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Elias
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Swatch-Aktien wegen neuer Batterie gefragt

Die zu Swatch gehörende Firma Belenos hat einem Bericht der NZZ am Sonntag" zufolge gemeinsam mit der Hochschule ETH eine Batterie entwickelt, die 30 Prozent mehr leistet. Konzernchef Nick Hayek rechne mit über zehn Milliarden Franken Umsatz in fünf Jahren, schrieb die Zeitung. Ein Börsengang von Belenos im nächsten Jahr sei denkbar, wird Hayek zitiert. Nach seiner Einschätzung könnte die Firma mit bis zu 20 Milliarden Franken bewertet werden.

Das theoretische Potenzial für Autobatterien sei sehr gross. Es sei aber unsicher, wer sich hier durchsetzen werde, da in diesem Bereich sehr viele Grosskonzerne am Forschen seien, hiess es in einem Kommentar der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

(Reuters)

http://www.cash.ch/news/top_news/swatchaktien_wegen_neuer_batterie_gefra...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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mach3 hat am 08.01.2016 - 16:35 folgendes geschrieben:

 

at MF, hats dein 230E geschafft bis ins 2016?

Nee, Anfang 2015 musste ich ihn weggeben, weil die Reparaturkosten den Wert überstiegen hätten.

Hier in DK habe ich mir als erstes ein Velo gekauft Smile

 

 

bscyb
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Elias hat am 01.02.2016 - 17:10 folgendes geschrieben:

Die zu Swatch gehörende Firma Belenos hat einem Bericht der NZZ am Sonntag" zufolge gemeinsam mit der Hochschule ETH eine Batterie entwickelt, die 30 Prozent mehr leistet. Konzernchef Nick Hayek rechne mit über zehn Milliarden Franken Umsatz in fünf Jahren, schrieb die Zeitung. Ein Börsengang von Belenos im nächsten Jahr sei denkbar, wird Hayek zitiert. Nach seiner Einschätzung könnte die Firma mit bis zu 20 Milliarden Franken bewertet werden.

Das theoretische Potenzial für Autobatterien sei sehr gross. Es sei aber unsicher, wer sich hier durchsetzen werde, da in diesem Bereich sehr viele Grosskonzerne am Forschen seien, hiess es in einem Kommentar der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

(Reuters)

http://www.cash.ch/news/top_news/swatchaktien_wegen_neuer_batterie_gefra...

 

 

 

Für mich sehr viel heisse Luft und zudem ein trauriges Bild für den Informationsstand einiger Swatch-Aktionäre wenn die Aktie am Montag "gefragt" gewesen sein soll.

Der NZZaS-Artikel hat praktisch nur Bekanntes vom Herbst 2015 (Handelszeitung, Bloomberg etc.)  umformuliert, substantiell gab es praktisch keine kursrelevanten News.

Auch scheinen viele UHR-Käufer wohl nicht zu wissen wie lange es in der Batterieforschung mit anschliessendem Schritt in die Massenproduktion dauert bei grundlegenden Neuerungen (oft Jahrzehnte, nicht Jahre).

Siehe für Details meine Zusammenfassung im Swatch-Thread:

http://www.cash.ch/comment/639233#comment-639233

und die folgenden Kommentare.

Oder als Nachschlag der Handelszeitung-Artikel mit weitgehend gleichem Inhalt:

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/superbatterie-wie-swatch-gegen-...

(Publikationsdatum November 2015 ! Warum macht die NZZaS Monate später eine fast identische Riesengeschichte ?!)

Die asiatischen Batteriegiganten (Samsung, LG sowie Panasonic bei Autos) und Forschungslabors auf der ganzen Welt haben ebenfalls genug intelligente Köpfe - und zudem schon bestehende Produktionsanlagen und Lieferverträge. Niemand hat auf Swatch gewartet.

Ich bleibe bei meiner These. Die Swatch bzw. ihre Kommunikations/PR-Abteilung hat es geschafft in einer seriösen Zeitung den alten Schnee von gestern aufzuwärmen. Der Zeitpunkt ist wohl kein Zufall.

Böser zugespitzt: Will Swatch mit dieser Batteriegeschichte und tollen Umsatzprognosen (in fünf Jahren angeblich schon zweistellige Milliardenbeträge, juhuu...) vom schwächelnden Kerngeschäft (siehe Uhrenexporte der letzten Monate) ablenken ?!

 

bscyb
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Nun ist es offiziell.

Der GM Bolt kommt als Opel Ampera-e (hat nichts mit dem alten Opel Ampera zu tun) nach Europa ab 2017:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/opel-ampera-e-elektroauto-ab-201...

Das erste langstreckentaugliche Auto (300km reale Reichweite) zu einem vernünftigen Preis.

Elias
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bscyb hat am 11.02.2016 - 19:19 folgendes geschrieben:

Nun ist es offiziell.

Der GM Bolt kommt als Opel Ampera-e (hat nichts mit dem alten Opel Ampera zu tun) nach Europa ab 2017:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/opel-ampera-e-elektroauto-ab-201...

Das erste langstreckentaugliche Auto (300km reale Reichweite) zu einem vernünftigen Preis.

 

Es wird spannend.
Ab 600km Reichweite werden es sich auch die "Fernfahrer" überlegen.
Braucht es dann noch ein so dichtes Tankstellennetz?

Ab 2035 rechnet man mit jährlich 10% verkauften selbstfahrende Autos.
Gelegenheitsfahrer brauchen kein eigenes Auto mehr. Kein Garagenplatz

Cargo Sous Terrain könnte auch dafür sorgen, dass die Autobahnen weniger verstopft sind.

 

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Wirtschaft will E-Laster auch nachts fahren lassen

Weniger Stau dank gelockertem Nachtfahrverbot. Das erhofft sich Economiesuisse und setzt sich für eine weniger strikte Regelung ein. Und: Auch das Nachtfahrverbot für Elektro-Laster soll überdacht werden.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Wirtschaft-will-E-Laster-auch-nac...

 

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Prämie für Elektro-Autos: Kaufen oder nicht kaufen?

Bereits ab Mai können Käufer von Elektroautos von Prämien bis zu 4000 Euro profitieren. Doch wie teuer sind die verschiedenen Modelle? Was kostet das Aufladen und wie weit komme ich mit einer vollen Batterie?

Von Martin Gent, WDR-Wissenschaftsredaktion

Ab wann gibt es welche Prämie?

Das lange Hin und Her zum Thema Kaufprämie hat viele Interessenten abwarten lassen. Deshalb musste es jetzt ganz schnell gehen. Schon ab Mai soll die Kaufprämie greifen. Für reine Elektroautos beträgt sie 4000 Euro. Zum anderen werden sogenannte Plug-in-Hybride gefördert - sie kombinieren Verbrennungs- und Elektromotor und müssen zum Laden der Batterie ans Stromnetz angeschlossen werden. Für sie gibt es 3000 Euro Zuschuss. Jeweils die Hälfte der Prämie kommt aus Bundesmitteln und vom jeweiligen Fahrzeughersteller. Es gilt das Windhundprinzip: Nach 400.000 geförderten Elektro-Autos ist Schluss. Hybridfahrzeuge ohne Stecker, bei denen die Batterie durch die Leistung des Verbrennungsmotors aufgeladen wird, werden nicht gefördert. Das gilt generell auch für Wagen, deren Listenpreis 60.000 Euro übersteigt.

 

 dpa

Prämie für Elektroautos

Käufer bekommen 4000 Euro dazu

Elektroautos sind noch nicht sehr beliebt. Das soll sich ändern: Jeder, der sich für ein strombetriebenes Auto entscheidet, bekommt eine Prämie. mehr

Welche Autokonzerne machen mit?Wie teuer sind Elektro-Autos?Was kostet das Laden?Lohnt sich ein Elektroauto wirtschaftlich?Wie kompliziert ist das Laden eines Elektroautos?Wie weit reicht eine Batterieladung?Wie umweltfreundlich sind Elektroautos?

 

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/e-autos-107.html

 

 

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Domtom01
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Wenn man E-Mobilität fördern will, ohne den Steuerzahler zur Mitfinanzierung zu zwingen und die Autoindustrie unnötigerweise zu subventionieren, sollte man die Steuern auf fossile Kraftstoffe erhöhen, und zwar mit einer langfristig steigenden Ökoabgabe. So hätten die Kunden Zeit, sich vorzubereiten, der Staat die nötigen Mittel für Investitionen, statt Geld für Subventionen für die Autoindustrie-Mafia aus dem Fenster zu werfen.

Gegen Zensur! Bin zum "Investoren.Team" migriert.

Elias
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Lidl und Ikea locken Kunden mit E-Tankstellen

Im Kampf um Kunden will Lidl mit kostenlosen E-Tankstellen punkten. Ikea tuts dem Discounter ab August gleich.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Lidl-und-Ikea-locken-Kunden-mit-E...

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 28.04.2016 - 10:20 folgendes geschrieben:

...Das gilt generell auch für Wagen, deren Listenpreis 60.000 Euro übersteigt.

 

Hmm, schade, denn die derzeit beliebtesten EMobile sind Tesla und die kosten rund 100'000.

Da machen Fr. 4000 also bestenfalls 10% des Kaufpreises aus.

 

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Ford investiert 11 Milliarden Dollar in E-Autos

Ford will seine Anstrengungen im E-Auto-Bau mehr als verdoppeln. Der Traditionshersteller hat dabei eine Idee für Fans der Marke.

Ford stockt seine Investitionen in die Elektromobilität massiv auf. Bis 2022 will der US-Autobauer 11 Milliarden Dollar in die Technologie stecken, wie Chairman Bill Ford anlässlich der Autoschau in Detroit am Sonntag bekanntgab. Zuvor wollte sich Ford die Elektromobilität lediglich 4,5 Milliarden Dollar kosten lassen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll die Modellpalette 16 E-Autos und 24 Hybrid-Fahrzeuge umfassen. Ford schwebt die Elektrifizierung von bestehenden Modellen vor. Man könne mit der Technologie nur erfolgreich sein, wenn man dafür Autos nehme, die bereits beliebt sind, sagte der Chairman.

Nach einem ruckeligen Start arbeitet die Branche derzeit fieberhaft an E-Autos. Branchenschwergewichte wie General Motors, Volkswagen, Daimler oder BMW trumpfen regelmässig mit Ankündigungen neuer E-Modelle auf.

(reuters/me)

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BMW, VW, Daimler und Ford gründen Joint Venture Ionity für Laden

Die grossen deutschen Autohersteller haben zusammen mit Ford das geplante Gemeinschaftsunternehmen zum Aufbau eines Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa nun auch offiziell auf den Weg gebracht.

Wie die Unternehmen mitteilten, firmiere das Joint Venture unter dem Namen Ionity. Dieses Jahr soll der Aufbau von 20 Stationen starten. Bis 2020 planen BMW, Daimler, Volkswagen, Porsche, Audi und der US-Autokonzern Ford mit etwa 400 Schnellladestationen.

"Die Verfügbarkeit eines flächendeckenden High-Power-Charging-Netzwerks ist für die Marktdurchdringung der Elektromobilität unabdingbar", wird Ionity-CEO Michael Hajesch in der Mitteilung zitiert. Das Gemeinschaftsunternehmen hat seinen Sitz in München und soll Anfang 2018 etwa 50 Mitarbeiter umfassen. Die Autokonzerne sind zu gleichen Teilen an dem Unternehmen beteiligt.

Die offizielle Gründung des Gemeinschaftsunternehmens erfolgt rund ein Jahr nach der Ankündigung von den Herstellern, ein Hochleistungsladenetz an wichtigen Verkehrsachsen in Europa errichten zu wollen. Mit einer Leistung von 350 kW soll die Ladezeit im Vergleich zu vorhandenen Ladelösungen deutlich reduziert werden.

DJG/kla/jhe

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Oslo ist mit Elektroauto-Boom überfordert

In Norwegen hat die Politik den Verkauf von Elektrofahrzeugen enorm angekurbelt. Die Stadt Oslo hat nun aber ein Problem.

Die norwegische Stadt Oslo kommt mit dem Bau von Ladestationen nicht hinterher. Die Elektrowagenvereinigung rät Autofahrer davon ab, sich ein strombetriebenes Fahrzeug anzuschaffen – wenn sie nicht die Möglichkeit haben, es zu Hause zu laden. «Im Verhältnis zu der Anzahl der verkauften Autos ist die Kommune mit dem Ausbau von Ladestationen nicht nachgekommen», sagte der Sprecher der Elbilforening, Petter Haugneland.

Der prozentuale Anteil der neu zugelassenen E- und Hybrid-Autos liege inzwischen bei 35 Prozent. «Also einer von drei verkauften Neuwagen in Norwegen ist elektrisch», so Haugneland. In der Hauptstadt seien es sogar 40 Prozent.

Zahl der E-Autos um 100 Prozent gestiegen

50'000 Elektrofahrzeug und 30'000 ladbare Hybrid-Autos sind derzeit im Grossraum Oslo registriert, bestätigte Sture Portvik von der Osloer Stadtverwaltung.

Demgegenüber stünden 1300 kommunale Ladestationen. «Wir geben unser Bestes», sagte Portvik. «Jedes Jahr installieren wir 26 Prozent mehr Ladestationen, aber die Anzahl der E-Autos ist über 100 Prozent gestiegen. Die Kluft wird nur grösser und grösser.»

In der Schweiz dagegen ist die Nachfrage nach E-Autos weiterhin gering. Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) waren auf Schweizer Strassen im vergangenen Jahr 10'700 Elektro-Autos unterwegs sowie 57'000 Hybrid-Autos – gegenüber 3,1 Millionen benzinbetriebenen Fahrzeugen und 1,3 Millionen Diesel-Autos.

Finanzielle Anreize

Dass die Elektroautos in Norwegen so beliebt sind, liegt vor allem an den finanziellen Vorteilen, die der Staat den Autofahrern gewährt: Mehrwertsteuer, Importsteuer und Fahrzeug-Steuer fallen weg. In der Anschaffung kann die E-Variante vieler Autos deshalb billiger sein als die mit Verbrennungsmotor.

«In Norwegen bezahlt man für einen E-Golf rund 250'000 norwegische Kronen (30'000 Franken) und für einen Benzin-Golf rund 300'000 Kronen (knapp 37'000 Franken). Das ist also ein Unterschied», sagte Haugneland. Ausserdem kann man in vielen Kommunen kostenlos parken, laden und zahlt keine Mautgebühren.

Diese Förderung kostet den Staat eine Menge Geld. Dennoch hat das Parlament entschieden, dass bis 2020 erst einmal nicht daran gerüttelt werden soll. Ein Grund dafür ist die ehrgeizige Verpflichtung, dass bis 2025 alle neu zugelassenen Autos in Norwegen Nullemissionsfahrzeuge sein sollen.

Zuckerbrot und Peitsche

Erreichen will man das mit einem Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche. Zuckerbrot in Form von Abgabenbefreiung für die, die mit Strom fahren. Peitsche in Form von hohen Abgaben und hohen Benzinpreisen, für die, die weiter mit fossilem Brennstoff fahren.

Über das Zuckerbrot herrscht bei den Parteien im Parlament breite Einigkeit. Über die Peitsche ist man sich nicht einig. Vor allem die rechtspopulistische Fortschrittspartei, die nach den Wahlen Mitte September wieder eine Regierungsbeteiligung anstrebt, will das Autofahren nicht teurer machen. Ihrem Widerstand ist es zu verdanken, dass die Erhöhung der Abgaben auf Benzin- und Diesel vor einem Jahr moderat blieb, der Peitscheneffekt damit also ausblieb.

Die E-Experten Haugneland und Portvik sind dennoch beide der Meinung, dass das Ziel 2025 zu schaffen sei. «Es kommen ja nun in den nächsten Jahren viele neue Modelle auf den Markt, und so lange diese Förderpolitik fortgesetzt wird, halten wir das für möglich.» Man könne ja sehen, wie schnell sich das in den letzten fünf Jahren in Norwegen entwickelt habe.

«Bis 2025 wird viel passieren.» Auch Portvik von der Kommune glaubt, dass sich die Entwicklung noch beschleunigen werde. «Ich glaube an ein Wachstum bei den Elektrofahrzeugen, wenn die Batterien grösser und die Ladegeräte schneller werden und mehr Modelle auf den Markt kommen.»

Die Kommune muss nur sehen, dass sie hinterherkommt. Die grösste Herausforderung sei es jetzt, so Portvik, dass 60 Prozent der Osloer Bevölkerung in einer Wohnung lebe, also nicht in einem Einfamilienhaus mit Garage, in der sie ihren Wagen über Nacht aufladen können. Deshalb drängt man Wohnungsbaugenossenschaften und grosse Vermieter, ihre Parkgaragen mit Steckdosen auszustatten.

Effizienz steigern

Doch die Anzahl der Ladestationen zu vergrössern, sei nicht die Lösung, meint Portvik. «Wir müssen dafür sorgen, dass das System effektiver wird», sagte er. «Wir brauchen smartere, schnellere Lader und Mobilitätshäuser, wo man nicht nur sein Auto laden kann, sondern auch sein E-Fahrrad, E-Motorrad, E-Scooter und so weiter.»

Das kleine Land Norwegen, in dem 98 Prozent der Energie aus Wasserkraft gewonnen wird, eignet sich prima als Versuchskaninchen. Die Elektrowagenvereinigung bekommt mindestens zweimal die Woche Besuch aus dem Ausland, von Journalisten, Politikern und Branchenvertretern.

«Wir sind ein guter Testmarkt», erklärt Haugneland. «Unsere Mitglieder testen das hier in der Realität, das ist kein Labortest. Wir zeigen, wie der Markt in anderen Ländern in ein paar Jahren aussehen kann.»

Von Jahr zu Jahr reiner und reiner

Norwegen sei davon abhängig, dass andere Länder folgen und ihren Beitrag dazu leisten, dass dieser Markt in Gang komme, so Haugneland. Vor allem von Deutschland erhofft er sich eine «Auto-Wende».

Auch wenn Kritiker sagten, dass Elektroautos in Deutschland nicht umweltverträglich seien, weil sie mit Strom aus Braunkohle fahren. «Wir können nicht warten, bis alle Elektrizität erneuerbar ist, bevor wir mit dem Austausch unseres Automobilparks beginnen. Das muss parallel geschehen.» Mit dem stetigen Ausbau erneuerbarer Energien werde ein Elektroauto ja von Jahr zu Jahr reiner und reiner. (woz/sda)

Erstellt: 18.09.2017, 11:18 Uhr

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MarcusFabian hat am 15.05.2016 - 18:20 folgendes geschrieben:

Elias hat am 28.04.2016 - 10:20 folgendes geschrieben:

...Das gilt generell auch für Wagen, deren Listenpreis 60.000 Euro übersteigt.

 

Hmm, schade, denn die derzeit beliebtesten EMobile sind Tesla und die kosten rund 100'000.

Da machen Fr. 4000 also bestenfalls 10% des Kaufpreises aus.

 

 

Achtung, die neuen Zuschüsse in Deutschland gelten nur bei Neuwagen bis 60k Euro, aktuelle Teslas und Porsches etc. sind also ausgenommen:

4000 Euro Prämie gibt es, wenn man sich für einen reinen "Stromer" entscheidet. Wer ein Hybrid-Fahrzeug (Elektro- und Verbrennungsmotor) kauft, erhält eine als "Umweltbonus" umschriebene Prämie von 3000 Euro. Prämien sollen nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 60.000 Euro für ein Basismodell möglich sein.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Autos-Bundeskabinett-beschliess...

Elias
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Das schnellste Auto der Welt kommt aus Kroatien

Mate Rimac zeigt, wie man schnell und günstig elektrische Sportwagen baut. Porsche plant eine enge Zusammenarbeit.

Mate Rimac weiss, was seine Besucher sehen wollen. In der Montagehalle steht ein halb fertiges Exemplar seines elektrischen Supersportwagens Concept 2 parat. Rimac empfängt in seiner Firmenzentrale in einem wenig schmucken Gewerbegebiet am Rande des Zagreber Vororts Sveta Nedelja den kroatischen Premierminister Andrej Plenkovic plus vier Minister. Im Showroom, einer ehemaligen Citroën-Autohalle, zeigt der Chef seinen Gästen stolz seine zwei Superflitzermodelle: den Concept 1 und den Concept 2.

Letzterer gilt mit der Höchstgeschwindigkeit von 412 Kilometer pro Stunde und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 1,97 Sekunden als das schnellste Auto der Welt – und das ausschliesslich mit Batterieantrieb.

Eine Chance für das Land

Dann macht Mate Rimac, was er am besten kann: Vollgas geben. Äusserlich stets freundlich lächelnd, inhaltlich knallhart undiplomatisch, redet er den Politikern ins Gewissen: «Kroatien hat jetzt die Chance, das nächste Ziel der neuen Autoindustrie zu werden.» Das Referat des 31 Jahre jungen Start-up-Unternehmers ist ganz schön frech. Seine Botschaft an die Regierenden lautet: Bisher habt ihr es verschlafen, Autohersteller ins Land zu locken. Wacht jetzt gefälligst auf, sonst verpasst ihr auch die nächste Runde.

Tempo, Tempo, Tempo. Das ist Rimacs Welt. Porsche-Vizechef Lutz Meschke ist einen der Zweisitzer gefahren: «Dieses Auto ist unfassbar, es ist beeindruckend, wo die Ingenieure ­diese Traktion herbringen.» So etwas aus dem Mund eines Porsche-Managers? Der Ritterschlag für jeden Autobauer.

 

Rimac ist eine Art Daniel-E-Düsentrieb. Mit einer Mischung aus Talent, Enthusiasmus und Sturheit hat er seine wilden Visionen wahr gemacht. Aus dem Nichts. Deshalb wird er auch als Elon Musk des Balkans bezeichnet. Aber während derzeit kein deutscher Autohersteller einen Cent in Musks Firma Tesla investieren würde, hält Porsche seit 2018 zehn Prozent an Rimac.

Schon jetzt hat die Rimac-Story grosse Strahlkraft über Kroatien hinaus. Die Videos von Wettrennen, bei denen der Stromflitzer den Ferrari und Bugatti mit ihren dröhnenden Verbrennermotoren davonfährt, gehen um die Welt. Nun kann man über Sinn und Unsinn solcher Wahnsinnskarren und ihren Energieverbrauch streiten.

Doch für Rimac erfüllen sie einen wichtigen Zweck: Nur mit ihnen konnte der Nobody aus dem Niemandsland der Autoindustrie zeigen, was er kann. Seine Ultra-Autos sind das perfekte Werbe-Utensil, denn die Firma ist auch als Zulieferer tätig. Sie baut Hochleistungsbatterien und Antriebsstränge für Hersteller wie Aston Martin, Hyundai, Renault, Seat sowie die Hypercar-Bauer Pininfarina und Koe­nigsegg.

Mate Rimac ist in Bosnien geborener Kroate und in Frankfurt aufgewachsen. Als Jugendlicher zog er nach Kroatien, an der Universität Zagreb studierte er Elektroingenieurwesen. Als er den Professoren von seinem Traum erzählte, superschnelle Elektroautos zu bauen, schüttelten sie den Kopf.

 

Er wagte es trotzdem. Heute beschäftigt er 550 Menschen. Weil sie sich keinen Zulieferer leisten konnten, mussten sie jedes Teil selbst entwickeln und produzieren. Immer mit der ­Vorgabe, möglichst wenig Geld auszugeben.

«Es ist erstaunlich, wie schnell das Fahrzeug entstanden ist – zu welchen Kosten, mit welchen Materialien und mit welcher Qualität», sagt Porsche-Mann Meschke. Mit Porsche bahnt sich eine enge Zusammenarbeit an.

Bald ohne Lenkrad?

Wenn die Regierung mitmacht, könnte Rimac ein neues Werk bauen, das nicht nur handgefertigte Unikate für Hyperautos herstellt, sondern industrielle Komponenten fertigt. Und das nicht nur in Kleinserie für Porsche, sondern auch im Volumensegment für Hyundai. Denn auch der koreanische Hersteller will sich an Rimac beteiligen – zusammen wollen sie schon 2020 Fahrzeuge mit Batterie sowie mit Brennstoffzelle auf die Strasse bringen.

Parallel dazu arbeitet Rimac an seinem nächsten Superflitzer, dem Concept 3. Er soll auch autonom fahren. Allzu viele Exemplare werde es aber von der dritten Generation nicht geben, betont Rimac. «Denn ich weiss nicht, wie lange es noch Sinn macht, Autos mit Lenkrad zu bauen.»

 

Erstellt: 12.08.2019, 22:49 Uhr

https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standarddas-schnellste-auto-der-...

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