energie aus Wind, Gezeiten, Erdwärme anzuzapfen, um daraus Strom zu erzeugen.

Was mich noch interessieren würde:

Soweit ich das als Laie überblicke ist der Schwachpunkt die Batterie.

Kürzlich - am BKW-Stand der BEA in Bern - haben die einen Tesla vorgestellt. Das Problem sind die Laptop-Batterien, die soviel wie ein Kleinwagen kosten und etwa nach 2 Jahren ersetzt werden müssen. Abgesehen davon nehmen sie viel Platz weg.

Wie ist da der aktuelle Stand der Technik? Wird es in absehbarer Zeit bessere und wirtschaftlichere Batterien geben?

Ich habe mal gelesen, dass es mittlerweile möglich sein soll, einen Laptop mit Schnaps (pardon: Alkohol) zu füttern. Würde mir persönlich noch recht gut in den Kram passen: Ich genehmige mir einen und mein Lappi kriegt auch einen Schluck Biggrin

Die zweite Frage betrifft die Stromübertragung:

Angenommen, wir hätten Solarkraftwerke in der Sahara. Wie kriegt man die Energie nach Europa? Gleichstromleitungen (Wirkungsgrad?)?.

Vor Ort Wasserstoff produzieren und den dann (gefährlich!) transportieren?

Wie siehst du das ?

AmaZe wrote:

Ich hoffe ich konnte dir deine Frage beantworten.

Yep, hast Du.

Und da in anderen Bereichen mir die Cash-User immer Löcher in den Bauch fragen, nehme ich mir jetzt die Freiheit heraus, mit Dir dasselbe zu tun Wink

Jetzt nütze ich es auch mal aus, einen Spezialisten "am Draht" zu haben, der zu einem Thema Bescheid weiss, das mich brennend interessiert :!:

AmaZe
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Oekowagen

MarcusFabian wrote:

Habe ich das soweit richtig verstanden?

Gesamter Wirkungsgrad = 0.95 * 0.97 * 0.93 * 0.93 = 0.8 = 80%?

Nein, um zu fahren benötigst du den DC-DC Wandler nicht. Dieser wandelt nur die hohe Spannung von der Batterie in 12V um die Elektronik, das Licht, etc zu betreiben. Da reichen 300-600W Leistung.

Was bei dieser Berechnung fehlt ist der Wirkungsgrad der Batterie selber, diese wird schliesslich auch warm beim laden bzw entladen. Da verliert man je nach Akkutechnologie im Bereich 10-20%. Ich denke mit 80% bist du nahe an der Realität. Wird zwar ein teures Auto aber auf jeden Fall möglich. Wink

MarcusFabian wrote:

Was mich noch interessieren würde:

Soweit ich das als Laie überblicke ist der Schwachpunkt die Batterie.

Kürzlich - am BKW-Stand der BEA in Bern - haben die einen Tesla vorgestellt. Das Problem sind die Laptop-Batterien, die soviel wie ein Kleinwagen kosten und etwa nach 2 Jahren ersetzt werden müssen. Abgesehen davon nehmen sie viel Platz weg.

Wie ist da der aktuelle Stand der Technik? Wird es in absehbarer Zeit bessere und wirtschaftlichere Batterien geben?

Ich habe mal gelesen, dass es mittlerweile möglich sein soll, einen Laptop mit Schnaps (pardon: Alkohol) zu füttern. Würde mir persönlich noch recht gut in den Kram passen: Ich genehmige mir einen und mein Lappi kriegt auch einen Schluck Biggrin

Die Batterie des Tesla finde ich bescheuert. Diese können auch ziemlich gefährlich sein, ich will bei einem crash nicht im Fahrzeug sitzen... Es wird momentan sehr viel in Entwicklung und Forschung investiert.

Die Frage ist was ist in deinen Augen eine schwache Batterie?

Die Lebensdauer ist nicht das Problem. Ich setze mich aktuell für LiFePo4 Batterien ein, das ist eine Li-Ion Technologie mit einer sicheren chemischen Mischung. Es kann zu keiner unkontrollierbaren Kettenreaktion kommen. Die Batterie hat eine Lebensdauer von gut 200'000km. Man benötigt für 100km ungefähr 15kW/h Energie, der Akku wird dann 150kg schwer. Dank Massenproduktion bekommt man 150kg für etwa 7000Fr. als Privatperson.

Du siehst das Problem, 100km sind nicht gerade viel... Für meinen Arbeitsweg vollkommen ausreichend.

MarcusFabian wrote:

Die zweite Frage betrifft die Stromübertragung:

Angenommen, wir hätten Solarkraftwerke in der Sahara. Wie kriegt man die Energie nach Europa? Gleichstromleitungen (Wirkungsgrad?)?.

Vor Ort Wasserstoff produzieren und den dann (gefährlich!) transportieren?

Wie siehst du das ?

Es werden momentan HGÜ Netze gebaut. Das steht für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung. Diese haben einen sehr hohen Wirkungsgrad. Bei langen Wechselstromleitungen gibt es sehr viel Verlust durch Blindleistungen.

So ich muss nun arbeiten Biggrin

Gruss

bscyb
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Oekowagen

Fisker Karma in den USA nun im Verkauf:

http://www.greentechmedia.com/articles/read/first-fisker-karma-ev-delive...

Zur Erinnerung:

Quote:

It has a lithium-ion battery pack (with battery cells from A123 Systems) that powers the car. The Karma also comes with a gas generator to recharge the batteries when they get down to a 20 percent state-of-charge.
kiwichris
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aprecio
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manko

also dass das auto stehen muss um den akku aufzuladen ist schon mühsam...

ich wünschte mir z.bsp. ein standartisierter austausch-akku. den man an der tanke kaufen kann: ich hätte gerne 10kw! - das macht 3 stutz. - merci.

dann schleppt der tankwart den akku zum auto. oder wenn das teil klein genug ist trägt man es unterm arm, zusammen mit zeitung und gipfeli, selbst. der leere akku wird rausgewürgt und wird an der tanke zum weitergebrauch hinterlassen.

bscyb
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Re: manko

aprecio wrote:

also dass das auto stehen muss um den akku aufzuladen ist schon mühsam...

ich wünschte mir z.bsp. ein standartisierter austausch-akku. den man an der tanke kaufen kann: ich hätte gerne 10kw! - das macht 3 stutz. - merci.

dann schleppt der tankwart den akku zum auto. oder wenn das teil klein genug ist trägt man es unterm arm, zusammen mit zeitung und gipfeli, selbst. der leere akku wird rausgewürgt und wird an der tanke zum weitergebrauch hinterlassen.

Das gibt es, die Firma heisst "Better Place" und arbeitet seit mehreren Jahren daran, bisher Tests in Israel und Dänemark:

http://www.betterplace.com/the-company-multimedia-videos-detail/index/gu...

Ist vollautomatisch, Tankwart braucht es nicht.

Hätte viele Informationen zu diesem Konzept, auch einige Diplomarbeiten, aber das würde den Umfang sprengen. Die Videos und Homepage geben einen guten Ueberblick.

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