Paradigmenwechsel?

25 Kommentare / 0 neu
04.11.2011 09:04
#1
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Paradigmenwechsel?

Seit dem 17.09.2011 existiert die Bewegung "Occupy Wall Street", welche stetig neue Anhänger findet. Laut Aussagen von Aktivisten besteht deren Hauptanliegen in der Beseitigung des ökonomischen Ungleichgewichts. Sprich: Die Reichtumskonzentration auf Wenige soll verschwinden und das Geld allgemein besser verteilt werden bzw. alle sollen die gleichen Chancen im Leben haben.

Nach den vielen Exzessen im Finanzbereich der letzten Jahre und den massiven Verluste vieler Institute (und die Rettung durch die Staaten und damit quasi "Solidalisierung der Verluste") sind solche Forderungen sicherlich sehr gut nachvollziehbar. Doch sind sie auch realistisch bzw. durchsetzbar?

Ich persönlich frage mich, ob durch diese Bewegung (bzw. allg. steigender Kritik am Finanzsystem) nun ein Paradigmenwechsel stattfindet, oder ob das Ganze letztlich nur sehr heisse Luft ist bzw. für viele halt einfach "trendy" ist (Auflehnung gegen das bestehende System - vor allem durch junge Aktivisten - schlau oder naiv?)? Denn Tatsache ist wohl, dass es neben den vielen Opfern unseres Finanzsystems noch immer sehr viele (einflussreiche) Gewinner gibt, die dieses System verteidigen wollen (werden). Auch wird es sicherlich entscheidend sein, wie sich die allgemeine Weltwirtschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird. Steigen die Profite wieder an, so hat man (zynisch gesprochen) Geld um die Massen zu beruhigen - folgt aber eine tiefe Rezession, so könnten sich durchaus immer mehr Menschen finden, die sich sehr aktiv gegen das System wehren (weil sie nichts mehr zu verlieren haben). Dies ist meiner Meinung nach der entscheidende Punkt: "Wie viel hat man zu verlieren?" Dies ist zum Beispiel der Grund warum ich die Bewegung der Occupy Wallstreet in der Schweiz weniger ernst nehmen kann, als zum Beispiel in den USA. Obwohl man auch in der Schweiz die Geldkonzentration auf wenige Leute kritisieren könnte, besitzen wir doch ein sehr gut ausgebautes Sozialsystem, von welchem alle Bürger profitieren. Kurz gesagt: Dem Durchschnitt geht es wohl (noch) immer zu gut, um sich wirklich aktiv gegen ein System zu wehren, von dem sie selber letztlich auch stark profitiert haben (dies ist sicherlich mit ein Grund für Sozialsysteme: "Beruhigung der Massen").

Fazit:

Ich glaube die Mächtigen dieser Welt (und auch die weniger Einflussreichen - aber Profiteure des "Systems") werden viel daran setzen, dass eben kein Paradigmenwechsel stattfindet (oder jedenfalls noch nicht jetzt), sondern werden versuchen die Massen irgendwie zu beruhigen. Durch die fortschreitenden Exzesse läuft das System aber Gefahr sich selbst zu zerstören - und damit steigt letztlich doch die Chance für einen Paradigmenwechsel.

Wie seht ihr das Ganze?

Aufklappen

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

05.11.2011 09:38
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550
Paradigmenwechsel?

Ramschpapierhaendler wrote:

Einmal ein Link wo sie wegen der Kälte nach Hause gehen, ein ander Mal ein Link wo es ihnen nich kalt genug sein kann... Tztztz...

..die bösen Medien... :cry:

Und gleich noch so ein "böser Eindruck":

"New York ist in den letzten Wochen viel sauberer geworden, weil die Obdachlosen nicht mehr überall verteilt sind, sondern geballt am OWS [Occupy Wall Street] hocken",... 8)

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35809/1.html?utm_medium=twitter&utm_so...

P.S:..das unsere "Empörten" diese bösen Medien mit ihren "humorvollen Gägs" ja selber füttern und informieren,kann man in ihrem Tagebuch nachlesen/sehen...

http://occupyparadeplatz.ch/blog/

weico

05.11.2011 03:10
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379
Paradigmenwechsel?

@spoili, Kapitalist,

Könnt ihr die SVP-Diskussion bitte hier hin

http://www.cash.ch/forum/viewtopic.php?t=5818

verlegen?

Bei der Diskussion um Paradigmenwechsel (OWS) interessiert die SVP keine Sau!

Danke.

04.11.2011 18:25
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550
Re: Paradigmenwechsel?

Vontobel wrote:

Wie seht ihr das Ganze?

..mit Humor! Lol

http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/occupy-aktivisten-lie...

weico

04.11.2011 16:06
Bild des Benutzers sgrauso
Offline
Kommentare: 544
Re: @ Kapi,

spoili wrote:

Kapitalist wrote:

Irgendwie kannst Du nur Kadermitglied der SVP sein. :oops:

ich bin politisch völlig inaktiv und werde dass auch längerfristig bleiben. ich gehe auch nie wählen oder abstimmen. das land hat einen kurs eingeschlagen den ich nicht mehr vertreten kann und will. die SVP müsste meiner meinung aber einen wähleranteil von >50% haben.

:?: :?: :?:

grosse SVP Propaganda und gehst nicht stimmen???

 


 


 


Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


WWW.Venganza.org


 

04.11.2011 15:56
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Kommentare: 12835
Re: @ Kapi,

CrashGuru wrote:

spoili wrote:

ich bin politisch völlig inaktiv und werde das auch längerfristig bleiben. ich gehe auch nie wählen oder abstimmen. das land hat einen kurs eingeschlagen den ich nicht mehr vertreten kann und will.

Dann solltest Du aber die Postings tunlichst unterlassen. Oder empfindest Du deine Aussagen etwa als unpolitisch?

Und: nicht wählen/abstimmen ist kein Leistungsausweis, sondern eine Bankrotterklärung

:cry:

Das ist grundsätzlich richtig, aber bei jemandem der meint die SVP müsste mehr als 50% Wähleranteil haben, ist es wohl besser wenn er nicht wählen geht. :idea:

Besser reich und gesund als arm und krank!

04.11.2011 15:24
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Kommentare: 2261
Re: @ Kapi,

spoili wrote:

ich bin politisch völlig inaktiv und werde das auch längerfristig bleiben. ich gehe auch nie wählen oder abstimmen. das land hat einen kurs eingeschlagen den ich nicht mehr vertreten kann und will.

Dann solltest Du aber die Postings tunlichst unterlassen. Oder empfindest Du deine Aussagen etwa als unpolitisch?

Und: nicht wählen/abstimmen ist kein Leistungsausweis, sondern eine Bankrotterklärung

:cry:

04.11.2011 15:09
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Kommentare: 2261
Re: Paradigmenwechsel?

Vontobel wrote:

Seit dem 17.09.2011 existiert die Bewegung "Occupy Wall Street", welche stetig neue Anhänger findet. Laut Aussagen von Aktivisten besteht deren Hauptanliegen in der Beseitigung des ökonomischen Ungleichgewichts. Sprich: Die Reichtumskonzentration auf Wenige soll verschwinden und das Geld allgemein besser verteilt werden bzw. alle sollen die gleichen Chancen im Leben haben.

Was interessanterweise auch schon sehr viele Wohlhabende selbst so sehen (wenn auch teilweise vor allem aus Selbsterhaltungstrieb). Deshalb finde ich die Kommentare, welche die Teilnehmer samt und sonders in die linke, sozialistische Ecke stellen so lächerlich. Es scheint, dass viele, welche zudem noch nicht einmal annähernd zu den 1% gehören, schon präventiv Zetter und Mordio schreien, anstatt das Gehirn endlich einzuschalten. Aber scheinbar gilt halt, einmal Steigbügelhalter immer Steigbügelhalter. Im Gegensatz zu einigen 68ern, welche durch die Lebensschule dazu gelernt haben. Was nicht heisst, dass sie den Puck nicht mehr sehen, nur spielen sie ihn anders.

Vontobel wrote:

[b]Ich persönlich frage mich, ob durch diese Bewegung (bzw. allg. steigender Kritik am Finanzsystem) nun ein Paradigmenwechsel stattfindet..... ff

Stattfinden tut nie etwas von sich aus. Wenn, dann muss das erzwungen werden. Und da gibt es verschieden Wege. Ich wage nicht, einen davon vorzuziehen. Es wird sich weisen, ob die Mächtigen verstehen, wie heiss die Suppe ist, welche sie angerührt haben. Wer sie am Schluss auslöffelt ist allerdings schon heute klar.

Vontobel wrote:

Fazit:

Ich glaube die Mächtigen dieser Welt (und auch die weniger Einflussreichen - aber Profiteure des "Systems") werden viel daran setzen, dass eben kein Paradigmenwechsel stattfindet (oder jedenfalls noch nicht jetzt), sondern werden versuchen die Massen irgendwie zu beruhigen. Durch die fortschreitenden Exzesse läuft das System aber Gefahr sich selbst zu zerstören - und damit steigt letztlich doch die Chance für einen Paradigmenwechsel.

Wie immer wird es Ewiggestrige geben, welche die Zeichen an der Wand zwar sehen, aber nicht verstehen. Hoffen wir, es ist nicht die Mehrheit.

04.11.2011 14:45
Bild des Benutzers spoili
Offline
Kommentare: 409
Re: @ Kapi,

Kapitalist wrote:

Irgendwie kannst Du nur Kadermitglied der SVP sein. :oops:

ich bin politisch völlig inaktiv und werde dass auch längerfristig bleiben. ich gehe auch nie wählen oder abstimmen. das land hat einen kurs eingeschlagen den ich nicht mehr vertreten kann und will. die SVP müsste meiner meinung aber einen wähleranteil von >50% haben.

no money no honey - Ein richtiger Mann ist bürgerlich

04.11.2011 14:16
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379
Paradigmenwechsel?

Vontobel wrote:

Lächerlich würde es dann werden, wenn die OW Aktivisten vor ihren Kundgebungen noch zu Mac Donald's gehen würden, um danach gegen das kapitalistische System zu protestieren...

Die globale Geldmenge beträgt 200 Billionen Dollar. Vor 10 Jahren lag sie noch bei 110 Billionen und 1980 bei 20 Billionen.

Wie wir wissen, kommt neues Geld immer als Kredit auf den Markt. Dass heisst, dass jemand Zinsen bezahlt und ein anderer diese Zinsen kassiert.

Vermögen und Schulden sind somit eineiige Zwillinge, die bei der Geburt getrennte Wege gehen. Die Vermögenden könnten nicht so viel Vermögen haben, wenn es andererseits nicht Leute gäbe, die bereit sind sich zu verschulden.

Deshalb ist es eigentlich unlogisch, wenn die Vermögenden von den Schuldnern verlangen, zu sparen.

Das Problem der Vermögenden ist, dass sie dafür sorgen müssen, dass die Schuldner weiterhin genug Arbeit und Motivation haben, um ihre Schulden weiter bedienen zu können. Insofern ist es durchaus auch im Interesse jener, die von leistungslosem Zinseinkommen leben, den Bogen nicht zu überspannen.

Deshalb ist es gerechtfertigt, dass jene, die durch ihre Arbeit nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt sondern auch jenen der Kinder und Rentner sowie die Zinseinkünfte der Reichen erwirtschaften, sich auch ein Auto, ein iPhone und einen Hamburger von McDonalds leisten dürfen.

Würde ich Dich nicht persönlich kennen, würde ich Dein Statement als ziemlich zynisch einstufen.

04.11.2011 13:34
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Re: @ Kapi,

spoili wrote:

Brunngass wrote:
der Beitrag des Herrn spoili ist für mich extrem wertvoll.

Über die heutigen sozialen Bewegungen sagt er nichts,über ihn selbst schon fast alles.

Wenn Menschen ihr Gedankengut so offenlegen,helfen sie mir dabei,Ihre Markteinschätzung zu bewerten.

wie bewertest du denn meine markteinschätzung? :o

edit: das war keine offenlegung des gedankengutes sondern eine starke zensur Wink

Eine Zäsur wäre besser gewesen, genützt hätte wohl auch nichts

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.11.2011 13:34
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Kommentare: 12835
Re: @ Kapi,

spoili wrote:

Brunngass wrote:
der Beitrag des Herrn spoili ist für mich extrem wertvoll.

Über die heutigen sozialen Bewegungen sagt er nichts,über ihn selbst schon fast alles.

Wenn Menschen ihr Gedankengut so offenlegen,helfen sie mir dabei,Ihre Markteinschätzung zu bewerten.

wie bewertest du denn meine markteinschätzung? :o

edit: das war keine offenlegung des gedankengutes sondern eine starke zensur Wink

Dass Du hier Dein Gedankengut noch zensiert hast habe ich mir beinahe gedacht. Irgendwie kannst Du nur Kadermitglied der SVP sein. :oops:

Besser reich und gesund als arm und krank!

04.11.2011 13:27
Bild des Benutzers spoili
Offline
Kommentare: 409
Re: @ Kapi,

Brunngass wrote:

der Beitrag des Herrn spoili ist für mich extrem wertvoll.

Über die heutigen sozialen Bewegungen sagt er nichts,über ihn selbst schon fast alles.

Wenn Menschen ihr Gedankengut so offenlegen,helfen sie mir dabei,Ihre Markteinschätzung zu bewerten.

wie bewertest du denn meine markteinschätzung? :o

edit: das war keine offenlegung des gedankengutes sondern eine starke zensur Wink

no money no honey - Ein richtiger Mann ist bürgerlich

04.11.2011 13:26
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379
Re: @Lieber Vontobel,

Vontobel wrote:

Sind die aktuellen Proteste einfach böse gesagt "jugendlicher Übermut" - oder steckt doch mehr dahinter?

Wenn sich eine Bewegung innert 50 Tagen auf über 2000 Städte weltweit ausbreitet, ist wohl mehr dahinter als heisse Luft. Die Politiker tun also gut daran, die Bewegung ernst zu nehmen.

Wenn wir uns an die Anti-AKW Demos ab den späten 1970er Jahre erinnern, haben die schliesslich auch etwas bewegt. Wenn auch erst Jahre/Jahrzehnte später. Aber damals wurden die grünen Parteien gegründet und haben die Politik mal ordentlich durchgelüftet. Das geht bekanntlich so weit, dass mittlerweile auch bürgerliche Parteien grünes Gedankengut wie Umweltschutz mit in ihr Programm eingebaut haben.

Fehler wurden von allen Seiten begangen. Von den 99%, die Kredite/Hypotheken aufgenommen haben, die sie sich nicht leisten können, von den Bankern, die diese Kredite überhaupt bewilligt haben, von der FED mit ihrer leichten Geldpolitik und schliesslich von den Politikern, die immer wieder die Regeln zugunsten der Banken gelockert haben.

Ausgebadet wird die Krise vom Mittelstand. Nicht von den Bankern und Politikern. Das ist ungerecht.

Weiterhin ist das Realeinkommen des Mittelstandes in den USA in den letzten 10 Jahren um 10% gesunken, während sich das Einkommen der Superreichen verdreifacht hat.

Je weiter sich die Vermögensschere zwischen den 99% und dem 1% öffnet um so mehr Menschen werden dagegen aufbegehren.

Die Schere wird sich schliessen müssen. Ob das friedlich und z.B. über höhere Vermögenssteuer passiert oder blutig auf den Strassen ausgefochten wird, werden wir noch sehen.

04.11.2011 13:24
Bild des Benutzers Brunngass
Offline
Kommentare: 1305
@ Kapi,

der Beitrag des Herrn spoili ist für mich extrem wertvoll.

Über die heutigen sozialen Bewegungen sagt er nichts,über ihn selbst schon fast alles.

Wenn Menschen ihr Gedankengut so offenlegen,helfen sie mir dabei,Ihre Markteinschätzung zu bewerten.

04.11.2011 13:15
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Kommentare: 12835
Paradigmenwechsel?

spoili wrote:

ich halte die OW-teilnehmer (was zum henker soll eigentlich der ganze mist??) für versager. linke weltenverbesserer wie man sie schon seit jahrzehnten kennt. nicht mehr und nicht weniger.

sozial(demokratisch) zu sein ist ein zeichen von schwäche. ein echter mann ist bürgerlich. das andere überlassen wir den schwächlingen und emanzen.

habe fertig 8)

Ich bin lieber ein Schwächling als ein Idiot. Lol

Besser reich und gesund als arm und krank!

04.11.2011 12:44
Bild des Benutzers Brunngass
Offline
Kommentare: 1305
les illusions des nos vingt ans

keine Angst,ich pilgere nicht auf den Lindenhof, um mir den Arsch abzufrieren.

Es gibt einige Vögel, die 68 vorsichtigerweise das Haus nicht verliessen, um später als Professor vor versammelten Studenten das Hohelied des Aufruhrs zu singen.

Ein Ex-Bundesrat und der bekannteste Medienanreisser der Schweiz werden kaum bestätigen wollen, dass sie im Globuskrawall die Pflastersteine heranschafften.

Schnee von Gestern bringt in dieser Sache nichts.

04.11.2011 12:36
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Re: @Lieber Vontobel,

sgrauso wrote:

also wenn ich mir einige gruftis die 1968 dabei waren nun ansehe muss ich nur lachen....

Häuschen, Hündchen und BMW gehen si nun in die Pension :roll:

Was blieb von der bewegung? Wink

Wer 1968 beim Flowerpower dabei sein wollte, musste so um 1950 das Licht der Welt erblicken.

Mein Schwiegervater hat kein Häuschen und BMW, den Hund der verstorbenen Nachbarin haben sie bei sich aufgenommen. Er ist diesen Oktober in Rente gegangen. Bei der Vorsorge ist Vermögensverzehr ist angesagt.

Diese Jahrgänge habe nicht so viel auf der 2. Säule drauf, wie man meint. Das Obligatorium kam erst Mitte der 80er Jahre. Sie gehören zu den Jahrgängen mit der goldenen Fessel, falls dieser Begriff den Youngsters heute überhaupt noch was sagt. Beim Stellenwechsel riskierten sie einen Teil ihrer Vorsorge. Sie waren auch diejenigen, die in den letzten 20 Jahren immer um ihren Job bangen mussten. Zu alt und zu teuer.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.11.2011 12:33
Bild des Benutzers spoili
Offline
Kommentare: 409
Paradigmenwechsel?

ich halte die OW-teilnehmer (was zum henker soll eigentlich der ganze mist??) für versager. linke weltenverbesserer wie man sie schon seit jahrzehnten kennt. nicht mehr und nicht weniger.

sozial(demokratisch) zu sein ist ein zeichen von schwäche. ein echter mann ist bürgerlich. das andere überlassen wir den schwächlingen und emanzen.

habe fertig 8)

no money no honey - Ein richtiger Mann ist bürgerlich

04.11.2011 11:50
Bild des Benutzers sgrauso
Offline
Kommentare: 544
Re: @Lieber Vontobel,

Brunngass wrote:

Die Bewegung erhält doch vor allem Leben durch junge Menschen,die ihren Platz in der Gesellschaft und einen Inhalt für ihr Leben suchen.

In der Geschichte entstanden aus allen Bewegungen,neue Denkweisen,neue Problemlösungsansätze,neue Formen des Zusammenlebens

UND NICHT ZULETZT NEUE BÜSINESSMODELLE

also wenn ich mir einige gruftis die 1968 dabei waren nun ansehe muss ich nur lachen....

Häuschen, Hündchen und BMW gehen si nun in die Pension :roll:

Was blieb von der bewegung? Wink

 


 


 


Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


WWW.Venganza.org


 

04.11.2011 11:04
Bild des Benutzers Brunngass
Offline
Kommentare: 1305
yesterday when i was young

war ich grauenhaft naiv.

10000 mal schlimmer war meine Naivität, als mittelalterlicher Klaus,basierend auf Cashforumsvorschläge,wie wild mein Erbe in die Börse zu knallen.

04.11.2011 10:53
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Re: @Lieber Vontobel,

Brunngass wrote:

Die Bewegung erhält doch vor allem Leben durch junge Menschen,die ihren Platz in der Gesellschaft und einen Inhalt für ihr Leben suchen.

Genau darum habe ich folgendes geschrieben:

"Ich persönlich frage mich, ob durch diese Bewegung (bzw. allg. steigender Kritik am Finanzsystem) nun ein Paradigmenwechsel stattfindet, oder ob das Ganze letztlich nur sehr heisse Luft ist bzw. für viele halt einfach "trendy" ist (Auflehnung gegen das bestehende System - vor allem durch junge Aktivisten - schlau oder naiv?)?"

Dies ist genau die Frage, die ich mir stelle: Sind die aktuellen Proteste einfach böse gesagt "jugendlicher Übermut" - oder steckt doch mehr dahinter?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

04.11.2011 10:26
Bild des Benutzers Brunngass
Offline
Kommentare: 1305
@Lieber Vontobel,

bei diesem Thema ist die Gefahr gross, das mein Zynismus oder meine Nostalgie reiche Ernte hält.

Die Bewegung erhält doch vor allem Leben durch junge Menschen,die ihren Platz in der Gesellschaft und einen Inhalt für ihr Leben suchen.

Wenn man wie ich in Kaiseraugst,an der grössten Vietnamdemo und noch früher am letzten "Original"Ostermarsch dabei war -

schaut man mit feuchten Augen in die we shall overcoms auf der Broklyn bridge.

Ich werd jetzt mal stinkfrech - DU VONTI BIST DIE AUSNAHME - WENN EINER MIT 17 AKTIEN KAUFT - WIRD ER SICH DAFÜR ALS 70 JÄHRIGER GEGEN DIE GESELLSCHAFT AUFLEHNEN

In der Geschichte entstanden aus allen Bewegungen,neue Denkweisen,neue Problemlösungsansätze,neue Formen des Zusammenlebens

UND NICHT ZULETZT NEUE BÜSINESSMODELLE

04.11.2011 09:38
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Kommentare: 5686
Paradigmenwechsel?

sgrauso wrote:

Sind die OW Leute die Gleichen die ein viel zu teures Haus gekauft haben und nun die Zinsen nicht mehr bezahlen könne? Die gleichen die alles auf pump kaufen?

Klar ist nicht alle in ordnung in der finanzwelt und etwas muss sich ändern, aber ich glaube vieles in der Finanzindustrie wurde durch nachfrage gegründet... Alle wollen alles sofort, schönes Haus, guter Job und schnelles Auto. natürlich am besten mit 50 in pension und super Krankenpflege gespendet vom Staat.

Ein ganz wichtiger Punkt den du hier ansprichst: Wie sehr sind die Gegner des heutigen Systems Unterstützer zugleich? (...) Geht es nicht vielmehr um ein gesellschaftliches Problem (alle wollen mehr als der Durchschnitt), welches sich einfach plakativ am gierigen Banker zeigt und dieser sich damit gut als Sündenbock eignet?

Lächerlich würde es dann werden, wenn die OW Aktivisten vor ihren Kundgebungen noch zu Mac Donald's gehen würden, um danach gegen das kapitalistische System zu protestieren...

Die Frage lautet:

Wie stark darf man von einem System bisher profitiert haben, um dieses später glaubwürdig kritisieren zu können? Beziehungsweise: Wie stark muss man sich im Alltag einschränken, um nicht als 100% Unterstützer des Systems betrachtet zu werden (kann man dies überhaupt?)?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

04.11.2011 09:29
Bild des Benutzers sgrauso
Offline
Kommentare: 544
Paradigmenwechsel?

Sind die OW Leute die Gleichen die ein viel zu teures Haus gekauft haben und nun die Zinsen nicht mehr bezahlen könne? Die gleichen die alles auf pump kaufen?

Klar ist nicht alle in ordnung in der finanzwelt und etwas muss sich ändern, aber ich glaube vieles in der Finanzindustrie wurde durch nachfrage gegründet... Alle wollen alles sofort, schönes Haus, guter Job und schnelles Auto. natürlich am besten mit 50 in pension und super Krankenpflege gespendet vom Staat.

 


 


 


Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


WWW.Venganza.org