Pennystocks und Abzockerei

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19.11.2010 17:57
#1
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Pennystocks und Abzockerei

Da im Auslandforum immer wieder Pennystock-Aktien mit ausländischer ISIN auftauchen, die zum Beispiel in Frankfurt im sogenannten "Freiverkehr" (Open Market) gehandelt werden. Hier eine Warnung, was häufig dahintersteckt:

http://www.wiwo.de/finanzen/dubiose-geschaeftemacher-machen-kasse-mit-sc...

http://www.wiwo.de/finanzen/gauner-aktien-erkennen-373942/

http://177766.homepagemodules.de/t10f4-Die-Abzocke-mit-CH-Aktien-im-Fran...

Solche Aktien werden aufgrund des kleinen Nennwerts und hoher Volatilität auch sehr gerne in Börsenbriefen und teils sogar von (angeblich) "seriösen" Börsenjournalisten gepusht. Im Spiegel dieser Woche war ein guter Artikel um ein Netzwerk, das in Deutschland aufgeflogen ist:

http://pdfcast.org/pdf/tobias-bosler-kriminelle-kursmanipulation

Wer diesen Artikel durchgelesen hat wird in Zukunft "Börsentipps" aller Art sicher kritischer durchleuchten.

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21.08.2012 15:47
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Sonne, Mond und Steuergelder...

Der Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zum Korruptionsskandal in der kantonalen Pensionskasse (BVK) wartet mit einigen brisanten Enthüllungen auf. Gemäss einem Entwurf ihres Abschlussberichts, der dem «Tages-Anzeiger» vorliegt, ist der grösste Einzelverlust – 273 Millionen Franken bei der Beteiligungsgesellschaft BT & T – auf ein krasses Versagen jeglicher Kontrollen und auf das Ignorieren aller Warnungen zurückzuführen. Geradezu grotesk mutet an, dass sich Walter Meier, Chef der BT & T, bei Investitionsentscheiden und bei den Sanierungsbemühungen in den Jahren 2000 und 2001 auf die Mithilfe eines Astrologen verliess.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/BVK-Ein-Astrologe-bestimmte-...

Edit: Und BT&T-Meier scheint fein aus dem Schneider zu kommen bisher:

Mitte September findet das Gerichtsverfahren in der Korruptionsaffäre um die BVK Personalvorsorge des Kantons ­Zürich seine Fortsetzung. (...)

Kaum noch in Erscheinung treten dürfte dagegen Walter Meier. Obwohl der ­Architekt der Bereicherungsmaschine BT&T-Gruppe überhaupt erst die Grundlage dazu geschaffen hat, dass viele Pensionskassen Hunderte von Millionen Franken verloren haben und Beteiligte bestochen wurden.

Der Skandal hätte auch Jahre früher auffliegen können. Im Februar 2001 hat BILANZ in einem Artikel mit dem Titel «Hier kassiere ich» Meiers System und die Einbindung diverser Pensionskassen in die BT&T aufgezeigt. Inzwischen sind die von Walter Meier zugegebenen Zahlungen, die er nach eigenen Aussagen alle vor dem Jahr 2000 getätigt habe, ­verjährt. Schmiergeldzahlungen nach der Jahrtausendwende konnte ihm die Zürcher Staatsanwaltschaft – bislang – keine nachweisen.

Meier sass im Sommer 2010 für gut fünf Wochen in Untersuchungshaft. Nun fordert die Staatsanwaltschaft eine ­bedingte Freiheitsstrafe von achtzehn Monaten. Dabei hat Meier von allen ­Beteiligten am meisten abkassiert. Laut einem BILANZ vorliegenden Steuerausweis verfügte er 1999 über ein Nettoeinkommen von 2,2 Millionen und ein Vermögen von 157,8 Millionen Franken, die fast ausschliesslich von BT&T stammen. In den Folgejahren kamen wohl noch ­einige Dutzend Millionen dazu, bis die Gewinnmaschine implodierte.

http://www.bilanz.ch/people/bvk-personalvorsorge-hier-kassiere-ich

CH-Regulation, ein Hohn Wink ?!

18.08.2012 18:10
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bscyb hat am 08.08.2012 - 09:46 folgendes geschrieben:


Ich würde die wenn möglich ignorieren und Zahlen und Management inkl. Buchhaltung/Revision der Firma wenn möglich selbst überprüfen.

 

Und wenn ich mal ergänzen darf - und das gilt nicht nur für Pennystocks:
Es sollte nicht nur Gewinn/Dividende pro Aktie betrachtet werden sondern auch Schulden pro Aktie!

17.08.2012 13:29
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Elias hat am 17.08.2012 - 08:15 folgendes geschrieben:

Ein Blick auf die täglichen Gewinner- und Verliereraktien zeigt, um welche Titel es zum Beispiel an der Schweizer Börse geht: Cytos, Mindset, Mondobiotech, Newron oder Swissmetal. Oftmals bewegen sich diese Titel ruckartig, ohne dass zwingend eine unternehmensspezifische Nachricht bekannt geworden wäre. Der einzige Antrieb beruht auf der Hoffnung der Anleger auf einen Deal, eine Übernahme oder die Marktreife eines neuen Produkts.
...

Im Juli zählte die Schweizer Börse im SPI-Segment sechs Titel, deren Kurs unter der Ein-Franken-Grenze lag – darunter Firmen wie Perfect, die in der Flugzeug-Charter-Branche ihr Auskommen sucht, Mondobiotech und Evolva, zwei Biotech-Unternehmen, die sich in Nachlassstundung befindende Swissmetal sowie die Logistikfirma Swisslog, die seit Jahren finanziell darbt.

Zum Artikel: Ich hätte Swisslog nicht in den gleichen Topf geworfen mit dem Rest der genannten Firmen. Swisslog steht meiner Meinung um Welten besser da als der Rest der genannten Firmen. Was nicht viel bedeutet, wenigstens die beste der "schlechtesten" Firmen.

Auch gibt es beim Rest noch grosse Unterschiede zwischen Lottoscheinen (Biotech-Firmen), offensichtlich scheintoten Firmen (ich nenne keinen Namen) und Firmen in Insolvenz (Swissmetal, Petroplus...).

Wichtig wäre auch der Unterschied zwischen Firmen, die einfach einen tiefen Kurs haben, in finanziellen Schwierigkeiten stecken aber seriös sind und offensichtlichen Betrugsversuchen ("Pump & Dump", Briefkastenfirmen mit falscher PR...etc.) auf der anderen Seite.

Siehe frühere Beiträge für Details.

 

17.08.2012 08:15
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«Penny-Stocks»: Wer den Rappen nicht ehrt...

Zocker hoffen wegen scheinbar billigen Aktien auf das grosse Geld. Vor allem in unsicheren Zeiten und volatilen Märkten steigt bei den Spielertypen der Mut zum Risiko.

Wenn stabile Aktien kaum vorwärtskommen, sollen die kleinen Zocker-Titel, deren Kurse sich im Rappen- oder einstelligen Frankenbereich befinden, mit ihren volatilen und kaum vorhersehbaren Bewegungen für Rendite sorgen.

Ein Blick auf die täglichen Gewinner- und Verliereraktien zeigt, um welche Titel es zum Beispiel an der Schweizer Börse geht: Cytos, Mindset, Mondobiotech, Newron oder Swissmetal. Oftmals bewegen sich diese Titel ruckartig, ohne dass zwingend eine unternehmensspezifische Nachricht bekannt geworden wäre. Der einzige Antrieb beruht auf der Hoffnung der Anleger auf einen Deal, eine Übernahme oder die Marktreife eines neuen Produkts.

50 Prozent Gewinn an einem Tag beim richtigen Einstiegszeitpunkt

Verflüchtigt sich dann die Hoffnung, reagiert der Aktienkurs umso heftiger – in die andere Richtung. Das Paradebeispiel war die Aktie von Petroplus, die im Juni dekotiert werden musste. Denn am ?24. Januar hatte das Unternehmen die Nachlassstundung angekündigt. Die Aktie brach zu Beginn des Handelstages über 90 Prozent auf 17 Rappen ein. Daraufhin stieg sie aber wieder auf 26 Rappen an.
 
Wer beim Tiefpunkt eingestiegen war, konnte also in einem Tag über 50 Prozent Gewinn erzielen. In den Wochen danach stieg die Aktie sogar gegen einen Franken an, bevor sie bei der Bekanntgabe der bevorstehenden Dekotierung wieder implodierte.

Doch nicht nur Aktien von jungen Unternehmen, Beinahe-Bankrotteuren oder dubiosen Firmen sind «Penny-Stocks». Sogar renommierte Unternehmen kann es in diese Sphären hinunterziehen. So war die Aktie von ABB am Ende der Dotcom-Krise im Jahr 2003 bloss noch 1,12 Franken Wert. Wer damals Mut hatte und eingestiegen ist, konnte viel Geld verdienen.

Spekulationen mit Zocker-Aktien sind hochriskant. Oftmals stecken die Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten. Der Aktienkurs ist tief gesunken und lässt sich mit wenig Geld schnell und leicht bewegen. Dabei wird gehofft, dass andere Anleger darauf anspringen und helfen, den Kurs noch weiter in die Höhe zu treiben. Oftmals stecken dahinter dubiose Börsenbriefherausgeber oder Tippgeber in einschlägigen Börsenforen. Dort kann es dann zum Beispiel zu einer bestimmten Aktie heissen: «Ich habe mir auch 100‘000 Stück ins Depot gelegt. Die Aktie ging schon paar Mal ab ohne News. Aber jetzt, wo man sieht, dass doch was in der Luft liegt, kann man ruhig mit etwas Risiko zocken.» Ein anderer exemplarischer Kommentar lautet so: «Bei 10 Rappen würde ich nochmals einen 1000er riskieren. Das ist ein ganz klares Zocken auf 50 Prozent Verlust, aber auf diesem tiefen Niveau kann man es wagen.»

Sechs SPI-Aktien unter der Marke von einem Franken

Die Kommentare wollen grosse Gewinnchancen suggerieren, obschon das Risiko eines hohen Verlustes ungleich grösser ist. Und oftmals klingen die Argumente einleuchtend. Denn wer weiss schon ohne Recherche, welche Kleinstfirma welche Projekte in Angriff nehmen will und wer vor einem massgeblichen Durchbruch steht? Denn solche Firmen werden von den Analyseabteilungen der Banken nicht mehr abgedeckt. Und auch in den Medien finden sie kaum Beachtung.

Im Juli zählte die Schweizer Börse im SPI-Segment sechs Titel, deren Kurs unter der Ein-Franken-Grenze lag – darunter Firmen wie Perfect, die in der Flugzeug-Charter-Branche ihr Auskommen sucht, Mondobiotech und Evolva, zwei Biotech-Unternehmen, die sich in Nachlassstundung befindende Swissmetal sowie die Logistikfirma Swisslog, die seit Jahren finanziell darbt.

Mittelfristig ist bei keinem dieser Titel die Chance auf einen Turnaround ersichtlich. Wer trotzdem Risiko und Nervenkitzel nicht scheut, sollte sich bewusst sein, dass auch ein Totalverlust möglich ist – siehe Petroplus.

Als «Penny-Stock» bezeichnet man Aktien, deren Kurs in der Regel sehr tief ist und bei einer Währungseinheit liegt. Das heisst: bei 1 Franken, 1 Dollar oder 1 Euro. http://www.cash.ch/news/topnews/pennystocks_wer_den_rappen_nicht_ehrt-12...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.08.2012 09:46
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John Rambo hat am 27.07.2012 - 23:49 folgendes geschrieben:

Ich schätze Deine Beiträge! Auf dem "Newron"¨¨ Forum hat sich aber leider wieder "Nöldi" eingenistet. Er ist wie eine Zecke! (IQ 10).

Ja, die Aktien-Pusher und Glücksritter. Was soll man machen? Die kommen immer wieder, wie die kleinen Tierchen...bei jeder Insolenzaktie und jedem Pennystock, manchmal auch bei IPOs...bei Facebook ging es wenigstens gründlich in die Hose für die Marktschreier, da kann ich mir ein Schmunzeln nicht verbergen.

Ich würde die wenn möglich ignorieren und Zahlen und Management inkl. Buchhaltung/Revision der Firma wenn möglich selbst überprüfen. Und nie zu viel der Gesamtanlage in eine Position stecken - besonders nicht, wenn alle von einer todsicheren Anlage schwärmen, die nur steigen kann (siehe jüngstes Beispiel Facebook).

 

03.05.2012 22:24
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...hier habe ich dich gefunden (hi,hi)

Danke dir für die vielen guten Ratschläge und Tipps!


mit nette Grüessli

Du musst in deinem Leben nur ganz wenige Dinge richtig machen, so lange du nicht zu viele Dinge falsch machst.
Zitat Warren E. Buffett

03.05.2012 17:51
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Hier sonst die Warnliste vom ktipp:

Auf dieser Liste stehen Unternehmen, die nach Angaben aus der K-Tipp-Leserschaft Geldanlagen und Finanzprodukte verkaufen, bei denen Chancen und Risiko in einem Missverhältnis stehen können *. Aufgeführt sind auch Unternehmen, die Laien zu riskanten Investments verleiten. Ebenfalls aufgeführt sind Finanzprodukte, die für Kleinanleger nicht geeignet sind.

http://www.ktipp.ch/service/Warnlisten/Finanzberater.php

* Gilt natürlich immer die Unschuldsvermutung.

Auf jeden Fall Gratulation an den ktipp im oben erwähnten Fall, da er schon 2010 vor ASE warnte.

 

Auch die FINMA hat eine offizielle "black list", die viele Leute leider nicht kennen:

http://www.finma.ch/e/sanktionen/unbewilligte-institute/Pages/default.aspx

27.04.2012 11:10
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Auch nicht schlecht: 17% /Jahr mit Devisen und das über 10 Jahre...

 

Was sich bei der ASE genau abspielte, ist unklar. M. S. war offenbar vor allem im Geschäft mit Devisen aktiv. In Dokumenten wies die ASE für die Jahre 2002 bis 2012 eine jährliche Durchschnittsrendite von 17,17 Prozent aus.

 

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Ueber-500-Anleger-der-ASE-In...

 

Schaut schwer nach einem Ponzi-Trick aus.

Waren die Anleger naiv oder gierig? Wenn ich lese, das etliche noch via Vermögensverwalter investiert haben...urgh.

 

08.02.2012 01:19
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Und ausführlicher zum Thema:

Und ausführlicher zum Thema:

Börsen-Zeitung: Tummelplatz für Kriminelle, Kommentar zum Umbau des Frankfurter Freiverkehrs

 

"Frankfurt (ots) - Es gehört zu den Aufgaben professioneller PR-Arbeit, das eigene Unternehmen möglichst gut aussehen zu lassen und auch unangenehme Nachrichten möglichst schön zu verpacken. Mit "Neusegmentierung des Open Markets", wie der Frankfurter Freiverkehr genannt wird, und "Schritt erhöht Transparenz im Kapitalmarkt" hat die Deutsche Börse gestern aber ein wenig zu schöne Überschriften gewählt. Im Klartext: Das Freiverkehrssegment First Quotation Board wird geschlossen, weil es zum Tummelplatz von Kriminellen geworden ist, die mit zunehmender Dreistigkeit seine sehr geringen Anforderungen ausgenutzt haben, um Kurse zu manipulieren und arglose Anleger abzukassieren. "

..

"Eine Illusion wäre es allerdings zu glauben, dass dem organisierten Anlagebetrug damit beizukommen ist. Wenn es den Börsen gelingt, ihre Plattformen so zu gestalten, dass Manipulationen, wie sie in den zurückliegenden Jahren zu beobachten waren, nicht mehr möglich sind, werden sich die Kriminellen andere Tummelplätze suchen."

http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Boersen-Zeitung--Tummelplatz-f...

07.02.2012 20:33
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Endlich geht etwas in

Endlich geht etwas in Deutschland (diese Aktien hatten häufig ihren Briefkasten-Sitz in der Schweiz):

Deutsche Börse schließt Freiverkehrssegment

 

First Quotation Board vor dem Aus - Zukünftig keine Erstlistings ohne öffentliches Angebot und Prospekt in Frankfurt mehr möglich

 

Wegen der anhaltenden Vorfälle von Kursmanipulation und anderer Betrügereien wird die Deutsche Börse das Freiverkehrssegment First Quotation Board schließen. Außerdem werden die Vorschriften für das Freiverkehrssegment Entry Standardverschärft.

 

Börsen-Zeitung, 7.2.2012

http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2012026039

20.12.2011 19:31
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Tipps gegen Finanz

Tipps gegen Finanz-Scharlatane

 

Der ehemalige Präsident des Rennvereins Zürich Martin Gloor liess die Diskussion darüber wieder aufkommen, wie man sich gegen unlautere Machenschaften im Finanzbereich wehren kann. Dazu 12 Tipps.

http://www.finews.ch/news/finanzplatz/7299-die-finma-hilft-gute-tipps-ge...

16.12.2011 00:05
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Pennystocks und Abzockerei

bscyb wrote:

Einmal verstehe ich noch ...

Ich hätte gerne die Telefonnummer dieses dummen Akademikers.

Ich würde ihm gerne diesen Winter ein Grundstück auf einem zugefrorenen See verkaufen. Biggrin

15.12.2011 20:10
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Pennystocks und Abzockerei

Und wieder eine unglaubliche Geschichte:

Quote:

Wie Akademiker ausgenommen werden

Ein Berner tappte in die Falle und verlor 345'291 Franken. Der Betrogene ist weder dumm noch ein Einzelfall. Die Kriminellen operieren hoch professionell. Das System heisst «Recovery Room Operation».

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Wie-Akademiker-ausgenommen-w...

Einmal verstehe ich noch (würde persönlich nie Aktien übers Telefon kaufen, im besten Fall ist es Frontrunning, meistens ist das Geld weg und der Verkäufer meldet sich nie mehr...), aber dass der Betroffene noch mehrmals Geld nachschickt ?!

Die Masche mit agressivem Verkauf wertloser Pennystocks gibt es ja schon lange, aber dass die Leute danach noch auf solche "Recoveries" reinfallen ?!

3k oder 30k wären noch das eine, aber 340k verlochen, unglaublich.

Offenbar operieren die Betrüger in letzter Zeit oft mit fiktiven, englischen Broker-Firmennamen aus Japan oder HongKong.

Erinnere mich, dass Jemand hier im Forum auch schon nachfragte nach einem solchen Anruf...

06.12.2011 18:38
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Pennystocks und Abzockerei

Dieses Mal hat es ein paar reiche Zürcher erwischt:

Seit Montag sitzt der Ex-Jockey und Financier Martin Gloor in Haft. Ihm werden Vermögensdelikte vorgeworfen. Ein Geschädigter packt aus und erzählt, wie er Gloor auf den Leim ging.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Wie-der-Ex-Jockey-mit-den-Anleger...

PS: War gestern auch im 10vor10:

Quote:

Der Zürcher Rennverein ist der älteste und renommierteste in der Schweiz - und gleichzeitig hoch verschuldet. Financier Martin Gloor versprach dem Verein die Sanierung. Heute Morgen hat ihn die Staatsanwaltschaft Zürich festgenommen. Die Hintergründe.

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=08035c58-2d99-4920-b360-7a46832ef189

01.09.2011 16:47
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Pennystocks und Abzockerei

Endlich tut sich etwas:

Quote:

Verdacht auf Marktmanipulation: Schlinge um Aktienabzocker zieht sich zu

Deutschland gilt als Eldorado für Börsenbetrüger. Dabei werden wertlose Pennystocks aus dem Ausland aggressiv zum Kauf empfohlen. Ein Beschuldigter aus Kanada sitzt nun in deutscher Untersuchungshaft.

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:verdacht-auf-marktmanipulation-schli...

18.08.2011 13:47
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Pennystocks und Abzockerei

Kaum ist der Hamster aus dem Forum verschwunden geht es wieder los mit Pressemitteilungen-Spamming von Pennystocks aller Art im "Aktien Ausland"-Forum hier bei cash.

Das Muster ist bekannt: Im Freiverkehr Deutschland oder OTCBB kotiert, grossartige PR und am Schluss meist eine Firma ohne Umsatz, die sich hinter einem Postfach versteckt, nachdem der Kurs wieder um 90% gefallen ist...zuvor verkaufen aber die Pusher die Aktien an Unwissende durch solche Foreneinträge.

02.08.2011 23:54
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Pennystocks und Abzockerei

Schön, dass das Thema von einer grösseren Publikation wieder einmal erwähnt wird.

Die Schweiz sollte die Lücken in der Gesetzgebung endlich schliessen damit diese Clowns nicht mehr mit Schweizer Briefkastenfirmen operieren können.

Andererseits sollten sich die Käufer solcher Aktien auch selbst an der Nase nehmen....meist Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden, von Aktien im Freiverkehr im Umlauf zu 0.000xy, kein Umsatz und meist ohne richtige bzw. seriöse Revisoren.

02.08.2011 23:39
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Pennystocks und Abzockerei

Die Masche mit Frankfurt

Im grossen Stil sollen in Deutschland Anleger mit Aktien von Schweizer Firmen abgezockt worden sein.

Quelle:

http://www.handelszeitung.ch/invest/die-masche-mit-frankfurt

Jeder der glaubt, dass die Börse nur noch steigen kann, ist entweder verrückt oder ein Bulle.

06.02.2011 21:34
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Pennystocks und Abzockerei

b00n wrote:

beispiel CWRN die is mir erst aufgefallen bei 0.004! die kam aber von 0.0002! (wurde meines wissens auch mir böbriefchen unterstützt). ich hab mich schon sehr gefragt was ich da mache wenn ich bei 0.004 einstiege, nach sovielen prozenten. ich hab dann jeden tag aufgepasst und so.. und siehe da ich konnt bei knapp 0.03 gute gewinne realisieren.

wenn sich solche meldungen auf diversen, mehr oder weniger dubiosen, seiten häufen ist es allemal spannend zu kukn um was es geht, denn oft erwischt man trotzdem nen anfahrenden zug. einfach nicht heiraten unterwegs. (das is manchmal mein probl.)

Ja, traden kann man solche Aktien wenn man weiss was man tut und früh genug wieder aussteigen kann. CWRN scheint auch eine solche Geschichte zu sein ohne Produktion - bzw. nur Gerüchte über mögliche Produktion Smile

http://www.hotstocked.com/article/3821/cotton-amp-western-min-pink-cwrn-...

Geht aber meist oft so schnell runter wie es raufging, ist für mich persönlich zu viel Ueberwachungsaufwand.

Bei einer "reellen", fundamental fair bewerteteten Aktie kann ich einen Rückgang aussitzen (obwohl das oft auch schlechter ist als konsequenter StopLoss) und der Rückgang ist meist nicht so dramatisch.

Man hat Chance auf späteren Rebound bei Valueaktien während OTCs nach einem grösseren Push oft wieder bei .00xy versauern wenn man sie "heiratet" wie Du schreibst.

06.02.2011 08:20
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bscyb wrote:

equity holder wrote:
bscyb wrote:
Das grenzt an Betrug

Es ist Betrug. Nur ist es legal.

Frontrunning wie in meinem ersten Post im verlinkten Spiegel-Artikel beschrieben ist ganz sicher nicht legal, besonders wenn die Journalisten sich als unabhängig ausgeben und angebliche "Kursraketen" und "Aktienperlen" anpreisen.

joa so gesehen, da hast du schon recht. wenn einträge und themen titel soviele $ zeichen und so weiter haben dann les ichs schon gar nicht weils da mit der präsentation bei mir automatisch "ablöscht".

Aber ich muss sagen, internetzeitalter eben. wie sagen die amis; do your own DD. es läst sich halt dann trotzdem cash machen auch mit nem guten push. erkennen muss mans halt und wieder aussteigen können.

beispiel CWRN die is mir erst aufgefallen bei 0.004! die kam aber von 0.0002! (wurde meines wissens auch mir böbriefchen unterstützt). ich hab mich schon sehr gefragt was ich da mache wenn ich bei 0.004 einstiege, nach sovielen prozenten. ich hab dann jeden tag aufgepasst und so.. und siehe da ich konnt bei knapp 0.03 gute gewinne realisieren.

wenn sich solche meldungen auf diversen, mehr oder weniger dubiosen, seiten häufen ist es allemal spannend zu kukn um was es geht, denn oft erwischt man trotzdem nen anfahrenden zug. einfach nicht heiraten unterwegs. (das is manchmal mein probl.)

nun item finde es gut dass du das thema ansprichst!

hoffe das newbis zuerst hier vorbei schauen bevor sie sowas handeln oder sich motiviert fühlen ihr geld zu riskieren.

he mister Smile wünsche ganz e schöne sunntig

----gesperrt wegen gutmenschentum, wünsche an der stelle allen alles gute, wie immer. http://investorshub.advfn.com/boards/profilea.aspx?user=193864

05.02.2011 19:22
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equity holder wrote:

bscyb wrote:
Das grenzt an Betrug

Es ist Betrug. Nur ist es legal.

Frontrunning wie in meinem ersten Post im verlinkten Spiegel-Artikel beschrieben ist ganz sicher nicht legal, besonders wenn die Journalisten sich als unabhängig ausgeben und angebliche "Kursraketen" und "Aktienperlen" anpreisen.

05.02.2011 19:20
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bscyb wrote:

Das grenzt an Betrug

Es ist Betrug. Nur ist es legal.

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

05.02.2011 19:17
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b00n wrote:

nun wenn dir das net passt lies es nicht.

ich sag mir. es ist egal ob etwas scam ist oder nicht, das wissen hat man wenn man otc/pinks usw. handelt. und wenns scam ist dann umso besser wenn er gut aufgezogen ist! rein raus..

HAUPTSACHE ES HANDELT SICH GUT !

trade ja zum geldverdienen, nicht fürs gewissen, versteh nicht was du hast.

gruss

Hast Du überhaupt einen meiner Links gelesen ?

Es geht um Ketten-Börsenbriefe / Spam-Mails für Aktien, die dann von meist unerfahrenenen oder naiven Investoren gekauft werden.

Du kannst OTCs und Pinksheets traden soviel Du willst. Stört mich nicht.

Wenn aber Leute hier im Forum massenweise und ungefiltert PR solcher Firmen posten und mit grösstenteils imaginären Produkten geworben wird, reicht es meiner Meinung. Das grenzt an Betrug, wenn fundamental nur heisse Luft vorhanden ist.

Im besten Fall handelt es sich noch um Frontrunning durch die Pusher.

Du kannst in den Links nachlesen, dass viele dieser Firmen nur Briefkastenadressen haben - und aus den Ankündigungen nie Produkte oder Dienstleistungen entstanden btw. erbracht worden sind.

05.02.2011 17:41
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nun wenn dir das net passt lies es nicht.

ich sag mir. es ist egal ob etwas scam ist oder nicht, das wissen hat man wenn man otc/pinks usw. handelt. und wenns scam ist dann umso besser wenn er gut aufgezogen ist! rein raus..

HAUPTSACHE ES HANDELT SICH GUT !

trade ja zum geldverdienen, nicht fürs gewissen, versteh nicht was du hast.

gruss

----gesperrt wegen gutmenschentum, wünsche an der stelle allen alles gute, wie immer. http://investorshub.advfn.com/boards/profilea.aspx?user=193864

02.02.2011 12:34
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Pennystocks und Abzockerei

*Bump* aus aktuellem Anlass.

Das Auslandsforum wird momentan wieder mit Pennystocks zugekleistert (ich habe nichts gegen Diskussionen, aber man sieht offensichtlich, dass die gleichen Benutzer Selbstgespräche über OTC-Aktien führen).

Schade.

29.12.2010 21:08
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Jodellady wrote:

Solange kein Insiderwissen besteht, kann dir niemand etwas anhaben. Es geht nur darum, die Situation zu VERMUTEN respektive ERKENNEN und nicht zu WISSEN.

Zudem: Solange du nicht (wender physisch noch psychisch) in diese Interessensgruppe der "Pusher" gehörst, ist überhaupt nichts illegal.

Ja, nur wie kommt man legal (und regelmässig) an diese Informationen Smile ?

Die Pusher kaufen unauffällig und über mehrere Wochen und bei Neuemissionen decken sie sich direkt ein als Altaktionäre etc. mit Bezusgrechten.

Sehe das nicht realistisch.

Shorten kann man diese Aktien zudem schlecht, in den meisten Fällen wäre Shorten interessanter nachdem der Kurs explodiert ist und sich alle gutgläubigen Lemminge eingedeckt haben.

26.12.2010 19:30
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Pennystocks und Abzockerei

Solange kein Insiderwissen besteht, kann dir niemand etwas anhaben. Es geht nur darum, die Situation zu VERMUTEN respektive ERKENNEN und nicht zu WISSEN.

Zudem: Solange du nicht (wender physisch noch psychisch) in diese Interessensgruppe der "Pusher" gehörst, ist überhaupt nichts illegal.

26.12.2010 19:28
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Jodellady wrote:

Klingt jetzt vielleicht doof, aber wenn man früh genug drauf rauf springt, verdient man doch auch viel ;).

Man müsste die Aktien erkennen, BEVOR der Börsenbrief raus geht ;)..

Dann wäre aber der Tatbestand des illegalen "Frontrunning" meines Wissens gegeben (bin aber kein Jurist).

26.12.2010 10:28
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Klingt jetzt vielleicht doof, aber wenn man früh genug drauf rauf springt, verdient man doch auch viel ;).

Man müsste die Aktien erkennen, BEVOR der Börsenbrief raus geht ;)..

25.12.2010 02:37
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alchimist wrote:

Gibt es auch eine Seite, wo solche Mäntel mit Kotierung in Frankfurt gehandelt werden?

Oder kennst jemand eine Seite wo das Listening genau beschrieben wird?

Hier kann man suchen:

http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/allInstruments/gdb_navigatio...

Im Suchenü Segment "Open Market" wählen.

Wobei dort auch viele seriöse ausländische Aktien gehandelt werden. Es geht bei den problematischen Aktien vor allem um

- aufdringlich beworbene

- neu kotierte oder durch Uebernahme eines Aktienmantels neu gelistetet

Penny Stocks mit sehr vielen ausgegebenen Aktien; darum erscheinen sie optisch auch "billig" für Aktieneinsteiger.

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